Milch Ruf Lanz hat Lovely nicht zum Metzger gebracht. Nach dem Agenturwechsel hat die Milchkuh ihren ersten Film im Dschungel gedreht. Als «noch lange nicht ausgemolken» sehen die Schweizer Milchproduzenten (SMP) ihr Werbemaskottchen Lovely. Nach dem Agenturwechsel von Advico Young & Rubicam zu Ruf Lanz spielt das gute Tier deshalb nach wie vor die Hauptrolle in einer neuen Milchkampagne. Die Milchproduzenten haben sich nach einer Konkurrenzpräsentation im Sommer 2006 für eine Zusammenarbeit mit der Kreativagentur Ruf Lanz entschieden. 13 Jahre lang galt Lovely als eine der besten Kühe im Stall von Advico Young & Rubicam, wo sie 1993 erfunden worden war. Jetzt wollte AY&R nicht mehr mitpitchen. Die SMP erinnerten sich aber an die alte Bauernregel: «Never change
a winning cow.» Lovely vor dem Schlachthof zu bewahren, war deshalb eine der zwingenden Vorgaben beim Pitch. Aber auch ohne diese Prämisse hätten Ruf Lanz sich als Tierfreunde gezeigt. «Einen so starken Sympathieträger gibt man nicht freiwillig auf. Lovely bedeutet als Werbeträger echtes Kapital. Das wollen wir jetzt mit frischen Ideen nutzen», erklärt Markus Ruf.
Nun ist der erste TV-Spot mit der neuen Lovely zu sehen. Die Kuh dient dabei nicht mehr nur als Grundkörper für eine freigestellte Animation. Das Fleckvieh hat einen naturalistischen Auftritt und wird dazu auch in eine echte Umgebung gestellt. Als Grundüberlegung arbeitet Ruf Lanz mit der Erkenntnis, dass Milch «stark macht und ihre Trinker in Form hält».
Helden haben ein GeheimnisSolche Kräfte sind natürlich auch gerne bei Helden geschätzt. Die Idee: Jedes Kind kennt die Helden aus Filmen und Büchern. Und doch umgibt all diese Heroen ein Geheimnis. Wie können sie über viele Jahrzehnte hinweg so stark bleiben? Die neue Milchkampagne enthüllt: Es ist die gute Schweizer Milch, die sie stark bleiben lässt.
So schwingt sich im neuen Abenteuer der berühmte Dschungelmensch an seiner Liane durch den dichten Urwald in die Schweiz, um Lovely zu melken. Und sich heimlich an ihrer Milch zu stärken. Dass Milch stark macht, demonstriert Lovely in der Schlusspointe gleich selber: Sie schwingt sich noch lässiger als der Dschungelmensch an einer Liane durchs Bild.
Erstmals darf Lovely im Spot also nicht nur ihre Kunststücke vorführen, sondern wird echt gemolken, und die Milch wird auch voller Genuss getrunken.
«Der Spot hat die Aufgabe, das positive Image von Milch zu festigen», erklärt Martin Rüst, Leiter Werbung bei den Schweizer Milchproduzenten. Später folgende Plakate werden wechselnde Ernährungsbotschaften kommunizieren rund um die Themen «Milch gibt starke Knochen» und «Milch ist ein wesentlicher Ernährungsfaktor für eine gesunde Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen». Diese Aussagen sind wissenschaftlich erwiesen. Nur Heilsversprechen dürfen gemäss einem Gerichtsfall weiterhin nicht abgegeben werden.
Zahlenmässig zeigt sich der Konsum von Flüssigmilch in der Schweiz «seit Jahren stagnierend». Der Markt für modifizierte Getränke oder Milchmischgetränke und Jogurt ist am Wachsen.
Weitere Helden stehen bereitDer Dschungelmensch eignet sich gemäss Ruf Lanz deshalb besonders gut für den Auftakt der Kampagne, weil er ein Naturbursche ist, der die Tierwelt liebt.
Weitere Helden schwirren zwar bereits in den Köpfen herum, werden aber natürlich noch nicht verraten. Nicht vorgesehen als Milchtrinker ist Roger Federer. Er wäre zwar ein idealer Held, ist aber bereits für Emmi verpflichtet.
Gedreht wurde der Spot von Markenfilm (Schweiz) unter der Regie von Rick Lenzing in Neuseeland, weil dort nicht nur der gesuchte echte Urwald, sondern auch das passende Wetter im Dezember zu finden war.
Andreas Panzeri