Langnau entzieht dem Tages-Anzeiger die Annoncen
Der Tages-Anzeiger behandelt nur noch einzelne Gemeinderat-Themen in seinen Split-Ausgaben redaktionell. Damit macht er eine Angebot vom Frühling 2005 rückgängig.
Bei der Einführung der Split-Ausgabe für den Bezirk Horgen im Frühling 2005 bot der Tages-Anzeiger den Bezirksgemeinden einen unentgeltlichen Abdruck der amtlichen Anzeigen an. Als Gegengeschäft offerierte die Zeitung, die Gemeinderats-Verhandlungsberichte vollständig und im Wortlaut abzudrucken. Nun ist mit der Einführung der weiteren Split-Ausgaben bei den Bezirksgemeinden ein Schreiben eingetroffen, indem der Tages-Anzeiger sein Angebot zurücknimmt, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt. Darin hiess es, man werde aufgrund von Kapazitätsgründen nur noch einzelne Gemeinderat-Themen redaktionell behandeln. Erbost über diese Nachricht, entzieht die Gemeinde Langnau dem Tages-Anzeiger ihre amtlichen Inserate. Diese erscheinen künftig nur noch im Sihltaler und auf der Website der Gemeinde. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, könne vermutet werden, dass man als Sprungbrett in den Regionalmarkt missbraucht worden sei.
In der Vergangenheit haben sich bereits andere Gemeinden vom Angebot zurückgezogen – oder sich erst gar nicht darauf eingelassen. So zum Beispiel Thalwil: Man habe sich laut Gemeindeschreiber Martin Pallioppi nicht auf eine einseitige Abhängigkeit einlassen wollen. Auch die Gemeinde Richterswil verzichtet seit Anfang 2006 auf die Gratis-Annoncen. Falls der Tages-Anzeiger seine Praxis nicht ändert, drängt Richterwil darauf, mit der Gemeindepräsidentenkonferenz des Bezirks Horgen eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten.
In der Vergangenheit haben sich bereits andere Gemeinden vom Angebot zurückgezogen – oder sich erst gar nicht darauf eingelassen. So zum Beispiel Thalwil: Man habe sich laut Gemeindeschreiber Martin Pallioppi nicht auf eine einseitige Abhängigkeit einlassen wollen. Auch die Gemeinde Richterswil verzichtet seit Anfang 2006 auf die Gratis-Annoncen. Falls der Tages-Anzeiger seine Praxis nicht ändert, drängt Richterwil darauf, mit der Gemeindepräsidentenkonferenz des Bezirks Horgen eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten.
