Social Justice Award für Amnesty International

Der kreative Einsatz der Agentur Walker für Amnesty International hat sich gelohnt! Laut Pressemitteilung von Walker gewinnt Amnesty im Rahmen der 86th Annual Awards des ADC New York den Corbis Creativity for Social Justice Award für die Kampagne «Es geschieht nicht hier, aber jetzt».

 Der kreative Einsatz der Agentur Walker für Amnesty International hat sich gelohnt! Laut Pressemitteilung von Walker gewinnt Amnesty im Rahmen der 86th Annual Awards des ADC New York den Corbis Creativity for Social Justice Award für die Kampagne «Es geschieht nicht hier, aber jetzt».Diese Auszeichnung, die ein Preisgeld von 20’000$ beinhaltet, wurde dieses Jahr zum ersten Mal vergeben. Corbis CEO Steve Davis wird den Award im Rahmen der Gala vom 31. Mai in New York übergeben.
Daniel Bolomey, Generalsekretär von Amnesty International Schweiz, bedankte sich neben dem Art Director Club New York und Corbis auch bei Walker: Amnesty sei sehr glücklich, dass diese Kampagne zusammen mit Walker entwickelt werden konnte.

Peter Brun wird doch nicht Redaktionsleiter

Eigentlich hätte Peter Brun ab dem 1. Mai die Redaktionsleitung für die Ringier-Sendung KonsumTV übernehmen sollen. Nun vermeldet Ringier, dass der 38-jährige Medienprofi das Amt doch nicht antritt.

 Eigentlich hätte Peter Brun ab dem 1. Mai die Redaktionsleitung für die Ringier-Sendung KonsumTV übernehmen sollen. Nun vermeldet Ringier, dass der 38-jährige Medienprofi das Amt doch nicht antritt. Aus persönlichen Gründen verzichte Brun auf die neue berufliche Herausforderung, heisst es weiter. Er werde weiterhin als Leiter Kommunikation beim Reiseunternehmen Kuoni Schweiz tätig sein. Die Leitung der Redaktion übernimmt ad interim der Chefredaktor RingierTV Hannes Britschgi.

Mehr Chancen als Nutzung

RTVG Seit dem 1. April erlaubt das Radio- und TV-Gesetz neue Werbeformen. Doch bis jetzt sind die entsprechenden Angebote dünn gesät.

RTVG Seit dem 1. April erlaubt das Radio- und TV-Gesetz neue Werbeformen. Doch bis jetzt sind die entsprechenden Angebote dünn gesät.Berner gelten allgemein als langsam. Beim Thema TV-Werbung waren sie aber für einmal die Schnellsten. «TeleBärn hat als innovatives Regional-TV zusammen mit seiner Verkaufsorganisation conRadio-TV AG alle Vorbereitungen getroffen, um bereits ab Start des neuen RTVG/RTVV die Werbeform Split Screen den Werbeauftraggebern anzubieten», schrieb die zur Espace Media Groupe gehörende Conradio schon Mitte Januar. Das neue Angebot ist denn auch in der Tarifdokumentation 2007 enthalten: «Via Split Screen kann während einer laufenden Sendung ein Werbespot exklusiv platziert werden. Der Ton der Sendung läuft weiter, die Spotausstrahlung ist deshalb auf das Bild beschränkt», heisst es dort. Möglich ist der Split Screen derzeit bei fünf Sendungen und kostet je nach Zuschauerleistung 90 oder 100 Franken pro Sekunde. Das neue Angebot sei bei lokalen Firmen durchaus auf Interesse gestossen, in der Osterwoche werde zum ersten Mal ein Split Screen ausgestrahlt, sagt Conradio-Chef Martin Bürki (bis vor kurzem Mitarbeiter der Publisuisse). TeleBärn gehört übrigens auch zu jenen Sendern, die interaktive Werbung mittels Betty TV ausprobieren. «Dazu haben wir bisher aber weder klare Erkenntnisse noch ein Businessmodell», sagt Bürki. «Aber es ist wichtig, dass wir frühzeitig von den neuen Möglichkeiten profitieren.»
TeleBärn ist nicht nur der erste Sender unter den Regional-TVs der Deutschschweiz, der sich das neue RTVG direkt zu Nutze macht, er blieb bisher auch der einzige. Landauf, landab ist in keiner anderen Tarifdokumentation oder auf keiner TV-Website ein ähnliches Angebot auszumachen. Auch bei Tele Züri nicht. «Betreffend den neuen Sonderwerbeformen haben wir noch nichts entschieden», sagt denn auch Marco Genepretti, stellvertretender Leiter Verkauf beim Vermarkter Belcom. Weder MediaAgenturen noch Werbeauftraggeber hätten bisher danach verlangt.
Noch herrscht viel Unsicherheit Bei der zur PubliGroupe gehörenden Vermarkterin Radiotele tönt es ähnlich. «Wir haben noch nichts Konkretes diskutiert», sagt Sabine Körner, Head of TV. Sie nimmt an, dass die einzelnen Sender virtuelle Werbung oder Split Screen technisch bereits umsetzen können, sie weiss es aber nicht sicher. «Wir klären das dann ab, wenn es aktuell ist», sagt sie lapidar.
«Wir sind daran, zusammen mit den SRG-Programmen konkrete Angebote auszuarbeiten, Anfragen von Werbekunden hatten wir aber noch keine», sagt Peter Kaufmann, Leiter PR und Sponsoring der Marktleaderin Publisuisse. Kaufmann rechnet damit, dass die Publisuisse im zweiten Halbjahr 2007 solche Angebote lancieren wird, individuelle Lösungen seien auch früher denkbar. Kaufmann weist aber darauf hin, dass das RTVG der SRG Split Screen und virtuelle Werbung nur bei Sportübertragungen erlaube – doch da würden diese Formen oft von den Veranstaltern von vornherein vertraglich ausgeschlossen.
Erste Versuche mit den neuen Möglichkeiten wagen Cinecom und IP Multimedia, die Vermarkter ausländischer TV-Programm- und TV-Werbefenster. Die Cinecom nützt die Möglichkeit für häufigere Unterbrecherwerbung und wandelt von sich aus Werbeblöcke zwischen zwei Sendungen in Unterbrecherblöcke um – zum Preis der gebuchten Kampagnen. «Das bedeutet höhere Beachtung zum gleichen Preis», sagt COO Jean-Claude Bruhin. Für Split-Screen-Angebote fehlen dagegen noch die Vorgaben der Sender Sat.1, Kabel eins und 3+.
Anders steht es um die virtuelle Werbung. «Wir sind dafür sehr offen, doch muss jeder Anlass individuell angesehen werden, deshalb macht hier ein standardisiertes Angebot kaum Sinn», sagt Bruhin.
Auch IP Multimedia hat noch keine konkreten Angebote für Split Screen und virtuelle Werbung, doch sei man daran, «mit allen Sendern weitere Sonderwerbeformen exklusiv für Schweizer Kunden zu entwickeln», schreibt Siri Fischer, Head of Research und Product Management. Hingegen sei es «bereits auf ProSieben, RTL II und Viva Schweiz möglich, direkt in einer Sendung einen Spot, ein bewegtes Logo oder ein animiertes Produkt einzusetzen. Ebenso ist es möglich, ein klassisches Sponsoring alle zehn Minuten mit einem Insert des Sponsors zu verstärken.»
Was generell auffällt: Weitherum herrscht noch Unsicherheit über die konkrete Ausgestaltung der neuen Werbeformen. So gehen die meisten angefragten privaten Vermarkter davon aus, dass sie wie die SRG virtuelle Werbung nur bei Sportübertragungen einsetzen dürfen. Das dürfte ein Irrtum sein. Jean-Claude Bruhin von Cinecom weist daraufhin, dass virtuelle Werbung gemäss Artikel 15 der neuen Verordnung allgemein bei «einem von Dritten organisierten öffentlichen Ereignis» möglich sei. Das gibt den Privaten mehr Spielraum. Das Bundesamt für Kommunikation wird deshalb noch einige Aufklärungsarbeit leisten müssen.
Das dürfen Private und SRG neuerdingsGemäss dem neuen RTVG und der entsprechenden Verordnung dürfen private Programmveranstalter ihre Sendungen häufiger mit Werbung unterbrechen als bisher. Im Fernsehen sind neu Werbung auf getrenntem Bildschirm (Split Screen), virtuelle Werbung und interaktive Werbung erlaubt. Ausserdem dürfen private Radio- und lokal-regionale TV-Programme Werbung für Wein und Bier ausstrahlen. Letzteres bleibt dagegen der SRG untersagt, hingegen darf sie neu virtuelle und Split-Screen-Werbung ausstrahlen, allerdings nur während Sportsendungen. Zudem darf sie im Fernsehen ausserhalb der Prime Time länger dauernde Werbesendungen ausstrahlen. Product Placement ist sowohl Privaten als auch der SRG erlaubt.
Das forderten die WerbeauftraggeberDass die Nachfrage nach den neuen Sonderwerbeformen seitens der Werbeauftraggeber gering ist, erstaunt. Noch in seinem Jahresbericht 2005 kritisierte der Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA): «Die Angebotspolitik ist wenig innovativ. Sonderwerbeformen sind zu forcieren.» Das neue RTVG kommt den SWA-Erwartungen nun teilweise entgegen. Dass die SRG weiterhin Sendungen von mindestens 90 Minuten Dauer mit Werbung unterbrechen darf, liegt ganz auf der SWA-Linie, ebenso dass der SRG Product Placement doch erlaubt ist (im Verordnungsentwurf war dies nicht der Fall). Nicht durchsetzen konnte sich der SWA mit der Forderung, dass die SRG Split Screen und virtuelle Werbung auch ausserhalb von Sportsendungen einsetzen darf.
 
 
Markus Knöpfli

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Gattungswerbung Beim Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» hat die Jury die Sieger bestimmt.

Gattungswerbung Beim Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» hat die Jury die Sieger bestimmt. Zum zweitenmal sind zum Wettbewerb der Schweizer Presse «Das kann nur ein Inserat» junge Kreative statt bestandene Werbeagenturen eingeladen worden. «Die Ideen sind fast intellektueller ausgefallen. Die jungen Talente stehen ihren Vorgängern in keiner Weise nach», meint Projektleiter Pepi Burch vom Verband Schweizer Presse. «Obwohl es mit jedem Jahr schwieriger wird, sind die Aufgaben hervorragend gemeistert worden», freut sich auch Marketingleiter Toni Vetterli.Die jungen Kreativen bis Jahrgang 1978 haben insgesamt 86 Arbeiten eingereicht – acht mehr als im letzten Jahr. Zehn Sujets werden jetzt im Verlaufe des Jahres in millionenfacher Auflage in fast allen Schweizer Printmedien gedruckt werden. Zum Schluss wählt das Publikum die beste Anzeige. Eine Fachjury hat bereits die Ideen von Isabelle Hauser sowie Martin Arnold und Beni Haslimeier für die Finalteilnahme am bestYet in Paris ausgewählt.   
Andreas Panzeri

Guerilla-Girl

Telenovelas 80 Millionen Zuschauer in Südamerika und 7 Millionen in Deutschland können nicht irren: Telenovelas um hässliche Entlein, die in der Modeszene arbeiten, sind äusserst erfolgreich.

Telenovelas 80 Millionen Zuschauer in Südamerika und 7 Millionen in Deutschland können nicht irren: Telenovelas um hässliche Entlein, die in der Modeszene arbeiten, sind äusserst erfolgreich. Das hat jetzt auch 3+ entdeckt. Das junge Schweizer Fernsehen startete diese Woche noch vor ORF und Sat.1 mit der Kultserie «Ugly Betty». Die Idee basiert auf der kolumbianischen Telenovela «Yo soy Betty, la fea». Die «Hässliche» arbeitet bei einer Modezeitschrift. Und mit einer Modezeitschrift macht 3+ auch Werbung für seinen neuen Publikumshit jeden Dienstag um 20 Uhr. Für die Guerilla-Aktion ist das Titelblatt der Elle oder Amica kreativ verunstaltet worden. Wer das gemacht hat? In einer Telenovela darf man nie die Pointe verraten.

Dunkle Seiten

Ostern Publicis lässt für Chocolat Frey einen Osterhasen heissblütig ermorden.

Ostern Publicis lässt für Chocolat Frey einen Osterhasen heissblütig ermorden. Chocolat Frey lanciert zu Ostern verschiedene Produkte aus dunkler Schokolade – ganz nach dem Geschmack einer urbanen, vorwiegend weiblichen Zielgruppe. Publicis führt die zartbitteren Hasen mit dem Motto ein: «Entdecke die dunkle Seite in dir!» Einerseits per Anzeigen in Frauenzeitschriften und der Sonntagspresse, andererseits mit einem viral verbreiteten «Horror-Film». Im thrillermässig inszenierten Spot wird die Geschichte einer sexy Lady im Nachthemd erzählt, die sich – einem inneren Lusttrieb folgend – in schauderhafter Weise an einem dunklen Schokoladehasen vergeht.Damit dieser Spot erfolgreich unters Volk kommt, wird eine breite E-Mail-Welle losgetreten. Ausserdem trifft man den Film auf YouTube an, und der entsprechende Link wird über einschlägige Newsletter wie Ron Orp, 20 Minuten, Klassenfreunde, tilllate und andere gestreut.  Die Aktion läuft seit Mitte März und noch bis Ostern.    

Fisch.Meier.Direkt stockt personell auf

Das Kreativ-Team der Dialogagentur Fisch.Meier.Direkt wird seit kurzem durch Texter/Konzepter René Bucher, Art Director Jeannine Grabolle, Junior Texter Fabian Zahner und Grafik-Lehrling Raphael Schoen verstärkt.

 Das Kreativ-Team der Dialogagentur Fisch.Meier.Direkt wird seit kurzem durch Texter/Konzepter René Bucher, Art Director Jeannine Grabolle, Junior Texter Fabian Zahner und Grafik-Lehrling Raphael Schoen verstärkt.  
René Bucher ist seit Jahren in der Werbebrache verankert. Zuvor war er während sieben Jahren selbständiger Texter/Konzepter. In der Funktion arbeitete für diverse Schweizer Agenturen, darunter McCann-Erickson, Promovico Cato Johnson, Ogilvy&Mather, GKK Basel, Grendene, Honegger/vonMatt. Jeannine Grabolle ist ausgebildete Grafikerin und war während der letzten drei Jahre bei zogg.kettiger.gasser für nationale und internationale Kunden tätig und sammelte Erfahrungen in den Bereichen CI/CD, klassische Werbung, Eventmarketing und Direct Marketing. Fabian Zahner begann seine Textertätigkeit nach dem Studium in Journalismus und Organisationskommunikation an der Zürcher Fachhochschule Winterthur und war beim Newsletter Ron Orp’s tätig.

Schriftzeichen als Möbel 

Möbel Für die Bekanntmachung des asiatischen Möbelgeschäfts Lotos wurde die Werbeagentur Hochspannung mit der Entwicklung einer Plakat- und Inseratekampagne beauftragt.

Möbel Für die Bekanntmachung des asiatischen Möbelgeschäfts Lotos wurde die Werbeagentur Hochspannung mit der Entwicklung einer Plakat- und Inseratekampagne beauftragt. Die Agentur liess sich dabei von den  asiatischen Schriftzeichen inspirieren und machte aus ihnen Möbelstücke, indem sie die Wohnaccessoires, die Lotos führt, gekonnt auf die Schriftzeichen setzte. So steht ein thailändischer Buddha auf einem chinesischen Schriftzeichen und macht aus diesem einen asiatischen Tisch. Die Sujets werden ab sofort bis Ende April als Plakate, Inserate und Kinodias in Zürich und Umgebung eingesetzt. Eine zweite Welle folgt im Herbst.

3+ mit neuer Monatsrekordquote

Das junge Schweizer Fernsehen befindet sich weiter im Steigflug und erhöht seinen Marktanteil im März gegenüber dem Vormonat um 18 Prozent. Somit hat 3+ bereits mehr Zuschauer als alle anderen Schweizer Privatsender zusammen.

 Das junge Schweizer Fernsehen befindet sich weiter im Steigflug und erhöht seinen Marktanteil im März gegenüber dem Vormonat um 18 Prozent. Somit hat 3+ bereits mehr Zuschauer als alle anderen Schweizer Privatsender zusammen. Mit 3,3 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen und sogar 3,7 Prozent bei den 15-34 Jährigen in der Primetime (22:00 bis 22:29 Uhr) im März erreichte 3+ pro Woche 1,5 Millionen Zuschauer. Damit befindet sich 3+ schon fast auf Augenhöhe mit Sat 1 und überholt bei den 15- bis 49-Jährigen auch das ZDF, Kabel1, Super RTL und ORF2. Wie schon im Februar war auch im März C.S.I. die beliebteste Sendung, quotenmässig der beste Tag war der Donnerstag. Insgesamt erreichten im März 19 Sendungen in der Primetime über 5 Prozent Marktanteil bei den 15-49 Jährigen. Das Programm wird im April weiter ausgebaut: Neben «Ugly Betty» starten auch die beiden Serien «Office Girl und «Criminal Minds» in der Erstausstrahlung vor Sat1 und ORF1 sowie «Alias».

Beschnuppern ja, Verlobung nein

Regionalpresse Die Nordostschweiz ist gestartet – und wartet auf die Schaffhauser Nachrichten.

Regionalpresse Die Nordostschweiz ist gestartet – und wartet auf die Schaffhauser Nachrichten. Am 2. April begann die im letzten Januar angekündigte Kooperation der beiden Regionalzeitungen Landbote und Thurgauer Zeitung unter dem Titel Nordostschweiz. Augenfälligste Veränderung insbesondere für die Leserschaft der Thurgauer Zeitung ist der Umbau in eine Vierbundzeitung mit modernisiertem Layout, das weitgehend vom Landboten übernommen wurde. Über den Erfolg des neuen Auftritts der beiden Zeitungen lässt sich kurz nach dem Start noch kaum etwas sagen. «Veränderungen sind zunächst nicht gern gesehen», sagt TZ-Verlagsleiter Urs Bucher. Doch er ist überzeugt, dass sich schon nach einer bis zwei Wochen die Gewöhnungseffekte einstellen.Ganz in diesem Sinn haben die beiden Titel die Anzeigenpreise für ihr gemeinsames Inseratekombi Nordostschweiz gesenkt und gewähren Inserenten einen Kombirabatt von 15 Prozent gegenüber 8 Prozent bisher. Weiterhin ist auch die Kombination beider Titel zusammen mit den Schaffhauser Nachrichten, bekannt als Kombi 1, buchbar. Die höheren Rabatte hatten logischerweise zu Preisdiskussionen geführt. «Die entsprechenden Preisanpassungen haben wir jetzt gemacht», sagt Norbert Neininger, CEO der Schaffhauser Nachrichten.
Gemäss Urs Bucher bewegen sich diese Anpassungen im Bereich von ein bis zwei Prozent. Damit bleibt das Kombi 1 attraktiv und günstiger, als wenn Inserenten Nordostschweiz und Schaffhauser Nachrichten getrennt buchen. Ertragseinbussen dürften den Schaffhauser Nachrichten damit nicht entstehen, sagt Neininger. Nicht dabei ist sein Blatt beim neuen Immobilien- und Stellenanzeiger der Nordostschweiz.
Grundsätzlich sähe man beim Landboten und der Thurgauer Zeitung die Schaffhauser Nachrichten gern als Dritte im Bunde. Doch bisher begnügt man sich in Schaffhausen mit einer lockeren Zusammenarbeit (gelegentliche Produktion gemeinsamer Beilagen oder Austausch von redaktionellen Artikeln) und möchte nicht in eine engere Kooperation einsteigen. «Wir hätten die SN gern begrüsst», sagt Lothar Dostal, Verlagsleiter von Ziegler Druck, die den Landboten herausgibt. Jetzt führe man im Inseratebereich einfach Bestehendes weiter, was weniger Erfolg verspreche als eine Kooperation in allen Bereichen. Ende 2007 laufen bei der Nordostschweiz die Verträge mit der Publicitas aus. Dostal hofft, dass man sich bis dann auf der Achse Schaffhausen–Winterthur/ Frauenfeld etwas näher gekommen ist.   
René Worni

Publicis sticht für die Frauenzentrale ins Herz

Nur schon die Zahlen sind brutal: in jeder zehnten Schweizer Familie kommt häusliche Gewalt regelmässig vor. Grösstenteils sind Frauen und Kinder die Opfer. Die Zürcher Frauenzentrale (ZF) macht mit Unterstützung der Publicis darauf und auf das neue Gewaltschutzgesetz aufmerksam.

 Nur schon die Zahlen sind brutal: in jeder zehnten Schweizer Familie kommt häusliche Gewalt regelmässig vor. Grösstenteils sind Frauen und Kinder die Opfer. Die Zürcher Frauenzentrale (ZF) macht mit Unterstützung der Publicis darauf und auf das neue Gewaltschutzgesetz aufmerksam.  
Die Betroffenen mussten bisher oft die Familienwohnung verlassen und bei Familienangehörigen oder in Frauenhäusern Zuflucht suchen. Gesetzliche Grundlagen zu ihrem Schutz fehlten, doch mit dem neuen Gesetz ändert sich dies: Wer Gewalt ausübt oder mit Gewalt droht, kann von der Polizei weggewiesen oder in Gewahrsam genommen. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes startet im ganzen Kanton Zürich die Kampagne «Stopp häusliche Gewalt» der ZF, die sich für das neue Gesetz stark machte. Häusliche Gewalt darf niemals akzeptiert oder geduldet werden – so Auftrag an Publicis. Die Agentur dramatisiert die Problematik mit einem Spot, der Einblick gibt in den ganz normalen Alltag einer Frau mit einem gewalttätigen Ehemann. Gerade die unspektakuläre Umsetzung sorgt für einen Stich ins Herz. Vielleicht regt er zum Handeln an, wo viele bis anhin lieber geduldet haben.

Guter Werbemonat Februar

Mediafocus Im Februar 2007 stieg der Werbedruck um 8,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Das kumulierte Plus beträgt 13,2 Prozent.

Mediafocus Im Februar 2007 stieg der Werbedruck um 8,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Das kumulierte Plus beträgt 13,2 Prozent. In diesem Monat legten Internet, Tageszeitungen und die Publikumszeitschriften überdurchschnittlich zu, während die übrigen Mediengruppen steigenden beziehungsweise stagnierenden Werbedruck verzeichneten. Einzige Ausnahme ist das Kino mit stark rückläufiger Tendenz. Die stärksten Zuwächse verzeichneten politische Kampagnen (März-Abstimmungen), gemeinnützige Kampagnen, IT und Finanzen. Die Werbemärkte Tabakwaren, Energie und Getränke gingen dagegen kräftig zurück.  

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