Nicht ganz wasserdicht
Versicherungen Nach animierten Schadenskizzen für die virale Szene hat Wirz wieder zwei Filme für Die Mobiliar gedreht.
Versicherungen Nach animierten Schadenskizzen für die virale Szene hat Wirz wieder zwei Filme für Die Mobiliar gedreht.Die Latte ist hoch gelegt: Seit dem legendären Milch-Spot mit der Fussball spielenden Kuh (1994) hat kein anderer Schweizer Spot so viele Awards gewonnen wie der Mobiliar-Film «Fotograf». Mehr als ein Dutzend grosse Preise sind zusammengekommen – darunter auch ein Löwe in Cannes –, und eben erst ist der zum Glück versicherte Scherbenhaufen auch beim Schweizer ADC mit der begehrten Goldwürfel ausgezeichnet worden. Wie also weiter und nachdoppeln?Die Kreativen bei Wirz und Wirz (Werbung und Film) haben den richtigen Weg nicht selber zu verantworten gewagt und sich stattdessen auf ein GPS verlassen. Damit sind die Kreativen leider grässlich getaucht – und befinden sich tief unter Wasser wieder auf dem besten Weg, für Die Mobiliar auch in diesem Jahr ein paar schöne Preise ins Trockene zu bringen.
Film Nummer 15 und 16 sind wieder vom gleichen Team realisiert worden. Für den «Lieblings-Spot» von CD Matthias Freuler hat Regisseur Ernst Wirz von Wirz & Fraefel diesmal aber etwas tiefer als auch schon in die Trickkiste greifen müssen. Der Spot «Navi» erzählt die Geschichte eines Pärchens, das sich ganz auf die Anweisungen seines GPS verlässt und sich dabei ziemlich arg verfährt. «Liebe Mobiliar, mein Navigationsgerät fand zwar die Fähre auf Anhieb, erkannte aber nicht, dass diese gerade am andern Ufer …»
Das Auto mit dem unglücklichen Pärchen steht dabei natürlich nicht unter Wasser. Das feuchte Element wurde ebenso wie die Fische im Studio per Computer dazu gegossen. Und da sich in den Archiven leider kein verdutzt drein blickender Fisch fand, wurde schliesslich auch dieser mit elektronischen Mitteln zum Erschrecken gebracht.
Bedenken bei der Idee hat es anfangs beim Auftraggeber gegeben, weil hier zwar eine lustige, aber dennoch tödliche Gefahr dramatisiert werden sollte. Da der Mann aber ein Schadenprotokoll ausfüllen konnte, hat er die Irrfahrt unter Wasser offensichtlich überlebt …
Ein solches Unglück hat sich tatsächlich schon einmal zugetragen. Wirz Werbung liess sich für diesen Film von einer Zeitungsnotiz inspirieren. Neu im Konzept der Serie ist, dass hier erstmals ein Schaden nicht vor laufender Kamera abläuft, sondern bereits passiert ist. Umso eindrücklicher deshalb, wie das Filmteam hier eine Spannung aufbauen kann – nur mit einem Paar, das reglos in einem Auto sitzt. «Ein Mini-Ehedrama», meint Freuler, denn der Mann hat sich voll und ganz auf das GPS verlassen, statt wie bis anhin auf seine ständig alles besser wissende Ehefrau zu hören.
Der zweite Film der neuen Serie baut mehr auf Klamauk. Beim Spot «Kappelerbrücke» sehen wir einen jungen Mann, der eine Gruppe von Japanern filmen sollte, dabei aber dummerweise von der Brücke fällt. Stilvoll vertont wurden beiden Spots bei Jingle Jungle.
Andreas Panzeri
Film Nummer 15 und 16 sind wieder vom gleichen Team realisiert worden. Für den «Lieblings-Spot» von CD Matthias Freuler hat Regisseur Ernst Wirz von Wirz & Fraefel diesmal aber etwas tiefer als auch schon in die Trickkiste greifen müssen. Der Spot «Navi» erzählt die Geschichte eines Pärchens, das sich ganz auf die Anweisungen seines GPS verlässt und sich dabei ziemlich arg verfährt. «Liebe Mobiliar, mein Navigationsgerät fand zwar die Fähre auf Anhieb, erkannte aber nicht, dass diese gerade am andern Ufer …»
Das Auto mit dem unglücklichen Pärchen steht dabei natürlich nicht unter Wasser. Das feuchte Element wurde ebenso wie die Fische im Studio per Computer dazu gegossen. Und da sich in den Archiven leider kein verdutzt drein blickender Fisch fand, wurde schliesslich auch dieser mit elektronischen Mitteln zum Erschrecken gebracht.
Bedenken bei der Idee hat es anfangs beim Auftraggeber gegeben, weil hier zwar eine lustige, aber dennoch tödliche Gefahr dramatisiert werden sollte. Da der Mann aber ein Schadenprotokoll ausfüllen konnte, hat er die Irrfahrt unter Wasser offensichtlich überlebt …
Ein solches Unglück hat sich tatsächlich schon einmal zugetragen. Wirz Werbung liess sich für diesen Film von einer Zeitungsnotiz inspirieren. Neu im Konzept der Serie ist, dass hier erstmals ein Schaden nicht vor laufender Kamera abläuft, sondern bereits passiert ist. Umso eindrücklicher deshalb, wie das Filmteam hier eine Spannung aufbauen kann – nur mit einem Paar, das reglos in einem Auto sitzt. «Ein Mini-Ehedrama», meint Freuler, denn der Mann hat sich voll und ganz auf das GPS verlassen, statt wie bis anhin auf seine ständig alles besser wissende Ehefrau zu hören.
Der zweite Film der neuen Serie baut mehr auf Klamauk. Beim Spot «Kappelerbrücke» sehen wir einen jungen Mann, der eine Gruppe von Japanern filmen sollte, dabei aber dummerweise von der Brücke fällt. Stilvoll vertont wurden beiden Spots bei Jingle Jungle.
Andreas Panzeri
