Edipresse lanciert Plattform für Rubrikanzeigen

Seit dem 15. November ist der neue Internet-Marktplatz der Edipresse online, der es den Inserenten erlaubt, ihre Anzeigen in den Printtiteln und im Internet zu platzieren. Die neue Plattform wurde in das Portal Edicom.ch integriert.

Seit dem 15. November ist der neue Internet-Marktplatz der Edipresse online, der es den Inserenten erlaubt, ihre Anzeigen in den Printtiteln und im Internet zu platzieren. Die neue Plattform wurde in das Portal Edicom.ch integriert. Rubrikanzeigen für Stellen und Immobilien können für die Tribune de Genève und 24 Heures aufgegeben werden. Zudem für die Stellenplattform Jobup.ch und für die Immobilienplattform Homegate.ch. Für Autoannoncen ist eine neue Lösung in Vorbereitung, die in Kürze in die Plattform integriert werden wird. Kleinanzeigen können nach Rubriken in der Tribune de Genève, in 24 Heure, in Matin Semaine und Terre & Nature sowie auf Swissfriends.ch aufgegeben werden. Die neue Plattform wurde von IWARE in Morges entwickelt.

BZ-Preise für Lokaljournalismus und das Swiss Press Foto vergeben

Dieses Jahr bleibt der Preis der Berner Zeitung (BZ) für Lokaljournalismus in Bern: Die beiden Bund-Journalisten Richard Aschinger und Nicole Jegerlehner überzeugten mit ihrer Serie über eine Berner Primarschulklasse, die sie während eines Jahres begleiteten.

Dieses Jahr bleibt der Preis der Berner Zeitung (BZ) für Lokaljournalismus in Bern: Die beiden Bund-Journalisten Richard Aschinger und Nicole Jegerlehner überzeugten mit ihrer Serie über eine Berner Primarschulklasse, die sie während eines Jahres begleiteten. Das Jury-Mitglied Silvia Egli von Matt lobte die Beiträge der Berner in ihrer Laudatio an der Preisverleihung am Donnerstag als «bester Journalismus, der von Sachkompetenz, langem Atem und Leidenschaft zeugt». Dies, so die Jurorin gegenüber der SDA, seien drei Dinge, die man im heutigen Journalismus oft vermisse. Den entsprechenden Preis für die französische Schweiz durfte Thierry Mertenant, Journalist bei der Tribune de Genève, entgegen nehmen.
Der Preis für das Swiss Press Foto 2006 der Espace-Medien ging ebenfalls an einen Berner. Fotograf Peter Gerber gewann die Auszeichnung mit einem Bild von Muslimen die sich auf dem Bundesplatz zum Gebet trafen, um so gegen die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen zu demonstrieren. Das Bild wurde sowohl im L’Hebdo als auch im Sonntagsblick abgedruckt. Die Jury bewertete insgesamt 1’658 Bilder von 128 Fotografen und Fotografinnen. Die besten Fotos erscheinen in einem Katalog und werden anlässlich einer Wanderausstellung in Zürich und Genf ausgestellt.
 
550 geladene Gäste waren dabei, darunter auch Gastreferent Roger Köppel, als am Donnerstag Abend die Medienpreise der Berner Espace-Gruppe, zu der auch die BZ gehört, vergeben wurden.

Bluish macht das Tagblatt der Stadt Zürich farbig

Am 29. November erschien die erste Ausgabe der Stadt Zürich im neuen Kleid. Massgeschneidert wurde das vollumfängliche Redesign von der Zürcher Agentur Bluish.

Am 29. November erschien die erste Ausgabe der Stadt Zürich im neuen Kleid. Massgeschneidert wurde das vollumfängliche Redesign von der Zürcher Agentur Bluish. Nach gewonnenem Pitch sorgte Bluish dafür, dass das Tagblatt nun einmal wöchentlich im Tabloid-Format, vierfarbig und mit viel Magazin-Charakter erscheint. Für die inhaltliche Umgestaltung samt einem personenorientierten Konzept zeichnete sich von der Konzeption bis zur Nullnummer Bluish verantwortlich.

Radio DRS befürwortet Gebührenerhöhung

Schweizer Radio DRS will den Ausbau seines journalistischen Angebots über eigene Reserven finanzieren. Mehrerträge aus der geplanten Gebührenerhöhung der SRG SSR idée suisse sollen vor allem in die DAB-Technologie fliessen.

Schweizer Radio DRS will den Ausbau seines journalistischen Angebots über eigene Reserven finanzieren. Mehrerträge aus der geplanten Gebührenerhöhung der SRG SSR idée suisse sollen vor allem in die DAB-Technologie fliessen. Stimmt der Bundesrat der beantragten Gebührenerhöhung von 6,5 Prozent zu, bekommt das Radio 13 Millionen Franken mehr Geld. Davon werden 3 Millionen Franken als Kompensation zum neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) benötigt, wie Radiodirektor Walter Rüegg am Donnerstag vor den Medien in Zürich sagte. Die restlichen zehn Millionen Franken werden unter anderem für die neue Technologie DAB (Digital Audio Broadcast) und den Aufbau von World Radio Switzerland (WRS) gebraucht. Das digitale WRS wird ein englischsprachiges Programm für die ganze Schweiz anbieten und Radio Suisse Romande angegliedert.
Den geplanten Ausbau des Radioprogramms hingegen finanziert Radio DRS selber. Für 2007 sind 2,8 Millionen Franken budgetiert, für die Jahre 2008 und 2009 je 4 Millionen. DRS habe seit 1995 real die gleiche Gebühr, sagte Rüegg weiter. Es sei gelungen, mit Produktionsverbesserungen Leistungen aufzubauen, ohne die Gebühren zu erhöhen. Die SRG-Leitung steht geschlossen hinter der geplanten Gebührenerhöhung.
Zwar werden die Gebühren für Radio und Fernsehen getrennt erhoben. Sollten die Gebührenerhöhungen nicht im gewünschten Ausmass erfolgen, müsste der SRG-Konzern laut Rüegg die Probleme gemeinsam lösen und bei den gemeinsamen Lasten über die Bücher gehen.
DRS in Ausbaulaune Geplant im Rahmen des Ausbaus ist unter anderem für das nächste Jahr eine stärkere Berichterstattung über Wissen und Bildung auf DRS 2. Der Sport soll neu positioniert werden: DRS 3 wird zum Leitprogramm in Sachen Live-Sport. Ab 2008 sollen unter anderem die Informationssendungen am Samstagmorgen und -mittag sowie das Auslandkorrespondentennetz ausgebaut werden. Bereits umgesetzt ist die neue Rubrik «DRS 3 Wirtschaft». Ab kommenden Montag informiert DRS 3 dreimal täglich über Unternehmen, Finanzmärkte und volkswirtschaftlich relevante Entwicklungen.

FASPO verlängert die Einreichfrist für den Sponsoring-Award

Wer es bis am Donnerstag nicht geschafft hat, seine Arbeiten zum 14. Internationalen Sponsoring Award einzureichen, hat nun eine Gnadenfrist erhalten. Die Einreichfrist wurde bis zum 8.12.2006 verlängert.

Wer es bis am Donnerstag nicht geschafft hat, seine Arbeiten zum 14. Internationalen Sponsoring Award einzureichen, hat nun eine Gnadenfrist erhalten. Die Einreichfrist wurde bis zum 8.12.2006 verlängert. In diesen Kategorien werden die Auszeichnungen verteilt: Sport, Kultur, Medien, sowie Public (Social, Umwelt, Bildung). Ein spartenunabhängiger Spezialaward winkt für den insgesamt innovativsten Sponsoringansatz. Die wichtigsten Kriterien sind der Sponsoring-Erfolg, eine innovative und strategische Vernetzung sowie der wechselseitige Nutzen für Sponsor und Gesponserten.
Die FASP ruft alle Marktbeteiligten auf, förderungswürdige Sponsoringprojekte vorzuschlagen. Diese gesellen sich zu den von der Jury selbst eingebrachten Projekten. Die Ausschreibungsunterlagen mit weiteren Details können auf der Website der FASPO bezogen werden. Die Preisverleihung findet am 16. Januar 2006 in Hamburg statt.

Swisscable lanciert die «cable news»

Der Wirtschaftverband der Schweizer Kabelunternehmen lanciert einen Newsletter für Kabel-TV-Kunden. Vier Mal jährlich werden diese in Deutsch und Französisch zum Wissenwertem und zu Angeboten der Kabel-TV-Unternehmen informiert.

Der Wirtschaftverband der Schweizer Kabelunternehmen lanciert einen Newsletter für Kabel-TV-Kunden. Vier Mal jährlich werden diese in Deutsch und Französisch zum Wissenwertem und zu Angeboten der Kabel-TV-Unternehmen informiert. Der Verband stellt seinen 250 Mitgliedern – denen allerdings Swisscom nicht mehr zugehört (siehe ) – den Newsletter in fertig gestalteter und druckfähiger Form zur freien Verfügung. «Die Kabel-TV-Unternehmen befinden sich in einem Konkurrenzumfeld, das sich laufend verschärft», sagt Geschäftsführerin Claudia Bolla-Vincenz von Swisscable. Mit Bluewin TV der Swisscom ist Anfang Monat eine ernsthafte Konkurrenz zum TV-Empfang via Fernsehkabel aufgetaucht und auch der Satellitenempfang wird für viele immer attraktiver. Deshalb sollen die Kunden über Angebote, die über das Fernsehkabel möglich sind, auf dem Laufenden gehalten werden. Denn der Markt ist ein Bewegung und verändert sich schnell (siehe
). Der erste Newsletter widmet sich denn auch ganz dem Thema «Digitales Fernsehen der Zukunft». Bei der Umsetzung wurde Swisscable von der Kommunikationsagentur Open up und Sonja Studer Grafik
unterstützt.

Radio X mit täglich 33’000 Hörer

Erstmals in seiner Geschichte legt der Basler Jugend- und Kultursender Radio X seine Hörerzahlen vor: Täglich verzeichnet der Sender über 33'000 Zuhörer und Zuhörerinnen.

Erstmals in seiner Geschichte legt der Basler Jugend- und Kultursender Radio X seine Hörerzahlen vor: Täglich verzeichnet der Sender über 33’000 Zuhörer und Zuhörerinnen. Der werbefreie, 1998 gestartete Sender zeigte sich gegenüber der SDA zufrieden mit den von Publica Data erhobenen Zahlen. Da Radio X auch im benachbarten Ausland sowie von in der Erhebung nicht erfassten Migranten gehört wird, geht der Sender von insgesamt 40’000 Hörern pro Tag aus. So oder so: Die gute Nutzung sowohl des Tagesprogramms wie auch der abendlichen Spezialsendungen sei nun belegt, wie der Sender die Zahlen kommentierte.
Radio X bekommt sein Programm mit einem Budget von knapp 700’000 Franken pro Jahr auf die Beine, gedeckt wird der Betrag zu je einem Drittel durch Gebührensplitting des Bundes, Beiträgen an Spezialprogramme und Sponsoring und Spenden. Produziert wird das rund 140 Sendungen umfassende Programm von 140 ehrenamtlichen Sendungsmachern und rund 20 Personen, die für IT und Audio zuständig sind – einen festen Lohn beziehen nur acht Personen. Daneben bietet das Radio jährlich zehn bis zwölf Praktika an und bildet zwei KV-Lehrlinge aus.

SFLB macht aus Werbung ein Rätsel

In der Sonntagspresse von nächsten Wochenende gibt die Kreativagentur SFLB wein Rätsel auf: Ganzseitig und für einen Kunden, der eben per Rätsel-Lösung ausfindig gemacht werden muss.

In der Sonntagspresse von nächsten Wochenende gibt die Kreativagentur SFLB wein Rätsel auf: Ganzseitig und für einen Kunden, der eben per Rätsel-Lösung ausfindig gemacht werden muss. Worum es geht, will die Agentur denn auch nicht kommunizieren, denn sonst wäre das Rätsel ja keinen mehr. Jeder soll selbst herausfinden, was denn die Botschaft der rätselhaften Kampagne, die in der NZZ am Sonntag, im NZZ Folio, in der WOZ und im DU erscheinen wird, ist.
Für die ungewöhnliche Art der Werbung hat man sich entscheiden, da die Zielgruppe über ein grosses Wissen und grosses Interesse verfügt. Die Rätsel wurden absichtlich ziemlich schwierig gemacht, damit die Zielgruppe auch auserlesen bleibt. So wird sichergestellt, dass nur die Zielgruppe die Kampagne decodieren kann. Eine Auflösung der Rätsel wird es nicht geben.
Nur eines wurde neben der verantwortlichen Werbeagentur noch bekannt gegeben: Für die Erstellung der Rätsel verantwortlich ist Daniel Krieg von der Rätsel Agentur Schweiz.

Viel Gold, Silber und Bronze bei den Pariser Epica Awards

Riesenerfolg für die Schweizer Kreativen: Der renommierte Werbepreis, der von 30 Fachmagazinen aus 25 Ländern Europas vergeben wird – darunter auch von der Werbewoche – brachte den Schweizer Werbeagenturen viel Edelmetall ein.

Riesenerfolg für die Schweizer Kreativen: Der renommierte Werbepreis, der von 30 Fachmagazinen aus 25 Ländern Europas vergeben wird – darunter auch von der Werbewoche – brachte den Schweizer Werbeagenturen viel Edelmetall ein. Über 5’000 Einsendungen aus 45 Ländern waren vertreten. Über Gold freuten sich: • Advico Young & Rubicam: SMP Lovely/Obelix; Medium: Print
• Walker: Fleurop Muttertag; Medium: Print
• Walker: Amnesty International; Medium: Print
• Walker: Geschäftsbericht Fleurop; Medium: Print
• Spielmann Felser Leo Burnett SFLB: Mary Woodbridge, Medium: Integrated
Silber ergatterten: •
Advico Young & Rubicam: get close; Medium: Print •
Jung von Matt: size; Medium: Techniques •
Publicis; LTV Yellow Pages – Elevator; Medium: Film •
Publicis: LTV Yellow Pages Crossmedia Ads; Medium: Print •
Publicis: Zoo Zurich – Love; Medium: Print •
Publicis: Mosquito: Medium: Techniques •
Publicis: Zurich Because Change Happenz; Medium: Film •
Spillmann/Felser/Leo Burnett: Blackboard; Medium: Print •
Walker: Mother’s Day Campaign – Kiss; Medium: Film •
Wirz: Photographer; Medium: Film Bronze ging an: •
Advico Young & Rubicam: Don’t be stupid!; Medium: Print •
Euro RSCG: Wave; Medium: Print •
LangGysiKnoll: HAIR; Medium: Film •
Lowe: A Town Called Today; Medium: Film •
Lowe: Ocean Defenders; Medium: Print •
Lowe: It should be banned; Medium: DM •
Publicis: Heineken Corporate Stars; Medium: Outdoor •
Publicis: Zurich Because Change Happenz; Medium: Print •
Publicis: Straumann Employees; Medium: Print •
Ruf Lanz: ?Red flag?; Medium: Print •
Ruf Lanz: Mühlehalde Home for the Blind; Medium: Film •
Spillmann/Felser/Leo Burnett: Soccer World Cup Alternative; Medium: Film•
Spillmann/Felser/Leo Burnett: Water; Medium: Film •
Walker: Annual report 2005: Medium: Techniques 
 

Post statt Wemf

Distribution Andreas Zehnder, Verleger von 22 Gratis-Wochenzeitungen, lässt ab Januar 2007 neu alle seine Titel durch die Schweizerische Post verteilen.

Distribution Andreas Zehnder, Verleger von 22 Gratis-Wochenzeitungen, lässt ab Januar 2007 neu alle seine Titel von der Ostschweiz bis ins Mittelland durch die Schweizerische Post verteilen – immerhin wöchentlich gut 740’000 Zeitungsexemplare. Bisher liess Zehnder vier bis fünf Titel oder etwa 20 Prozent der Gesamtauflage durch private Zusteller verteilen.Mit seinem Entscheid pro Post erwischt der Verleger mindestens drei Fliegen: Zum einen konnte er dank der Riesenauflage einen vorteilhafteren Preis aushandeln – auch wenn er durchblicken lässt, dass er es gerne noch günstiger gehabt hätte. Zweitens bringt er die Distributionsqualität und somit sein Angebot überall auf dasselbe Niveau. Und drittens vereinheitlicht er die Auflagenbeglaubigung. Bisher hatte er eine Handvoll seiner Titel von der Wemf beglaubigen lassen. Das ändert sich nun: «Wenn jemand Auflagenzahlen sehen will, lege ich künftig meine Postrechnungen vor», sagt Zehnder.
Anders bei der Reichweitenbeglaubigung: Die Mach Basic 2006-2 weist zwar erst ein halbes Dutzend Zehnder-Titel aus, die übrigen sind aber angemeldet.
Markus Knöpfli

Steilpass für Sponsoren

Sponsoring Welches sind die Werbetrends für die Euro 08? Ein Blick hinter die Kulissen des Big Business rund um das grüne Spielfeld.

Sponsoring Welches sind die Werbetrends für die Euro 08? Ein Blick hinter die Kulissen des Big Business rund um das grüne Spielfeld.«Das sind keine Fussballturniere mehr, das sind Events!» Christian Mutschler, der Turnierdirektor Schweiz der Euro 08, spricht aus, was spätestens seit der WM 2006 jedem klar geworden sein dürfte. Es geht um mehr als nur um Penalties, Offsides und rote Karten – es geht um viel Geld. Fussballerisch mag die Fussball-WM in Deutschland eher mässig gewesen sein. Emotional, kommunikativ und finanziell aber war sie ein Volltreffer. In zwei Jahren sind wir an der Reihe.Doch welche Massnahmen müssen getroffen werden, um dieselbe Fussballbegeisterung und die damit verbundene positive Konsumentenstimmung auch an der Euro 08 generieren zu können? Welche Marken waren an der WM mit welchen Strategien erfolgreich, und welche Trends lassen sich daraus im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich ableiten? Im Rahmen einer Veranstaltung der International Advertising Association (IAA) haben internationale Fachleute aus Fussball und Marketing Stellung zu diesen Fragen bezogen.
WM mit RekordeinnahmenDie Einnahmen der WM 2006 in Deutschland erreichten mit geschätzten 1,8 Milliarden Euro einen absoluten Rekord. Die Organisatorin Fifa verdiente allein 750 Millionen Euro mit dem Verkauf der Werberechte an die offiziellen WM-Sponsoren. Doch nicht jeder Werbetreibende erhielt die Aufmerksamkeit, die er sich so teuer zu erkaufen hoffte: Im hart umkämpften Werbeumfeld der WM wurden 80 Prozent der Werber gar nicht wahrgenommen. «Die haben schlicht und einfach ihr Geld verbrannt», so der Sportwissenschafter und Ökonom Boris Hedde von der Kölner Agentur Sport + Markt.
Einer der ganz grossen Abräumer, neben McDonald’s, Adidas und der Deutschen Telekom, ist die Marke Coca Cola. Ihr Erfolg sieht Boris Hedde nicht nur in der konsequenten Zielgruppenorientiertheit der Kampagne, sondern auch im gekonnten Aufbau einer Geschichte, die das Getränk untrennbar mit dem Event verbinden und zusammen mit dem Claim «It’s your Heimspiel» die nötige Nachhaltigkeit bei der Fangemeinde erzeugen konnte. Ganz allgemein bezweifelt Hedde, dass es ohne Sponsoring möglich ist, den Durchbruch zu schaffen. Als erfolgsversprechend sieht er auch die Werbepakete an, die die Organisatoren jeweils für ihre Kunden schnüren.
Dass es keinen Königsweg in Sachen Werbung gibt, zeigte die Kampagne «Joga Bonito» der Marke Nike. Mit ihrer Guerilla-Aufmachung und den angesagtesten Weltfussball-Stars als Protagonisten konnte Nike als nicht offizieller Sponsor eine sehr hohe Wahrnehmungsquote an der WM in Deutschland erzielen.
Was kommt da auf uns zu?Die Woge der Sympathie, des Mitfieberns und der Hingabe, die anlässlich der Fussball-WM auch auf die Schweiz übergeschwappt ist, erstaunte selbst Experten. Es ist das Traumziel eines jeden Sponsors, mit dieser für hiesige Verhältnisse beinahe unheimlichen Emotionalität in Verbindung gebracht zu werden.
Kritische Stimmen weisen jedoch darauf hin, dass die Schweiz kein traditionelles Fussball-Land ist. Was geschieht, wenn die Schweiz an der Euro 08 früh ausscheidet? Verfügt die Schweizer Nationalmannschaft überhaupt über das Potenzial, diese momentan euphorische Stimmung langfristig zu transportieren? Erich Vogel, TV-Kommentator, Medienexperte und Berater in Fussballfragen, gibt sich optimistisch: «Der Schweizer Fussball ist heute professioneller denn je, etwa 50 Schweizer Profis spielen im Ausland.» Vogel sieht bei den Spielern die Bereitschaft, alles für den Fussball zu geben. Besonders wichtig für diese Entwicklung sei die Mentalität der vielen Secondos, die für Schweizer Klubs und die Nati kicken.
Spiel, Spass und …Geschäft«Wo bleibe ich bei dem ganzen Business?», mag sich manch ein Fan an der WM in Deutschland gefragt haben, der mit dem rigorosen Sponsorenschutz-Programm der Fifa in Berührung gekommen ist. Auch der Europäische Fussballverband (Uefa), der die Euro 08 organisiert, hat bereits diverse Bezeichnungen in der Schweiz schützen lassen.
Wer ist denn nun wichtiger, die Fans oder die Sponsoren? Fifa-Kommunikationschef Markus Siegler: «Es ist zwingend, die Sponsoren zu schützen, denn ohne den Verkauf der Fernsehrechte und Marketing gibt es kein Fussballturnier.» Massenhafte Verteilaktionen von nicht offiziell zugelassenen Werbeartikeln müssten im Interesse der Sponsoren verhindert werden. Siegler betont jedoch, dass diese Massnahmen nicht als Schikane aufzufassen sind: «Der einzelne Fan kann tragen, was er möchte!»
Maila Bermejo

Driiing – hier spricht Snoop Dogg

Mobile Advico Young & Rubicam bringt für Sunrise die Stars der Urban Music aufs Handy.

Mobile Advico Young & Rubicam bringt für Sunrise die Stars der Urban Music aufs Handy.Der Musikmarkt kennt drei Megatrends: Immer mehr Leute kaufen ihre Musik online, haben sie als MP3-Files überall mit dabei und hören Urban Music. Darum lancieren Sunrise und Universal Music EAR’Dis, das erste Prepaid-Angebot fürs Mobile mit einer kompletten Download-Plattform für Urban Music. Das Projekt wird von der Branche als so «sensationell» eingestuft, dass die Agentur ihre Ideen nur unter strengster Geheimhaltung austüfteln konnte.Über das Handy zu sich holen kann man beim neuen Angebot von Sunrise jetzt alles buchstäblich aus einer Hand – von den neusten Tracks bis hin zum virtuellen Kontakt zu den Stars. Und dies «zu sensationellen Preisen», wie Norbert Egli, Head of Marketing Communication Mobile bei Sunrise, meint. Das Zielpublikum für die neue Prepaid-Karte ist zwischen 9 und 25 Jahre alt und bezahlt inskünftig 5 Rappen für eine SMS oder 49 Rappen für eine Stunde Telefonieren. Die Fulltracks sind ab dem 1. Dezember verfügbar.
Eine solche Musikplattform zu bewerben, ist für die Kreativen bei AY&R natürlich «eine inspirierende Aufgabe», wie sich Urs Schrepfer und Daniel Comte als CDs freuen. Der Benefit lässt sich sehr dankbar kommunizieren: Mit EAR’Dis kann sich jeder die Stars der Urban Music aufs Mobile holen. Das dramatisiert AY&R nun mit TV- und Kinospots, welche diese «Star Connection» erlebbar machen. Gezeigt wird eine virtuelle Fahrt durch ein Mobile, dessen Innenleben eine surreale Starwelt ist. Dann verlassen wir das Gerät durch seinen Bildschirm und sehen einen der Stars, wie er aus dem Mobile zu uns spricht.
In der Schweizer Kampagne für EAR’Dis treten Weltstars auf. Das war möglich, weil Universal Music exklusive Rechte an diesen Stars hat «und in Sunrise den richtigen Partner sieht und weil die Gesellschaft stark im Bereich Prepaid ist», wie Berater Lukas Tenger erklärt.
Parade der StarsDie Spotserie startet mit Akon und seiner Hit-Single «Smack That», dann folgen Snoop Dogg mit «That’s That» und Rihanna mit «SOS» und «Unfaithful», weiss Ivo Sacchi, CEO bei Universal Music. Gedreht wurde in Los Angeles, London und Kopenhagen. Rihanna etwa stand für EAR’Dis Backstage vor der Kamera, unmittelbar bevor sie ihre Auszeichnung «Best R’n’B Act» bei den diesjährigen MTV Awards abholte. Realisiert hat die Filme der Zürcher Marco Lutz, ein echter Insider der Videoszene.
Die Kampagne startete am 18. November und ist im Schweizer Fernsehen, den Schweizer Werbefenstern der ausländischen Privatsender und den Schweizer Kinos zu sehen. Begleitet wird die Aktion von einer nationalen Anzeigenkampagne in jugendspezifischen Magazinen und publikumsnahen Titeln wie SonntagsBlick und 20 Minuten. An den Sunrise-Verkaufspunkten gibt es ebenfalls eine starke Präsenz inklusive einem Star-Display mit Snoop Dogg.
Andreas Panzeri
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