Gabrielle Keller ist per sofort nicht mehr im Amt der Chefredaktorin der Neuen Zuger Zeitung. Keller hatte 2004 die Leitung der grössten Regionalausgabe der Neuen Luzerner Zeitung AG übernommen. Ursprünglich habe sie die Absicht gehabt, das Blatt mindestens fünf Jahre lang als «behördenkritische Zeitung» zu führen, erklärte Keller gegenüber der Werbewoche. Ihr Wirken habe zu Abgängen in der Redaktion, zu einer Irritation bei Politikern sowie zu Unruhen in weiteren Kreisen geführt. Da diese «Unruhen» sich nicht beruhigt und ein unerwartetes Ausmass angenommen hätten, habe sie sich entschlossen, ihre Amtszeit vorzeitig zu beenden, so Keller.Es sei noch unklar, wer die Nachfolge von Keller antreten wird, erklärte Erwin Bachmann, Delegierter des LZ-Verwaltungsrates, gegenüber der Werbewoche. Die Nachfolgeregelung Stelle der Chefredaktorin oder des Chefredaktors werde öffentlich ausgeschrieben. Seit Montag 4. Dezember führt Sven Gallinelli, stellvertretender Chefredaktor der Neuen Zuger Zeitung, das Regionalblatt interimistisch. Er wird in dieser Funktion von Jürg Aregger, Chefreporter, und Marco Morosoli, Redaktor Stadt/Region, unterstützt. Die 1996 gegründete Neue Zuger Zeitung hat eine Auflage von 20’357 Exemplaren und wird täglich von 44’000 Personen gelesen.