Armani zieht in Hollywood die Fäden

Mode Catwalk im Kino: Wie kein anderer Designer kann Giorgio Armani die Welt von Hollywood zum Marketing für seine diversen Labels nutzen.

Mode Catwalk im Kino: Wie kein anderer Designer kann Giorgio Armani die Welt von Hollywood zum Marketing für seine diversen Labels nutzen. Kein Designer hat mit dem Traum angefangen, einmal Fräulein Müller für ihre Hochzeit einkleiden zu können. Die glamouröse Nacht der Oscars hingegen ist der grosse Traum wohl jedes klassischen Modedesigners. Und hier wirkt Giorgio Armani seit Jahren. Auch am letzten Sonntag hat er bei Oscar 2007 wieder alle wichtigen Fäden gezogen.Film macht Mode – und Mode macht Film. Seit Jahrzehnten sind die beiden Künste eine gewinnbringende Allianz eingegangen. Mit der Mode im Kino werden die neuen Trends kreiert. Dabei hat Armani nicht nur bei den Roben auf dem roten Teppich für Oscar, sondern auch bei den Kostümen für über 100 Filme sein Label im Spiel.
Mit diesem «Catwalk im Kino» kann er seine Mode rund um die Welt bei einem Millionenpublikum bekannt machen. Was eben noch auf der Leinwand zu sehen war, ist morgen schon Trend auf dem Laufsteg. Cary Grant und Grace Kelly setzten solche Trends im Hitchcock-Thriller «Über den Dächern von Nizza». Nicole Kidman machte Mode in «Moulin Rouge». Nach «Gladiator» waren Sandalen wieder tragbar. Ein schlichtes Baumwollunterhemd von Hanro aus der Schweiz sorgte für Furore nach «Eyes Wide Shot». Uma Thurman löste mit ihrem Chanel Rouge Noir in «Pulp Fiction» einen Boom für dunklen Nagellack aus. In diesem Meisterwerk von Tarantino sind die Alltagskleider für Ving Rhames von Emporio Armani. Pilotenbrillen von Armani lösten einen weltweiten Run aus nach dem Film «Aviator» mit Leonardo DiCaprio.
Angefangen hat dieses «Product Placement» im Kino mit einem Zufall. Dieser führte 1934 zu einem grossen Einbruch beim Verkauf von Unterleibchen, als Clark Gable in der Screewball-Comedy «It Happend One Night» sein Hemd auszog und darunter kein Unterhemd trug. Keine Absicht, hat man später erklärt, denn beim Wiederholen der Szene blieb zu wenig Zeit für eine korrekte Etikette. Der Modetrend war trotzdem geboren.
Einer der ersten, der die Entwicklung bewusst fortgeführt hat, war Hubert de Givenchy. Der französische Couturier hat 1952 die noch junge Audrey Hepburn für «Sabrina» von Billy Wilder eingekleidet. Der Oscar für beste Kostüme und beste Hauptrolle sorgten für den Rest, dass der Audrey-Look in den Kaufhäusern zur Mode wurde. Jede Frau wollte so aussehen wie die gefeierte Schauspielerin.
Ein Gigolo zum Auftakt
Film und Designer ist eine lange Geschichte der Liebesbeziehungen. Der erste Italiener, der es in Hollywood mit seinem Schneiderhandwerk geschafft hat, war bereits 1914 Salvatore Ferragamo. Er kehrte aber 1923 nach Italien zurück. Auch Nino Cerruti arbeitete für den Film mit «Pretty Woman» oder «Basic Instinct». Jean-Paul Gaultier näht gelegentlich für Regisseur Pedro Almodovar. Keiner aber ist in Hollywood so oft rund um eine Kamera zu entdecken wie Giorgio Armani.
Angefangen hat die Lovestory 1980 mit «American Gigolo». Richard Gere spielt in diesem romantischen Thriller von Paul Schrader einen Dandy, dem alle Frauenherzen sofort zu Füssen und bald auch sonst wo liegen. Wieso dieser Mann soviel Erfolg hat, wird bereits in der Titelsequenz des Films werbewirksam gezeigt. Richard Gere lässt sich in einem Modegeschäft seine Arbeitskleidung als «Mann für gewisse Stunden» anpassen. Natürlich sind sämtliche Anzüge, Hemden, Krawatten und Accessoires von Armani. Als spiele er in einer Modeschau statt einem Film mit, wechselt Gere in den folgenden Szenen immer wieder seine Kleider. «American Gigolo» machte einen Star aus Richard Gere. Auch dem früheren Model Lauren Hutton hat die weibliche Hauptrolle – natürlich ebenso von Armani eingekleidet – den Durchbruch zu einer neuen Karriere als Schauspielerin gebracht.
Die nachhaltigste Karriere rund um diesen Film eröffnete sich aber Giorgio Armani. Der Designer revolutionierte mit «American Gigolo» die Mode, indem er Haute Couture und Massenprodukte der Freizeitkleidung erstmals in einem Stil zusammenführte. Sein Blazer hat die Epoche der Casual-Mode eingeleitet.  «Als ein Leben lang Cinéphiler finde ich es faszinierend, wie die Welt der Mode und die Welt des Films sich gegenseitig beeinflussen», kommentierte Armani später diese Entwicklung.
Parallel zum Film hat er nicht nur in der Madison Avenue in New York die Modelle im Stil von Richard Gere zusammen mit dem ebenso berühmt gewordenen Filmplakat in den Schaufenstern ausstellen lassen. Das war das erste Mal, dass Amerika mit Armanis Stil in Berührung gekommen ist. «Der Kinoerfolg wirkte wie die Einladung für Millionen von Leuten an eine Modeschau», wertet Armani. Tatsächlich hat ihm der Erfolg mit «American Gigolo» in diesen Zeiten der Yuppies soviel Geld eingebracht, dass er mit diesem Startkapital seine neben der Haute Couture mehr populäre Linie Emporio Armani lancieren konnte.
Armani war später auch der Erste, der aktiv Hollywood-Stars dazu animiert hat, seine Mode auch ausserhalb des Kinos zu tragen. Angefangen hat diese freundschaftliche Geschäftsverbindung bei den Frauen mit Michelle Pfeiffer und Jodie Foster. Michelle Pfeiffer ist ein Fan von Armani, seit sie in «Scarface» Kostüme von ihm getragen hat. «Er hat viel Gefühl und liebt Frauen», schwärmt die Schauspielerin. Leonardo DiCaprio, Harrison Ford, Diane Keaton, Arnold Schwarzenegger mit Maria Shriver, Kevin Spacey, Warren Beatty in edlem Schwarz oder Samuel Jackson im blauen Frack sind nur ein paar der weiteren Namen, die bei der Oscar-Night für ihre Wirkung bei der Parade auf Giorgio Armani vertraut haben. Samuel Jackson aus dem Film «Shaft» gilt seither als «King of Style», einem Prädikat, das er voll Armani verdanke, wie der schwarze Schauspieler inzwischen gerne einräumt. Auch Tom Cruise hat sich jahrelang von Armani einkleiden lassen. Bei der Oscar-Fete am vergangenen Sonntag hat er sich aber erstmals von Victoria Beckham stylen lassen.
Keine Models, keine Kampagnen – einfach nur Kino. Für diesen Deal gibt es bereits das Fachwort «Promo-Costuming», wenn ein ganzer Film von einem bestimmten Designer ausgestattet wird. Mode-Designer beliefern Filmproduktionen mit ihren Kleidern, um besser bekannt zu werden und das Label ins Publikum zu bringen. Von Hugo Boss bis Ermenesgildo Zegna oder Nino Cerruti machen alle bei diesem Wettbewerb mit, wer die bekanntesten Stars einkleiden darf. Die Verkaufsdepartemente sind begeistert von dieser Crosspromotion. Allerdings ist auch der Trend festzustellen, dass in den neusten Filmen selbst ein Armani für seine Schützlinge nicht immer mehr sämtliche Kleider liefern kann. Das Big Business ist inzwischen so gross geworden, dass Superstars wie Foster, Pfeiffer oder Cruise ihre eigenen Stylisten beschäftigen. Diese entwerfen ein ganz präzises und lang anhaltendes Image für ihre Stars. Erst dann wird über ein passendes Drehbuch und Kostüm verhandelt. Jennifer Lopez hat mit «Sweetface» sogar eine eigene Modelinie.
Trotzdem: Der wichtigste Anlass für die Promotion eines Labels bleibt aber nach wie vor die Oscar-Nacht. Und diese war auch heuer in fester Hand von Armani und Versace. Kleinere müssen viel Geld investieren, um hier einen Einstieg zu finden. Das Ritual mit den goldenen Statuetten gilt neben dem Finale des Superbowl als das meistgesehene TV-Spektakel in den USA sowie in weiten Teilen der Welt. Da spielt es eine Rolle, wie man angezogen ist. 
Die Designer treten in Aktion, sobald die jeweils fünf Nominierten für einen Oscar klar sind. Dann machen sie den passenden Stars ihre Angebote. Es gibt Gerüchte, dass Designer ihre gewünschten Stars mit Erstklassflügen zu privaten Modeschauen einladen, um das Passende auszuwählen. Wer zugreift – natürlich gratis, bekommt oft ein Leben lang 50 Prozent Rabatt auf sämtliche weiteren Käufe bei seinem Designer. Weibliche Stars dürfen ihre Roben meistens behalten. Nur Chanel soll die Kostüme und Abendroben regelmässig zurückverlangen.
Soviel Action führte 2003 dazu, dass Giorgio Armani als erster Designer in Hollywood mit einem Stern auf dem Rodeo Drive, Hollywoods exklusiver Shopping-Meile, ausgezeichnet worden ist. Dieser «Walk of Style» wurde mit einer ähnlichen Zeremonie gefeiert wie die «Walk of Stars» der Schauspieler. Wo diese aber mit einem Handabdruck auf dem Trottoir vor dem Chinese Theatre verewigt werden, hat Hollywood für Armani eine über vier Meter hohe Skulptur aufgestellt. Armani sei «der Höhepunkt der Verschmelzung von Mode und Film», hat die fast vollständig anwesende Garde der Superstars in Hollywood begeistert applaudiert.
Giorgio ArmaniDer Designer und Gründer der Armani-Group
mit heute gegen 5000 Mitarbeitenden ist am 11. Juli 1934 in Piacenza bei Milano geboren. Die Familie mit drei Kindern war eher arm, die Mutter Näherin. Giorgio begann 1952 an der Universität Bologna ein Medizinstudium, wurde ein Jahr später in den Militärdienst einberufen und arbeitet dann als Dekorationsgestalter, Fotoassistent und Stylist beim Mailänder Warenhaus La Rinascente. Ohne fachliche Ausbildung wird er 1964 Designer für Herrenmode bei Nino Cerruti. 1973 fällt er als Freelancer in Florenz mit seiner ersten eigenen Modeschau auf. 1975 gründet Armani zusammen mit dem Architekten Sergio Galeotti sein eigenes Label. 1979 folgt die Giorgio Armani Corporation in den USA. Heute ist Armani in der ganzen Welt bis nach China und Japan präsent mit Mode, Möbeln, Accessoires und ab 2008 in Dubai auch mit dem ersten Armani-Hotel. Das gesamte und inzwischen auf 5 Milliarden Euro geschätzte Imperium könnte eventuell an L’Oréal verkauft werden.  
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Zu viel Internet kann tödlich sein

In China nimmt die Zahl der Internet abhängigen Jugendlichen immer stärker zu: Laut staatlichen Medien sind zurzeit rund 2,6 Millionen chinesische Teenager süchtig nach dem Internet.

In China nimmt die Zahl der Internet abhängigen Jugendlichen immer stärker zu: Laut staatlichen Medien sind zurzeit rund 2,6 Millionen chinesische Teenager süchtig nach dem Internet. Das entspricht rund 13 Prozent der User in der Altersgruppe der unter 18 Jährigen. Einen 26-jährigen Chinesen hat sein exzessiver Internet-Konsum nun sein Leben gekostet. Der übergewichtige Mann ist nach einem mehrtägigen Online-Spiel am Ende der chinesischen Neujahrs-Ferien tot zusammengebrochen – nachdem er praktisch während sieben Tagen ohne Unterbruch im Internet am Spielen war. Der Internet-Süchtige wohnte mit seiner Familie in der Stadt Jinzhou im Nordosten des Landes. Dort gilt das Leben während den Ferien als besonders langweilig, so dass sich viele Bewohner ins Internet flüchten.

Beam me down, Klausi!

Kolumne Ende Januar mutiert Davos alljährlich zum alpinen Raumschiff. Heuer erweiterte WEF-Gründer Klaus Schwab sein virtuelles Reich ins zweite Leben des Internets. Eine entlarvende Expansion.

Kolumne Ende Januar mutiert Davos alljährlich zum alpinen Raumschiff. Heuer erweiterte WEF-Gründer Klaus Schwab sein virtuelles Reich ins zweite Leben des Internets. Eine entlarvende Expansion. Eine zweite Chance will jeder. Oder besser noch ein allzeit verfügbares anderes Ich. Und zwar am liebsten gleich und immer wieder. Dieses Verlangen ist so alt wie die Menschheit und verbindet uns über alle Grenzen und Kulturen hinweg. Stoffe zur Befriedung dieses Grundbedürfnisses sind Geschichten und Charaktere mit Identifikationspotenzial, wie sie die Literatur Jahrtausende schon liefert. Der Film bietet dafür seit bald 100 Jahren eine weitere, schier unerschöpfliche Quelle. Und nun also das per definitionem unendliche Internet.Anders als in Büchern oder im Kino kommt man dort gleich zur Sache. Und die ist – wie fast alles im Dotcom-Reich – im Kern kommerzieller (und nicht etwa künstlerischer) Natur. Darüber täuscht auch der hübsche Name der dreidimensionalen Online-Parallelwelt «Second Life» (SL) nicht hinweg. Denn bereits auf der Einstiegsseite finden sich direkt unter dem Logo Basisfunktionen wie «Buy Linden Dollars» (die Währung des zweiten Lebens), «Own Virtual Land» oder «View LindeX» (eine Art interner Börsenindex), die sofort den Geschäftsgeist aus der Flasche lassen. Daran ändert auch die Emanzipation und Partizipation suggerierende Eigenwerbung «Your World. Your Imagination» nichts. Im Gegenteil: Bald werden es die Jungs vom kalifornischen Linden Lab ihren Vorgängern von Myspace und Youtube nämlich nachmachen und sich ihre Plattform von einem Medienmulti vergolden lassen.
Die Mutter aller internetten Selbsterfindungswelten ist vom Spiel- längst zum Marktplatz mutiert. «US-Dollar spent last 24h: $ 1,215,748» rapportierte die Homepage am 21. Februar stolz. Kein Wunder, eröffnen nach dem Sex- und Glücksspielgewerbe nun auch etwas seriösere Dienstleister massenweise SL-Zweigstellen. Vorletzte Woche annoncierte gar die erste Schweizer Werbeagentur einen SL-Ableger. Auch Mathias Döpfner räumte im Handelsblatt kürzlich ein, SL sei «kein zweckfreier Zeitvertreib, sondern Big Business». Und der Vorstandschef der Axel Springer AG muss es ja wissen, schliesslich verlegt er mit Avastar die erste rein virtuelle Zeitung – im SL fürs SL. Für einen eigenen Avatar jedoch fehlt nach eigenem Bekunden dem Online-Avantgardisten Döpfner «die Zeit».
Nicht so Klaus Schwab. Obwohl als Gründer und Veranstalter des World Economic Forum (WEF) ebenfalls kaum unterbeschäftigt, ergriff der selbst ernannte Weltverbesserer im Rahmen des Davoser Jahrestreffens 2007 seine zweite Chance zur (Pseudo-)Öffnung des exklusiven Wirtschaftsklubs: SL-Einwohner konnten ihm via Adam Reuters, SL-Korrespondent der gleichnamigen Nachrichtenagentur, Fragen stellen, die ein Schwab-Avatar beantwortete.
 
Verkauft wurde diese PR-Aktion vollmundig als programmatische «Erweiterung der Davoser Konversation» – auch von willfährigen Medienpartnern. Dabei hatte sie (wie schon das 2003 auf Druck von Kritikern lancierte so genannte Open Forum) auch blosse Feigenblattfunktion. Diesmal sollte mit den trendigen Mitteln des Web 2.0 vom Kerngeschäft des WEF abgelenkt werden.
Und das heisst heute wie ehedem «Connecting and Enabling Big Business» (Financial Times). Einen gemeinsamen Nenner von Online-Parallelwelt und Davoser Raumschiff gibt es also dennoch. Allerdings lautet dieser weder Transparenz noch Partizipation, sondern ganz einfach Etikettenschwindel.
> Oliver Classen ist Pressesprecher der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern.

Affichage sucht zweites Standbein

Aussenwerbung II Die Zahlen von Affichage sind derart gut, dass der Aussenwerber in Ost- und Südeuropa auf eigene Faust losziehen will.

Aussenwerbung II  Die Zahlen von Affichage sind derart gut, dass der Aussenwerber in Ost- und Südeuropa auf eigene Faust losziehen will. «Wir sind sehr glücklich über das vergangene Jahr, alle Firmen im In- und Ausland haben sich positiv entwickelt», sagt Affichage-CEO Christian Kauter an der Bilanzpressekonferenz. Tatsächlich konnte Affichage seinen Verkaufserlös um 12,9 Prozent und seinen Gewinn nach ausserordentlichen Erträgen gar um 44,1 Prozent erhöhen. Demzufolge soll auch die Ausschüttung an die Aktionäre um 66,4 Prozent höher ausfallen. Nach Publikation dieser Werte stieg der Kurs der Affichage-Aktie von 223 auf bis zu 244 Franken.  
Der Aussenwerber konnte seine Verkaufserlöse im Inland um 10 und im Ausland um fast 40 Prozent steigern. Sein Ziel ist es, bis 2008 25 Prozent seines Umsatzes im Ausland zu erwirtschaften. Derzeit sind es 12 Prozent. «Wir benötigen ein zweites Standbein, denn der Schweizer Markt ist zunehmend reglementiert», sagte Kauter, der sich seit Jahren gegen Werbeverbote wehrt.
 
Mitte Jahr will der Schweizer Plakat-Marktleader denn auch einen weiteren Schritt in Osteuropa machen: Er steigt aus Europlakat International (EPI), dem Joint Venture mit JCDecaux, aus. Die bisher gemeinsam bewirtschafteten Länder werden aufgeteilt: Affichage ist schon seit rund einem Jahr in Rumänien und Griechenland selbstständig tätig und wird künftig auch die Märkte in Bosnien, Bulgarien, Montenegro, Serbien und Ungarn auf eigene Faust bearbeiten. Das soll aber weiterhin mit der Unterstützung von JCDecaux geschehen, sobald es um Städtemobiliar geht. Denn der Franzose bleibt bei Affichage mit 30 Prozent beteiligt.
 
Kauter rechnet 2007 mit weiteren Marktanteilsgewinnen in Ost- und Südeuropa. Vor wenigen Wochen erst erfolgte der Kauf von Domisi Outdoor, der grössten griechischen Aussenwerbefirma. Und falls Clear Channel Outdoor tatsächlich aufgesplittet wird, hat Kauter weitere Optionen.
 
Markus Knöpfli

Der Sportsfreund

Martin Platzer ist mit seiner MPM Sponsoring Consulting mit Sitz in Wien und Zürich bereit für den Anpfiff der Euro 08.

Martin Platzer ist mit seiner MPM Sponsoring Consulting mit Sitz in Wien und Zürich bereit für den Anpfiff der Euro 08. 
Die Schweizer Elf sei «auf hohem Niveau etwas nachlassend», und die Nationalmannschaft der Österreicher «auf tieferem Niveau im Aufwind», lässt sich Martin Platzer zu einer Prognose für die Euro 08 verleiten. Eine diplomatisch gut gewählte Antwort für jemanden, der mit je einem Büro in Wien wie auch in Zürich Unternehmen berät, die bei der Fussballeuropameisterschaft in irgend einer Form beim Sponsoring oder Ambush-Marketing mitspielen wollen. In rund 400 Tagen startet die EM mit Spielorten in beiden Ländern gleichzeitig. Bereits im 2004 hat Martin Platzer das zum Anlass genommen, neben seinem Stammbüro mit neun festen Mitarbeitenden in Wien auch in Zürich eine Niederlassung zu gründen. Diese wird vom Geschäftsführer Christian Müller und drei Mitarbeitenden geleitet. Der Chef aus Wien schaut mindestens alle zwei Wochen für ein paar Tage vorbei. «Mit dem ersten Flugzeug kann ich schon um halb neun im Büro an der Limmatstrasse sein», meint Platzer, der als ehemaliger Eishockey-Profi ein Leben aus dem Koffer gewohnt ist.
Viermal an einer Weltmeisterschaft und zweimal an einer Olympiade hat Platzer als Nationalspieler für Österreich um den Puck gekämpft. In dieser Zeit hat er nebenbei auch noch ein Studium der Betriebswirtschaft abgeschlossen. In seiner Diplomarbeit zum Thema «Ökonomie des Eishockeysports» hat er amerikanische Eishockeyclubs mit europäischen verglichen. Das hat ihn auf die Idee für eine Firma im Bereich Sponsoring gebracht.
Martin Platzer Management MPM ist eine Below-the-line- Agentur. «Wir beraten Unternehmen dahingehend, dass wir aus ihrer Kommunikationsstrategie eine Sponsoring-Strategie entwickeln», erklärt Platzer. MPM stützt sich auf die Hilfe umfangreicher eigener Studien: Was denkt die Bevölkerung über Sponsoring? Wie findet ein Imagetransfer statt? Welche Branchen eignen sich für welche Art von Sponsoring? Solche Analysen macht MPM regelmässig in den verschiedensten Märkten. Dann wird eine Sponsoringstrategie entwickelt und schliesslich das ganze Geschäft abgewickelt von der Vertragsgestaltung mit dem Sponsorpartner über Kreation und  Umsetzung bis zur Erfolgskontrolle mit Agenturen, welche die Clippings zur Auswertung sammeln.
Sport, Kultur, Soziales und Wissenschaft kann bei MPM gesponsert werden. In den letzten Jahren ist das Portfolio ausgeweitet worden auch in die Bereiche Corporate Events, Messen, TV-Produktionen in Zusammenhang mit Sponsoring sowie TV-Spots. In Zürich bekannt ist zum Beispiel der Funsport-Event Freestyle.ch, wo MPM den gesamten Auftritt inklusive TV-Spots für den Kunden Nokia produziert. In einem ähnlichen Segment hat MPM für Nokia und Sunrise die Musiksendung «Lautstark» auf Star TV lanciert. Neben der Euro 08 waren es auch solche Grosskunden, die MPM vor drei Jahren nach Zürich gebracht haben, um von hier aus die ganze Alpenregion «umfassend und mit Natives» betreuen zu können.
Im Bereich Kultur hat MPM auch das Zurich Filmfestival lanciert und für Nokia den Movie Mobile Award «erfunden», der in diesem Jahr bereits im Vorfeld des Festivals noch weiter zu einem anhaltenden Publikumswettbewerb ausgebaut werden soll.
In Österreich ist MPM vor 15 Jahren in Villach gegründet worden. 1995 ist Platzer nach Wien umgezogen, wo er auch seine Lebens- und Geschäftspartnerin Ute Riermeier kennen lernte, mit der er mittlerweile zwei Kinder hat. Zu den ersten grossen Kunden gehörten T-Mobile, Bank Austria, Austria Tabak oder Heraklith. Für diesen Hersteller von feuerfesten Baumaterialien hat MPM in seinem ersten Case ein Sponsoring von Sportvereinen in der Umgebung der Heraklith-Werke lanciert, ähnlich wie es zum Beispiel Bayer mit dem FC Leverkusen macht. Siegt jemand unter diesen Tennis-, Leichtathletik-, Fussball- oder Eishockeyspitzenclubs, können sich auch die Mitarbeitenden beim Sponsor «als Sieger fühlen», erklärt Platzer die Psychologie dieses Engagements.
Ebenfalls in der Küche von MPM ist in Österreich bereits 1995 die T-Mobile-Bundesliga konzipiert, realisiert und kommunikativ umgesetzt worden. Für dieses erste Liga-Namenssponsoring Europas hat MPM den Internationalen Sponsoring Award für «das bestvernetzte Sponsoring» gewonnen. Das Konzept wurde später auch zum Vorbild für die Axpo-Liga in der Schweiz.
Bei seiner Arbeit in Zürich schätzt Platzer, dass man sich in der Schweiz bereits empfänglicher für strategische Ansätze von Sponsoring zeigt. «In Österreich ist oft noch das gesellschaftliche Netzwerk massgebend.» Aber: «Um erfolgreiches Sponsoring zu machen, braucht es eine strategische Anlehnung.» Golf sponsern, nur weil der CEO gerne Golf spielt, bringt nichts. Es müssen die Markenwerte im Vordergrund der Entscheidung stehen.
Sponsoring kann für Platzer zum Beispiel im Bereich Sport den Bekanntheitsgrad innert kürzester Zeit um ein Vielfaches steigern. Man kann Imagekorrekturen vornehmen und sich auch gegenüber den Mitbewerbern positionieren.
Eine von MPM 2005 in der Schweiz durchgeführte Studie zeigt, dass Sponsoring «die sympathischste Werbeart ist». Überall, wo man die Werbung in einem Umfeld konsumiert, wo man sich wohl fühlt und diese Spass macht, stört einen die Werbung nicht. «Wenn man die Werbung aber aufs Auge gedrückt bekommt – zum Beispiel als störende Beilage in einem Heft, dann ist sie für den Empfänger nicht mehr sympathisch.»
Platzer kann auch höhere Erinnerungswerte an das Sponsoring im TV als für klassische Werbespots belegen. «Dazu muss man aber kreativer sein.» Sponsoring hat allerdings auch eine eingeschränkte Wirkung, denn «mit Sponsoring kann ich kein Produkt erklären, nur Namen und Logo präsentieren sowie ein Image transferieren».
In Österreich hat MPM inzwischen 15 der 20 Top-Sponsoren betreut. Auch das ein Grund, wieso Martin Platzer nach einem neuen Playground suchte. In Zürich will man sich jetzt als die «local heroes» positionieren, um internationale Unternehmen am lokalen Markt betreuen zu können.
Für die Euro 08 läuft die Planung bereits seit letztem Frühling. Das grösste Projekt ist eine Road-Show im Bereich Public Viewing. Mit Trucks in der Schweiz und Österreich sollen jeweils 15 Städte befahren werden, um dort auf einer Gross-leinwand die Spiele zu zeigen. In der Schweiz sind das Ortschaften, die nicht zu den 17 Städten gehören, die vom offiziellen Uefa-Sponsor UBS bedient werden. MPM will diese Trucks eventuell auch ohne das offizielle Logo der Euro 08 fahren lassen und damit auch Firmen eine Chance geben, die sich kein offizielles Uefa-Sponsoring leisten können. «Wir suchen nach kreativen Möglichkeiten im Ambush-Marketing», verrät Platzer. Und er verhehlt nicht, dass er gewisse Regeln der Uefa «Schwachsinn» findet. «Wir haben aber sehr gute Kontakte zu den Verantwortlichen der  Vermarktung, die anders denken als gewisse Juristen.» Ganz allgemein hofft er, dass die Uefa im Vorfeld «nicht zu viel negative PR für dieses Fussballfest macht».
Wie kann ein Unternehmen die Euro für sich legal nutzen, wenn es nicht Euro-Sponsor ist? Das ist für MPM «eine grosse Herausforderung und macht auch Spass, weil man viel kreativer sein muss als im Tross der offiziellen Sponsoren. Und da haben wir sehr viel Know-how anzubieten», meint Platzer, der ansonsten Mitbegründer und immer noch Vizepräsident des Einshockeyclubs Vienna Capitals ist, der vor zwei Jahren in Österreich Meister wurde. Ein weiteres Hobby, das er zu seinem Beruf gemacht hat, ist soziales Engagement. Hier zeigt sich Platzer stolz für sein Projekt «henkel-smile.com», wo rund um grosse Events Spenden zum Beispiel für blinde oder Diabetes-kranke Kinder generiert werden. Aber nicht auf die wehleidige Tour, sondern voll sportlich und sponsoringmässig professionell.
Andreas Panzeri

Druck auf Inseratesektor

Print Seit dem 27. Februar erhöht Tamedia unter Federführung von UL-Mitglied und Tagi-Verlagsleiter Rolf Bollmann in den Gebieten Zürichsee, Zürcher Unter- und Oberland mit einer Grossauflage des Tages-Anzeigers den Druck auf das Inserategeschäft der Zürcher Landzeitungen.

Print Seit dem 27. Februar erhöht Tamedia unter Federführung von UL-Mitglied und Tagi-Verlagsleiter Rolf Bollmann in den Gebieten Zürichsee, Zürcher Unter- und Oberland mit einer Grossauflage des Tages-Anzeigers den Druck auf das Inserategeschäft der Zürcher Landzeitungen. Tamedia hat besonders in den Bezirken Horgen und Meilen am Zürichsee freie Bahn, weil die Zürichsee-Zeitung dort keine Grossauflage streut. Bei der ZSZ will man vorerst keine Stellung nehmen, sondern die nähere Entwicklung abwarten. ZSZ-Geschäftsführer Erland Herkenrath schliesst jedoch eine Ausdehnung der  eigenen Grossauflage in die erwähnten Bezirke nicht aus.

Urs Cadruvi amtet neu als Generalsekretär der Lia Rumantscha

Der neue Generalsekretär des romanischen Dachverbands Lia Rumantscha heisst Urs Cadruvi. der 34-Jährige tritt somit per November die Nachfolge von Gion Antoni Derungs an, der nach neuen Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück tritt.

Der neue Generalsekretär des romanischen Dachverbands Lia Rumantscha heisst Urs Cadruvi. der 34-Jährige tritt somit per November die Nachfolge von Gion Antoni Derungs an, der nach neuen Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück tritt. Cadruvi ist Unternehmensberater und Geschäftsführer des Instituts für Medien und Kommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur. Die Lia Rumantscha hat in den letzten Jahren ihre Strukturen der Zeit angepasst. Unter anderem möchte die Organisation die Bereiche Kommunikation und Marketing stärken, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Insofern sei die Wahl von Cadruvi die logische Folge der strategischen Ausrichtung; er wird die operative Verantwortung übernehmen. Mit seinen starken Qualitäten in den Bereichen Management, Marketing und Kommunikation soll er entsprechend neue Akzente setzen. Zudem kennt er weite Teile der Rumantschia und spricht die Idiome Vallader, Surmiran und Sursilvan. Die Lia Rumantscha beschäftigt zurzeit 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Suchtpräventions-Spot macht süchtig

Kino Der Kinospot «Joint» setzt nicht nur Grenzen, sondern überwindet diese auch. Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt a. M. wird den Kinospot «Joint», den Matter & Gretener letzten Sommer für die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich realisierte, ebenfalls einsetzen.

Kino Der Kinospot «Joint» setzt nicht nur Grenzen, sondern überwindet diese auch. Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt a. M. wird den Kinospot «Joint», den Matter & Gretener letzten Sommer für die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich realisierte, ebenfalls einsetzen, um risikoarmes Verhalten zu fördern. Gute Ideen überzeugen eben auch im Ausland.

Ruf Lanz kreiert neue Buchstabenbilder für NZZ Folio

Im letzten Jahr hat die Zürcher Agentur Ruf Lanz für NZZ Folio eine neue Leser- und Inserentenkampagne konzipiert unter dem Motto: Das Interessanteste, was man aus Buchstaben machen kann: NZZ Folio. Nun gehts in die zweite Runde.

Im letzten Jahr hat die Zürcher Agentur Ruf Lanz für NZZ Folio eine neue Leser- und Inserentenkampagne konzipiert unter dem Motto: Das Interessanteste, was man aus Buchstaben machen kann: NZZ Folio. Mit neuen Sujets, die das ganze Jahr hindurch in Publikumstiteln erscheinen, setzt Ruf Lanz die Kampagne nun fort.

U1 TV wehrt sich mit Petition gegen Cablecom-Vertragsende

Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom lässt ihre Verträge mit dem Schweizer Privatsender U1 TV auslaufen. U1 TV befürchtet nun, aus dem analogen Kabelnetz gestrichen zu werden und kämpft mit einer Petition.

Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom lässt ihre Verträge mit dem Schweizer Privatsender U1 TV auslaufen. U1 TV befürchtet nun, aus dem analogen Kabelnetz gestrichen zu werden und nur noch digital empfangbar ist. Ebenfalls betroffen von dem Entscheid ist der der deutsche Teleshopping-Sender HSE24, wie am Montag bekannt wurde. U1 TV fühlt sich gefährdet und hat noch am Montagabend eine Petition gegen die Abschaltung gestartet – und bis 22.00 Uhr bereits 1’200 Unterschriften gesammelt. Allein beim Country Musikfestival Albisgüetli sollen bis zu 20’000 Unterschriften gesammelt werden. Die nötigen Unterschriften für die Petition sollten in jedem Fall bis spätestens Ende Mai auf Papier sein. Empfänger der Unterschriftensammlung von U1 TV ist der Bundesrat. Dieser wird demnächst eine Liste mit den Fernsehsendern präsentieren, welche die Cablecom im analogen Netz behalten muss. Gemäss eigenen Angaben würde U1 TV bei einer Abschaltung im analogen Netz seine wirtschaftliche Grundlage verlieren. Der Sender mit Sitz in Schlieren ZH beschäftigt rund 50 Mitarbeitende.
Ob der Privatsender wirklich aus dem analogen Programm fällt, ist laut Cablecom-Sprecher Martin Wüthrich noch nicht entschieden, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Hintergrund der ganzen Diskussion ist das Veto von Bundesrat Moritz Leuenberger gegen die von Cablecom geplante Abschaltung der Sender Rai Uno und France 2 im analogen Fernsehen. Der Bundesrat werde diese beiden Sender aller Voraussicht nach als Pflichtsender im analogen Angebot festschreiben, sagte Wüthrich. Cablecom müsse deshalb andere Sender ins digitale Netz verschieben, weil die Kapazität des gesamten Netzes beschränkt sei. Mit dem vorsorglichen Ausstiegs aus dem Verträgen mit U1 und HSE24 habe das Unternehmen mehr Spielraum. Momentan nicht zur Diskussion steht laut Wüthrich eine Migration von CNN, dem dritten Sender, mit dem Cablecom einen Verbreitungsvertrag hat.

Open Up und Inform relaunchen Kundenmagazine von Helsana

Die beiden Zürcher Agenturen Open Up und Inform haben eine Konkurrenzpräsentation der Helsana-Gruppe für sich entschieden. Sie erarbeiten zurzeit ein gemeinsames Konzept, welches die drei Kundenmagazine der Versicherungsgruppe neu ausrichtet.

Die beiden Zürcher Agenturen Open Up und Inform haben eine Konkurrenzpräsentation der Helsana-Gruppe für sich entschieden. Sie erarbeiten zurzeit ein gemeinsames Konzept, welches die drei Kundenmagazine der Marken Helsana, Progrès und Sansan formal und inhaltlich neu ausrichtet. Als PR-Agentur bringt Open Up das inhaltlich-journalistisches Know-how ein, während Inform für die Gestaltung und den visuellen Auftritt verantwortlich zeichnet. Mitte Jahr sollen die drei Gesundheitsmagazine erstmals im neuen Look erscheinen, wie Open Up am Dienstag mitteilte. Die Helsana-Gruppe verfügt mit Helsana, Progrès und Sansan sowie Avanex und Aerosana über gut eingeführte Versicherungen. Jede dieser Versicherungen ist auf andere Zielgruppen ausgerichtet. Diese Differenzierung spielt auch bei den Kundenmagazinen der drei stärksten Marken eine wichtige Rolle. Die Magazine erscheinen in den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch und in einer Gesamtauflage von rund 850’000 Exemplaren. Mit dem Relaunch will die Helsana-Gruppe die drei Magazine inhaltlich und gestalterisch weiterentwickeln und mit einem modernen Magazinstil optimal auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Versicherten abstimmen.

Mediaschneider holt Claudia Mühlebach an Bord

Das Team der Zürcher Mediaagentur Mediaschneider wird ab 1. März durch Claudia Mühlebach verstärkt. Sie ist neu Mitglied der Geschäftsleitung.

Das Team der Zürcher Mediaagentur Mediaschneider wird ab 1. März durch Claudia Mühlebach verstärkt. Sie ist neu Mitglied der Geschäftsleitung und Stellvertreterin von Agenturinhaber Urs Schneider. Vor ihrem Wechsel zu Mediaschneider war Mühlebach viele Jahre für die Agenturen M&M und MM&B tätig.
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