Die AGEN Gruppe schluckt zwei Zeitschriften

Um seinen Pressezweig weiter zu entwickeln, setzt die AGEN Holding auf zwei Frauenmagazine. Mit der Erstehung von Profil Femme und der Beteiligung an XXS erweitert die Gruppe ihr Medien-Spektrum in der französischsprachigen Westschweiz.

Um seinen Pressezweig weiter zu entwickeln, setzt die AGEN Holding auf zwei Frauenmagazine. Mit der Erstehung von Profil Femme und der Beteiligung an XXS erweitert die Gruppe ihr Medien-Spektrum in der französischsprachigen Westschweiz.Mit seiner Auflage von 24’000 Exemplaren sollte Profil Femme der AGEN Holding jährlich 300’000 Franken Gewinn bescheren, wie es in einer Medienmitteilung vom 22. März heisst. Die Zeitschrift, die sich vor allem an Leserinnen zwischen 30 und 45 richtet, und das zu 50 Prozent erworbene Uhrenmagazin für Frauen XXS sollen das Magazinangebot der AGEN aufrunden. Die Gruppe möchte ausserdem ihr Wirtschaftsmagazin in naher Zukunft restrukturieren und verbessern.
Begleiterscheinung der Publikationsübernahme und –Teilhaberschaft ist eine Verschiebung im Holding-Kader. Eric Valette, der Profil Femme konzipierte und heute noch leitet, wird COO der AGEN-Pressebranche. Alain Fabrez, aktueller CEO von Agefi und Präsident des AGEN-Verwaltungsrates, wird sich innerhalb des Verwaltungsrates der Entwicklung der AGEN Holding widmen. Ferner wird Antoine Hubert, bisheriger CEO des AGEN-Gesundheitsbereich, zum CEO der Gruppe ernannt. Schliesslich wird der Pressebereich von einem Triumvirat geleitet, der aus Sylvie Gardel, Chefredaktorin der Agefi, François Savary, Leiter der Redaktionen von den AGEN-Publikationen, und Eric Valette geleitet.

Amrein-Pieren startet mit drei neuen Kunden in den Frühling

Die britische Modekette Marks & Spencer lässt sich für ihren Flagship-Store durch Amrein-Pieren strategisch beraten. Ausserdem betreut die Agentur die Frischzellenkultur des Erscheinungsbildes des Genfer Gewerbeverband.

 Die britische Modekette Marks & Spencer lässt sich für ihren Flagship-Store durch Amrein-Pieren strategisch beraten. Ausserdem betreut die Agentur die Frischzellenkultur des Erscheinungsbildes des Genfer Gewerbeverband, FAC. Der dritte Neukunde der Agentur ist der Softwarehersteller Phoenix, dessen neue Branchensoftware für Zahnarztpraxen Amrein-Pieren Bern kommunikativ betreut.  

Ringier präsentiert Jahreszahlen in künstlerischem Gewand

Der Schweizer Medienverlag Ringier wartet zum zehnten Mal mit einem kunstvoll gestalteten Jahresbericht auf und schaut damit auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im letzten Jahr konnte Ringier den Umsatz markant und den Gewinn leicht steigern.

 Der Schweizer Medienverlag Ringier wartet zum zehnten Mal mit einem kunstvoll gestalteten Jahresbericht auf und schaut damit auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im letzten Jahr konnte Ringier den Umsatz markant und den Gewinn leicht steigern. Zusätzlich zur Steigerung hat der Verlag 60 Millionen Franken in neue Produkte investiert.Riniger Konzernchef Martin Werfeli rechtfertigt die schmale Gewinnsteigerung durch eine hohe Belastung aufgrund von Investitionen in 27 neue Titel, wie einer Meldung der Nachrichenagentur SDA zu entnehmen ist. Unter anderem sei die Rechnung 2006 durch die Anfangsverluste der fünf neu lancierten Tageszeitungen (unter anderem Heute und Cash Daily) belastet. Der Verleger Michael Ringier erklärte, dass trotz der grossen Investitionen im Wert von 60 Millionen Franken, das Geschäftsergebnis für 2006 sehr ordentlich ausgefallen sei. Der Gewinn übertraf den Rekordwert des Vorjahres um 1 Prozent und stieg auf 67,8 Millionen Franken. Der Umsatz legte um 6,5 Prozent auf 1,34 Milliarden zu. Vor allem in Mittel- und Osteuropa konnte das Unternehmen ein markantes Umsatzwachstum von 15 Prozent verbuchen. Auch hat sich das Geschäft in Asien positiv entwickelt.
Während die Anzeigenumsätze in der Schweiz um über 8 Prozent zulegten, gingen die Vertriebserlöse um knapp 4 Prozent zurück. Der Umsatz der Zeitungen sank um 3,6 Prozent. Wie Werfeli bekannt gab, fiel die Auflagenentwicklung von Blick und SonntagsBlick erneut äusserst unbefriedigend aus.
Im laufenden Jahr möchte das Unternehmen die bestehenden Titel in Richtung Medienverbünde ausbauen. Ringier strebt eine intelligente Verknüpfung mehrerer Vertriebskanäle an – vom Print über TV, Radio, Internet bis zu mobilen Endgeräten und Events.
Der Jahresbericht konzipierte in diesem Jahr der New Yorker Künstler Ryan Phillips. Als Grundlage für sein Layout nahm er die Arbeiten des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider aus den 1930er Jahren. Elf Illustrationen befruchten die trockenen Zahlen des Jahresberichtes und sorgen mit dafür, dass der Jahresbericht nicht nur bei Zahlenjüngern auf Interesse stösst.  

Baslerstab half Basler Kirchen

Fundraising Eine Fundraising-Aktion der evangelischen und katholischen Kirchen in Basel war ein Misserfolg: Die Kampagne mit 10 000 adressierten Direct Mailings kostete 25 000 Franken, brachte am Ende aber nur 50 Spenden von insgesamt 4913 Franken ein.

Fundraising Eine Fundraising-Aktion der evangelischen und katholischen Kirchen in Basel war ein Misserfolg: Die Kampagne mit 10 000 adressierten Direct Mailings kostete 25 000 Franken, brachte am Ende aber nur 50 Spenden von insgesamt 4913 Franken ein. Xaver Pfister, Sprecher der katholischen Kirche, spricht von einem Flop, man habe gehofft, wenigstens die Kosten einspielen zu können. Die von Mitgliederschwund betroffenen Kirchen hatten ausprobiert, ob sie mit der Werbeaktion zu Spenden kirchenferner Personen kämen. Der Clou: Das reine Direktmarketing brachte sogar nur 2913 Franken ein. Die übrigen 2000 Franken spendete eine Einzelperson – nachdem die Gratiszeitung Baslerstab im Herbst über den Flop berichtet hatte.Doch zumindest die katholische Kirche wirbt weiter. Im April lanciert sie eine Testimonial-Kampagne, diesmal via Inserate und Karten: Vier Personen sagen, warum sie der Kirche beitraten oder wieder eintraten. «Wir wollen so das Thema Kirchenmitgliedschaft wieder salonfähig machen», sagt Pfister.

Managementschule wirbt mit Informationen in Pixelformat

Die Werbeagentur Agence Trio schickt 35'000 Top Manager in einem Direct Mailing eine Einladungskarte zu einem Seminar von IMD. Um auf der Karte dem Programm einer der besten Managementschulen gerecht zu werden, kommuniziert die Agentur mit einem QR-Code.

 Die Werbeagentur Agence Trio schickt 35’000 Top Manager in einem Direct Mailing eine Einladungskarte zu einem Seminar von IMD. Um auf der Karte dem Programm einer der besten Managementschulen gerecht zu werden, kommuniziert die Agentur mit einem QR-Code. Dies sei eine der neuesten Technologien, teilt die Agentur mit. Der Quick Response Code speichere Informationen in Pixelform. 

Ein offenes Radio für die Wissenschaft

Wissenschaft Am 17. März 2007 startete auf DRS 2 das Magazin «Wissenschaft DRS 2». Jeden Samstag erfahren Interessierte das Neuste aus Technik, Naturwissenschaften oder Medizin.

Wissenschaft Am 17. März 2007 startete auf DRS 2 das Magazin «Wissenschaft DRS 2». Jeden Samstag erfahren Interessierte das Neuste aus Technik, Naturwissenschaften oder Medizin. Für die Lancierung des neuen Magazins hat die Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett ein Digitalradio geöffnet. Der Visual vom Innenleben des Radios zeigt, was dahinter steckt. Die Headline löst das ungewohnte Bild auf: «Wissenschaft DRS 2. Das Magazin für Neugierige». Im Rahmen der Kampagne werden Inserate und Flyer realisiert. Letztere wurde unter anderem an der BrainFair abgegeben.

Freiburg sorgt sich um Berichterstattung im Fall Schmitten

Die Freiburger Kantonsregierung hat sich am Mittwoch an den Presserat gewandt und ihn um eine Stellungnahme gebeten. Sie ist besorgt über die Berichterstattung zu den Vergewaltigungsfällen von Schmitten.

 Die Freiburger Kantonsregierung hat sich am Mittwoch an den Presserat gewandt und ihn um eine Stellungnahme gebeten. Sie ist besorgt über die Berichterstattung zu den Vergewaltigungsfällen von Schmitten. Störend empfindet der Staatsrat, dass Protagonist der Vergewaltigungsfälle in diversen Medienberichten zu Wort kamen, wie einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA zu entnehmen ist. Bisher habe sich der Staatsrat im Fall Schmitten sehr zurückhaltend gezeigt und respektiert, dass eine Untersuchung im Gang sei. 

Der Gipfelsturm

Softdrinks Always Coca-Cola. Vom Tal bis zum Gipfel. Wie die mächtigste Marke der Welt in Skigebieten aktiv ist.

Softdrinks Always Coca-Cola. Vom Tal bis zum Gipfel. Wie die mächtigste Marke der Welt in Skigebieten aktiv ist. Coca-Cola ist als Marke kultig. Unter den Softdrinks ist sie der Star. Aber im Winter hat sie ein Problem. Warme Getränke sind dann heiss begehrt. Die Coke für die Konsumenten zu cool. Für die Süsswasser-Strategen in Brüttisellen spielt Saisonalität aber keine Rolle. Sie wollen die Marke trotz des kalten Wetters intensiv pushen. Weil das im nebligen Flachland nur scheitern kann, gehts stattdessen in die Höhe, zum Beispiel nach Davos. Seit drei Jahren bewirbt Coca-Cola die Konsumenten in Skisportregionen. Der Berg ruft. Wo überall, will bei Coca-Cola niemand sagen. Die Standorte werden so geheim gehalten wie das Coke-Rezept selbst. Grund: Keine unnötigen Infos an die Konkurrenz. Die Aktivitäten stechen aber sofort ins Auge. Viele Skisportresorts präsentieren sich rot-weiss. Den idyllischen Wintersportort Davos deckte Coca-Cola diese Saison buchstäblich mit Werbung ein. Vom Tal bis zum Gipfel ist das schwungvolle Signet überall zu finden. Die prickelnde Botschaft immer dieselbe: Coke ist Lifestyle, Coke ist cool, Coke ist everywhere. An Coke kommt niemand vorbei: Sonnen tut sich der Gast auf roten Sonnenliegen. Die Tischdeko ist «light». Das Servicepersonal «zero». Ganze Gebäude sind wie farbige Wundertüten designt. Selbst die Luftseilbahn ist Coke-Botschafter. Die Gondel ist verpackt als Harasse, die Sportler darin sind die Flaschen.
Wenig Kritik an WerbungDie Werbedominanz in Davos ermöglicht die Kübliser Firma Smart Promotion. Eine Agentur, die sich auf die Vermarktung von Skigebieten spezialisiert hat und die Werbung im wahrsten Sinne des Wortes auf den Gipfel bringt. Sämtliche Vermarktungsrechte hat sie sich in Bündner Skiregionen gesichert. In Davos hält sie neben den klassischen Plakatierungen auch die Werbeflächen von Sesseln, Gondeln und Grosskabinen. Mit Smart Promotion könnte Coca-Cola in Davos auf 3500 m2 Werbung platzieren. Das war aber bis heute nicht der Fall. Sechs Werbepartner teilten sich diese Saison die Fläche. Dazu gehören internationale Marken wie Fiat, Nivea oder Snickers.
Coca-Cola-Marketer Erik Amstad ist mit der Winteraktivierung und mit den Verkaufszahlen in Skigebieten wie Davos sehr zufrieden und meint: «Diese Strategie ist nötig. Es herrscht Konkurrenzkampf unter Getränkelieferanten.» Mehr verrät er nicht. Rivella und Ovomaltine sind die härtesten Gegenspieler von Coca-Cola.
Die Massnahmen von Coca-Cola kommen bei den Kunden und Konsumenten laut Peter Spescha von Smart Promotion gut an. «Wir beobachten Sympathie-Effekte», so Spescha. Harsche Kritik an der Werbedominanz kommt nur sporadisch auf. Für Skigebiete sind Werbeeinnahmen nämlich notwendig. Würde der lukrative Werbezustupf ausbleiben, wäre beispielsweise die aufwändige Pistenpflege schlicht nicht finanzierbar. «Ohne Schneekanonen geht in keinem Skigebiet mehr was», sagt Spescha. Der Gast sei heute verwöhnt und erwarte gute Verhältnisse und zugleich tiefe Preise.
Als Nachtrag noch was zum Nachdenken: Je mehr Coca-Cola in einem Land getrunken würde, desto freier, gesünder, wohlhabender und gebildeter seien seine Bewohner. Das will das renommierte Wirtschaftsmagazin Economist herausgefunden haben. Fragt sich nur, ob Werbedominanz wirklich freier und gebildeter macht.
Christian Lüscher

Kochen.tv startet erfolgreich

Die Kochsendung Kochen.tv hat einen erfolgreichen Sendestart hinter sich. Seit zwei Monaten sorgen der Koch Bruno Keller und der Moderator Joël Gilgen für kulinarische Köstlichkeiten auf den regionalen Fersehsendern.

 Die Kochsendung Kochen.tv hat einen erfolgreichen Sendestart hinter sich. Seit zwei Monaten sorgen der Koch Bruno Keller und der Moderator Joël Gilgen für kulinarische Köstlichkeiten auf den regionalen Fersehsendern Tele Züri, Tele Top und Tele Südostschweiz. Durchschnittlich 250’000 Zuschauern schalten wöchentlich zu, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. 

Neuer Bauboom bedroht Idylle

Internet-Shopping Ruf Lanz hat für ricardo.ch in der Schweiz eine ganze Kette von neuen Shopping-Centern eröffnet.

Internet-Shopping Ruf Lanz hat für ricardo.ch in der Schweiz eine ganze Kette von neuen Shopping-Centern eröffnet. Markenaufbau im wahrsten Sinne des Wortes leistet die Agentur Ruf Lanz zur Zeit für ricardo.ch. Die Verkaufsplattform ist von den Werbern nämlich um viele Stockwerke erhöht worden. Zu finden sind die imposanten Shopping-Centren nicht nur in Zürich, sondern auch im Wallis und in Luzern – eigentlich überall. Denn ricardo.ch ist die grösste Internet-Verkaufsplattform der Schweiz. Bei mehr als 400000 Fixpreisangeboten sowie spannenden Auktionen findet man auf ricardo.ch einfach alles – von der Büroklammer über die Weinrarität bis zum Luxuswagen.
Die neue Imagekampagne von Ruf Lanz gibt ricardo.ch nun erstmals die Grösse, die es tatsächlich hat. Die Kreativen haben sich nämlich die Frage gestellt: Was wäre, wenn die unzähligen Shopping-Angebote von ricardo.ch nicht einfach über einen virtuellen Ladentisch gingen? Sondern über einen echten?
Naturwunder werden kleinDie verblüffende Antwort: Ein riesiges Einkaufszentrum müsste dieses breite Angebot beherbergen – und würde die Idylle der Schweiz ernsthaft bedrohen.
In spektakulären Bildern rückt das hypothetische Ricardo-Einkaufszentrum den prächtigen Landschaften zu Leibe und lässt selbst Naturwunder wie das Matterhorn oder den Rheinfall klein aussehen. Die Stadtansichten von Zürich, Luzern und Genf wiederum müssten ihre Lieblichkeit einer völlig neuen Skyline opfern.
Doch die Headline bringt die Alarmglocken von Heimatschutz- und Umweltverbänden rechtzeitig zum Verstummen: «Das grösste Einkaufszentrum der Schweiz gibts zum Glück nur im Internet.» Und so prangt schliesslich nur noch der Kundennutzen von ricardo.ch am Horizont: eine schweizweit unvergleichliche Auswahl an Produktangeboten. Jederzeit bequem zu kaufen, ohne Ladenschlusszeiten und Parkplatzstress.
Die Kampagne besteht aus fünf doppelseitigen Inseraten und Megapostern. Flankierend kann ricardo.ch auf eine überraschende Guerilla-Aktion aus dem Haus Ruf Lanz bauen.
Der Aufruhr in den Quartieren sei ziemlich gross gewesen, verrät Markus Ruf, als am Donnerstag und Freitag letzte Woche in Zürich, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Genf und Lausanne an exponierten Lagen typische Bautafeln aufgestellt wurden, die den Bau eines gigantischen Ricardo-Einkaufszentrums ankündigten. Mit 57 Stockwerken, 621000 m2 Verkaufsfläche und 84000 Parkplätzen. «Die Passanten blieben verdutzt stehen und trauten ihren Augen nicht» – solche Dimensionen war man sich in der Schweiz bisher nicht gewohnt.
Schliesslich folgte in einem zweiten Schritt die augenzwinkernde Auflösung: «Pardon, war nur ein Scherz: Das grösste Einkaufszentrum der Schweiz gibts weiterhin nur im Internet.»
Andreas Panzeri

Web2com verschenkt Einschreibegebühren für Cannes

Damit Schweizer Agenturen die Einreichung ihrer Arbeiten noch leichter fällt, übernimmt das Zürcher Unternehmen Web2com als exklusiver Schweizer Partner des Festivals die Einschreibegebühren in der Kategorie Cyber Lions.

 Damit Schweizer Agenturen die Einreichung ihrer Arbeiten noch leichter fällt, übernimmt das Zürcher Unternehmen Web2com als exklusiver Schweizer Partner des Festivals die Einschreibegebühren in der Kategorie Cyber Lions. Das Angebot gilt für alle Websites, Online- und Crossmedia-Kampagnen; als Bedingung muss einzig und allein die Bestätigung der offiziellen Einschreibung sowie ein Farbausdruck der eingereichten Arbeit an Web2com geschickt werden. Bei allen Einsendern werden die Kosten für eine Einreichung erstattet.

Mehr Santé für die Romands

Magazine Die Romandie bekommt mit dem Ausbau des Konsumentenmagazins Bon à Savoir wohl längerfristig eine unabhängige Gesundheitspresse.

Magazine Die Romandie bekommt mit dem Ausbau des Konsumentenmagazins Bon à Savoir wohl längerfristig eine unabhängige Gesundheitspresse. Obwohl in der Deutschschweiz mit Gesundheitstipp (Puls Media) und  Gesundheit Sprechstunde (GES) gleich zwei Gesundheitsmagazine mit journalistischem Ansatz und total über 1,2 Millionen Lesern existieren können, hat sich bisher in der Westschweiz kein Verlag an die Lancierung eines ähnlichen Titels gewagt. «Mit dem Thema Gesundheit verhält es sich ähnlich wie mit dem Thema Umwelt: Anders als in der Deutschschweiz haben beide in der Romandie einen geringeren Stellenwert», erklärt Ratna Irzan.Irzan weiss, wovon sie spricht, denn sie leitet den Lausanner Verlag Editions Plus. Dieser gibt seit 1997 das Magazin Bon à Savoir, das französischsprachige Pendant  zu K-Tipp oder Saldo, sowie seit 2003 Tout Compte Fait, das Schwesterheft zu K-Geld, heraus. Auch der Eigentümer von Editions Plus, Hans Räz, ist in Konsumentenfragen kein unbeschriebenes Blatt: Er war bis 1996 Redaktionsleiter bei der SF-Sendung Kassensturz. Kein Wunder, stellte man sich in Lausanne schon mehrfach die Frage, ob ein Paralleltitel zu GES oder Gesundheitstipp nicht auch in der Westschweiz Chancen haben könnte.  «Unsere Marktforschung hat aber bisher immer ein zu geringes Interesse der Romands an einem Gesundheitsmagazin ergeben», sagt Irzan.
Dennoch hat sich der Verlag jetzt entschieden, den Westschweizern das Thema Gesundheit in Form unabhängiger und kompetenter Informationen zu servieren. Nicht gleich mit einem neuen Titel, sondern zunächst in kleinen, geniessbaren Häppchen innerhalb des Titels Bon à Savoir. Konkret erhält das Monatsmagazin vierteljährlich ein achtseitiges Gesundheits-Special eingeheftet, erstmals in der Aprilnummer. Das Special hebt sich optisch deutlich vom übrigen Heft ab und erhält mit «Ma Santé» – sozusagen als Heft im Heft – auch einen eigenen Titel. Um dem Thema Gesundheit  inhaltlich gerecht zu werden, wurde die Redaktion von Bon à Savoir mit Fachleuten erweitert.
Nun ist man in Lausanne gespannt, wie das erweiterte Heft bei den Abonnenten und Inserenten ankommt. Je nach Resonanz kann sich Irzan vorstellen, Ma Santé dereinst von Bon à Savoir zu lösen und eine Line Extension zu launchen. Doch ob es einmal soweit kommt, vermag sie derzeit nicht zu sagen.
Doch die Chancen dafür sind intakt. Denn vor dem Erscheinen von Bon à Savoir galt die Westschweiz in Sachen unabhängiger Konsumentenpresse als Einöde. Innerhalb von nur fünf Jahren erreichte der Titel bereits über 300 000 Leser, mittlerweile hat er mit 368 000 Lesern gar Ringiers längst etablierte Illustré (366 000 Leser) überholt. Punkto Reichweite (27,5 Prozent in der Romandie) darf Bon à Savoir zudem mit deutschsprachigen Titeln wie TV-täglich (27,8 Prozent in der Deutschschweiz), Schweizer Illustrierte (24,6), Beobachter (24,4) und K-Tipp (24,8) verglichen werden – notabene alles Titel mit rund einer Million Lesern. Durchaus denkbar also, dass Ma Santé ebenfalls einschlagen wird.
Weiterhin bei KI MediaMitte März
liess Publimag verlauten, dass ihr vier neue Vermarktungsmandate anvertraut worden seien, darunter auch jene von Bon à Savoir und Tout Compte Fait. Ist also die Agentur KI Media, die diese Titel seit deren Entstehung betreut, beim Verlag Editions Plus in Missgunst gefallen? Im Gegenteil, sagt Verlagsleiterin Ratna Irzan, KI Media betreue die Titel weiterhin, die Agentur bearbeite den Deutschschweizer Markt – «und dies mit Erfolg». In der Romandie hingegen arbeite Editions Plus schon seit 2002 mit einem anderen Partner zusammen, doch habe man sich vor einem Jahr von diesem getrennt. Nach einer Übergangsphase fand sich mit Publimag ein neuer Partner. Markus Knöpfli

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