Tamedia Stellenmarkt mit neuem Key Account Manager

Der Tamedia Stellenmarkt hat mit Stavros Takvoryan einen neuen Key Account Manager verpflichtet. Zu den Hauptaufgaben des erfahrenen Online-Verkäufers gehört insbesondere die Kundenbetreuung und –gewinnung für die Online-Kaderplattform Alpha.ch.

Der Tamedia Stellenmarkt hat mit Stavros Takvoryan einen neuen Key Account Manager verpflichtet. Zu den Hauptaufgaben des erfahrenen Online-Verkäufers gehört insbesondere die Kundenbetreuung und –gewinnung für die Online-Kaderplattform Alpha.ch.  
Stavros Takvoryan ist verantwortlich für die Betreuung und Beratung der Kunden von Alpha und Alpha.ch. Vor seinem Start beim Tamedia Stellenmarkt im Dezember 2006 war er während sechs Jahren als Key Account Manager für die Online-Plattform Jobs.ch tätig. Die Verpflichtung von Stavros Takvoryan erfolgt im Zug eines generellen Ausbaus der Online-Plattformen des Tamedia Stellenmarktes in den nächsten Monaten. In den Bereichen Verkauf und Produktion werden insgesamt zehn neue Stellen geschaffen. Grund dafür sind zweistelligen Wachstumsraten bei Jobwinner im vergangenen Jahr und die erfolgreiche Lancierung der Online-Kaderplattform Alpha.ch im Juni 2006.

New Impact realisiert neuen Internet-Auftritt von Swiss Bankers

New Impact, die Internet-Kommunikationsagentur mit Sitz in Bern, hat das Online-Portal von Swiss Bankers einem umfassenden Redesign unterzogen und zeichnet für die gesamte Umsetzung verantwortlich.

Die Internet-Kommunikationsagentur New Impact mit Sitz in Bern hat das Online-Portal von Swiss Bankers einem umfassenden Redesign unterzogen und zeichnet für die gesamte Umsetzung verantwortlich. Unter Berücksichtigung der zielgruppengerechten Kommunikation sowie des Service-Gedankens wurde die Benutzerführung optimiert. So implementierte die Agentur ausserdem eine umfassende Reiseländer-Informationsdatenbank. Für die Kundenberater von grosser Bedeutung ist das neu installierte Extranet, wie die Agentur mitteilt.  
New Impact bietet umfassende Lösungen in den Bereichen Interaktive Portale, Usability & Accessibility, Online-Vertriebssteuerung und Online-Redaktion.

Fauxpas oder Absicht?

Print Der neue Verbund Nordostschweiz von Thurgauer Zeitung und Landbote ist offen für die Schaffhauser Nachrichten, lässt diese aber gleichzeitig ins Abseits laufen.

Print Der neue Verbund Nordostschweiz von Thurgauer Zeitung und Landbote ist offen für die Schaffhauser Nachrichten, lässt diese aber gleichzeitig ins Abseits laufen.Der neue Verbund Nordostschweiz der beiden Zeitungen Thurgauer Zeitung (TZ) und Landbote ist ein interessantes Konstrukt. Anders als die drei Züriland-Zeitungen kommen die beiden Titel ohne gemeinsame Firma aus. Die Verlage Ziegler Druck und Verlag in Winterthur und Huber & Co in Frauenfeld haben die gemeinsamen Aufgaben geteilt. Mit der Verantwortung für die Mantelredaktion übernimmt der Landbote die publizistische Führung, die gemeinsamen Verlagsaktivitäten werden in Frauenfeld besorgt. «Die Mitsprache ist so geregelt, dass jeder Partner in beiden Bereichen Einfluss nehmen kann», sagt Urs Lüdi, Unternehmensleiter der Huber & Co. Dennoch liegt der Lead eher bei der Tamedia-Tochter Thurgauer Medien, hält sie doch mit Aboverwaltung und Anzeigengeschäft künftig sämtliche Einnahmen in der Hand. Oder anders gesagt: Der Landbote, an dem Tamedia 20 Prozent hält, begibt sich stark in Zürcher Abhängigkeit.
Ziel des neuen Verbundes sei es, «die beiden Zeitungen längerfristig fit zu halten», sagt Lüdi. Überraschend ist das nicht, das Zusammengehen hatte sich seit längerem abgezeichnet. In der konkreten Ausgestaltung ist der Verbund aber so widersprüchlich aufgegleist, dass er zumindest mittelfristig kaum einen finanziellen Mehrwert bringt. Den gemeinsamen Auftritt im Werbemarkt gab es schon bisher, einfach unter dem Namen Kombi 1a. Neu kommen einige Synergien und Kosteneinsparungen hinzu – insgesamt werden 3,2 Stellen abgebaut.
Doch parallel dazu senken TZ und Landbote ab dem 1. April 2007 auch den Kombitarif von 8 auf 15 Prozent. Das soll Mehrvolumen bringen, schmälert zunächst aber nur die Einnahmen. Das geschieht umso mehr, weil beide Verlage erst einmal in Frauenfeld in eine neue Anzeigenabteilung investieren müssen. Das kostet zudem Zeit und Lehrgeld. Denn beide Verlage haben im nationalen Werbemarkt kaum Erfahrungen und Kontakte. Die TZ ist erst seit wenigen Tagen vollständig in Eigenregie, und der Landbote bleibt noch ein Jahr in P-Vollpacht, danach wechselt er sozusagen in die Vollpacht der Tamedia-Tochter Thurgauer Medien. Diese wird dann ihr Können erst beweisen müssen.
Das Senken des bewährten Kombitarifs zeigt somit: Weil den zwei Verlagen die Kontakte zum nationalen Markt noch fehlen, müssen sie über einen günstigeren TKP auf sich aufmerksam machen. Zumal der Verbund Nordostschweiz mit insgesamt 78 000 Exemplaren aus nationaler Sicht ein Leichtgewicht bleibt.
Türen offen haltenDas wissen auch Lothar Dostal, Geschäftsführer von Ziegler Druck, und Lüdi, und darum betonen beide, dass sie die Türen ihres Verbundes für die Schaffhauser Nachrichten (SN) weit offen halten. Denn erst mit der SN würde der neue Verbund die Auflagengrenze von 100 000 Exemplaren überschreiten. Vor einem Jahr war die SN denn auch in die Verbund-Gespräche einbezogen worden, stieg aber bald wieder aus. «Wir wollen keine Zeitung machen, die gleich aussieht wie die TZ und der Landbote», sagt SN-Chefredaktor und Verleger Norbert Neininger. Zudem wäre die SN-Druckerei mit einer 4-Bund-Zeitung überfordert. Doch gerade weil Dostal und Lüdi um Neiningers Streben nach Eigenständigkeit wissen, legten sie den neuen Verbund bewusst so an, dass er ohne gemeinsame Tochterfirma auskommt – quasi als Geste des guten Willens und auf die Zukunft hin. Auch das Kombi 1b, das die SN mit einbezieht, halten sie aufrecht.
Dennoch verhalten sie sich auch der SN gegenüber widersprüchlich. So war die Tarifreduktion bei der Nordostschweiz (Kombi 1a) nicht mit Neininger abgesprochen, obwohl das Kombi 1b, dem auch die SN angehört, darauf aufbaut. Offen ist nun, ob das Kombi 1b bei seinem Tarif bleibt oder ob dieser analog zum Kombi 1a gesenkt wird. So oder so muss die SN mit Umsatzeinbussen rechnen. Obwohl vom Schritt der Nordostschweizer überrascht, gibt sich Neininger gelassen und setzt auf Gespräche. Er scheint eher an einen Fauxpas zu glauben als an den Versuch von TZ und Landbote, die SN zusätzlich zu isolieren. Verhandeln will er ohnehin. «Im kommerziellen Bereich machen wir alles mit, was Sinn macht», sagt er mit Blick auf die vom Verbund geplanten Immobilien- und Stellenbeilagen. Es sei zumindest nicht ausgeschlossen, dass er noch per 1. April einsteigen werde, sagt Neininger.   
Der Verbund im ÜberblickDie beiden Titel
Thurgauer Zeitung (TZ) und Landbote treten ab 2. April 2007 im Untertitel als «Die Nordostschweiz» auf. Der neue Verbund sieht eine gemeinsame Mantelredaktion in Winterthur und die Bündelung des gemeinsamen Verlagsgeschäfts in Frauenfeld vor. Insgesamt werden 3,2 Stellen abgebaut. Chefredaktorin des gemeinsamen Mantels wird Colette Gradwohl, die Chefredaktorin des Landboten. Für TZ-Chefredaktor Andreas Netzle, der Mitte Jahr in die Politik wechselt, wird noch im ersten Quartal ein Nachfolger ernannt. Der optische Auftritt der TZ gleicht sich auf den 2. April hin dem Layout des Landboten an, die TZ wird auch wie der Landbote als 4-Bund-Zeitung erscheinen.Den Verlag des Landboten leitet weiterhin Felix Walder, die Leitung der gemeinsamen Verlagsgeschäfte (Aboverwaltung, Beilagenredaktion, Marketing, Druckvorstufe, Vertrieb) übernimmt aber Urs Bucher, Verlagsleiter der TZ. Ihm obliegt dereinst auch das gesamte Anzeigengeschäft der beiden Titel. Die TZ, die bisher das nationale Geschäft der Publicitas anvertraut hatte, steht seit Anfang 2007 ohnehin ganz auf eigenen Beinen. Der Landbote, noch bis Ende 2007 in P-Vollpacht, lässt sich die Vermarktung ab 2008 von der Thurgauer Medien besorgen. Diese baut für die lokale Vermarktung des Landboten in Winterthur ein neues Verkaufsteam auf.
Ab April lancieren die beiden Titel ferner eine neue Stellenbeilage sowie einen neuen Immobilienmarkt für die Nordostschweiz.
Keine Überraschung, aber etwas ÄrgerWeder beim St. Galler Tagblatt
noch bei der NZZ-Gruppe noch bei den Züriland-Zeitungen wurde man vom neuen Verbund überrascht. Erland Herkenrath, Geschäftsführer beim Zürcher Unterländer (ZU) und bei der ZürichseeZeitung (ZSZ), zeigt sich jedoch etwas verärgert  über den Namen «Nordostschweiz». Denn noch vor zwei Jahren existierte unter diesem Titel ein Anzeigenkombi, das sechs Titel zusammenfasste, die drei Züriland-Zeitungen (Zürcher Oberländer, ZU und ZSZ), den Landboten, die Thurgauer Zeitung und die Schaffhauser Nachrichten. Es wies 400 000 Leser aus. Der neue Verbund kommt dagegen bloss auf 150 000 Leser. «Aber wir wussten, dass sich ein geografischer Name nicht schützen lässt», sagt Herkenrath. Markus Knöpfli

Saatchi & Saatchi Simko feiert Erfolg mit «Angurten-Kampagne» und SEAT

Die Genfer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko wurde für ihre «Angurten-Kampagne» bei der 16. Ausgabe des AD Spot Awards in Florenz, dem internationalen Festival für Non-Profit und Low-Budget Kommunikation, mit dem Filmpreis in der Kategorie «Gesundheit» ausgezeichnet.

Die Genfer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko wurde für ihre «Angurten-Kampagne» bei der 16. Ausgabe des AD Spot Awards in Florenz, dem internationalen Festival für Non-Profit und Low-Budget Kommunikation, mit dem Filmpreis in der Kategorie «Gesundheit» ausgezeichnet.  
Die multimediale Angurten-Kampagne sei aber nicht nur bei Werbefestivals, sondern auch in der Praxis erfolgreich, meldet die Agentur. So ist der Anteil der Gurtenträger auf den Rücksitzen nach Angaben von Saatchi & Saatchi Simko innerhalb eines Jahres um 15 Prozent gestiegen. Sämtliche Kommunikationsmittel der Kampagne sind auf der Website
, Rubrik Kommunikation & Medien zugänglich. Die Gurtenkampagne wird von der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, dem TCS und dem Verkehrssicherheitsrat gemeinsam durchgeführt und vom Fonds für Verkehrssicherheit finanziert.  
Ausserdem hat die Genfer Agentur das Rennen um das Mandat der Marke SEAT gewonnen. Saatchi & Saatchi Simko konnte sich gegen drei renommierte Deutschschweizer Werbeagenturen durchsetzen. SEAT wird in der Schweiz von der AMAG Automobil- und Motoren AG vertrieben und vermarktet. Es ist das erste Mal, dass die AMAG eine in der Westschweiz beheimatete Agentur für die Kommunikation einer Automarke beauftragt.

BMB gewinnt Telekurs Multipay-Budget

Die Zürcher Werbeagentur BMB Baertschi, Meroni & Bolleter wurde von Telekurs Multipay mit der Lancierung der Dienstleistung Mobile Voucher beauftragt.

Die Zürcher Werbeagentur BMB Baertschi, Meroni & Bolleter wurde von Telekurs Multipay mit der Lancierung der Dienstleistung Mobile Voucher beauftragt. Das Mandat umfasst die Entwicklung eines neuen Kommunikationsauftritts und zahlreiche Werbemassnahmen.  
Mobile Voucher wird exklusiv von Telekurs angeboten und soll den Besitzern von Prepaid-Handys ermöglichen, noch einfacher Guthaben auf ihr Mobiltelefon zu laden. Anstelle der bisherigen Rubbelkarte erhält der Handy-Besitzer gegen Bezahlung einen persönlichen Gutschein – den Voucher. Der auf dem Gutschein aufgedruckte Geheimcode aktiviert bei Eingabe im Mobiltelefon umgehend das neue Guthaben. Mobile Voucher ist seit Anfang Januar 2007 an allen Migros-Kassen erhältlich. Zudem gibt es Mobile Voucher bald auch im Kleidergeschäft, an der Tankstelle, beim Coiffeur oder im Restaurant.

Snap Film ist im Netz

Wettbewerbe Die Gewinneridee des letztjährigen Snap Film Viral Spot Contests ist verfilmt und kann im Netz bestaunt werden.

Wettbewerbe Die Zürcher Produktionsfirma Snap Film und Demeulemeester Publicité haben im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Werbewoche einen Snap Film Viral Spot Contest organisiert. Gewonnen hat die Idee «Briefmarke» von Maren Beck. Zum Thema Deodorant lässt sie eine Briefmarke unter einer schwitzenden Achselhöhle befeuchten. Jetzt ist der Spot fertig und kann unter www.snapfilm.ch angesehen werden. Produziert wurde das Werk auch mit Sponsoring-Hilfe von Produzent Michael Kindermann, Regisseur Luzius Rüedi, Darsteller Krischan Krone, Kameramann Marco Barberi sowie Hastings Tonstudio, Megarent und Swisstudio.

Neuer Leiter bei der Tagi-Bundeshaus-Redaktion

Roland Schlumpf, stellvertretender Chefredaktor des Tages-Anzeigers, übernimmt im Frühling die Leitung der fünfköpfigen Bundeshausredaktion der Zürcher Tageszeitung.

Roland Schlumpf, stellvertretender Chefredaktor des Tages-Anzeigers, übernimmt im Frühling die Leitung der fünfköpfigen Bundeshausredaktion der Zürcher Tageszeitung, wie der Persoenlich.com berichtet. Schlumpf tritt die Nachfolge von Bruno Vanoni an, der den Tages-Anzeiger nach über elf Jahren verlässt. Vanoni erhielt 2004 für seine Berichte über eine Geheimdienstintrige im Bundesrat den Zürcher Journalistenpreis. Er verlässt die Medienwelt und wird als Öffentlichkeitsbeauftragter für den Fonds Landschaft Schweiz arbeiten. Die Nachfolge von Roland Schlumpf ist noch nicht bestimmt.

Serendipity

Kolumne Traditionelle Massenmedien bieten in Konkurrenz zur individualisierten Webkommunikation auch überraschende Reisen in exotische Gefilde, schreibt Josefa Haas.

Kolumne Traditionelle Massenmedien bieten in Konkurrenz zur individualisierten Webkommunikation auch überraschende Reisen in exotische Gefilde.Medien vermitteln Wissen und Erfahrungen, zu denen wir sonst keinen oder sehr schwierig Zugang hätten. Wir schauen in Zeitungen, Zeitschriften, Bücher sowie Websites und hören in Radioprogramme und Podcasts rein. Sie garantieren, dass wir nach dem Genuss der Inhalte um ein Erlebnis reicher sind. Diese Medien ermöglichen uns unvorhersehbare Begegnungen, neue Erkenntnisse und überraschende Perspektiven. Häufig finden wir etwas, wonach wir gar nicht gesucht haben.Die Stärke der Medien ist die Serendipity. Mit diesem Begriff beschreibt die Wissenschaftssoziologie zufällige Beobachtungen, die zu überraschenden Entdeckungen führen. Serendip war die persische Bezeichnung des heutigen Sri Lanka. Drei Prinzen entdeckten die Insel zufällig, so will es die Legende. Wie die Prinzen, begeben sich auch Mediennutzende auf eine Reise, bei der sie gelegentlich das Ziel aus den Augen verlieren und dafür in exotische Landschaften vorstossen.
Demgegenüber gleichen die individualisierten Kommunikationsangebote wahren Schrebergärten: Da wachsen nur Früchte, die man selber gepflanzt hat. Wildwuchs wird säuberlich gejätet und ausgegrenzt. Was jedoch für Kraut und Kartoffeln Sinn macht, das tut es auch bei der Suche nach simpler Information, etwa nach Adressen und Telefonnummern im Netz. Bei dieser Form von Informationsvermittlung steht Effizienz im Zentrum, Kreativität wäre hier Zeit- und Energieverschwendung. In den Webgemeinschaften finden sich Menschen mit gleichen Interessen, Vorstellungen und Zielen. Dank dem WWW können sie sich global austauschen und unterstützen. Anstelle geografischer Begrenztheit steht hier ideelle Beengtheit.
Wer den Rest der Welt nicht aus den Augen verlieren will, riskiert einen Blick in General-Interest-Medien: Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften, Vollprogramme von Radio- und Fernsehstationen und entsprechende Webangebote. Diese Medien konfrontieren uns mit gezielt gesuchten und zufällig gefundenen Informationen und Gedanken. Die Bindung an diese Medien ist auch eine Folge des Vertrauens in ihre Leistungen: Der Spiegel, der diese Woche seinen sechzigsten Geburtstag feiert, ist ein Verführungsspezialist für lange Lesereisen. Nachdem er eine Zeitlang versucht hat, journalistischen Moden zu folgen, besann er sich wieder auf seine Tradition des Geschichtenerzählers. Die Leserinnen und Leser lassen sich dabei auf Themen ein, die sie persönlich nicht virulent betreffen. Doch sie wissen, dass die Lektüre stets die eine oder andere Überraschung birgt.
Aus der Serendipity definieren sich die Möglichkeiten und Grenzen des redaktionellen Marketings. Zu wissen, was das Publikum will, ist gut und recht. Damit kann idealerweise die Vergangenheit analysiert, die Gegenwart abgebildet werden. Wer sich jedoch von der Marktforschung die Zukunft diktieren lässt, wird jeden Trend verpassen. Medien leben von Kreativität, diese beinhaltet immer einen Schritt ins Ungewisse. Ohne den Mut zum Risiko bleiben Medienprodukte ein Abklatsch des Alltags. Denn etwas wissen wir: Es gibt ein Publikum, das überrascht werden will.
Oft sind die Redaktionen aber selber Schrebergärten und funktionieren häufig nach dem Prinzip: Gleich zu gleich gesellt sich gern. Die Offenheit für Unvertrautes oder Fremdes ist auch bei Journalisten nicht ohne Schranken. Auch Neugierde kann mehr oder weniger generell sein. Für Redaktionen nur bedingt produktiv ist diese, wenn sie sich nur auf neue Episoden der ewiggleichen Seifenoper beschränkt.
In den Redaktionen muss deshalb die Bereitschaft bestehen, sich auf Neues einzulassen. Dank einer Redaktionskultur, die Vielfalt, Offenheit, Respekt vor Unvertrautem fördert und pflegt, können sich überraschende Perspektiven eröffnen. Für Medien, die sich nicht in Nischenmärkten bewegen, sondern sich an die gemischte Nutzerschar einer Region wenden, ist Vielfalt ein Muss. In die Gärten gehören deshalb exotische Pflanzen, und die Gärtner müssen hie und da eine Reise tun.
Josefa Haas ist Leiterin des Medieninstituts

Euro RSCG Zürich arbeitet künftig auch am Sonntag

Euro RSCG Zürich hat die Konkurrenzpräsentation um das SonntagsBlick-Etat gewonnen.

Euro RSCG Zürich hat die Konkurrenzpräsentation um das SonntagsBlick-Etat gewonnen. «Die klare Markenpositionierung, die crossmediale Strategie und die konsistenten und zugleich vielfältigen, innovativen Kreativideen von Euro RSCG Zürich haben uns überzeugt», begründet Dietrich Berg, Verlagsdirektor Blick/SonntagsBlick, seinen Entscheid. Frank Bodin, CEO Euro RSCG Gruppe Schweiz, zeigt sich erfreut über den Gewinn und bemerkt: «Für eine so starke Marke arbeiten wir auch gerne am Sonntag».  
Ausserdem wurde Euro RSCG Worldwide zur «Global Agency of the Year» 2006 gewählt, wie Advertising Age diese Woche berichtete. Die Agentur wurde aufgrund einer Reihe von Kriterien ausgewählt, unter anderem wegen des Geschäftszuwachses auf internationaler Ebene, wegen der überlegenen Führung und Innovation der Agenturleitung und aufgrund der kreativen sowie wirkungsvollen Marketingkampagnen für Kunden. Im letzten Monat wählte Campaign Euro RSCG Worldwide zum «Advertising Network of the Year» und stellte ebenfalls die starke Führungsleistung des Leitungsteams der Agentur heraus sowie die eindrucksvolle Reihe weltweiter Neuabschlüsse.

Code des Wohlverhaltens

Presse An der Dreikönigstagung präsentierte Res Strehle die Früchte beharrlichen Bemühens um einen Ehrenkodex zwischen Werbern und Verlegern.

Presse An der Dreikönigstagung präsentierte Res Strehle, Magazin-Chefredaktor und Präsident der Chefredaktorenkonferenz, die Früchte beharrlichen Bemühens um einen Ehrenkodex zwischen Werbern und Verlegern. Anlass für diesen Kodex ist der zunehmende Druck von Werbung und Public Relations auf den redaktionellen Raum. Das zunehmende Bröckeln der so genannten Chinesischen Mauer war am Verlegerkongress im September 2005 in Interlaken bereits ein öffentliches Thema. Die Schweizer Chefredaktoren haben seither Empfehlungen ausgearbeitet, die vom Verband Schweizer Presse sowie den Werbeorganisationen (BSW, SWA, ASW) unterzeichnet wurden.
Im Grundsatz wollen sich die Unterzeichnenden uneingeschränkt an das Prinzip der vollen Transparenz gegenüber dem Publikum halten, damit dieses zwischen redaktionell verantworteten beziehungsweise kommerziell beeinflussten Inhalten unterscheiden kann. Weiter dürfen Anzeigen durch ihre Gestaltung nicht den Eindruck erwecken, sie seien redaktioneller Bestandteil des Mediums. Jede Form von Sponsoring muss ausserdem deklariert werden.
René Worni

Günstiger sterben in Solothurn

Marketing Das Solothurner Tagblatt setzt weiter auf Gratis-Todesanzeigen zur Gewinnung von Lesern.

Marketing Das Solothurner Tagblatt setzt weiter auf Gratis-Todesanzeigen zur Gewinnung von Lesern.Das Solothurner Tagblatt (ST), ein Split der Berner Zeitung, publiziert lokale Todesanzeigen auch 2007 wieder gratis. Der Hintergrund: Die Anzahl lokaler Todesanzeigen in einem Titel gelten als Gradmesser für die Verankerung eines Titels. Das ST, das seit Oktober 2001 gegen die Solothurner Zeitung Fuss fassen will und sein Verteilgebiet im letzten Sommer noch erweiterte, ist an einer raschen Verankerung interessiert.Das ST ist derzeit wohl die einzige Schweizer Zeitung mit einem solchen Angebot, nicht einmal die neuen Tagi-Splits im Zürcher Umland greifen zu diesem Kampfmittel. Klar, sie würden damit ihr Hauptblatt torpedieren. Doch dem Vernehmen nach ist die Zahl von Todesanzeigen in Tagi-Splits noch äusserst mager.
Bis Ende 2006 bot auch das Tagblatt für den Kanton Thurgau, ein Split des St. Galler Tagblatts, kostenlose Todesanzeigen an – aber nur in den Bezirken Weinfelden und Kreuzlingen, in denen die Thurgauer Zeitung (TZ) angegriffen werden sollte. «Das Angebot war ein Element zur Förderung der Leserbindung», sagt Verlagsleiter Daniel Ehrat. Mit wenig Erfolg. «Wir haben damit wenig bewegt. Es gab aus diesen Bezirken kaum Todesanzeigen», sagt er. Mit der neuen Kooperation zwischen Tagblatt und TZ wurde das Gratisangebot nun eingestellt.

Markus Knöpfli

Suva engagiert neue Kommunikationschefin

Daniela Bassi Schmid ist die neue Leiterin der Abteilung Kunden und Partner bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva.

Daniela Bassi Schmid (37) ist die neue Leiterin der Abteilung Kunden und Partner bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva. Die Betriebswirtschafterin arbeitete zuletzt als Leiterin Marketing und Kommunikation bei der TV Productioncenter Zürich AG Tpc. Im Frühjahr 2007 wird sie bei der Suva die Nachfolge von Pius Wedekind antreten. Dieser tritt nach 33 Jahren bei der Suva in den Ruhestand, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
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