Lauterkeitskommission verfeinert Praxis

Die Beschwerden im Zusammenhang mit Registereintragungen haben bei der Lauterkeitskommission stark zugenommen. Um dieser Entwicklung entgegenzukommen, hat die Kommission eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Erläuterungen zur Praxis verfeinert hat

Die Beschwerden im Zusammenhang mit Registereintragungen haben bei der Lauterkeitskommission stark zugenommen. Um dieser Entwicklung entgegenzukommen, hat die Kommission eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Erläuterungen zur Praxis verfeinert hat. Gemäss Grundsatz 5.6 ist jede Werbung für Eintragungen in Adressbüchern oder Register unlauter, wenn aus den Geschäftsbedingungen nicht deutlich hervorgeht, welche Eintragungen kostenlos und welche kostenpflichtig sind. In einer Mitteilung vom Mittwoch meldete die Lauterkommission, dass in der Vergangenheit die Interpretation dieses Grundsatzes immer wieder zu Diskussionen geführt habe. Aus diesem Grund habe eine Arbeitsgruppe die Praxis, welche zur Beurteilung einer Beschwerde herangezogen wird, verfeinert und neu formuliert.
Die Arbeitsgruppe kam überein, dass der Gesamteindruck der fraglichen kommerziellen Kommunikation beurteilt werden soll. Dem Adressaten müsse klar kommuniziert sein, welche Folgen aus den Annahmen entstehen zudem solle das Angebot mit der nötigen Verständlichkeit gestaltet sein. Sobald die Angebote in ihrer Aufmachung darauf angelegt seien, den Adressaten irrezuführen, liegt unlauteres Verhalten vor. Ein besonders strenger Massstab soll gesetzt werden, wenn ein Angebot in Anlehnung an eine staatliche, kostenpflichtige Registrierung steht.

Rico Brazerol segelt für Medaillen

Der Schweizer Segelverband erhält Verstärkung. Der Medienprofi Rico Brazerol unterstützt mit seiner Firma ab sofort das Swiss Sailing Team in Medien- und Kommunikationsfragen.

Der Schweizer Segelverband erhält Verstärkung. Der Medienprofi Rico Brazerol unterstützt mit seiner Firma ab sofort das Swiss Sailing Team in Medien- und Kommunikationsfragen. Come Brazerol Productions übernimmt die Kommunikationsarbeit, damit sich die Schweizer Segler voll und ganz auf die internationalen Titelkämpfe konzentrieren können. Brazerol ist seit rund 25 Jahren im Medien- und Kommunikationsbusiness tätig. Er war unter anderem Sportchef von Blick und Sonntagsblick sowie Gründungsmitglied und Chefredaktor von 20 Minuten.

M6-Werbefenster geht auf 

TV Das Genfer Kabelnetz will Ende März das Werbefenster des französischen TV-Senders M6 verbreiten.

TV Das Genfer Kabelnetz will Ende März das Werbefenster des französischen TV-Senders M6 verbreiten.Eigentlich kommt der französische TV-Sender M6 bei den 15- bis 49-jährigen Romands auf einen Marktanteil von rund 13 Prozent. Damit lag er im zweiten Halbjahr 2006 auf Platz drei, nur 5,2 Prozent hinter TSR 2 und 9,3 Prozent hinter Marktleader TSR 1. Doch den Schweizer Werbeauftraggebern nützte die gute Leistung von M6 bisher wenig. Zwar strahlt M6 ein Werbefenster für die Westschweiz aus, doch dieses ist derzeit in bloss etwa 37 Prozent aller Kabelhaushalte zu empfangen. Grund: Vorab die grössten Kabelnetze von Genf und Lausanne weigern sich aus Rücksicht auf TSR, das M6-Werbefenster über ihr Netz zu verbreiten. Sie beschränkten sich auf die Verbreitung des ursprünglichen M6-Sendesignals – ohne Schweizer Werbung.Dies dürfte sich bald ändern: Naxoo, das Kabelnetz von Genf mit rund 170000 angeschlossenen Haushalten, hat sich Ende 2006 trotz Widerstand seitens TSR und Bundesamt für Kommunikation für das Aufschalten des M6-Werbefensters entschieden. «Wir waren letzte Woche in Paris und haben mit M6 verhandelt. Der Vertrag steht, er muss nun noch durch alle M6-Gremien», sagt Naxoo-CEO Antoni Mayer auf Anfrage. Mayer rechnet damit, dass der Vertrag bis Mitte März unterschrieben ist. Naxoo sei technisch in der Lage, M6 unverzüglich aufzuschalten, sagt er. Mit der Aufschaltung in Genf könnte das M6-Werbefenster seine technische Reichweite auf rund 60 Prozent erhöhen.   
Markus Knöpfli

Gereift wie der Appenzeller

Käse Seit 40 Jahren betreut Contexta das Budget von Appenzeller. Und seit 700 Jahren gilt dieser Käse als der würzigste der Schweiz.

Käse Seit 40 Jahren betreut Contexta das Budget von Appenzeller. Und seit 700 Jahren gilt dieser Käse als der würzigste der Schweiz. Das Geheimnis der Sulz wird nicht verraten. Auch in der jetzt angelaufenen Kampagne zum 700-Jahr-Jubiläum von Appenzeller nicht. Verraten werden darf hier aber – und das ist kein Käse –, dass es ohne Appenzeller vielleicht gar nie eine Contexta gegeben hätte. Oder dann halt anders. Jedenfalls war Appenzeller vor 40 Jahren der erste Kunde der Agentur – und damit eine zwar löchrige, aber ansonsten ideal gewürzte Starthilfe für die Berner Kreativen. CD Bene Abegglen war damals bei der Gründung noch nicht dabei. Er erinnert sich aber an seinen ersten Spot, den er im 1978 gleich nach seinem Eintritt bei Contexta mitgestalten durfte. Die damalige Kampagne kommunizierte im Stil der Bauernmalerei. Im Spot hat man in diese traditionsreiche Kunst als werbewirksamen Fremdkörper einen animierten Hund eingebaut. «Wir haben viel gelacht», erinnert sich Abegglen. Und er denkt dabei an mehr als nur diese eine Kampagne für Appenzeller. Amüsant sei es auch später gewesen, wie er sich bei einem Bummel durch die Hamburger Reeperbahn an jeder Ecke von diesen drei Sennen beobachtet fühlte, mit denen er kurz zuvor die jetzt hier hängenden Plakate gestaltet hatte.
Willkommener StillstandVergleicht man Appenzeller Plakate aus den frühen siebziger Jahren mit der heutigen Printkampagne, wird man feststellen, dass sich die Welt von Appenzeller Käse nicht gross verändert hat. «Und das ist gut so», meint Direktor Christoph Kempter bei der Sortenorganisation. Denn ihren Status als eine der stärksten Schweizer Marken verdankt Appenzeller Käse genau dieser Markenstrategie, die seit jeher der Authentizität und Kontinuität verpflichtet ist. «Das zentrale Element in der strengen Appenzeller Markenwelt sind und bleiben darum die Appenzeller Sennen mit ihren typischen und unverwechselbaren Rotjacken. Einzig der Fokus ändert sich», erklärt Nadine Borter bei Contexta die Strategie. So standen in den Pionierzeiten der Kampagne die Herkunft und die Natur im Mittelpunkt, darauf folgte die bekannte Kampagne rund um das Geheimnis der Kräutersulz. In der neuen Kampagne rückt nun ein neuer Aspekt ins Zentrum: die 700-jährige Tradition.
Dieser Ansatz untermauert das Markenversprechen von Appenzeller Käse: Der würzigste Käse der Schweiz wird auch heute noch mit genau so viel Sorgfalt, Liebe und handwerklichem Können hergestellt wie vor 700 Jahren.
Die kreative Idee hinter der breit angelegten Kampagne ist ein Zeitsprung von der Vergangenheit in die Gegenwart. So überzeugt die Kampagne in sämtlichen Disziplinen mit einer einheitlichen Umsetzung. Den Kampagnenauftakt  bildet der neue Imagespot, welcher die Zuschauer auf eine Zeitreise durch die 700-jährige Geschichte von Appenzeller Käse mitnimmt. Der Spot ist anfangs ganz in Schwarzweiss gehalten, danach erkennen wir die typischen Technicolor-Farben eines Heimatfilms, bis der Film schlussendlich in den satten Farben der heutigen Zeit endet. Regie führte Michael Steiner, der spätestens seit seinem Spielfilm «Eugen» ein Spezialist für die guten alten Zeiten ist. Abegglen zeigt sich dabei stolz, dass seine Agentur schon lange vor «Eugen» mit Michi Steiner zusammenarbeitet.
Beim aufwändigen Dreh waren über vierzig Appenzellerinnen und Appenzeller beteiligt. Sennen, Käser, das Streichorchester Horn Sepp, tanzende Paare und viele Kinder. Etwas schwieriger vor der Kamera zu dirigieren waren zwanzig Kühe, vier Saumpferde, sechs Geissen und zwei Sennenhunde. Gedreht wurde vor prächtiger Kulisse auf einer Wiese bei Gonten und auf der Scheidegg im Appenzellerland.
Die Printumsetzung fügt sich harmonisch in die Gesamtkampagne ein. Trotz dem engen Korsett ist es der Contexta aber gelungen, neue Facetten innerhalb der Welt von Appenzeller Käse zu entdecken. So wird der Zeitsprung in der Printumsetzung mit einer überraschenden Kombination von Schwarzweiss- und Farbfotografie dargestellt. Die verschiedenen Sujets zeigen jeweils die bekannten Insignien der Marke Appenzeller, von der Alpabfahrt bis hin zur Pflege mit der geheimnisvollen Kräutersulz.
Damit die Kampagne auch in Deutschland und Frankreich richtig verstanden wird, hat Contexta letzte Woche die Mediaspezialisten aus diesen Auslandsmärkten zu einer fröhlichen Käsereibesichtigung ins Appenzell eingeladen. Natürlich ohne Einblick in das Würzen.
Andreas Panzeri

Die wunderbare Reise um den Globus

Reisen Die Basler Werbeagentur Favo hat mit Hotelplan die neue Premium-marke Globus Reisen zur Welt gebracht.

Reisen Die Basler Werbeagentur Favo hat mit Hotelplan die neue Premium-marke Globus Reisen zur Welt gebracht.Einen Reiseveranstalter zu bewerben ist eine begehrte Aufgabe für eine Agentur. Noch schöner ist es, gleich eine neue Marke für einen Touroperator zu erfinden und auf den Markt zu bringen. Vom Finden des Zielpublikums über die Strategie und den Namen bis zum Produzieren der Kommunikationsmassnahmen hat Favo jetzt das neue Reiseunternehmen Globus Reisen in die Welt gesetzt. Die Idee entstand im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit Hotelplan, seit zwei Jahren Kunde der Agentur Favo in Basel.Mit der Übernahme von Travelhouse, einem Zusammenschluss von verschiedenen Spezialisten aus der Schweizer Reisebranche, ist die Migros-Tochter Hotelplan zum grössten Touroperator und Ferienhändler in der Schweiz geworden. Bisher hatte Kuoni diese Marktführung eingenommen.
Im Rahmen einer neuen Analyse der Markenarchitektur von Hotelplan, in dessen Portfolio sich neben dem neuen Travelhouse auch noch M-Travel und Esco sammeln, haben Hotelplan und Favo gemeinsam festgestellt, dass dem jetzt grössten Reiseunternehmen der Schweiz «ein Angebot im Premiummarkt fehlt», wie Favo-Geschäftsleiterin Alice Stümcke den Beginn dieser Markenentwicklung schildert. Die Idee deshalb: So wie es in der Migros neben M-Budget die Premiummarke Sélection gibt, sollte der orange Riese auch bei der Reisetochter eine ähnliche Diversifizierung anbieten können. Im umgekehrten Fall hat die Edelmarke Kuoni als grösster Konkurrent mit Helvetic Tours ja auch eine günstigere Kette im Angebot.
 
So fragte man sich beim Projektteam: Welche Einstiegsoptionen gibt es in den Premiummarkt? Hier hat Favo in enger Zusammenarbeit mit Marketingdirektor Thomas Christen von Hotelplan verschiedene Szenarien entwickelt und schliesslich definiert, was mit einer solchen Submarke realisiert werden kann.
Eine wichtige Erkenntnis dabei: Man hat es in der Reisebranche mit einem Markt zu tun, «in dem eigentlich die Marke nicht wirklich eine grosse Rolle spielt», wie Stümcke zu bedenken gibt. Ferienlustige kennen zwar die Marken, kaufen aber nach dem Reiseziel ein. Dazu studiert der Kunde verschiedene Kataloge, sucht sich seine Traumlandschaft aus und holt dann weitere Infos im Netz.
Somit stellte sich die nächste Frage: Macht es Sinn, einfach eine neue Premiummarke einzuführen? In dieser Phase kam die Agentur auf die Idee: Wieso nehmen wir nicht eine bestehende Marke, die zwar «Reise-affin» ist, aber noch keine Reisen anbietet?
Bald lagen zwei Möglichkeiten auf dem Tisch: «Geo-Reisen», weil zum Verlag Gruner + Jahr bereits ein Kontakt vorhanden war. Die andere Idee: Warum eigentlich nicht «Globus Reisen»? Das Warenhaus hat einen exzellenten Ruf im Premiumbereich und gehört seit ein paar Jahren ebenfalls zur Migros-Familie. «Je länger wir darüber nachgedacht haben, desto mehr Sinn machte das», fasst Hinrik Wachsmuth, CD bei Favo, die weitere Entwicklung zusammen.
Bevor man richtig loslegt, wurde ein Test zur Positionierung in Auftrag gegeben. Und hier hat Globus Reisen «schon besser abgeschnitten als Kuoni, obwohl es die Marke noch gar nicht als Reiseveranstalter gab», staunten die neuen Ferienmanager. Für das beauftragte Link-Institut bedeutete die Analyse eine bisher selten so stark beobachtete Ghost-Awareness. «Man mutet der Marke viel zu», folgerten Wachsmuth und Stümcke.
Nach der Präsentation vor der Geschäftsleitung von Hotelplan auch noch die Kollegen vom Warenhaus zu überzeugen «war dann eine relativ leichte Übung» – vor allem als das Premium-Projektteam zeigen konnte, dass man «nicht nur den Namen nutzen, sondern auch die Werte der traditionsreichen Globus-Welt voll verstehen und übernehmen wollte.»
Und wie gross ist jetzt der Markt? Auch hier hat man über intensiven Desk Search und mit dem Link-Institut eine Analyse durchgeführt und mit rund 1000 Befragungen festgestellt, dass das Konzept von Globus Reisen «sehr gute Chancen hat».
In der Schweiz werden pro Jahr rund 20 Milliarden Franken für Ferien ausgegeben. Je rund ein Drittel der Umsätze fällt in die Kategorien «Budget», «Value For Money» und «Premium». In der edelsten Sparte gibt es pro Jahr mindestens 600 000 potenzielle Kundinnen und Kunden. Diese geben für Ferien pro Woche und Person zwischen 3000 und 4000 Franken aus. Und das Spezielle dabei: Bis jetzt verreisten diese potenziellen Premiumgäste zu zwei Dritteln ohne feste Arrangements. Man reist mit Linienflügen und bucht sein Hotel über individuelle Kanäle. Hier will Globus Reisen seine Beratung anbieten.
Um diese Gruppe der Premiumreisenden zielgerecht erreichen zu können, hat Favo auch nach neuen Kommunikationswegen gesucht. Das vordergründigste Medium für Globus Reisen ist dabei ein Magalog. Der Ferienkatalog im exklusiven Design eines Lifestylemagazins soll Lust auf Globus Reisen machen. Dazu werden unter Kapiteln wie «just relax», «gourmet travel», «culture inside», «city & more» oder «special experience» verführerische Anreisserfotos und auch literarische oder journalistische Texte publiziert. Wer mehr wissen will, wird über einen weiterführenden Link auf die jeweils möglichen Details, Preise oder Reisedaten auf der Website von www.globusreisen.ch geleitet. Im Magalog selbst wird pro Destination nur eine von verschiedenen Variationen explizit mit Preis und Details feilgeboten. Der Rest bucht sich im Internet.
Das ganze Projekt Globus Reisen ist in nur einem Jahr von der Idee bis zum Ausliefern des ersten Magalogs durchgezogen worden. Bereits arbeiten über 30 Leute in der Zentrale des neu gegründeten Unternehmens. Geleitet wird dieses von Urs Freudiger, dem bisherigen Marketingleiter des Globus-Warenhauses. Globus Reisen ist in das logistische System von Hotelplan eingebunden und kann auch von den gleichen Reservationsplattformen profitieren, tritt aber nach aussen selbstständig auf.
 
Für die Kommunikation sollen die Möglichkeiten der Kundenkontakte der 12 Filialen von Globus und 18 Filialen von Herren-Globus einbezogen werden. Verkaufsstände gibt es dort aber nicht. Gebucht wird über das Telefon. Allerdings nicht mit anonymen Callcenteragenten. Wie es sich für eine Premiumkundschaft gehört, werden Interessierte mit Experten verbunden, die diese Reisen bereits selbst getestet haben.
Für die Mitarbeitenden bei Favo haben sich diesbezüglich noch wenig Chancen ergeben. Man ist in Basel bereits voll mit der Produktion der weiteren Kataloge und Kampagnen beschäftigt.
Andreas Panzeri

Filmreifer Coach

Philipp Petersson ist neuer Leiter Commercials bei Condor und will die Schweizer Filmproduktion «ohne Hardcut» in ein neues Zeitalter begleiten.

Philipp Petersson ist neuer Leiter Commercials bei Condor und will die Schweizer Filmproduktion «ohne Hardcut» in ein neues Zeitalter begleiten.
Der neue Leiter Commercials bei Condor ist als einer dieser «schon fast klassischen Quereinsteiger» zum Film gekommen. Vorher hat Philipp Petersson in Köln Politologie, neue Geschichte und Spanisch studiert, «mit der Absicht, in den Journalismus zu gehen». Der Zufall wollte es anders, und heute ist er froh darüber. «Ich habe einen Beruf, der Spass, viel Stress und absolut glücklich macht.» Mit 25 Jahren hat der Student den Anruf eines «lieben Freundes» bekommen, ob er beim damals noch legendären Münchner Filmhaus in einer Produktion als Assistent mithelfen möchte. Natürlich hat er dankend angenommen und sich in ziemlich kurzer Zeit «learning by doing» hochgearbeitet. Aufnahmeleitungsassistenz, Produktionsassistenz und nach einem Jahr bereits die Verantwortung für kleine Projekte. Das war 1995: «Das Filmen hat mein ganzes Leben in Anspruch genommen.»
Bereits zwei Jahre später wurde Petersson über ein Projekt im Unterhaltungsbereich von München zu einer Entertainment-Company nach Florida abgeworben. Mit dem Learjet unterwegs zwischen New York, Los Angeles oder Texas, durfte er «Die drei Tenöre» in den USA vermarkten. Während dieses Intermezzos mit Pavarotti und Co. wollte Petersson aber seine Beziehung zum Film nicht missen. Er blieb als Freelance-Producer in Florida aktiv. «Das ist das Interessante am Freelancen. Bei verschiedenen Jobs kann man die guten Erfahrungen mitnehmen und das Negative aussortieren.»
Auch bei seiner Rückkehr nach Deutschland wirkte er weiter als freier Produzent in Berlin oder in Düsseldorf, zum Beispiel für die etablierte Werbefilmproduktion von Manfred Vogelsänger.
Petersson hat immer Werbung gemacht und nie vom Spielfilm geträumt. «Das Kino ist meine heimliche Liebe und ich habe auch eine grosse DVD-Sammlung. Aber am Ende des Tages bin ich richtig in der Werbung.» Das habe etwas mit den Adrenalinkurven zu tun. «An Spielfilmprojekten arbeitet man viel länger, die Spannungskurve ist konstant. Der Werbefilm entspricht mir mehr. Hier nimmt die Spannung eine steile Kurve nach oben, erreicht während des Drehens einen Peak und fällt wieder ab, wenn man zum Schluss glücklich in der Telecine sitzt.»
Dann allerdings kam auch eine Phase, wo der Spot-Junkie ein bisschen kürzer treten musste. Zwei Jahre nach seiner Rückkehr aus den USA kam eine Tochter zur Welt, da wollte Petersson sich mehr um seine junge Familie kümmern. Die ideale Chance dazu bot sich in Südspanien. Hier hat Petersson über Service-Produktionen Spots vornehmlich für Engländer und deutsche Kunden produziert. Filmcrews gehen gerne nach Südspanien, weil sie dort nicht nur warmes Licht und sicheres Wetter, sondern auch spektakuläre Serpentinen zum Beispiel für Autowerbung finden.
Trotz viel Sonne vermisste Petersson am Meer den Glanz der Werbewelt. «In einen Pitch involviert sein und einen Spot mit kreativen Leuten zusammen von der Planung bis zum Abmischen durchziehen» – diese Herausforderung lockte Petersson noch einmal für drei Jahre nach Hamburg, Düsseldorf und Köln, bevor der nach wie vor freie Produzent ein Angebot von Condor bekam.
In Zürich suchte man einen Produktionsleiter für einen aufwändigen VW-Film. Ein halbes Jahr lang sollte er mit 360-Grad-Kamera-Rigs Aufnahmen in aller Welt machen. Als der spektakuläre Streifen für sechs Leinwände von fünf auf acht Meter für die Autostadt in Wolfsburg fertig war, zeigte man sich sowohl bei Condor wie bei Petersson von der Zusammenarbeit sehr angetan. Es blieb deshalb nicht mehr viel zu überlegen, als dem Freelancer ein fester Job angeboten wurde. Nun ist Philipp Petersson seit Beginn dieses Jahres neuer Leiter Commercials. Zurzeit absolviert er seine Vorstellungsrunde bei den Schweizer Werbeagenturen.
«Wir wollen nicht den Hardcut machen, das wäre falsch für eine traditionsträchtige Firma wie die Condor.» Zusätzlich lernt er über den Patron, Martin Fueter, die Welt der Schweizer Werbung detailliert kennen.
Zögerlich bei der Annahme dieser Herausforderung war Petersson nur, weil er mit einem Wechsel nach Zürich in eine feste Verantwortung all seine bisher gelebten Parallelwelten – nach wie vor in Spanien sowie immer wieder wechselnden Zentren in Deutschland – aufgeben musste. Andererseits hat es auch seinen Reiz, einmal als Mitglied der Geschäftsleitung auf anderen Ebenen als nur in der Produktionsplanung mitreden zu können. «Ich fühle mich inhaltlich, personell und emotional bereits stark mit Condor verbunden.»
Petersson sieht «interessante, kreative Möglichkeiten im Schweizer Markt», weil die Jobs hier öfter von einer grossartigen Idee und weniger von der Grösse des Budgets abhängen. Will heissen: Ein wenig mehr Mut, ein bisschen weniger Geld. Die Welt der Spots ist aber ohnehin im Umbruch. «Wir drehen nach wie vor mit 35-Millimeter-Kameras – der Königsklasse. Wir testen aber auch die Möglichkeiten der HD-Cams.» Die Entwicklung der viralen Möglichkeiten wird im Studio Bellerive mit offener Linse beobachtet. «Es passiert mehr im Internet als im Fernsehen, also muss es klick machen und wir überlegen uns: Wie bringen wir das Medium Film im Internet unter?» Zattoo-TV, eine Schweizer Erfindung, lebt bereits vor, was in den kommenden zwei Jahren noch ausgereifter kommen wird.
An seiner Arbeit in Zürich gefällt Petersson auch, wie hier mit Kreativität «freizügiger als etwa in Deutschland» umgegangen wird, wo bei grossen Budgets oft viel Druck von den Kunden über die Agentur bis zur Regie weitergegeben wird. «In der Schweiz werden die Boards oft sinnvoller als Grundlagen zur kreativen Gestaltung angesehen.» Hierbei ist ihm eine wichtige Voraussetzung, die enge, möglichst frühe Zusammenarbeit mit dem «eigentlichen Kapital der Condor – den Regisseuren».
Bei all diesen Arbeitsschritten sieht Produzent Petersson sich am ehesten in der Rolle als Coach oder Übersetzer zwischen Regie, Agentur und Kunde. Dieser diplomatische Aspekt sei ein ganz wesentlicher Faktor beim Film. Ideen aufgreifen, in Zahlen übersetzen, in Taten umwandeln und mit maximalen Production-value ausführen zu können, findet er, ist das Reizvolle am Beruf des Produzenten.
Andreas Panzeri

Futurecom lässt Coops Berge strahlen

Die Zürcher Agentur Futurecom hat den Online-Auftritt des neuen Coop Labels Pro Montagna konzipiert und designt. Das neue Label steht für Qualitätsprodukte aus den Schweizer Bergregionen.

Die Zürcher Agentur Futurecom hat den Online-Auftritt des neuen Coop Labels Pro Montagna konzipiert und designt. Das neue Label steht für Qualitätsprodukte aus den Schweizer Bergregionen; mit jedem Kauf fliesst ein Beitrag über die Coop Patenschaft für Berggebiete zurück an die Bauern und Verarbeiter. Beim Online-Auftritt stand die Authentizität im Zentrum, weshalb das Design die Ursprünglichkeit der Bergwelt widerspiegelt. Ein Bergpanorama mit wechselnden Sujets sorge für Dynamik und Modernität, wie Futurecom in einer Meldung schreibt. Ein schlanker Auftritt soll den Besucher stimmungsvoll über das Pro Montagna Label informieren.

The Selection online betrachten

Der Schweizer Fotopreis, The Selection Vfg, lädt online zur Werkschau der zeitgenössischen Schweizer Fotografie ein. Ab sofort können alle eingereichten Werke unter The-selection.ch betrachtet werden.

Der Schweizer Fotopreis, The Selection Vfg, lädt online zur Werkschau
der zeitgenössischen Schweizer Fotografie ein. Ab sofort können alle eingereichten Werke unter The-selection.ch betrachtet werden. Die Arbeiten und Bilder sollen in den Kategorien Werbung, Redaktionelle Fotografie, Fine Arts und Free zur Inspiration und Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Schweizer Fotografie anregen. Die Arbeiten sind auf dem Internet anonym aufgeschaltet und nur mit der Projektnummer und der Kategoriezugehörigkeit bezeichnet, was demselben Prozedere wie bei der Jurierung entspricht. Interessierte Personen erhalten gegen 10 Franken den Kontakt zur entsprechenden Fotografen einer favorisierten Arbeit.
Dieses Jahr öffnete The Selection Vfg den Preview Day erstmals für das breite Publikum. In den vier Stunden strömten über 300 Besucher in die Halle des EWZ Selnau in Zürich. Die Preisverleihung und die Ausstellung der 18 besten Arbeiten finden im Mai dieses Jahres statt.
 

Zu guter Letzt: Geburtstagssendungen sind die Hölle

Geburtstage sollen gefeiert werden, doch nicht immer hat der Gefeierte seine Freude daran. Für Harald Schmidt ist die geplante Geburtstagssendung der ARD zu seinem 50. Geburtstag sogar die Hölle.

Geburtstage sollen gefeiert werden, doch nicht immer hat der Gefeierte seine Freude daran. Für Harald Schmidt ist die geplante Geburtstagssendung der ARD zu seinem 50. Geburtstag sogar die Hölle, wie er in einem Interview der Sächsischen Zeitung bekannt gab. Für ihn wird das keine Show, sondern ein wildes Zusammenschneiden aus seinen 18 Jahren Fernsehgeschichte. Eine Hommage an ihn, ohne dass er daran beteiligt sei. Leider könne er sich aber nicht dagegen wehren, dass irgendein Redakteur in seiner Vergangenheit rumschnippsle.Der neben Günter Jauch und Thomas Gottschalk bestbezahlt Entertainer des deutschen Fernsehens findet das ganze einfach nur grässlich. Nach seinen Antworten ist es ihm so oder so wurscht, was im Fernsehen behandelt werde. Grundsätzlich schaut der bekannteste deutsche TV-Komiker einfach was komme und je nachdem interessiere es ihn oder halt eben nicht. «Ich bin ein grosser Zapper und sehe gerne Lokalfernsehen mit Schwerpunkten wie «Unbeschränkter Bahnübergang» und «Streichelzoo».»

Der User als Kolumnist

Zeitschrift Nach Notebook lanciert Rainer Kuhn im April Stylebook. Beide Magazine sind «user-generated», und die Leser finden das cool.

Zeitschrift Nach Notebook lanciert Rainer Kuhn im April Stylebook. Beide Magazine sind «user-generated», und die Leser finden das cool.
«User-generated» ist ein Modebegriff, den man im Internet dann findet, wenn es um Plattformen wie MySpace, Wikipedia oder YouTube geht. Das Prinzip ist simpel. Menschen produzieren Bilder, Texte, Audiodateien oder Filme, die sie mit Hilfe einer Website anderen Nutzern kostenfrei anbieten. Die Zahlen sprechen für sich und lassen klassische Medien oft blass aussehen. So werden täglich mehr als 65 000 Videos auf YouTube publiziert. Weltweit werden jeden Tag Tausende neue Blogs eröffnet. Beeindruckend ist auch die Statistik der deutschsprachigen Online-Enzyklopädie Wikipedia: Täglich kommen rund tausend neue Artikel ins Archiv. Tendenz steigend. Von der Schaffenskraft der Masse begeistert, lancierte Rainer Kuhn, ehemaliger Herausgeber der Zeitschrift Kult, vor zwei Jahren das Heft Notebook. Ein Printmagazin, das sich dem Trend im Internet annimmt und von den Lesern selbst produziert wird. Und das funktioniert so: Die User können ihre Gedanken, Meinungen, Bilder oder Notizen auf der Notebook-Website uploaden. Sind die Inhalte «cool», wie Rainer Kuhn selbst sagt, werden sie abgedruckt.
Anforderungen an die Texte oder Bilder gibt es ansonsten keine. Sie können intelligent, aber auch banal sein. Dass sich das Qualitätsniveau der Beiträge oft nicht in unermessliche Höhen schwingt, zeigt eine Textprobe: «Heute ist Freitag, der so genannte schönste Tag im Leben eines Agglos. Aber eigentlich ist der Montag viel schöner. Da kann man sich länger aufs Wochenende freuen.» Solche oder ähnliche Texte prägen das Heft. Und Rainer Kuhn findet das auch okay und wichtig. Er sieht in seinem Konzept nämlich eine «Content-Demokratie», die deshalb sympathisch sei, weil sie einem das Bild vermittle, was die Leute gerade beschäftige.

Kommt hinzu, dass sein Projekt die reale Welt abbilde und nicht die, welche von Medien und Unternehmen mit ihren Marken suggeriert werde. Dass die Inhalte in seinem Magazin an «narzisstischen Informationsschrott» erinnerten, so ein Kritiker, kommentiert Kuhn gelassen: «Man kann bei jedem journalistischen Produkt ebenfalls Banalität hinterfragen. Mich interessiert nicht, ob es Notebook braucht oder nicht. Mich interessiert nur, ob die Leute Freude an der Sache haben. Und die haben sie.»
Für Rainer Kuhn ist die Kraft von «user-generated» unbestritten. Und weil er das «kollektive Game», wie er es auch gerne nennt, als einzig wahre Printinnovation der letzten Jahre betrachtet, lanciert Kuhn im April das Heft Stylebook. Wiederum ein auf der Blogkultur basierendes Magazin, das zu 100 Prozent von der Zielgruppe über eine Website erstellt wird. Anders als Notebook erscheint Kuhns neustes Projekt nur zweimal im Jahr. Und zwar im April mit «spring/summer» und im Oktober mit «fall/winter». Der Style-Community will der Ex-Werber eine Plattform bieten, wo Fotografen, Stylisten und Designer Mode machen können. Denn in der Modebranche sei die «Redaktionsdiktatur» noch ausgeprägter als anderswo. Kuhn: «Für mich ist es lustvoll zu beobachten, was Profis und Laien unter Mode verstehen. Denn da gibt es eine grosse Divergenz zwischen Laufsteg und Strasse.»
Laut Sandro Proietto von der Agentur Mediabox, die Trendzeitschriften wie 7sky, soDa oder Notebook vermarktet, warten Kunden wie Nokia oder Mediaagenturen gespannt auf die Lancierung des neuen Magazins. Kuhns Ideen seien innovativ und Notebook habe als junges Heft das Potenzial, schon in ein paar Jahren andere Independent-Magazine in den Schatten zu stellen. «Die Symbiose zwischen Online und Print ist einzigartig. Solche Produkte suchen die Kunden», sagt Proietto.
So soll Nokia an einer Zusammenarbeit interessiert sein, damit die Nokia-User mit ihren Handys an den Tagebüchern mittexten können.
Kenner der Szene sind sich einig, dass Notebook und Stylebook nicht die einzigen interaktiven Blog-Magazine bleiben werden. Branchenkenner wissen von Projekten, die in der Konzeptphase sind und die Kuhns Magazine an Kreativität und Lesevergnügen in nichts nachstehen.
«Notebook wird garantiert Nachahmer finden», prophezeit Proietto. Auch Kuhn weiss das: «Die Idee ist auf so viele Themen deklinierbar. Über ein Politbook denke ich schon länger nach.»
Sandro Proietto, übrigens auch Mitgründer des Kult-Magazins, verweist aber auch auf die Schwierigkeiten von «User-generated»-Zeitschriften. Diese müssten aus der Nische wachsen. Und grosse Verlage seien wegen ihrer Hierarchien für solche Ideen zu unflexibel. Der Fall Musenalp-Express illustriere das klassisch. Obwohl der Besitzer mehrmals gewechselt habe, habe keiner der grossen Verlage es auf die Reihe gekriegt, etwas Schlaues aus der Zeitschrift zu machen.
 
 Zwei PioniereNotebook und Stylebook sind die ersten Zielgruppenblogs in Tagebuchformat und weltweit wohl die einzigen interaktiven Printmagazine. Über die Website, seit neustem auch über das Handy, kann sich der User der Leserschaft mitteilen. Beide Hefte werden kostenlos in trendigen Boutiquen verteilt. Ebenso wird jeder Contributor automatisch Abonnent, was laut Rainer Kuhn eine stets wachsende Community garantieren soll. Notebook erscheint in einer Auflage von 30 000 Exemplaren, Stylebook mit 50 000.
Christian Lüscher

Theoreme kommuniziert für Morval & Cie

Die Genfer Privatbank Morval & Cie hat die Westschweizer Kommunikationsagentur Theoreme beauftragt, eine Kommunikationskampagne zu entwickeln. Mit gezielten Massnahmen will die Bank ihre Sichtbarkeit und den Bekanntheitsgrad steigern.

Die Genfer Privatbank Morval & Cie hat die Westschweizer Kommunikationsagentur Theoreme beauftragt, eine Kommunikationskampagne zu entwickeln. Mit gezielten Massnahmen will die Bank ihre Sichtbarkeit und den Bekanntheitsgrad steigern sowie ihr Image im Raum Genf und im Tessin festigen. Bis anhin hat die Bank die traditionellen Kanäle nur wenig genutzt. Theoreme soll mit einem innovativen und klaren Konzept die spezifischen Werte des Unternehmens heraus kristallisieren, ist einer Mitteilung zu entnehmen. Erste Massnahmen sollen im Frühling 2007 zu sehen sein. Die Privatbank Morval & Cie gehört zur Morval Vonwiller Holding. Sie existiert seit 1974 und konzentriert sich heute auf die Sektoren Private Banking und Fondsmanagement.

Die deutsche Liebe zur Schweiz

Geographie Der SonntagsBlick titelt gross auf der Front:«Einwanderungsrekord! Deutsche flüchten in die Schweiz.» Laut SonntagsBlick liessen sich letztes Jahr jeden Monat 2000 Deutsche in der Schweiz nieder.

Geographie Der SonntagsBlick titelt gross auf der Front: «Einwanderungsrekord! Deutsche flüchten in die Schweiz.» Laut SonntagsBlick liessen sich letztes Jahr jeden Monat 2000 Deutsche in der Schweiz nieder. Welche Ursache diese Völkerwanderung wohl hat? Fliehen die Deutschen aus ihrer Heimat, weil der Russe kommt? Vielleicht. Vielleicht sind es auch die regelmässig erscheinenden Artikel in deutschen Zeitungen, die unser Alpenland unkritisch als Paradies auf Erden darstellen. Folgt man den Texten der Süddeutschen Zeitung, ist Deutschland sofort zu verlassen – ab ins gelobte Land Schweiz. Auch der Stern schreibt gern über uns. Aufgefallen ist uns der Artikel «One-Night-Stand im Schnee», wobei der Titel in die Irre führt. Es geht lediglich um Einmalübernachtungen in Iglus. Neben dem Text, der Schweiz Tourismus nicht besser hätte texten können, ist da die Grafik, die im Hinblick auf die Einwanderungsdebatte zum Nachdenken anregt. Es ist lobenswert, wenn der Stern seine Illustrationen selber produziert. Das Resultat hinterlässt Fragezeichen. Da wäre diese Ausbuchtung im Tessin. Oder die Bundesstadt, die etwas zu nordwestlich im jurassischen Gebiet liegt und die Jura-Frage in ein neues Licht rücken dürfte. Und während der deutschlandnahe Bodensee ansatzweise auf die Karte darf, ist der flächenmässig grössere Genfersee nicht mal eingezeichnet. Womit hat die Schweiz soviel Liebe verdient? Christian Lüscher

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