Stündlich viermal Radio-News

Radio In Frankreich, Deutschland und England ists Normalität. Ab Herbst 2007 geht auch Radio DRS mit einem Nonstop-News-Programm auf Sendung.

Radio In Frankreich, Deutschland und England ists Normalität. Ab Herbst 2007 geht auch Radio DRS mit einem Nonstop-News-Programm auf Sendung. Beim offiziellen Startschuss handelt es sich nur noch um eine Formsache. Gemäss SRG-Angaben will der Zentralrat der SRG SSR dieser Tage grünes Licht geben für ein weiteres Programm von Schweizer Radio DRS. Dass das zuständige Departement UVEK die Konzession erteilt, daran zweifeln die DRS-Verantwortlichen nicht. In einem knappen Jahr, im Herbst 2007, will das Deutschschweizer Radio mit einem 24-Stunden-News-Programm auf Sendung gehen. Das geplante Programm soll von einer rund 20-köpfigen Redaktion gestaltet werden. Anders als SF Info vom Schweizer Fernsehen will der neue Radiokanal nicht einfach Beiträge der anderen DRS-Programme rezyklieren, sondern mit redaktionellen Eigenleistungen aufwarten. Vorgesehen sind umfassende Nachrichtenbulletins jeweils zur vollen und zur halben Stunde. Dazwischen gibts im Viertelstundentakt Kurznews zu hören. Wetterberichte und Verkehrsmeldungen ergänzen die Nachrichten.
Programmabschnitte mit Musik sind keine vorgesehen. In der Anfangsphase übernimmt der Infokanal zudem die bestehenden Hintergrundsendungen Rendez-vous am Mittag, Info 3 und Echo der Zeit integral. Nach Angaben von Radio-Chefredaktor Rudolf Matter sollen an deren Stelle später Eigenleistungen der neuen News-Redaktion zu hören sein.
Flaggschiffe als VorbilderDer Entscheid, die Programmpalette mit Nonstop-News anzureichern, erfolgte nicht zuletzt nach einem Blick über die Landesgrenzen. France Info, BBC oder Bayern 5 zeigten, dass das Marktpotenzial für einen News-Spartensender vorhanden sei. Und: Das Radioangebot eines Landes könne nur mit Spartenprogrammen oder mit News-Programmen erfolgreich erweitert werden, hielt die SRG SSR bei der Ankündigung des Projekts fest. Mögen die Flaggschiffe der europäischen Inforadios für die Gestaltung des Programms sinnvollerweise als Vorbilder herhalten, so lassen sich in Bezug auf das Marktpotenzial eines neuen Deutschschweizer Programms kaum Analogien ableiten. Zu unterschiedlich präsentieren sich die verschiedenen nationalen Radiolandschaften.
Was die Ressourcen anbelangt, können ausländische Veranstalter in ganz anderen Dimensionen operieren. B5 aktuell etwa, der Infokanal des Bayerischen Rundfunks, beschäftigt an die 100 Journalisten und Techniker, die sich rund 50 Vollstellen teilen. Von solch grosszügiger Dotierung beim Personal kann Radio DRS nur träumen. Kritische Stimmen im Studio Bern, wo das neue News-Programm dereinst produziert wird, fragen sich denn auch, ob mit den geplanten 20 Stellen erfolgreich sieben mal 24 Stunden Programm pro Woche bestritten werden können.
Zehn Prozent Marktanteil werden angestrebtLaut Radiodirektor Walter Rüegg strebt das News-Programm einen Marktanteil von fünf bis zehn Prozent an. Das entspricht ungefähr jenem Wert, den heute DRS 2 erzielt. Vorderhand muss diese Zahl als Wunschvorstellung betrachtet werden, konnten sich doch die Projektverantwortlichen auf keinerlei spezifisches Zahlenmaterial stützen, das verlässliche Aussagen über die Akzeptanz eines Nonstop-Nachrichtensenders in der Deutschschweiz zulässt.
Ein wesentlicher Faktor, der zum Erfolg oder Misserfolg beitragen wird, ist die weitere Entwicklung von Digitalradio. Terrestrisch verbreitet wird das neue Programm nämlich ausschliesslich via DAB, nicht aber über UKW. Um den angestrebten Marktanteil zu erreichen, müssten daher mehr als 100’000 Radiohörerinnen und -hörer ein neues Gerät mit Digitalempfang kaufen. Optimistischen Schätzungen zufolge befinden sich in der Schweiz gegenwärtig einige 10’000 DAB-Empfänger in Betrieb. «Die Motivation, ein neues Radiogerät anzuschaffen», sagt Radiodirektor Rüegg, «steigt bekanntlich erst dann, wenn Programme exklusiv digital ausgestrahlt werden, wenn wir dem Publikum einen klaren Mehrwert bieten.» Dennoch ist es wahrscheinlicher, dass in einer ersten Phase das News-Programm über andere Verbreitungstechniken zum Publikum findet. Etwa als Internetstream oder Podcast.
DAB-Verwirrung aufgelöstProminente Kritiker von DAB-Digitalradio,
so etwa Giuseppe Scaglione von Radio 105, fühlten sich in den letzten Tagen einmal mehr in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem von der SRG intensiv beworbenen Zukunftsradio bestätigt. Der Grund: Ein neues Komprimierungsverfahren für DAB, das demnächst als internationaler Standard verabschiedet werden und dereinst auch in der Schweiz zur Anwendung kommen soll. Programme, die den neuen Standard nutzen, könnten mit den heute handelsüblichen Geräten nicht mehr empfangen werden. «Heutige DAB-Geräte kann man wegwerfen», triumphierte Scaglione in der Abendzeitung heute. Umso grösser war die Verwirrung, als sogar ein Bakom-Sprecher bestätigte, es brauche neue Radios. Am Dienstag nun haben SRG SSR und Bakom gemeinsam Entwarnung gegeben: «Entgegen in letzter Zeit kursierender Gerüchte wird die SRG SSR ihre DAB-Programme weiterhin im jetzigen Format verbreiten.»
Nick Lüthi

Simon Bärtschi folgt bei der SZ auf Philippe Pfister

Der 37-jährige Simon Bärtschi übernimmt bei der SonntagsZeitung am 1. Februar 2007 die Stelle als Nachrichtenchef. Er folgt damit auf Philippe Pfister.

Der 37-jährige Simon Bärtschi übernimmt bei der SonntagsZeitung am 1. Februar 2007 die Stelle als Nachrichtenchef. Wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber der Werbewoche bestätigte, folgt er damit auf Philippe Pfister, der zum Nachrichtenmagazin Facts wechselt (siehe ). Bärtschi ist seit gut drei Jahren als Nachrichtenredaktor bei der SonntagsZeitung, seit kurzem amtet er als Stellvertreter von Philippe Pfister. Er studierte Geografie und Medienwissenschaften an der Uni Bern und war vor dem Wechsel zur SonntagsZeitung Medienredaktor der Aargauer Zeitung.

So weiss wie nie zuvor

Kinder Mit fast leeren Plakatwänden wirbt das Kinderhilfswerk Terre des hommes für sein Anliegen, damit es in der Weihnachtszeit nicht leer ausgeht.

Kinder Mit fast leeren Plakatwänden wirbt das Kinderhilfswerk Terre des hommes für sein Anliegen, damit es in der Weihnachtszeit nicht leer ausgeht.Alle Jahre wieder, wenn es in Fussgängerzonen nach Lebkuchen und Glühwein riecht, sind die Menschen aufgeschlossen und wollen Gutes tun. Für viele Spendensammler sind die Wochen vor Weihnachten besonders wichtig. Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Dann zeigen viele Hilfsorganisationen visuelle Präsenz. So auch Terre des hommes, die grösste private Kinderhilfsorganisation in der Schweiz. Weil dieses Jahr mehr Kinderhilfswerke auf dem Schweizer Spendenmarkt um die monetäre Nächstenliebe buhlen, hat Terre des hommes zusammen mit Publicis eine Imagekampagne lanciert, damit die welsche Organisation in der Deutschschweiz bekannter wird. Auf Plakatwänden, in Kinospots und Anzeigen wirbt das Hilfswerk für Kinder in Not.
Dies nicht auf die klassische Art, wie das Caritas im Moment tut (siehe
Hilfeschrei gegen Hunger
), sondern mit fast leeren, weissen Plakaten. Einen von Kinderhand geschriebenen Hilferuf findet der Betrachter ganz unten, dort, wo ein Kind auf Grund seiner Grösse schreiben würde. Laut Markus Gut von Publicis will das Sujet die Hilflosigkeit aufzeigen: «Die Sorgen benachteiligter Kinder gehen unter und werden an den Rand gedrängt.» Der stille Notruf wird vom Claim «Wenn Kinder sich nicht wehren können» aufgenommen und findet im Absender, dem Terre-des-hommes-Logo seine Antwort. Für Markus Gut funktioniert das Konzept, weil die weisse Leere auch erfrischend wirke und so eher zum Nachdenken anrege. In der Tat machen die Terre-des-hommes-Plakate nachdenklich. So wurden diverse Plakate an bahnhofnahen Standorten Opfer von Vandalenakten. Das Konzept soll trotzdem in einer zweiten Welle im Jahr 2007 weitergeführt werden. Publicis hat im Frühjahr dieses Jahres den Pitch für die Terre-des-hommes-Kampagne gewonnen. Es handelt sich bei der Imagekampagne nicht um eine Pro-bono-Aktion von Publicis, sondern um «professionelles Marketing».
Christian Lüscher

Marc Reinhardt leitet neu den PR-Bereich bei Freicom

Der bisherige Leiter der Trimedia-Niderlassung St. Gallen übernimmt per 1. Dezember 2006 Marc Reinhardt bei der PR-Agentur Freicom die Leitung des PR-Bereichs. Gleichzeitig wird er Mitglied der Geschäftsleitung.

Per 1. Dezember 2006 übernimmt Marc Reinhardt bei der PR-Agentur Freicom die Leitung des PR-Bereichs. Gleichzeitig wird er Mitglied der Geschäftsleitung. Reinhardt war von 2000 bis 2005 bei Zahner & Partner als Partner und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Seit dem Merger von Zahner & Partner mit Trimedia Communications Schweiz im Juni 2005 leitete er die Trimedia-Niederlassung in St. Gallen. Der diplomierte PR-Berater stieg nach elfjähriger Tätigkeit für Radio Aktuell bei der Kommunikationsagentur Mediapolis in die PR-Branche ein. Freicom Beziehungsmanagement und Kommunikation bietet alle Dienstleistungen der integrierten Kommunikation an und beschäftigt rund 30 Mitarbeitende.

Das Fondue für Verlierer

Käse Burson-Marsteller in Bern hat für Emmis Marke Gerber die Fondue-Saison mit einer Serie von neuen Spots eröffnet.

Käse Burson-Marsteller in Bern hat für Emmis Marke Gerber die Fondue-Saison mit einer Serie von neuen Spots eröffnet.Den Status der Schweizer Nationalspeise erlangte das Fondue vor etwa 50 Jahren. Damals schaffte der geschmolzene Käse den Sprung auf den offiziellen Speisezettel der Armee und von dort immer mehr auch in die privaten Haushalte. Auf Grund dieses Ursprungs war Fondue-Kochen deshalb lange eine reine Männersache. Aber da Männer zu jenen Zeiten noch nicht so bewandert im Kochen waren, zeigten sich sicher viele erleichtert, als Gerber vor rund 40 Jahren das erste Fertigfondue auf den Markt brachte. Die Mischung war bei echten Fondue-Liebhabern verpönt, konnte sich aber durchsetzen – denn ein echtes Gerber-Fondue war nach zwei Gläschen Kirsch von den meisten handgeriebenen Spezialmischungen kaum mehr zu unterscheiden. Seit 2004 gehört Gerber zum Milchkonzern Emmi. Aber die rund um den Fondue-Plausch inszenierte Gemütlichkeit ist auch bei den heutigen Generationen immer noch die gleiche, wie jetzt Burson-Marsteller in einer neuen Kampagne für Gerber in Erinnerung ruft.
Die Spots erzählen Kurzgeschichten, in denen man Menschen in zuerst unverständlichen Situationen sieht. So dreht ein Eishockeyspieler eine Pirouette wie eine Eiskönigin. Dann folgt als Auflösung die Frage:  «Wann haben Sie das letzte Mal Ihr Brot im Fondue verloren?» Es geht hier um den alten Brauch, dass jemand eine Strafe ausbaden muss, wenn er sein Brot im Käse verliert.
Realisiert wurden die Spots von Recycled TV in Bern. Als Schlussbild zeigen sie neben der gemütlich in die Kamera lächelnden Fondue-Runde auch einen Packshot eines neuen «Fondue & Dip». Dieses neue Convenience-Produkt bringt das «Fondue zum Dippen» in einem speziellen Doppelkammerbecher. In einem Teil des Bechers findet sich eine kleine Portion Schweizer Käse-Fondue für den Mikrowellenofen. In der anderen Kammer werden knusprige italienische Dip-Tronchetti mitgeliefert.
Andreas Panzeri

Ninetofive organisiert Kleinagenturen

Die junge Zürcher Firma Highfive hat eine neue webbasierte Projektmanagement-Applikation für kompakte Kommunikationsagenturen, Projektteams und Einzelfirmen entwickelt.

Die junge Zürcher Firma Highfive hat eine neue webbasierte Projektmanagement-Applikation für kompakte Kommunikationsagenturen, Projektteams und Einzelfirmen entwickelt. Mit Ninetofive können Adressen, Jobs, Meetings und Budgets via Internetbrowser effizient organisiert werden. Das Tool ist bereits bei Ruf Lanz, DD Com Communication Arts und Kilian Gasser Werbeakquisition und Verlagsberatung im Einsatz. Auf der Website kann die Demoversion kostenlos getestet werden. Ins Leben gerufen haben die Applikation zwei Programmierer, zwei Gestalterinnen und ein Projektmanager.

René Eugster vertritt Schweiz in der Jury des John Caples Award

Über tausend Einreichungen aus knapp 50 Ländern wurden vergangene Woche in New York beim John Caples International Award einem intensiven Jury-Prozess unterzogen. René Eugster vertrat die Schweiz.

Über tausend Einreichungen aus knapp 50 Ländern wurden vergangene Woche in New York beim John Caples International Award einem intensiven Jury-Prozess unterzogen. René Eugster, CD der Agentur am Flughafen in Altenrhein, vertrat dieses Jahr die Schweiz. Als Mitglied der Finaljury werden nur Kreativdirektoren oder Kreativgeschäftsführer mit mindestens zehn Jahren Erfahrung akzeptiert. Die Jury wurde auf Eugster aufmerksam, da dieser mit seiner Agentur beim John Caples International Award als einziger Schweizer bereits Edelmetall gewonnen sowie eine weitere Finalplatzierung erreicht hat. Der 1978 gegründete John Caples International Award, gilt neben Cannes Direct als der wohl weltweit prestigeträchtigste Bewerb für kreatives Direktmarketing. Die diesjährigen Finalisten werden Ende Dezember 2006 bekannt gegeben, die Gewinner werden am 8. März 2007 im Rahmen der Caples Night gekürt.

Freiburger Nachrichten arbeitet enger zusammen mit Espace Media

Die Freiburger Nachrichten drucken auch künftig bei der Freiburger Paulusdruckerei. Nicht durchgesetzt hat sich damit das Angebot der Berner Espace Media Groupe. Die Zeitung möchte aber in Zukunft die Arbeit mit dem Medienhaus verstärken.

Die Freiburger Nachrichten drucken auch künftig bei der Freiburger Paulusdruckerei. Nicht durchgesetzt hat sich damit das Angebot der Berner Espace Media Groupe. Die Zeitung möchte aber in Zukunft die Arbeit mit dem Medienhaus verstärken. Die beiden Angebote der Paulusdruckerei und der Espace Media Groupe seien vergleichbar gewesen, sagte Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Freiburger Nachrichten am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Man habe sich daher bei vergleichbaren Konditionen für die kommenden drei Jahre für die Freiburger Druckerei entschieden, bei der die Zeitung seit 1875 gedruckt wird. Ein Entscheid für das Berner Angebot hätte im zweisprachigen Kanton Freiburg wohl hohe politische Wellen geworfen. Im Vorfeld wurden Befürchtungen um den Zusammenhalt der Sprachgemeinschaften und um die Marginalisierung des zweisprachigen Kantons Freiburg laut.
Bei der Paulusdruckerei profitierten die Freiburger Nachrichten zudem von einer Modernisierung der Rotationsmaschine und der erneuerten Speditionsanlage, begründete der Verwaltungsrat seinen Entscheid in einer Mitteilung vom Mittwoch. In Zukunft erscheinen alle Seiten vierfarbig. Dadurch können auch die Inserate besser platziert werden.
Zusammenarbeit mit Espace soll intensiviert werden Weiterhin festhalten will der Verwaltungsrat der Freiburger Nachrichten an der Zusammenarbeit mit der Berner Espace Media Groupe. Die seit fünf Jahren bestehende Kooperation in den Bereichen Redaktion, Inseratekombination und Informatik soll in den kommenden Jahren sogar intensiviert und ausgebaut werden. Verhandlungen sind für das kommende Jahr geplant. Der Verwaltungsrat begründet diesen Schritt mit den grossen Umwälzungen in der Schweizer Presselandschaft. Kooperationsmodelle seien für die regionale Tagespresse von existenzieller Bedeutung. Die Freiburger Nachrichten sollen aber nach wie vor eine eigenständige und unabhängige Zeitung bleiben.

Zu guter Letzt: U1 vermittelt Fernsehgast

Bei der Werbewoche treffen täglich Dutzende von Medienmitteilung ein. Bei manchen ist nicht immer erkennbar, wo die Kernbotschaft liegt oder auf was sie abzielen. So erging es der Redaktion auch bei einer Mitteilung von U1 TV.

Bei der Werbewoche treffen täglich Dutzende von Medienmitteilung ein. Bei manchen ist nicht immer erkennbar, wo die Kernbotschaft liegt oder auf was sie abzielen. So erging es der Redaktion auch bei einer Mitteilung von U1 TV. Wollte der Fernsehsender hier eine brisante Nachricht verkünden oder die Leser einfach mit einem heiteren Schulaufsatzton belustigen? Wir sind uns uneinig, entscheiden Sie selbst: «Am Dienstag-Nachmittag fing die grosse Suche an. Herr Kieser vom Kieser Training meldete sich am Empfang von U1 TV für die Aufzeichnung einer Sendung. Niemand wusste, wer ihn angeblich für eine Aufzeichnung ins Studio bestellt haben sollte – die grosse Suche begann…
Herr Kieser von Kieser Training AG steht am Empfang von U1 TV und fragt nach Frau Muster*. Doch bei U1 TV ist keine Frau Muster* angestellt und kein Herr Kieser als Gast eingetragen. Ist Herr Kieser vielleicht einfach bei der falschen Fernsehstation gelandet? Er ist überzeugt, dass es hier sein muss, da er sich bereits bei einer anderen Fernsehstation gemeldet hat und sie ihn hierher zu U1 TV geschickt haben. Herr Kieser war schon einmal zu Gast bei Klaus J. Stöhlker und fühlte sich auch schon dementsprechend heimisch. Doch wer war bloss diese ominöse Frau Muster* und um was für eine Sendung, die nicht auf dem Sendeplan stand, sollte es sich handeln?
Schliesslich klapperte die Geschäftsführerin Frau Schartl mit Herrn Kieser die gesamte Redaktion ab, auf der Suche nach Information – ergebnislos. Doch Frau Schartls Detektivsinn war geweckt, sie würde nicht aufgeben, bis sie Herrn Kiesers Rätsel gelüftet haben würde. Entschlossen setzte sie sich ans Telefon und rief eine Reihe von Fernsehstationen an, um herauszufinden, wo eine Frau Muster* beschäftigt sei. Schliesslich wurde sie fündig und zwar genau bei der Fernsehstation, die Herrn Kieser zu U1 TV geschickt hat! Um noch weitere Irrwege zu vermeiden, hat Frau Schartl Herrn Kieser doch tatsächlich noch zur besagten Fernsehstation gebracht, um ihn dort sicher abzusetzen.» *Name von der U1-Redaktion geändert

Bei Lowe fliegen Nilpferde auf South African Airways

Die Kreativagentur Lowe Zürich hat eine breit angelegte Werbekampagne für den bequemsten Business Class Sitz der Welt kreiert. Sie ist in Frankreich und in der Schweiz zu sehen.

Die Kreativagentur Lowe Zürich hat eine breit angelegte Werbekampagne für den bequemsten Business Class Sitz der Welt kreiert. Sie ist in Frankreich und in der Schweiz zu sehen. Denn die Fluggäste zwischen Zürich und Paris kommen nun neu auch in den Genuss der 2 Meter langen Flachliegebetten mit Massagefunktion. Als Eyecatcher der Kampagne fungiert das afrikanische Flusspferd Humphrey. Es ist auf den Plakaten und auch «live» im Rahmen der Promotionsveranstaltung auf den Flughäfen zu sehen, die noch bis am 29. November dauert.

Auch Ringier gibt Printtiteln die Internet-Spritze

Um das Werbegeschäft der zahlreichen Printprodukte zu stärken, forciert der Ringier Verlag das Medium Internet. Wie Verleger Michael Ringier am Herbst-Medienfrühstück in Zürich sagte, sei das die einzige Möglichkeit, um auch künftig die Werbeeinnahmen zu sichern.

Um das Werbegeschäft der zahlreichen Printprodukte zu stärken, forciert der Ringier Verlag das Medium Internet. Wie Verleger Michael Ringier am Herbst-Medienfrühstück in Zürich sagte, sei das die einzige Möglichkeit, um auch künftig die Werbeeinnahmen zu sichern. Das Internet habe die Geschäftsbasis des grössten Schweizer Verlages massiv verändert. In seinem Verlag werde deshalb 2007 die Digitalisierung stark vorangetrieben. Profitieren will Ringier von der heutigen Lücke zwischen Internetnutzung und Internet-Werbegeschäft. So holten sich heute die Jungen bereits rund 20 Prozent ihres Medienkonsums aus dem Netz. Gleichzeitig würden aber weniger als 5 Prozent des Werbegeschäfts im Internet generiert. Übungsfeld in Sachen Multimedia: Cash daily Cash daily sei das Beispiel, wohin bei seinem Verlag die Reise geht, sagte Ringier weiter. Die enge Verbindung zur entsprechenden Internet-Plattform und weiteren Produkten der Cash-Familie bringe den Lesern multimediale Angebote vom Webpaper über Hörangebote bis zu Videos, TV oder Podcasts. Das neue multimediale Angebot kommt laut Ringier beim Kunden gut an, konkrete Nutzerzahlen liegen jedoch noch nicht vor. Mit täglich rund 70’000 Exemplaren erreiche das kostenlose Cash daily heute rund 120’000 Leser. Nächstes Jahr wird ein Absatz von 100’000 Exemplaren angepeilt. Harte Nutzerdaten folgen 2007.
Das im Mai lancierte Gratisblatt Heute, dessen Entwicklung mit täglich 170’000 verteilten Exemplaren laut Ringier-CEO Martin Werfeli vielversprechend ist, sei ebenfalls ein guter Start gelungen. Er räumte aber ein, dass man beiden neu lancierten Gratisblättern drei bis fünf Jahre Zeit gebe, um rentabel zu werden.
Der Blick wird neu lanciert Nur Andeutungen machte Ringier zum Boulevard-Blatt Blick, dessen Auflagerückgang weiter andauert. Dazu mache man sich zurzeit «sehr weitgehende Gedanken», sagte Ringier. Änderungen und Investitionen beim Blick seien 2007 ein Schwerpunkt. Klar ist, dass – passend zur Internet-Strategie – Blick-Online deutlich ausgebaut wird. Derzeit sucht der Verlag auf der Website des Blick 150 Personen aus den Kantonen Luzern und Zürich, die sich einem Readerscan unterziehen. Gesucht werden Daten, die zeigen, wie der Blick gelesen wird.
 
Werfeli sprach im Zusammenhang mit allen Neulancierungen von einem absoluten Rekordjahr 2006. So habe der Verlag 14 neue Titel auf den Markt gebracht – ein guter Teil in Osteueropa. Die Neulancierungen führten 2006 zu einem weiteren Anstieg des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich (2005: 1,26 Milliarden Franken). Wegen der hohen Neulancierungs-Kosten werde der Gewinn dagegen schrumpfen.

Lanz Events lanciert den EventCheck

Die Herrliberger Eventspezialistin Lanz Events hat eine neue Dienstleistung im Angebot. Sie analysiert für interessierte Unternehmen die Event-Qualität.

Die Herrliberger Eventspezialistin Lanz Events hat eine neue Dienstleistung im Angebot. Sie analysiert für interessierte Unternehmen die Event-Qualität. Erhältlich ist der EventCheck «Standard», ein Vorort-Check von über 80 Prüfpunkten, der EventCheck «Komplett», der den Check vom Einladungsprozess über den Vorort-Check bis zur Nachbearbeitung umfasst und der EventCheck «Individuell», der den Check von individuellen Prüfpunkten zulässt. «Gedacht ist der EventCheck als abgeschlossenes Projekt», sagt Rolf Lanz von Lanz Events gegenüber der Werbewoche. Die Kosten für den EventCheck «Standard» überschreiten die Tausender-Grenze nicht. Vor allem eigne sich der Check für Unternehmen, die ihre Events regelmässig durchführen. Ob es sich um einen Kunden-, Lieferanten-Anlass, um eine Pressekonferenz oder Generalversammlung handelt, ist dabei nicht wesentlich. «Ebenso denkbar ist der Check im Sponsoringbereich, etwa wenn man wissen will, ob man als Sponsor eines Anlasses wahrgenommen wird», führt Lanz weiter aus.
Beim EventCheck handelt es sich um eine Analyse anhand einer Checkliste durch einen Eventspezialisten. Dieser besucht, analysiert und bewertet den Event aus der Sicht eines Gastes oder eines VIP’s und hält die Erkenntnisse nach objektiven Fakten und subjektiven Empfindungen fest. Der Kunde erhält einen schriftlichen Bericht mit der Beurteilung, unter Berücksichtigung der Ziele, der Botschaft und der Unternehmenspersönlichkeit. Aus diesem geht hervor, wo bei der Event-Qualität Handlungsbedarf besteht und welche Massnahmen zur Optimierung der künftigen Events Erfolg versprechend sind.
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