Wegen Weihnachtsgeschäft: der Dezember-Literaturclub entfällt
Wegen Weihnachtsgeschäft: der Dezember-Literaturclub entfällt Die traditionelle Weihnachtsausgabe des Literaturclubs des Schweizer Fernsehens wird dieses Jahr gestrichen. Der Grund: Die Sponsorin, die Grossbuchhandlung Orell Füssli, in deren Räumlichkeiten die Sendung seit April aufgezeichnet wird, kann in ihrem hektischen Weihnachtskalender keinen Termin für die Sendung frei machen.
Wegen Weihnachtsgeschäft: der Dezember-Literaturclub entfällt Die traditionelle Weihnachtsausgabe des Literaturclubs des Schweizer Fernsehens wird dieses Jahr gestrichen. Der Grund: Die Sponsorin, die Grossbuchhandlung Orell Füssli, in deren Räumlichkeiten die Sendung seit April aufgezeichnet wird, kann in ihrem hektischen Weihnachtskalender keinen Termin für die Sendung frei machen.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Literaturclubes fällt die traditionsreiche Weihnachtsausgabe des Literaturclubs aus dem Programm. Bei der NZZ am Sonntag stiess die Meldung über diese traurige Premiere erwartungsgemäss sauer auf, und dabei kriegt nicht nur Orel Füssli sein Fett weg: «Dass das Bücher-Kaufhaus die Bedeutung der Sendung für das im Buchhandel sonst als entscheidend geltende Weihnachtsgeschäft offenbar als eher gering veranschlagt, ist das eine. Das andere ist aber, dass die Programmverantwortlichen von SF 1 nach diesem Entscheid die Sendung nicht im Studio oder an einem anderen Ort aufzeichnen, sondern wie Pressesprecher Durrer sagt, einfach im nächsten Jahre einen Literaturclub mehr zu produzieren».
Dies bringt Autor Manfred Papst zur allgemeinen Debatte über Auswirkungen des Mediensponsoring. Wer zahlt, befiehlt, resümiert er trocken. Was bei Massenphänomenen wie dem Sport noch eine ganz andere Sache ist, als bei der wenig gewinnbringenden Kultur. Auch in der NZZ am Sonntag kommt man zu einem bereits bekannten Schluss: «Einmal mehr zeigt sich, welchen Stellenwert die Kultur am Schweizer Fernsehen tatsächlich hat: Sie bleibt Manövriermasse.»
Zum ersten Mal in der Geschichte des Literaturclubes fällt die traditionsreiche Weihnachtsausgabe des Literaturclubs aus dem Programm. Bei der NZZ am Sonntag stiess die Meldung über diese traurige Premiere erwartungsgemäss sauer auf, und dabei kriegt nicht nur Orel Füssli sein Fett weg: «Dass das Bücher-Kaufhaus die Bedeutung der Sendung für das im Buchhandel sonst als entscheidend geltende Weihnachtsgeschäft offenbar als eher gering veranschlagt, ist das eine. Das andere ist aber, dass die Programmverantwortlichen von SF 1 nach diesem Entscheid die Sendung nicht im Studio oder an einem anderen Ort aufzeichnen, sondern wie Pressesprecher Durrer sagt, einfach im nächsten Jahre einen Literaturclub mehr zu produzieren».
Dies bringt Autor Manfred Papst zur allgemeinen Debatte über Auswirkungen des Mediensponsoring. Wer zahlt, befiehlt, resümiert er trocken. Was bei Massenphänomenen wie dem Sport noch eine ganz andere Sache ist, als bei der wenig gewinnbringenden Kultur. Auch in der NZZ am Sonntag kommt man zu einem bereits bekannten Schluss: «Einmal mehr zeigt sich, welchen Stellenwert die Kultur am Schweizer Fernsehen tatsächlich hat: Sie bleibt Manövriermasse.»
