Das Fusionsprojekt der fünf reformierten Kirchenblätter, sich zu einer Monatszeitung mit über 820’000 Auflage zusammenzuschliessen, ist auf erste Schwierigkeiten gestossen. Der Interkantonale Kirchenbote ist nur noch pro forma dabei. Zwar bleibt das mit einer Auflage von 160’000 Exemplaren in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn, Schaffhausen, Luzern, Owalden, Schwyz und Uri erscheinende Blatt weiterhin Mitglied der Projektgruppe, kann sich aber nicht mehr finanziell engagieren. Denn die Landeskirchen Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben den Vertrag mit dem Interkantonalen Kirchboten auf Ende 2007 gekündigt. Sie wollen mehr Einfluss auf die Zeitung, die Redaktion sei zu wenig loyal gegenüber der Kirchenleitung. Der Kirchenrat Baselland wünscht sich, dass der Kirchenbote mehr zu einer Mitgliederzeitung werde. Die Landeskirchen BL und BS tragen zwar fast die Hälfte zum Budget bei, hätten aber nur gerade ein Viertel der Stimmen.
Die Arbeiten für das Projekt «Reformierte Zeitung» werden trotzdem vorangetrieben. Man habe die Sache ohne den Kirchenboten noch einmal durchgerechnet, sagte Martin Lehmann von der Projektgruppe. Zudem hätten sich diverse andere Landeskirchen für ein Mitmachen interessiert. Die Projektgruppe arbeitet gemäss Lehmann, Redaktor beim Berner ?saemann?, vorerst in der bestehenden Besetzung weiter. In einem nächsten Schritt müssen die Herausgeber der Partner den Projektbeschrieb, das Finanzierungsmodell und das Redaktionsstatut genehmigen. Das Blatt soll erstmals auf Pfingsten 2008 mit gemeinsamem Mantelteil und regionalen Splits erscheinen.