Aufschläge bei Papier

Papier M-real Zanders wird auf Januar 2007 die Verkaufspreise für sein Selbstdurchschreibepapier erhöhen.

Papier M-real Zanders wird auf Januar 2007 die Verkaufspreise für sein Selbstdurchschreibepapier Zanders autocopy (Rollenware) in den wesentlichen Märkten um 6 Prozent erhöhen. Der Konzern begründet die Preiserhöhung mit weiter gestiegenen Kosten für Energie, Zellstoff und Transport.

Projektbezogene Zusammenarbeit

Druck Die Koenig & Bauer AG und die Heidelberger Druckmaschinen AG haben kürzlich eine Kooperation vorgestellt.

Druck Die Koenig & Bauer AG und die Heidelberger Druckmaschinen AG haben kürzlich ein gemeinsames Konzept zur Standardisierung von UV- und Hybrid-Anwendungen vorgestellt. Das Konzept bietet den UV- und Hybriddruckern mehr Sicherheit und Vorhersehbarkeit bei den entsprechenden Verbrauchsmaterialien. Diese Absichtserklärung sieht die Ausarbeitung, Festlegung und Einführung von allgemeingültigen öffentlichen Standards durch Zertifizierung und Akkreditierung von UV- und Hybridfarben, allgemeingültigen öffentlichen Standards durch Zertifizierung Druckmaschinen-verträglicher Hilfs- und Betriebsmittel sowie allgemeingültigen öffentlichen Abdruckformen und Abdrucknormen für UV- und Hybridfarben vor.

Alte Tante bewegt sich doch

Tagespresse Die NZZ optimiert ihr Blatt und den Online-Auftritt, hält sich über weitergehende Pläne jedoch bedeckt.

Tagespresse Die NZZ optimiert ihr Blatt und den Online-Auftritt, hält sich über weitergehende Pläne jedoch bedeckt.Kürzlich hat die NZZ unter dem Stichwort «Optimierungen» eine Reihe von Neuerungen angekündigt. Sie bestehen wesentlich aus einer Teilfusion der Print- und Online-Redaktion, dem Verschwinden von Beilagen und der Kulturagenda NZZ-Ticket, entsprechender Aufrüstung im Internet, dem Launch eines neuen Lifestyle-Magazins sowie einem Stellenabbau (siehe unten). Die Veränderungen stiessen vor allem im Medienspiegel, dem Weblog von Ex-NZZ Mann Martin Hitz, auf Kritik. Besonders im Internet sei die NZZ mutlos und zu wenig offensiv. «Die Forderung nach mehr Mut bei der NZZ können wir durchaus erfüllen», diese müsse jedoch mit der Kultur des Hauses übereinstimmen, meint dazu Daniel Hofer, seit bald einem Jahr NZZ-Verlagsdirektor. Erfahrungsgemäss verträgt diese Kultur nicht allzu viele Umstellungen aufs Mal.
Obwohl die angekündigten Umbauten bei der alten Tante bloss erste Schritte einer Reihe von geplanten Veränderungen sind, will Hofer die anderen Ideen der NZZ-Visionäre nicht weiter konkretisieren. Man sei daran, sämtliche Produkte zu analysieren und diese Step by Step anzupassen. Doch Hofer gibt zu, dass es im Internet weiterer Anstrengungen bedarf. «Im Online-Bereich müssen wir noch markante Schritte machen.»
Eine technische Vorbedingung für die Individualisierung von Angeboten, die über verschiedene elektronische Kanäle verbreitet werden sollen, scheint das neue und schon seit geraumer Zeit angekündigte Contentmanagement-System zu sein, das laut Hofer im kommenden Frühjahr eingeführt werden soll.
Grundsätzlich soll die NZZ multimedialer werden und die Inhalte nach Medien differenzieren. «Die Grundinformationen wollen wir möglichst rasch anbieten, den Hintergrund und die Analyse dann in der Zeitung», sagt Hofer.
So weit wie die Kollegen bei Ringier mit ihrer Wirtschaftsplattform Cash daily will man bei der NZZ aber nicht gehen. Die Grundelemente Website, E-paper, Mobile und TV seien zwar mit der NZZ identisch, die Verknüpfung der Elemente bei Cash daily jedoch vergleichsweise konsequenter umgesetzt. Doch das Multitasking der Cash-daily-Journalisten funktioniere nur bis zu einem gewissen Punkt. Content recherchieren, einen Podcast besprechen, einen Text schreiben und zum gleichen Thema eine Handycam bedienen, werde zum Problem, wenn es um inhaltliche Tiefe gehe, ist Hofer überzeugt. Bislang hat die NZZ bei der Aufbereitung der Inhalte nicht stark differenziert. «Doch das kommt, wenn auch nicht in gleicher Konsequenz wie bei Cash daily», sagt Hofer.
Laut Hofer schreibt das Blatt nach wie vor rote Zahlen. Im letzten Jahr lag das Unternehmensergebnis mit 1,8 Millionen Franken im Minus. Aktuelle Zahlen sind derzeit keine präsentierbar, weil die Aktionäre noch nicht informiert worden sind. «In diesem Jahr haben wir jedoch signifikante Fortschritte gemacht und werden sicher in Richtung schwarze Zahlen steuern» sagt Hofer.
Die Optimierungen sind auch als Sparmassnahmen zu verstehen, streicht die NZZ doch zwischen 10 und 20 Stellen. Den grössten Anteil daran hat die Einstellung der Kulturagenda NZZ-Ticket. Der Abbau geschieht teilweise über frühzeitige Pensionierungen, ein Sozialplan ist vorgesehen.
Das wird bei der NZZ neuGemeinsame Nachrichten- und Abschlussredaktion für die NZZ und das Internet Portal NZZ Online.
Verbesserte Leserführung in der NZZ, zum Beispiel auf der Frontseite.Neue Ordnung und inhaltliche Erweiterung der Bünde.Freizeit- und Ausgehangebot auf NZZ Online mit serviceorientierter Agenda-Datenbank anstelle der bisherigen Ausgeh-Agenda NZZ-Ticket.Launch eines neuen Lifestyle-Magazins «Z» anstelle der bisherigen Mode-, Uhren- und Schmuck-Spezialbeilagen. Kontinuierlicher Ausbau von NZZ Online im Bereich Internet/Mobile.Launch von NZZ Podium, eine neue Veranstaltungsreihe der NZZ.Abbau von 10 bis 20 Stellen. René Worni

Heiri Müller geht für Musikkarriere in Frühpension

Der Moderator der «Tagesschau», Heiri Müller (60), geht frühzeitig in Pension. Er wird seine letzte «Tagesschau» am Freitag, 15. Juni 2007 moderieren und sich danach ganz der Musik widmen.

Der Moderator der «Tagesschau», Heiri Müller (60), geht frühzeitig in Pension. Er wird seine letzte «Tagesschau» am Freitag, 15. Juni 2007, moderieren. Heiri Müller wird bis im März 2007 wie gewohnt als Moderator und Redaktor arbeiten. Von März bis zum 15. Juni 2007 wird er nur noch moderieren. Der Grund: Er will für seine Leidenschaft, das Musizieren, mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Vor zwei Jahres erschien seine erste CD mit dem Titel «Footsteps», die zweite CD heisst «Chain of Pearls». Müller arbeitet seit 1980 beim Schweizer Fernsehen. Zuerst war er für das «CH-Magazin» und die «Rundschau» tätig. Seit 1985 ist er bei der «Tagesschau».

Conny Brügger und Patrick Hässig moderieren im neuen SF-Kinderprogramm

Ab dem 1. Januar 2007 bietet das Schweizer Fernsehen mit «Tubii» den Kindern ein überarbeitetes Programm. Neu sind verschiedene Serien und Sitcoms aber auch Eigenproduktionen.

Ab dem 1. Januar 2007 bietet das Schweizer Fernsehen mit «Tubii» den Kindern ein überarbeitetes Programm. Neu sind verschiedene Serien und Sitcoms aber auch Eigenproduktionen. Das neue, tägliche Wissens- und Geschicklichkeitsspiel «Die Gameshow» moderieren Conny Brügger und Patrick Hässig. Bereits am Sonntag, 3. Dezember 2006 startet die Sendung «Topjob». Ausschlag für die Konzeption eines neuen Kinderprogramms gab der auslaufende Vertrag mit der in München ansässigen Produktions- und Vertriebsfirma EM.TV (siehe
). Zu den bewährten Sendungen kommen neue Serien verschiedener Programmanbieter hinzu, wie zum Beispiel «Hier ist Ian», «Pettersson und Findus» oder «Woofy». Neu sind auch wieder Kinder im Studio präsent. Am 1. Januar 2007 startet um 12.25 Uhr auf SF zwei «Die Gameshow». In dieser neuen Wissens- und Geschicklichkeitsshow treten zwei Teams gegeneinander an, die von ihren Schulklassen unterstützt werden. In den ersten zwei Runden ist Köpfchen gefragt. In der dritten und letzten Runde fliegen die beiden Teams auf einem pfeilschnellen Gefährt durch eine virtuelle Welt. Die Show wird jeweils von Conny Brügger oder Patrick Hässig moderiert. Hässig stösst neu zum SF-Moderationsteam, bleibt aber weiterhin bei Schweizer Radio DRS tätig und präsentiert die «DRS 3 – Hitparade».
Eine weitere Neuerung des Kinderprogramms ist schon ab dem 3. Dezember 2006 zu sehen. Jeweils am Sonntag um 9.25 Uhr können die Kids mit «Topjob» eine Reise durch die Schweizer Berufswelt unternehmen. «Topjob» ist die erste SRG-Produktion, bei der die Kinder- und Jugendprogramme aller vier Sprachregionen mitmachen. Für jede Sprachregion sind zwei Jungmoderatoren auf beruflichem Schnupperkurs unterwegs.

Frisch aus der Gefriertruhe

Food Die Migros setzt mit einem TV-Spot ihre Frische-Offensive fort. Diesmal im Tiefkühlsortiment.

Food Die Migros setzt mit einem TV-Spot ihre Frische-Offensive fort. Diesmal im Tiefkühlsortiment. Über Tiefkühlkost ist man bekanntlich geteilter Meinung. Die einen mögen sie, weil sie mit geringem Aufwand schnell zubereitet ist. Andere wiederum vertreiben damit Gäste, die man schnell wieder los sein möchte. Im Feinschmeckerland Schweiz sind Tiefkühlprodukte zwar cool, aber nicht heiss begehrt. Man mag es lieber frisch und bio. Weil die Qualität der Fertiggerichte Land auf und ab unterschätzt wird, lanciert Migros zusammen mit der Werbeagentur Exxtra Kommunikation eine neue Kampagne. Sie soll die Leaderposition der Migros im Tiefkühlbereich stärken. Dazu produzierte Exxtra Kommunikation für den Detailhandelsriesen einen TV-Spot. Regisseur Gus Filgate inszeniert eine alltägliche Szene in einer Profiküche.
Das Bild gefriert schlagartigEs wird emsig gearbeitet. Frischprodukte aus der Migros werden mit grösster Sorgfalt, Präzision und Schnelligkeit zubereitet. Muscheln da, ein saftiges Steak hier und süsse Beeren dort. Frisch und farbig präsentiert sich das Gemüse. Plötzlich ist aber Schluss mit den visuellen Gaumenfreuden. Auch die Musik hört auf zu spielen. Mitten in der Szene friert das Bild schlagartig ein – eine Metapher für die Herstellung der Tiefkühlprodukte. Eine Stimme erklärt: «Fast alles, was es in der Migros frisch gibt, gibt es auch tiefgefroren.»
Migros ist in der Schweiz Marktleader bei Tiefkühlprodukten und bietet die grösste Auswahl der ganzen Schweiz an. Gemäss einer Umfrage wird jedoch die Breite des Sortiments von Konsumenten zu wenig wahrgenommen. Mit dem TV-Spot soll der Konsument dort abgeholt werden, wo Migros ihre Kernkompetenz hat: Beim Angebot an frischen Produkten. Migros bietet über 650 Produkte im Tiefkühlsortiment an.
Christian Lüscher

TBWA bastelt rosige Zeiten für Sony Playstation

Rechtzeitig aufs Weihnachtsgeschäft bringt Sony eine pinkfarbene Playstation 2 in die Läden. Das freut natürlich vor allem die jungen weiblichen Gamer. Jetzt ist eine Spielkonsole passend zu Outfit und Schminktisch erhältlich.

Rechtzeitig aufs Weihnachtsgeschäft bringt Sony eine pinkfarbene Playstation 2 in die Läden. Das freut natürlich vor allem die jungen weiblichen Gamer. Jetzt ist eine Spielkonsole passend zu Outfit und Schminktisch erhältlich. TBWA Zürich wurde beauftragt, eigens für den Schweizer Markt eine Anzeige mit zwei verschiedenen Botschaften zu kreieren. Zum einen soll eine junge weibliche Zielgruppe angesprochen werden, die sich die Pink PS2 selber kauft. Und zum anderen positioniert man sie als ideale Geschenkidee für Eltern, Grosseltern und Götti. Herausgekommen ist dabei eine einfache wie überzeugende Idee: Rosarote Farbspuren auf einem Perserteppich lassen darauf schliessen, dass die Kids bis anhin ihrer Playstation per Spraydose ein pinkfarbenes Outfit verpassten.

Etwas grösser, bitte!

Grossformatdruck Bei Fujifilm Schweiz können Kunden zwischen Grossformat-Drucksystemen unterschiedlicher Hersteller wählen.

Grossformatdruck Bei Fujifilm Schweiz können Kunden zwischen Grossformat-Drucksystemen unterschiedlicher Hersteller wählen.Wer die Wahl hat, hat die Qual – und ist meistens bei einem Lieferanten gut bedient, der konkurrierende Lösungen unter einem Dach anbietet. Das gilt auch im grossformatigen Druck. Ein solches Unternehmen, das hier direktes Vergleichen ermöglicht, ist die Fujifilm Schweiz (Fujifilm), die seit der Übernahme der CBC imaging solutions, Wädenswil, im September 2006 neben den angestammten Epson-Druckern nun auch Grossformatdrucker von Hewlett-Packard (HP) und Canon anbietet.Grafische Betriebe und vor allem Fotografen im VisierDie Vergleichbarkeit der Systeme vor Ort hat grosse Vorteile, weil die Wahl des «richtigen» Grossformatdruckers sonst zum schwierigen Unterfangen wird. Begonnen bei der Druckbreite über die Geschwindigkeit und Ausstattung, die Haltbarkeit des Drucks/der Tinte bis natürlich dem Preis sind die Systeme sonst nur sehr schwer vergleichbar. «Die Anforderungen des Kunden sollten deshalb im Vordergrund stehen», erklärt Christian Broglie, Bereichsleiter bei Fujifilm Schweiz.
Um seinen Kunden hier weiterzuhelfen, stellte das Unternehmen sein neues bzw. erweitertes Portfolio kürzlich anlässlich eines Kunden-Events vor, den das Unternehmen im Hauptsitz in Dielsdorf Mitte November organisierte. Hauptzielgruppe des Events waren neben Druckereien vornehmlich Fotostudios bzw. Fotografen.
«Fotografen», so Christian Broglie, «sind im Vergleich zu grafischen Unternehmen deutlich preissensitivere Kunden.» Das liege daran, dass das Fotogeschäft kaum grosse Investitionen erlaube. Auf der anderen Seite ist durch das Wegbrechen der filmbasierenden Fotovergrösserungen ein grösserer Bedarf an grossformatigen Drucken bzw. an gedruckten Postern oder Fotovergrösserungen entstanden. Zudem verfügen auch Private zunehmend über hochwertige Daten, die sie schon mal als grossformatiges Poster ausgedruckt haben möchten.
HP Z3100 stand als Schweizer Premiere im MittelpunktTrotz grossgeschriebener Herstellerneutralität stand ein Produkt von HP im Mittelpunkt des Kunden-Events. Der Grund liegt dem Vernehmen nach in der kürzlich erfolgten Erweiterung der DesignJet-Produktlinie seitens HP um die Modelle Z2100 und Z3100.
Die neuen, bei Fujifilm erstmals in der Schweiz gezeigten und ab Anfang Dezember in den Handel kommenden Large-Format-Drucker ermöglichen als Besonderheit die Verwendung von bis zu zwölf Farben. Beim HP DesignJet Z3100 Photo stehen neben den klassischen CMYK-Farben noch Cyan- und Magenta-Light, Rot, Grün, Hellgrau, Mattschwarz, Fotoschwarz und eine den Glanz verstärkende sowie das Bronzing vermindernde Tinte (Gloss Enhancer) zur Verfügung.
Einzigartig ist beim neuen Drucker die integrierte und umfassende Farbmanagement-Lösung samt eingebautem Spektralfotometer. Nach der fotometrischen Messung des Bedruckstoffs dank der integrierten «i1»-Messtechnik von GretagMacbeth (gehört seit Mitte 2006 zum amerikanischen Farbmanagement-Anbieter X-rite) stellt sich der Drucker dank integrierter Messtechnik auf den nachfolgenden Auftrag ein und ermöglicht durch Errechnung und Anwendung eines Colormanagement-Profils weitestgehend farbverbindliche Drucke. Bei der Druckausgabe können derart auch Euroskala-, Fogra- und andere Druckstandards berücksichtigt werden. Dieses Vorgehen erspart separates Kalibrieren im Vorfeld – und somit Zeit.
Der grösste Drucker von Canon, die höchste Auflösung von EpsonWas das Druckformat angeht, hat Canon in dieser Geräteklasse die Nase vorn. Mit der Einführung neuer Grossformatdrucker und nicht zuletzt mit dem imagePrograf iPF9000 Mitte Jahr hat der japanische Industriekonzern deutliche Signale gesetzt und demonstriert, dass man den Grossformatdruck sehr ernst nimmt. Das ebenfalls in Dielsdorf ausgestellte, 60 Zoll breite Materialien bedruckende Gerät ist in diesem Segment derzeit nicht nur was die Arbeitsbreite, sondern auch was die Druckgeschindigkeit angeht, unschlagbar.
Epson ist bei den grossformatigen Systemen derzeit im Zugzwang. Im Vergleich mit dem Mitbewerb klafft bei den grösseren Systemen eine Lücke; bezüglich Druckgeschwindigkeit und Anzahl Farben hinkt Epson den Mitbewerbern hinterher. Das grösste und bei Fujifilm Schweiz nicht ausgestellte Drucksystem von Epson, der Stylus Pro 9800, verfügt dabei zwar «nur» über ein Achtfarben-Drucksystem, empfiehlt sich dafür aber mit 1440 x 2880 dpi und damit der höchsten Ausgabeauflösung unter den drei Kontrahenten.
So bleibt insgesamt die Qual der Wahl immer noch bestehen. Jedes Drucksystem verfügt über spezifische Vorteile gegenüber dem Mitbewerberprodukt: Integriertes Colormanagement und sparsamer Tintenverbrauch bei HP, grösstes Druckformat bei Canon und die höchste Auflösung bei Epson. Direkte Vergleiche mit idealerweise eigenen druckfähigen Daten helfen schliesslich bei der Entscheidungsfindung.
Jürgen Franck

Nicht brav, aber vertragstreu

Anzeigen Grössere Eigenregieverlage erwägen die Einführung eines Direktbuchungsrabatts. Und Verlage in Publicitas-Regie? Die meisten halten sich (noch) zurück – und an ihre Verträge.

Anzeigen Grössere Eigenregieverlage erwägen die Einführung eines Direktbuchungsrabatts. Und Verlage in Publicitas-Regie? Die meisten halten sich (noch) zurück – und an ihre Verträge.Seit Ringier wie bereits Tamedia einen Rabatt für direkt buchende Media-Agenturen anbietet, sei unter den Verlagen ein verstärkter print-interner Kampf um Marktanteile lanciert worden, der letztlich die Einkünfte der Verlage schmälern dürfte. So warnte Publipresse-Generaldirektor Otto Meier im Interview in der letzten Ausgabe der Werbewoche. «Dieser Kampf um Marktanteile bleibt nicht nur auf die Eigenregietitel beschränkt», sagte Meier. «Auch Regietitel der P befassen sich mit dieser Frage, um gleich lange Spiesse zu haben.»Die Werbewoche fragte bei grösseren Regietiteln nach, wie sie es mit dem Direktbuchungsrabatt halten. «Wir prüfen einen Rabatt. Insbesondere überlegen wir, was zu tun ist, falls eine Direktbuchungsentschädigung zum State of the art wird», sagt etwa Daniel Ehrat, Verlagsleiter beim St. Galler Tagblatt. Im Übrigen würden Verlag und P noch diese Woche zusammensitzen und danach eine «geeinte Meinung» zum Thema vertreten.
Keinen solchen Termin gibt es in Baden. «Ein Direktbuchungsrabatt ist für uns noch kein Thema, aber ich habe Verständnis für alle, die ihn einführen», sagt Ueli Eckstein, Leiter Printmedien der AZ Medien Gruppe. Und wenn für die AZ Nachteile auftreten sollten? «Da wird man dann kreativ», sagt er. Auf jeden Fall würde er dann «rasch und intensiv» mit der P das Gespräch suchen.
«Nicht brav, aber vertragstreu» ist die LZ-Medien gemäss ihrem CEO Erwin Bachmann. «Unsere Vereinbarungen mit der P lassen nun mal keine einseitigen Veränderungen zu, daran halten wir uns», sagt er. Das hindere ihn aber nicht daran, gemeinsam mit der P zu überlegen, ob der Neuen Luzerner Zeitung aus dieser Situation Nachteile entstehen könnten – und wie dann darauf zu reagieren wäre.
Dem Vernehmen nach ist dies bei der Südostschweiz ebenso, doch war bis Redaktionsschluss keine offizielle Stellungnahme erhältlich.
Und bei der NZZ? Auch dort wird sich Verlagsleiter Daniel Hofer «sicher nicht über den mehrjährigen Vertrag mit der P hinwegsetzen.» Dennoch betont er: «Die Diskussion darüber, ob und wie Vorleistungen und verschiedene Auftragkanäle honoriert werden und wem diese Honorare gehören, ist notwendig.»
Klare Spielregeln gefordertWenn überhaupt, so Hofer, dann sollte ein solches Entschädigungssystem seiner Meinung nach drei Komponenten haben: Erstens müsse die Entschädigung jenen zukommen, die professionelle Vorleistungen erbringen. Zweitens sollte sie nach «transparenten, klar definierten Kriterien» abgegolten und auch gegenüber dem Werbeauftraggeber offen ausgewiesen werden. Und drittens verlangt Hofer «Konformität mit bestehenden rechtlichen Bestimmungen sowie mit den stetig steigenden Bedürfnissen im AuditBereich». «Es müssen ja zunehmend Entscheidungsprozesse und Vergütungswege dokumentiert werden», mahnt Hofer.
Klar ist aber: Auch die NZZ will keinen Wettbewerbsnachteil. Darum ist Hofer «mit dem Partner P» in ständigem Austausch. Panik sei aber nicht angezeigt, meint er, jedenfalls habe die NZZ bisher von Tamedias und Ringiers Rabatten nichts gespürt.
Vollständigkeitshalber sei hier noch an zwei Verlage mit P-Nähe erinnert, über die die Werbewoche aber schon früher berichtete: Die Basler Zeitung Medien denkt trotz P-Pacht laut über die partielle Einführung eines Rabatts nach (WW 41/06). Ähnlich Edipresse: Dort tastet man zwar den Regievertrag bei den Zeitungen nicht an, die Edipresse-Zeitschriften ohne P-Regie prüfen aber den Rabatt.
Markus Knöpfli

Tagblatt der Stadt Zürich erscheint erstmals als Wochenblatt

Das Tagblatt der Stadt Zürich ist am Mittwoch erstmals als wöchentliches Stadtmagazin im Tabloid-Format erschienen. Der Zürcher Stadtrat zeigt sich angesichts der Neuerungen nicht glücklich.

Das Tagblatt der Stadt Zürich ist am Mittwoch erstmals als wöchentliches Stadtmagazin im Tabloid-Format erschienen. Anfang November 2006 hatte Tamedia über die Neupositionierung informiert (siehe ). Neu stellt das Tagblatt die Stadt-Bewohnerinnen und –Bewohner in den Mittelpunkt, so zum Beispiel Dagmar Windisch, Produzentin des Musicals «We will rock you». Weitere Personen der aktuellen Ausgabe sind der Lichtkünstler Gerry Hofsteller sowie ein Wurmforscher. Zudem berichtet eine Redaktorin von ihren Erlebnissen als McDonald’s-Mitarbeiterin.
Neues wiederkehrendes Element bildet eine Doku-Soap. In Form eines Fotoromans werden die Tagblatt-Leser in den nächsten Wochen eine fünfköpfige Familie aus Wiedikon durch die Vorweihnachtszeit begleiten. Ausgeh-Tipps, eine Kriminalgeschichte und die Stadtrat-Kolumne vervollständigen den Inhalt, der wie bisher mit den amtlichen Meldungen ergänzt wird. Hingegen sind tagesaktuelle Meldungen aus der Politik, über Unfälle oder Gerichtsprozesse gänzlich aus dem Blatt verschwunden.
 
Der Zürcher Stadtrat ist nicht glücklich, dass das Tagblatt künftig nur noch wöchentlich erscheint, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Die Neukonzeption sei ein rein verlegerischer Entscheid gewesen, die Stadt sei aber im Vorfeld über die Gründe informiert worden. Tamedia hatte Anfang November 2006 mitgeteilt, die Stadt Zürich sei in die Konzeptgestaltung miteinbezogen worden. Der Stadtrat sieht die grundsätzlichen Anforderungen an ein Amtsblatt erfüllt, jedoch hat er der Tagblatt Ag bereits Verbesserungsvorschläge kommuniziert. Zudem werde man die weitere Entwicklung «kritisch» verfolgen.

Doppel mit viel Power und Spassfaktor

Hard-/Software Das neue MacBook Pro ist ein stimmiges Update – und wird mit Aperture 1.5 zum Dreamteam.

Hard-/Software Das neue MacBook Pro ist ein stimmiges Update – und wird mit Aperture 1.5 zum Dreamteam.Die schlechte Nachricht zuerst: Auch wer sich für ein neues, mit einem «Doppelkernprozessor» Intel Core 2 Duo ausgestattetes MacBook Pro Notebook von Apple entscheidet, muss damit rechnen, dass auch dieser Prozessor bald aktualisiert wird. So hat Intel kürzlich einen Intel Core 2 Extreme genannten, aus zwei Doppelkernen bestehenden Chip auf den Markt gebracht. Nach Intel Core Duo und Intel Core 2 Duo wäre das dann bereits die dritte Generation der Intel-Core-Prozessoren seit seiner Einführung Anfang 2006. Dennoch muss der Schritt von Apple von der PowerPC- auf die Intel-Plattform als der richtige bezeichnet werden – auch weil das Unternehmen damit nicht mehr Gefahr läuft, den wichtigen Konkurrenten hinterher zu hinken. Anständige AusstattungOb die neuen Intel-Core-2-Duo-Rechner weg gehen wie warme Semmeln, muss sich erst zeigen. Gute Voraussetzungen dafür sind jedenfalls vorhanden. Für genügend Leistung sorgen bei den neuen 15-Zöllern wahlweise 2,16 oder 2,33 GHz schnelle Core-Duo-2-Chips. Mit ebenfalls 2,33 GHz unterwegs ist auch das über einen 17 Zoll grossen, besonders hellen Bildschirm verfügende Flaggschiff. Die neuen Prozessoren sind dank des höheren Prozessortakts und der 64-Bit-Unterstützung bis gegen 40 Prozent schneller als das Vorgängermodell. Von Faktor 7 spricht Apple gar beim Vergleich mit Rechnern der letzten PowerBook-G4-Generation.
Produkte der Adobe Creative Suite, allen voran Photoshop, sind nun auf den neuen MacBook Pro schneller als auf mit der letzten Generation Power-PC-Chips ausgestatteten PowerBooks, obwohl die Programm-Suite (mit Ausnahme des seit kurzem integrierten Programms Acrobat 8) bislang noch nicht an die neuen Intel-Prozessoren angepasst wurde. Neben der höheren Taktzahl lässt sich die Performance-Steigerung auch auf weitere Optimierungen des laufend aktualisierten Betriebssystems Mac OS X 10.4.8 zurückführen.
Endlich werden die Rechner bereits in der Standardkonfiguration mit akzeptablen, 120 (15 Zoll) bzw. 160 GB (17 Zoll) grossen Harddisks ausgestattet. Wer besonders schnelle Festplatten benötigt, kann im 17-Zoll-Modell optional eine 7200 U/min schnelle, dann allerdings nur 100 GB grosse Harddisk ordern. Ein FireWire-800-Anschluss lässt diejenigen Anwender nicht im Regen stehen, die deutlich mehr Speicherplatz benötigen und gleichzeitig nicht auf schnelle externe Datenspeicher verzichten können.
Doch nicht nur bei den Anschlüssen, sondern auch beim Arbeitsspeicher zeigt sich Apple spendabel: Die Einstiegskonfiguration bei den 15-Zöllern (eigentlich beträgt die Bildschirmdiagonale 15,4 Zoll = 38,1 cm) wird als Standard mit 1 GB RAM, die mittlere Konfiguration genau wie der 17-Zöller (43,1 cm Diagonale) mit 2 GB RAM ausgeliefert. Für einen schnellen Bildaufbau sorgt schliesslich eine hochwertige Grafikkarte ATI Mobility Radeon X1600. Damit und unter Zuhilfenahme eines DVI-Kabels lassen sich die 4 Millionen Pixel auch auf einen bis zu 30 Zoll grossen Monitor, ein HD-Fernsehgerät oder an einen hochauflösenden Beamer übertragen.
Für digital aufzeichnende Fotografen ein MustGerade die Anwendung Aperture, die pünktlich zur Fotofachmesse Photokina (WW 35/2006) aktualisiert wurde, macht mit den neuen Rechnern besonders viel Sinn – und Spass. Aperture, das sich hauptsächlich, aber nicht nur an Profi-Fotografen wendet, ist die derzeit wohl umfassendste Lösung für Fotografen – vor allem nach dem (notwendigen) Update auf Version 1.5.
So können sich Anwender der 1.0-Version über das Auftrennen der Bilddatenverwaltung freuen. Nach wie vor können zwar alle Bilder in einer einzigen Bibliothek verpackt werden; zusätzlich ist es nun auch möglich, auf eine Ordnerstruktur zurückzugreifen und die Bilder auf diese Art zu organisieren. Als praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang, dass einmal importierte, aber auf externen Speichermedien abgespeicherte (Original-)Bilddaten im Zugriff verbleiben. Damit können auch grosse Datenmengen einfach transportiert und auf einfache Art zum Beispiel einem Kunden präsentiert werden.
Die Daten lassen sich dabei um den Faktor 20 – also etwa von 1,25 Terabyte auf 65 GB – komprimieren (was in etwa dem freien Platz einer üblichen 80-GB-Harddisk entspricht). Die Bilder können dabei nach wie vor bearbeitet werden, selbstverständlich ist ein Datenexport dann nur mit der Verbindung zu den Feindaten möglich.
Mehr als Aufwertung von iWork und iLife und weniger von Aperture sind Bildbestände und Listen dort nun sichtbar. Schade, gibt es noch keine Programmerweiterung für XPress oder InDesign, die dort Gleiches ermöglicht … Doch Derartiges ist vielleicht schon bald zu erwarten – jedenfalls hat Apple mit der Öffnung von Aperture dazu die Möglichkeit geschaffen. Während man bei Adobe und Quark wohl erst auf neue Versionen warten muss, nutzen Anbieter von Stock-Fotos diese Schnittstelle bereits.
Bilder bearbeiten und mit iPod synchronisierenDie Möglichkeiten, um in Aperture Farbanpassungen vorzunehmen, wurden deutlich verbessert. Die gewählten Parameter lassen sich nun als Einstellungssets speichern und derart auch auf andere Fotos anwenden. Um Bilder in zum Beispiel Photoshop weiterzuverarbeiten, wurde die neue Funktion «Im Finder zeigen» geschaffen, die via Control-Klick den Zugriff auf jedes ausserhalb der Bibliothek befindliche Bild ermöglicht. Zudem kann ein Programm festgelegt werden, damit Bilder auch ohne diesen Zwischenschritt geöffnet werden können.
Die Möglichkeiten zur Bildausgabe bei Aperture sind sehr vielfältig. Praktisch ist etwa die neu mögliche Integration in Apples Präsentationsprogramm Keynote. Damit lassen sich sehr einfach hochwertige (Bild-)Präsentationen erzeugen, ohne dass Aperture mit noch mehr Funktionen überfrachtet werden musste.
Neben einem sehr einfachen Upload von Bildseiten auf einen Mac-Account (oder via Export in eine Ordnerstruktur, der dann manuell auf einen Webserver hochgeladen werden kann) lassen sich in Aperture auch Layouts für Bücher zusammenstellen – dies auf eine Art und Weise, die manchem professionellen Layoutprogramm gut zu Gesicht stehen würde. Hip ist auch die Möglichkeit, die Aperture-Bibliothek auf einen entsprechenden iPod zu übertragen und den Bilddatenbestand mit diesem zu synchronisieren. So wird Aperture nebenbei auch zum «iTunes für Bilder».
Weitere Neuerungen in Aperture 1.5Mit der neuen Funktion für den JPEG-Export per Drag&Drop lassen sich JPEG-Dateien in andere Mac-OS-X-Anwendungen einbinden. Dabei lassen sich die Grösse und Komprimierungsqualität der Bilder steuern.
Apple öffnet die Software für Plug-In-Entwickler durch Verfügungstellung einer entsprechenden Schnittstelle.Das Umbenennen und Zuweisen von Namen wird durch verbesserte Werkzeuge vereinfacht.Möglich ist das automatische Erstellen von Ordnern und Unterordnern beim Import. Die AppleScript- und Automator- Unterstützung wurde verbessert. Neu können damit etwa Filter angewandt oder der Export von Bildern mit Metadaten (XMP) automatisiert werden.Das Hinzufügen, Verwalten und Aktualisieren von Schlagwörtern vereinfacht eine Schwebepalette, die sich zudem sperren lässt, um versehentliche Änderungen zu vermeiden.Für den Druck einzelner Bilder kann neu die Ausgabeauflösung festgelegt werden.Verbesserte Werkzeuge erlauben das Übertragen von Anpassungen für das Ausschneiden (Aperture verwendet hier in der deutschen Version fälschlicherweise den Begriff «Freistellen») und Begradigen von Bildern.Schnelles Auffinden von Bildern mit beliebigen Schlagwörtern oder ohne Schlagwörter beim Suchen nach IPTC-Informationen mit Hilfe der Schwebepalette für Suchkriterien.Bilder lassen sich anhand des Dateistatus durchsuchen.Für die Bewertung von Bildern (1 bis 5 Sterne) können jetzt die Tasten 1 bis 5 verwendet werden.Aperture kann nun mit RAW-Bildern von über 50 Kameramodellen umgehen. Neu dabei sind Fuji S2, Fuji S3 Pro und Sony A100.Aperture-1.0-Anwender können das Update gratis herunterladen. Für Interessierte stellt Apple eine auf 30 Tage limitierte, aber voll funktionsfähige Version bereit.
Jürgen Franck

Kein Musikgehör für Grautöne

Aufgefallen Andreas Panzeri über Mark van Huisselings fehlenden Sinn für Zwischentöne.

Casting Mark van Huisseling (ganz links) ist Kolumnist der Weltwoche und gilt als einziger Schweizer, der jede Woche einen mehr oder weniger grossen Star trifft und dann darüber schreibt. Damit hat er in den vergangenen Jahren reichlich Anschauungsunterricht darin bekommen, wie man sich als Star gebärdet. Er schreibt auch für die Welt am Sonntag, Financial Times Deutschland, Park Avenue oder GQ. Einem grösseren Publikum in der Schweiz ist Mark van Huisseling als Jurymitglied der Sendung «Superstar» auf 3+ bekannt geworden. Dort ist er mit seiner eigenwilligen Benotung aufgefallen. In einer Skala von 10 möglichen Punkten gab er stur nur eine 1, 5 oder 10. Die Kandidaten fanden das unprofessionell und haben für die Finalsendung am 5. Dezember mit Streik gedroht, falls van Huisseling nicht abgesetzt wird. Jetzt ist der Möchtegern-Bohlen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Eine Anerkennung für die Kandidaten, die man bei 3+ offenbar so ernst nimmt, wie es in der Werbung für die Sendung geheissen hat. Und van Huisseling hat wieder mehr Zeit für die Weltwoche. Wo sein fehlender Sinn für Zwischentöne wohl kaum mehr auffallen wird.  
Andreas Panzeri  
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