Stämpfli goes East

Druck Mit der Stämpfli Polska Sp. z o.o. will die Stämpfli-Gruppe in Polen Fuss fassen.

Druck Mit der Stämpfli Polska Sp. z o.o. will die Stämpfli-Gruppe in Polen Fuss fassen. Die neue Firma, so teilt das Berner Unternehmen mit, konzentriere sich vorerst auf Leistungen der Medienvorstufe und Koordinationsleistungen als Generalunternehmer. Dr. Rudolf Stämpfli, VR-Präsident der Stämpfli AG, sieht im Ausbau des Unternehmens die Chance, «rasch und eigenständig zu wachsen». Die Stämpfli Polska wird Medienvorstufen- und Koordinationsleistungen vorwiegend für den polnischen Markt erbringen. Schritt für Schritt sollen neben den Medienvorstufenleistungen weitere Dienstleistungen aufgebaut werden, so zum Beispiel Verlagsleistungen. Die Publikationssysteme der Stämpfli all media AG sollen spätestens anfangs 2008 auf dem polnischen Markt eingeführt werden.

Stephan Küng präsidiert IGEM

Die Mitgliederversammlung 2007 der Interessengemeinschaft elektronische Medien vom 6. Februar hat einstimmig Stephan Küng, CEO der Mediaagentur Initiative Zürich, zum neuen Präsidenten gewählt.

Die Mitgliederversammlung 2007 der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) vom 6. Februar hat einstimmig Stephan Küng, CEO der Mediaagentur Initiative Zürich, zum neuen Präsidenten gewählt. Nachfolger des zurückgetretenen Vorstandsmitgliedes Andy Lehmann ist Urs Rueb von der Berner Mediaagentur Mediaplus. Der übrige Vorstand bleibt unverändert.

TV-Genuss auf dem Faltrechner

Web-Fernsehen Web-TV ist im Kommen. Ein Anbieter bringt 41 Programme kostenlos auf den Computerbildschirm.

Web-Fernsehen Web-TV ist im Kommen. Ein Anbieter bringt 41 Programme kostenlos auf den Computerbildschirm. Die bewegten Bilder auf den Websites nehmen stetig zu. In der Regel sind es Videobeiträge, womit die Textinformationen um die visuelle Dimension erweitert werden. Im Unterschied zu Videopodcasts, die sich auf den Rechner laden und weiter verbreiten lassen, muss man wohl bei Beiträgen, die nur über einen (in der Regel vom Anbieter gestellten) Player konsumiert werden können, von Fernsehen oder von Internet-TV sprechen. Solche Angebote, im Internet fern zu sehen, sind im Kommen. Kürzlich gab die Pendlerzeitung 20 Minuten den Ausbau ihrer Internet-TV-Aktivitäten bekannt. Das bestehende Angebot von täglich drei News-Sendungen wächst um mindestens zwei zusätzliche Videobeiträge täglich. Die Dienstleistung läuft unter dem neuen Label «20 minuten tv», womit klar signalisiert wird, dass es sich um Fernsehen und nicht «bloss» um Videos handelt. Zwei neue Sendungen pro Woche geben Überblicke zum aktuellen Geschehen in Film und Kino sowie über Trends aus der Musikwelt. Dazu benützen die Macher einen neuen Videoplayer, der interaktives Fernsehen ermöglichen soll.
Bereits im vergangenen November hat auch die kleine JungfrauZeitung begonnen, die Texte auf der Webseite mit selbstgedrehten Videobeiträgen um Bild und Ton zu erweitern.
Dem Traum vom Fernsehen auf dem Rechner kommt indessen das noch junge Startup Zattoo am nächsten. Es liefert derzeit 41 Sender gratis auf das volle Bildschirmfomat. Die Fernsehbilder haben kaum Störungen, ist die volle Bandbreite einmal erreicht. Das dauert in der Regel wenige Sekunden. Dagegen nimmt sich zum Beispiel der Wetterbericht von SF meteo auch bei voller Bandbreite bescheiden aus. 
Einfach und übersichtlichZattoo arbeitet nach dem von den Musiktauschbörsen bekannten Peer-to-Peer-Prinzip, das den Stream aus mehreren Quellen zusammensetzt und so zu fernsehähnlichen Bedingungen  auf dem Rechner führt. Der Player lässt sich einfach von zattoo.com herunterladen, die Bedienung könnte einfacher nicht sein und beschränkt sich im Wesentlichen auf einen Lautstärkeregler und die Liste mit den 41 anwählbaren Sendern. Und sie steht im krassen Gegensatz zu den mitunter komplizierten Internetangeboten auf den hauseigenen Sites der Sender. «Sendeanstalten fühlen sich mit dem Internet immer noch nicht recht wohl», meint Bruno Giussiani, Publizist, Buchautor und Spezialist für Internetkommunikation. «Sie haben meist aufwändige Websites, die primär auf Werbeeinnahmen abzielen und bisher die Online-Gemeinde von den Videofeeds fernhielten.»
Zattoo startete im vergangenen August mit einer Beta-Version und vier SRG-Sendern ausschliesslich in der Schweiz. Ende Januar haben die Macher jetzt auf 41 Sender aufgerüstet. Wer BBC auf dem Kabel vermisst, der kann es sich mühelos auf seinen Laptop holen. Von den umliegenden Ländern sind die öffentlich-rechtlichen Sender verfügbar sowie die wichtigsten Privatstationen. Die Macher wollen mittelfristig Zattoo weltweit verbreiten und mehr Kanäle anbieten, als jemals auf einem herkömmlichen Fernseher zu empfangen sind. Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen, deren Gründer gemeinsam an der University of Michigan  die Technologie entwickelt haben, unterhält in den USA und in Zürich Büros. Auch wenn Zattoo den Kinderschuhen entwachsen sein wird, soll es eine kostenlose Basisversion des Browsers geben. Darüber hinaus planen die Macher, eine Palette bezahlter Dienste bereitzustellen.
Hinweis auf die stetige Annäherung von Fernsehen und Internet: Umgekehrt hat das Schweizer Fernsehen sein Internetangebot um einen neuen Dienst ergänzt. Von SF produzierte Sendungen, die man bisher im Schnitt während 30 Tagen auf den Computerbildschirm streamen konnte, können jetzt neu auch direkt und vom Rechner losgelöst an Fernsehgerät betrachtet werden.
René Worni

GB: Dickmacher-Werbung erst ab 21 Uhr

In England üben Gesundheitsaktivisten gemeinsam mit Parlamentsabgeordneten Druck auf die Regierung aus, um härtere Bestimmungen für Junk-Food-Werbung durchzusetzen.

In England üben Gesundheitsaktivisten gemeinsam mit Parlamentsabgeordneten Druck auf die Regierung aus, um härtere Bestimmungen für Junk-Food-Werbung durchzusetzen. Die Abgeordneten unterstützen einen privaten Initiativantrag, dessen Werberegulierung weiter geht, als die der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom (siehe ). Im neuen Antrag geht es um ein komplettes Verbot jeglicher Werbung für Dickmacher vor 21 Uhr. Das Verbot soll die Jugendlichen und Kinder vor den Gefahren von Übergewicht und Fettleibigkeit schützen.Nach der Meinung einer Abgeordneten der Labour-Partei verringert das Verbot die Gewichtsprobleme bei Kindern, wie Pressetext berichtet. Ofcom verschärfte zwar bereits im November 2006 die Bestimmungen, diese gehen den Gesundheitsaktivisten aber nicht weit genug. Die Fernseh- und Werbebranche befürchtet finanzielle Einbussen, sollte die Forderung in Kraft treten.

Martini Hirschi ist der neue Leiter Revision bei SRG

Der Verwaltungsrat der SRG  hat Martin Hirschi zum neuen Leiter der Revisionsstelle gewählt. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer löst Beat Häring ab, der im Verlaufe dieses Jahres in Pension geht.

Der Verwaltungsrat der SRG  hat Martin Hirschi zum neuen Leiter der Revisionsstelle gewählt. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer löst Beat Häring ab, der im Verlaufe dieses Jahres in Pension geht, wie der Mitteilung des Unternehmens zu entnehmen ist. Hirschi ist seit November 2005 in der internen Revision tätig. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre bei Ernst & Young; als stellvertretender Direktor beriet und überprüfte er Firmen in verschiedenen Branchen. Bei der SRG hat Hirschi die Konzeption eines tragfähigen Kontrollsystems stark mitgeprägt.

Zu guter Letzt: Second Life mausert sich zu ernstzunehmender Parallelwelt

Der Alltag verlagert sich dank Second Life immer stärker ins Netz. Immer mehr Menschen schaffen sich auf Second Life ein zweites Leben, das genau gleich oder aber auch ganz anders sein kann als das wirkliche.

Der Alltag verlagert sich dank Second Life immer stärker ins Netz. Immer mehr Menschen schaffen sich auf Second Life ein zweites Leben, das genau gleich oder aber auch ganz anders sein kann als das wirkliche. Vielleicht flüchten sie auch nur, um sich für kurze Zeit von der Realität zu verabschieden, um im Virtuellen die Realität zu übertölpeln.Bereits 3,2 Millionen User haben sich ein zweites Ich geschaffen und leben in einer parallelen Welt im Internet. Jeder kann eine eigene Rolle erfinden. Jeder ist hier drin sein eigener Regisseur und Schauspieler. Second Life ist das virtuelle Abbild der realen Welt. Dass immer mehr Konzerne wie zum Beispiel Toyota, Reebock oder BBC ihre Produkte auf der Internetplattform vertreiben, zeigt die Bedeutung, die die virtuelle Welt in den letzten Jahren erhalten hat. Weil Second Life immer mehr der realen Welt gleicht, entwickelt sich die Plattform zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsraum in dem reales Geld verdient werden kann. Reale Dollars können gegen die Second Life Währung Linden-Dollars getauscht werden. Es gibt sogar Menschen, die ihren realen Lebensunterhalt in der virtuellen Welt erwirtschaften.
Auch Schweizer Unternehmen fassen in Second Life Fuss. Das Neue Medien Haus Mitlinks eröffnet als erste Schweizer Agentur ein Büro, das alles rund um die Realisierung von Auftritten in dieser boomenden virtuellen Welt anbietet. Mitlinks entwickelt für Unternehmen Markenauftritte, dabei werden Gebäude und Werbepräsenzen realisiert und vielleicht gibt’s den Ronorp auch bald für alle Second Lifeler.

JWT+H+F inszeniert Supermamis für Knorr

Die Zürcher Agentur JWT+Hostettler+Fabrikant (JWT+H+F) hat für das 100-jährige Jubiläum des Nahrungsmittelkonzerns Knorr eine Plattform gebaut. Diese präsentiert im Geburtstagsjahr die Supermamis.

Die Zürcher Agentur JWT+Hostettler+Fabrikant (JWT+H+F) hat für das 100-jährige Jubiläum des Nahrungsmittelkonzerns Knorr eine Plattform gebaut. Diese präsentiert im Geburtstagsjahr die Supermamis. Im Rahmen dieses Projektes zelebriert Knorr in Anzeigen und Radiospots Schweizer Mamis. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit B6 Brand Emotion redaktionelle Kooperationen zur Thematik Supermami lanciert, mehrere Schweizer Magazine und Zeitungen stellten Prominente und weniger Prominente Supermamis vor. Mit einer Fortsetzung der «Genial einfach Kochen»-Rezepthefte, erhalten Mamis und Familien darüber hinaus ein Jubiläumsgeschenk. Ihre ganz persönliche Supermami können Familien und Freunde schliesslich in einem grossen Wettbewerb nominieren.

Sicherheit über alles

Betriebssystem Microsoft schickt mit Windows Vista das nach eigenen Angaben bislang grösste Update seines Betriebssystems ins Rennen. Es soll auch das derzeit sicherste System sein.

Betriebssystem Microsoft schickt mit Windows Vista das nach eigenen Angaben bislang grösste Update seines Betriebssystems ins Rennen. Es soll auch das derzeit sicherste System sein.Lange waren Betriebssysteme vordergründig ein notwendiges Übel, um «darauf» Programme auszuführen. Ein Paradebeispiel war MS DOS, das genau diese Aufgabe erledigte – und mehr nicht. Mit dem Wandel vom Arbeitsplatzrechner hin zum multifunktionalen Gerät, das sowohl in weiten Bereichen den Arbeitsalltag als auch das Privatleben verändert hat, haben sich auch die Anforderungen an Betriebssysteme verändert. Mehrere Gigabyte gross und fast ebenso viel Arbeitsspeicher fressend, unterstützt diese Basissoftware die Menschheit zunehmend beim Kommunizieren und ist Schnittstelle für digitale Eingabe- (Digitalkamera, Videokamera, Musik- und Filmdatenträger, IP-Telefone) und Ausgabegeräte (Monitore und Beamer, Drucker, externe Datenspeicher etc.). Um den laufenden Änderungen in diesen Bereichen gerecht zu werden, müssen die Betriebssysteme hin und wieder aktualisiert werden – aber wohl auch, um Geld in die Kassen der Hersteller zu spülen.
Sicherer – und mehr DurchblickEine solche bedeutende Aktualisierung ihres Betriebssystems hat Microsoft kürzlich vorgenommen. Vorgestellt wurde deren neues System Windows Vista Ende Januar – auf der ganzen Welt mehr oder weniger zeitgleich. Peter Waser, Generalmanager Microsoft Schweiz, brachte die Highlights von Vista an einem Launch-Event auf dem Berner Waisenhausplatz auf den Punkt: «Vista ist sicherer, einfacher und ermöglicht einen besseren Umgang mit digitalen Medien.» Für die Stabilität des Systems habe Microsoft im System einen eigenen Layer integriert; stürzt eine Applikation ab, dann muss dieser Crash nicht mehr das System selbst betreffen. Dank unter anderem dieser Auftrennung sei es nun auch für Hacker schwerer, sich von aussen Zugang zu einem mit Vista ausgerüsteten Rechner zu verschaffen. Microsoft-CEO Bill Gates hat sich im Vorfeld der Ankündigung über Vista in einem Interview zur Sicherheit geäussert und behauptet, dass es sich bei Vista um das derzeit sicherste Betriebssystem handle. Es bleibt hier abzuwarten, wie lange diese Aussage Gültigkeit hat.
Neu in Vista ist eine Darstellungsvariante im Windows Explorer, die eine Vorschau eines Dateiinhalts liefert – dies ist besonders praktisch, wenn man nach Bildern sucht. Einfacher wird auch das Zusammenstellen und Erstellen bzw. das Brennen von DVD-Datenträgern, wozu vorgefertigte Themen verwendet werden können. Die neue, Aero genannte Oberfläche gefällt – was Geschmackssache ist und worüber sich bekanntlich streiten lässt. Sehr praktisch und gefällig ist eine innovative, Windows Flip 3D genannte Technologie, die geöffnete Fenster leicht abgedreht und perspektivisch hintereinander angeordnet vorhält. Derart kann sehr einfach – bei Bedarf vom Rollrad der Maus unterstützt – zwischen offenen Fenstern gewechselt werden.
Wer hats erfunden?Nachdem die Anwender sechs Jahre lang «Erfahrungen» bzw. eXPeriences mit Windows XP sammeln konnten, ist es nun Zeit für einen «Wow»-Effekt – das zumindest vermittelt Microsofts aktuelle Werbebotschaft. Dieser Effekt soll sich einstellen, wenn das neue Betriebssystem Windows Vista (Vista) angewendet wird. Doch was ist neben dem bereits Erwähnten so revolutionär, so grundlegend neu an Vista?
Für die meisten PC-Anwender der Welt vieles. Allerdings dürften einige als neu angepriesene Innovationen Mac-OS-X-Anwendern irgendwie bekannt vorkommen… Schaut man sich beide Systeme an, so fällt auf, dass es zwischen Mac OS X 10.4 und Windows Vista grosse Ähnlichkeiten gibt. Die Unterschiede reduzieren sich oft nur darauf, wo die Funktion angeordnet oder wie sie bezeichnet wurde. Zwei Beispiele, die das veranschaulichen sollen: Die Suchtechnologien Spotlight (Apple) und Microsofts Such-funktion unterscheiden sich lediglich darin, dass Apple die Funktion oben rechts und Microsoft sie unten links zugänglich macht – beide durchsuchen das System nach eingegebenen Begriffen und tun dies gar in Dokumenten, E-Mails etc. und listen als Resultat die Ergebnisse auf. Zweites Beispiel: Vistas «Sidebar». Dieses Tool ermöglicht den Zugriff auf kleine Hilfsapplikationen (Uhr, Kalender, dynamisch aktualisierte Aktienkurse, Notizen etc.), die per Klick auf das Sidebar-Symbol aufgerufen werden und sich dann auf dem Bildschirm verschieben lassen. Apple hat diese Technologie mit der OS-X-Version 10.4 eingeführt und nennt die Hilfsapplikationen «Widgets» – Microsoft nennt die kleinen Helferlein «Gadgets». Einen sonst erkennbaren Unterschied gibt es zwischen Widgets und Gadgets nicht – beide basieren auf HTML-Code und für beide stehen im Internet Hilfsprogramme zum Download bereit. Beides Wow-Effekte, wenn man die Funktionen noch nicht gesehen hat – aber vollkommen neu?
Herauszufinden, ob und in wie weit Microsoft für Vista bei Apples Mac OS X abgekupfert hat, ist dabei ein schwieriges Unterfangen. Hier darf nicht unerwähnt bleiben, dass zum Zeitpunkt, als Microsoft seine neuen Funktionen für Vista ankündigte, Apple diese ebenfalls noch nicht in seine damalige OS-X-Version aufgenommen hatte.
Auch ein strategisches ProduktSchaut man sich die jüngsten Anstrengungen von Apple und Microsoft an, bemerkt man, dass beide sich zunehmend im Bereich der digitalen Medieninhalte engagieren. Während Apple kurz vor dem Launch von Vista mit der Settop-Box Apple TV in Verbindung mit iTunes einen Angriff auf die Anbieter von digitalen Videoinhalten zumindest gestartet hat, kontert Microsoft in der Schweiz mit einem anderen, viel versprechenden Schachzug: So öffnet Vista Zugang auf eine per 15. Februar aktualisierte Website des Schweizer Fernsehens SF, die Fernsehen-on-Demand ermöglicht. Dieser neue Dienst erlaubt, deren Sendungen
live oder zu einem Zeitpunkt nach der TV-Ausstrahlung anzusehen. Vorausgesetzt wird neben einem Breitbandzugang ein mit Windows Vista oder mindestens der Windows XP Media Center Edition ausgestatteter Rechner.
 

 
 
Vista per se sichererSoftware
Microsoft hat Vista mehr als 300 neue Funktionen spendiert. WW: Was ist neu an Windows Vista?Shanon Boetcher: Vistas Look & Feel wurde rundum erneuert – ohne dass sich ein Windows-XP-Anwender nicht sofort darauf zurechtfinden würde. Das System hält Ansichten von Dokumenten, Bildern etc. vor, ohne dass diese geöffnet werden müssen. Den Zugriff auf mehrere geöffnete Fenster vereinfacht eine Windows Flip 3D genannte Technologie. Darüber hinaus wurden etliche Funktionen, wozu man früher separate Programme benötigte, direkt in das OS bzw. den neuen Windows Explorer integriert. Als weiteres Highlight sehen wir den Support unterschiedlichster Hardware. So unterstützt Vista nun auch neuste Rechnergenerationen und Systeme, die sich via Touchscreen-Bedienung steuern lassen.WW: Wer sich heute online begibt, ist vor potenziellen Phishing-Angriffen, Viren etc. nicht gefeit. Was hat Microsoft bezüglich Sicherheit unternommen?Shanon Boetcher: Microsoft hat für Vista eine neue Architektur entwickelt, die das Betriebssystem per se sicherer macht. Ein anderer Sicherheitsansatz ermöglicht, dass Zugriffszeiten festgelegt und auch Inhalte gesperrt werden können. Mit einer Parental Control genannten Technik lässt sich nachverfolgen, wo sich zum Beispiel Kinder im Internet umgesehen haben. Darüber hinaus sind mit Vista ausgestattete Rechner auch vor physischem Fremdzugriff sicher – also etwa wenn der Laptop-Rechner abhanden kommt oder, was zunehmend passiert, gestohlen wird.  

Windows-Meilensteine in geraffter Form1985 stellte Microsoft
mit Windows 1.0 seine erste Alternative zum MS-DOS-System vor. Zwei Jahre später wurde Windows an neue Prozessoren angepasst: Windows 2.0 unterstützte die Intel 286- und Windows 2.03 die Intel 386-Prozessoren.
1990 kam Windows 3.0 auf den Markt – ausgestattet mit einem Programm-, File- und Print-Manager sowie neuen Icons. Als Meilenstein bezeichnet Microsoft die Einführung von Windows NT 3.1, einem 32-Bit-Server-System, das bezüglich Sicherheit, Performance, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit neuer Massstab war. Im gleichen Jahr wurde Windows for Workgroups 3.11 veröffentlicht; Netzwerkfähigkeit war ein integraler Bestandteil dieser Version.
1994 wurde Windows NT Workstation 3.5 vorgestellt, das neben der Grafiksprache OpenGL auch bis 255 Zeichen lange Filenamen unterstützte. Ein Jahr später kam Windows 95 auf den Markt, das Microsoft als erstes Nachfolgesystem verstand, welches Technologien von Windows 3.1, Windows for Workgroups sowie von MS DOS ablöste.
Das Software-Haus lancierte 1996 seine Betriebssystem-Software Windows NT Workstation 4.0. Microsoft gab als Highlight eine weiter vereinfachte Benutzerführung und einen besseren Netzwerkdurchsatz an. Das Unternehmen verabschiedete sich dann 1998 vom Begriff NT und stellte im gleichen Jahr Windows 98 vor, eine «speziell auf die Bedürfnisse der Anwender» entwickelte Version. Integriert wurde ein einfacheres Finden von Informationen sowohl auf dem PC als auch im Internet, zudem wurde das Lesen von DVD und das Anschliessen von USB-Peripherie unterstützt.
1999 brachte Microsoft mit Windows 98 Second Edition ein grosses Update von Windows 98 heraus.
Zum Jahrtausendwechsel ist die Microsoft Windows Millenium Edition erschienen – das letzte, auf Windows-95-Code basierende System.
Im Oktober 2001 kam Windows XP auf den Markt, das die bisherigen Consumer- und Business-Systeme zu einem System bzw. zu einer Systemfamilie zusammenfasste. Das Abspielen von Musik, Movies und Fotos, das Austauschen via Messaging und anderes wurden stärker als bisher in den Mittelpunkt gerückt.
Für unterschiedliche Ansprüche wurde neben Windows XP mit Windows XP Professional, Windows XP Home Edition und im Jahr 2002 mit Windows XP Media Center Edition sowie einer für 64-Bit-Intel Itanium-Prozessoren (Windows XP 64-bit Edition) und Tablet-PCs angepassten Variante (Windows XP Tablet PC Edition) weitere XP-Versionen veröffentlicht.
Windows Vista, verfügbar seit Januar, ist das aktuellste System. Es gibt vier Versionen: Home Baisc, Home Premium, Ultimate und Business. (jf)
Jürgen Franck

Matter & Gretener servieren Strozzi’s

Qualität ist bei den drei Strozzi steht’s grossgeschrieben. Die Restaurantkette stellt sich selbst eine einzigartige Qualitätsanforderung, die sie nun auch werblich umsetzen möchte.


Qualität ist bei den drei Strozzi steht’s grossgeschrieben. Die Restaurantkette stellt sich selbst eine einzigartige Qualitätsanforderung, die sie nun auch werblich umsetzen möchte. Die Zürcher Kreativagentur Matter & Gretener angelte sich den Auftrag das Motto der Restaurants umzusetzen. Wie der Mitteilung der Agentur zu entnehmen ist, gefielen den Strozzi’s die präsentierten Rezepte für eine neue Webseite sowie Kommunikationsmassnahmen so gut, dass der Tisch schon bald gedeckt ist.

Ménage à trois

Regionalpresse Arc Presse, für die Westschweiz eine neue Art Zeitungsverbund, startet klein – und ist ergänzbar.

Regionalpresse Arc Presse, für die Westschweiz eine neue Art Zeitungsverbund, startet klein – und ist ergänzbar.Um Deutschschweizern zu erklären, wie sie die neue Verbindung der Tageszeitungen L’Express, L’Impartial und Le Journal du Jura (JdJ) einordnen sollen, greift Jacques Matthey zu einem Vergleich: «Arc Presse funktioniert wie die Mittelland Zeitung», sagt der Direktor der Société Neuchâteloise de Presse SA (SNP), Herausgeberin von Impartial und L’Express. Tatsächlich gibt es Parallelen: Die beteiligten Titel aus Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Biel erscheinen seit dem 6. Februar mit einem identischen Layout, einem gemeinsamen Mantelteil, mit dem einheitlichen Label «Arc Presse» und mit einem Kombitarif. Die neue Dachmarke bildet gar einen prominenten Teil der Zeitungsköpfe.
Wie bei der Mittelland Zeitung (MZ) bleiben die bisherigen Druckstandorte bestehen, und auch die Verlage sind weiterhin eigenständig. Doch anders als bei der MZ bestehen bei Arc Presse schon von Beginn weg finanzielle und personelle Verflechtungen. So ist die JdJ-Herausgeberin W. Gassmann AG (allerdings schon seit längerem) zu 9,5 Prozent bei der SNP von Philippe Hersant beteiligt. Verleger Marc Gassmann sitzt dort auch im Verwaltungsrat. Eine umgekehrte Beteiligung existiert dagegen nicht.
Weitere Unterschiede zur MZ: Bei Arc Presse wird der Mantelteil teils in Biel (Sport), teils in Neuenburg produziert, es gibt keine Zentralredaktion. Zudem wird die Marke kaum im nationalen Werbemarkt auftreten, sondern sie fügt sich als neues Modul in das bestehende Westschweizer Kombigefüge ein. Dessen Basis bildet das Duo, die Verbindung von L’Express und L’Impartial. Dieses kann nun dank Arc Presse mit dem JdJ ergänzt werden. Das Trio lässt sich wiederum mit dem Quotidien Jurassien in Delémont zum Kombi 4x4plus erweitern. Und schliesslich bilden die vier zusammen mit La Liberté und Le Nouvelliste noch das Romandie Combi (ROC).
Alle diese Kombis bleiben bestehen, obwohl Arc Presse ursprünglich als Quartett gedacht war, welches das 4x4plus ersetzen sollte. Doch der Quotidien Jurassien (QJ) wollte sich nicht anschliessen. Das Trio hätte nun mit einer Dumping-Strategie versuchen können, den abtrünnigen QJ ins Arc-Presse-Boot zu zwingen. Aber Marcel Geissbühler, Leiter Medien bei W. Gassmann, winkt ab: «Wir kämpfen nicht gegen jemanden, sondern wollen mit dem QJ im Gespräch bleiben.» Sein Kollege Matthey pflichtet ihm bei: «Arc Presse stellt keine Konkurrenz zu anderen Kombinationen dar.» Schliesslich profitiere man selbst von ihnen. Da man mit dem ROC bevölkerungsmässig die halbe Westschweiz erreiche, diene diese Marke dem Auftritt im nationalen Markt. Das 4x4plus sei primär ein Stellenkombi, während das Duo ausschliesslich regionalen Kunden angeboten werde.
Und wie positioniert sich Arc Presse? «Auch als regionales Angebot, doch rechnen wir nicht mit starken Verschiebungen aus dem Duo oder dem 4x4plus», sagt Geissbühler. «Wir hoffen, dass wir den lokalen Markt beleben und damit zu Mehrumsatz beitragen können – dank unseren Innovationen.» Er spricht damit die Einführung von Fixformaten sowie das gemeinsame Layout an. Letzteres ermöglicht in den drei Titeln neue Spezialangebote wie etwa Kopffelder oder themenspezifische Platzierungen. Er betont: «Arc Presse ist nicht nur ein Kombi. Wir sind viel weiter gegangen und haben etwas auf die Beine gestellt, das für die Romandie neu ist.»
AusbaufähigDer Name Arc Presse
steht für den Jura-Bogen. Doch der neue Verbund bildet vorerst bloss einen Fleck im Jura. Das hinderte aber SNP und W. Gassmann nicht zu starten, in der Hoffnung, die neue Kooperation überzeuge nicht nur Kunden, sondern auch weitere mögliche Partner – den Quotidien Jurassien oder La Liberté und Le Nouvelliste. «Es ist durchaus denkbar, dass wir unsere Partnerschaft noch ausweiten. Wir sind offen für alles, was Sinn macht», bestätigt Marcel Geissbühler. Und Jacques Matthey ergänzt: «Wir fangen jetzt klein an, bleiben aber offen für weitere Partner, falls diese von sich aus wollen. Wir zwingen ihnen nichts auf.» Markus Knöpfli

Heute gut gestartet

Gratispresse Der Start von Ringiers Gratisblatt am Abend scheint geglückt. Das zeigt eine Zwischenerhebung der Wemf.

Gratispresse Der Start von Ringiers Gratisblatt am Abend scheint geglückt. Das zeigt eine Zwischenerhebung der Wemf. Bernhard Weissberg, Coach der ersten Stunde und Chefredaktor von Ringiers Abendblatt Heute, ist sichtlich zufrieden mit den Ergebnissen seines Produktes. «Anfänglich bestand ja ein gewisses Risiko, ob überhaupt das Bedürfnis nach einer Abendzeitung besteht.» Nach sechs Monaten sei die Resonanz beim Publikum jedoch gut. Laut der Wemf-Sonderstudie erreicht das Blatt bereits 211’000 Leserinnen und Leser. 53 Prozent der Leser sind zwischen 14 und 34 Jahre alt. Die Heute-Leserschaft rekrutiert sich zudem aus Haushalten mit überdurchschnittlichem Einkommen und verfügt über eine entsprechend gute  Bildung.Die Auflage schwankt laut Weissberg zwischen 170’000 und 190’000 verteilten Exemplaren, nachdem sie im letzten Sommer zeitweilig auf 110’000 sank. Weissberg spricht von «permanenter Steigerung der Auflage». Bei der Verteilung sei man noch nicht bei den 600 anvisierten Standorten für die Verteilboxen. Er schätzt die Anzahl auf etwa 400 plus zusätzliche 100 an speziellen Verteilorten in Gebäuden. «Die Distribution ist ein ständiger Lernprozess», sagt Weissberg. Das stete Austesten der am besten geeigneten Standorte braucht Zeit, doch das Blatt konnte sich mit seinen Regionalausgaben im Mediendreieck Basel, Bern, Zürich erfolgreich positionieren und erreicht auch im Inseratemarkt zusammen mit dem Blick im Anzeigenverbund KombiNation eine gleichmässige Abdeckung der ganzen Deutschschweiz.
Die Überschneidung bei den Lesern von Heute und Blick wertet Weissberg als erwartungsgemäss klein. Man habe sich auch immer wieder nach Synergiepotenzial zwischen den beiden Titeln gefragt. «Ich bin aber mit Blick-Chefredaktor Werner de Schepper übereingekommen, dass jeder seinen Titel vorantreibt.» Wenn sich die Lage nach der Startphase von Heute beruhigt habe, wolle man weitere Optionen diskutieren. Bisher bestehen Synergien im Online-Bereich. So wird etwa der Heute-Chat auch auf Blick online aufgeschaltet. Heute trägt von Anfang an den regionalen Bedürfnissen der drei Städte bei den Werbeplätzen, Veranstaltungs- und Ausgehtipps Rechnung. Die Regionalisierung geschehe indessen noch «auf kleinem Feuer», meint Weissberg.
Im Vergleich mit dem Start von 20 minutes in der Romandie steht Heute leicht schlechter da. Das Tamedia-Produkt erreichte nach einem halben Jahr 250’000 Leserinnen und Leser.
René Worni

Die grossen Unbekannten

Berufswahl Schminke und Team lanciert für die Wirtschaftsprüfer die grösste Kampagne der Branche.

Berufswahl Schminke und Team lanciert für die Wirtschaftsprüfer die grösste Kampagne der Branche. Wirtschaftsprüfer und Steuerexperten nehmen bei der Sicherung von Unternehmens- werten eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe wahr. Dementsprechend sind auch die Karriere- möglichkeiten. Nur ist sich dessen kaum jemand bewusst. Die Branche gibt sich äusserst diskret und gegenüber der breiten Öffentlichkeit entsprechend zurückhaltend.Dies wird sich in den nächsten vier Jahren ändern. Schminke und Team in Zürich hat für die Dachorganisation der Wirtschaftsprüfer und Steuerexperten, Treuhand-Kammer, eine breit und langfristig angelegte Kampagne entwickelt. Über den Weg der Nachwuchsförderung soll eine interessierte Öffentlichkeit ausführlich über das breite Spektrum der Branche informiert werden. Gleichzeitig werden Studierende an Universitäten und Fachhochschulen auf eine viel versprechende Karrieremöglichkeit aufmerksam gemacht.
Erfolgreiche Branchenvertreter29 Porträts stellen erfolgreiche Wirtschaftsprüferinnen und Finanzexperten aus allen Landesteilen vor. Ihr jeweiliger Werdegang zeigt exemplarisch, welch vielfältige Möglichkeiten sich hinter einem fälschlicherweise oft als trocken und farblos angesehenen Beruf verbergen.
Die ganzseitigen vierfarbigen Anzeigen erscheinen seit Januar in verschiedenen Medien der NZZ Gruppe, ausgewählten Wirtschaftstiteln und entsprechenden Universitätspublikationen. Studienabgänger der Fachrichtungen Recht und Wirtschaftswissenschaften werden darüber hinaus mit Broschüren auf den nicht immer nahe liegenden Karriereweg aufmerksam gemacht. Unterstützt wird die Kampagne durch Skyscrapers auf der Eröffnungsseite von NZZ Online.
Andreas Panzeri
get_footer();