Ältere bleiben länger jung

Versicherungen Für Swiss Life demonstriert Spillmann Felser Leo Burnett, wie man sich das Jungsein auch im Alter noch leisten kann.

Versicherungen Für Swiss Life demonstriert Spillmann Felser Leo Burnett, wie man sich das Jungsein auch im Alter noch leisten kann.Das Leben spielt nicht immer nach Plan. Oft entwickelt sich etwas im negativen Sinn – und der betroffene Mensch braucht plötzlich Geld. Manchmal gibt es auch positive Überraschungen. Ein ergrauter Herr entdeckt noch einmal die grosse Liebe. Das kann durchaus auch mit einer gereiften Herzdame passieren, wie der neuste Spot von SFLB für ihren Kunden Swiss Life zeigt. Im Film wird eine romantische Heirat in einer Kirche inszeniert. Die Gäste zeigen sich ergriffen. Das Paar steckt sich in Grossaufnahme die Ringe an. Elegant wie die Dame ist, trägt sie weisse Handschuhe. Erst später, in der auflösenden Schlusseinstellung, realisiert der Zuschauer, dass so auch die älter gewordenen Hände versteckt werden sollen. Das Pärchen ist weit über 70.
«Bereit für die Zukunft»: Mit diesem Markenversprechen tritt Swiss Life schon seit drei Jahren in regelmässigen Kampagnen aus der Agentur von Spillmann Felser Leo Burnett auf. Umgesetzt wurde dieses Markenversprechen mit dem Gedanken «Bereit sein  – auch für jene Momente, in denen sich das Leben nicht an die Pläne hält».
Mit einer neuen Umsetzung zeigt Swiss Life nun eine weitere Facette des bereits bestehenden Markenversprechens. Die Kampagne ist aufgebaut auf dem Einblick, «dass viele reifere Menschen sich heute oft wie junge Menschen benehmen», wie Texter Peter Brönnimann weiss.
Das Leben macht weiter SpassDie «neuen Alten» sind biologisch jünger, aktiver und leistungsfähiger denn je. Diese Leistungsfähigkeit eröffnet neue Möglichkeiten: Reifer gewordene Menschen bleiben nicht nur länger rüstig – sie wollen auch ihre alten Liebschaften und Gewohnheiten weiterpflegen. Sie kleiden sich modisch, reisen sogar noch mehr als früher und gönnen sich gern mal was Gutes. Wenn dazu das Budget reicht …
Aktiv sein, ausgehen und Träume verwirklichen kostet nämlich Geld. Dafür sollten zukünftige Pensionäre und Frühpensionäre rechtzeitig vorsorgen.
Dramatisiert wird dieser Finanztipp mit einer visuellen Idee, wo sich auf den ersten Blick vermeintlich junge Menschen überraschend als jung gebliebene Ältere entpuppen. Wie das Hochzeitspaar tun dies auch der Gitarrist, der in einem Musikladen mit überraschend flinken Fingern eine elektrische Gitarre ausprobiert, eine Reisende und ein alter Rocker, die offensichtlich weiterhin ihrem Hobby nachgehen.
Parallel zu zwei Spots, die von Pumpkin und Kaspar Wedendahl realisiert worden sind, werden noch vier Anzeigen geschaltet, die ihre Pointen jeweils auf zwei aufeinanderfolgenden Seiten auflösen. Und zwar ganz nach dem aktuellen Motto: «Damit Sie länger jung bleiben können: Vorsorge und Finanzplanung mit Swiss Life.»
Andreas Panzeri

Tod dem Schweinehund!

Sportartikel Die Agentur Wirz zeigt in ihrer ersten Kampagne für Ochsner Sport, wie man auch den härtesten Gegner besiegen kann.

Sportartikel Die Agentur Wirz zeigt in ihrer ersten Kampagne für Ochsner Sport, wie man auch den härtesten Gegner besiegen kann.Im Pitch um das Budget des grössten Sporthauses der Schweiz hat Wirz auf den grössten Schweinehund gesetzt. Das ist der innere – und er gewinnt sehr oft. Noch niemand hat ihn bisher leibhaftig gesehen. Trotzdem kennt ihn jeder. Der innere Schweinehund ist dieser Kerl, der uns frühmorgens einflüstert, liegen zu bleiben – statt joggen zu gehen. Er stachelt uns beim Grümpelturnier zum Genuss einer bereits dritten Bratwurst statt zu Höchstleistungen an. Der «inner pigdog» rät uns auch, den New York Marathon beim blinkenden Budweiser-Schild an der nächsten Ecke abzubrechen.Jetzt sagt Wirz Werbung diesem schlappen Heimer den Kampf an. «Wir stellen ihn, wir führen ihn vor – und wir werden ihn besiegen, diesen inneren Schweinehund, der uns verblüffend ähnlich sieht und bei genauem Hinsehen gar identisch mit uns selber ist», heisst die Devise.
 
Dass unser härtester Gegner wir selber sind, zeigt die Kampagne, indem bei allen Sujets zwei sportliche Gegner von jeweils der gleichen Person dargestellt werden. Für diese Visualisierung hat die Agentur keine Models gecastet, sondern echte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ochsner Sport fotografiert. 
Die Idee ist simpel und wird «sowohl von Spitzensportlern wie auch von softeren Kampfherzen oder im Bereich Lifestyle-Sport verstanden», ist CD Hanspeter Schweizer überzeugt. «Zum Beispiel, wenn jemand eine Kiste Bier in Adidas-Turnschuhen die Treppe hoch schleppt.» Der sportlich etwas ruhiger gewordene Werber muss es wissen – Schweizer war in jüngeren Jahren als Tennislehrer und Skirennfahrer aktiv. Heute zeigt er nach wie vor genug Kondition, um die «Schweinehund»-Kampagne mit der gleichen Bildwelt zu einem Langstreckenrennen über verschiedene Posten vom Plakat über Prospekte bis zu POS-Aktionen ausbauen zu können. Bis jetzt gibt es neun Motive. Weitere, saisonal aktuelle sind geplant.
Zur Kampagne gehört auch eine Aktion, bei der mit Ochsner Sport 250 Sponsoring-Verträge für Ausrüstungen zu gewinnen sind. Dazu gibt es die Chance, sich für den Berlin-Marathon zu qualifizieren.
Lanciert wird die Kampagne synchron mit der Eröffnung der neusten und bisher grössten Filiale von Ochsner Sport. Diese erwartet ihre Kunden ab 22. März im neuen Zentrum Sihlcity in Zürich.
   
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Journalistinnen haben am Tag der Frau wenig Grund zum Feiern

Reporter ohne Grenzen erinnert anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März an das Schicksal all jener Frauen, die wegen ihrer Arbeit als Journalistinnen bedroht, eingeschüchtert, verhaftet oder gar ermordet werden.

Reporter ohne Grenzen erinnert anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März an das Schicksal all jener Frauen, die wegen ihrer Arbeit als Journalistinnen bedroht, eingeschüchtert, verhaftet oder gar ermordet werden. Alleine im Jahr 2006 verloren elf Reporterinnen in Ausübung ihres Berufes ihr Leben, sieben Journalistinnen müssen den 8. März hinter Gittern verbringen. Als prominentestes Beispiel für die Gefährdung von investigativen Journalistinnen nennt die Organisation den Mord an Anna Polikowskaja vom vergangenen Oktober. Die zweifache Mutter habe ihre kritische Haltung zur Tschetschenien-Politik der russischen Regierung mit ihrem Leben bezahlt.
Von den 82 Reporterinnen und Reportern, die 2006 in Ausübung ihres Berufes getötet wurden, waren elf Frauen, was neun Prozent enspricht. Im Jahr 2005 waren es beinahe 13 Prozent. 2004 war er 7,5 Prozent, 2003 lag er bei 2,5 Prozent.
Zentralasien erwies sich 2006 als besonders gefährlicher Dienstort für Journalistinnen. Ogulsapar Muradova, Radio Free Europe-Korrespondentin in Turkmenistan, kam im September im Gefängnis um. Sie war im Juni verhaftet worden, nachdem sie behördenkritische Berichte veröffentlicht und einer französischen Journalistin bei ihrer TV-Dokumentation über Turkmenistan geholfen hatte. Im benachbarten Usbekistan ist die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Umida Niyazova seit 22. Januar hinter Gittern. Ihr drohen zwischen fünf und zehn Jahren Haft, weil sie Zeugenaussagen über das Massaker in Andischan im Jahr 2005 in Umlauf gebracht hatte.
Reporterinnen wurden auch Opfer der Gewalt, die von bewaffneten Gruppen im Irak ausgeht. Atwar Bahjat vom Fernsehsender Al-Arabiya wurde mit ihrem Team entführt und später ermordet, nachdem sie über das Bombardement eines schiitischen Schreins in Samarra im Februar 2006 berichtet hatte.
Reporter ohne Grenzen begrüßt ganz besonders das Engagement all jener mutigen Frauen, die sich weltweit für Presse- und Meinungsfreiheit einsetzen. Und zum Schluss eine gute Nachricht: In diesem Jahr kam bisher keine Journalistin ums Leben.

Wirbel mit Tourbillon

Luxus Das vierteljährlich erscheinende erste Schweizer Uhren- und Lifestyle-Magazin Tourbillon bleibt sich selbst treu und sorgt weiterhin für «Unruhe».

Luxus Das vierteljährlich erscheinende erste Schweizer Uhren- und Lifestyle-Magazin Tourbillon bleibt sich selbst treu und sorgt weiterhin für «Unruhe». Mit der Ausgabe Nummer 9, die am 11. April 2007 pünktlich zur Eröffnung der Baselworld und zum Genfer Luxusuhrensalon SIHH in einer Spezialauflage mit 80 000 Exemplaren erscheint, werden schonungslos Skandale aufgedeckt, «immer im Interesse der Konsumenten». In einem von Nuance Advisory durchgeführten «Mystery-Shopping» in sechs Schweizer Städten zum Beispiel erhielten viele Geschäfte, die bisher immer aus Imagegründen prämiert wurden, kein Lob mehr, dafür gehen die Awards an Läden, deren Leistungen echt und überraschend überzeugen konnten.

Global Player

Volker Straube hat Mediaedge:cia Switzerland umgebaut, erwartet ein zweistelliges Wachstum und freut sich, dass sein Netzwerk nun auch global zum Besten gewählt wurde.

Volker Straube hat Mediaedge:cia Switzerland umgebaut, erwartet ein zweistelliges Wachstum und freut sich, dass sein Netzwerk nun auch global zum Besten gewählt wurde. Das gibts nur selten: Von Fachzeitschriften Advertising Age und Adweek ist Mediaedge:cia gleichzeitig als «Global Media Agency of the Year 2006» ausgezeichnet worden. Mit einem weltweiten Zuwachs von 20 Prozent war das Jahr zudem wirtschaftlich das Beste in der Geschichte des Netzwerks. Für Volker Straube, CEO von MEC Switzerland, zeige  dies, dass seine Agentur auf die richtige Strategie gesetzt habe. «Unsere globale Entwicklungsstrategie, von einer klassischen Media-Agentur hin zu einer modernen Kommunikationsagentur, wird auch vom Markt bestätigt.» Das Netzwerk MEC ist heute in 79 Ländern vertreten und in jedem dieser Märkte «in einer Top-Position», ist Straube stolz.Was ist die Basis für solche Erfolge? Für einen Grossteil der Markenartikel ist die Kommunikation und damit Media die zweitgrösste Investition nach den Herstellungskosten. «Kommunikation muss also auch einen Return on Investment erbringen», so Straube. Die Berater in seiner Agentur fragen deshalb bei jeder Aufgabe: Wem will ich wann, wo, was sagen? In welcher Situation befindet sich der Konsument, um welche Botschaften aufzunehmen? Und wie messe ich am Ende das Ergebnis?
Mit solchen Ansätzen sind bei MEC in den letzten fünf Jahren die Beratung und damit das ganzheitliche Projekt-Management kontinuierlich ausgebaut worden und längst mehr als «nur» Mediaplanung und Einkauf. «Wir haben das Geschäftsmodell verändert», sagt Straube. Im Angebot sind neben Consumer Insights, Communications Planning und Digital Interaction auch die Kommunikationskanäle Event und Sponsorship. Das klassische Mediageschäft bei MEC «bleibt allerdings nach wie vor das Kerngeschäft und wird auch mittelfristig mehr als 50 Prozent des Business ausmachen». Aber neue Ansätze wie Direct Search – «wenn man dazu überhaupt noch neu sagen kann, denn das Internet und seine Kommunikationsmöglichkeiten gibt es ja schon über zehn Jahre» – werden in Zukunft die gesamte Medienlandschaft in ihrer weiteren Entwicklung massgeblich prägen.
«Wachstum wird vor allem durch die Digitalisierung stattfinden, was einerseits der gesellschaftlichen Individualisierung entspricht und andererseits zur weiteren medialen Fragmentierung führt», so Straube. «Dem entsprechend bauen wir unser Geschäftsmodell Schritt für Schritt um.» Für MEC werden also die Bereiche Digital/Direct/ Search sowie Entertainment/Sport/Sponsoring/Event in Zukunft in der Kommunikation eine wesentlich stärkere Rolle spielen. Auch die Themen Content und Trading sieht Straube stark miteinander verbunden. MEC sieht also auch redaktionelle Inhalte als eine wichtige Kommunikationsform. «Aber nicht plumpes Product Placement, sondern intelligente Platzierungskonzepte. Denn nur eine glaubwürdige und harmonische Integration in redaktionelle Inhalte wird vom Verbraucher akzeptiert und ist damit auch wirksam.» Ein weiterer Bereich ist Retail. Kommunikation am Point of Sale ist extrem wichtig. MEC will die klassische Kommunikation dorthin verlängern, «weil am POS der Kaufakt letztlich stattfindet».
Die in nächster Zukunft am stärksten wachsende Sparte sieht Straube aber im Online-Bereich. MEC stellt sich deshalb konsequent auf die Herausforderungen der digitalen Welt von morgen ein. Der gesamte Online-Bereich ist mittlerweile auch in Europa sehr weit entwickelt und kann im Mediamix bereits bis zu gut zehn Prozent der Werbeausgaben für sich verbuchen. In der Schweiz sind es allerdings noch weniger als zwei Prozent, obwohl die Penetrationsraten und Nutzungsintensitäten teilweise höher sind als in den USA. «Herr und Frau Schweizer sind sehr wohl interaktiv. Aber das Problem ist, dass die Werbung treibende Wirtschaft diese neuen Möglichkeiten der Kommunikation noch nicht erkannt hat», resümiert Straube.
Der CEO von MEC analysierte bei seinem Start im Juli 2004 den Schweizer Markt genau. Dann führte er fünf Gesellschaften, drei Standorte in Lausanne, Bern und Zürich sowie mindestens zwei Kulturen, funktional und operativ zur heutigen Mediaedge:cia Switzerland zusammen. «Make one strong agency», hiess seine Zielsetzung. «Die Zahlen kann  man auf dem Papier schnell fusionieren, aber in der Praxis braucht es mehr Anstrengungen, bis man nur noch eine gemeinsame Philosophie und Organisation hat sowie Prozesse, die miteinander spielen.»
Straube erkannte, dass «der Hauptsitz in diesem Land in Zürich sein muss». So hat er das Backoffice von Bern nach Zürich geholt, hier MEC neu strukturiert, und im März 2005 ist alles mit der WPP-Schwesteragentur MindShare in ein neues Gebäude in Wollishofen umgezogen. Auf der Basis des ehemaligen MEC -Backoffice Bern wurde hier das neue GroupM Backoffice mit Finanzen, IT und Trading errichtet. Im Oktober 2005 wurde dann auf dieser Basis Kinetic, die erste Outdoor-Media-Agentur in der Schweiz, gegründet. Und im Dezember 2005 wurde das MEC-Frontoffice in Lausanne vom Vorort direkt ins Zentrum der Stadt verlegt.
Im Januar 2006 wurde als logische Weiterentwicklung dieses Plans die MediaCom, ebenfalls eine WPP- Schwesteragentur, als dritte Media-Agentur in die bestehende GroupM-Organisation integriert.
Als nächster Schritt stand im April 2006 die Gründung MEC Global Solutions mit Sitzen in Zürich und Lausanne an. «Kunden wie Novartis oder ABB müssen damit nicht mehr länger von London aus weltweit koordiniert werden, sondern direkt vor Ort wie etwa Novartis International mit Sitz in Nyon.» Als erste Schweizer Agentur kann MEC mit seinem internationalen Netzwerk nun auch in der Schweiz einen weltweit tätigen Kunden rund um den Globus betreuen.
Mit der Gründung von MEC Interaction im Herbst 2006 wurde als nächster Schritt die MEC -Kundenberatung mit einer speziellen Online-Kompetenz verstärkt. MEC bietet damit heute auch im Online-Bereich Full Services in der Schweiz an.
Als eine weitere Unit ist Straube im Moment dabei,  MEC MediaLab zu gründen. Dadurch soll das MEC- Angebot im Bereich Consumer Insights, Return on Investment und Communications Planning noch stärker ausgebaut werden.
Bei soviel Action klingt es überzeugend, dass MEC auch dieses Jahr wieder «deutlich zweistellig wachsen wird», wie Straube andeutet, der seit April 2006 neben der Funktion als CEO von MEC nun auch als CEO von GroupM für die Weiterentwicklung aller WPP-Media-Agenturen in der Schweiz verantwortlich ist.
Bevor Straube in die Schweiz berufen wurde, war er drei Jahre als Geschäftsführer von Mediaedge:cia Frankfurt tätig. 1993 bis 2001 arbeitete er zuletzt als Mitglied der Geschäftsführung für die Media-Agentur MindShare Frankfurt, ehemals Ogilvy & Mather. Seine Medialaufbahn startete er 1990 bei Young & Rubicam Frankfurt.
Andreas Panzeri

Hahn in Nachlassstundung

TV-Programmhefte Rüdiger Hahn, Herausgeber der Schweizer Fernsehwoche, steckt in finanziellen Nöten.

TV-Programmhefte Rüdiger Hahn, Herausgeber der Schweizer Fernsehwoche, steckt in finanziellen Nöten.Rüdiger Hahn, der im letzten Herbst den Verlag Printmedien Schweiz AG in Zug gründete und im Oktober das Programmheft Schweizer Fernsehwoche lancierte, hat Mitte Februar privat Nachlassstundung beantragt – vorerst für vier Monate. Dies bestätigte sein Sachwalter Armin Budliger in Hochdorf auf Anfrage. Inwiefern Hahns private Situation auch Einfluss auf die Printmedien Schweiz sowie Hahns weitere Firmen Vierwaldstätter Verlags GmbH (Ex-Herausgeberin des TV-Programmheftes TVvier) und RH Media (Sponsoring des FC Luzern) hat, konnte Budliger noch nicht sagen. Dies hänge davon ab, ob Hahn Aktiven in diesen Firmen habe. Hahn selbst war leider nicht erreichbar.
Fest steht aber: Die Schweizer Fernsehwoche erscheint weiterhin, die neuste Ausgabe wurde am 6. März an die Kioske ausgeliefert, wie Stefania Misteli, Sprecherin der Valora AG, bestätigte.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Hahn anfangs Februar als bisher einziger Verwaltungsrat bei Printmedien Schweiz ausgestiegen ist. An seiner Stelle ist nun eine Sabine Schreiber im Handelsregister eingetragen. Ob der Wechsel mit Hahns Nachlassstundung zu tun hat, ist offen. Schreiber, die gemäss Website von Printmedien Schweiz dort für die Administration zuständig ist, war telefonisch ebenfalls nicht erreichbar.
Hahn hat übrigens 2003 schon einmal Nachlassstundung beantragt, damals für die Vierwaldstätter Verlags GmbH. TVvier erschien allerdings weiterhin, und die Firma konnte innert vier Monaten saniert werden. Im folgenden Jahr verkaufte Hahn TVvier dann an Ringier. Danach blieb es relativ ruhig um ihn, bis er 2006 die Printmedien Schweiz gründete.
Markus Knöpfli

New Impact bebildert Biel

Die Internet-Kommunikationsagentur New Impact hat die neue Bilddatenbank der Stadt Biel freigeschaltet. In verschiedenen Rubriken von Freizeit über Wirtschaft und Tourismus bis Wohnen sind die Bilder in einer zentralen Ablage freigegeben.

Die Internet-Kommunikationsagentur New Impact hat die neue Bilddatenbank der Stadt Biel freigeschaltet. In verschiedenen Rubriken von Freizeit über Wirtschaft und Tourismus bis Wohnen sind die Bilder in einer zentralen Ablage zur unveränderten nicht-kommerziellen Weiterverwendung freigegeben und illustrieren die Vielseitigkeit, Schönheit und wirtschaftliche Attraktivität des Standortes Biel. New Impact mit Sitz in Bern bietet umfassende Lösungen in den Bereichen Interaktive Portale, Usability & Accessibility, Online-Vertriebssteuerung und Online-Redaktion.

Vom Tunnel- zum Überblick

Kolumne Integrierte Kommunikation ist überall gefordert. Doch ohne neue Denk- und Arbeitsweisen bleibt es beim starren Blick auf eine fixe Idee.

Kolumne Integrierte Kommunikation ist überall gefordert. Doch ohne neue Denk- und Arbeitsweisen bleibt es beim starren Blick auf eine fixe Idee. Die Schlagworte Multimedia, Crossmedia und integrierte Kommunikation sind in aller Munde. Sieht man sich jedoch die Projekte an, die unter diesen Labeln präsentiert werden, wird der Anspruch in den seltensten Fällen konsequent eingelöst. Meist dominiert ein Medium, und die anderen werden nur als Garnitur verwendet. Grund dafür ist das Bedürfnis nach Einfachheit. Deshalb herrscht auch in der Medienwelt der unendlichen Möglichkeiten der Tunnelblick vor.Eine dieser fixen Ideen lautet: Zeitungen haben keine Zukunft. Der Ire Gavin O’Reilly, Präsident des Weltverbandes der Zeitungen WAN, warnte im Rahmen einer kürzlich in Zürich durchgeführten Tagung die Medienindustrie davor, die Gattung Print selber totzureden. O’Reilly verzeichnet in seinem international tätigen Medienunternehmen Wachstum und beobachtet weltweit zahlreiche Neulancierungen.
In der Tat dominiert in den Medienhäusern sowohl bei den Zeitungsfans wie auch bei den digitalen Freaks jeweils eine Vorstellung von Medien, bei der die anderen Gattungen stiefmütterlich behandelt werden: Überzeugte Zeitungsmacher verwenden das Internet als Zweitverwertungshalde. Bloggerfans foutieren sich um elementare journalistische Regeln wie Transparenz, Fairness und Glaubwürdigkeit. Crossmedia-Werbeakrobaten verkaufen alles, was Geld bringt, bis von der Redaktion nichts mehr übrig bleibt. Redaktoren müssen im Akkord am Newsdesk Agenturmeldungen in die jeweiligen Plattformen abfüllen. Und in der aufgeregten Multimedialität werden traditionelle Marken bis zur Unkenntlichkeit verwässert oder wird die Markenführung gleich ganz vergessen.
Die Branche riskiert mit diesem Verhalten einen riesigen Imageschaden für ihre Medienprodukte. Deshalb ist es höchste Zeit, aus den Tunneln rauszukommen und sich zuerst einmal von einem Gipfel aus ein wenig Übersicht zu verschaffen. Dies erfordert freilich etwas Beweglichkeit, Konzentration und Ausdauer.
Dieser Ausblick vermittelt als erstes die Einsicht, dass die einzelnen Medienformen Besonderheiten besitzen, die von unschätzbarem Wert sind. Das Internet verschafft praktisch in Echtzeit Aktualität und ermöglicht unendliche Verlinkungen und Verknüpfungen. Radio war schon immer ein Instantmedium. Technisch unkompliziert für die Hörerinnen und Hörer, ermöglicht es seit Jahrzehnten jederzeit und überall den Zugang zu Information und Musik. Demgegenüber ist das Fernsehen schwerfälliger. Bis vor kurzem verlangte es die Präsenz in einem Raum und den gebannten Blick. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie klein ein bewegtes Bild noch sein kann, damit es von Interesse bleibt. Bei der Zeitung scheuen die Verleger keinen Aufwand für die Produktion und den Vertrieb, damit sie schon morgens in aller Früh auf dem Tisch der Abonnenten liegt oder am Kiosk zum Verkauf steht.
Zu den materiellen Eigenheiten kommen die kommunikativen. Das Medienerlebnis ist ein ganz anderes beim Lesen einer Zeitung als beim Surfen im Netz, beim Radiohören oder beim Fernsehen. Die Aufgabe der Medienschaffenden ist es, zu erkennen, was welche Medien am besten können, um darauf den Fokus zu setzen. Sowohl die redaktionellen wie die kommerziellen Inhalte gewinnen dank einer fein abgestimmten Aggregierung der Besonderheiten eine Qualität, die mehr als die Summe der Einzelleistungen ist. Das Publikum erhält dadurch ein Informations- und Unterhaltungsangebot, das unterschiedliche Bedürfnisse und Befindlichkeiten respektiert. Mit einer konsequenten multimedialen Nutzer- und Markenführung können dabei die etablierten Medien ihre Angebote auf den verschiedenen Plattformen integrieren. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind dabei Schlüsselfaktoren.
Im Tunnel geht das Selbstbewusstsein leicht verloren. Auf dem Weg in die Höhe gilt es auch, die eigenen Stärken zu erkennen und stolz zu kommunizieren. Das kann nur eine Zeitungsmarke!
Josefa Haas ist Leiterin des Medieninstituts.

Kleines Land, ganz gross 

Agenturen Schweizer Kreative haben im Ausland Erfolg. Walker ist zweimal Branchensieger beim Jahrbuch der Werbung 2007. Spillmann Felser Leo Burnett bekommt Gold im Buch des ADC Europe.

Agenturen Schweizer Kreative haben im Ausland Erfolg. Walker ist zweimal Branchensieger beim Jahrbuch der Werbung 2007. Spillmann Felser Leo Burnett bekommt Gold im Buch des ADC Europe. 
2000 Deutsche wollen pro Monat neu in der Schweiz arbeiten. Zwei Schweizer haben es jetzt im Gegenzug in nur einer Woche nach Deutschland geschafft. Nicht Einzelmasken allerdings, sondern Agenturen mit ihren kreativen Arbeiten. Bei den Econ Awards und der Präsentation des Jahrbuchs der Werbung 2007 ist die Agentur Walker aus Zürich nicht nur zum «Newcomer des Jahres» für die Schweiz und Österreich gewählt worden (die Werbewoche berichtete). Bei der Awards-Party am vergangenen Wochenende mit 700 Gästen im «Postfuhramt» in Berlin konnten sich Pius Walker und sein Partner Hans Beer auch zweimal als Branchensieger für den ganzen deutschsprachigen Raum feiern lassen. Ihre Muttertagsfilme für Fleurop sind als beste Arbeit im Bereich Handel und Dienstleistungen in der Rubrik «Sonstige Dienstleistungen» prämiert worden. Die Kampagne für Amnesty International (Schweiz) ist Branchensieger bei den NGOs im Bereich  Gesellschafts- und Social-Marketing geworden. Neben Walker sind bei diesem Wettbewerb keine Schweizer zum Zug gekommen. Für Pius Walker und sein Team trägt der Erfolg bereits Früchte. Die Amnesty-Kampagne soll für Dänemark lokal angepasst werden. Ebenso steht Walker mit der gleichen Idee in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Amnesty International in den USA. Es sei ein sehr schönes Gefühl, erklärt Pius Walker, wenn für einmal nicht ausländische Kampagnen in der Schweiz, sondern Schweizer Kampagnen im Ausland adaptiert werden können. Verhandlungen für eine solche Anpassung laufen auch mit Fleurop in Deutschland. Eine konkrete Folge der Party in Berlin sind zudem Anfragen für Neugeschäfte «mit zwei grossen Marken in Deutschland», wie Pius Walker verraten darf. «Es spielt heute offenbar für wichtige Kunden keine Rolle mehr, ob sie für ihre Werbung nach Hamburg oder nach Zürich fliegen.»
Bei seiner Dankesrede zum «Newcomer» hat der alte Fuchs Walker in Berlin die erlaubten vier Minuten nur halb ausgenützt. Dafür hat er ausser Programm seinen von der Jury noch nicht bewerteten Fleurop-Film Hochzeitstag unter der Regie von Anthony Minghella vorführen lassen. Das hat im Saal nicht nur bei Walkers Frau Patricia zu ein paar Tränen geführt …
Schweizer auch beim ADC EuropeWie im Jahrbuch der Werbung aus dem Econ-Verlag sind auch beim Band Best of European Design and Advertising: The Annual of Annuals drei Schweizer in die vordersten Ränge gekommen. Gold gab es für Spillmann Felser Leo Burnett in der Kategorie New/Mixed Media im Bereich «Others». Prämiert wurde eine fiktive Durchsage über öffentliche Lautsprecheranlagen, wo zum Beispiel in einer Badeanstalt auf humorvolle Weise zum PET-Recycling aufgerufen wird.
Einen Eintrag in die Shortlist gab es für SFLB ebenfalls für den Film «Cliff» für die National Versicherung.
Die dritte Schweizer Auszeichnung im ADC-Jahrbuch Europe geht an Euro RSCG mit einem Shortlist-Eintrag für «Love Lips» im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit und Stop Aids.
Andreas Panzeri

Brücke Ost-West

Grafik Dreissig ukrainische Grafikstudenten und -studentinnen weilen im Rahmen eines Berufsbildungsaustauschs zur Zeit eine Woche in Zürich. Die Gäste aus dem Osten erhalten einen praxisnahen Einblick in die Schweizer Grafikkultur und werden eine Postkartenserie der Lammatstadt gestalten.

Grafik Dreissig ukrainische Grafikstudenten und -studentinnen weilen im Rahmen eines Berufsbildungsaustauschs zur Zeit eine Woche in Zürich. Die Gäste aus dem Osten erhalten einen praxisnahen Einblick in die Schweizer Grafikkultur und werden eine Postkartenserie der Limmatstadt gestalten. Der Besuch wird von der Berufsschule für Gestaltung Zürich organisiert und von der DEZA mitfinanziert.

Die perfekte Ergänzung

Versicherungen Grendene, Ogilvy & Mather zeigt für Allianz Suisse, weshalb man sich richtig versichern sollte.

Versicherungen Grendene, Ogilvy & Mather zeigt für Allianz Suisse, weshalb man sich richtig versichern sollte. Was nützt ein halbes Laufgitter? «Nichts», sagen die Kreativen bei Grendene, Ogilvy & Mather. Das Kind im Gitter ist zwar auf einer Seite abgeschirmt, auf der anderen Seite aber völlig ungesichert dem drohenden Unbill des Lebens ausgeliefert. Ein halbes Laufgitter ist eine einfache, aber plakative Umsetzung der Problematik «Sicherheit». Etwas komplizierter wird es, wenn es um fondsgebundene Lebensversicherung, Partizipation an den Kapitalmärkten, Steueroptimierung mit der 3. Säule und Risikoversicherung geht. «Das tönt komplex und kompliziert», sagt Thomas Bolliger. Der neue CD bei Ogilvy ist aber überzeugt, dass man in der Werbung auch komplexe Dinge gut verständlich erklären sollte. Die vier Sujets für eine Kampagne der Allianz Suisse wollen darum die Vorteile eines Versicherungsprodukts «einfach und schnell verständlich kommunizieren».
Aufs Wesentliche reduziert besteht der Vorteil des Produkts darin, dass man sich beim Geldanlegen nicht länger zwischen Sicherheit und Rendite entscheiden muss. Vielmehr ist es eine clevere Verbindung von klassischer Lebensversicherung und flexibler Kapitalanlage. Im Klartext: keine Kompromisse, keine halben Sachen.
Die Kampagne setzt diese Botschaft in einer direkten, plakativen Bildsprache um. Halbierte Objekte wie Einfamilienhäuser, Flügel, Liegestühle und Laufgitter dramatisieren die Wertlosigkeit anderer, nur einseitig ausgerichteter Lösungen. Die Headline unterstützt die bildhafte Symbolik, konkret auf die unterschiedlichen Motivationen der Zielgruppen abgestimmt. Die vier verschiedenen Inserate unterstützen eine Vertriebsoffensive und sind verbunden mit Mailings und Internetbannern.
Andreas Panzeri

Jung von Matt sammelt sechs Finalists bei den New York Festivals

Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat qualifiziert sich bei den den Interactive & Alternative Awards der New York Festivals mit folgenden Arbeiten für einen Finalist Status.

Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat qualifiziert sich bei den den Interactive & Alternative Awards der New York Festivals mit folgenden Arbeiten für einen Finalist Status: Die «Paparazzi-Aktion» für SI Style in der Kategorie «Alternative & Innovative Media» sowie die Massnahme «Sushi- hay rolls» für das Restaurant Yoojis in den Kategorien «Alternative & Innovative Media» und «Best Use of Alternative Media». Ebenso sind die kreativen Köpfe mit der Aktion «Size» für MINI in den Kategorien «Guerilla Marketing», «Alternative & Innovative Media» und «Best Use of Alternative Media» gleich dreimal im Final vertreten. Die definitiven Award-Resultate werden am 27. April 2007 bekannt gegeben.
get_footer();