DoubleClick eröffnet Werbebörse

Der amerikanische Online-Werbevermarkter DoubleClick kündigte am Mittwoch eine Werbebörse an. Werber und Webseitenbetreiber können bei diesem Dienst, der ähnlich wie die Nasdaq funktionieren soll, digitale Werbung kaufen und verkaufen. Erstmals werden dadurch Bieter und Anbieter direkt verbunden.

 Der amerikanische Online-Werbevermarkter DoubleClick kündigte am Mittwoch eine Werbebörse an. Werber und Webseitenbetreiber können bei diesem Dienst, der ähnlich wie die Nasdaq funktionieren soll, digitale Werbung kaufen und verkaufen. Erstmals werden dadurch Bieter und Anbieter direkt verbunden.  
Der gegen Ende Jahr erwartete Dienst soll den Wert des Unternehmens, um das Google, Yahoo und Microsoft derzeit buhlen, weiter steigern (derzeit rund zwei Mrd. Dollar). Wie es bei Pressetext.com heisst, bestehe derzeit für einen solchen Dienst grosse Nachfrage, Angebote gebe es hingegen noch kaum. Die grösste Herausforderung auf dem Markt seien Kontakte zu den Webseiten-Betreibern. Bereits stünden die grössten Verkäufer und Käufer auf der Kundenliste von DoubleClick, darunter AOL und MySpace.
Schon in fünf Jahren will das Unternehmen den Grossteil seiner Einnahmen aus der Werbebörse beziehen.  
Der Dienst schafft Transparenz: Oft wissen Werber nicht, auf welchen Webseiten ihre Anzeigen laufen. Dasselbe gilt für die bisher unübersichtlichen Preisstrukturen: Marktteilnehmer haben die Möglichkeit zu sehen, wie viel ihre Mitbewerber für bestimmte Anzeigen bieten. Gleichzeitig sorgt DoubleClick wie bei eBay dafür, dass die Webseitenbetreiber auch den höchst gebotenen Preis erhalten. Für jede gehandelte Anzeige auf seiner Börse verlangt DoubleClick eine Vermittlungsgebühr.

Ein besonderes Casting

Mode Die Hairstyling-Marke got2b von Schwarzkopf sucht einen Trendscout, der für sie auf Welttour gehen soll.

Mode Die Hairstyling-Marke got2b von Schwarzkopf sucht einen Trendscout, der für sie auf Welttour gehen soll. Wer diesen Sommer zum Got2b-Trendscout gewählt wird, auf den wartet der absolute Traumjob. Denn der Auserwählte darf auf Reisen gehen, zwischen sechs Modemetropolen hin und her jetten, auf Kosten von got2b leben und eben als Trendsetter fungieren. Unterwegs ganz alleine für die Hairstyling-Marke von Schwarzkopf. Die Mission ist einfach: aufspüren von Trends und Streetstyles. Einzige Verpflichtung des Trendscouts ist die regelmässige Modeberichterstattung aus Städten wie Tokio oder London. Der Trendscout geht auf die Strasse und lichtet Menschen mit Stil ab. Modefreaks konnten sich für diesen Traumjob bis am 31. März bewerben. Hinter dieser Trendscout-Kampagne steckt die Agentur Noise. Sie hat das Casting für got2b ins Leben gerufen. Seit Mitte Januar konnten sich Kandidaten auf got2b-trendscout.ch registrieren und so beim Wettbewerb mitmachen. Innerhalb von zwei Monaten gingen 140 Bewerbungen ein. Mehr als 12 000 User besuchten die Fashion-Plattform von got2b. Diese Woche geht die Kampagne in eine zweite Phase. Die Jury, darunter Ex-Miss-Schweiz Mahara McKay, tagt und wählt die besten 20 Bewerber aus. Diese werden der Community präsentiert, die dann die besten 8 in einem demokratischen Wahlverfahren in den Final kürt. In der letzten Phase müssen die Kandidaten der Jury den Streetstyle von morgen vorstellen. Der Sieger ist dann der offizielle Got2b-Trendscout.
Kampagne mit WirkungAus der Kampagne, die ursprünglich eine Below-the-Line-Story hätte werden sollen, ist eine nationale Casting-Kampagne geworden. Bei der urbanen und trendaffinen Käuferschaft kommt dies gut an. Auch die Medien entdeckten die Kampagne und berichteten regelmässig über das Casting.
Mit der Idee demonstrierte die Zürcher Werbeagentur Noise, dass sich mit weniger Budget als die Konkurrenz L’Oréal oder Fructis ebenso grosse Erfolge erzielen lassen.
Mit Einfallsreichtum und Kleinarbeit zeigt Noise, dass Kreativität genauso viel Wert hat wie eine Media-Million. So wurden beispielsweise Ausbildungsstätten mit kreativer Ausrichtung direkt angegangen und ihre Lehrerschaft mit einem attraktiven Paket dazu bewogen, ihre Schüler zur Teilnahme aufzufordern. Das Thema wurde von einzelnen Klassen sogar in den Unterricht eingebaut. Viele solcher Massnahmen charakterisieren die Got2b-Kampagne. Eine Mediaplanung frei nach dem Motto: Viele kleine Bäche ergeben auch einen Fluss.
Christian Lüscher

Mehr Infos: www.got2b-trendscout.ch?

Stopp häusliche Gewalt

Prävention II Die Zürcher Frauenzentrale (ZF) startet zeitgleich mit dem Inkrafttreten des neuen Gewaltschutzgesetzes die Kampagne «Stopp häusliche Gewalt». Häusliche Gewalt dürfe nicht akzeptiert werden, lautete der Auftrag an Publicis.

Prävention II Die Zürcher Frauenzentrale (ZF) startet zeitgleich mit dem Inkrafttreten des neuen Gewaltschutzgesetzes die Kampagne «Stopp häusliche Gewalt». Häusliche Gewalt dürfe nicht akzeptiert werden, lautete der Auftrag an Publicis. Im Spot wird der Alltag einer ganz normalen Frau mit einem gewalttätigen Ehemann gezeigt. Die leise filmische Umsetzung und die feinfühlige Dramaturgie unterstreichen die Brisanz. Das Plakat zeigt einen Frauenmund. Sinnlich, aber mit fehlenden Zähnen, ergänzt mit den Textelementen «Er liebt mich» oder «Er liebt mich nicht».

Ring frei für Creative Suite 3

Publishing Mit der Creative Suite 3 stellt sich Adobe den grösser gewordenen Anforderungen.

Publishing Mit der Creative Suite 3 stellt sich Adobe den grösser gewordenen Anforderungen.Seit Apple Anfang 2006 seine ersten Intel-basierenden Rechner ausgeliefert hat, warten die mit Mac OS X arbeitenden Desktop- und Webpublisher sowie die Videoproduzenten auf die angepassten Produkte von Adobe – und damit vor allem auf die Programmkollektion(en) Creative Suite 3. Was die Verfügbarkeit angeht, musste der amerikanische Software-Gigant lange passen, denn der Chip-Wechsel seitens Apple kam für Adobe zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen war neben der Weiterentwicklung seiner Produkte auch noch mit der Integration des Software-Produzenten Macromedia beschäftigt. Zudem soll sich der Umstieg auch dank teils veraltetem Software-Code in verschiedenen Programmen verzögert haben. So war im professionellen Umfeld bislang nur Adobe Acrobat 8 in den Genuss gekommen, «nativ» auf neuen Apple-Rechnern zu laufen. Neues Design, aussen und innenDas Warten auf die Creative Suite 3 hat sich vor allem für jene Apple-Anwender gelohnt, die bereits die neuen Intel-Rechner einsetzen. Sämtliche auf einem MacBook Pro getesteten Applikationen der Creative Suite 3 Design Premium laufen bereits in der uns vorliegenden Pre-Release-Version sehr flüssig. Aber nicht nur Anwender von Apples neuer Rechnergeneration, sondern auch User von PowerPC-Rechnern oder Anwender der Betriebssysteme Windows XP und Windows Vista profitieren von schnelleren Applikationen. Wer künftig die Produkte des «grössten Software-Releases in der 25-jährigen Geschichte von Adobe» einsetzt, profitiert neben dem Geschwindigkeitszuwachs auch davon, dass Kerntechnologien wie etwa die Photoshop-Engine programmübergreifend zur Verfügung stehen. Damit können zum Beispiel auf Bitmap-Daten anwendbare Filter auch in anderen Applikationen als Photoshop eingesetzt werden. Darüber hinaus gefällt vor allem die deutlich verbesserte Integration zwischen den Adobe-Applikationen auch mit den ursprünglich von Macromedia entwickelten Programmen. Der einfachere Austausch von Bildern und Grafiken aus zum Beispiel Photoshop und Illustrator mit Flash und Premiere oder der auf dem XHTML-Standard basierende Content-Austausch zwischen InDesign und Dreamweaver erspart Anwendern viele bisher notwendige Zwischenschritte.
Mit der Einführung der neuen Creative-Suite-Produktelinie ändert Adobe auch das Verpackungsdesign. Die bisherigen Motive der Schachteln werden durch abstrakt farbige Verpackungen ersetzt. Darüber hinaus kippt Adobe die über viele Jahre verwendeten Programmabbildungen; Venus (Illustrator), Schmetterling (InDesign) etc. verschwinden damit vermutlich für immer vom Splashscreen. Ersetzt werden auch die bislang verwendeten Programm-Icons durch neu aus zwei Buchstaben bestehende Piktogramme, die direkter auf das Programm hinweisen. Ps (für Photoshop), Dw (für Dreamweaver) etc. sind damit besser im Mac-Dock oder der Windows-Task-Leiste identifizierbar als die bisher verwendeten Symbole. Die Splashscreens der Programme bekommen mit dem Relaunch neben einem neuen Design eine zusätzliche Funktion: Sie ermöglichen Zugang zu bereits geöffneten Dokumenten, sind Basis zum Erstellen von Dateien oder – je nach Applikation – zum Erzeugen von vorlagenbasierten Dokumenten.
Mehr Suites – und mehr BedienkomfortMit dem Launch der Creative-Suite-3-Produktelinie (Verfügbarkeit siehe Interview auf Seite 23) aktualisiert Adobe darüber hinaus in einem Zug seine sämtlichen Publishing-Produkte – Ausnahme ist wie erwähnt Adobe Acrobat 8, das bereits im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Der Konzern schnürt dazu, je nachdem wie man zählt, vier oder sechs Software-Suites für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anwender (siehe Kasten links). Klaus Kurz, Manager Business Development bei Adobe Systems, begründete diese neuen Produktzusammenzüge an einer in Zürich durchgeführten Pressekonferenz damit, dass der Konzern mit den Suiten nun besser die Bedürfnisse des Print- und Webpublishing, die Ausgabe auf mobile Endgeräte sowie die Erstellung von interaktiven Inhalten oder Videoinhalten befriedigen könne.
Für den Publishing-Alltag hat Adobe ein intuitiveres Bedienkonzept implementiert. Damit finden sich Anwender schneller in Programmen zurecht, die sie bislang vielleicht noch nicht eingesetzt haben. Besser bedienbar werden die Applikationen durch die neu am rechten Bildschirmrand andockbaren Paletten, die Adobe in der englischen Testversion nicht mehr als Paletten, sondern als «Panels» bezeichnet. Diese Panels lassen sich jederzeit als Gruppe herausnehmen und wieder an den Ursprungsort zurücklegen. Die links angeordnete Hauptpalette kann in allen Programmen nicht mehr nur zwei-, sondern neu auch einreihig abgebildet werden, was ebenfalls mehr Platz auf dem Monitor für das Wesentliche schafft.
Brücke zu neuen UfernMit der neuen Adobe Bridge erreichen Anwender der neuen Adobe-Applikationen/Suites neue Ufer. Dies zumindest, wenn es um den deutlich schnelleren Zugriff und um die Verwaltung von Elementen wie Bildern, Dokumenten, Bewegtbildern oder gar Animationen geht. Die neue Adobe Bridge, die mit jedem Einzelprodukt wie auch mit jeder Suite ausgeliefert wird, zeigt auf Wunsch auch sämtliche in Unterordnern enthaltenen Bilder direkt an, ohne dass die Ordner separat angesteuert werden müssten. Neu lassen sich in der Bridge verwaltete Bilder auch direkt vergleichen und sogar auf RAW-Datenbasis (dem unveränderten Rohbilddatenbestand der Digitalkamera) Farbanpassungen oder andere Korrekturen einzelner oder mehrerer ausgewählter Bilder vornehmen. Die Adobe Bridge hat damit das Potenzial, sich zur Drehscheibe im Print-, Web- oder Videopublishing zu entwickeln.
Device Central: Ausgabezentrale für Print, Web, Video und MobileUm dem Publishing-Trend, der Abbildung von interaktiven Inhalten auf mobilen Telefonen, Playstations und/oder portablen Geräten, gerecht zu werden, hat Adobe die Applikation Device Central entwickelt. Damit lässt sich, teilweise nur per Tastendruck, visualisieren, wie der soeben produzierte Inhalt auf einem Ausgabegerät – klassisches Beispiel wäre ein Handy – daherkommt. Dabei kann innerhalb der Applikation nicht nur nach Marke und Modell unterschieden werden, sondern es lassen sich am «virtuellen Gerät» neben der Bedienung sogar unterschiedliche Lichtumgebungen simulieren. Derart kann eine Animation, ein innerhalb einer Flash-Umgebung entwickeltes Game oder auch Webcontent zum Beispiel durch Ändern des Kontrasts oder von Farben an reale Bedingungen angepasst werden.
Illustrator und der neue Umgang mit FarbkombinationenDie Funktionen der CS3-Applikationen aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen – Interessierte finden dazu Informationen im Kasten unten. Als eine Ausnahme soll jedoch ein neuer Ansatz in Adobe Illustrator CS3 vorgestellt werden, der einen neuen Umgang mit Farben ermöglicht. Zum einen können durch das Anwenden von Farbkombinationen an erstellten Designs experimentiert oder daraus Varianten entwickelt werden. Zudem hat Adobe Farbmuster (Swatches) vorbereitet, mit der sich sehr einfach und schnell Design-Richtungen darstellen lassen. Derart lässt sich etwa für ein vierfarbig konzipiertes Design eine Design-Alternative für eine zweifarbige Variante als Vorschau abbilden und schliesslich anwenden. Mittels Live Color können zudem Farben dynamisch auf ausgewählte Objekte angewandt werden. Die Farben lassen sich dabei frei im nach Farbraum oder Helligkeit ausgewählten Farbkreis selektionieren oder in Beziehung zueinander bringen.
Damit noch lange nicht genug: So können Swatches auf der Website http://kuler.adobe.com zusammengestellt, bewertet, heruntergeladen oder zum Download bereitgestellt werden. Dies ist ein sehr interessanter Ansatz, dessen Potenzial noch nicht abzusehen ist. Denkbar wäre etwa das dezentrale Zurverfügungstellen von Hausfarben eines Unternehmens.
Fazit: Gelungener RelaunchIn den getesteten Programmen der Beta-Version verbergen sich noch eine Reihe kleinerer Ungereimtheiten. So können in Adobe Flash noch keine Swatches geladen werden – auch funktioniert der Zugang zu den Präferenzen mit «Befehl-K» nur in den angestammten Adobe-Produkten; Flash, Dreamweaver und Device Central müssen und werden wohl an der einen oder anderen Stelle in späteren Updates oder Versionen angepasst werden. Die Paletten in Dreamweaver wurden zwar verbessert, sind aber ebenfalls noch nicht an das neue Adobe-Software-Design angepasst. Und das nette Feature in Illustrator, den Grauwert und damit die Erscheinung der Paletten einzustellen, findet man in sämtlichen anderen Applikationen noch vergeblich.
Die Summe der Vorteile wiegt diese kleinen Defizite jedoch leicht auf. Vor allem die deutlich verbesserte Integration zwischen den Applikationen gefällt. Hieraus ergeben sich in der Praxis klare Produktivitätsvorteile, die sich noch gar nicht vollumfänglich abschätzen lassen.
Die deutlich schnellere Adobe Bridge und Device Central sind weitere wesentliche Highlights der Creative Suite CS3 Design Premium. Photoshop Design Extended dürfte vor allem bei Entwicklern und Designern von Verpackungen auf Zustimmung stossen – der XHTML-Export aus InDesign mehr bei Webpublishern.
Die Vorteile, die die Web- und Production-Suites mit sich bringen, sind eine andere Geschichte – und die soll ein anderes Mal erzählt werden.
19 Programme, 4 Suites bzw. 6 EditionenDie Übersicht zu behalten, welches Programm wohin gehört, ist bei den Adobe-Produkten kein einfaches Unterfangen mehr. Die 19 Applikationen werden in neu 4 «Suites» (Programmsammlungen) für 4 Medienkanäle angeboten. Alle Programme, mit Ausnahme von Acrobat 8, kommen dabei in neuen Versionen auf den Markt.
Das traditionelle Desktop-Publishing wird mit der Adobe Creative Suite 3 Design abgedeckt. InDesign, Photoshop, Illustrator und Acrobat 8 sind in der Standard-Edition zusammengefasst. Das Premiumpaket, die Adobe Creative Suite 3 Design Premium, enthält zusätzlich Flash und Dreamweaver sowie Photoshop Extended anstelle der normalen Photoshop-Version.
Auch die Adobe Creative Suite 3 Web ist als Standard-Paket (Flash Professional, Dreamweaver, Fireworks, Contribute) und – ergänzt mit Photoshop Extended, Illustrator und Acrobat 8 – als Edition Adobe Creative Suite 3 Web Premium zu haben.
Für den Bereich Postproduktion gibt es nur ein Premiumpaket: Adobe Creative Suite 3 Production Premium. Diese Suite beinhaltet After Effects, Adobe Premiere Pro, Flash Professional, Photoshop Extended, Illustrator, Soundbooth und Encore.
 
Die Adobe Creative Suite 3 Master Collection schliesslich beinhaltet als Krönung sämtliche Applikationen.
Ausgewählte Neuerungen der Creative Suite 3 Design PremiumWer glaubt, dass sich im Photoshop nichts mehr verbessern lässt, wird mit dem Launch von Photoshop CS3 eines Besseren belehrt.
 
– Highlight des Bildbearbeitungsklassikers sind etwa neue Möglichkeiten, um entsprechend fotografierte Bilder automatisiert zu einem Panoramabild zusammenzuführen. Intelligente Filter passen die Bilder dabei derart an, dass kaum Übergänge zwischen den Einzelbildern zu sehen sind.
– Eine neue Art zum Freistellen von Objekten oder Personen erlaubt das neue Quick-Selection-Tool. Statt wie mit dem Zauberstab das Objekt von aussen her freizustellen, geht dieses Werkzeug vom Objekt aus und erkennt selbstständig zugehörige Bereiche.
– Besonders gefällt auch die Schwarzweissumwandlung auf High-End-Niveau: Basierend auf den Original-Farben, können einzelne Farben ausgewählt und so die Umwandlung kontrastreicher gestaltet werden.
– Eine weitere, wesentliche Neuerung ist, dass Bilder manipuliert werden können, ohne die Datenbasis zu verändern bzw. zu zerstören. Diese bereits unter Photoshop CS 2 mit der Technologie Smart Objects eingeführte «Non-destructive»-Verarbeitung wurde nun auf die Anwendung von Filtern ausgeweitet. Damit muss ein Filter nicht ins Bild verrechnet werden und bleibt veränderbar. Die Filterfunktion kann jederzeit verändert oder weggenommen werden.
– Durch die Verwendung von Fluchtpunkten können Bilder perspektivisch bearbeitet werden.
Mit der Einführung von Photoshop CS3 Extended bietet Adobe ein zusätzliches Programm an, das in allen Premium-Suites sowie in der Master Collection enthalten ist.
– Das Programm ermöglicht dank Importfilter das Aufbringen von importierten oder erstellten 3D-Elementen. Diese können frei gedreht werden, Perspektive und Beleuchtung lassen sich ändern. Photoshop CS3 Extended enthält zudem diverse Funktionen, die vor allem in den Bereichen Architektur und Medizin von Interesse sind.
Die Version InDesign CS3 ist eine deutliche Erweiterung der Vorgängerversion.
– So stehen in Adobes Layoutprogramm nun auch Photoshop-Effekte zur Verfügung – dies wäre damit dann eine andere Art der «Non destructive»-Bildverarbeitung.
– Effekte wie Schlagschatten oder Prägungen lassen sich entweder direkt oder via Objektstile auf platzierte Bilder anwenden.
– Praktisch für den Anwender ist, dass die Seitenpalette nun kleine Seitenvorschauen bereithält.
– Das Setzen von Tabellen wird durch neue Tabellen- und Zellen-Stilvorlagen deutlich vereinfacht.
– Neu können Bilder und Grafiken (auch Text wäre möglich) in einem Aufwasch geladen und, ohne wieder in den Dialog «Platzieren» wechseln zu müssen, nach und nach in Bildrahmen geladen werden. Der Mouse-Zeiger wird dabei zum Bild-Browser und hält kleine Vorschauen bereit. Mittels Cursor-Tasten rechts/links können die Bilder ausgewählt und durch Klick platziert werden.
– Als Schnittstelle zum Web setzt InDesign CS3 auf XHTML. Verwendete Stilvorlagen können zum Beispiel in Adobe Dreamweaver auf Basis von CSS-Vorlagen weiterverarbeitet werden oder es kann auf bestehende Cascading Style Sheets zurückgegriffen werden.
– Formatierter Text lässt sich direkt in Adobe GoLive übernehmen.
– Neu lassen sich InDesign-Dokumente ineinander verschachteln. Derart können zum Beispiel Inserate in der Magazinproduktion oder andere Seitenteile separat produziert und diese damit einfach aktualisiert werden.
– Dank neuer Variablen können – ausgehend von Musterseiten – automatisch Kolumnentitel oder einfache Kopf- bzw. Fusszeilen generiert werden. Die Steuerung erfolgt durch im Text auf der entsprechenden Seite hinterlegte Variablen.
– Musterseiten können aus bestehenden InDesign-Dokumenten angefügt werden.
– Praktisch: Die Funktion «Mehrfach duplizieren» enthält eine Vorschau-Funktion.
– Und: Adobe InCopy und InDesign Server werden auch als CS3-Varianten erhältlich sein.
Stark angepasst an das Interface der anderen Adobe-Produkte wurde Adobe Flash CS3 Professional.
– Anwender von Photoshop CS3 und Flash CS3 werden es schätzen, dass Flash nun Photoshop-Dateien mit sämtlichen Ebenen und anderen Attributen auf die Flash-«Bühne» importieren kann.
– Darüber hinaus können innerhalb Flash CS3 auch Vektorgrafiken erstellt werden.
– Weitere Neuerungen sind eine komplett neue Bedieneroberfläche sowie eine überarbeitete Version der Skriptsprache ActionScript.
Webpublisher finden im Dreamweaver CS3 ein deutlich verbessertes, intuitiver zu bedienendes Werkzeug vor.
– Highlight der neuen Version ist ein so genanntes Spry-Framework. Mittels dieses Frameworks erhalten Anwender einen besseren und intuitiveren Zugang zu Ajax, das seinerseits den Austausch einzelner Seitenelemente einer Webseite erlaubt, ohne dass diese komplett neu geladen werden muss. Spry ist dabei die Entwicklerumgebung, die zum Beispiel das Erstellen typischer Elemente wie Formulare, Tabellen etc. deutlich vereinfacht.
– Webdesigner dürften sich zudem auch hier über eine verbesserte Integration mit den anderen Adobe-Produkten freuen.
– Ein weiteres wichtiges, neues Fea-ture ist der Webbrowser-Kompatibilitätstest, der Problemstellen aufzeigt und Workarounds bereithält, die aus Aktualitätsgründen im Internet zugänglich sind.
– Besonders praktisch sind vorgefertigte CSS-Layouts, die vor allem jenen Anwendern entgegen kommen, die sich mit dieser Technologie noch nicht so gut auskennen, aber nicht auf die Vorteile von CSS verzichten möchten.
Funktionen von Adobe Illustrator, Adobe Bridge CS3 und Adobe Device Central sind im Artikel erläutert.
Jürgen Franck

Die Klappe, zum zweiten

Nach einem Jahr Pause gibt es einen Relaunch für das Werbefilmfestival Die Klappe. Anmelden kann man sich bis am 15. April.

 Nach einem Jahr Pause gibt es einen Relaunch für das Werbefilmfestival Die Klappe. Anmelden kann man sich bis am 15. April.  
«Action: Die Klappe, zum zweiten!»: Das führende Werbefilmfestival im deutschsprachigen Raum soll nach einem Jahr Pause in junger Frische neu lanciert werden. Die Veranstalter wünschen sich insbesondere mehr Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz.
 
Seit 27 Jahren gibt es Die Klappe. Jetzt soll mit dem Festival 2007 eine neue Grösse angestrebt werden. Der Kommunikationsverband als Veranstalter will den Werbefilm-Wettbewerb «zur internationalen Benchmark» machen. Dazu geht Die Klappe 27 einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg vom deutschsprachigen Kreativpreis zu einem «führenden internationalen Award für herausragende Film- und Bewegtbild-Kommunikation». Auch neue Kategorien wie «Internet» und «Mobile Devices» sind jetzt wichtige Elemente des Wettbewerbs.
 
Die Jury wird neu zu je einem Drittel mit namhaften Vertretern von Agenturen, Auftraggebern und anderen Dienstleistern wie zum Beispiel Filmproduktionen zusammen gesetzt. Das soll «ein Höchstmass an Objektivität und Transparenz gewährleisten», wie Klaus Flettner, der Präsident des Kommunikationsverbandes hofft. Präsident der Jury ist Amir Kassaei, der Geschäftsführer Kreation von DDB Germany. Als weitere Jurymitglieder 2007 bereits bestimmt sind Andreas Grabarz (Grabarz & Partner), Guido Heffels (Heimat), André Kemper (kempertrautmann), Delle Krause (Ogilvy & Mather), Johannes Krammer (TBWA/Wien), Thomas Knops (Nokia Europe), Ralf Lanzrath (Fujitsu Siemens Computers), Claudia Willvonseder (Ikea Deutschland), Oliver Klein (cherrypicker), Harald Nebel (new business), Philip Schwinger (ffp Wien) und Mark von Seydlitz (made in munich Filmproduktion), Jörg Schäffken (InBev), Kirsten Missfeld (Warsteiner).
 
Teilnehmende Agenturen, Produktionsfirmen, Unternehmen und Institutionen können sich bis am 15. April 2007 unter www.dieklappe.de online anmelden. Die entscheidende Jurysitzung findet im Mai statt. Die Preisverleihung ist in Hamburg oder Berlin.

(K)ein Unglück bringt Geld

Versicherungen Wirz illustriert, wieso es sich doppelt lohnt, seinen Hausrat bei der Mobiliar zu versichern.

Versicherungen Wirz illustriert, wieso es sich doppelt lohnt, seinen Hausrat bei der Mobiliar zu versichern.Das Reizwort «Erfolgsbeteiligung» hat einen schalen Nachgeschmack bekommen, seit wir es in letzter Zeit meistens nur noch im Zusammenhang mit exorbitanten Boni für geldgierige Manager zu hören bekommen. Einen ganz anderen und äusserst sympathischen Klang hat das Wort aber für die rund 1,2 Millionen, die ihren Hausrat bei der Mobiliar versichert haben. Die Nummer eins der Haushaltversicherer in der Schweiz beteiligt ihre Kunden nämlich regelmässig am Gewinn, wenn das Versicherungsgeschäft für den Risikoträger gut gelaufen ist. Das heisst: Die Mobiliar zahlt auch ohne Schaden. Möglich macht dies die Überschussbeteiligung, welche die Mobiliar als Genossenschaft ihren Kunden auszahlt. Dieses Jahr dürfen sich alle mit einer Haushaltsversicherung freuen – sie zahlen 20 Prozent weniger Prämie. Es kommen nämlich über 100 Millionen Franken zur Auszahlung.
Für diese frohe Botschaft der Mobiliar hat Wirz Werbung drei Printsujets ausgearbeitet, auf denen jeweils auf einem Bild zwei unterschiedliche Geschichten erzählt werden. Die aufwändigen, fast fotorealistischen Bilder wurden von Ilan Hamra in vielen Detailaufnahmen fotografiert und dann am Computer neu kombiniert oder «composed».
Parallel zu den Anzeigen kommen zwei TV-Spots zum Einsatz, bei denen die «Side-by-Side»-Story auf raffinierte Art und Weise in den Film übertragen wurde. Die Zuschauer am Fernsehen dürften zuerst an einen technischen Fehler in der Ablaufregie glauben, wenn hintereinander zweimal der gleiche Werbespot läuft. Die Irritation ist aber beabsichtigt. Die Zuschauer harren gespannt der Dinge – um dann zu entdecken, dass der zweite Spot eine völlig andere Auflösung hat. Die Story mit einem nächtlichen Einbrecher endet im ersten Fall erfolgreich für den Einbrecher. Bei der zweiten Version macht der Dieb einen Fehler und klemmt sich selber am Fenster fest. Eine andere Geschichte illustriert, wie ein Modellflugzeug im ersten Spot ein Fenster in Scherben hinterlässt. In der zweiten Version fliegt das Flugzeug kunstvoll gesteuert und somit unbehelligt durch das Haus hindurch und kommt auf der anderen Seite wieder raus. «Ein Schaden und wir zahlen», erklärt der Kommentar im ersten Spot. «Kein Schaden und wir zahlen auch. Mobiliar. Die Genossenschaft, die ihre Kunden am Erfolg beteiligt», heisst es in der nahtlos folgenden zweiten Fassung.
«Diese beiden fast identischen Spots gleich hintereinander bilden einen neuen Mechanismus, der so noch nie angewendet worden ist», freut sich CD Matthias Freuler. Derart neu mit dem alten Medium Film gearbeitet hat für Mobiliar einmal mehr die Produktionsfirma Wirz & Fraefel unter der Regie von «Cannes Photographer» Ernst Wirz. Der witzig dazu gemixte Sound ist von Jinge Jungle.   
 
Andreas Panzeri

Auch Eierköpfe sind zerbrechlich

Unfallverhütung Ruf Lanz hat für die Suva im Osternest ein neues Werbemittel gefunden.

Unfallverhütung Ruf Lanz hat für die Suva im Osternest ein neues Werbemittel gefunden.Das Gelbe vom Ei finden – das ist für eine Kreativagentur bei jedem Briefing wieder die neue Herausforderung. Welches Medium kommuniziert die Botschaft optimal? SMS, viraler Film, Guerilla-Plakate, ein Zeppelin mit Megaposter? Nichts dergleichen, sondern ganz simpel die Kernzelle unseres Lebens als Trägerin eines Aufrufs hat Ruf Lanz jetzt für Suva neu entdeckt. Am Mittwoch vor Ostern verteilten Promotionsteams in Zürich, Basel, Bern, Luzern, Winterthur, St. Gallen, Genf und Lausanne über 20000 Ostereier an die Passanten. Auf jedes Ei ist kunstvoll ein menschliches Gesicht gedruckt sowie die Präventionsbotschaft: «Ihr Kopf ist zerbrechlich: Velohelm tragen.»
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva unternimmt vieles, damit Unfälle und die damit verbundenen Kosten gar nicht erst entstehen. Die Erhöhung der Freizeitsicherheit nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Denn auf Grund des aktiveren Freizeitverhaltens passieren heute deutlich mehr Nichtberufsunfälle als Berufsunfälle. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die Suva und die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) in der Förderung des Velohelmtragens zusammen. Mit Erfolg: Die Helmtragquote steigt Jahr für Jahr. Allein im letzten Jahr ist der Anteil der Velofahrenden, die freiwillig einen Helm tragen, von 34 auf 39 Prozent gestiegen. Zu diesem Erfolg beigetragen haben die vielfach preisgekrönten Präventionskampagnen von Ruf Lanz.
Andreas Panzeri

Die grösste Werbeplattform der Welt

Internet-TV In den USA rüsten die Konzerne ihre Web-TV- Angebote auf. Doch selbst bei Google weiss man nicht, ob sich mit YouTube auch Geld verdienen lässt.

Internet-TV In den USA rüsten die Konzerne ihre Web-TV- Angebote auf. Doch selbst bei Google weiss man nicht, ob sich mit YouTube auch Geld verdienen lässt.
Die Profis der amerikanischen Medienindustrie beschäftigt derzeit nur noch eines: Internet-TV. Online-Videos, wie die Kategorie auch genannt wird, ist eine der am schnellsten wachsenden Werbeformen. Die anarchische File-Sharing-Site YouTube verzeichnete im Januar mit einem Marktanteil von 43 Prozent bei weitem die meisten Besucher aller Video-Anbieter. Die grossen Player haben deshalb dieser phänomenalen Popularität von Googles Akquisition kaum etwas entgegenzusetzen. Sogar die Community Site MySpace, die zur NewsCorporation gehört, wirkte da auf dem zweiten Platz mit mageren 16 Prozent weit abgeschlagen, ganz zu schweigen von Google-Video und AOL-Video mit 11 beziehungsweise 7 Prozent. Obwohl es viele Anbieter zahlenmässig nicht unter die Top Ten schaffen wie zum Beispiel Apple-TV mit seinem Video-Download-Service auf iTunes, müssen sich die traditionellen Medienkonzerne, die den Content produzieren, allmählich etwas einfallen lassen, damit sie auf dem Online-Markt gegen die Technologiekonzerne mithalten können.
Am meisten Aufsehen erregt dabei das Konkurrenzprojekt von NBC Universal und der NewsCorporation, die jetzt den Launch einer Konkurrenzseite für Internetvideos angekündigt haben. Diese hat zwar noch keinen Namen, soll aber professioneller gestaltet sein als YouTube, wo sich unzählige Amateur-Videomacher tummeln. Doch damit nicht genug: Auch MySpace soll demnächst eine Schwesterseite mit dem noch provisorischen Namen MySpace-TV bekommen, wo die Nutzer Content downloaden können, den sie sonst nirgends zu sehen bekommen. «Es gibt mit Sicherheit Bedarf für weitere YouTubes», glaubt Eli Noam, Professor für Medienwirtschaft an der New Yorker Columbia Universität. «Auch der Aspekt des Social Networking ist weiterhin cool und trendy.»
Medienkonzerne wollen sich ihr Kuchenstück sichernObwohl die werbetreibenden Unternehmen derzeit nur einen Bruchteil ihrer Budgets in Online-Videowerbung stecken, wollen sich die Medienkonzerne frühzeitig als Werbepartner etablieren. Welche der Internet-TV-Seiten sich am Ende finanziell rechnen werden, ist freilich völlig offen. Denn bis heute ist ungelöst, auf welche Weise selbst YouTube einen Profit abwerfen soll. «Wir haben YouTube wegen seines Community-Aspekts gekauft», sagte GoogleCEO Eric Schmidt kürzlich. «Allgegenwärtigkeit kommt vor Einnahmen.» Bisherige Bemühungen, Werbung vor die Videos zu stellen, kommen nur schleppend voran, weil die Qualität der YouTube-Videos bei den Werbeprofis als zu gering gilt.
Dagegen hat das NBC/NewsCorp-Projekt, das noch nicht einmal einen Namen hat, bereits hochkarätige Werbekunden wie General Motors und Intel in der Tasche. Immerhin soll das Ganze nach den Worten von NewsCorpCOO Peter Chernin «die grösste Werbeplattform der Welt» werden. Klar ist, dass das Geschäftsmodell der Zukunft für Internet-TV noch lange nicht gefunden ist. «Die Medienkonzerne geraten wirtschaftlich in Bedrängnis, weil sich die Zuschauersegmente immer weiter fragmentieren. Aber die Marketingkosten steigen, um die Angebote bekannt zu machen», sagt Medienprofessor Noam. «Allerdings konsumieren die Leute gleichzeitig auch immer mehr Medienangebote, und die Anzahl der Content-Anbieter wird sich konsolidieren.»
(Fast) alle kooperieren mit allenDie Absicht von NBC und Fox ist, ihren Content so breit wie möglich zu streuen. Daher haben die beiden Konzerne mit AOL, Yahoo und MSN Distributionsabkommen geschlossen, welche ihrerseits die entsprechenden Sendungen ebenfalls zum Abruf bereitstellen werden, um möglichst viele Internet-Zuschauer verbuchen zu können. «Einer der Grundpfeiler der traditionellen Medien war immer eine begrenzte Verbreitung von Content und der Versuch, die Zuschauer auf die eigenen Medienplattformen zu ziehen», sagt William Richmond, Präsident des Internet-Beratungsunternehmens Broadband Directions. «Online-Syndikate schlagen ihren Nutzen aus dem grössten Vorteil des Internets: So viele Kunden wie nur möglich anziehen und das über möglichst viele Online-Plattformen.»
Ähnliches haben auch die Konkurrenten ABC und CBS im Auge, die von NBC und Fox zwar umworben wurden, bei ihrem neuen Projekt mitzumachen, aber sich bisher in Zurückhaltung üben, um zu sehen, wohin der Trend geht. Dennoch ist auch CBS-Content nicht nur auf den hauseigenen Webseiten, sondern auch über Yahoo und Google zu sehen. Der Apple-Service iTunes kooperiert unter anderen mit ABC, NBC und MTV. Auch der ehemalige Online-Buchhändler Amazon.com hat einen Video-Service gestartet, über den man einzelne TV-Programme kaufen kann. «Auch wenn die Networks jede Menge Konkurrenz haben werden: Ihr Content wird überall zu sehen sein», sagt Michael Sprague, Präsident des Internet-TV-Unternehmens WaveExpress. «Ob das auf Community-Seiten geschieht, den Internet-Providern, ihren eigenen Seiten oder auf iTunes, spielt keine Rolle.»
Auch IPTV rüstet kontinuierlich aufEtwas übersichtlicher als bei der Konkurrenz geht es derzeit bei den IPTV-Anbietern zu, die Content über ein High-Speed-Glasfasernetz verbreiten, auch wenn diese noch am Anfang stehen. Anders als die Angebote von Yahoo oder AOL Video sind diese Systeme geschlossen und gebührenpflichtig. Der Konsument hat zwar weniger Kontrollmöglichkeiten, doch fällt die Videoqualität besser aus. IPTV hat gegenüber dem traditionellen Fernsehen den Vorteil, dass die Messmethodik weitaus exakter sein wird als bisher, was wiederum den Werbetreibenden entgegenkommt.
Die beiden Hauptplayer des IPTV in den USA sind derzeit die Telefonieunternehmen AT&T und Verizon. Während die Breitbandkapazität des AT&T-Services namens U-Verse als zu veraltet gilt, um etwa voluminöse Spielfilme per Internet herunterladen zu können, gilt Verizon Fios als weiter fortgeschritten.
Fios bietet insgesamt 350 TV-Kanäle an, 22 davon in HDTV, sowie ein umfangreiches Archiv an Video-on-Demand-Filmen. Der Service ist bereits in 200 Städten und 5 Bundesstaaten erhältlich und zählt derzeit 202000 Abonnenten. Bisher sieht das Programmangebot von Fios zwar noch weitgehend genauso aus wie das digitale Angebot der etablierten Kabelbetreiber.
Doch mit dem Fios-TV der nächsten Generation sollen die Kunden auch Internet-Content auf dem TV-Bildschirm sehen können, und Fios wird entsprechende Suchfunktionen für Online-Videos anbieten. «Die integrierten Suchfunktionen werden es möglich machen, unter Hunderten von Programmkanälen und Tausenden von Webvideos zu suchen», sagt der Marketingchef von Verizon, Bob Ingalls. «Das wird die Kabelanbieter im Staub zurücklassen.»
Gerti Schön, New York
USA: Internet-Fernsehen (Auswahl) 
Internet-TV
Google: Google Video, YouTube
Apple: Apple TV/iTunes
Yahoo TV
AOL: AOL Video, In2TV
MSN TV
Newscorp: My Space Video, N.N. (in Kooperation mit NBC)
Sender-Webseiten
Disney: ABC.com, ESPN.com u.a.
Viacom: CBS.com, Vspot (VH1), MTV Overdrive, Turbonick (Nickelodeon) u.a.
NBC Universal: NBC.com, SciFi.com u.a.
Newscorp: Fox.com, Foxnews.com u.a.
IPTV
Verizon Fios
AT&T U-Verse

Kurzes Intermezzo am Rheinknie

Verlage Seit Ende März sitzt der Publipresse-Generaldirektor Otto Meier nicht mehr im Verwaltungsrat der Basler Zeitung Medien – wegen eines Interessenkonflikts.

Verlage Seit Ende März sitzt der Publipresse-Generaldirektor Otto Meier nicht mehr im Verwaltungsrat der Basler Zeitung Medien – wegen eines Interessenkonflikts.Otto Meiers Gastspiel als VR-Mitglied bei der National Zeitung und Basler Nachrichten AG, wie die Basler Zeitung Medien (BZM) streng rechtlich heisst, dauerte nur gerade vom 10. April 2006 bis zum 23. März 2007, also nicht einmal ein Jahr. «Ich bin aus eigenem Antrieb zurückgetreten, denn ich geriet zunehmend in einen Interessenkonflikt zwischen der Aufgabe als VR-Mitglied der BZM einerseits und der Funktion als operativer Leiter von Publipresse andererseits», erklärt Meier. Und er fügt hinzu: «Es war von Anfang an klar, dass es kein Daueramt werden würde, denn dazu ist die Doppelaufgabe zu anspruchsvoll. Bei schönem Wetter mag sie funktionieren, aber wenn die Zeiten härter werden, wird es schwierig.»Das Klima zwischen der BZM und der PubliGroupe wurde tatsächlich rauer, schon vor Meiers Eintritt in den BZM-VR. Das zeigte sich bereits bei den zähen Verhandlungen um den neuen Regievertrag: Sie zogen sich über eineinhalb Jahre hin und wurden erst im Februar 2006 abgeschlossen. Immerhin war damals Meiers Rolle noch eindeutig: Er verhandelte als Publipresse-Chef.
Zeitungskampf im BaselbietDoch kurz nach seinem Eintritt bei der BZM trat das erste Problem auf: Die umworbene Basellandschaftliche Zeitung (bz) schloss sich nicht der Basler Zeitung (BaZ), sondern der Mittelland Zeitung (MZ) an, womit letztere ins Baselbiet expandierte.
Die Folgen für Publicitas erklärt PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner so: «Im Kanton Baselland ist durch den bz-Entscheid eine neue Marktkonstellation entstanden, die in diesem Marktraum die BaZ und die MZ zu direkten Konkurrenten macht. Publicitas ist als Regiepartner beider Verlage gefordert, diese heikle Situation professionell und unvoreingenommen zu lösen, gemeinsam mit beiden beteiligten Verlagen.» Somit war von Otto Meier ein Balanceakt gefragt. Er selber spricht von einem «grossen Spagat, der sich auf Dauer nicht durchhalten lässt», weshalb er sich dann schliesslich für den Rücktritt entschieden habe, sagt er.
Dass der Austritt bei der BZM als Entscheid pro Mittelland Zeitung interpretiert werden könnte, will Meier «überhaupt nicht» gelten lassen. «Es ist eher ein Grundsatzentscheid, nämlich dass der Publipresse-Chef nicht gleichzeitig VR-Mitglied eines Regieverlags sein soll», sagt er. Solche Doppelämter würden – wenn möglich – seitens der P vermieden. Dass er dann doch das Doppelamt bei der BZM übernahm, erklärt Meier mit der plötzlichen Lücke, die sich letztes Jahr durch den ungeplanten Rücktritt von Fritz Schuhmacher aus dem BZM-VR ergeben hatte.
Der Zwist ist noch nicht vorbeiBeat Meyer, der CEO der BZM, bestätigt, dass Otto Meier von sich aus demissioniert habe. Er lässt aber durchblicken, dass «die Interessenkollision» Meiers von der BZM gar nicht goutiert worden sei. Tatsächlich hatte BaZ-Verleger Matthias Hagemann schon im letzten Herbst von der P «personelle und strukturelle Änderungen» verlangt.
«Der Rücktritt von Otto Meier steht durchaus in diesem Zusammenhang», sagt Beat Meyer. Mit Otto Meiers Rücktritt sei das Thema allerdings noch nicht bereinigt, der Dialog mit der P gehe weiter. Welche Forderungen noch offen sind, sagt er nicht.
Immerhin hat die P bereits einige Entflechtungen vorgenommen. So ist etwa die P-Filiale Liestal, welche die bz betreut, nicht mehr Teil der P-Region Basel, sondern gehört nun zur P-Region Aarau-Mittelland (mit den Filialen Aarau, Olten, Solothurn und Grenchen). Auch unterstehen die P Basel und die P Aarau-Mittelland nicht mehr der gleichen Regionaldirektion.
In zwei Punkten sind sich Rohner, Meier und Meyer einig. Der Aktienanteil von 37 Prozent, den die PubliGroupe bei der BZM hält, bleibt unverändert. Und beim PubliGroupe-CEO, der ebenfalls Mitglied des BZM-VR ist, besteht offenbar nicht derselbe Interessenkonflikt wie beim Publipresse-Chef Otto Meier. «Herr Rohner steht auf einer anderen Ebene und ist nicht in das operative Geschäft der Publicitas involviert», sagt Beat Meyer.
Das Sextett im BZM-VRDerzeit setzt sich der VR der National Zeitung und Basler Nachrichten AG aus folgenden Personen zusammen: Matthias Hagemann, VR-Präsident, dessen Cousine Ruth Ludwig-Hagemann, Peter Merian, Ex-CEO der Sarasin Bank, der Anwalt Oscar Battegay, PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner sowie Beat Meyer als VR-Delegierter. Ein Nachfolger für Otto Meier als zweiten PubliGroupe-Vertreter muss erst noch bestimmt und an der Generalversammlung im Herbst gewählt werden.
Markus Knöpfli

K(l)eine Überraschungen von Océ

Digitaldruck Wie zu erwarten war, bringt Océ ein 4/4-farbiges Rollenfarbdrucksystem auf den Markt.

Digitaldruck Wie zu erwarten war, bringt Océ ein 4/4-farbiges Rollenfarbdrucksystem auf den Markt. Mit der grossen Kelle hat kürzlich Océ angerührt. Der holländische Konzern, der in diesem Jahr sein 130-Jahr-Jubiläum feiert, hatte mehr als 150 Fachjournalisten nach Poing, einem unweit von München gelegenen Produktionsstandort eingeladen. Anlass war zum einen die alljährlich durchgeführte Kundenveranstaltung «Océ OpenHouse», an der sich diametral zu den Hunkeler Innovationdays (siehe Werbewoche 9/2007) die führenden Anbieter von Druckweiterverarbeitungslösungen und somit wichtige Partner von Océ präsentierten. Zum anderen nutzte Océ die Gelegenheit, neue Produkte vorzustellen und über den Geschäftsgang sowie über strategische Pläne zu informieren.Wachsen mit Vier-über-Vier-RollendrucksystemenNachdem Océ Jahr für Jahr seine VarioStream-Baureihe um jeweils ein tonerbasierendes Druckwerk ergänzt hat, wurde in diesem Jahr mit der Präsentation einer vierfarbigen Maschine die vorläufige Krönung dieser Baureihe vorgestellt. Neu können damit statt wie bisher neben Schwarz und – je nach Konfiguration – ein bis zwei Bunt- bzw. Hausfarben beidseitig vierfarbige Drucksachen produziert werden. Die neu vorgestellte VarioStream 9240 eignet sich damit für diverse Einsatzmöglichkeiten. Neben dem schwarzen und dem mit zusätzlichen Buntfarben für Firmenlogos etc. versehenen Druck wie bei den bisherigen Modellen können damit erstmals mit Endlosmaschinen von Océ auch komplexe, farbige Inhalte zum Beispiel im Bereich des Transaktionsdrucks realisiert werden. Rokus van Iperen, CEO bei Océ, erklärte, dass von sämtlichen weltweit im Segment Transaktionsdruck platzierten Maschinen mehr als 50 Prozent von Océ stammen. «Mit der Vierfarbenmaschine VarioStream 9240 wollen wir», so Iperen, «uns die Führung im digitalen Rollendruck sichern und weiter wachsen.»
Wenn auch Océ mit der VarioStream 9240 der sich (langsam) veränderten Nachfrage nach farbigen Transaktionsdrucken Rechnung trägt, so war in Poing zu erfahren, dass hier nach wie vor der Schwarzweissdruck dominiert. 100 Milliarden schwarz gedruckte Seiten (pro Tag!) stehen «nur» zwei bis drei Milliarden farbig gedruckten Seiten gegenüber. Daher verwundert es kaum, dass Océ nach wie vor grosse Anstrengungen unternimmt, um die Druckleistung seiner Schwarzweiss-Systeme zu verbessern. So produziert die VarioStream 9000 bis 1270 A4-Seiten. Zum Vergleich: Das Topmodell der VarioPrint-Reihe schafft bis 250 beidseitig bedruckte A4-Seiten in der Minute – das neue Farbsystem VarioStream 9240 «nur» 168 Seiten/Minute.
Die Ankündigung des Grossformatdrucksystems Océ Arizona 250 GT war nur eine halbe Überraschung. Dieser bereits in den USA und erstmals in Europa vorgestellte Printer kann sowohl starre Bedruckstoffe (bis 1,25 m Breite x 2,5 Meter Länge und 48 Millimeter Dicke) als auch unter Verwendung eines optionalen Rollenmoduls flexible, bis zu 2,2 Meter breite Medien bedrucken. Das Drucksystem verwendet UV-härtende Tinten (CMYK) und erreicht durch die Océ VariaDot genannte Technologie (variable Punkte durch eine dosierte Abgabe von Tintentropfen) ein ausgezeichnetes Druckresultat. Durch die unterschiedlichen Tropengrössen ist eine foto-ähnliche Druckqualität möglich. Die Druckgeschwindigkeit gibt Océ mit mehr als 16 m2/Stunde an. Gemäss Tom Egelund, der den Bereich Grossformatdrucksysteme bei Océ verantwortet, soll der Arizona 250 GT, den Océ selbst entwickelt hat, nur rund die Hälfte von vergleichbaren Konkurrenzprodukten kosten. Und weitere Produkte sollen hier von Océ folgen.
Schaut man sich die Evolution der Produkte bei Océ an, so lässt sich feststellen, dass der Konzern wohl von der Prämisse «langsam, aber sicher» geprägt ist. Bestes Beispiel ist das Rollen-Farbdrucksystem VarioStream 9240, das vom Ein-, über das Zwei- und Dreifarbenmodell nun bald als Vierfarbensystem auf den Markt kommt. Für die Kunden von Océ ist das Unternehmen damit ein abschätzbarer Partner. Unerwartete Überraschungen sind vom niederländischen Konzern damit keine zu erwarten.
Europas grösste DigitaldruckmesseUnter dem Motto «Beyond the Ordinary» präsentierte Océ vom 5. bis 9. März 2007 gemeinsam mit mehr als sechzig Partnern Lösungen aus den Océ-Unternehmensbereichen Digital Document Systems und Wide Format Printing Systems. Mit knapp 9000 Quadratmeter ist das von Océ organisierte OpenHouse Europas grösste Digitaldruckmesse.
Gemäss Angaben von Océ informierten sich mehr als 5800 Kunden und Interessenten aus 90 Ländern in Poing bei München über Trends im Digitaldruck sowie über neue Lösungen und Produkte von Océ und von deren Partnerfirmen. Die Besucher des Events – vornehmlich Fachpublikum und Entscheider aus Unternehmen der grafischen Industrie und aus Branchen wie zum Beispiel Finanzdienstleistung, Telekommunikation, Versorger und Öffentlicher Sektor – konnten sich vor Ort an mehr als 60 Ständen von zukunftsweisenden Komplettlösungen überzeugen.
Océ unterzeichnete im Rahmen der Hausmesse eine viel versprechende strategische Distributionspartnerschaft mit der Founder Group of China. Die Vertriebsorganisationen der Founder Group werden künftig die digitalen Drucksysteme von Océ im hochvolumigen Druck- und Grafikmarkt Chinas verkaufen und damit diesen wachstumsstarken Markt für Océ-Produkte weiter erschliessen.
Jürgen Franck

Das einfache Leben

Velo Für WattWorld inszeniert McCann-Erickson das Steckdosenvelo mit einigen grossen Auftritten.

Velo Für WattWorld inszeniert McCann-Erickson das Steckdosenvelo mit einigen grossen Auftritten.Wer sich in der Stadt auf dem Velo fortbewegt, ist flexibel und auf kurze Distanzen konkurrenzlos schnell unterwegs. Neben dem Fussverkehr ist Velofahren die umweltfreundlichste Verkehrsart. Zeitgleich zur Klimadebatte und den steigenden Treibstoffpreisen erfreuen sich elektrische Fahrräder zunehmender Beliebtheit. Im Tretlager der E-Bikes sorgt ein kraftvoller Elektromotor für mehr «Rückenwind». Die Muskelkraft fürs Treten der Pedale ist praktisch überflüssig, so effektiv arbeiten die ausgeklügelten Systeme. Die menschliche Leistung wird um ein Vielfaches verstärkt. Und die Steckdosenvelos werden immer alltagstauglicher. Die Technologie ist kaum sichtbar im Zweirad integriert und macht die Mobilität kompromisslos. Eine Steigung meistert der Fahrer mit einem Lächeln. Tempi jenseits der 40-km/h-Marke bereiten keine Probleme.
WattWorld ist eine Firma mit Sitz in Genf und verkauft solche E-Bikes. Die Firma hat das Potenzial der High-tech-Velos erkannt und lanciert zusammen mit der Agentur McCann- Erickson eine freche Kampagne. Mit dem Ziel, das Velo mit Zusatzantrieb vermehrt auf Schweizer Strassen zu bringen. Weil jeder Tritt in die Pedale Muskelkraft fordert, bringt der Veloenthusiast elektrische Fahrräder mit Faulheit in Verbindung.
McCann dreht den Spiess um und macht nun aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke. Auf den Plakaten setzen die Kreativen beispielsweise den Torero in Szene, der, statt mit dem Schwert zum Todesstoss anzusetzen, locker mit einer Pistole auf den Stier wartet. Oder den Karatekämpfer, der seinen Gegner respektvoll grüsst, aber mit dem Baseballschläger in den Fight gehen wird. Die Bilder werden mit simplen Slogans ergänzt: «Vereinfachen Sie sich das Leben.» (Original auf Französisch: «Simplifiez vous la vie.»). Timo Kirez, Chief Creative Officer von McCann-Erickson: «Es ist okay, faul zu sein. Wozu sich stressen?» Die Plakatkampagne ist ab Mitte April in Genf und Lausanne präsent.
E-Bikes haben sich vom Nischenprodukt zu einem Trendobjekt entwickelt. Die Verkäufe legten von 1792 auf 3181 Stück im letzten Jahr  deutlich zu, teilte die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen kürzlich mit. In Japan ist der Marktdurchbruch mit jährlich über 200 000 verkauften Elektrobikes bereits erfolgt, in Europa und den USA befindet sich der Markt in der Einführungsphase.
Christian Lüscher

Fit mit Sandoz und der Werbeanstalt

Die aktuelle Imagekampagne der Werbeanstalt für Sandoz mit dem Überthema «Das grösste Fitnesscenter der Schweiz» sorgt seit Montag auch im Zürcher Hauptbahnhof für ungewohnte Szenen.

Die aktuelle Imagekampagne der Werbeanstalt für Sandoz mit dem Überthema «Das grösste Fitnesscenter der Schweiz» sorgt seit Montag auch im Zürcher Hauptbahnhof für ungewohnte Szenen.  
Auf den Rail-Rolling-Star Plakaten der APG im HB Zürich werden die Passanten aufgefordert, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Und obwohl einige noch immer steif und fest behaupten, Sport sei ungesund, gilt zumindest für die Zürcher Werbeanstalt das Gegenteil. Für diejenigen, die nicht steif und fest in ihren Bürostühlen oder vor dem Fernseher verharren wollen, realisierten die Kreativen der Werbeanstalt für ihren Kunden eine Laufstrecke mitten im Bahnhof: mit Start, drei Teilzielen mit Kalorienverbrauchsangaben sowie einem Endziel. Offenbar wirkts, wie das Bild vom Dienstag beweist …
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