Neuer Redaktionsleiter bei Radio Sunshine

Frank Kleiner (31) ist seit Mitte Oktober wieder beim Zentralschweizer Radiosender. Kleiner ist neben seiner Funktion als Redaktionsleiter auch für die sportlichen Belange zuständig.

Frank Kleiner (31) ist seit Mitte Oktober wieder beim Zentralschweizer Radiosender. Kleiner ist neben seiner Funktion als Redaktionsleiter auch für die sportlichen Belange zuständig und auch als Sportreporter an vorderster Front im Einsatz. Nach seinen Stationen bei einer Event-Agentur und bei Energy Zürich ist Kleiner wieder bei den Sender, bei dem er seine Laufbahn bei den elektronischen Medien Ende der 90er Jahre begonnen hatte, teilte Radio Sunshine am Donnerstag mit.

Jung von Matt feiert für Yooji’s Erntedank mit Sushi

Es ist Herbst. Dann wird das Heu gerollt, in eine weisse Plastikhülle verpackt und auf der Wiese gestapelt. Jung von Matt aber stapelt Sushi.

Es ist Herbst. Dann wird das Heu gerollt, in eine weisse Plastikhülle verpackt und auf der Wiese gestapelt. Dank einer originellen Werbeidee der Kreativen von Jung von Matt/Limmat sind die Zeiten der langweiligen und unästhetischen Heuballen vorüber. Und ein neuer Werbeträger ist entdeckt. Der Anblick gestapelter Rollen hat die Kreativen von Jung von Matt auf eine ebenso einfache wie überraschende Idee für die bekannten Sushi-Lokale Yooji’s gebracht: Mit einem Kleber in der Mitte werden die Heuballen zu grossen Sushi-Rollen. Und vielleicht rollt der Verkehr dann vom Land in Richtung Stadt, um in den Genuss von Sushi zu kommen.

By Heart verdoppelt die Geschäftsleitung

Die Werbeagentur By Heart verstärkt die Geschäftsleitung, um dem wachsenden Auftragsvolumen und den hohen Qualitätsanspruch auch in Zukunft gerecht zu werden.

Die Werbeagentur By Heart verstärkt die Geschäftsleitung, um dem wachsenden Auftragsvolumen und den hohen Qualitätsanspruch auch in Zukunft gerecht zu werden. Nach zwölf Jahren äusserst konstanter Agenturentwicklung sei damit ein neuer, wichtiger Schritt getan. Ab sofort ergänzt Peter Krebs (Bild rechts) in der Funktion des Client Service Directors die Geschäftsleitung, die bisher aus den beiden Agenturinhabern Hans Siegwart und Markus Bircher bestand. Krebs war langjähriger Beratungsleiter bei Sulzer, Sutter. Als vierter im Bunde stösst Rolf Hefti als neue Produktionsmanager und Geschäftsleitungsmitglied zur Führungscrew der Agentur. Hefti war zuletzt bei Publicis in leitender Stellung.

Berlusconi steigt aus dem Rennen um ProSiebenSat.1 aus

Dem umstrittenen italienischen Medienmogul Silvio Berlusconi bleibt der Zugang zum deutschen TV-Geschäft verschlossen. Mediaset, der Konzern des früheren Ministerpräsidenten, schaffte es nicht in das Bieterrennen um den grössten deutschen Fernsehkonzern.

Dem umstrittenen italienischen Medienmogul Silvio Berlusconi bleibt der Zugang zum deutschen TV-Geschäft verschlossen. Mediaset, der Konzern des früheren Ministerpräsidenten, schaffte es nicht in das Bieterrennen um den grössten deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1. Nach eigenen Angaben vom Donnerstag wurde Mediaset nicht in die Liste der Bieter aufgenommen. Nach einem Bericht der italienischen Wirtschaftszeitung ?Il Sole 24 Ore? war das Gebot des Konzerns zu niedrig. Einige Investoren hätten Gebote abgegeben, die rund 30 Prozent über dem derzeitigen Aktienkurs der deutschen Sendergruppe liegen. Mediaset teilte hingegen mit, ein ?aus wirtschaftlicher Sicht ausgewogenes? Gebot abgegeben zu haben. Mediaset hatte erst am Dienstag Interesse an ProSiebenSat.1 bekundet (siehe
). Dies hatte in Politik und Wirtschaft spontan für Aufregung gesorgt. Für die Senderfamilie, die mehrheitlich im Besitz einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban ist, sind Branchenkreisen zufolge mehrere Gebote abgegeben worden, die nun gesichtet werden. Zu den Interessenten werden unter anderem die Finanzinvestoren KKR und Permira gezählt, denen bereits der europäische TV-Konzern SBS gehört. Laut ?Handelsblatt? treten die beiden ebenso in einem Konsortium auf wie Apax und Goldman Sachs. Es gebe zudem noch weitere Interessenten. Im dritten Quartal verbuchte ProSiebenSat.1 erwartungsgemäss wegen Einmalaufwendungen einen Gewinneinbruch. Unter anderem wegen der angekündigten vorzeitigen Rückzahlung einer Anleihe über 200 Mio. Euro ging der Überschuss von 23,7 auf 13,1 Mio. Euro zurück. ProSiebenSat.1-Konzernchef Guillaume de Posch rechnet aber damit, dass der Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro im vergangenen Jahr voraussichtlich um fünf bis sechs Prozent steigt. Das Ergebnis will die Senderfamilie 2006 überproportional steigern. 2005 hatte der Konzern einen Vorsteuergewinn von 350,7 Mio. Euro verbucht.

Swisscom Mobile gibt Contexta die Lizenz zum Werben

Gerade noch rechtzeitig zur Schweizer Premiere des neuen Bond-Films hat Contexta die 007-Kampagne für Swisscom Mobile losgetreten. Das beworbene Handy spiele nämlich eine wichtige Rolle bei der 21. Rettung der Welt.

Gerade noch rechtzeitig zur Schweizer Premiere des neuen Bond-Films hat Contexta die 007-Kampagne für Swisscom Mobile losgetreten. Die Berner Agentur, die auch die Etats des Swisscom Konzerns und von Swisscom Fixnet hält – bewirbt in der grossangelegten Kampagne das neue Bond-Handy von Sony Ericsson. Das Handy sei im Film zu sehen und spiele neben Bond und seinen Gespielinnen eine wesentliche Rolle bei der 21. Rettung der Welt, heisst es in der Mitteilung. Zum Einsatz kommen Kino- und TV-Spot, Inserate, Plakate und POS-Massnahmen in den Swisscom-Shops.

Capital Communication gewinnt Mandat von Patron Mining

Ab sofort unterstützt die Zürcher Agentur Capital Communication die Patron Mining in allen Fragen der Kommunikation, der Investor Relations sowie im Bereich Corporate Design.


Ab sofort unterstützt die Zürcher Agentur Capital Communication die Patron Mining in allen Fragen der Kommunikation, der Investor Relations sowie im Bereich Corporate Design. Darunter fallen auch sämtliche Aufgaben im Bereich Corporate Publishing sowie die Erstellung des Internetauftritts. Patron Mining ist ein internationales Goldminenunternehmen mit aktuell sechs Minen in Mittel- und Nordamerika. Die in Zürich domizilierte Firma bereitet sich zurzeit auf die Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse vor.

Titel des Artikels

Mobile Marketing Vor Jahren riefen die Mobilfunknetzbetreiber das Mobile-Marketing-Zeitalter aus. Heute sind Technik, Technologie und Kunden reif dafür.

Mobile Marketing Vor Jahren riefen die Mobilfunknetzbetreiber das Mobile-Marketing-Zeitalter aus. Zu früh. Heute sind Technik, Technologie und Kunden reif dafür, finden Kristin Bammel und Heinrich Holland.Fast jede und fast jeder von uns hat ein Mobiltelefon. Herr und Frau Schweizer sind fast immer und beinahe überall zu erreichen. Auch für Werbung. Darum ist Mobile Marketing der grosse Trend … das ist keine neue Prognose, davon gingen viele Mobilfunknetzbetreiber schon vor sechs, sieben Jahren aus. Passiert ist seither nicht viel, ab und zu eine SMS-Kampagne, mehr nicht. Das soll sich nun aber doch noch ändern: In den USA, so glauben zumindest die Ovum-Marktforscher, werden sich die Ausgaben für mobile Werbung in diesem Jahr auf knapp 150 Millionen Dollar verdreifachen.Immer und überall erreichbarDas Potenzial ist riesig. 2005 telefonierten weltweit erstmals mehr Menschen mobil als über das Festnetz. Tendenz stark steigend. Von den 14 bis 69 Jahre alten Menschen, die für Werberinnen und Werber interessant sind, können sich drei von fünf das Leben ohne ihr Mobiltelefon nicht mehr vorstellen. Und die Vorteile der Werbung für unterwegs liegen auf der Hand: Der (potenzielle) Kunde ist dank GPS leicht zu lokalisieren, immer und überall zu erreichen, ausserdem ist sein Mobiltelefon mit Rufnummer und SIM-Karte einfach und sicher zu personalisieren. Das alles ist die Grundlage, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort den richtigen Kunden zielgruppengerecht zu umwerben.
Wie das geht, erklären Kristin Bammel und Heinrich Holland in «Mobile Marketing». Klingelt es bei Ihnen? Prof. Dr. Heinrich Holland ist Inhaber des Lehrstuhls für Direkt- und Handelsmarketing, Statistik und Wirtschaftsinformatik an der FH Mainz, lehrt an der European Business School und ist stellvertretender Akademieleiter der Deutschen Direktmarketing-Akademie. Er gilt als DM-Koryphäe. Und weil Mobile Marketing Direktmarketing in Reinkultur ist, weiss er auch viel darüber zu schreiben. Zum Glück tut er das lesbar und leicht verständlich.
Aus der Praxis, für die PraxisAuf den ersten rund 50 Seiten legen Bammel und Holland die (technische) Basis und definieren anschliessend, was für eine Rolle Mobile Marketing im Marketingmix spielt und was über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Dann gilt es Ernst: Sie führen alle Elemente und Formen mobiler Marketingkampagnen auf, von einfachen SMS bis zu viralen Kampagnen. Spannend und lehrreich sind die 48 Beispiele aus der Praxis, die Bammel und Holland detailliert beschreiben, einschliesslich Erfolg der Kampagne – sofern dieser offiziell ausgewiesen wird. Denn messbar ist der Erfolg auf (mindestens) eine Stelle nach dem Komma.
Ein Beispiel dafür ist die «Fanta-Flaschenpost»-Kampagne, mit der Coca-Cola sieben Marken gleichzeitig in TV, Print und Radio bewarb. Wer den Code auf der Rückseite einer der 160 Millionen Flaschenetiketten als SMS an die Zielnummer schickte, durfte als Belohnung aus 150 Handyspecials – Logos, Klingeltöne, Mailboxsprüche, MMS-Grusskarten – aussuchen. Das taten über 5,9 Millionen Menschen, damit lag die Response-Rate bei 3,7 Prozent. Übrigens gewann die Münchener Agentur 12snap für diese damals weltweit grösste Mobile-Marketing-Kampagne in Cannes einen silbernen und einen bronzenen Löwen – und Coca-Cola wohl viele neue Kunden.
1:1-Marketing in ReinkulturBammel und Holland wagen auch einen Blick in die Zukunft. Wenn sie Recht behalten, werden wir schon bald noch individueller, persönlicher, bunter und bewegter beworben als bisher. Und wir werden, eher früher als später, selber im Mittelpunkt dieser Kampagnen stehen. Dank mobilen Endgeräten, die laufend weiterentwickelt werden, und Bandbreiten, die immer mehr Daten übertragen können, ist der letzte Schritt zur echten Eins-zu-eins-Kommunikation nicht mehr gross.
Roger Hausmann
Mobile Marketing
von Kristin Bammel und Heinrich Holland; Verlag Franz Vahlen, München, 2006, 166 Seiten, 78 Franken.

Best of DRS 3

Radio Euro RSCG Zürich gibt einer neuen Marketing-Kooperation den Kick.

Radio Euro RSCG Zürich gibt einer neuen Marketing- Kooperation den Kick. Die Hitparade am Sonntagnachmittag auf DRS 3 gehört zu den beliebtesten Radioprogrammen der Schweiz. Damit die Hitparade auch als Best-of-CD zum Erfolg wird, spannt DRS 3 für deren Lancierung mit zwei starken Partnern zusammen. Einerseits Sony BMG für Produktion und Vertrieb. Andererseits die meistgelesene Tageszeitung 20 Minuten als Medienpartner. Euro RSCG hat neben dem Printauftritt auch das Design der CD gestaltet. Dem allgemeinen Einerlei der CD-Werbung, wo zumeist Starfotos zum Einsatz kommen, setzen die Kreativen von der Gutstrasse eine kecke Idee entgegen.

Skandalös

Aussteigerroman Vor fünf Jahren löste der Roman 39.90 von Frédéric Beigbeder einen Skandal aus.

Aussteigerroman Vor fünf Jahren kostete Neununddreissigneunzig noch 39.90 Euro. Und löste einen Skandal aus. Frédéric Beigbeder, erfolgreicher Texter in einer Agentur, war drogenabhängig, sexsüchtig, zynisch. Was will Mann mehr? Aussteigen, zum Beispiel. Also schrieb er einen Roman. Nichts sei fiktiv – er habe nur alle Namen geändert. So nannte er sich selber Octave Parango, trug Ralph Lauren, fuhr einen Z3, lebte in einer Welt, in der alles käuflich war. Auch er, zehn Jahre lang. Bis er während der Dreharbeiten für einen Werbespot ausrastet und mordet. Das ist seine Erlösung; er kommt ins Gefängnis und geniesst dort die neu gewonnene Freiheit. Beigbeder wurde dank seinem Erstling berühmt und, was ihm viel wichtiger war, entlassen. Die Agentur stellte ihn auf die Strasse, weil er ihr goldenes Nest beschmutzt hatte. Heute kostet Neununddreissigneunzig 17.90 Franken – und entlassen würde dafür niemand mehr. Roger Hausmann
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Neununddreissigneunzig von Frédéric Beigbeder; Rowohlt, 2002, 272 Seiten, 17.90 Franken.

Neue Tricks für alte Preisspiele

Marketing Das neue Tarifsystem, dem sich immer mehr Zeitungen anschliessen, bietet neue Möglichkeiten für versteckte Preiserhöhungen.

Marketing Das neue Tarifsystem, dem sich immer mehr Zeitungen anschliessen, bietet neue Möglichkeiten für versteckte Preiserhöhungen.Viele Titel würden ihre Anzeigentarife per 2007 nicht oder nur «sehr moderat» erhöhen, schrieb Publimedia kürzlich in einer Pressemitteilung. Und weiter: «Wenn überhaupt Preiserhöhungen gemacht werden, sind sie in der Regel durch Leserschaftszuwachs oder Mehrauflagen begründet.» Im Grossen und Ganzen hat Publimedia mit dieser Feststellung Recht. So finden sich grössere Preiserhöhungen bei der Mittelland-Zeitung (MZ), beim Zürcher Unterländer (ZU) oder bei Tout compte fait – bei Titeln also, die tatsächlich bei der Reichweite zulegen. Die MZ zum Beispiel erhält dank dem neuen Verbundsmitglied Basellandschaftliche Zeitung 15 Prozent mehr Leser, der ZU wächst mit dem Neuen Bülacher Tagblatt und Tout compte fait hat innert eines Jahres gut ein Viertel mehr Leser gewonnen.Anders herum geht auchAuch das Umgekehrte kommt vor: Titel, die Reichweiten verloren haben und den Preis senken. Mit gutem Beispiel voran geht hier Sélection, das gemäss Mach Basic 2006-2 11,1 Prozent Leser einbüsste, seinen Preis aber um 20 Prozent senkt. Einen happigen Preisabschlag um bis zu 49 Prozent nimmt das Tagblatt der Stadt Zürich vor. Der Grund liegt hier bei der Umstellung auf Tabloidformat per 29. November und in der neuen Konkurrenzsituation mit dem Stadt-Split des Tages-Anzeiger.
Interessant ist der Fall der Basellandschaftlichen Zeitung, geht doch ihre Tarifreduktion von bis zu 8 Prozent nicht auf eine Leistungserosion zurück. Im Gegenteil, ihre Reichweite ist stabil oder legt leicht zu. Doch dürfte hier die akzentuierte Konkurrenz durch die neue Grossauflage der Basler Zeitung eine Rolle spielen. Zudem lässt sich das Blatt dank günstigerem Tarif besser in die MZ einbringen. Dass aber ein anderes MZ-Mitglied, die Solothurner Zeitung, trotz leicht sinkender Reichweite den Tarif um rund 2 Prozent erhöhen darf, erstaunt. Begründet wird dies mit steigenden Papierpreisen.
Was Publimedia aber tunlichst verschweigt, sind versteckte Preiserhöhungen. Wie jedes Jahr findet sich auch diesmal eine grosse Anzahl Zeitungen und Zeitschriften, die absolut gesehen zwar eine tarifliche Nullrunde machen, in Tat und Wahrheit aber dennoch eine mehr oder weniger versteckte Preiserhöhung vornehmen.
Dieses Spiel wird vor allem in drei Varianten gespielt. Die Gängigste: Man belässt den Tarif wie bisher, obwohl die Leistung deutlich gesunken ist. Diese Form der Tariferhöhung findet sich etwa beim Beobachter, bei Stocks, Live, Touring, Das Beste, TVtäglich, beim K-Tipp und bei der Wochenzeitung. Obwohl sie alle bei der Mach Basic 2006-2 signifikant an Reichweite eingebüsst haben.
Grenzfälle stellen die Bilanz und TV-Star dar. Sie haben zwar auch happige Reichweitenverluste zu verzeichnen, doch sind diese nicht wirklich mit jenen des Vorjahres vergleichbar. Klar ist dennoch: Beide Titel werden von weniger Personen gelesen, deshalb reduzieren sie ihre Tarife. Verglichen mit dem Reichweitenrückgang fällt die Tarifreduktion aber vergleichsweise mager aus. Kommt dazu, dass die Bilanz die Tarife ihrer vier Spezialausgaben Luxus, Weiss-Bilanz, Uhren und die 300 Reichsten erhöht, und zwar um jeweils 500 Franken oder 3 Prozent. Begründet wird dies mit den grösseren Auflagen, mit der längeren Lesedauer (gemäss Copytest), dem Aufbewahrungscharakter sowie den zusätzlichen Werbemassnahmen.

Einführung des EinheitstarifesDie zweite Möglichkeit, eine versteckte Tariferhöhung zu realisieren, ist die Einführung eines Einheitstarifs. Diesen Weg haben die Sonntagsausgabe der Südostschweiz sowie Cash gewählt. Ganz im Sinne des neuen Tarifsystems gleichen beide den bisher tieferen Schwarz-Weiss-Preis jenem für vierfarbige Anzeigen an und vereinfachen so ihre Tarifstruktur, doch wird dadurch eine Schwarz-Weiss-Anzeige um 42 bzw. 31,6 Prozent verteuert. Ausgeglichener ist da die Preisgestaltung der werktäglichen Südostschweiz: Auch sie bringt den Einheitstarif, senkt gleichzeitig aber den Preis für vierfarbige Anzeigen um 4 Prozent.
Die dritte Form der versteckten Preiserhöhung funktioniert nur bei Titeln, die bereits das neue Tarifsystem eingeführt haben und dabei Fixformate mit Preisnachlass auf den integrierten Farbmillimeter anbieten. Sie belassen den Preis pro Fixformat 1/1-Seite schwarzweiss, heben aber den (Farb-)-Millimeterpreis um ein paar Rappen an. Das hat zwei Effekte: Zum einen werden die Individualformate, die auf dem Millimeterpreis basieren, teurer, gleichzeitig vergrössert sich der Nachlass, der auf Fixformate gewährt wird. Diesen Marketingtrick wendet unter anderem die SonntagsZeitung an: Sie erhöht ihren Schwarz-Weiss-Millimeter um fünf Rappen, wodurch sich der Nachlass gegenüber der entsprechenden 1/1-Seite (Fixformat) um rund einen Prozentpunkt auf 5,5 Prozent erhöht.
Die Umfrage der Werbewoche ergab ferner, dass mindestens neun weitere Zeitungen auf das neue Tarifsystem umstellen. Dazu gehören der Tages-Anzeiger und die Berner Zeitung, das Bieler Tagblatt, das Journal du Jura, die Finanz und Wirtschaft oder die Handelszeitung. Bei einigen dieser Titel führt dies dazu, dass die Preise für eine 1/1-Seite vierfarbig günstiger werden. Ob auch die BaZ auf das neue System umstellt, ist unklar, ihre Tarife wurden noch nicht publiziert. Mit ihrer Verspätung steht sie aber nicht allein: Bei 20 Minuten, 20 minutes, beim Blick, SonntagsBlick und Metropool scheint man ebenfalls noch zu rechnen.

Gute Erfahrungen statt KatzenjammerEnde 2005 haben verschiedene
, meist grössere Deutschschweizer Tageszeitungen auf das vom Verband Schweizer Presse und der Publicitas empfohlene neue Tarifsystem umgestellt – mit einem integrierten Farbmillimetertarif, der den bisherigen sw-Millimeter-Grundpreis samt den diversen Farbzuschlägen ablöst. Meist war die Umstellung mit einem Angebot an Fixformaten verbunden, die gegenüber dem Millimeterpreis einen Nachlass bis zu 25 Prozent beinhalten. Deswegen befürchteten manche Verlage neben dem allgemeinen Inseraterückgang zusätzliche Umsatzeinbussen.Knapp ein Jahr nach der Umstellung sieht es anders aus. Alle zehn angefragten Verlage machten positive Erfahrungen. «Das Modell wurde im Markt gut aufgenommen. Wir würden es wieder machen», schrieb etwa Urs Bucher, Verlagsleiter bei der Thurgauer Zeitung. Und Konrad Müller, Verlagsleiter des Zürcher Oberländers, empfiehlt das neue Modell weiter: «Bei uns haben die Farbanzeigen um 251 Prozent zugenommen», schreibt er. Beim Landboten hält man fest, dass der integrierte Farbmillimetertarif gerade auch im Lokalmarkt gut ankam. «Gute Erfahrungen, a priori bei den Farbanzeigen» machte man auch bei der SonntagsZeitung, damals übrigens der einzige Tamedia-Titel, der den Schritt wagte. Unterdessen ziehen aber der Tages-Anzeiger und die Finanz und Wirtschaft nach.
Und wie steht es mit den befürchteten Umsatzrückgängen? Nicht alle wollten diese Frage beantworten, doch fünf Verlags- oder Anzeigenleiter ziehen eine positive Bilanz: In den ersten neun bis zehn Monaten dieses Jahres verzeichnen sie gegenüber der Vorjahresperiode ein Umsatzplus zwischen 1 bis 12,2 Prozent, wobei das Inseratevolumen etwa doppelt so stark zunahm.

FreeTV vor Ausbau?Eine happige Preisreduktion
von 66 Prozent gewährt das Gratis-Programm FreeTV, das zum Privat-TV-Sender U1 gehört. Der Grund für die Tarifsenkung: Das Heft, das ursprünglich fünfmal wöchentlich mit einer Auflage von 100’000 Exemplaren in der Region Zürich auflag, stiess auf relativ geringes Interesse. Deshalb wurde die Erscheinungsweise auf einmal pro Woche beschränkt und die Auflage reduziert. Derzeit würden etwa 35’000 Exemplare aus den Boxen geholt, sagt U1-Projektleiter Peter Kölbel. Daran könnte sich schon bald wieder etwas ändern: Kölbel hat kürzlich auch in Bern, Basel und Luzern Anträge für FreeTV-Boxen gestellt, wie er sagt. Doch wurde eine Bewilligung teilweise mit einer wöchentlich fünfmaligen Erscheinung verknüpft. Darum wälzt man nun in Schlieren, dem Sitz von U1, mindestens drei Konzeptvarianten für FreeTV. Edipresse-Kombi Unter dem Label Puissance4
lanciert Edipresse eine neue und flexible Anzeigenkombination mit den Titeln Bilan, Fémina, Télétop und TV Guide. Flexibel insofern, da alle beteiligten Zeitschriften individuell punkto Format, Sujets und Frequenz geschaltet werden können. Insgesamt sind elf Kombinationsmöglichkeiten wählbar. Eine Anzeigenseite kostet dabei zwischen 18’103 Franken und 48’056 Franken. Markus Knöpfli

Landbote gewinnt SV Medienpreis 2006

Die SV Stiftung hat am Mittwoch ein Team des Landboten für die Serie «Besser essen» mit dem SV Medienpreis ausgezeichnet. Den Anerkennungspreis erhielt der DOK-Beitrag «Der Hexer aus dem Entlebuch».


Die SV Stiftung hat am Mittwoch ein Team des Landboten für die Serie «Besser essen» mit dem SV Medien­preis ausgezeichnet. Den Anerkennungspreis erhielt der DOK-Beitrag «Der Hexer aus dem Entlebuch» von Eric Bergkraut, der auf SF1 ausgestrahlt wurde. Das Thema des diesjährigen SV Medienpreises 2006 war «Fiktion oder Wirklichkeit? Gesunde Ausserhausverpflegung von Berufstätigen und Jugendlichen».
 
Die Redaktorinnen Susanne Schmid Lopardo und Eveline Rutz sowie den Redaktor Michael Graf vom Winterthurer Landboten veröffentlichten vier Artikel zwischen dem 22. Mai und dem 11. September 2006. Gemäss der Jury unter dem Präsidium von Vinzenz Wyss ist es dem Team gelungen, ein komplexes Thema originell als Projekt zu bearbeiten und gebrauchsnah umzusetzen. In die Serie flossen aktuelle fachwissenschaftliche Aspekte genauso ein wie alltägliche Anknüpfungspunkte.
 
Der Beitrag «Der Hexer aus dem Entlebuch» von Eric Bergkraut, der am 11. Mai 2006 auf SF1 ausgestrahlt wurde, zeichnet sich laut Jury aus durch Originalität und journalistischer Qualität. Eric Bergkraut zeigt in seinem Film eine Reise durch die vier Jahreszeiten, die sich an vier Saisonmenus des Entlebucher 16 Gault-Millau-Punkte-Kochs Stefan Wieser anlehnt.
 
Die SV Stiftung zeichnet mit dem Medienpreis regelmässig hervorragende Arbeiten über den Wert gesunder Ernährung für breite Bevölkerungskreise aus.

Bund verabschiedet neues Konzept zur Kostenerhebung der Öffentlichkeitsarbeit

Künftig sollen unter anderem auch gesetzliche abgestützte Kampagnen wie die AIDS-, Alkohol- und Tabakprävention in die Kostenerhebung der Öffentlichkeitsarbeit des Bundes miteinbezogen werden.


Künftig sollen unter anderem auch gesetzliche abgestützte Kampagnen wie die AIDS-, Alkohol- und Tabakprävention in die Kostenerhebung der Öffentlichkeitsarbeit des Bundes miteinbezogen werden. Wie das Eidgenössische Finanzdepartement am Mittwoch mitteilte, hat der Bundesrat ein Konzept verabschiedet, das mehr Transparenz schaffen soll. Erstmals sollen die Kosten nach neuem System im Frühjahr 2008 für das Rechnungsjahr 2007 vorliegen.
 
Für die Jahre 2000 bis 2004 hatten jeweils die Eidgenössische Finanzverwaltung und die Bundeskanzlei die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit erhoben. 2004 gab der Bund 61 Franken für die Öffentlichkeitsarbeit aus. Die Erhebungen der vergangen Jahre umfassten jedoch nur die von den Departementen, der Bundeskanzlei und den Bundesämtern ermittelten Personal- und Sachkosten. Wegen der begrenzten Aussagekraft dieser Erhebungen hatte der Bundesrat darauf verzichtet, die Kosten für die Rechnungsjahre 2005 und 2006 zu eruieren.
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