Goldpot in Sicht

US-Presse Die amerikanische Zeitungsindustrie, von sinkenden Auflagen und Umsätzen geplagt, hofft auf Rettung. Kommen soll sie von privaten Investoren und Suchmaschinen.

US-Presse Die amerikanische Zeitungsindustrie, von sinkenden Auflagen und Umsätzen geplagt, hofft auf Rettung. Kommen soll sie von privaten Investoren und Suchmaschinen.Letzte Woche kündigten sieben grosse regionale Zeitungsketten eine Kooperation mit Yahoo an, um mit Hilfe der Suchmaschine ihre Anzeigen wie auch ihren Content besser zu verbreiten. Der Deal zielt auf eine verbesserte Nutzung regionaler Märkte ab: Yahoo wird dadurch zu einem Provider lokaler Contents, und die Zeitungen vergrössern ihren Stamm potenzieller Online-Werbekunden. «Das ist der Goldpot am Ende des Regenbogens», glaubt Colby Atwood, Präsident des Beratungsunternehmens Borrell Associates. «Diese Zeitungen müssen jene Werbekunden verfolgen, die nicht ohnehin schon in der Zeitung auftauchen, um ihr Onlinebusiness zu vergrössern.» Insgesamt 176 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von über 12 Millionen Exemplaren sind Partner in diesem Deal. Auch Google hatte kurz davor eine ähnliche Kooperation mit diversen Zeitungen abgeschlossen.
Doch Zeitungen werden darüber hinaus noch von anderen Interessenten umworben: So sind sowohl die Los Angeles Times und ihr Besitzer, die Tribune Company, wie auch der Boston Globe derzeit Objekt der Begierde privater Finanzinvestoren. Ein Dinosaurier der Verlagsbranche fand auf diese Weise bereits einen Käufer: Kürzlich wurde der Reader´s Digest von der privaten Holding Ripplewood aufgekauft.
Und ein zweites Medium früherer Tage, das  Radio, hat jüngst mit der Übernahme von Clear Channel Communications durch die Investorengruppen Bain Partners und Thomas Lee neue Attraktivität erhalten. «Obwohl wir alle über dieses Business reden, als ob es am Aussterben wäre, kann man damit immer noch schrecklich viel Geld verdienen», sagt Andrew Ross Sorkin, Business-Reporter bei der New York Times.
Tatsächlich generieren viele US-Zeitungskonzerne noch immer Profitmargen von 15 bis 20 Prozent, ein Volumen, von dem andere Industrien nur träumen können. Doch der amerikanische Aktienmarkt ist in erster Linie an Wachstum interessiert, und hier kann die Branche nichts vorweisen. «Es ist gut für die Zeitungsunternehmen, wenn der Druck wegfällt, jedes Vierteljahr Zuwächse ausweisen zu müssen», meint Brian Steffens, Direktor der National Newspaper Association. «Die Industrie braucht ein wenig Zeit, um sich neu zu strukturieren.»
Millionäre buhlen um LA TimesDas Interesse der Finanzinvestoren an den Medien begann dieses Jahr in der Fernsehbranche, als Saban Capital und eine Reihe anderer Investoren den Sender Univision übernahmen. Die heftigste Diskussion jedoch provozierte ein möglicher Verkauf der Los Angeles Times. Gleich drei prominente Milliardäre, darunter auch der Hollywood-Mogul David Geffen, haben Interesse an der viertgrössten US-Tageszeitung bekundet. Gleichzeitig liebäugelt der frühere Chef von General Electric, Jack Welch, mit einer Akquisition des Boston Globe, der zur New York Times Company gehört.
Wie diese angestrebten Ehen ablaufen könnten, ist freilich völlig offen. Thomas Kunkel, Verleger der American Journalism Review, hat Zweifel an den Motiven der reichen Philantropen. «Natürlich können wir nicht wissen, wie Welch oder Geffen eine Zeitung führen würden. Aber die Geschichte lehrt, dass es Konflikte mit der unabhängigen Berichterstattung etwa über deren einflussreiche Freunde geben wird», sagt er. «Solche Führungsfiguren stehen nicht gern passiv an den Aussenlinien.»    
Gerti Schön

Ein Bund fürs Leben

Prävention Euro RSCG Zürich und SFLB kämpfen für das BAG und die Zürcher Aids-Hilfe gegen Aids.

Prävention Ab 1. Januar 2007 können Schwule auch in der Schweiz heiraten. Euro RSCG Zürich hat für die «Love Life Stop Aids»-Kampagne im Auftrag des BAG speziell für die schwule Zielgruppe ein Sujet entwickelt, welches auf eindrückliche Weise verdeutlicht, dass man aus Liebe zum eigenen Leben und dem des Partners auch nach dem 1. Januar 2007 Ja zum Präservativ sagen soll. Das Sujet ist ab Dezember in Gay-Print-Medien sowie am POP im Einsatz. Auch SFLB wirbt gegen Aids. Das Inserat von SFLB für die Zürcher Aids-Hilfe dramatisiert diesen Umstand mit Präservativen, die in einem Blister verpackt sind.

Bilanz baut an

Wirtschaftspresse Die Bilanz will nicht mehr Auflage bolzen, sondern gehobene Leser erreichen und lanciert unter anderem eine Immobilienbeilage.

Wirtschaftspresse Die Bilanz will nicht mehr Auflage bolzen, sondern gehobene Leser erreichen und lanciert unter anderem eine Immobilienbeilage.Die letzten zwei Jahre waren für die Bilanz-Crew nicht einfach. Denn nach dem Wechsel vom monatlichen auf 14-tägliches Erscheinen sanken die Bilanz-Reichweiten rasant, und es gab ständig Erklärungsbedarf. Aber die Erklärungen waren plausibel: Auf Grund der Methodik bei den Wemf- Reichweitenerhebungen war von vornherein klar, dass der per 2005 erfolgte Rhythmuswechsel keinen direkten Reichweitenvergleich mehr zulassen würde. Zudem hatte der Verlag kurz zuvor die Auflage auch noch um 18 Prozent bereinigt, um die Bilanz statt als gehobenes Massenblatt künftig konsequent «als gehobener Special-Interest-Titel für einen klar definierten und damit begrenzten Leserkreis zu positionieren», wie Chefredaktor René Lüchinger erklärt. Beides – Rhythmuswechsel und Auflagenreduktion – liessen deshalb deutliche Leserverluste erwarten.
Das Ausmass überraschte dann allerdings auch den Verlag an der Zürcher Förrlibuckstrasse. Dort hatte man damit gerechnet, dass sich die Leserschaft von ehemals 457’000 Personen (2003) auf (nicht vergleichbare) 270’000 Leser reduzieren würde. Tatsächlich erreicht das Magazin nun aber nur noch 242’000 Personen. Unter den Wirtschaftstiteln ist die Bilanz damit von Platz 2 hinter der NZZ neu auf Platz 3 hinter Cash gerutscht.
Doch bei der Bilanz schert man sich nicht darum, sondern verweist auf die neuste beglaubigte Auflage, die gegenüber 2005 wieder um 4 Prozent auf 38’100 Exemplare gestiegen ist. Entsprechend geht man davon aus, dass sich die Reichweite bei leicht über einer Viertelmillion Lesern einpendeln wird. «Viel mehr liegt gar nicht drin bei der gehobenen und kaufkräftigen Zielgruppe, die wir anpeilen», sagt Lüchinger.
Werbeaufkommen wuchsWie die Erklärungen der Bilanz bei Auftraggebern und Media-Agenturen ankamen, zeigt das Werbeaufkommen: Es kam zu keinen Einbussen. Im Gegenteil, das Volumen wuchs allein 2005 um 24,4 Prozent. Damit konnte die Tarifreduktion um 13 Prozent anlässlich des Rhythmuswechsels mehr als aufgefangen werden. Und dieses Jahr konnte die Bilanz das Volumen fast halten, von Januar bis Oktober lag sie gemäss Wemf-Inseratestatistik 4,7 Prozent unter Vorjahr. Besonders der Automarkt, die Telekommunikationsbranche sowie Kunden aus den Bereichen Büro, Unterhaltungselektronik, Mode und Kosmetik scheinen die Bilanz entdeckt zu haben, während das Magazin in den Bereichen Banken und Schmuck stabil blieb, jedoch bei Versicherungen und Reisen an Nachfrage einbüsste.
Wegen der Reichweite, die doch tiefer ausfiel als prognostiziert, wird dies aber in Zukunft kaum so bleiben. Das scheint man auch bei der Bilanz zu ahnen, jedenfalls wurden die Anzeigenpreise per 2007 um weitere 6 Prozent reduziert. Trotzdem liegt der Tausendleserpreis 2007 um ein Drittel über jenem vor dem Rhythmuswechsel, was unter anderem mit den höheren Druck- und Vertriebskosten (doppelt so viele Ausgaben wie vorher) begründet wird.
Zudem baut die Bilanz um und aus. Per 2007 wird die Heftstruktur leicht verändert, vor allem der Investteil soll aktueller und übersichtlicher werden. Und statt jeden zweiten Dienstag erscheint das Heft nach einer Leserbefragung nun freitags. Ferner wird die Bilanz-Palette erweitert. Sie besteht derzeit aus dem Hauptheft, vier Schwerpunktausgaben, Fach- und Sachbüchern sowie dem Bilanz-Business-Talk auf SF zwei.
Ende März kommt neu das vierteljährlich erscheinende Immobilienmagazin Bilanz Homes (Auflage 70’000 Exemplare) dazu. Das Heft geht an Bilanz-Abonnenten, 30’000 Exemplare sollen zusätzlich an immobilienaffine Adressen verschickt werden. Auch an ausgewählten Kiosken, in Hotels oder Boutiquen wird Homes für 12 Franken pro Exemplar aufliegen. Zielpublikum sind primär Personen, die im In- oder Ausland eine Immobilie kaufen wollen. Dabei geht es offenbar nicht nur um Gebäude im gehobenen Segment. Es ist auch eine regelmässige Rubrik «Häuser unter 100’000 Euro» vorgesehen.
Gerüchte um einen Management-BuyoutSeit Sommer 2006,
als die Jean Frey AG zu einer Holding wurde, wird über den Verkauf des Verlags oder einiger Titel spekuliert. Die neusten Gerüchte streute der Kleinreport am 24. November: Die zu Springer gehörende Verlagsgruppe Handelszeitung sei am Jean Frey Verlag interessiert, ebenso Tamedia, Edipresse und Ringier. Ferner habe Roger Köppel nicht nur 60 Prozent der Weltwoche gekauft, sondern auch ein Angebot für die Bilanz deponiert, möglicherweise im Auftrag von Springer. Bei der Bilanz gebe es aber auch Pläne für ein Management-Buyout, wurde weiter kolportiert. Stimmt Letzteres? Vermutlich ja, denn Chefredaktor René Lüchinger dementiert nicht. «Im Moment kann ich dazu nichts sagen», meint er vielsagend. Markus Knöpfli

Mikasa lanciert neuen Webshop

Sport Lifecom hat den Internetauftritt des Sportartikelherstellers Mikasa Europa einem Facelifting unterzogen.

Sport Der Sportartikelhersteller Mikasa Europa hat seinen Internetauftritt einem Facelifting unterzogen. Das neue Screendesign strahlt dank zahlreichen animierten Effekten viel Energie und Vitalität aus. Verschiedene Produkte können im neuen Webshop gleich online bestellt werden, hauptsächlich in Ländern ohne eigene Distribution. Für die Programmierung und Gestaltung der Homepage sind die Spezialisten der Firma Lifecom in Luzern zum Einsatz gekommen. Lifecom ist eine der führenden Agenturen für integrierte Internet- und New-Media-Dienstleistungen.

TV-Star mischt im Internet-Fernsehgeschäft mit

Am Donnerstag startet das Fernseh-Magazin TV-Star aus dem Hause Jean Frey mit der Mulitmedia-Plattform Electronic Entertainment Guide (EEG). Die Zeitschrift bietet neu auf dem Portal 22 Fernsehsender.

Am Donnerstag startet das Fernseh-Magazin TV-Star aus dem Hause Jean Frey mit der Mulitmedia-Plattform Electronic Entertainment Guide (EEG). Die Zeitschrift bietet neu auf dem Portal 22 Fernsehsender. Im nächsten Jahr soll die Programmzahl bis auf 100 erweitert werden. Mit dem TV-Angebot und einem neuen elektronischen Programmführer will TV-Star den Leserschwund stoppen, der durch einige Billigprogrammzeitschriften hervorgerufen wurde. Das aktuelle Angebot umfasst die sechs SRG-Sender, ARD, ZDF, ORF, 3Sat und neun deutsche Privatsender. Die Zuschauer bezahlen je nach Bezugsdauer, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Eine Woche kostet 5 Franken, ein Monat 8.90 und ein Jahr 70 Franken. Für 15.90 bis 31.90 pro Monat können die beiden Bezahlsender Extreme Sports und der Erotikkanal Private Spica geschaut werden. Vorrausetzung für den Empfang ist ein Breitbandanschluss von mindestens 512 KBit pro Sekunde.
Nicht der EinzigeUm an die Fernsehprogramme zu gelangen, kooperierte TV-Star mit dem Dübendorfer Internetanbieter Netstream. Dieser ist in diesem Jahr als erster Schweizer Anbieter ins Internetfernsehen ADSL.TV eingestiegen. Durch die Partnerschaft muss TV-Star keine TV-Konzession beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) beantragen.
Neben TV-Star bietet auch Sunrise sowie die von Amerikanern und Schweizern gegründete Firma Zattoo Fernsehen via Internet. Über die Anzahl Kunden macht man sich bei TV-Star keine grossen Illusionen. Laut Martin Gnos, Leiter Neue Medien, rechne man mit ein paar Hundert – ausser bei Grossanlässen wie der Fussball-EM. Damit macht das neue Angebot der Swisscom keine Konkurrenz. Diese will mit dem vor einem Monat gestarteten Internetfernsehen Bluewin-TV der Cablecom den Rang ablaufen.
Elektronischer Programmführer weist den Weg durch FernsehlandschaftNeben dem Internetfernsehen führt TV-Star zudem einen elektronischen Programmführer ein, der den User durch 250 europäische TV-Sender leitet und eine schnelle Übersicht liefert. Auch bietet die neue Seite das aktuelle TV-Programm der Schweiz – alle 30 Minuten aktualisiert. Mit dem E-Pilot stellt sich der User die Infos für seinen täglichen Newsletter nach seinen Wünschen zusammen. Auch kann man sich neu per Handy nach dem Programm erkundigen und wer über Serien, Telenovelas und Filme diskutieren will, trifft im Forum auf Gleichgesinnte. Für 2007 sind zudem Streamingformate und Podcasts geplant. Auch sollen TV-Star-Usern neu ein Online-Shop sowie persönliche Horoskope von Astrodata zur Verfügung stehen.

Aufschläge bei Druckfarben

Farben Das Unternehmen Flint Group kündigt für den europäischen Markt Preiserhöhungen für Bogenoffsetdruckfarben an.

Farben Das Unternehmen Flint Group (Sheetfed Division) kündigt für den europäischen Markt Preiserhöhungen für Bogenoffsetdruckfarben an. Als Gründe für die Anpassungen nennt das Unternehmen, dass der weltweit zunehmende Bedarf an Energie und chemischen Rohstoffen eine Verknappung der Rohstoffe für Druckfarben zur Folge habe, und spricht gar von mehr als einer Verdopplung des Rohölpreises seit dem Jahr 2003. Zudem hätten in den vergangenen Monaten weitere Preiserhöhungen bei Rohstoffen um bis zu 15 Prozent hingenommen werden müssen.

Löcher im Plakat, aber nicht im Portemonnaie

Pharma Werbeanstalt Schweiz hat für Sandoz eine zweite Staffel Generika-Werbung mit kontextsensitiven Plakaten in der ganzen Schweiz gestartet.

Pharma Werbeanstalt Schweiz hat für Sandoz eine zweite Staffel Generika-Werbung mit kontextsensitiven Plakaten in der ganzen Schweiz gestartet.Der Schweizer Pharmamarkt ist im Umbruch. Auf der einen Seite beunruhigen uns steigende Kranken- kassenprämien auf Grund der Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite gibt es neue Produkte von Anbietern mit enormen Sparmöglichkeiten: Generika- Medikamente. Mit der Einführung des differenzierten Selbstbehalts per Januar 2006 wurde nun der Kampf im Generika-Markt erst richtig lanciert. Einen grossen Teil in diesem Geschäft kann Sandoz für sich beanspruchen. Vom fünften Platz ist der Generika-Ableger der Basler Novartis innert kürzester Zeit zur Nummer 2 aufgestiegen – mit einem möglichen Trend zum Marktführer.Beworben wird Sandoz von der Zürcher Werbeanstalt Schweiz. In einer ersten Kampagne im Frühling 2006 ging es darum, «durch Aufklärung Vertrauen in die Generika zu schaffen», wie Reto Dürrenberger bei der Werbeanstalt seine Strategie erklärt. Die Plakate mussten Antworten geben auf die Fragen: Wieso soll ich Generika kaufen? Sind Generika nicht einfach nur billige Kopien? Sind sie auch wirkungsvoll/gut?
Inzwischen hat sich der Markt verändert. Generika sind im Bewusstsein der Gesellschaft allgemein akzeptiert und anerkannt. Jetzt geht es um die Wahl der Marke. Die aktuell angelaufene Herbst- und Winterkampagne will deshalb konzeptionell in einem ähnlichen Stil anschliessen und die heutige Situation im Pharma-Markt thematisieren. Kommuniziert wird mit klaren Schlagzeilen wie «Sie und Ihr Portemonnaie sind auf dem Weg zur Besserung: in der nächsten Apotheke» oder «Fahrpreise steigen ständig. Bei Generika ist es gerade umgekehrt».
Die Textsujets wurden als «kontextsensitive Plakatierung» mit einem Bezug zum örtlichen Umfeld der Plakate aufgehängt. In Bahnhöfen findet sich zum Beispiel ein Sujet «1. Klasse fahren, 2. Klasse bezahlen» oder an einer Telefonkabine aufgehängt «Dank Generika werden teure Medikamente genau so aussterben wie Telefonkabinen». Auch 3D-Plakatstellen werden eingesetzt. Bei den Plakaten mit der Aussage «Endlich kommen die Medikamentenpreise ins Wanken» steht jeweils die ganze Plakatstelle schräg. Bei «Löchern Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Generika von Sandoz» sind echte Löcher in die Plakatstelle eingefräst worden. Die Botschaft «Unsere tiefen Preise können Sie umhauen» wird mit einem riesengrossen und echt dreidimensionalen Haltegriff unterstützt. Sehr gut» hätte bei der Umsetzung die Zusammenarbeit mit der APG funktioniert, betont die Werbeanstalt.
Dort wird bereits an einer neuen Kampagne für das nächste Jahr gearbeitet. Diese wird als dritter Streich für Sandoz aber «anders aussehen», wie CD Sarah Hiltebrand verrät.
Andreas Panzeri

NSG gewinnt Ziegler-Award 

Die Neidhart + Schön Group (NSG) konnte am 9. November 2006 den Papierhändler-Preis on Sihl-Eika Papier beim Ziegler Award in Empfang nehmen.

Die Neidhart + Schön Group (NSG) konnte am 9. November 2006 den Papierhändler-Preis on Sihl-Eika Papier beim Ziegler Award in Empfang nehmen. Im Rahmen des «Ziegler Best Art & Print Work» des schweizerischen Papierhersteller von Natur- und Spezialpapieren hatte die Jury dieses Jahr 300 Arbeiten aus ganz Europa zu beurteilen. Den Papierhändler-Preis gewonnen hat NSG für den auf Ziegler-Spezialpapier gedruckten Geschäftsbericht von SR-Technics. «Besondere Herausforderung war die Erzielung des gesuchten Matt-/Glanz-Effekts auf Naturpapier», so Hans Christian Preuss, Print- und Medienberater der NSG.

Senkrechtstart gelungen

Gratispresse Elf Monate nach dem Start erreicht die Pendlerzeitung Le Matin Bleu laut Wemf bereits 247'000 Romands.

Gratispresse Elf Monate nach dem Start erreicht die Pendlerzeitung Le Matin Bleu laut Wemf bereits 247’000 Romands.Eine erste Wemf-Sonderstudie, die von Januar bis Juni 2006 erhoben wurde, wies für den Matin Bleu durchschnittlich 218’000 Leser aus. Die zweite Studie, deren Erhebungsperiode vom 3. Januar bis zum 24. September dauerte, kommt nun im Mittel auf 247’000 Leser – eine Steigerung um 13,3 Prozent in nur drei Monaten. «Wir sind sehr zufrieden, denn die Reichweite wuchs trotz der Ferienzeit, in der wir die Auflage teilweise um 20’000 bis 30’000 Exemplare gesenkt hatten», hebt Théo Bouchat, Direktor von Edipresse, hervor. Ihn stört es deshalb nicht, dass der Reichweitenzuwachs von 16,2 Prozent auf neu 18,7 Prozent im Vertrauensbereich bleibt (recht knapp allerdings). Bouchat: «Die Richtung stimmt: Der am 31. Oktober 2005 gestartete Matin Bleu legt weiter zu und wird bei der Mach Basic 2007-1 bestimmt noch besser abschneiden.» Dann vermutlich sogar signifikant besser als in der ersten Studie, trotz Konkurrenz durch das im März lancierte 20 minutes.
19’000 der insgesamt 29’000 zusätzlichen Leser gewann Le Matin Bleu ausserhalb des Léman-Bogens in den Kantonen Neuenburg, Jura, Fribourg und Wallis, wo im Sommer der Vertrieb ausgebaut worden war. Die Leserschaft stieg dort auf 30’000 Personen. Im Kanton Waadt (WG 12) und in Genf (WG 11) erhöhte sich die Reichweite um 8’000 beziehungsweise 3’000 Personen. In beiden Regionen erreicht das Gratisblatt knapp mehr als ein Viertel der Bevölkerung. Nachdenklich stimmt aber, dass dort die überaus hohe Affinität von zunächst 160 (gegenüber dem Mittelwert 100) bereits deutlich gesunken ist – in Genf um 15 Punkte.
Die Leserstruktur veränderte sich gegenüber der ersten Studie kaum. So legte der Matin Bleu bei allen Altersgruppen gleichermassen zu: Der Anteil der über 55-Jährigen bleibt bei 23 Prozent. Die 35- bis 54-Jährigen stellen wie zuvor 32 Prozent. Die 14- bis 34-Jährigen bilden mit einem Anteil von 45 Prozent weiterhin die Hauptgruppe. Bei letzteren blieb mit 136 (vorher 137) auch die Affinität unverändert hoch.
Männer holen aufDas Geschlechterverhältnis der Leserschaft erfährt ebenfalls nur geringfügige Veränderungen. Der Edipresse-Jubel vom letzten September, wonach das Gratisblatt die erste Tageszeitung sei, «die mehr Leserinnen als Leser ausweist», wird aber sanft relativiert. So sank nicht nur der Frauenanteil von 52 auf 51 Prozent. Auch die Affinität zum weiblichen Geschlecht nahm ab: Der Matin Bleu ist mittlerweile eher männeraffin. Längerfristig läuft es wohl auf ein Angleichen der Geschlechter hinaus –  was für eine Tageszeitung immer noch bemerkenswert ist.
Erstmals liefert die Wemf Angaben über Haushalteinkommen, berufliche Position und Bildung der Matin-Bleu-Leser. Demnach ist der «typische» Matin-Bleu-Leser nicht berufstätig (44 Prozent) oder aber voll erwerbstätig (47 Prozent). Die berufstätigen Leser sind primär Angestellte (41 Prozent). Kaderleute oder Selbständige sind in der Minderheit (zusammen 18 Prozent). 45 Prozent der Leser verfügen über eine mittlere, 35 Prozent über eine höhere Ausbildung. Der grösste Teil (37 Prozent) lebt in Haushalten mit einem Monatseinkommen von 4’000 bis 8’000 Franken.    
Der Fall FrischknechtPeinlicher Fehler bei Le Matin Bleu:
Vor kurzem hievte das Gratisblatt den ehemaligen Radrennfahrer Thomas Frischknecht, der wegen Ecstasy-Handels in Haft sitzt, mit Bild auf die Front. Dabei verwechselte die Redaktion aber den Beschuldigten mit dem gleichnamigen und bekannteren Mountainbike-Fahrer – und bildete den falschen Thomas Frischknecht ab. Mit der Gattung Gratispendlerzeitung hat dies aber eher nichts zu tun: Auch der französischen Nachrichtenagentur AFP und der Pariser Zeitung Le Monde unterlief ein ähnlicher Fehler. Frischknecht – der Mountainbiker – prüft nun rechtliche Schritte. Die Entschuldigung und Berichtigung am Folgetag auf der Front und auf Seite 2 des Matin Bleu genügen ihm offenbar nicht. Markus Knöpfli

Allcomm befindet sich in Gewinnzone

Die Geschäfte für die Basler TV- und Filmproduktionsfirma Allcomm Productions laufen gut ein Jahr nach dem Management-Buyout durch Mike Helmy und Klaus Vieli. Das Unternehmen stellte im Sommer das neue Dekor für zwei SF-Sendungen her.

Die Geschäfte für die Basler TV- und Filmproduktionsfirma Allcomm Productions laufen gut ein Jahr nach dem Management-Buyout durch Mike Helmy und Klaus Vieli. Das Unternehmen stellte im Sommer das neue Dekor her für die SF-Sendungen «Glanz & Gloria» und die «Rundschau». Soeben hat Allcom den Pitch für die Postproduktion der neuen SF-Sendung «Start-up» gewonnen, heisst es in einer Mitteilung. Im Filmbereich zählen zu den Neukunden das Stadtmarketing Basel und Roche. Zudem beginne die Renovation der Comedy-Sendung «Café Bale» zu greifen, sagt Klaus Vieli. Daneben produzieren die Basler den «Bilanz Business-Talk» und den «Fussballtalk» auf SF2. Weiter ist Allcomm im Event-Bereich tätig.

Schweizer erfolgreich bei Epica

Auszeichnungen Letzte Woche sind in Paris die 20. Epica Awards verliehen worden. In fünf Kategorien konnten Schweizer als Sieger punkten.

Auszeichnungen Letzte Woche sind in Paris die 20. Epica Awards verliehen worden. Der renommierte Werbepreis wird von 30 Fachmagazinen aus 25 Ländern Europas vergeben – darunter auch die Werbewoche. Die Jurierung war ein richtiger Marathon, galt es doch, mehr als 5’000 Einsendungen aus 45 Ländern zu bewerten. Die Schweiz war sehr erfolgreich. In fünf Kategorien konnten die Schweizer als Sieger punkten:  
Advico Young & Rubicam: SMP Lovely /Obelix; Medium: Print; Kategorie: Food & Drinks / Diary Products
Walker: Fleurop Muttertag; Medium: Print; Kategorie: Retail ServicesWalker: Amnesty International; Medium: Print; Kategorie: Public InterestWalker: Geschäftsbericht Fleurop; Medium: Print; Kategorie: Illustration / GraphicsSpielmann Felser Leo Burnett SFLB: Mary Woodbridge, Medium: Integrated Campaigns; Kategorie: Techniques / Media InnovationDie vollständige Liste der Schweizer Silber- und Bronzefinalisten:
 
Silber
Agentur Kampagne Medium Kategorie Advico Young & Rubicam get close PRINT The Home / Audiovisual equipment & accessoires
Jung von Matt size TECHNIQUES Techniques / Media Innovation Publicis
LTV Yellow Pages – Elevator FILM Consumer services / Communication services
Publicis Crossmedia Ads PRINT Consumer services / Communication services Publicis
Change Anthem – Europe FILM Consumer services / Financial services
Publicis Zoo Zurich – Love PRINT Media & entertainment / Recreation & leisure Publicis Mosquito TECHNIQUES Techniques / Illustration & graphics Spillmann/Felser/Leo Burnett Blackboard PRINT Consumer services / Public interest Walker Mother’s Day Campaign – Kiss FILM Consumer services / Retail services Wirz Photographer FILM Consumer services / Financial services Bronze
Agentur Kampagne Medium Kategorie Advico Young & Rubicam Don’t be stupid! PRINT Health & beauty / Toiletries & health care Euro RSCG Wave PRINT Media & entertainment / Media LangGysiKnoll HAIR FILM Consumer services / Communication services Lowe A Town Called Today FILM Consumer services / Financial servcies Lowe Ocean Defenders PRINT Consumer services / Public interest Lowe It should be banned DM Direct Marketing / B2B direct Publicis Heineken Corporate Stars PRINT Food & Drink / Alcoholic Drinks Publicis Zurich Because Change Happenz PRINT Consumer services / Financial servcies Publicis Straumann Employees PRINT B2B / Professional equipment Ruf Lanz ?Red flag? PRINT Consumer servcies / Financial services Ruf Lanz Mühlehalde Home for the Blind FILM Consumer servcies / Public interest Spillmann/Felser/Leo Burnett Soccer World Cup Alternative FILM Consumer servcies / Transport & tourism Spillmann/Felser/Leo Burnett Water FILM Consumer services / Public interest Walker Annual report 2005 TECHNIQUES Techniques / Publications

Roger Schawinski verlässt Sat.1

Der Geschäftsführer des deutschen Fernsehsenders Sat 1 Roger Schawinski verlässt den Sender zum Jahresende. Der 61-jährige Schweizer will der ProSiebenSat.1-Gruppe aber als Berater verbunden bleiben.

Der Geschäftsführer des deutschen Fernsehsenders Sat 1 Roger Schawinski verlässt den Sender zum Jahresende. Der 61-jährige Schweizer will der ProSiebenSat.1-Gruppe aber als Berater verbunden bleiben, wie die ProSiebenSat.1 Media AG am Mittwoch in München mitteilte. Matthias Alberti, 43, wird zum 1. Januar 2007 neuer Geschäftsführer. Alberti ist bisher als stellvertretender Geschäftsführer für den Bereich Unterhaltung bei Sat.1 verantwortlich. Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG schreibt in der entsprechenden Medienmitteilung: «Wir danken Roger Schawinski für seine herausragende Leistung. Er hat Sat.1 zum wirtschaftlichen Erfolg geführt. Mit Formaten wie „Schillerstraße“, „Verliebt in Berlin“ oder „Die Luftbrücke“ ist es ihm gelungen, den Sender entscheidend zu profilieren. Ich habe persönlich die Zusammenarbeit mit ihm sehr geschätzt und wünsche ihm für seine neuen Pläne alles Gute und viel Erfolg.» Guillaume de Posch weiter: «Ich freue mich, dass mit Matthias Alberti ein Manager aus dem eigenen Haus und einer der besten und erfahrensten deutschen Fernsehmanager die Nachfolge übernimmt. Ich bin überzeugt, dass sich Sat.1 als eine der stärksten deutschen Fernsehmarken unter der Führung von Matthias Alberti erfolgreich weiterentwickeln wird.»
Roger Schawinski wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: «Es waren drei herausfordernde und spannende Jahre bei Sat.1. Und ich bin stolz darauf, dass Sat.1 in jedem dieser Jahre neue wirtschaftliche Rekordergebnisse verzeichnen konnte. Ich bin ein Jahr länger geblieben, als ich eigentlich vorhatte und habe mich nun entschieden, meinen Vertrag nicht noch ein weiteres Mal zu verlängern, um neue berufliche Pläne zu verwirklichen. Ich danke ganz herzlich der Mannschaft von Sat.1. Gemeinsam haben wir sehr viel erreicht. Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt für mich, die Verantwortung für Sat.1 weiterzugeben, und mein bisheriger Stellvertreter Matthias Alberti ist der richtige Mann dafür. Ich werde dem Sender im Herzen immer verbunden bleiben und wünsche Matthias Alberti und dem Team von Sat.1 alles Glück und allen Erfolg.»
Roger Schawinski startete seine Karriere 1972 nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften. Zunächst arbeitete er als Journalist für das Schweizer Fernsehen. Er gründete und moderierte 1974 die bis heute erfolgreichste Wochensendung im Schweizer Fernsehen, das Verbrauchermagazin «Kassensturz». Von 1977 bis 1978 arbeitete er als Chefredakteur der Tageszeitung «Tat». 1979 gründete er das erste Schweizer Privatradio «Radio 24». Zwischen 1987 und 1989 war er Vorstandsvorsitzender und 50-Prozent-Gesellschafter der Schweizer Stella-Gruppe, eines Filmverleih- und Produktionsunternehmens. 1989 gründete Roger Schawinski das Monatsmagazin «Bonus», das er 1993 an den Medienkonzern Tamedia verkaufte. Er war Gründer, Mehrheitsaktionär, Vorstandsvorsitzender und Moderator einer täglichen Talkshow bei TeleZüri, das 1994 als erstes privates Lokalfernsehen in der Schweiz auf Sendung ging. 1998 gründete Roger Schawinski mit Tele 24 den ersten landesweiten privaten Fernsehsender, den er als CEO führte. 2001 übernahm das Schweizer Medienunternehmen Tamedia sämtliche Gesellschaftsanteile der Belcom Holding. Im Dezember 2003 übernahm Roger Schawinski die Geschäftsführung von Sat.1. Unter seiner Führung erhöhte sich der Vorsteuergewinn des Senders von vier Mio. Euro im Jahr 2003 auf 127 Mio. Euro allein in den ersten neun Monaten 2006, was einem Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
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