Andy Waar will als neuer Geschäftsführer und Berater bei Angelink die Kreation entlasten, damit in der Crossover-Agentur auch in Zukunft Zeit für Neues bleibt.Die Welle wird kommen. Davon sind die Fachleute überzeugt. Die heutige Vorhut mit Crossover wird eines Tages den Mainstream bilden. Und um diese erwartete Entwicklung auffangen zu können, hat Angelink jetzt die Struktur angepasst. Die Crossover-Agentur ist anerkannt als Spezialist für Werbung im Netz. Ihre Kernkompetenz ist die Integration von On- und Offline-Marketing. Seit der Gründung 1998 hat Markus Gabriel seine Angelink als CD und Geschäftsführer in Personalunion geleitet. Jetzt hat er die Administration an den jungen Andy Waar delegiert. Der neue Mann im Team soll hier auch als Berater wirken. Wachsen, nur damit gewachsen wird, ist damit aber nicht angesagt.
«Wir wollen uns schon jetzt fit machen, um das erwartete New Business in der Branche auffangen zu können», erklärt Markus Gabriel. Der Alleininhaber und Kreative will in Zukunft noch konzentrierter als CD tüfteln können. Der Pionier will seine Position im Ranking verteidigen können, wenn immer mehr auch klassische Agenturen entdecken müssen, welche Möglichkeiten im Internet schlummern.
Andy Waar soll ihn dabei mit einem starken Backoffice sowie in der Kundenberatung unterstützen. Der neue Geschäftsführer bringt sehr vielschichtige Erfahrungen bei Banken, Fernsehen und Internet mit.
Andy Waar hat in Zürich ein Jus-Studium abgeschlossen. Trotzdem sieht er sich in der Werbebranche nicht als Quereinsteiger. Er war in verschiedenen früheren Positionen als Leiter Marketing und Projektleiter tätig und hat «schon immer Jobs gesucht, die irgendwie kommunikativ angehaucht waren».
Bereits in der Mittelschule hat Waar nicht nur in einer Bibliothek gearbeitet, sondern auch in Werbespots mitgespielt. Später hat er sich sein Studium mit dem Verkauf von Merchandising an grossen Events und Konzerten verdient. «Ein idealer Job, denn so konnte ich alle wichtigen Konzerte besuchen, war mittendrin – vom Zürcher Hallenstadion bis zur Arena Stade de Genève – und konnte erst noch Geld verdienen», schwärmt er.
Seine Begeisterung für diese Welt der Shows ist nachvollziehbar, schliesslich spielt Andy Waar selber in einer Rockband (www.elverson.ch), die demnächst eine CD auf den Markt bringen wird. Als Schlagzeuger wird er auch regelmässig als Sessionmusiker für TV-Auftritte oder einzelne Show-Cases von Stars wie zum Beispiel Sophie Ellis Bextor oder Ronan Keating engagiert. Und wieso hat der musisch Begabte trotzdem mit trockenem Jus angefangen?
Als Bub habe er von einer Karriere als Anwalt geträumt. Dann merkte er, dass ihn die Kommunikationsseite immer mehr interessierte. Aber: Auch als Jurist lerne man schliesslich, extrem präzise zu kommunizieren. Heute ist Waar jedenfalls froh um das bei der Juristerei erlernte analytische Denken. Der in Zürich aufgewachsene Secondo erklärt seine «kommunikative Art» auch damit, dass er halb Italiener und halb Holländer ist. «Von meinen Eltern habe ich zwei völlig unterschiedliche Mentalitäten geerbt. Südlich emotional und nördlich cool. Darauf kann ich nun je nach Situation zurückgreifen – gepaart mit der schweizerischen tüchtigen Arbeitseinstellung funktioniert das prima.»
Nach dem Abschluss des Studiums drängte dann zuerst einmal der Italiener nach vorne. Waar «musste endlich meiner musischen Seite zum Durchbruch verhelfen». Er nahm eine Gelegenheit bei Star TV wahr und wurde für ein Jahr Troubleshooter der Geschäftsleitung. Dort machte er alles – von der Dispo der Teams über Einschaltquoten auswerten bis Reporting, Sponsoren akquirieren und sogar Regie.Waar legte sich als Autodidakt immer mehr Wissen rund um den Computer zu und lernte, auf diesem auch selber mit «Avid» die Filme zu schneiden.
Die Welt beim TV erlebte er als «ein spannendes Intermezzo». Wie aber geht es weiter, ohne dass er beruflich den Anschluss verliert? Alle seine Studienkollegen waren inzwischen beim Gericht oder sonstwo daran, ihre Karrieren zu starten.
Rund um diese berufliche Analyse kam auch bei Waar kurzfristig wieder der Holländer zum Zug. Er wechselte zur UBS. Bei der Bank eröffnete sich ihm eine Stabsstelle beim Management-Support. «Zum Glück weiterhin sehr kommunikativ», meint er, denn er durfte Akten zur Präsentation für die Direktion aufbereiten. In vier Jahren bei der Bank erlebte er zwei Fusionen mit verschiedenen Teams und wurde schliesslich Kommunikationsverantwortlicher für interne Projekte wie Web, Intranet und Dokumentenverwaltung. Als Projektleiter für diverse Kommunikations-Plattformen und als Leiter Project-Office eines internationalen strategischen Projektes lernte er die andere Seite des Business kennen.
In dieser coolen Zeit bei der Bank war natürlich der musische Italiener nicht völlig eingeschlafen. Waar pflegte weiterhin den Kontakt zur TV-Szene, drehte mit Partnern und Freunden kleine Filmchen, zum Beispiel einen Spot für das Lunch-Kino oder diverse Werbespots für das Fernsehen wie auch Videoclips für die Musiksender. Er vertiefte sich immer mehr auch in das Programmieren von Websites – «aber nur für Freunde». Trotzdem ist er stolz, dass diese auch heute noch von der Funktionalität her mithalten können.
Noch einmal einen Ruck Richtung Holland gab er sich dann mit einem Job als Marketingleiter bei einer renommierten Anwaltskanzlei, welche unter anderem Produkte im Offshore-Business aufsetzt. In dieser Zeit machte er nebenbei auch noch einen MBA, «um jetzt auch noch mit einem Diplom zu manifestieren, dass mein Berufsleben nicht nur auf Jus aufbaut».
Waar realisierte, dass er mit Marketing jetzt endlich den Italiener und den Holländer in sich in einer idealen Weise kombinieren konnte. Er kennt die Kundenseite. Er kennt die Branche. Und er kennt die Welt des Web. In dieser Situation musste er schliesslich nur noch Markus Gabriel persönlich kennen lernen. Denn die Arbeiten von Angelink hat Andy Waar als interessierter Web-Addict schon lange verfolgt.
In seiner neuen Funktion sieht er sich als «Aktivator». Waar freut sich auf die Arbeit im Team und mit der Schwesterfirma Angelink yourposition – wo sechs Personen im Suchmaschinen-Marketing beschäftigt sind.
Angelink kann seine Kompetenz im Bereich Crossover bereits heute für Kunden wie UBS Investment Bank beweisen. Neben klassischen Inseraten werden hier für strukturierte Finanzprodukte MicroSites, Banners und Suchmaschinenmarketing umgesetzt. Weitere Schwerpunkte sind Viral-, Blog- und Affiliate-Marketing. Zu den wichtigen Kunden gehören Extrafilm, Wartmanns, IMTF, Möbel Galatti, Renggli (Minergiehäuser) und viele mehr.
Für Affiliate-Marketing – auch hier gerüstet für die grosse Welle – arbeitet Angelink als zertifizierter Partner mit dem europäischen Marktführer Zanox zusammen.
Andreas Panzeri