Bei Model dreht sich alles um die Welle

Verpackungen In Weinfelden ist ein führender Wellkarton-Verpackungsanbieter Europas zu Hause.

Verpackungen In Weinfelden ist ein führender Wellkarton-Verpackungsanbieter Europas zu Hause.Während sich der Erfolg von Akzidenzdrucksachen nicht oder nur selten unmittelbar messen lässt, geben Erfolge von Verpackungen schnell Auskunft darüber, ob sie «ankommen». Verpackungen und deren Verbraucherfreundlichkeit sowie das Verpackungsdesign haben erwiesenermassen einen grossen Anteil am Verkaufserfolg von Produkten. Das fordert die Marketingstrategen und Produkteentwickler – aber auch die Verpackungsdesigner. Kreativität ist deshalb gefragt, ebenso ist das Verständnis über die Herstellung von Verpackungen wie auch das Abfüllen hilfreich.Model setzt auf die WelleUnangefochten an oberster Stelle bei den Verpackungen stehen die Transportverpackungen. Wir haben ein Unternehmen besucht, das sich zum einen auf die Produktion von Verpackungen aus Wellkarton spezialisiert und zum anderen modern eingerichtet hat. Diese Verpackungen können gestanzt, geschlitzt, aber auch vielfältig bedruckt sein. Model hat bereits nationale wie auch internationale Auszeichnungen für die kreativen Ideen erhalten. Als Besonderheit werden bei der in Weinfelden TG ansässigen Model AG –Tochtergesellschaft der in vielen Ländern Europas aktiven Model Gruppe – auch die Rohmaterialien der Verpackungen und/oder Displays hergestellt.
Basis der bei Model hergestellten Verpackungen ist eine Vielzahl von verschiedensten Rohpapiersorten. Der Rohstoff dieses mehrlagigen Packmittels sind entweder Primärfaser-  oder Sekundärfaserpapiere (siehe Kasten rechs). Diese Sekundärfaserpapiere produzieren zwei Maschinen der Thurpapier, die sich zwar auf dem Gelände der Model AG befindet, aber als Profitcenter für ihre eigene Wirtschaftlichkeit sorgen muss. Die eine Papiermaschine stellt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 600 m/Minute das Trägermaterial Testliner her, die zweite Maschine produziert das Wellenstoff-Rohpapier. Der Ausstoss beträgt hier 400 m/Minute. Das Papier wird nach der Produktion zu Papierrollen mit 2,5 m Breite aufgewickelt. Derart entstehen 120 Rollen Rohmaterial täglich oder 138’000 Tonnen/Jahr.
In der Wellkarton-Herstellanlage entstehen mit diesen Wellkarton-Rohpapieren mittels Riffelwalzen die gewellten Papierbahnen. Von der 1,2 mm dicken F-Welle bis zur 5,2 mm dicken A-Welle und diversen Wellen-Kombinationen werden hier die entsprechenden Papiere miteinander mit Stärke verklebt. Der so entstandene Wellkarton wird zuerst mit einem Längs- und anschliessend mit einem Querschneider auf das erforderliche Format geschnitten.
Exakte PlanungMittels Produktionsplänen können die Kunden darüber informiert werden, wann ihre benötigte Wellkartonsorte gerade in Weinfelden produziert wird. Teilweise hat Model online Zugriff auf die Systeme ihrer Kunden und kann die Disposition des Verpackungsbedarfs übernehmen: «Wir können auf Wunsch den Bedarf des Kunden in dessen System feststellen und danach disponieren. Das hilft uns bei der Kapazitätsplanung, und bei den Kunden minimieren wir damit den Lagerbedarf», erklärt Markus Rechsteiner, Leiter Anwendungstechnik bei der zur Firmengruppe gehörenden ModelTec.
Nach der Produktion wird der Wellkarton während zirka 24 Stunden zwischengelagert, damit die Papierlagen sich verfestigen und nachtrocknen können. Was nun passiert, hängt vom Auftrag ab: Die Produktion von Standard- und individuellen Verpackungen erfolgt je nach Ausführung im Bereich Inline-Fertigung oder im Bereich gestanzte und geklebte Verpackungen.
Im Direktdruckverfahren können mit Flexodruck bis zu sechs Farben aufgebracht werden. Mittels einer eigenen Farbmischanlage und entsprechenden Clichées werden hochwertige Sujets direkt auf die Wellkartonbogen gedruckt. Die Schwesterunternehmung Inoflex, die sich auf dem gleichen Areal befindet, stellt die Stanzformen her. Bei der Inliner-Fertigung hingegen erübrigen sich kundenspezifische Werkzeuge, denn hier werden einstellbare, rotative Schneidmesser verwendet.
Auf die besonderen Merkmale von Wellkarton angesprochen, erklärt Rechsteiner: «Wellkarton ist im Vergleich zu anderen Packmitteln vorteilhaft und überzeugt durch die enorme Stabilität.» Er sieht die Model Gruppe zum einen als einen Massenproduzenten von Verpackungen, zum anderen als Lösungsanbieter für ganz spezifische Bedürfnisse.
So viel Verpackung wie notwendig Ob eine einzige Verpackung oder grössere Mengen individuell gefertigter Verpackungslösungen, die Philosophie bei Model lautet immer: Beratung, Optimierung – und nur so viel Verpackung wie notwendig. Dies löst Model mit einem grossen Standardsortiment, das sofort ab Lager erhältlich ist, oder auf Wunsch des Kunden findet man eine individuelle Lösung.
Als besonderen Vorteil bezeichnet Rechsteiner die Effizienz der Entwicklungsabteilung. «Dank CAD-Unterstützung, Know-how und entsprechenden Schneideplottern sind wir in der Lage, schnell und originalgetreu Verpackungsmuster herzustellen». Parallel wird in dieser Phase dem Kunden das Optimierungspotenzial aufgezeigt.
Aktion statt Reaktion«Um kreative Verpackungslösungen pro abgepackte Leistungseinheit herstellen zu können, sind Marktnähe, Analyse der Kaufgewohnheiten und Wissen über den Einsatz der Verpackungen die Basis zum Erfolg», so Karin Bächer, zuständig für Kommunikation in der Model Gruppe. Um dies zu erreichen, sind laufend Marktbeobachtungen und Mitarbeit in Entwicklungsplattformen die Regel. Bei allen diesen Aktivitäten ist eine eingehende fundierte Prozessbetrachtung des Abpackvorganges unerlässlich.
Verschiedene Auszeichnungen bestätigen diesen proaktiven Entwicklungsgeist bei allen Model-Gesellschaften. So konnte die Weinfelder Gruppe in diesem Jahr gleich zwei Auszeichnungen entgegennehmen: Im Mai den iF Product Design Award 2006. Die vom Ableger Model PrimePac hergestellten Verpackungen «Papillon Maxi Twist» und «Sprüngli Grand Cru» konnten sich gegenüber ihren Mitbewerbern behaupten.
Zudem konnte das Unternehmen mit einem am Hauptsitz in Weinfelden für Kraft Food entwickelten Toblerone-Display kürzlich punkten. Die Display-Lösung war Gewinnerin des Swiss Star 2006, die jährlich vom Schweizerischen Verpackungsinstitut (www.svi-verpackung.ch) in diversen Kategorien vergeben wird. Zitat der Juroren: Viel Produkt und wenig Display.
Entwicklungen wie das für Kraft Foods entwickelte Display stellen bei Model die Spitze der Wertschöpfungspyramide dar: «Die Display-Lösungen sind technologisch am interessantesten – und sie sind dazu noch imagefördernd. Allerdings ist die Entwicklung auch am kostenintensivsten», erklärt Rechsteiner. «Der Trend der letzten Jahre hat dank enormem kreativem Einsatz und verbesserten Druckmöglichkeiten im Direktdruck dazu geführt, dass sich Model heute als ausgewiesener Display-Produzent einen Namen gemacht hat» erklärt Markus Rechsteiner.
Model GroupDie Model Gruppe
hat sich auf die Herstellung und Produktion von Voll- und Wellkarton-Verpackungen und -Displays spezialisiert. Unter dem Dach der Model Holding befinden sich Produktionsstätten an diversen Standorten in der Schweiz: Model AG, Inoflex und Thurpapier (Weinfelden), Model Emballages SA (Moudon), Model PrimePac AG (Au/Romanel-sur-Lausanne), Model InoPac AG (Flamatt) sowie PackShops in Dietikon, Flamatt, Genf, Romanel und Weinfelden. Produktionsstätten und/oder PackShops befinden sich zudem in Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Kroatien und der Slowakei.
Die Wurzeln der Gruppe, die insgesamt 2700 Mitarbeitende beschäftigt, reichen ins Jahr 1882 zurück.
Kraft- oder Testliner als BasisZur Herstellung von Well- oder auch Vollpappe
setzen Faltschachtelproduzenten je nach Anforderung auf Kraft- oder Testliner-Papiere. Kraftliner bestehen aus gebleichtem oder ungebleichtem Sulfatzellstoff, der auch Kraftzellstoff genannt wird. Diese Papierart besitzt eine besonders hohe Festigkeit und ist auch sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Testliner werden als Deckenpapiere eingesetzt und bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier. Diese Papiere sind heute der wichtigste Rohstoff in der Wellpappenindustrie. Je nach Qualität der Recycling-Materialien unterscheiden die Hersteller drei Sorten von Testlinern, die als T1, T2 und T3 bezeichnet werden. Jürgen Franck

Deutschland: Tabakwerbeverbot tilgt Millionen

Die deutsche Werbebranche rechnet aufgrund der Verbote für Tabakreklame in Presse, Rundfunk und Internet mit Einbussen von rund 120 Millionen jährlich.

Die deutsche Werbebranche rechnet aufgrund der Verbote für Tabakreklame mit Einbussen von rund 120 Millionen jährlich. Mitte letzter Woche hatte der Bundestag das Verbot von Tabakwerbung in Presse, Rundfunk, Internet sowie bei Sportveranstaltungen ausgesprochen. Laut einem Artikel der Online Ausgabe von Financial Times Deutschland sei es eher unwahrscheinlich, dass die Budgets auf die noch zulässigen Werbeträger Kino und Plakate umgeschichtet werden. Wie ein Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft vermutet, könnten jedoch direkte Werbung auf Veranstaltungen oder per Post zulegen. Befürwortet wird das neue Verbot von Union, SPD, Linksfraktion und Grünen. Bereits im Sommer hatte die EU eine solche Richtlinie in Kraft gesetzt. Derzeit ist jedoch eine Klage von Deutschland gegen diese Vorgaben beim Europäischen Gerichtshof hängig (siehe
), da ein unverhältnismässiger Eingriff in die Werbefreiheit befürchtet wird. Reklame für Tabakerzeugnisse in Hörfunk und Fernsehen ist in Deutschland seit 1974 untersagt.

Neue Wege zur Differenzierung

Veranstaltung High Fidelity Colour und Sicherheitsdruck standen am Inforum bei Heidelberg Schweiz im Zentrum.

Veranstaltung High Fidelity Colour und Sicherheitsdruck standen am Inforum bei Heidelberg Schweiz im Zentrum.Wie können sich Druckereien im Wettbewerb profilieren, den Kunden Mehrwerte bieten und Wertschöpfung im eigenen Haus behalten? Heidelberg Schweiz leistete mit einem kürzlich in Bern durchgeführten Kunden-Event einen Beitrag, um Antworten auf diese Fragestellungen zu diskutieren. Mit Praxisvorführungen wurden am Inforum entsprechende Lösungsszenarien aufgezeigt. Sonderfarben und erweiterte FarbräumeSo nutzt Exact Colour Print der Firma Petzold Concept GmbH moderne Verfahrenstechnik, um mit höheren Farbdichten zu drucken. Bereits mit vier Farbwerken ist die Substitution von Sonderfarben möglich, die bislang ein zusätzliches Werk erforderten. Durch den Aufbau aus den vier Prozessfarben entfallen Farbwechsel und das zeitaufwändige Waschen der Walzen.
Auf einer Fünffarbenmaschine lässt sich durch das Unterlegen mit Silber oder Gold ein weites Spektrum an Metallic-Farben simulieren – mit einem sechsten Werk hält sich der Drucker die Option einer abschliessenden Lackierung bzw. des Auftrags von Perleffekten offen. Dank den höheren Dichten führt das ECP-System über den gesamten Farbtonwertbereich hinweg zu einer deutlich grösseren Gamut-Abbildung.
Soll innerhalb einer Druckform der ECP-Farbraum nur partiell zur Anwendung kommen, lassen sich Bildbereiche über ein im ECP-Paket mitgeliefertes ICC-Profil auf den Farbraum gemäss Druckstandard ISO 12647-2 reduzieren. Das laufend erweiterte ECP-Paket umfasst mehrere Fächer mit 4200 Farbtönen sowie auf einer DVD gespeicherte CMYK-Zusammensetzungen. Alternativ zum Erwerb der gesamten Bibliothek können einzelne Rezepte über das Internet angefordert werden.
Vorgeführt in Bern wurde auch das Farbseparationssystem ICISS. Mit der Interactive Color-Independent Separation Software können Separationen aus einer beliebigen Kombination von Druckfarben erstellt werden. Aus RGB- oder CMYK-Daten lassen sich individuelle Farbauszüge als CMYK mit Sonderfarben, als Duplex, Triplex, Hexachrome oder HiFi-Colour berechnen. Die vorgenommenen Einstellungen werden in einem Script hinterlegt und via Hotfolder der gewünschten Bilddatei zugewiesen, wobei die Originaldaten unverändert bleiben. ICISS ist geeignet, um in Verbindung mit Exact Colour Print und anderen Systemen wie MetalFX die eigenen Rezepturen zu definieren.
Hologramm-Applikation auf einer Kama TS 74 als PremiereAls Weltpremiere wurde in Bern auf dem neuen Stanzautomaten TS 74 von Kama eine Hologramm-Applikation vorgestellt. Die Steuerung des Folienvorschubs über spezielle Markenlesegeräte und Servoantriebe sichern die passgenaue Übereinstimmung des Hologramm-Sujets mit dem Prägeklischee. Die TS 74 kombiniert das Stanzen, Rillen, Perforieren, Blindprägen und den Heiss- und Kaltprägefoliendruck sowie die Hologramm-Technik in einer Maschine.
Mit einer Hot-Cut-Vorrichtung ist die Verarbeitung von Plastikmaterialien möglich. Der Stanzautomat verarbeitet Bogenformate bis maximal 74 x 54 cm und ist nach Herstellerangaben eine Alternative zu den bisher vielfach eingesetzten Tiegeln und Zylindern, wobei praktisch alle bestehenden Werkzeuge übernommen werden können.
Mit Hologrammen lassen sich Produkte vor Fälschung schützen. Thematisiert wurden auf dem Inforum weitere wirksame Massnahmen zum Schutz vor Produktfälschungen (siehe Kasten «Produkt- und Markenschutz»), die mit einem Anteil von bis zehn Prozent am gesamten Welthandel ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen und der Volkswirtschaft grossen Schaden zufügen. Auch damit können sich Druckereien differenzieren.
Produkt- und MarkenschutzFür den wirksamen Schutz
gegenüber der Piraterie bieten sich Produktverpackungen als Träger von Authentizitätsmerkmalen an. Die verfügbaren Verfahren sind zahlreich und reichen von speziellen Druckfarben, die auf thermische, optische, mechanische und andere Einflüsse reagieren, über die Kopplung komplementärer Codierungen, sich selbst zerstörende Etiketten bis zur reprotechnischen Integration versteckter Mikroelemente in die Farbauszüge. Ein spannendes Feld ist die Holografie mit verschiedenen Sicherheitsstufen vom relativ einfachen 2D-Sujet bis zum hochkomplexen 3D-Hologramm, das sämtliche heute realisierbaren optischen Effekte in einem Bild vereint. Eigene Rezepturen mit ICISSICISS (Interactive Color-Independent Separation Software)
ist eine Spezial-Software zur Erstellung von Separationen aus einer beliebigen Kombination von Druckfarben. Aus RGB- oder CMYK-Daten lassen sich individuelle Farbauszüge als CMYK mit Sonderfarben, als Duplex, Triplex, Hexachrome oder HiFi-Colour berechnen. Die vorgenommenen Einstellungen werden in einem Script hinterlegt und via Hotfolder der gewünschten Bilddatei zugewiesen, wobei die Originaldaten unverändert bleiben. ICISS eignet sich dazu, in Verbindung mit Exact Colour Print und anderen Systemen wie MetalFX die eigenen Rezepturen zu definieren. Jürg Marti

Bricht die BaZ ein Tabu?

Direktbuchen Trotz P-Pacht erwägt die Basler Zeitung eine Entschädigung an direktbuchende Agenturen.

Direktbuchen Trotz P-Pacht erwägt die Basler Zeitung eine Entschädigung an direktbuchende Agenturen.Tamedia und Ringier zahlen den Media-Agenturen eine «Entschädigung», wenn sie statt über Publimedia direkt buchen. Nun zieht die Idee Kreise: Tamedia dehnt die Entschädigung auf alle ihre Titel aus, Ringier macht aus seinem Testlauf einen Dauerzustand – und ab 2007 dürften sich noch weitere Eigenregie-Verlage anschliessen. Marcel Siegenthaler, Leiter Werbemarkt Edipresse Schweiz, spricht jedenfalls von einer «gewaltigen Bewegung» unter den Verlegern. So nahm sich beim Verband Schweizer Presse eine «informelle Arbeitsgruppe» unter dem Vorsitz von Handelszeitungs-Chef Ralph Büchi des Themas an. Auch er bestätigt: «Eine Direktbuchungsentschädigung wird derzeit in mehreren Verlagshäusern geprüft.» Doch selbst für Verlage mit P-Pacht ist das Thema nicht mehr tabu. So erwägt die Basler Zeitung Medien (BZM) die Einführung einer Entschädigung. Dies bestätigt BZM-CEO Beat Meyer. «Wir sind aber weit von einem definitiven Entscheid entfernt.» Solche Überlegungen sind dennoch bemerkenswert: Die PubliGroupe hält bei der BZM ihre grösste Verlagsbeteiligung überhaupt, zudem hat sie die BaZ in Pacht.
Doch die BZM hat mittlerweile zwei eigene Akquisitionsfirmen, die Key Media und die BZM Werbe AG – zwei Kanäle, über die eine Direktbuchungsentschädigung möglich wäre. «Dort sind wir in solchen Fragen frei», sagt Meyer. Die Key Media ist als Vermittlerin tätig. Die BZM Werbe AG vermarktet im Baselbiet die BaZ und ihre neue Grossauflage – weil man der P nicht zutraut, dass sie sich dort gleichermassen für die BaZ, für die konkurrierende Mittelland Zeitung (ebenfalls in P-Pacht) und deren Mitglied Basellandschaftliche Zeitung (bz, mit P-Regie) ins Zeug legen kann.
An dieser Stelle seien noch die Anzeigentarife 2007 der BaZ und des Baslerstab nachgetragen: Die Preise der BaZ-Stammauflage ändern nicht, anders der Baslerstab: Zwar behält auch er seinen sw-Tarif bei, die 4f-Seite aber reduziert er um 11,7 Prozent. Möglicherweise will man das Blatt so gegenüber der neuen Grossauflage der BaZ attraktiv halten. Oder aber der bz das Leben zusätzlich erschweren. Eine Begründung war nicht erhältlich.
Markus Knöpfli

Reale Investitionen in virtuelle Welt

Internet Die Online-Community Second Life ist der neue Star im Web. Konzerne wie der Axel Springer Verlag erproben die populäre Plattform. Dabei geht es noch nicht ums Geld, sondern um Publicity.

Internet Die Online-Community Second Life ist der neue Star im Web. Konzerne wie der Axel Springer Verlag erproben die populäre Plattform. Dabei geht es noch nicht ums Geld, sondern um Publicity.Es ist eine verrückte Geschichte mit diesem Second Life. Innert kürzester Zeit entwickelte sich die virtuelle 3D-Welt zum absoluten Medienstar. Der Grund: Praktisch täglich kündet ein Unternehmen an, sich in Second Life zu engagieren. Ist die Ankündigung ausgesprochen, dauert es wenige Minuten und die ganze Welt im Internet weiss Bescheid. Es sind nicht die Web 2.0 Start-ups, über die in allen Medien berichtet wird. Es sind Grossfirmen, die für Furore sorgen. Niels Benson von Comaffairs, einer Strategieagentur für Markt- und Markeninnovationen, beobachtet die Entwicklung aufmerksam: «Second Life generiert im wahrsten Sinne des Wortes einen PR-Strudel. Alle möchten vom Hype profitieren.» Die Investitionen sind enorm. Derzeit geben Grossfirmen eine Unmenge Geld aus (siehe unten), um Bürokomplexe oder andere virtuelle Bauten zu erschaffen.
Nur ein paar Beispiele: Der Autokonzern Toyota ist seit wenigen Wochen mit einem Showroom vertreten und lancierte dort das Modell Scio Xb exklusiv und extra für Second Life. Pontiac bietet ein 400’000 Quadratmeter grosses Werbe- und Verkaufsareal. Und auch Nissan sorgt mit seinem virtuellen Auftritt für Aufsehen. Denn die Japaner liessen einen riesenhaften Automaten erbauen, der Gratisautos in neun verschiedenen Farben ausspuckt. Kaum zu glauben, wenn man das nicht mit eigenen Augen gesehen hat.
Aber nicht nur Autokonzerne haben in Second Life Fuss gefasst. Bekleidungsfirmen wie Adidas und Reebok entwickeln Schuhe für die Cyper-Gemeinschaft und verkaufen diese in ihren virtuellen Stores. Und auch die Werbe- und Kommunikationsbranche ist in der Parallelwelt aktiv. Die PR-Agentur Text100 hat ein Office eröffnet. Die grösste britische Werbeagentur Bartle Bogle Hegarty tut es, und Big Blue IBM verkündete diese Woche, den virtuellen Auftritt auszubauen. Was dem Giganten 10 Millionen Dollar wert ist. Und seit letzter Woche ist bekannt, dass neben der Nachrichtenagentur Reuters auch Axel Springers Flaggschiff Bild im virtuellen Entenhausen mitspielen will.
Virtuelles BoulevardblattVor drei Wochen lernte Gregor Stemmle, der Chef von Bild.T-Online – der Website des Boulevardblattes –, Second Life kennen. Nun will er mit seinem Verlagshaus in der 3D-Welt präsent sein. Damit nicht genug. Ab Dezember will Stemmle eine eigene virtuelle Boulevard-Zeitung anbieten. Das Blatt bringt keine News aus der realen Welt, sondern wird sich ausschliesslich mit Second Life beschäftigen. Denn was real abgeht, passiert auch im Meta-Universum: Parties, Politik, Wirtschaft, Lifestyle und People. Eine mehrköpfige Redaktion wird aus dem Leben in Second Life berichten. Zu kaufen ist die wöchentlich erscheinende englischsprachige Postille in stationären virtuellen Verkaufskästen für 15 Linden-Dollars. Der Name der Zeitung steht noch nicht fest.
Recht auf Langeweile gefährdetAutos, Turnschuhe, Büros und jetzt noch eine Second-Life-Zeitung. Nichts ist mehr absurd. Nichts scheint Quatsch zu sein. Alles ist möglich. Die virtuelle Bevölkerung schüttelt den Kopf und steht der Entwicklung eher skeptisch gegenüber. Denn es stellt sich die Frage, was das Ganze soll? Wozu eine virtuelle Zeitung? Die Ureinwohner fühlen sich in ihrem «Recht auf Langeweile» bedroht und sehen in solchen Vorhaben eine radikale Kommerzialisierung. Anders empfindet es der 40-jährige Gregor Stemmle, der im Wunderland nicht nur eine Welt im Internet sieht: «Es ist ein echter Wirtschaftsraum.»
Ein Wirtschaftsraum, wo echte Dollars verdient werden können. Derzeit soll es schätzungsweise 7’000 profitable Geschäftsmodelle in Second Life geben. Die rentabelsten zehn erwirtschaften im Schnitt einen Jahresgewinn von 200’000 Dollar. Verdienen tun aber nur Designer oder Agenturen wie «MetaAdverse» oder «A Million of Us», die Konzernen den Zugang zur Online-Welt ermöglichen.
Nach Niels Benson von Comaffairs werde das Zeitungsprojekt von Stemmle keine grossen Gewinne einfahren, wenn überhaupt. Benson sieht im Vorhaben des Springer-Hauses eine reine Massnahme für Publicity. Und dass Stemmle ein neues Geschäftsfeld eröffnen will, bezweifle er. Denn für das Big Business fehle ganz einfach die kritische Masse an Usern. Kommt hinzu, dass die User in den meisten Produkten der Grossfirmen, die derzeit vertreten sind, keinen Mehrwert sehen und schon gar nicht bereit sind, Geld dafür auszugeben.
Eine Community-Managerin aus Berlin mit dem Namen Ufrom Styrian in Second Life ist kritisch: «Den meisten Firmen geht es um Publicity. Die Unternehmen werden ja kaum besucht. Geld wird man mit uns sicher nicht verdienen.» Niels Benson: «Für Springer und andere Firmen ist Second Life gute PR. Sie sind schnell weltweit in aller Munde.» Den Grossfirmen ist es also egal, ob die Auftritte oder ihre Second-Life-Geschäftsmodelle rentieren oder nicht. Weil die Medien derzeit alles rund um Second Life aufgreifen, kommt jeder Werbefranken tausendfach zurück.
So funktioniert Second LifeMit «Your World. Your Imagination.»
wirbt die Firma LindenLab für ihren Online-Spielplatz Second Life. Mit einer selbst designten Spielfigur, einem so genannten «Avatar», spaziert der Spieler durch die 3D-Welt und kann mit anderen Spielern interagieren. Mit Hilfe einer virtuellen Werkstatt ist es dem Spieler möglich, von der Hose bis zum Auto alles selber herzustellen. Und hier liegt die treibende Kraft von Second Life. Weil die Herstellung von Kleidert, Häusern oder Autos Kreativität, Zeit und Geschick erfordern, lassen sich die Cyber-Designer bezahlen. Als Online-Währung dient der «Linden-Dollar, kurz L$, dessen Kurs an den US-Dollar gebunden ist. Investitionen und Handel in Second Life schlagen deshalb sehr real zu Buche. Knapp eine Million User haben sich in Second Life registriert. Gemäss verschiedenen Medienberichten soll es schon Tausende Programmierer und Händler in Second Life geben, die von ihren (designten) Produkten bereits leben können.
Um bei Second Life teilzunehmen, muss man einen 25 MB grossen Client herunterladen und auf seinem Computer installieren. Alle wichtigen Betriebssysteme sind vertreten. Neben der Installation ist zusätzlich eine Online-Registration nötig. Wer es wagen will, kann sich als Cyper-Tourist durch die virtuelle Welt führen lassen. Mit der Agentur Synthravels kann man einfach und schnell alle virtuellen Welten im Web bereisen.
Christian Lüscher

Swissness verleiht Flügel

Airlines Jung von Matt/Limmat überrascht für Swiss International Airlines mit dem Revival des Kulthits «Campari Soda».

Airlines Jung von Matt/Limmat überrascht für Swiss International Airlines mit dem Revival des Kulthits «Campari Soda».«Ich trink noch einen Campari Soda, unter mir ist das Wolkenmeer…» Der Refrain aus diesem melancholischen Song bringt wohl jeden zum Träumen. Eine raffinierte Strategie deshalb von Jung von Matt/Limmat, mit diesem Kulthit auch ihre Werbung für Swiss abheben zu lassen. Seit einigen Tagen ist die Swiss-Werbung mit dem neuen Label «Swiss made» unterwegs. Für die nötige Schubkraft sorgt ein 60 Sekunden langer Film mit dem legendär gewordenen Song der Band Taxi aus dem Jahr 1977. Komponist und Autor Dominique Grandjean verstand es damals, mit wenigen musikalischen Mitteln und Worten das Gefühl des Fliegens zu erfassen. Nach diversen Cover-Versionen unter anderem von Span, Vera Kaa und Stephan Eicher erlebt der Song nun ein Revival.
Eher Musikclip denn Werbefilm singen verschiedene Protagonisten einzelne Passagen des Klassikers. Subtile visuelle Analogien geben den Verszeilen einen ganz neuen Sinn. So wird die Zeile «Wiit unter mir liit s’ Wolkemeer» etwa von einem Strassenarbeiter im dampfenden Teer gesungen. Oder die Ansage des Kopiloten «On your left you can see Malaga through the dust» wird einem Bademeister bei seiner Lautsprecherdurchsage in den Mund gelegt.
Das Fernweh der Protagonisten auf visueller Ebene und die Relaxtheit des Songs sollen den Betrachter mit einem stimmigen Gefühl zurück lassen, wie die CDs Michael Rottmann und Alexander Jaggy meinen. Dann wird die Botschaft am Ende des Clips mit dem Satz «Fliegen, Swiss made» schliesslich gelandet.
Das Video wurde vom Schweizer Regisseur Christian Aebi und dem Kameramann Peter Meyer mit viel Fingerspitzengefühl an unterschiedlichen Locations in der Schweiz gedreht. Für den Einsatz in der Westschweiz ist eigens eine französische Umsetzung des Kulthits erarbeitet worden.
Andreas Panzeri

Maggi kommt mit neuem Claim auf den deutschen Tisch

Der Nestlé-Konzern hat seiner Traditionsmarke Maggi einen neuen Marken-Claim gegeben: «Maggi. Das sollten wir öfter machen.». In Deutschland wird derzeit kräftig geworben, auf den reichweitenstarken TV-Sendern.

Der Nestlé-Konzern hat seiner Traditionsmarke Maggi einen neuen Marken-Claim gegeben: «Maggi. Das sollten wir öfter machen.». In Deutschland wird derzeit kräftig geworben, auf den reichweitenstarken TV-Sendern. Die Maggi-Geschichten wurden von Publicis Frankfurt entwickelt, berichtet das Branchenmagazin Werben und Verkaufen. In der aktuellen Geschichte streift ein Grossvater mit seinem Enkel durch den sonnigen Herbstwald. Beworben wird dabei die Waldpilz-Cremesuppe. Die kreative Idee: Menschen lieben emotionale Geschichten. Sie müssten nur so erzählt werden, dass ein Produkt im Zentrum steht.

Deutschland: Werbemarkt legt 5 Prozent zu

Laut den aktuellen Daten des Marktforschers Nielsen Media Research summieren sich die Bruttoausgaben für klassische Werbung den ersten zehn Monaten auf knapp 15,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 5 Prozent gegenüber Vorjahr.

Laut den aktuellen Daten des Marktforschers Nielsen Media Research summieren sich die Bruttoausgaben für klassische Werbung in den ersten zehn Monaten 2006 auf knapp 15,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 5 Prozent gegenüber Vorjahr. Radio, der Wachstumssieger des letzten Jahres schwächelt dieses Jahr allerdings deutlich und zeigt nur ein Plus von 0,2 Prozent. Auch TV wächst mit einem Zuwachs von 3.5 Prozent unter Schnitt, konnte aber seine Position im Werbemix mit einem Anteil von 40.9 Prozent ausbauen. Besonders wachstumsstark zeigt sich der Printbereich: Fachzeitschriften legen 8.9 Prozent, Publikumszeitschriften 7.9 Prozent und Zeitungen 6.2 Prozent zu.

Bondi the Podfather

Podcast Bruno Bondi aus der Familien-Sitcom «Beck & Bondi» von Swisscom Fixnet will mitreden. Mit einem eigenen Podcast.

Podcast Bruno Bondi aus der Familien-Sitcom «Beck & Bondi» von Swisscom Fixnet will mitreden. Mit einem eigenen Podcast. Er ist zweifelsohne das Grossmaul in der Familien-Sitcom «Beck & Bondi». Jetzt hat Bruno Bondi sogar seine eigene Podcast-Show: «The Bruno Bondi Show». Jeden Freitag gibt es eine neue Folge seines hausgemachten Radioprogramms. Zusammen mit prominenten Gästen gibt Bondi Tipps für den Büroalltag, plaudert in Rubriken wie «Gentlemen’s Club» oder «Freedom of Speech» über die Höhen und Tiefen des Lebens. Durch die Show begleitet ihn DRS3-Moderator Reeto von Gunten. Die erste Folge haben sich bereits über 3’700 Leute angehört. Neben dem Podcast, der auf iTunes abonniert werden kann, können interessierte Hörer auf der Website www.brunobondishow.ch in den einzelnen Rubriken der Show mehr Infos beziehen und sämtliche «Beck-&-Bondi»-Episoden anschauen.
Begleitet wird «The Bruno Bondi Show» von einem ganzen Orchester an Kommunikationsmassnahmen: Inserate, Medienkooperationen, Internet-Banners, ein wöchentlicher Newsletter und ein «Tell a friend»-Wettbewerb, der nach wenigen Tagen über 10’000 Clicks auf der Website generierte.
Neben der Familien-Sitcom und dem Videoclip «Brown & Bondi» ist «The Bruno Bondi Show» ein weiterer Baustein der Cross-Media-Strategie, welche die Berner Agentur Contexta mit der Plattform «Beck & Bondi» seit längerem für ihren Kunden Swisscom Fixnet fährt. Einen grossen Teil zu diesem Erfolg trägt die Crew von Peek Productions rund um Regisseur Tobias Fueter bei. Und hier noch ein Gerücht: Es wird gemunkelt, dass die Sitcom «Beck & Bondi» eines Tages in die Fussstapfen der Schoggi-Soap «Lüthi & Blanc» treten könnte.
Weniger Bondi, dafür ganz BondContexta hat seit kurzem die Lizenz
zum Werben mit James Bond für Swisscom Mobile. Rechtzeitig zur Schweizer Premiere des neuen 007-Films «Casino Royale» wirbt Contexta mit einem Kino- und TV-Spot, mit Inseraten, Plakaten und POS-Massnahmen in den Swisscom Shops für das neue Bond-Handy von Sony Ericsson. Christian Lüscher

Studie: Zeitungswerbung hat höchstes Kontaktpotenzial

In der aktuellen Studie «Werberezeption» vertritt die deutsche Zeitungs Marketing Gesellschaft ZMG die These: Sowohl Nutzungsgewohnheiten als auch die wechselnden Stimmungen und Verfassungen der Rezipienten haben entscheidende Bedeutung auf Wahrnehmung und Wirkung der Werbung.

In der aktuellen Studie «Werberezeption» hat die deutsche Zeitungs Marketing Gesellschaft ZMG die primären Nutzungsgewohnheiten für die tagesaktuellen Medien untersucht. Die These: Sowohl Nutzungsgewohnheiten als auch die wechselnden Stimmungen und Verfassungen der Rezipienten haben entscheidende Bedeutung auf Wahrnehmung und Wirkung der Werbung. Wie die Studie belegt, verleihen die hervorragenden Kontaktqualitäten der Zeitung in Verbindung mit einem überdurchschnittlich hohen Kauf- und Informationsimpuls der Zeitungswerbung ein besonders grosses Wirkungspotenzial.
Neu an der Studie sei, dass mit den üblichen Tätigkeiten im Tagesverlauf auch die emotionalen Verfassungen der Nutzer erhoben wurden. Es zeigt sich, dass diese entscheidenden Einfluss auf die Rezeption von Werbung hat. Es sei massgeblich für das Wirkungspotenzial, wann und in welcher Verfassung Werbung auf den Konsumenten treffe, ob dieser in aktiver oder passiver Stimmung, in Phasen der Tagesplanung oder Entspannung sei. Als wesentliches Kriterium der Bewertung der Medialeistung rücke so der Grad der Aktivierung der Konsumenten in den Blick. ZMG geht sogar so weit, die starke Fokussierung der Mediaplanung auf den Kontaktpreis in Frage zu stellen.
Werbung an den Tagesverlauf anpassen Im Tagesverlauf trifft Werbung auf verschiedene Grundstimmungen. Vormittags wird mehrheitlich der Tagesablauf strukturiert und Entscheidungen vorbereitet – für 98 Prozent der Deutschen sei diese Phase bis 12 Uhr abgeschlossen. Danach erfolge der Übergang in eine Entspannungsphase, in der sich nach 19 Uhr die Hälfte der Bevölkerung befinde. Dem entspricht eine bestimmte Nutzungskurve der Medien: Tageszeitungen werden hauptsächlich in der aktiven Grundstimmung des Vormittags, Radio eher am Nachmittag und Fernsehen am Abend genutzt. Unterschiedlich sind auch die Kontaktqualitäten der Werbeträger. Da Zeitungen auf konzentrierte Leser treffen, die sich in einer Phase aktiver Tagesplanung befinden, wird ihr im Intermedia-Vergleich auch die höchste Glaubwürdigkeit und Wirkung bescheinigt. Dementsprechend sei der von einer Zeitung ausgehende Kauf- und Informationsimpuls stärker als bei den anderen tagesaktuellen Medien.

Mitlinks gewinnt Handel Heute Verlag als neuen Kunden

Die Zürcher Webagentur Mitlinks hat sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt und arbeitet seit Anfang November für den Handel Heute Verlag.

Die Zürcher Webagentur Mitlinks hat sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt und arbeitet seit Anfang November für den Handel Heute Verlag. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, wird die Zusammenarbeit durch eine neue Website für das Fachmagazin des Schweizer Detailhandels «Handel Heute» lanciert. Handel Heute ist das fünfte Schweizer Verlagshaus, das mit Mitlinks zusammenarbeitet. Die Zürcher betreuen unter anderem die Website vom Tagblatt der Stadt Zürich, realisierten für Ron Orp’s Mail die Website und den Newsletter sowie für Schweizer Monatshefte die Website. Zudem erstellen sie für die Ringier-Abendzeitung heute den täglichen Content im Freizeitbereich. 

Studie: Werbung mit Humor kommt besonders gut an

Die aktuelle Studie von TNS Infratest zeigt, dass gute und humorvolle Werbung beim Konsumenten besonders beliebt ist. In fast jedem europäischen Land lassen sich mit Humor und Witz die besten Resultate erzielen.

Die aktuelle Studie von TNS Infratest zeigt, dass gute und humorvolle Werbung beim Konsumenten besonders beliebt ist. In fast jedem europäischen Land lassen sich mit Humor und Witz die besten Resultate erzielen. Im europäischen Durchschnitt würden 70 Prozent der Befragten eine amüsante Aufbereitung von Werbung fordern. Ähnlich wichtig sind den Konsumenten allerdings auch Kreativität und Glaubwürdigkeit. Doch in Sachen Humor zeigt sich auch deutlich ein Unterschied zwischen den einzelnen Ländern. Während 85 Prozent der Spanier amüsante Werbung wollen, sind es in Grossbritannien nur rund 40 Prozent. Briten setzten eher auf Zuverlässigkeit und Information als auf Ironie.
Unterschiede sind aber nicht nur zwischen den einzelnen Ländern, sondern auch zwischen den Geschlechtern auszumachen: So stellen sich zwar 31 Prozent der Italienerinnen die ideale Werbung
«trendy» vor, aber nur 18 Prozent der italienischen Männer. Mit zunehmendem Alter verändern sich die Präferenzen ebenfalls. Während in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen nur 23 Prozent der Deutschen informierende Werbung favorisieren, sind es bei den über 55-Jährigen bereits 58 Prozent. Umgekehrt bewertet die 50plus-Generation mit nur 51 Prozent gegenüber 75 Prozent bei den 15- bis 24-Jährigen, Humor in der Werbung als deutlich unwichtiger. Dennoch können die europäischen Konsumenten insgesamt am besten mit witziger und einfallsreicher Werbung erreicht werden. Im Durchschnitt wird sie von 70 Prozent aller Befragten vorgezogen. Werber begegnen diesem Anspruch seit langem, indem sie funktionale Produktaussagen in humorvolle oder anrührende Geschichten einbetten.
«Allerdings zeigt sich, dass Werbung noch weit mehr leisten muss: Sie sollte durch ihre kreative Inszenierung tiefer liegende soziale und emotionale Bedürfnisse der Zielgruppe ansprechen. Die Herausforderung liegt darin, die relevanten Bedürfnisse zu erkennen und zu erfassen», sagt Henning Rossa, Director des TNS Infratest Communications Research Centre.
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