Autor: admin
Internet soll Abos bringen
Abowerbung Der Verband Schweizer Presse unterstützt seine Mitglieder mit dem neuen Kanal presseabo.ch bei der Gewinnung zusätzlicher Abos. Die Verlage sind verhalten optimistisch.
Knapp vier Monate nach der Lancierung des Abo-Portals sieht Toni Vetterli, beim Verlegerverband für das Projekt verantwortlich, erste Anzeichen dafür, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet. Rund 1200 neue Abonnentinnen und Abonnenten konnten gewonnen werden. «Und zwar nicht nur Probeabos, sondern Jahres- und Zwei-Jahres-Abonnemente», weiss Vetterli. Besonders häufig werde die Möglichkeit der Geschenk-Abos genutzt. Beworben wird das neue Angebot mit Printanzeigen und Radiospots, die von den einzelnen Verlagen in ihren Medien geschaltet werden.
Alle setzen auf neuen Abo-Kanal Die meisten Verlage scheinen von der neuen Gemeinschaftsaktion ihres Branchenverbands überzeugt zu sein, wie ein Blick auf die Liste der verfügbaren Titel zeigt. Von der nationalen Tageszeitung bis zum Fachorgan setzten alle auf den neuen Abo-Kanal. Das ist aber nicht ganz gratis. Neben einer jährlichen Kostenbeteiligung von 800 Franken müssen die Verlage für jedes über das Portal generierte Abonnement eine Provision von einem Drittel des Preises an den Verband abliefern. Für zusätzliches Geld können prominente Werbeplätze auf der Startseite von presseabo.ch gebucht werden.
Von diesem Angebot machen derzeit Ringier und Tamedia intensiv Gebrauch. Teilweise mit Erfolg. So konnte die SonntagsZeitung bereits 40 Abonnemente über den neuen Internet-Kanal generieren. Das sei einer der besseren Werte im Quervergleich, weiss Caroline Thoma, Verlagsleiterin der SonntagsZeitung. «Als Hauptkanal für die Abogewinnung würden uns die Resultate natürlich nicht glücklich stimmen, aber als Zusatzkanal ist es im Kosten-Nutzen-Verhältnis für uns zurzeit in Ordnung.» Die Fernsehzeitschrift Tele konnte bisher erst fünf neue Abonnenten gewinnen, obwohl auch der Ringier-Titel prominent auf presseabo.ch beworben wird. Trotz dieses tiefen Werts zeigt man sich bei Ringier einigermassen zufrieden mit der Aktion des Verlegerverbands. Die Unterstützung durch den Verband könne «als generell gut» bezeichnet werden.
Inwiefern auch Kleinverlage vom neuen Angebot profitieren, die sich keine prominenten Werbeplätze auf presseabo.ch leisten können, lässt sich heute kaum beurteilen. Guido Blumer, Verleger vom Winterthurer Stadtblatt und selbst Mitglied im Präsidium des Verbands Schweizer Presse, glaubt indes fest daran, «dass längerfristig auch die Lokalpresse davon profitieren wird.» Blumer sieht in presseabo.ch erst in zweiter Linie ein Instrument um Abos zu gewinnen.«Vielmehr handelt es sich um eine Plattform, welche die Breite des Zeitungsangebots in der Schweiz präsentieren soll.»
Nicht die ersten im Web presseabo.ch ist nicht das erste Internet-Portal, wo man Schweizer Zeitungen und Zeitschriften im Abonnement bestellen kann. Bereits seit neun Jahren auf diesem Gebiet aktiv ist die Firma Direktverkauf AG mit ihrer Webseite abo.ch. «Uns überrascht es nicht, wenn nun auch die Verleger aktiv werden. Das war nur eine Frage der Zeit», sagt Noël Boller. Der Inhaber der Direktmarketingfirma aus Illnau macht sich wenig Sorgen ob der neuen Konkurrenz. abo.ch macht das Geschäft primär mit deutschen Magazinen. «Diese vertreiben wir auch selbst. Schweizer Titel nehmen wir nur in Kommission. Damit sind sie kommerziell für uns weniger interessant.»
Pro Jahr, so Boller, würden über das Portal rund 10000 Abonnemente generiert. Etwa ein Fünftel davon sind Schweizer Zeitungen und Zeitschriften. Toni Vetterli vom Verband Schweizer Presse kennt die Konkurrenz, relativiert aber deren Bedeutung: «Von anderen Abo-Portalen unterscheiden wir uns durch die Marke Schweizer Presse und die breitere Angebotspalette.» Unter dem Blickwinkel der Gattungspromotion kann denn eigentlich gar nicht von Konkurrenz die Rede sein. Schliesslich sollen Zeitungen und Zeitschriften neue zahlende Leser finden. Über welchen Kanal das geschieht, spielt für die Verlage höchstens unter dem Aspekt der Kommissionsgebühren eine Rolle, die sie für jedes generierte Abonnement dem Vermittler entrichten müssen.
Papier funktioniert besser
Zur Unterstützung der Verlage bei der Abogewinnung setzt der Verband Schweizer Presse weiterhin auch auf Print-Werbemittel. Mit einer Auflage von fast sieben Millionen Exemplaren bringt der Verband pro Jahr zweimal Faltprospekte in Umlauf, die Schnupperabos anbieten. Eingelöst werden davon jeweils über 40 000. Wie viele davon in längerfristige Abonnemnte umgewandelt werden können, hängt dann von den Anstrengungen der einzelnen Verlage ab. Doch die Umwandlungsquote sei generell sehr hoch, weiss Toni Vetterli vom Verlegerverband. Sie bewege sich im Bereich von zwanzig bis sechzig Prozent.
«Der Abo-Talon hat ausgedient»
Werber Dominique von Matt äussert sich zu Chancen und Risiken von Gattungswerbung für Print.
WW: Wie nehmen Sie die Werbung für Printmedien in der Schweiz wahr?
Dominique von Matt: Insgesamt habe ich ein positives Bild von den einzelnen Marken, wie sie sich positionieren. Allerdings stelle ich eine relativ schwache Kontinuität fest. Vielleicht wird im schnelllebigen Printmediengeschäft zu wenig aus der Optik der Markenführung mit der Kommunikation umgegangen.
WW: Wie wichtig ist Gattungsmarketing?
Dominique von Matt: Gattungskampagnen sind eigentlich nur sinnvoll, wenn sie auf die Inserenten abzielen. Hier herrscht ein harter Wettbewerb. Insbesondere zwischen Ferrnsehen und Printmedien.
WW: Weshalb bringt es nichts, die Leser für die Vorzüge der Gattung Print zu sensibilisieren?
Dominique von Matt: Beim Leser erfolgt die Wahl einer bestimmten Zeitung oder Zeitschrift emotional, nicht so bei den Werbekunden. Da geht es nicht um Information und Erlebnis sondern um Return-on-Investment. Deshalb verspricht die Leser-Titel-Bindung mehr Erfolg als Gattungsmarketing.
WW:Ein Internet-Portal wie presseabo.ch wäre demnach vergebliche Liebesmüh?
Dominique von Matt: Aus der Perspektive des Gattungsmarketings möglicherweise schon. Aber darum geht es ja nicht: Ein Abo-Portal ist in erster Linie eine Massnahme zur Verkaufsförderung. Und als das taugt es sicher ganz gut.
WW:Holt man heute seine künftigen Leser im Internet ab?
Dominique von Matt: Bestimmt. Es ist sehr angenehm etwas online zu kaufen, gerade wenn zusätzlich noch ein Wettbewerbsgewinn winkt. Die Leute kaufen heute Bücher, buchen Reisen im Internet. Weshalb also nicht auch die Zeitung so bestellen. Der Abo-Talon hat definitiv ausgedient. Auch bei den Senioren. Wer den Arbeitsprozess in den letzten fünf Jahren verlassen hat, ist mit dem Internet vertraut. Gerade ältere Leute wissen zunehmend den Vorzug zu schätzen, vieles von zu Hause aus erledigen zu können.
Nick Lüthi
Wirrnis im Lokal-TV-Land
Einschaltquoten Junge Deutschschweizer schauten 2006 seltener Lokalfernsehen. Warum, ist nicht klar. Vielleicht spielte auch die Cablecom eine Rolle.
Noch deutlicher sichtbar ist die Erosion aber bei der Hauptzielgruppe der 15- bis 49-Jährigen. Nicht nur, weil das TNC dort (mindestens) 5,3 Prozent oder 33 000 Zuschauer verlor, sondern weil bei dieser Zielgruppe kein einziger Deutschschweizer Sender einen Reichweitenzuwachs ausweisen kann. Alle hatten Einbussen. Die grössten Verluste gab es auf der Achse Bern-Aarau-Basel: Tele Bärn verlor in dieser Zielgruppe 9,5 Prozent, Tele Basel 8,1 Prozent und Tele M1 7,9 Prozent. 2006 hatte das Trio noch Gewinne zu verzeichnen. Nicht allzu gut steht’s auch um Tele Züri: Der Sender verlor schon zum zweiten Mal, seine Reichweite hat sich seit 2004 um 6 Prozent reduziert.
Den allgemeinen Reichweitenverlust nun einfach auf eine Qualitätseinbusse zurückzuführen, wäre zu simpel. Denn bei der Nutzung zeigt sich ein anderes Bild. So konnte Tele Basel die verbliebenen jungen Zuschauer 2006 um durchschnittlich eineinhalb Minuten länger fesseln als im Vorjahr; das Gesamtpublikum blieb dem Sender gar zwei Minuten länger treu. Ähnliche Verbesserungen weist auch Tele Tell auf: Bei der Zielgruppe 3+ steigerte es sich um mehr als eine Minute, bei den 15- bis 49-Jährigen um fast zwei Minuten. Tele Bärn konnte sich in beiden Zielgruppen leicht und seit 2004 stetig steigern, Tele M1 blieb wenigstens stabil, ebenso die meisten übrigen TNC-Mitglieder. Mit einer Ausnahme: Tele Züri wird rund eineinhalb Minuten weniger lang geschaut.
Dadurch dass die einen Zuschauer den Lokalsendern den Rücken kehren, die andern aber tendenziell länger hingucken, sind die Marktanteilsentwicklungen bei den einzelnen Sendern sehr unterschiedlich: Tele Züri ist Hauptverlierer, sein Marktanteil fiel bei der Hauptzielgruppe von 5,7 Prozent (2005) auf 4,8 Prozent. Leichte Verluste müssen Tele Ostschweiz (-0,2 Prozentpunkte) und Tele Top (-0,1) hinnehmen, während TeleBärn und Tele M1 ihren Marktanteil bei 1,3 beziehungsweise 1,5 Prozent stabil hielten. Marktanteilsgewinne weisen nur TeleBasel (+0,3 Prozentpunkte) und Tele Tell (+0,2) aus. Damit blieb auch das TNC recht stabil: Beim Gesamtpublikum beträgt sein Marktanteil 2,9 Prozent (-0,1 Prozentpunkte), bei der Hauptzielgruppe sind es 2,7 Prozent (-0,1).
Über die Gründe für die widersprüchlichen Zahlen lässt sich nur spekulieren. So meinte TeleBasel-Geschäftsführer Willy Surbeck, dass sinkende Nettoreichweiten nicht unbedingt weniger Zuschauer bedeuten, sondern bloss weniger (Such-)Einschaltungen. Sein Sender habe 2006 das Programm klarer gestaltet, weshalb die Zuschauer TeleBasel wohl zielgerichteter nutzten und auch länger hängen blieben. Ähnlich sieht es Urs Gerber, Product Manager TV beim TNC-Vermarkter Radiotele: «Entscheidend für die Sendernutzung ist nicht die Nettoreichweite. Wir wollen ja nicht wissen, wer per Zufall kurz reinzappt, sondern wer einen Sender auch tatsächlich nutzt.». Deshalb sei der Marktanteil wichtig – und ausgehend davon spricht Gerber lieber von einer «stabilen Sättigung der regionalen TV-Programme».
Weil damit aber nicht alle Fragen erklärt werden können, stellt Gerber noch weitere Mutmassungen an. So könnten die Olympischen Spiele und die Fussball-WM durchaus «leichte Auswirkungen» auf den Jahresdurchschnitt der Lokal-TVs haben. «Vermutlich dramatischer dürfte sich aber das Verhalten der Cablecom auswirken», fügt er hinzu. «Immer mehr Menschen lassen das Zeitalter der Satellitenschüssel neu aufleben, weil sie von der Cablecom unabhängig sein wollen. Leider sind die Regional-TV-Stationen über die Satellitenschüssel nicht empfangbar, was ebenfalls zu einem ganz leichten Rückgang geführt haben dürfte.»
Diesen letzten Punkt stellt auch Rolf Müller, Geschäftsführer der PublicaData, nicht in Abrede. Zumindest nicht für die Zukunft. Ob aber der Trend zu mehr Satellitenantennen die Reichweiten der Lokal-TVs auch schon in der Vergangenheit erodieren liess, bezweifelt er.
Satellitenschüsseln hin oder her, in der Romandie und im Tessin zeigt sich ein ganz anderes Bild als bei uns. Auf klar tieferem Niveau steigen dort die Werte. Dies gilt insbesondere für den Sender Léman Bleu, dessen Reichweite 2005 um 77 Prozent und letztes Jahr noch einmal um 22 Prozent zulegen konnte. Auch die Nutzung stieg um rund eine halbe Minute. Doch der Marktanteil liegt noch immer bei nur 0,4 Prozent. Ähnlich schwach ist der Lausanner Sender TVRL, der sich kaum bewegt. Die übrigen Westschweizer Sender können von Telecontrol nicht ausgewiesen werden, doch scheinen sie leicht zuzulegen; jedenfalls konnte das RomandieNewsCombi, das per Ende 2006 zwar gekündigt wurde (siehe WW 5/07), seinen Marktanteil leicht von 0,2 auf 0,3 Prozent erhöhen. Auch Tele Ticino, der einzige Sender im Tessin, wächst langsam, aber stetig. Von der Hauptzielgruppe wurde er 2006 gar über eine Minute länger genutzt als im Vorjahr. Und den Marktanteil konnte er um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent steigern.
Satelliten-Antennen legen kräftig zuSeit die Cablecom ihr Senderangebot reduziert
, steigen laut der Gratiszeitung Cashdaily die Kundenzahlen bei Verkäufern von Satellitenantennen rasant an. 2006 sei der Markt zweistellig gewachsen, und diverse Satellitentechniker rechneten für 2007 mit Zuwachsraten von 20 bis 100 Prozent. Da die Cablecom aber zuerst ausländische Sender aus dem Angebot wirft, sind es primär Ausländer, die auf Satellit wechseln. Ob diese bisher auch Lokal-TV-Seher waren und somit diesen Sendern verloren gehen, müsste jedoch erst untersucht werden. Doch scheinen auch Schweizer
immer häufiger auf Satellit umzusteigen, weil die Schüsseln relativ günstig erhältlich sind und keine Monatsgebühren anfallen. Bei Swisscable, dem Verband der Kabelnetzbetreiber, war aber letztes Jahr noch keine Abnahme der Kabelabos zu spüren. Gemäss Sprecher Matthias Lüscher stieg die Zahl der genutzten Kabelanschlüsse in der Deutsch- und Westschweiz letztes Jahr um gut ein Prozent auf rund 2,9 Millionen.
Markus Knöpfli
Direkt in die Teppichetage
Stellensuche TopJobs ist mit über 3000 Jobangeboten pro Monat die grösste Plattform der Schweiz im Segment der Fachspezialisten und Führungskräfte. Mit neuen Werbesujets spricht die spezialisierte Stellenbörse von Scout24 ihr Zielpublikum ganz direkt an.
«Papier ist auch Geruchssache»
Papier V Arctic Paper setzt auf Corporate Paper und Umweltaspekte.
Welsche SRG-Radiosender erzielen rekordhohen Marktanteil
Die welschen Sender der SRG haben ihren Marktanteil im letzten Jahr auf 57,3 Prozent erhöht und erreichen somit ein Allzeithoch. Gegenüber dem Vorjahr entspricht die Steigerung 0,6 Prozent.
Zug zeigt Flagge
Sport Der EVZ wird 40. Zu diesem Jubiläum ist eine schweizweit einzigartige Kampagne lanciert worden.
Der Einsatz entscheidet
Papier IV Weiss liegt im Trend – die Verwendung von gestrichenen oder Naturpapieren bleibt Geschmacksache.
Werber wollen Hochweiss Was die Farbigkeit angeht, setzt das Unternehmen vor allem auf Weiss. Denn wie von Arctic Papier zu erfahren ist, liegt Weiss im Trend. Besonders die Werbe- und Designbranche ruft nach Hochweiss. Der Trend zu Weiss, dieser Clean-Chic, wie wir ihn von der Mode her kennen oder wie er auch bei elektronischen Gadgets oder im Automobil-Design beobachtet werden kann, manifestiert sich damit auch bei den Papieren.
Andere Branchen wiederum ziehen ihrem Lifestyle entsprechend andere Farbtöne vor: Der Food-Bereich etwa setzt lieber auf cremefarbene Papiere, umweltbewusste Unternehmen widerspiegeln ihr Credo gerne mit einem natur- bzw. schönweissen Papier. Nicht ganz einig ist man sich derzeit, auf welchem Papier Bilder am besten zur Geltung kommen. Urs Hochuli von Arctic Paper meint dazu, dass die weit verbreitete Meinung, ob denn Bilder auf gestrichenem Papier wirklich besser wirken, heute hinterfragt werden müsse: «Es hängt viel mehr vom Einsatzzweck der Kommunikationsmittel ab – und davon, was mit dem Papier erreicht werden soll.»
Jürgen Franck
Steilpässe von Amateuren
Grossverteiler Condor und Publicis haben für Migros neue Werbe-Ideen von Kunden zu witzigen Spots verarbeitet.
Visualisierung des UnterschiedsUnabhängig von dieser Staffel werden weiterhin die Filme mit den «Lieblingsprodukten» fortgesetzt. Diese spielen ausschliesslich in den Migros-Filialen. Die Spots mit den «Ideen» sind neu auch aus diesem Raster ausgebrochen.
Wie Marion Marxer verrät, ist das Konzept mit diesen «Ideen» auf breiter Basis ausgetestet worden und beim Publikum «super gut angekommen». Ist aber bisher nur mit «grossen Themen» wie Frische argumentiert worden, will man mit den neuen nur noch 20 bis 30 Sekunden kurzen Filmchen auch kleinere Errungenschaften ins Spiel bringen, die den Unterschied von der Migros zur Konkurrenz visualisieren. Da solche Details aus der Migros-Welt wohl nur von einem «einheimischen Regisseur richtig verstanden werden können», wie Petersson meint, hat man sich mit Patrick Senn neu auch auf einen Schweizer Regisseur konzentriert.
Authentizität wollte man auch bei den Aussagen der Laien. Diese sind für alle drei Landessprachen mit verschiedenen Leuten gecastet und aufgenommen worden. «Das braucht es, wenn wir mit einer 35-Millimeter-Kamera so nahe auf den Menschen drauf sind», weiss die Crew.
Andreas Panzeri
Lucky Lack setzt Seele frei
Die Basler Kommunikationsagentur Dialog Lucky Lack hat für Heinrich Käch eine neue Corporate Identity erarbeitet. Das Unternehmen ist zugleich einer der grössten privaten Rettungsdienste der Schweiz, ein Taxiunternehmen und auch ein renommiertes Bestattungsunternehmen.
Weiss, weisser, weise
Dentalhygiene Exxtra hat für langweilige Werbung mit Zahnpasta nur ein müdes Lächeln übrig – und für Candida einen völlig anderen Spot gedreht.
Gemäss klinischen Studien leidet aber jeder dritte Erwachsene unter überempfindlichen Zähnen und Zahnhälsen. Vor allem die Verwendung falscher Produkte – zum Beispiel modische Weissmacher – kann der Gesundheit der Zähne schaden.
Candida hat das Problem der empfindlichen Zähne schon vor längerer Zeit erkannt und in Zusammenarbeit mit Schweizer Universitätskliniken die Produktelinie Sensitive entwickelt. Diese erlaubt eine schonende und dennoch gründliche Reinigung.
Unterdessen ist Candida die erfolgreichste Zahnpasta in der Schweiz und hat bezüglich Marktanteil die bisherige Marktführerin Elmex überholt. Dazu verfügt Candida auch gegenüber Zahnärzten und Konsumenten über eine sehr hohe Glaubwürdigkeit und Sympathie.
Diese Glaubwürdigkeit soll nun in der Kommunikation vermittelt werden. Candida belehrt aber nicht wie die meisten Konkurrenten, sondern zeigt auf überraschende Weise auf, dass die Verwendung von falschen Produkten den Zähnen schaden kann.
Der Film «Boxer» beginnt mit dramatischer Musik. Ein durchtrainierter junger Mann, nur mit einem weissen Frotteetuch bekleidet, lockert sich mit einigen Dehnübungen und Boxschlägen in seinem Badezimmer. Es macht den Eindruck, als würde er sich für einen Kampf vorbereiten. Nachdem er sicher ist, dass seine Muskeln aufgewärmt sind, nimmt er eine Zahnbürste und Zahnpasta und beginnt mit Nachdruck und Engagement seine Zähne zu reinigen. Man kann erkennen, dass er für diese Aktion seine ganze Muskelkraft einsetzt. Dann steigert sich die Musik, der Boxer greift zum Wasserglas, spült und beginnt zu lächeln.
Das Lächeln entblösst aber nicht strahlend weisse Zähne, sondern einen Mundschutz, wie ihn Boxer im Ring über ihre Zähne stülpen. «Wenn Sie Ihrer Zahnpasta nicht vertrauen …», wird kommentiert. Dann folgt ein Close-up auf den Packshot der Candida Sensitive, mit dem Einblender «Candida reinigt Ihre Zähne besonders schonend».
Candida Sensitive wird nur mit dem Medium Film beworben. Als Hauptzielgruppe im Fernsehen werden alle haushaltführenden Personen zwischen 25 und 40 Jahren angesprochen. Im Kino wird der Spot noch etwas «verjüngt» mit anderer Musik und kürzeren Schnitten. Inserate werden ausschliesslich in der Fachpresse geschaltet, hier in Verbindung mit weiterführenden PR-Texten.
Andreas Panzeri
