McCann Erickson und Universal McCann für Windows Vista

Software Pünktlich zur Einführung von Windows Vista wartet McCann Erickson mit einer fulminanten Werbekampagne für das neuste und bisher anwenderfreundlichste Betriebssystem von Microsoft auf.

Software Pünktlich zur Einführung von Windows Vista wartet McCann Erickson mit einer fulminanten Werbekampagne für das neuste und bisher anwenderfreundlichste Betriebssystem von Microsoft auf. Im Zentrum der Kampagne steht die hohe Nutzerfreundlichkeit des neuen Betriebssystems und das mit der Nutzung unausweichlich verbundene «Wow»-Erlebnis. Die Kampagne für Windows Vista ist aufmerksamkeitsstark in allen Medien präsent. Geschaltet werden ein 30- und 60-Sekunden-Kinospot mit vorgeschalteter Lasershow, zahlreiche Anzeigen, grossformatige Outdoor-Poster, Railposter sowie umgestaltete Trambahnen und Busse.

Mit TheTitel noch mehr Kultur im Internet

Unter dem Namen «TheTitel» startet ein neues Online-Kulturmagazin, das sich als Printzeitung im Internet positioniert. Das Portal aus Bern soll monatlich erscheinen, gibt sich wie eine Hochglanz-Zeitschrift und ist kostenlos.

Unter dem Namen «TheTitel» startet ein neues Online-Kulturmagazin, das sich als Printzeitung im Internet positioniert. Das Portal aus Bern soll monatlich erscheinen, gibt sich wie eine Hochglanz-Zeitschrift und ist kostenlos, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Abgedeckt werden – oft in Artikeln, die sich über mehrere Seiten erstrecken, die Bereiche Musik, Film, Kunst, Literatur, Comic Ausgehtipps und Gedankengang. Finanzieren will sich das Projekt unter der Leitung von Claudia Mühlebach und Rudolf Amstutz über Werbung. Der zurzeit aufgeschaltete Prototyp enthält unter anderem Dossiers über Marc Forster, Nora Jones und Tom Waits.

Pressewirbel im Berner Oberland

Die vom Volk angenommene Verwaltungsreform im Kanton Bern wirkt sich auf die lokale Presselandschaft aus. Im Berner Oberland fragt man sich bereits, wie es mit den Amtsanzeigern und lokalen Zeitungen weitergehen soll.

Die vom Volk angenommene Verwaltungsreform im Kanton Bern wirkt sich auf die lokale Presselandschaft aus. Im Berner Oberland fragt man sich bereits, wie es mit den Amtsanzeigern und lokalen Zeitungen weitergehen soll. Aufgrund der neuen Verwaltungseinteilung geht es um die Frage, wie viele Amtsanzeiger es für die Region noch brauche und wie und wo die Gemeinden ihre Publikationen veröffentlichen. Bis anhin bestand das westliche Berner Oberland aus vier Amtsbezirken, ab 2010 nur noch aus zwei, wie einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA zu entnehmen ist. Die Gemeindepublikationen erfolgten bis anhin in drei Amtsanzeigern. Das Geschäft könne nur wirtschaftlich betrieben werden, wenn ein Verlag Amtsanzeiger und Lokalblatt herausgeben könne, sagte Franz Zölch in Namen der betroffenen Verlagshäuser am Mittwoch. Bereits Lösungsansätze erarbeitet haben die Frutigländer Medien / Egger, Ilg in Wimmis, die Kopp Druck und Grafik in Zweisimmen, Müller Marketing & Druck in Gstaad sowie Weber Werbeagentur und Verlag in Gwatt. Neben den offiziellen Amtsblättern erscheinen im westlichen Berner Oberland kleinere Lokalzeitungen wie Der Frutigländer, der Obersimmentaler, der Anzeiger von Saanen oder das Monatsmagazin Spiez Info. Sie bestehen alle neben der grösseren Regionalzeitung Der Berner Oberländer. Für lokale Vereine oder Veranstaltungen seien die kleinen, lokalen Blätter wichtig, denn je grösser eine Zeitung, desto teurer die Inserate, betont Zölch.

Cavegn bewegt Tele Züri

Das Lokalfernsehen Tele Züri macht in der neuen Kampagne von Cavegn Werbung via VBZ auf sich aufmerksam. Mit dieser Werbebotschaft verkehrt Tele Züri kreuz und quer durch die Stadt und beweist damit seine Präsenz im Sendegebiet.

Das Lokalfernsehen Tele Züri macht in der neuen Kampagne von Cavegn Werbung via VBZ auf sich aufmerksam. Mit dieser Werbebotschaft verkehre Tele Züri kreuz und quer durch die Stadt und beweise damit seine Präsenz im Sendegebiet das ganze Jahr hindurch – von früh bis spät. Die von Cavegnwerbung ausgedachten Tramblenden kommunizieren auf originelle Art und Weise die Stärken von Tele Züri, heisst es in der Mitteilung. So sei für die Zuschauer Tele Züri nicht nur Tele Züri, sondern auch TeleSechseläuten, TelePolizeieinsatz oder TeleFCZ. Auf den Busheckscheiben machen Schlagwörter auf die einzelnen Sendegefässe aufmerksam. Die Kampagne sei ab Februar auf TeleVBZ zu sehen.

In Flagranti kommuniziert 200 Jahre GVB

Die Gebäudeversicherung Bern feiert ihren 200. Geburtstag mit zahlreichen Jubiläumsaktivitäten. Die Lysser Werbeagentur In Flagranti kommuniziert diese und beantwortet Fragen nach der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) feiert ihren 200. Geburtstag mit zahlreichen Jubiläumsaktivitäten. Die Lysser Werbeagentur In Flagranti kommuniziert diese und beantwortet Fragen nach der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft der GVB. Zu ihrem Geburtstag tritt das Unternehmen mit einem neuen Corporate Design auf. In einem Frage-und-Antwort-Spiel bringt In Flagranti die Leistungen der GVB aufs Tapet. Zum Beispiel: Warum hatte früher die Feuerwehr eine lange Leitung? Warum kann man mit einem Pfannendeckel den Koch retten? Warum sollte man mehr über das Wetter reden? Diese und über 50 weitere Fragen samt Antworten stehen in Inseraten, auf Bussen und im Jubiläumstram, welche das ganze Jahr 2007 über durch Bern kurven.

Zu guter Letzt: FAS ist eine der schönsten Zeitungen der Welt

Die amerikanische Gesellschaft für Zeitungs-Design hat der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitungen einen ahnsehnlichen Titel verliehen: Neu darf sich das Deutsche Blatt zum Kreis der Schönsten im Printuniversum zählen.

Die amerikanische Gesellschaft für Zeitungs-Design hat der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitungen (FAS) einen ahnsehnlichen Titel verliehen: Neu darf sich das Deutsche Blatt zum Kreis der Schönsten im Printuniversum zählen. Auserwählt hat die Jury neben der FAS auch die dänische Zeitung Politiken, die estnische Äripäcv sowie die spanische El Economista. Über die FAS heisst es: «Das ist eine meisterhaft gestaltete Publikation. Die Seiten dieser Zeitung umzublättern ist, als ob man durch eine Galerie mit anspruchsvoller Photographie wandelte, mit gefühlvollen Illustrationen und nahezu perfekter Typographie.» Die Zeitung «brülle» nicht, sie «erleuchte». Also liebe Schweizer Zeitungsmacher. Nehmt Euch ein Beispiel an den Deutschen, damit auch wir uns nächstes Jahr das Zeitungs-Krönchen aufsetzen können.

Schweiz – Deutschland: 1 : 1

Nationalstolz «Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?» Das will der Blick zur Zeit im Rahmen einer grossen Kampagne herausfinden.

Nationalstolz «Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?» Das will der Blick zur Zeit im Rahmen einer grossen Kampagne herausfinden. Beworben wird die Artikelserie vom Zürcher Ableger der Berliner Agentur Scholz + Friends. Die Zürcher Friends als neue Agentur für Blick arbeiten in ihrer breit angelegten Werbung mit Inseraten, Online-Bannern, PoS-Plakaten sowie einem TV-Spot. Dieser setzt auf Polarisierung: Die Schweizerfahne ist zunächst auf rotem Grund zu sehen – begleitet von den Klängen der Schweizer Hymne. Während die Kamera langsam von der Fahne wegzoomt, rücken allmählich ein gelber und ein schwarzer Balken oben und unten ins Bild und drohen so das weisse Kreuz auf rotem Grund zu verdrängen. Diese Visualisierung ist neu. Nicht ganz neu ist aber die Umsetzung auf den Plakaten, wie es Reinhold Weber aufgefallen ist. Schon vor sieben Jahren hat er bei der Eröffnung seiner damaligen Agentur in Berlin auf den gleichen Gag gesetzt und eine Reihe von Plakaten in eigener Sache ausgehängt – eine Aktion, welche postwendend in der Berliner Presse breitgeschlagen und prämiert worden ist. Reinhold schmunzelt deshalb: «Wie viel deutsche Werbung verträgt der Blick?»

Ferrari fährt Propaganda vorwärts

Propaganda Zürich verstärkt sich mit Roberto Ferrari. Der Werbefachmann unterstützt das Beraterteam des Spezialisten für Ambient Media und Guerilla-Marketing.

Propaganda Zürich verstärkt sich mit Roberto Ferrari. Der Werbefachmann unterstützt das Beraterteam des Spezialisten für Ambient Media und Guerilla-Marketing. Ferrari kann auf verschiedene Stationen im Verkauf und Marketing bei diversen Agenturen zurückblicken. Zuletzt arbeitete er beim Jean Frey Verlag und war als Projektleiter für den Anzeigenmarkt der Bilanz zuständig. Um der stetig zunehmenden Nachfrage nach Ambient Media und Sonderwerbeformen nachzukommen, vergrössere Propaganda zusätzlich das Beraterteam im Office Bereich, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. Karin Streuli, Cornelia Klaus und Ivan Folda unterstützen die Agentur zusätzlich. Mit diesen personellen Veränderungen möchte Propaganda seine national führende Position als Ambient Media Agentur stärken und ausbauen.

Inseratestatistik entwickelt sich positiv

Die Anzeigenseiten der Schweizerpresse waren im Januar ausserordentlich gut gefüllt. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte das Gesamtvolumen in der Tages- und regionalen Wochenpresse frankenmässig um 11,4 Prozent zu.

Die Anzeigenseiten der Schweizerpresse waren im Januar ausserordentlich gut gefüllt. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte das Gesamtvolumen in der Tages- und regionalen Wochenpresse frankenmässig um 11,4 Prozent zu. Wie die am Mittwoch veröffentlichte Wemf-Inseratestatistik der Schweizer Presse aufzeigt, verzeichneten die kommerziellen Inserate ein Plus von 12,3 Prozent. Weiter von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitierten die Stelleninserate. Wenn auch ein bisschen weniger als in den Vormonaten nahm sie doch um 22,9 Prozent zu. Rückläufig waren hingegen die Inserate der Sonntagspresse, diese nahmen um 0,3 Prozent ab. In der Wirtschafts- und Finanzpresse nahmen sie um 41,7 Prozent zu. Bei der Publikumspresse liegt das Gesamtvolumen frankenmässig um 21,2 Prozent über dem Wert des letzten Jahres. Bei der Spezialpresse, bezogen auf das Seitenvolumen, konnte ein Plus von 4,8 Prozent verzeichnet werden. Das Inseratevolumen in der Fachpresse nahm um 2,5 Prozent zu. 

Inapa-Kollektionen werden erweitert

Papier III>/B> Inapa frischt Themenbände auf.

Papier III Inapa frischt Themenbände auf. Baumgartner Papier und Biber Papier führen als autonome Verkaufsorganisationen innerhalb der Inapa Schweiz AG ihre eigenen Sortimente – und somit auch eigene Papierkollektionen. Darin ist jedes einzelne Produkt in Form eines Papiermusters vorhanden, was einen guten Eindruck über den entsprechenden Bedruckstoff vermittelt. Am 27. März wird die Kollektion erweitert und umfasst dann neu 20 Bände. Der zusätzliche Themenband «Gestrichen» hält gestrichene Papiere mit allen Standardqualitäten parat. Ein zusätzliches Modul für Mailings, Broschüren, Dokumentationen ergänzt die Kollektion. Darüber hinaus wurden am Themenband «Offset» Ergänzungen vorgenommen; gleichzeitig sind einige Sortimentsanpassungen eingeflossen. Somit ist die Kollektion Ende März wieder auf dem neuesten Stand.
Besonderen Wert legt Inapa auf die Papierberatung vor Ort durch eigene Werbespezialisten. Die Werbewoche hat sich darüber mit Berater Albert Oehler und dem Inapa-Marketingverantwortlichen Marco Bieri unterhalten (siehe Interview unten).
«Wir setzen auf Werbeberatung» WW: Welchen Stellenwert nimmt bei der Papierberatung eine Papierkollektion ein? Albert Oehler: Wenn ein Thema bildlich, textlich und haptisch ideal umgesetzt werden und zusammenpassen soll, dann spielen Kollektionen eine wichtige Rolle. Bei grossen Objekten empfehle ich hin und wieder, sich im Digitaldruckverfahren ein 1:1-Muster herstellen zu lassen. Durch das Drucken auf verschiedene Papiere können relativ einfach und direkt sehr aussagekräftige Vergleiche angestellt werden. WW: Sind Papierkollektionen im digitalen Zeitalter noch zeitgemäss? Marco Bieri: Ganz klar: Ja. Für viele Kunden ist die Kollektion das erste Instrument ihrer Wahl beim Papierentscheid. Zudem sind die Kollektionen auch bei uns intern ein wichtiges Instrument. Denn auch wenn man schon lange in der Branche ist, ist es kein einfaches Unterfangen, ein Papier auf Grund eines oft kleinen Musters zu bestimmen. WW: Wie gehen Sie im Verkauf respektive im Gespräch mit Agenturen vor? Albert Oehler: Ich versuche mich zu beschränken und nicht allzu viele Produkte zu zeigen. Dabei stelle ich nur solche Produkte vor, die zum Projekt passen – und möglichst nur maximal drei Papiere pro Projekt. Das verlangt viel Erfahrung und das Kennen der eigenen Produkte. WW: Was zeichnet die umfangreichen und auf Ende März erweiterte Kollektionen von Biber/Baumgartner aus? Albert Oehler: Unsere als Arbeitsmittel konzipierten Kollektionen sind thematisch zusammengefasst, gleichzeitig lassen sich Teile davon herausnehmen. Damit lässt sich gut vergleichen, ob unterschiedliche Papiere zueinander passen.   
Jürgen Franck

ARE erstrahlt in neuem Weblook

Die Website des Bundesamtes für Raumentwicklung präsentiert sich in einem frischen Kleid. Damit entspricht sie den Design- und Zugangskriterien des Bundes.

Die Website des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) präsentiert sich in einem frischen Kleid. Damit entspricht sie den Design- und Zugangskriterien des Bundes. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation begleitete technisch und konzeptionell die Umsetzung des neuen Internetauftrittes. Mit der neuen Website setzt das ARE einerseits das Corporate Design des Bundes um und andererseits die Vorgaben des barrierefreien Zugangs für Behinderte. Alle bisherigen verfügbaren Informationen finden sich auf der neuen Seite wieder. Passwortgeschützte Bereiche für Fachleute runden das Angebot ab.

Die Praxis als grosses Plus

Ausbildung Pia Kasper ist Direktorin des Schweizerischen Ausbildungszentrums für Marketing, Werbung und Kommunikation SAWI. Im Interview mit der Werbewoche spricht sie über die SAWI-Abschlüsse, deren Wert und über die neue Ausrichtung des Institutes.

Ausbildung Pia Kasper ist Direktorin des Schweizerischen Ausbildungszentrums für Marketing, Werbung und Kommunikation SAWI. Im Interview mit der Werbewoche spricht sie über die SAWI-Abschlüsse, deren Wert und über die neue Ausrichtung des Institutes. WW: Frau Kasper, wie steht es in der Schweiz mit dem Werber-Nachwuchs? Pia Kasper: Die Werbebranche ist für junge Menschen ein unglaublich attraktives Umfeld. Der Trend zur Kommunikationsbranche in all ihren Facetten ist ungebrochen und auch eine positive Entwicklung für das SAWI. WW:Wie sind die Kurse des SAWI besetzt?Pia Kasper:Die Nachfrage nach unseren Ausbildungsangeboten ist gross. Vor allem aus dem Raum Zürich.WW:Wie startet man am besten seine Karriere in der Werbebranche? Pia Kasper:Der gängigste Weg führt immer noch über eine Lehre mit dem Besuch der Berufsmittelschule. Dann sucht man sich eine Anstellung und absolviert die berufsbegleitende Ausbildung als Kommunikationsplaner. Mit der Weiterbildung als Kommunikationsleiter ist der nächste Karriereschritt gesichert. Die genannten Ausbildungen sind am SAWI übrigens sehr gut besucht.WW:Und wenn man keine entsprechenden Anstellungen findet?Pia Kasper:Dann ist die Vollzeitausbildung eine optimale Lösung. Das SAWI bietet dafür zwei Möglichkeiten an. Entweder man besucht eine einjährige Ausbildung mit den Schwerpunkten Marketing/Kommunikation, mit dem Abschluss als «Kommunikations-Planer/in». Oder man macht einen dreijährigen Vollzeitlehrgang am Polycom. Er verhilft zum Diplom als «Berater/in Unternehmens- und Marketingkommunikation» und kann als ganzheitliche Kommunikationsausbildung schlechthin bezeichnet werden. Das Polycom bildet genau das Beratersegment aus, das den heutigen Marktanforderungen entspricht. Es sind Profis auf allen Gebieten der integrierten Kommunikation, die alle Kommunikations-Instrumente beherrschen.
WW:Der Idealweg führt also über das SAWI? Pia Kasper:Das grosse Plus unserer Ausbildungen ist die Praxiserfahrung. Denn sowohl unsere einjährige wie unsere dreijährige Ausbildung sind ohne entsprechende Praktika undenkbar. Dies im Gegensatz dazu, über ein Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule in die Werbung einzusteigen. Zurück zu Ihrer Frage nach dem Idealweg. Er führt über das SAWI: Entweder Lehre mit entsprechenden SAWI-Weiterbildungen oder die SAWI-Tagesschulen.WW:Wo positioniert sich das SAWI und wie qualifizieren Sie die SAWI-Abschlüsse?Pia Kasper:Das SAWI positioniert sich mit praxisbezogenen Ausbildungsangeboten und Abschlüssen in eidgenössischen Berufsprüfungen. Ab 2008 bieten wir auch Ausbildungen mit Abschlüssen im Bereich Höhere Fachschulen an. Wir haben im Unterschied zur Hochschule keinen Forschungsbereich angegliedert. Unsere Absolventen verfügen aber bereits über handfeste Erfahrungen. Die SAWI-Abschlüsse qualifizieren sich über den Praxisbezug. Das heisst, dass jemand mit SAWI-Abschluss am Arbeitsplatz sofort effizient eingesetzt werden kann. Dies nicht zuletzt, weil wir durch unser Milizsystem über einen Dozentenstamm aus Praktikern verfügen und weil wir während der Ausbildung im Rahmen des Möglichen auch Praktika durchführen.WW:Wie stehen Sie zu den Hochschulangeboten, die wie Pilze aus dem Boden schiessen? Kann man Kommunikationsberufe studieren?Pia Kasper:Durchaus. Verschiedene Hochschulen bieten entsprechende Studiengänge an. Diese Ausbildungen sind eher wissenschaftlich und forschungsorientiert, oft ohne entsprechenden Praxisbezug. Vor allem Maturanden besuchen diese Ausbildungsgänge. Nicht zuletzt deshalb, weil sie annehmen, dass ihr Marktwert mit einem Bachelor-Abschluss grösser sei. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Wer aber eine erfahrungsorientierte Ausbildung absolvieren möchte, besucht nach wie vor das SAWI. Die Wirtschaft weiss den Stellenwert des SAWI-Diploms zu schätzen. Nicht ohne Grund findet sich häufig in Stelleninseraten auch der Hinweis auf ein SAWI-Diplom.WW:Die Medien verändern sich, neue Kommunikationskanäle setzen sich durch. Wird dem im SAWI-Ausbildungsangebot auch Rechnung getragen?Pia Kasper:Am Puls der Zeit auszubilden, ist ein Muss für eine fortschrittliche Ausbildungsstätte. Die sich verändernden Bedürfnisse der Wirtschaft, speziell der Werbebranche, verfolgen wir aufmerksam, speziell auch die neuen Kommunikationskanäle. Wir wollen mit gezielten Ausbildungsangeboten die Zukunft der Branche mit kompetentem Nachwuchs sichern. Als Beispiel nenne ich hier das Expo-Event-Marketing. Aber auch die im SAWI gebotene Möglichkeit zum Anwenden und Vermitteln von multimedialen Kommunikationsformen sind eine unserer grossen Stärken.WW:Thema Standort. Die grossen Werbeagenturen sind in Zürich. Kommt das SAWI nach Zürich? Pia Kasper:Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Bedürfnisse unserer Kunden haben sich seit der Gründung des SAWI stark verändert. Früher ist man aus der ganzen Schweiz nach Biel gereist, um sich im SAWI sattelfestes Knowhow aus der Kommunikationsbranche anzueignen. Dieser selbstverständliche Fokus auf den Schulungsort Biel gehört der Vergangenheit an. So sank die Zahl unserer Studierenden in Biel auf 28 Prozent, während sie in Zürich auf 62 Prozent angestiegen ist. Zürich ist das Mekka der Werbung, hier sind die grossen Agenturen. Deshalb werden wir im Raum Zürich unser Angebot gewaltig ausbauen.WW:Ist das an Ihrem jetzigen Standort in Zürich-Stettbach überhaupt möglich?Pia Kasper:Nein, er war längst überholt. In den engen und verstreuten Räumlichkeiten mit veralteter Infrastruktur wurde es auch für die Dozierenden zunehmend schwierig, die Unterrichtsqualität aufrechtzuerhalten. Weder räumlich noch personell sahen wir uns in der Lage, die wachsende Kundschaft professionell zu betreuen. Deshalb beziehen wir ab Frühling 2007 einen neuen Standort, wo wir über genügend Ausbildungsräume verfügen werden.
WW:Wo werden sich die neuen Räumlichkeiten befinden? Pia Kasper:An der Stettbachstrasse 6 in Zürich-Stettbach. Also ganz in der Nähe vom alten Standort. Die Räumlichkeiten werden topmodern umgebaut und mit modernster Infrastruktur ausgestattet. Der neue Standort soll zum Inbegriff, zum Standard der modernen Kommunikationskultur werden. WW:Sie sind seit Oktober 2006 Direktorin des SAWI. Was sind Ihre konkreten Ziele?Pia Kasper:Ein zentrales Anliegen ist die Qualitätssicherung aller Ausbildungen auf hohem Level. Auch deshalb wurde die Verbesserung der Infrastruktur bereits energisch eingeleitet. Weiter erscheint mir eine differenziertere Profilierung im Schweizer Ausbildungsmarkt essentiell. Das SAWI muss als starke nationale Marke wahrgenommen werden. Es wird ja von allen Berufsverbänden getragen. Dann muss das Image des SAWI als nachhaltiges und praxisbezogenes Ausbildungsinstitut weiter ausgebaut werden. Und last but not least bietet sich in Zürich-Stettbach mit den neuen Räumlichkeiten die Chance, in der deutschen Schweiz ein schlagkräftiges Kompetenzzentrum für Kommunikation zu begründen.Ausbildung bei der SPOK und AKADFür die Weiterbildung zum PlanerIn Marketingkommunikation
(ehemals WerbeassistentIn) bietet die AKAD in Kooperation mit der SPOK (Schule für praxisorientierte Kommunikation) Kurse an. Der Schulbetrieb wird durch die AKAD organisiert. Die SPOK steht der Kursleitung als fachlicher Beirat zur Seite, die langjährige Erfahrung im Bereich Kommunikation und Werbung aufweist. Besonderer Wert wird auf den praktischen Teil gelegt. Während des Studienablaufs werden laufend Praxisteile, teilweise in Firmen vor Ort, eingebaut. Nach den zwei Semestern erfolgt ein dreimonatiger Praxisteil, in welchem die Teilnehmenden eine entsprechende Aufgabe zu lösen haben. Interessierte können sich detailliert auf www.spok.ch oder auf www.akad.ch informieren. Die Kursräume für den Lehrgang befinden sich in Zürich im Publimedia-Gebäude.
Interview per Email: Christian Lüscher
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