Am Montag publizierte die World Intellectual Property Organization (WIPO) den Patent Report 2006. Mit dem Bericht werden weltweite Entwicklungen im internationalen Patentwesen festgehalten. Der aktuelle Report zeigt erneut einen markanten Anstieg der Anträge. Globalisierte Märkte verlangen weltweite Patente. So ist es nicht erstaunlich, dass vom internationalen Patentsystem der WIPO, das die weltweite Registrierung vereinfacht, reger Gebrauch gemacht wird. Bei der Organisation ist man denn auch zufrieden, wie der Generaldirektor, Dr. Kamil Idris, ausführt: «Es zeigt sich, dass unser Patentsystem so benutzt wird, wie wir dies vorsahen, nämlich als Anreiz für Innovation und Antrieb für wirtschaftliche Tätigkeit.»
Patentanträge über das WIPO-System nehmen seit 1990 pro Jahr im Schnitt 16.8 Prozent zu. Insgesamt liefen 47 Prozent der internationalen Patentanträge über den WIPO-Vertrag. Die Anzahl aller Patentanmeldungen – also auch jene, die nicht über den WIPO-Vertrag liefen – hat sich zwischen 1985 und 2004 verdoppelt, von 884’000 auf 1’599’000, allein im Jahr 2005 wurde 134’000 mal internationaler Patentschutz beantragt. Besonders stark zugenommen haben Anträge aus Brasilien, China, Indien, Korea und Mexiko. Die WIPO wertet diese Entwicklung als Zeichen für die ständige Öffnung der internationalen Märkte.
Dennoch: Anträge aus den USA, Japan, EU, Korea und China machen 75 Prozent aller Gesuche aus. Noch klarer sieht es bei den insgesamt 5.4 Millionen derzeit laufenden Patente aus: 29 Prozent dieser Patente gehören Japanern, 22 Prozent Amerikanern.