SF zieht Bilanz und setzt auf Programminnovationen

Ingrid Deltenre will dieses Jahr das Hauptabendprogramm des Schweizer Fernsehens stärken. Dies teilte die Fernsehdirektorin am Dienstag an der Jahres-Medienkonferenz 2007 mit. Rückblickend auf das Jahr 2006 zieht die Fernsehdirektorin eine positive Bilanz.

Ingrid Deltenre will dieses Jahr das Hauptabendprogramm des Schweizer Fernsehens stärken. Dies teilte die Fernsehdirektorin am Dienstag an der Jahres-Medienkonferenz 2007 mit. Rückblickend auf das Jahr 2006 zieht die Fernsehdirektorin eine positive Bilanz. Die Qualität der Programme seien vom Publikum besser bewertet worden. Eine von Deltenre zitierte Studie gab dem Programmangebot die Note 4.9. Gestiegene Zuschauerzahlen belegten auch die hohe Akzeptanz des Programms. Der Marktanteil im Ganztagesschnitt sei um 1,2 Prozentpunkte auf 34,5 Prozent gestiegen. In einem Sechs-Punkte-Programm beschreibt Deltenre die neue Stossrichtung. Mit Qualität, mehr Unterhaltung und neuen Formaten will Deltenre die Zuschauerbindung in Zukunft festigen. Das Freitagabend-Programm setzt auf Publikumsnähe. Die Staffel «SF bi de Lüt» befasst sich mit Themen Abnehmen und Fitness. Drei Monate lang wird aus Eglisau gesendet, wo sich die Bewohner fit machen. Den «Quer» Sendeplatz erhält neu «Leben live». Eine Moderatorin geht auf Hausbesuch um zu erfahren, wie die Menschen leben. Die neue Samstagabend-Show «Happy day» setzt auf Interaktion. Moderator Röbi Koller soll die Wünsche der Zuschauer erfüllen.
«Baschi National» heisst eine neue Doku-Soap. Der junge Sänger gewährt Einblicke in sein Leben und in die Produktion seines Albums. Im Sommer geht’s dann ab in die Steinzeit. Im Projekt «Pfahlbauer von Pfyn» werden zehn Personen in einem authentischen Pfahlbauerdorf leben und arbeiten. Dabei geht es nicht um eine Reality-Show, sondern um eine Wissenschaftssendung. Mit «Die Bergretter» bringt SF Action ins Programm: SF unterwegs mit Air Zermatt. Und noch mehr Action wird der Zuschauer in der neuen Casting-Show «Stunthero» mitverfolgen können. Ersetzt wird das Wissenschaftsmagazin «MTW» durch das neue Format «Einstein» und in der neuen Doku-Serie «Start-up – Der Weg zur eigenen Firma» kann das Publikum mitverfolgen, wie innovative Menschen Jungunternehmen gründen. Neu geschaffen wir ein Wirtschaftsmagazin. Die Nachfolge für die auslaufende Soap «Lüthi und Blanc» kündigte Deltenre auf August 2008 an.

Weko spricht klares Verdikt gegen PubliGroupe

Im Fall AdX gegen P verhängt die Weko dem Inserateriesen eine Busse. – mit dem scharfen Worten: «Weko stellt Behinderung von KMU durch Publigroupe ab».

Im Fall AdX gegen P verhängt die Weko dem Inserateriesen eine Busse. «Weko stellt Behinderung von KMU durch Publigroupe ab» – mit diesen ungewöhnlich scharfen Worten betitelte die Wettbewerbskommission am 20. März eine Mitteilung zum Abschluss ihrer Untersuchung gegen die P. Das Ergebnis: Gemäss Weko hat die P bei der Platzierung von Werbung in Printmedien ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht und wird deshalb mit 2,5 Millionen Franken gebüsst. Konkret habe die P anhand selbst formulierter Kriterien festgelegt, welche anderen Kleinfirmen (KMUs) sie für das Vermitteln von Inseraten entschädigen will und welche nicht. Mehrere dieser Kriterien seien aber «kartellrechtlich unzulässig» gewesen, weshalb die P «die unabhängigen Vermittler in unzulässiger Weise behindert und den Markt zu ihren Gunsten abgeschottet» habe, schreibt die Weko. Sie billigt der P allerdings mildernd zu, dass diese während des Verfahrens die kritisierten Selektionskriterien im Sinne der Weko abgeändert und seit Januar 2006 auch angewendet habe. Dennoch hält sie an der Busse fest. Dass die Weko einer einvernehmlichen Regelung sowie den abgeänderten P-Richtlinien zustimmt und dann doch eine Busse verhängt, hat PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner «überrascht». Die Busse will er denn auch nicht akzeptieren, ebenso wenig den Vorwurf, die P habe ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Rohner spricht deshalb nur von einem «vermeintlichen Missbrauch» und will das Urteil voraussichtlich ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen – und notfalls auch ans Bundesgericht. «Wir haben ein solides Dossier», sagt er.
Bei den KMU-Vermittlern freut man sich zwar über den Sieg der Agentur AdX, tatsächlich ändert sich aber nichts. Denn das Urteil ist nicht rechtskräftig. Zudem will sich die P weiterhin an ihre neuen Richtlinien halten. Basierend darauf anerkannte sie letztes Jahr drei weitere Vermittler – unter ihnen auch AdX. Immerhin könnte AdX nun aber auf zivilem Weg eine Entschädigung für die entgangenen Umsätze vor 2006 einklagen. Ob er dies machen wird, hat Inhaber Werner Baumann noch nicht entschieden.
Markus Knöpfli

ZürichTokio veredelt CD für die Valzer Bar

Die Zürcher Agentur ZürichTokio hat für die neue Bar Valzer an der Kreuzstrasse in Zürich den Gesamtauftritt entwickelt. Das Corporate Design ist ein Mix aus klaren Linien des Art Deco und dem verspielten Bohème-Lebensstiel der 20er-Jahre.

Die Zürcher Agentur ZürichTokio hat für die neue Bar Valzer an der Kreuzstrasse in Zürich den Gesamtauftritt entwickelt. Das Corporate Design ist ein Mix aus klaren Linien des Art Deco und dem verspielten Bohème-Lebensstiel der 20er-Jahre. Ebenso soll das in Schwarz, Beige und Gold gehaltene Design dem luxuriösen Stil dieser Epoche gerecht werden, ist einer Medienmitteilung zu entnehmen. Bei den Einladungen und den Flyern wurden zusätzlich Illustrationen und die Farbe Violett verwendet. Die Bar, die am Wochenende zum Club wird, sei ein Treffpunkt für Leute die den Normen und Gepflogenheiten des Alltags entfliehen und sich für kurze Zeit dem wilden Leben à la Bohème hingeben wollen.

Ringier lanciert Magazin zum Abnehmen

Der Medienkonzern Ringier legt der Gesundheit Sprechstunde neu das Heft FDH bei. FDH steht für «Friss die Hälfte» und beleuchtet die Themen Übergewicht und Bewegungsmangel.

Der Medienkonzern Ringier legt der Gesundheit Sprechstunde neu das Heft FDH bei. FDH steht für «Friss die Hälfte» und beleuchtet die Themen Übergewicht und Bewegungsmangel und zeigt natürliche Wege zu einem gesunden Gewicht – und wie dieses auf Dauer gehalten werden kann. Auch die Prävention spielt eine grosse Rolle: die monatliche Beilage will eine Änderung des Lebensstils bewirken. Dabei geht es um bessere Ernährung, mehr Bewegung, höhere Zufriedenheit durch soziale Kontakte und Erlebnisse in der Gemeinschaft sowie um mentale Anregung. FDH bietet unter der Redaktionsleiterin Ingrid Schindler Reportagen über Aktivitäten allein oder in der Gruppe, über attraktive Sportarten, Geschichten aus dem Leben, Freizeitbeschäftigungen für Kinder, genussvolle Rezepte, einfache Bewegungseinheiten und auch Gespräche mit Experten. Die erste Ausgabe von FDH wird am 20. April erhältlich sein. Jeweils um die Monatsmitte erscheint das Heft separat am Kiosk sowie als Beilage der Gesundheit Sprechstunde. Der Einzelverkaufspreis beträgt 2.50 Franken, in Kombination mit der Gesundheit Sprechstunde beläuft sich der Preis auf 3.50 Franken. Die Abonnenten der Gesundheit Sprechstunde erhalten FDH im ersten Jahr kostenlos.

Was Leader lesen

Im Zentrum der am Dienstag präsentierten Studie MA Leader 2007 von der Werbemedienforschung WEMF steht die Nutzung von Zeitungen, Zeitschriften und ausgewählten Verlagswebsites durch die Zielgruppen der «Leader» und «Top Leader».

Im Zentrum der am Dienstag präsentierten Studie MA Leader 2007 von der Werbemedienforschung WEMF steht die Nutzung von Zeitungen, Zeitschriften und ausgewählten Verlagswebsites durch die Zielgruppen der «Leader» und «Top Leader». Ergänzt werden diese Mediendaten durch eine Vielzahl von Informationen zur beruflichen Tätigkeit und den Konsumgewohnheiten dieser 225 000 Personen umfassenden Premium-Zielgruppe. Neben Angaben über Branche, Betriebsgrösse und Anstellungsverhältnis der Führungskräfte, enthalten die Daten zur beruflichen Tätigkeit auch Informationen über die Verantwortlichkeiten und Entscheidungskompetenzen der «Leader» und «Top Leader». Über deren persönliche Interessen, den privaten Besitz und Anschaffungsabsichten informiert der Konsumteil der Studie. Die eindeutig beste Performance aller Schweizer Titel weist Le Matin Dimanche auf, nicht nur in Bezug auf seine Sprachregion: Das Sonntagsblatt ist der einzige Titel überhaupt, mit dem Woche für Woche mehr als die Hälfte aller Westschweizer Führungskräfte (insgesamt sind es 51’000 Leader und 24’000 Top Leader) erreicht werden können. Gegenüber der MA Leader 2003, bei der das Blatt letztmals mitmachte, konnte es seine Werte sogar ausbauen.
Eine ähnliche Leistung erreicht in der Deutschschweiz nur das Monatsmagazin NZZ-Folio. Es kommt – allerdings ausschliesslich bei den Top Leadern – auf eine Reichweite von 54,4 Prozent, bei den Leadern erreicht es bloss 46,2 Prozent. Doch in einem Punkt ist das NZZ-Folio dennoch schweizweit spitze: Mit ihm können absolut gesehen am meisten Schweizer Führungskräfte erreicht werden, nämlich neuerdings insgesamt 80’000 Leader und 47’000 Top Leader. Bei den Leadern liegt es zwar gleichauf mit der SonntagsZeitung (SoZ), doch bei den Top Leadern konnte das Monatsmagazin seinen Vorsprung gegenüber der SoZ noch leicht ausbauen.
Ein anderer Titelvergleich aus den Verlagshäusern NZZ und Tamedia: Der Tagi hat mittlerweile unter den Leadern 2000 Leser mehr als die NZZ, vor zwei Jahren fanden beide Titel in dieser Zielgruppe noch ein gleich starkes Interesse. Bei den Top Leadern hingegen hat weiterhin die NZZ die Nase vorn.
Den grössten Zuwachs unter den Deutschweizer Führungskräften verzeichnet das Magazin mit plus 34 Prozent bei den Leadern und 28 Prozent bei den Top Leader. Der Grund liegt darin, dass das Magazin mittlerweile nicht mehr nur dem Tages-Anzeiger, sondern auch der Basler Zeitung und der Berner Zeitung beiliegt. Die zweitgrösste signifikante Leistungssteigerung verzeichnet die NZZ am Sonntag, sie legte um 10 Prozent bei den Leadern beziehungsweise 8,6 Prozent bei den Top Leadern zu. Auch Geo legte in beiden Zielgruppen signifikant zu, und zwar um je 4000 Leser (+6,6 / +14,8 Prozent).
Die grössten Verluste bei den Entscheidungsträgern weisen Facts und Bilanz aus. Bei Facts sprangen 13,5 Prozent der Leader und 11,5 Prozent der Top Leader ab. Bei der Bilanz ist der Leserrückgang unter den Entscheidungsträgern analog zu den Verlusten bei der Mach Basic wesentlich auf die seit zwei Jahren geltende 14-tägliche Erscheinungsweise (vorher monatlich) und damit auf die veränderte Befragung zurückzuführen. Die Bilanz erreich heute 17’000 Leader (27,2 Prozent) und 8000 Top Leader (23,5 Prozent) weniger als noch vor zwei Jahren. Beim Edipresse-Titel Bilan in der Romandie ist die Situation exakt dieselbe, auch dort wurde der Erscheinungsrhythmus erhöht. Der Rückgang fiel aber vergleichsweise moderat aus: 12,5 Prozent weniger Leader; 8,3 Prozent weniger Top Leader. Und der Verlust bei den Top Leadern war nicht einmal signifikant.
Detaillierte Angaben zur Methodik und die wichtigsten Ergebnisse finden sich hier:
http://wemf.ch/de/print/maLeader.php

GEMI-Index verzeichnet Wachstum im Februar

Der Gesamtmarkt legt leicht zu, während die elektronischen Medien überdurchschnittlich und Online mit 5 Indexpunkten weiterhin stark zulegen.

Der Goldbach Electronic Media Index (GEMI) zeigt im Februar kein überraschendes Bild: Der Gesamtmarkt legt leicht zu (+ 1), während die elektronischen Medien überdurchschnittlich (+2) und Online mit 5 Indexpunkten weiterhin stark zulegen. Die Entwicklung des Werbedruckes in der Schweiz zeigt im Februar keinerlei Überraschungen. Der Gesamtmarkt konnte mit 1 Indexpunkt auf 183 (182) wachsen, während die elektronischen Medien insgesamt ein Plus von 2 Indexpunkten auf 361 (359) verzeichnen.
Auch innerhalb der elektronischen Medien erinnert der Februar 2007 an das vergangene Jahr: TV wächst mit 1 Indexpunkt weiter auf 364 (363), Radio hält das Niveau von 255 Indexpunkten, das gleiche gilt für Teletext mit 144 Indexpunkten. Dagegen überragt Internet mit einem Werbedruck-Wachstum von 5 Indexpunkten auf 266 (261) sämtliche erfassten Werbemedien.
Der GEMI basiert auf den publizierten Daten von Media Focus für erschienene Werbung und Werbedruck. Weil die Werbeaufwandstatistik AIS nicht weitergeführt wird, muss auf die Publikation von aktuellen adscreen-Daten verzichtet werden.

Zu guter Letzt: 100 Jahre weisse Wäsche

Vor genau 100 Jahren lancierte die Firma Henkel mit Persil einen der ersten Marken¬ar¬ti¬kel. In den darauf folgenden Jahrzehnten überraschte Henkel immer wieder mit unkonventionellen Werbeideen.

Vor genau 100 Jahren lancierte die Firma Henkel mit Persil einen der ersten Markenartikel. In den darauf folgenden Jahrzehnten überraschte Henkel immer wieder mit unkonventionellen Werbeideen. Sie machten Persil zu einer der bekanntesten Marken. 1907 brachte die Firma Henkel mit Persil das erste selbsttätige Waschmittel auf den Markt. Es vereinfachte die zuvor äusserst aufwändige Hausarbeit radikal. Neu war aber nicht nur das Produkt, sondern auch seine Kommunikation. Das begann schon bei der Verpackung: Während andere Waschmittel nur offen zu kaufen waren, war Persil abgepackt im Karton erhältlich – mit dem unverwechselbaren Markenzeichen. Daneben setzte Henkel schon in den Anfängen nicht nur auf klassische Reklame, sondern auch auf kreative Promotionen. So liess die Firma 1908 weiss gekleidete Herren mit Persil-Sonnenschirmen durch Berlin flanieren. 1924 präsentierte Henkel seinen ersten Stummfilm, drei Jahre später bereits den ersten Radiospot. In den 1950er Jahren war der erste deutsche Fernsehspot ein Persil-Spot.
Aber auch in der klassischen Plakat- und Anzeigenreklame machte die Marke Furore – mit einer Persil-Werbefigur, die noch heute als Ikone gilt: Die Weisse Dame. Sie wurde 1922 von dem Berliner Künstler Kurt Heiligenstaedt, einem zu jener Zeit bekannten Karikaturisten, entworfen. Sie war jedoch keineswegs eine Phantasiefigur, sondern vielmehr die 18-jährige Freundin des Künstlers. Die Weisse Dame warb, später mit sich wandelnden Frauentypen und Moderichtungen, bis in die 1960er Jahre auf Plakaten und Emailleschildern für das Produkt. Legendär ist auch der Persil-Mann, der ab 1975 in TV-Spots zu sehen war. Er informierte im nüchternen Nachrichtenstil über Ergiebigkeit, Waschkraft und schonende Pflege. Der zugehörige Slogan ist vielen auch heute noch geläufig: «Persil – da weiss man, was man hat.» Die erfolgreiche Markenführung brachte Persil zahlreiche Auszeichnungen ein – wie zum Beispiel «Most Trusted Brand» von Reader’s Digest.

Erdmannpeisker gewinnt Pitch für CS-Image-Kommunikation

Die Bieler Agentur für Brand Identity and Communication, Erdmannpeisker, übernimmt für Credit Suisse Investment Partners per sofort die Image-Kommunikation.

Die Bieler Agentur für Brand Identity and Communication, Erdmannpeisker, übernimmt für Credit Suisse Investment Partners per sofort die Image-Kommunikation. Innerhalb der Credit Suisse (CS) kümmert sich die Abteilung um die wirklich vermögenden Menschen, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Entschieden habe Ermannpeisker den Pitch für sich mit einem ebenso überraschenden wie hochwertigen Kommunikationspaket.

Surprise stellt überraschend Geschäftsführer frei

Beim Strassenmagazin Surprise weht zurzeit ein rauer Wind: Der Trägerverein, der Surprise auf Anfang 2007 übernommen hat, trennt sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Michele Alvaro.

Beim Strassenmagazin Surprise weht zurzeit ein rauer Wind: Der Trägerverein, der Surprise auf Anfang 2007 übernommen hat, trennt sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Michele Alvaro. Wie die Nachrichtenagentur Sda berichtet, kommt für diesen die Freistellung überraschend. Verantwortlich für diese Schritte sollen Differenzen über die Neuausrichtung des Projekts sein. Interimistisch übernimmt die Geschäftsleitung nun der Präsident des Vereins Hans Ulrich Kunz. Der Verein ist seit Anfang Jahr Besitzer von Surprise. Zuvor hatte die Unternehmung drei Gesellschaftern gehört, zu denen mit einem Anteil von 40 Prozent auch Alvaro zählte. Der Verein hielt zu diesem Zeitpunkt nur einen Anteil von 10 Prozent. Der Trägerverein will nun nach einer Pionierphase aus Surprise ein professionell geführtes KMU machen, dass selbsttragend ist. Alvaro wirft man unter anderem vor, dass er das strukturelle Defizit nicht habe beseitigen können und es mit Spendengeldern decken musste. Um die neuen Ziele zu erreichen, plant Kunz das Zielpublikum zu verbreitern sowie das Absatzgebiet zu vergrössern. Zudem wolle man die Verdienstmöglichkeiten der ?Surprise?-Verkaufenden und deren Angebote bei der sozialen Betreuung zur Rückkehr in die Arbeitswelt verbessern. Surprise war vergangen Herbst mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit getreten. Nachdem das Strassenmagazin sein Ende aus finanziellen Gründen angedroht hatte, flossen unterdessen rund 1 Millionen Franken auf das Spendenkonto des Magazins.

Weber Harbeke erweiterter Geschäftsleitung

Die beiden Firmengründer von Weber Harbeke, Max Weber und Thomas Harbeke haben entschieden, Dominik Abt und Christian Sidow in die erweiterte Geschäftsleitung aufzunehmen.

Um die Führung der Agentur auf eine breitere Basis zu stellen und besser für ein weiteres nachhaltiges Wachstum gerüstet zu sein, haben die Firmengründer von Weber Harbeke, Max Weber und Thomas Harbeke, entschieden, je einen Mitarbeiter aus Beratung und Kreation in die erweiterte Geschäftsleitung aufzunehmen. Aus der Beratung ist dies Dominik Abt, seit 2005 als Client Service Director bei Weber Harbeke tätig. Die Kreation vertritt Christian Sidow, langjähriger Texter/Konzepter der Agentur. Der Entscheid erfolgte aufgrund des auftragsstarken Jahres 2006 sowie Budgetgewinnen im neuen Jahr und ist ab sofort wirksam.

SRG und UEFA unterzeichnen Euro08-Verträge

Die SRG und der Europäische Fussballverband haben heute einen Vertrag betreffend den Radio- und TV-Übertragungen der Fussballeuropameisterschaft 2008 unterzeichnet. Damit wird die SRG offizieller Rechteinhaber der in der Schweiz.

Die SRG und der Europäische Fussballverband (Uefa) haben heute einen Vertrag betreffend den Radio- und TV-Übertragungen der Fussballeuropameisterschaft 2008 unterzeichnet. Damit wird die SRG offizieller Rechteinhaber der in der Schweiz. Die TV-Sender der SRG (SF, TSR und TSI) werden in der Schweiz exklusiv in Form von Live-Übertragungen und Highlight-Programmen über die 31 Spiele des Sportevents berichten. Die Signale der Spiele stellt die SRG SSR auch im High-Definition-Format zur Verfügung. Für die Radiosender (SR DRS, RSR und RSI) erwirbt die SRG SSR nicht-exklusive Rechte. Im Rahmen der Partnerschaft berichten die Fernseh- und Radiosender auch im Vorfeld ausführlich über das Grossereignis Euro 2008 berichten.
Armin Walpen, Generaldirektor der SRG wird in der Medienmitteilung folgender Massen zitiert: «Die Euro 2008 ist eine gute Sache für die Schweiz, und unser Vertrag mit der Uefa ist die Voraussetzung für die Unterstützung und Begeisterung in unserem Land». Philippe Le Floc’h, Direktor für Marketing und Medienrechte bei der Uefa zu diesem Vertrag: «Die Uefa ist glücklich, die SRG im exklusiven Kreis der Broadcaster willkommen heissen zu dürfen. Die SRG ist unbestritten die Nummer Eins der Radio- und Fernsehunternehmen der Schweiz.»
Nicht in diesem Vertrag geregelt ist ein mögliches Engagement der SRG im Bereich Host Broadcasting. Die Uefa strebt – wie bereits bekannt – eigene Lösungen für die Produktion der 15 Spiele in den Schweizer Stadien an. Über die finanzielle Abgeltung wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Bundesgericht bewilligt BZ-Beteiligung an 20 Minuten

Die Berner Zeitung darf sich an der Pendlerzeitung 20 Minuten beteiligen. Das heute veröffentlichte Bundesgerichtsurteil bestätigt somit den Entscheid der Rekurskommission für Wettbewerbsfragen.

Die Berner Zeitung (BZ) darf sich an der Pendlerzeitung 20 Minuten beteiligen. Das am Dienstag veröffentlichte Bundesgerichtsurteil bestätigt somit den Entscheid der Rekurskommission für Wettbewerbsfragen, welche im Mai 2006 das Beteiligungsverbot der Wettbewerbskommission (Weko) aufgehoben hatte. Die Weko hatte gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht (siehe ). Im März 2003 beteiligte sich die zur Espace Media Groupe gehörende Berner Zeitung mit 17,5 Prozent an 20 Minuten. Während die Weko die gleichzeitig erfolgte Beteiligung durch die Tamedia genehmigte, verwehrte sie den Bernern den Einstieg ins Geschäft der Pendlerzeitungen. Die Rekurskommission für Wettbewerbsfragen hatte im Mai 2006 diesen Weko-Entscheid umgestossen. Die Weko legte daraufhin beim Bundesgericht eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Rekurskommission ein. Nun hat das Bundesgericht endgültig entschieden und gibt der Berner Zeitung vollumfänglich Recht. Damit kann die seit nunmehr vier Jahren suspendierte Beteiligung endlich vollzogen werden.
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