Fünf Jahre – und kein Ende

Vermittler Im seit gut fünf Jahre dauernden Konflikt zwischen dem Inseratevermittler AdX und der PubliGroupe ist eine (vorläufige) Lösung, jedoch kein Ende in Sicht.

Vermittler Im seit gut fünf Jahre dauernden Konflikt zwischen dem Inseratevermittler AdX und der PubliGroupe ist eine (vorläufige) Lösung, jedoch kein Ende in Sicht. Die Lösung: Nachdem die P anfangs Jahr ihre Kommissionierungsrichtlinien lockerte, stellte AdX ein Wiedererwägungsgesuch. «Dieses ist erfolgreich verlaufen», teilt AdX-Inhaber Werner Baumann auf Anfrage mit. Mehr noch: Eine zweite Inseratevermittlungsagentur soll von der P ebenfalls die Kommissionsberechtigung erhalten haben. Das heisst, dass nun beide Agenturen für Inserate, die sie an Pachttitel der P vermitteln, entschädigt werden. Zuvor hatte dies die P auf Grund ihrer bisherigen Richtlinien abgelehnt.
Trotzdem ist der Konflikt nicht beendet. Denn die P macht bei AdX noch immer Vorbehalte. Zudem liegt die Sache weiterhin bei der Wettbewerbskommission. «Wir sind in der Endphase», sagt dort der stellvertretende Direktor Patrik Ducrey. Und er schiebt nach: Ein definitiver Entscheid sei dieses Jahr nicht mehr zu erwarten. Gründe will er nicht nennen.
Markus Knöpfli

Kommunizieren dank Barrieren

Unfallprävention Die Agentur Saatchi & Saatchi Simko hat für die Gurtenkampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung eine ganze Reihe von neuen Werbemedien entdeckt.

Unfallprävention Die Agentur Saatchi & Saatchi Simko hat für die Gurtenkampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung eine ganze Reihe von neuen Werbemedien entdeckt.Seit Ende Oktober kann das Schweizer TV-Publikum die Fortsetzung des Spots «Ein Band fürs Leben» sehen. In diesem rannte ein Mann mit voller Wucht gegen eine Mauer. So wirkt es, wenn man mit einem Auto bei voller Fahrt einen Unfall baut. Der neue Film hat nun gezielt die Notwendigkeit des Angurtens selbst auf kurzen Strecken zum Thema. Die Statistik zeigt nämlich, dass die Schweizer sich innerorts weniger häufig anschnallen, obschon paradoxerweise die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls ausgerechnet im Ortsverkehr am höchsten ist. Illustriert wird dieses «schwächere» Aufprallen im Spot mit dem Durchschlagen einer Schaufensterscheibe. Verbreitet wird diese Präventionsbotschaft auch durch eine Sponsoringaktion rund um Verkehrsnachrichten im Radio.
Als besonders direkt wirkendes Medium hat die Genfer Agentur Saatchi & Saatchi Simko neu die Lifttüren und Ausfahrtschranken von über 250 Parkhäusern entdeckt. Wer hier mit seinem Auto vorbei kommt, kann der Botschaft «Ein Band fürs Leben» in keinem Fall mehr ausweichen. Ebenso unübersehbar ist dieser Claim an den Lifttüren zu diesen Parkhäusern. Hier ergibt sich ein zusätzlicher Effekt, wenn der Sicherheitsgurt beim Öffnen und Schliessen der Lifttür jeweils auch bildlich wie «eingeklickt» wird.
In der Westschweiz und im Tessin wird die Kampagne ebenfalls durch Heckposter auf Bussen in Genf, Lausanne, Lugano und Bellinzona verstärkt. Bei einem Wettbewerb zum Thema Sicherheitsgurt auf der Website sicherheitsgurt.ch gibt es vom TCS organisierte Fahrkurse zu gewinnen. Ausserdem führen die Sicherheitsdelegierten der Beratungsstelle für Unfallverhütung und Spezialisten für die Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit aktuell verschiedene Sensibilisierungsaktionen für Autofahrer durch.
Die umfangreichen Mittel, die heute in die Gurtenkampagne investiert werden, tragen bereits Früchte. Nach vier Jahren der Stagnation ist der Anteil der Gurtenträger auch auf den Rücksitzen innerhalb nur eines Jahres um 15 Prozent gestiegen.
Sämtliche Kommunikationsmittel sind auf der attraktiv gestalteten Website www.sicherheitsgurt.ch, Rubrik Kommunikation & Medien, zugänglich. Die Gurtenkampagne wird gemeinsam von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), dem TCS und dem Verkehrssicherheitsrat durchgeführt und vom Fonds für Verkehrssicherheit finanziert.
Andreas Panzeri

Ästhetische Provokation

Fundraising Schmid & Zoller hat sich für Pro Infirmis plakative und gleichzeitig sensible Gedanken zum Thema Integration gemacht.

Fundraising Schmid & Zoller hat sich für Pro Infirmis plakative und gleichzeitig sensible Gedanken zum Thema Integration gemacht.Aufrüttelnd, provokativ und ästhetisch: Die vierte Plakatkampagne der Behindertenorganisation Pro Infirmis knüpft an die Erfolge der ersten drei Ausgaben an. «Integration» ist das Thema der neuen Image- und Sensibilisierungskampagne. Der Claim: «Wir lassen uns nicht behindern.» Die vier neuen Sujets sind vom bekannten Schweizer Fotografen Hannes Schmid und der Agentur Schmid & Zoller gestaltet worden. Gezeigt werden Geschwister – behinderte und nicht behinderte. Die provokative Überhöhung soll den Betrachter zum Nachdenken animieren. Auf einem der Plakate wirft zum Beispiel die nicht behinderte Schwester den Brautstrauss und ihre Schwester mit Down-Syndrom fängt ihn auf …
Seit dem Jahr 2000 zeigt Pro Infirmis in regelmässigen Abständen Plakate, auf denen behinderte Menschen auf ungewohnte und direkte Art dargestellt werden. «Es geht uns nicht nur darum, den Bekanntheitsgrad unserer Organisation und die Spendeneinnahmen zu erhöhen, sondern in den Köpfen der Schweizer Öffentlichkeit neue Bilder von behinderten Menschen zu verankern», sagt Mark Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Infirmis. Die Aussagen auf den Plakaten geschehen immer spielerisch und nicht mit dem Zeigefinger.
Frühere Kampagnen aus der Reihe «Wir lassen uns nicht behindern» wurden verschiedene Male mit ADC-Würfeln und dem Effi-Preis ausgezeichnet.
Andreas Panzeri

Zum Erfolg verdammt

Regionalzeitungen Tamedia hat seine vier neuen Regionalausgaben für den Tages-Anzeiger lanciert. Der Verdrängungskampf ist eröffnet.

Regionalzeitungen Tamedia hat seine vier neuen Regionalausgaben für den Tages-Anzeiger lanciert. Der Verdrängungskampf ist eröffnet. Die Redaktionsteams der vier neuen Regionalableger des Tamedia-Flaggschiffs in Bülach, Stäfa, Uster sowie in der Stadt Zürich haben sich einen Monat lang  vorbereitet und am 6. November losgelegt. Am linken Seeufer im Bezirk Horgen arbeitet eine Testredaktion bereits seit März 2005. Dort stand lediglich die Umstellung von Tabloid auf  Broadsheet des Mutterblattes an. Die Regionalausgaben figurieren bekanntlich als zusätzlicher Regionalbund im Tages-Anzeiger und sind auf Papier – aus logistischen Gründen – nur in den entsprechenden Einzugsgebieten zu haben.Erste EffekteAm linken Seeufer zeitigte die Testredaktion einen ersten Effekt: Obwohl das Inserateaufkommen bisher bescheiden war, wurde der Grund für die Regionalstrategie, der Auflagenrückgang des Tages-Anzeigers, gestoppt. Wenn sich dieser Effekt in den anderen Regionen ebenfalls einstellt, sind die Ziele einer ersten Strategierunde bereits erreicht. Bekanntlich leidet der Tages-Anzeiger an Auflagenschwund und an einer im Vergleich mit anderen Tageszeitungen schlechten Reichweite von lediglich 36 Prozent im Kerngebiet, im Millionen-Zürich.
Der zweite Schritt dieser langfristigen Strategie ist die Verdrängung der angestammten Zürcher Landzeitungen. In der Branche wird vermutet, dass Tamedia weit mehr als knapp unter zehn Millionen Franken in die Hand nimmt, wie das Medienhaus die Kosten der Offensive einmal vage kommuniziert hatte. Zu Buche schlagen vor allem die Distribution sowie die Finanzierung der neuen Redaktionen. Am jüngsten Treffen der Chefredaktoren stellte Tagi-Verlagsleiter und Regionalstratege Rolf Bollmann diesen Aspekt ungeschminkt dar, ebenso im kürzlich in der Zürcher Landzeitung publizierten Streitgespräch mit ZSZ-Verlagsleiter Erland Herkenrath. «Ich sehe die einzige Wachstumschance im Raum Zürich. Also muss der Tagi regionalisieren … auf Kosten der Regionalpresse.»
Für Bollmann ist klar, dass Tamedia die Regionalisierung bereits Jahre früher hätte lancieren sollen. Ironie der Geschichte: Schon vor dreissig Jahren hatte sich Verleger Hans Heinrich Coninx mit einem entsprechenden Geheimprojekt befasst. Bollmann ist jetzt sozusagen der Erbvollstrecker, der seine Strategie auf weitere Konzepte stützt, die bei Tamedia zum Teil schon seit zehn Jahren in den Schubladen warten.
Der umtriebige Verlagsleiter rechnet sich aus, dass sich im Lesermarkt das Publikum längerfristig für den Tages-Anzeiger entscheidet. «Bei etwa gleicher journalistischer und redaktioneller Leistung unserer Redaktionen wie die der Konkurrenz müsste der bessere Mantelteil des Tages-Anzeigers für die Leser den Ausschlag zum Umsteigen geben», sagt er. Manchmal zweifelt aber auch Bollmann daran, ob diese Qualität bei der Leserschaft überhaupt gefragt sei.
Schlechte Karten haben die Tagi-Lokalredaktionen indessen nicht. Immerhin schreiben neben erfahrenen und altgedienten Tagi-Journalisten zum Beispiel auf der Redaktion in Bülach Leute, die sich vorher beim Unterländer journalistisch betätigten. Für die Tagi-Regionalredaktion in Uster haben 5 von 35 Leuten des Zürcher Oberländers die Seite gewechselt, und an beiden Seeufern gab es kleinere Verschiebungen, wanderte Know-how von der Zürichsee-Zeitung zum Tagi.
Publizistisch gesehen eine der grössten Schwierigkeiten bleibt die Triage der Themen zwischen dem Zürich-Bund und den Regionalteilen im Tages-Anzeiger. Dafür gibt es kein Konzept. Aktualitätenlage und Qualität der Geschichten entscheiden, was Verhandlungen zwischen den Redaktionen bedeutet.
Landzeitungen bleiben gelassen Und wie ist der erste Eindruck bei den Zürcher Landzeitungen? «Man kann den Lokaljournalismus nicht neu erfinden», sagt Christine Fivian, langjährige Chefredaktorin des Unterländers und mit dem lokalen Handwerk seit jeher vertraut. Auf publizistischer Seite habe sie keine Bedenken, man habe mehr Leute und könne mehr anbieten. «Es gibt einen normalen Wettbewerb. Da müssen wir schneller sein, und ich hoffe, dass wir das schaffen», sagt Fivian. Letztlich entscheidend sei jedoch das finanzielle Durchhaltevermögen.
Auch am rechten Zürichseeufer löste sich die gespannte Erwartung im Stammhaus der Zürichsee-Zeitung in Stäfa nach Erscheinen der ersten Tagi-Regionalausgabe. «Da war nichts drin, das uns hätte beunruhigen können, Geschichten, die wir nicht hatten», sagt ZSZ-Chefredaktor Benjamin Geiger. Die Situation präsentiere sich ähnlich wie beim Start der Testredaktion am linken Seeufer. «Damit können wir gut umgehen», sagt Geiger. Auf der anderen Seeseite ist man ebenfalls einigermassen ernüchtert über das im Vergleich zur vorherigen Tabloidausgabe dünne Broadsheet des neuen Tagi-Bundes.
Beim Zürcher Oberländer will Chefredaktor Christoph Vollenweider nach den ersten Tagi-Nummern noch keine Stellung nehmen. «Für ein Urteil ist es noch zu früh.» Er teilt die Ernüchterung mit den anderen Redaktionen der drei Zürcher Landzeitungen, dass vom Tages-Anzeiger angesichts der ausgedehnten Vorbereitungsphase inhaltlich nicht mehr gekommen sei. Die mühevolle Arbeit, sich in den Regionen bei der Bevölkerung zu verankern, wird dem Tages-Anzeiger nicht geschenkt.
Immerhin fiel das Echo in der Stadt Zürich auf den Tagi-Split von den Vereinen positiv aus. Den angestammten Blättern ist die Bedrohungslage indessen wohl bewusst. Auch wenn Konkurrenz das Geschäft belebt: Der Tages-Anzeiger bleibt, voraussichtlich für immer. «Das Szenario ist eben zum Erfolg verdammt», sagt Benjamin Geiger. 
  
Willkommen in Uster In Uster
ist der Tagi möglicherweise im Vorteil. Beobachter meinen, die neue SP-Stadtregierung unter Stadtpräsident Martin Bornhauser sei im Anzeiger von Uster, dem Kopfblatt des Zürcher Oberländers, kaum angemessen vertreten. Die Stadt sei mit Lokalmedien unterversorgt. Als die unter Raumnot leidende Stadtverwaltung dieselben Lokalitäten wie Tamedia für deren neue Lokalredaktion mieten wollte, soll die Stadt dem Tages-Anzeiger den Vortritt gelassen haben. Der Tagi ist in Uster offenbar sehr willkommen. Christian Vollenweider, Chefredaktor des Zürcher Oberländers, bestätigt den Vorgang. Nach dem Chefredaktorenwechsel beim Oberländer hat sich das Blatt vom streng freisinnigen Kurs gelöst und bemüht sich um publizistische Offenheit. «Wenn die Stadtregierung sich zuwenig vertreten fühlt, muss man das korrigieren», sagt Vollenweider. René Worni

Ohne Worte

Aufgefallen Andreas Panzeri über ein Plakat, das zumindest die Mundwinkel durch Lächeln beim Betrachten des Plakates subtil trainiert.

Gesundheit Eigentlich gäbe es zu diesem Plakatsujet nichts zu sagen (siehe Rubriken-Titel: «aufgefallen»). Tatsächlich ist dem Schreiber der Cartoon auf dem Perron des Bahnhofs Rüschlikon schon seit Tagen aufgefallen. Die Idee wirbt für den Sportpark in Thalwil. In diesem Gesundheitszentrum kann man fürs Überleben trainieren, wie es im Claim heisst. Verkündet wird das mit einem sympathischen und damit in der Plakatlandschaft immer wieder positiv auffallenden Witzchen. Zumindest die Mundwinkel beim Lächeln werden auf diese Weise allein beim Betrachten des Plakates subtil trainiert. Aber auch das Hirn kommt schliesslich auf seine Rechnung. Wer wird hier eigentlich überleben? Ist es der Dinosaurier? Oder der Mensch mit dem zu dicken Bauch? Andreas Panzeri

Stadt-Split – ein Tamedia-Unikum

Print Ein Stadt-Split, wie neuerdings beim Tages-Anzeiger, taugt als Modell weder für Bern, Basel, St. Gallen noch für Luzern.

Print Ein Stadt-Split, wie neuerdings beim Tages-Anzeiger, taugt als Modell weder für Bern, Basel, St. Gallen noch für Luzern.«Für ein Stadtzürcher KMU war das Inserieren im Tages-Anzeiger bisher nicht interessant, denn ein Drittel der Tagi-Leserschaft lebt ausserhalb des Kantons Zürich», sagt Verlagsleiter Rolf Bollmann. Seit dem 6. November ist das anders: Die Tagi-Auflage (rund 240’000 Exemplare) ist gesplittet: Von den fünf neuen Regionalausgaben ist ein Split mit rund 50’000 Exemplaren speziell auf die Stadt Zürich zugeschnitten. Er soll die Stadtzürcher Leser mit noch mehr stadtspezifischen News versorgen und so mittelfristig dem Tamedia-Flaggschiff eine höhere Haushaltabdeckung in der Stadt ermöglichen. Zudem haben primär lokale KMUs eine preislich interessante Werbeplattform mit geringerem Streuverlust als bisher – und dem Tagi winkt eine zusätzliche Einnahmequelle. Doch auch nationale Kunden haben die Möglichkeit, den Tagi-Stadt-split solo zu belegen – oder ihn allenfalls mit weiteren Tagi-Splits oder gar mit den Züriland-Zeitungen zu buchen.Dieses Modell ist derzeit einzigartig in einer Deutschschweizer Grossagglomeration. Zwar kennt auch die Berner Zeitung eine Art Stadt-Split, Stadtausgabe genannt, doch im Unterschied zum Tages-Anzeiger stellt diese einen Mix sowohl aus Bund- als auch aus BZ-Exemplaren dar. Zudem ist sie ausschliesslich lokalen Kunden vorbehalten. Ob man sich jetzt in Bern das Tagi-Modell zum Vorbild nimmt? Seinerzeit hatten einige Werbeauftraggeber und Media-Agenturen gefordert, man müsse die BZ-Stadtausgabe auch für nationale Kunden öffnen.
«Nein», sagt Verlagsdirektorin Franziska von Weissenfluh, «eine Änderung steht nicht zur Diskussion.» Der Grund ist klar: Anders als beim Tages-Anzeiger macht die BZ-Stadtausgabe mit 148’000 Exemplaren nicht bloss ein Fünftel der Gesamtauflage aus, sondern gut die Hälfte. Da besteht die Gefahr, dass sich nationale Kunden mit der Stadtausgabe begnügen, was den BZ-Gesamtumsatz empfindlich schmälern könnte.
Exakt den umgekehrten Weg als der Tagi geht das St. Galler Tagblatt – seit diesem Jahr. Denn dort wurden im April die bisher acht SGT-Regionalausgaben auf sechs reduziert – und dabei die ehemalige St. Galler Stadtausgabe (30’000 Exemplare) mit jener von Gossau (5000 Exemplare) und Rorschach (8000 Exemplare) zusammengelegt. SGT-Verlagsleiter Daniel Ehrat begründet dies mit dem Zusammenwachsen der drei Gemeinden. Natürlich gab es anfangs Reklamationen seitens einiger Leser. «Doch diese sind mittlerweile verebbt», sagt Ehrat. Kaum Probleme hatten dagegen die Inserenten, wohl nicht zuletzt weil KMUs aus Gossau und Rorschach die neu 41 000 Exemplare umfassende St. Galler Ausgabe zu einem Tarif buchen können, der nur wenig teurer ist als jener «ihres» früheren Splits.
Split in Luzern kein Thema Anders bei der Neuen Luzerner Zeitung: Dort wurde die Teilung in eine Stadt- und eine Landausgabe schon mehrfach diskutiert, «im Moment ist das aber kein Thema», sagt Geschäftsleiter Jürg Weber. Denn die Neue LZ habe mit rund 60 Prozent bereits eine hohe Abdeckung, da sei auch mit Splits kaum etwas zu gewinnen. «Zudem wollen die Leser in der Stadt wissen, was auf dem Land geschieht und umgekehrt», sagt Weber. Auch seitens der Inserenten habe man bisher «kein Riesenbedürfnis» festgestellt. Denn der lokale Inserent, der in der Neuen LZ werben will, kann ein spezielles Marktplatzangebot im Regionalbund wählen. Dieses bietet einen wesentlich günstigeren Tarif (weniger als die Hälfte des Inseratepreises). Will sich der Inserent aber auf die Agglomeration Luzern beschränken, sei er mit dem Anzeiger Luzern und der Luzerner Woche bereits gut bedient, sagt Weber.
Ist ein Stadt-Split am Rheinknie ein Thema? Immerhin verteilen sich dort die rund 100’000 Exemplare der BaZ-Stammausgabe je etwa hälftig auf die beiden Basler Halbkantone. Doch Beat Meyer, CEO der Basler Zeitung Medien, winkt ab. Die BaZ habe erst gerade eine Grossauflage im Baselbiet lanciert, die sich wie ein Split solo oder gemeinsam mit der Stammausgabe buchen lasse. «Und eine streng politische Trennung ist weder für die Inserenten noch für die Leser interessant, dazu sind die Grossgemeinden im unteren Baselbiet zu sehr stadtorientiert», meint Meyer.
Tagblatt am MittwochDas Tagblatt der Stadt Zürich,
die Gratiszeitung von Tamedia (60 Prozent) und NZZ (40 Prozent), erscheint ab 29. November nicht mehr fünf-, sondern nur noch einmal wöchentlich, nämlich mittwochs. Der bis 2015 dauernde Vertrag mit der Stadt Zürich, der das Blatt als offizielles Publikationsorgan dient, enthalte eine Klausel, die es erlaube, «aus wirtschaftlichen Gründen» Änderungen am Erscheinungsrhythmus vorzunehmen, sagt Stadtsprecher Urs Neuenschwander. Dass es in diesem Fall die Mehrheitsbesitzerin Tamedia selbst ist, die mit ihrem Tagi-Stadtsplit die wirtschaftliche Lage des Tagblatt schmälert, habe dabei keine Rolle gespielt. «Wir sind deswegen nicht mit Anwälten aufeinander losgegangen», sagt Neuenschwander. Die Stadt habe geprüft, was sie als Minimalvariante benötige. Diese erfülle das neue Tagblatt-Konzept. Keine Antwort gab Neuenschwander auf die Frage, ob von Tamedia eine Entschädigung verlangt wurde. Immerhin muss sich die Stadt potenzielle Konzessionseinnahmen ans Bein streichen. Denn die Abgabe, die Tamedia und NZZ für das Tagblatt bezahlen, ist ab einer bestimmten Einnahmenhöhe umsatzabhängig. Diese Limite, die dem Vernehmen nach bisher kaum je erreicht wurde, ist nun endgültig illusorisch.
Markus Knöpfli

Uff, peng, bumm, autsch!

Versicherungen Wirz Werbung hat für Die Mobiliar zum ersten Mal Schadenskizzen verfilmt.

Versicherungen Wirz Werbung hat für Die Mobiliar zum ersten Mal Schadenskizzen verfilmt.Werbung für Die Mobiliar verblüfft und amüsiert das Publikum schon seit sieben Jahren in immer wieder neuen Formen. Mehr als 150 witzige «Schadenskizzen» sind bis jetzt zu Papier gebracht worden. Nicht in Form von solchen Cartoons, sondern im Stil von aufwändigen Filmen hat Wirz Werbung auf einer zweiten Schiene auch das Publikum im Kino und vor dem Fernseher angesprochen. Der Film «Fotograf» unter der Regie von Ernst Wirz hat in Cannes dieses Jahr einen Löwen gewonnen. Alle diese Spots mit Realbildern sind zum vertrauten Kommentar «Liebe Mobiliar …» aus Briefen an die Versicherung konstruiert. Jetzt wurden erstmals vier Filme neu auch im Stil der gezeichneten Schadenskizzen realisiert. Die animierten Cartoons haben «den statischen Skizzen Leben eingehaucht», wie CD Matthias Freuler erklärt. Wie im klassischen Zeichentrickfilm wird eine lustige Kurzgeschichte erzählt. Die Gags leben stilgerecht auch von einem witzigen Soundtrack mit typischen Cartoon-Geräuschen. Die Minidramen wollen aber nicht den klassischen TV-Spots Konkurrenz machen, sondern werden für besondere Zwecke eingesetzt, so unter anderem als Virals.
Immer wieder mit einer überraschenden Idee «ausbrechen aus der Form», wie Freuler sagt, will Wirz Werbung auch beim Schalten der Inserate für Die Mobiliar. Genau am Tag der heurigen Street Parade in Zürich wurde im Tages-Anzeiger ein Streifen über drei Seiten platziert. «Dreissig Love Mobiles und mein Automobil» erklärte der Text zur Schadenskizze.
Besonders flexibel zeigte sich bei dieser Anzeige auch der Verlag. Der witzige Streifen über drei Seiten durfte im Tages-Anzeiger – grosse Ausnahme – sogar über der Kopfzeile prangen. Aktuell ist in 20 Minuten kürzlich eine ähnlich auf-
fallende Sonderform mit einem «Abpraller» über zwei Ecken rund um einen Bericht über Martina Hingis an den Zurich Open platziert worden.
Andreas Panzeri

Sammle Flugzeugabstürze

René Worni windet der Aargauer Zeitung ein Kränzchen.

René Worni windet der Aargauer Zeitung ein Kränzchen.«Im Regionalteil regiert das totale Chaos. Alles ist stets an einem anderen Ort. Und Fehler stören. Sonst bin ich zufrieden», sagt Werner Diebold (72), pensionierter Maurer aus Baden. Konkreter wird Flight Attendant Heike Bösch (37) aus Aarburg: «Wenn ich am Boden bin, lese ich stets AZ. (…) Mir fehlt ein Pendant zum Feuilleton der NZZ.» Schwer tut sich der pensionierte Elektroingenieur Gerhard Krische (74) aus Nussbaumen: «Zweiseitige Berichte mag ich gar nicht. Und weshalb werden Anglizismen verwendet, wenn es einen deutschen Ausdruck gibt?» Und Coiffeuse Vittoria Mastronardi (17) aus Rietheim meint: «Der Auftritt der AZ ist zu jugendlich, ein Hauch NZZ könnte nicht schaden.» (!)  Die Aargauer Zeitung begeht ihr zehnjähriges Bestehen. Im Extrablatt lässt sie sich Publikumsantworten auf die legendäre «Putzfrauenfrage» selbstbewusst gefallen. Zehn Jahre ist für ein Jubiläum eigentlich ein Klacks. Doch Verleger Peter Wanners Flaggschiff, Fusionsprodukt aus Aargauer Tagblatt und Badener Tagblatt, ist seit der Lancierung des Kooperationsmodells Mittelland-Zeitung das Erfolgsmodell im Mediendreieck Basel–Bern–Zürich schlechthin: Die Einbindung der Basellandschaftlichen Zeitung (dank verhandlungstaktischem Vakuum am Rheinknie) ist nur noch das Sahnehäubchen.
Das Jubiläum macht bewusst, wie sich Printmedien und Publikumsgewohnheiten verändern. AZ-Chefredaktor Peter Buri spricht von der neuen Multimedia- und Multitasking-Generation. Mehr Zeitung mit weniger Geld machen, das eine anbieten und das andere nicht lassen, Inhalte multimedial auf vielen Kanälen anbieten, so die Devise des heutigen Multimediaunternehmens.
Doch Inhalt will gepflegt sein. Die Strategie der Kundenorientierung entspringe rein ökonomischem Kalkül, auf das sich Journalismus nicht reduzieren lasse, warnt Medienwissenschaftler Mirko Marr. Doch das Publikumsverhalten bleibt, zum Glück, auch bei der AZ unberechenbar.
Sandra Sollberger (12) aus Unterentfelden sagt: «Ich lese alles über Flugzeugabstürze, schneide die Berichte stets aus. Geflogen bin ich schon, hab aber keine Angst.» Dem will hoffentlich niemand etwas hinzufügen, oder?
René Worni, Redaktor

Im Laden mit Madonna

Radio Ruf Lanz verschickt im Namen von Radio Energy Bewerbungsschreiben von internationalen Stars. Diese suchen einen Job als Verkäufer.

Radio Ruf Lanz verschickt im Namen von Radio Energy Bewerbungsschreiben von internationalen Stars. Diese suchen einen Job als Verkäufer.«Ich heisse Madonna. Ich bewerbe mich hiermit bei Ihnen als Bettwaren- Verkäuferin. Ich glaube, dass ich für diese Aufgabe die nötige Erfahrung mitbringe.» So beginnt ein Brief des Popstars an den Werbeleiter von Ikea Schweiz. Madonna führt auf ihrem Bewerbungsschreiben als Erfahrung «erfolgreiche Präsentation von Bettkissenbezügen» (auf dem Plattencover von «Like a Virgin») oder noch deutlicher «Intensivierung der Verkaufsförderungsmassnahmen» mit dem Film «In Bed with Madonna» an. Im Anhang ihres Briefes gibt die Sängerin und Möchtegern-Verkäuferin als Referenzen 554’210 Google-Treffer unter dem Suchbegriff «Madonna+Bett» an.Ziemlich freche B2B-KampagneDer Zürcher Radiosender Energy bringt schon lange die Stars zu seinen Fans nach Hause. Jetzt bringt Ruf Lanz diese Stars auch in die Wirtschaft mit einer ziemlich frechen B2B-Kampagne.
Die Gattungskampagne für Radiospots startet mit wohl formulierten Stellenbewerbungen. Stars wie Robbie Williams, Shakira oder Christina Aguilera bewerben sich bei Firmen, die irgendwie zu ihrem Job als Verkäufer passen könnten.
In lupenreinem KV-Stil – Ruf Lanz hat sich dazu extra ein Ratgeber-Buch «Wie bewerbe ich mich richtig?» angeschafft – will sich Robbie Williams über diesen Weg als Verkäufer für Unterwäsche andienen. Als Referenz kann er anfügen, dass es zu seinen Stärken gehört, die Damenwelt schon mit wenigen Tönen in eine derartige Ekstase zu versetzen, dass diese sich «augenblicklich gezwungen sehen, ihre Slips, BHs und anderen Dessous-Bestandteile auszuziehen» und Robbie auf die Bühne zu werfen. Voll seriös heftet der Sänger seinem Schreiben aber das bei Schweizer Firmen obligate Foto bei.
Auch Shakira, die sich um eine Stelle als Parfüm-Verkäuferin bewirbt, hat sich in diesem sehr hochanständigen Stil in die Aktion einspannen lassen. Der Rapper 50 Cent empfiehlt sich als «idealer Verkäufer für Versicherungen». Snoop Dogg sieht seine Bewerbungschancen eher bei den Autoproduzenten, macht er doch «immer wieder klar, dass ein Mann ohne festen Schlitten ein Nichts ist», wie Texter Thomas Schöb bei Ruf Lanz weiss.
In einer weiteren Phase der Kampagne gehen diese Bewerbungsschreiben nicht nur an potenzielle Einzelfirmen, sondern auch als Dossier an Media-Agenturen. Marketingleiter Dani Büchi von Radio Energy stellt sich dabei als Headhunter vor, der gleich eine ganze Palette von viel versprechenden Verkaufstalenten in seinem Portfolio hat.
Alle Stars haben «mit Spass und viel Sinn für Selbstironie» in diesen Werbegag eingewilligt und ihre «Bewerbungsschreiben» ohne Änderungswünsche abgesegnet. Büchi führt dies auf ein gutes Einvernehmen seiner Senderkette mit den Topstars der Branche zurück. Hier war es eine Gefälligkeit. Bei den Publikumskampagnen sei es «ein gegenseitiges Geben und Nehmen».
Die Idee wird auch von Inseraten in der Fachpresse unterstützt. Im sachlichen Teil wird dabei verraten, dass dank den Hits der Stars täglich 220’000 Menschen Radio Energy Zürich hören. «Da können Schweizer Unternehmen nur profitieren, wenn sie ihre Radiospots im Umfeld dieser Stars schalten.» Und auch wenn so prominente Stellenbewerbungen vertraulich behandelt werden sollten, will Energy in dieser Kampagne verraten: «Die Lohnvorstellungen der Starverkäufer sind überraschend bescheiden.»
Was den Erfolg der Aktion betrifft, ist Markus Ruf überzeugt, dass gerade in Zeiten der unendlichen Mail-Flut im Netz ein solcher «persönlicher» Brief mit Foto von Shakira oder Robbie kaum ungelesen im Papierkorb landen wird.
Andreas Panzeri

Promis für SF zwei

Corporate Identity Das Schweizer Fernsehen hat für SF zwei eine Serie von neuen Trailern produzieren lassen und will damit dem Kanal ein junges Styling verpassen.

Corporate Identity Das Schweizer Fernsehen hat für SF zwei eine Serie von neuen Trailern produzieren lassen und will damit dem Kanal ein junges Styling verpassen.Die roten Blöcke, die zu einem sphärenhaften Klang durch helvetische Landschaften schweben und sich im Logo SF verdichten, sollen Konkurrenz bekommen. Alex Hefter, der seit Oktober 2004 verantwortliche CD Gestaltung beim Schweizer Fernsehen, will den roten Blöcken noch farbigere Promis aus dem Schweizer Showbizz entgegen stellen. Die Promis mit ihren Statements sind die neuen Idents für SF zwei. Die Blöcke bleiben das Erkennungszeichen für SF 1. Damit sollen die beiden Kanäle in Zukunft noch mehr eigenständig wirken. SF zwei natürlich «jünger». Hefter ist überzeugt: «Die Verpackung ist heute genauso wichtig für eine Medienmarke wie das Programm.» Für die neuen Station Idents sind in einer ersten Serie die zehn Promis DJ Bobo, Roger Federer, Tanja Frieden, Baschi, Melanie Winiger, Carlos Leal, DJ Tatana, Nadine Strittmatter, Miss Schweiz Lauriane Gilliéron und Stress vor die Kamera gestanden. Regie führte Michel Comte. Produziert wurden die Kurzfilme extern von Lea Rindlisbacher und ihrer in Zürich ansässigen Firma Eqal.
«Die Form dieser Inszenierung mit 35 Millimeter wäre nicht typisch für das tpc gewesen» erklärt Hefter, wieso der Auftrag extern vergeben wurde. Zudem habe er bei Eqal auch «das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden». Miteinander ins Geschäft gekommen ist man, weil Eqal schon mehrmals mit Michel Comte gearbeitet hat – und für Alex Hefter war es wichtig, «diese Geschichte mit einem etablierten Schweizer Star zu realisieren». Aufgefallen ist dem CD zum Beispiel die «hervorragende Artwork» in den Jaguar-Spots von Michel Comte.
Die Kampagnenidee für die neuen Idents wurde von Alex Hefter entwickelt. Auf dem Set hat das Team schliesslich spontan auch noch eine schon länger schlummernde Idee für neue Image-Clips in die Tat umgesetzt.
Da die terminbeladenen Stars schon mal vor der Kamera waren, hat Comte sie einfach vor eine weisse Wand gestellt und in dieser simplen Einstellung gleich auch noch eine zusätzliche Serie mit schwarz-weissen Image-Clips inszeniert. Vertont wurden diese Clips mit Off-Stimmen der jeweiligen Promis. Alle Clips gipfeln im Claim: «Meine Schweiz, mein Fernsehen». Dank diesem Doppelnutzen konnte das 30-köpfige Team sehr effizient arbeiten. Pro Tag wurden bis vier Spots produziert.

Schneller Erfolg in kurzer ZeitAuf einem Regal hinter dem Schreibtisch des neuen CD Alex Hefter stapeln sich rund ein Dutzend Statuetten mit Design-Preisen aus aller Welt. «Auf jedem Wettbewerb haben wir in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Preis gewonnen», freut sich Hefter. Die Frage, ob für diese Ausbeute auch die Budgets grösser geworden sind, verneint er. «Mein Budget ist im selben Rahmen wie bei meinem Vorgänger.» Die Preise begründen sich somit eher durch die konzeptionelle Art der Arbeit und die Qualität des Designs. «Wir machen hier aus weniger Budget mehr», rechnet der frühere Designchef des ZDF.
Auch für das «Tagesschau»-Studio und «10 vor 10» ist das Schweizer Fernsehen in New York kürzlich ausgezeichnet worden. «Wenn wir diese Arbeit international vergleichen wollen, zeigt sich eine Klarheit in der Linienführung, eine erfrischende Reduktion, während insbesondere die Amerikaner aktuell sehr barock werden, mit viel Holz und emotionalem Background», erklärt der CD den Stil seines Wirkens.
Insgesamt empfindet er das Erscheinungsbild des Schweizer Fernsehens als «modern, reduziert auf das Wesentliche und Notwendige». Hefter will seine Arbeit in der weltbekannten Tradition des Schweizer Designs sehen. Das Erscheinungsbild der neuen Studios hat er zusammen mit dem Schweizer Möbeldesigner und Architekten Hannes Wettstein entwickelt.
In Sachen Idents und Image-Clips plant Hefter auch noch Versionen mit Frank Baumann, Marco Rima, Trudi Gerster, Peach Weber und anderen Identifikationsfiguren für SF 1. Die Landschaftsbilder mit den roten Kuben sollen aber bleiben. Auch die Serie für SF zwei kann beliebig fortgesetzt werden mit jeweils neuen Gesichtern, die aktuell im Rampenlicht stehen.
In einer ersten Phase sollen die Idents auf SF zwei jetzt sehr intensiv geschaltet werden. Die Macher waren sich deshalb beim Drehen bewusst: «Die Story muss man sich mehrmals anschauen können.»
Alex Hefter, CD Gestaltung SFStudium als Diplomdesigner
an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Freischaffender Designer für verschiedene deutsche TV-Sender. 1994 festangestellt als konzipierender Designer beim ZDF. Ab 1996 mit demReferat Corporate Design beauftragt. 2001 Leiter der Stabsstelle ZDF Corporate Design. Daneben Lehraufträge als Gastprofessor an der Fachhochschule Mainz oder an der Berufsakademie Ravensburg für Mediendesign. Seit September 2004 Creative Director Gestaltung für das Schweizer Fernsehen.
Andreas Panzeri

Lehrreich

Werbewirkung In seinem Buch «Advertising Now! Print» zeigt Julius Wiedenmann die besten Anzeigen aus über 40 Ländern.

Werbewirkung Wer sich die Mühe nimmt, Werbung mit offenen Sinnen auf sich wirken zu lassen, lernt viel über den Auftraggeber und seine Zielgruppe(n). Darum ist Werbung lehrreich. Und «Advertising Now! Print» aus dem Taschen Verlag ist das passende Lehrbuch dazu. Julius Wiedenmann hat die besten Anzeigen aus über 40 Ländern gesammelt und zeigt auf, wie sie auf überraschende, witzige, emotionale oder manchmal schockierende Art wirken. Ein Muss für Werber. Roger Hausmann
Advertising Now! Print
von Julius Wiedenmann; Taschen, 2006, 640 Seiten, 50 Franken.

USA: Yahoo entwickelt Werbebanner fürs Handy

Das Internet-Unternehmen Yahoo hat am Dienstag die Betaversion einer Plattform für graphische Werbung auf Mobiltelefone lanciert. Per Click kann der Handy-User zu Produktinformationen eines Werbetreibenden gelangen.

Das Internet-Unternehmen Yahoo hat am Dienstag die Betaversion einer Plattform für graphische Werbung auf Mobiltelefone lanciert. Per Click kann der Handy-User zu Produktinformationen eines Werbetreibenden gelangen oder diesen sogar direkt anrufen, berichtet die Netzwoche. Der mobile Internet-Service von Yahoo ist auf den meisten US-Netzen verfügbar. Seit 1999 lanciert das Unternehmen immer wieder Dienstleistungen, damit die Kunden die Yahoo-Produkte auch über das Mobiltelefon nutzen können.
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