Gut miaut, Löwe!
Tourismus Wirz hat für Kuoni die Welt neu erfunden und verblüfft Ferienhungrige mit speziellen Destinationen.
Tourismus Wirz hat für Kuoni die Welt neu erfunden und verblüfft Ferienhungrige mit speziellen Destinationen.
Von solchen Ansichtskarten können wir nur träumen. Zumindest auf dieser Welt. Wirz hat nämlich für Kuoni eine Serie von neuen Ferienbildern gestaltet, die beim Betrachter so etwas wie übersinnliche Reaktionen auslösen sollen.
Vor einem Jahr startete Wirz eine neue Werbekampagne für die führende Marke der Schweizer Reisebranche. Gestaltet war diese nach dem Konzept, das vorausreisende Unterbewusstsein der Zielpersonen schon vor der Buchung in den Ferien ankommen zu lassen. Solche Gefühle provozierten die Werber zum Beispiel mit der Golden-Gate-Brücke – allerdings stand diese nicht im Nebel von San Francisco, sondern über der Gischt der Niagara-Fälle. Dazu der Claim: «Wenn Ihnen nichts auffällt, empfehlen wir Ferien.»
Die Vorgabe war es, für diese Montagen klassische Ferienbilder zu verwenden. Das gilt auch wieder für die Fortsetzung der langfristig angelegten Kampagne im Jahr 2007. «Gar nicht so einfach, Klischeebilder zu Hinguckern zu mache», meint CD Hanspeter Schweizer bei Wirz. «Oder vielleicht doch?», meint AD Sascha Fanetti, der mit der Grafikerin Kim Sokola zusammen «grossen Spass» bei den kreativen Spielereien mit diesen Stockbildern erleben durfte.
Indem zwei Ferienbilder zu einem zusammengefügt werden, «entsteht Irritation und damit ein Stopper-Effekt», erklärt Schweizer. Wenn sich beim Betrachten auch gleich das Fernweh verdoppelt, dann haben die Plakate ihren Zweck schon fast erfüllt.
Mit der Fortsetzung der Kampagne zeigt sich ihr vielseitiges Potenzial: Neben acht neuen Plakat- und Anzeigenmotiven sind auch zwei Filme fürs Kino entstanden. Hier wird die Irritation aber nicht über das Bild, sondern über den Ton erzeugt: Ein Aborigine entlockt seinem Didgeridoo Alphornklänge, und der mächtige Löwe gibt, schön lippensynchron, ein klagendes Katzenmiauen von sich.
In den Schaufenstern der Kuoni-Filialen wird die Idee noch einmal erweitert: Fast unmerklich veränderte Nationalflaggen von klassischen Ferienländern geben witzige Rätsel auf. Und die als Give-away an Kunden verteilten Bonbons schmecken überraschenderweise überhaupt nicht nach dem, was auf der Verpackung steht.
Erfolgreiches Jubiläumsjahr
Kuoni
steigerte 2006 den Nettoerlös auf 4082 Millionen Franken. Mit schwarzen Zahlen und dem bisher höchsten je erzielten Konzernergebnis von 116,7 Millionen Franken hat der grösste Schweizer Reiseanbieter sein 100-jähriges Jubiläum erfolgreich abgeschlossen. Im Jubiläumsjahr 2006 ist der Nettoerlös um 10,7 Prozent gestiegen. Das organisatorische Wachstum lag bei 7,9 Prozent.
Andreas Panzeri
Von solchen Ansichtskarten können wir nur träumen. Zumindest auf dieser Welt. Wirz hat nämlich für Kuoni eine Serie von neuen Ferienbildern gestaltet, die beim Betrachter so etwas wie übersinnliche Reaktionen auslösen sollen.
Vor einem Jahr startete Wirz eine neue Werbekampagne für die führende Marke der Schweizer Reisebranche. Gestaltet war diese nach dem Konzept, das vorausreisende Unterbewusstsein der Zielpersonen schon vor der Buchung in den Ferien ankommen zu lassen. Solche Gefühle provozierten die Werber zum Beispiel mit der Golden-Gate-Brücke – allerdings stand diese nicht im Nebel von San Francisco, sondern über der Gischt der Niagara-Fälle. Dazu der Claim: «Wenn Ihnen nichts auffällt, empfehlen wir Ferien.»
Die Vorgabe war es, für diese Montagen klassische Ferienbilder zu verwenden. Das gilt auch wieder für die Fortsetzung der langfristig angelegten Kampagne im Jahr 2007. «Gar nicht so einfach, Klischeebilder zu Hinguckern zu mache», meint CD Hanspeter Schweizer bei Wirz. «Oder vielleicht doch?», meint AD Sascha Fanetti, der mit der Grafikerin Kim Sokola zusammen «grossen Spass» bei den kreativen Spielereien mit diesen Stockbildern erleben durfte.
Indem zwei Ferienbilder zu einem zusammengefügt werden, «entsteht Irritation und damit ein Stopper-Effekt», erklärt Schweizer. Wenn sich beim Betrachten auch gleich das Fernweh verdoppelt, dann haben die Plakate ihren Zweck schon fast erfüllt.
Mit der Fortsetzung der Kampagne zeigt sich ihr vielseitiges Potenzial: Neben acht neuen Plakat- und Anzeigenmotiven sind auch zwei Filme fürs Kino entstanden. Hier wird die Irritation aber nicht über das Bild, sondern über den Ton erzeugt: Ein Aborigine entlockt seinem Didgeridoo Alphornklänge, und der mächtige Löwe gibt, schön lippensynchron, ein klagendes Katzenmiauen von sich.
In den Schaufenstern der Kuoni-Filialen wird die Idee noch einmal erweitert: Fast unmerklich veränderte Nationalflaggen von klassischen Ferienländern geben witzige Rätsel auf. Und die als Give-away an Kunden verteilten Bonbons schmecken überraschenderweise überhaupt nicht nach dem, was auf der Verpackung steht.
Erfolgreiches Jubiläumsjahr
Kuoni
steigerte 2006 den Nettoerlös auf 4082 Millionen Franken. Mit schwarzen Zahlen und dem bisher höchsten je erzielten Konzernergebnis von 116,7 Millionen Franken hat der grösste Schweizer Reiseanbieter sein 100-jähriges Jubiläum erfolgreich abgeschlossen. Im Jubiläumsjahr 2006 ist der Nettoerlös um 10,7 Prozent gestiegen. Das organisatorische Wachstum lag bei 7,9 Prozent.
Andreas Panzeri
