Technologie und Leidenschaft

Automobil Saatchi & Saatchi Simko hat für Seat Schweiz einen Spot auf Spanisch gedreht.

Automobil Saatchi & Saatchi Simko hat für Seat Schweiz einen Spot auf Spanisch gedreht.Was wäre deutsche Technologie ohne spanische Leidenschaft? Ende letzten Jahres gewann die Westschweizer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko den Werbeetat für Seat Schweiz. Jetzt ist ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit zu sehen. Anlässlich der Lancierung des neuen Seat Leon Cupra startet die neue, eigens für und in der Schweiz konzipierte Seat-Kampagne mit einem ungewöhnlichen TV-Spot: auf Spanisch.Der Seat-Markenclaim «auto emoción» sagt es schon: Seat verkörpert die perfekte Kombination von Deutschland und Spanien – «auto» steht für deutsche Motorenbaukompetenz und zuverlässige Technologie, «emoción» für spanische Leidenschaft, Herz und Temperament. Warum, fragten sich die Kreativen bei Saatchi & Saatchi Simko, setzen wir nicht genau das in der neuen Kampagne um?
Wenn Technik zum Ereignis wirdEntstanden ist ein Konzept, das sowohl durch seine Einfachheit wie durch Ungewöhnlichkeit verblüfft. Im ersten Spot der neuen Kampagne sehen wir eine atemberaubende Frau, die direkt in die Kamera spricht – auf Spanisch. Mal wütend, mal zärtlich, dann wieder sexy. Die überwältigende Mehrheit in der Schweiz (und allen anderen, nicht Spanisch sprechenden Ländern) hat keine Ahnung, was diese Frau uns sagen will. Erst an den Untertiteln merkt der faszinierte Zuschauer, dass sie in Wahrheit die technischen Spezifikationen eines Autos vorträgt. Es ist die spanische Sprache, das spanische Temperament, das spanische Feuer, die es schaffen, sogar aus trockenen, langweiligen technischen Spezifikationen eines Autos ein prickelndes, leidenschaftliches Erlebnis für die Sinne zu machen. Die aufgebaute Spannung und Neugier werden dann mit dem Super «Deutsche Technologie. Spanische Leidenschaft. Der neue Seat Leon Cupra» elegant und intelligent aufgelöst.
Eine ebenso einfache wie einfallsreiche Idee, den neuen Leon Cupra im Speziellen und die Marke Seat im Allgemeinen zu bewerben. «Unser Ziel war es, sowohl einen Produkt- als auch einen Imagespot zu kreieren, der die Markenwerte von Seat sowie die einzigartige Verbindung von deutscher Technik und spanischer Leidenschaft ideal in Szene setzt. Mit diesem Spot ist uns das sehr gut gelungen», erklärt Andreas Huwyler, Marketingleiter Seat, die Strategie.
«Mit dem neuen Spot wird Seat einen grossen Schritt Richtung Lovemark machen. Lovemarks sind Marken, die vom Konsumenten so geliebt werden, dass sie sich ein Leben ohne sie (fast) nicht vorstellen können. Diese Kampagne schafft es, gleichermassen Respekt und Emotionen für diese Marke zu wecken», ist Christophe Waeber, Managing Director von Saatchi & Saatchi Simko, überzeugt.
Realisiert wurden ein 30-Sekünder und ein 14-Sekunden-Reminder, die ab dieser Woche schweizweit am TV und im Kino zu sehen sind.
Andreas Panzeri

Die Klappe, zum Zweiten

Awards 1 Nach einem Jahr Pause gibt es einen Relaunch für Die Klappe.

Awards 1 Nach einem Jahr Pause gibt es einen Relaunch für Die Klappe. Seit 27 Jahren gibt es Die Klappe. Jetzt soll mit dem Festival 2007 ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Der Kommunikationsverband als Veranstalter will den Werbefilm-Wettbewerb «zur internationalen Benchmark» machen. Dazu geht Die Klappe 27 einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg vom deutschsprachigen Kreativpreis zu einem «führenden internationalen Award für herausragende Film- und Bewegtbild-Kommunikation». Dazu gehört auch der Einbezug neuer Kategorien wie «Internet» und «Mobile Devices». Mit Amir Kassaei, dem Geschäftsführer Kreation von DDB Germany, konnte für den Juryvorsitz einer der jüngsten und gleichzeitig erfolgreichsten Werbeköpfe Europas gewonnen werden. Die Jury wird neu zu je einem Drittel mit namhaften Vertretern von Agenturen, Auftraggebern und anderen Dienstleistern wie zum Beispiel Filmproduktionen zusammen gesetzt. Das soll «ein Höchstmass an Objektivität und Transparenz gewährleisten», wie Klaus Flettner, der Präsident des Kommunikationsverbandes, hofft.
Zu den Jurymitgliedern 2007 zählen unter anderen bereits Andreas Grabarz (Grabarz & Partner), Guido Heffels (Heimat), André Kemper (kempertrautmann), Delle Krause (Ogilvy & Mather), Johannes Krammer (TBWA/Wien), Thomas Knops (Nokia Europe), Ralf Lanzrath (Fujitsu Siemens Computers), Claudia Willvonseder (Ikea Deutschland), Oliver Klein (cherrypicker), Harald Nebel (new business), Philip Schwinger (ffp Wien) und Mark von Seydlitz (made in munich Filmproduktion), Jörg Schäffken (InBev), Kirsten Missfeld (Warsteiner).
Agenturen, Produktionsfirmen, Unternehmen und Institutionen können sich noch bis 15. April 2007 unter www.dieklappe.de online anmelden. Die Veranstalter wünschen sich insbesondere mehr Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz. Die entscheidende Jurysitzung findet im Mai statt. Die Preisverleihung ist in Hamburg oder Berlin.

Andreas Panzeri

Für veränderte Anforderungen

Publishing Klaus Kurz, Adobe Systems, äussert sich zur Verfügbarkeit der Creative Suites, zur Macromedia-Integration, nennt seine persönlichen Highlights und begründet, warum Agenturen updaten sollten.

Publishing Klaus Kurz, Adobe Systems, äussert sich zur Verfügbarkeit der Creative Suites, zur Macromedia-Integration, nennt seine persönlichen Highlights und begründet, warum Agenturen updaten sollten.WW: Herr Kurz, Sie erwähnten bei der Vorstellung der Creative Suite, dass sich die Anforderungen an Agenturen verändert haben. Können Sie das etwas genauer ausführen?Klaus Kurz: Agenturen müssen ein wesentlich breiteres Spektrum an Anforderungen erfüllen als früher. Hat sich eine Werbeagentur in der Vergangenheit ausschliesslich an klassischen Medien und Kommunikationskanälen orientiert, verlangen die Kunden heute auch Lösungen und Ergebnisse aus den Bereichen Internet, mobile Endgeräte, interaktive Dashboards und vieles mehr. Hier ist also noch breiteres Know-how gefragt. Natürlich haben Agenturen schon immer Full-Service aus einer Hand angeboten und im Hintergrund mit weiteren Dienstleistern zusammen gearbeitet. Das verursacht aber zusätzliche Kosten und einen höheren Koordinationsaufwand. Auf Grund des Preisdrucks werden mehr und mehr Arbeiten intern konzipiert und realisiert. Daher ist es wichtig, dass die Werkzeuge dafür alle Medien, Kanäle und erforderlichen Formate unterstützen.WW: Aus welchen Gründen sollten Agenturen nicht bei der Creative Suite 2 bleiben, sondern möglichst schnell auf die neue Suite wechseln?Klaus Kurz: Der Grund für einen Umstieg liegt in einer einzigen Funktion bis hin zum Zusammenspiel der Produkte innerhalb der Suite. Ein Kreativer, der den Grossteil seiner Projekte mit unseren Programmen umsetzt, sieht die Vorteile seiner Arbeit und Abläufe unmittelbar, so dass sich die Investition innert kürzester Zeit für ihn rechnet.Wie schnell eine Agentur schlussendlich umsteigt, hängt natürlich auch vom Budget und von den jeweiligen Schwerpunkten ab. Für uns aber steht im Vordergrund, unseren Kunden bei ihrer Arbeit zu helfen. Deshalb achten wir darauf, dass die typischen Workflows optimal unterstützt und mit jeder Version verbessert werden. Jeder, der heute mit der Creative Suite 1 oder mit der Creative Suite 2 arbeitet, kennt unsere Bedienkonzepte und ist mit den wesentlichen Funktionen vertraut. Deshalb ist ein Umstieg auf die Creative Suite 3 in sehr kurzer Zeit machbar. Die Rückmeldungen unserer Kunden bestätigen, dass wir den produktiven Ablauf mit unseren Produkten jetzt noch einmal deutlich erleichtern. Insofern wird jeder, der auf die Creative Suite 3 umsteigt, noch schneller und effizienter arbeiten können. Das wiederum schlägt sich letztendlich auch in den Kosten und im vorhandenen Zeitkontingent nieder.
WW: Was sind Ihre persönlichen Highlights der Creative Suites? Beschränken Sie sich bitte auf drei Funktionen …Klaus Kurz: Ich finde so viele Sachen wirklich extrem gut gelungen … Aber wenn ich mich auf drei beschränken muss, dann sind dies Integration, Produktivität, Kreativität.WW: Welche Überlegungen stecken hinter dem Schnüren der vier Kollektionen?Klaus Kurz: Es gibt vier wesentliche Disziplinen, mit denen sich kreative Anwender auseinandersetzen: Design, Web, Video und Cross-Media. Mit den vier Suiten (in insgesamt sechs Editionen) verfolgen wir konsequent die Anforderungen der Kunden, fachspezifisch und trotzdem interdisziplinär arbeiten zu können. Auf diesem Wege decken wir alle Anforderungen der jeweiligen Einsatzgebiete ab und stellen dabei sicher, dass diese ungehindert miteinander interagieren können.WW: Wir schreiben das Jahr 1 nach der Integration von Macromedia. Was ist der Kundenvorteil dieser Übernahme? Klaus Kurz: Wir bieten seither eine noch besser integrierte Produktepalette, die alle Anforderungen des modernen Publishings sowohl medien- als auch geräteübergreifend unterstützt. So können Workflows optimal unterstützt werden und bisher eher nebeneinander stehende Produkte Hand in Hand miteinander arbeiten. Konkret heisst dies zum Beispiel, dass sich die Oberflächen der Produkte immer weiter angleichen und dass ein ungehinderter Datenaustausch zwischen den Anwendungen stattfinden kann.WW: Können neben den Suiten auch noch einzelne Programme angeschafft werden ? Klaus Kurz: Selbstverständlich sind wie gehabt alle Programme auch als Einzelanwendungen erhältlich. Durch die vielfältigen Einsatzgebiete haben diese eine klare Daseinsberechtigung. Einem Redaktor genügt es, mit InDesign oder InCopy Inhalte zu erstellen, ein Fotograf wird sich in vielen Fällen auf Photoshop konzentrieren, und ein reiner Web-Entwickler benötigt im Gegensatz zum Web-Designer vielleicht nur Dreamweaver und Flash.WW: Bis wann etwa können Schweizer Desktop- und Webpublisher sowie Video-Produzenten mit den entsprechenden Suites rechnen? Klaus Kurz: Wir rechnen im zweiten Quartal dieses Jahres mit der Auslieferung der lokalisierten Design- und Web- Produkte und -Suiten. Die Creative Suite Production Premium sowie die Master Collection werden erst im dritten Quartal erwartet.Jürgen Franck

Kunst am Jahresbericht

Zahlen Michael Ringiers Leidenschaft für Kunst ist bekannt. Zu bestaunen sind ausgewählte Objekte seiner umfangreichen Sammlung nicht nur im Pressehaus an der Dufourstrasse.

Zahlen Michael Ringiers Leidenschaft für Kunst ist bekannt. Zu bestaunen sind ausgewählte Objekte seiner umfangreichen Sammlung nicht nur im Pressehaus an der Dufourstrasse. Auch im Jahresbericht seines Verlags ergibt sich für das Auge alle Jahre wieder eine kreative Begegnung mit der Kunst. Richard Phillips aus New York hat die aktuellen Zahlen in Form eines Kunstwerkes gestaltet. Gedruckt sind alle Statistiken und Tabellen in einem Fraktursatz der Dreissigerjahre.

Wenn das McHeidi mit dem McPeter

Fast Food TBWA/Zürich lanciert für McDonald’s die «Heidi-Wochen» und bringt Schweizer Burger mit einem grossen Filmklassiker in die gute Stube.

Fast Food TBWA/Zürich lanciert für McDonald’s die «Heidi-Wochen» und bringt Schweizer Burger mit einem grossen Filmklassiker in die gute Stube.Die Japaner haben in den Siebzigerjahren nicht nur die besten Uhren gebaut. Auch unser zweites Nationalprodukt «Heidi» wurde in Japan nachhaltiger verfilmt als in der Schweiz. Weltberühmt sind in jener Zeit jedenfalls die Zeichentrickfilme des späteren Oscar-Preisträgers Isao Takahata geworden. Der Japaner zeigte uns eine heile Bergwelt, wie wir sie wohl selber kaum je zu zeichnen gewagt hätten. Heidi, Geissenpeter und Alpöhi sind damit weltweit und über Generationen hinaus zu Ikonen geworden. Und was die Kinder heute noch zu begeistern vermag, war schon für deren Eltern ein Highlight frühkindlicher Fernsehkultur.Der moderne Ruf der BergeFür McDonald’s und TBWA/Zürich sind diese Filme mehr als nur eine gute Gelegenheit, urige Schweizer Burger «in einem adäquaten Setting zu präsentieren», wie es CD Armin Korf umschreibt. Die Filme bieten als TV-Spots für das Familienrestaurant eine einzigartige mediale Plattform, die Tradition, Ursprünglichkeit und Qualität selbstredend und unterhaltend vermittelt.
Natürlich dienten diese Filmvorlagen den Kreativen nicht nur als Fast Food. Statt ein paar simple Ausschnitte neu zu verbraten, wurden aus den bestehenden Geschichten neue und witzige Kurzgeschichten gestaltet, die sich alle um die Burger der «Heidi-Wochen» drehen. So wird zum Beispiel ein Ruf in die Schlucht nicht einfach zum Echo, sondern gleich zur Bestellung für einen schmackhaften McBacon.
Oder der Geissenpeter bringt dem Alpöhi nicht wie gewohnt Briefe von der Tante Dete, sondern das Angebot der aktuellen «Heidi-Woche». Stimmige Geschichten, die natürlich zum Happyend des Films mit der kulinarischen Präsentation von McBacon, McTicino und McRösti gekrönt werden.
Da die «Heidi-Wochen» nicht nur auf dem Bildschirm stattfinden, musste auch auf die sorgfältige und liebevolle Umsetzung bei den verschiedenen Kommunikationsmassnahmen geachtet werden. Dafür wurden denn auch eigens neue Illustrationen geschaffen, die witzig und auf eine spielerische Art und Weise die Protagonisten in Szene setzen.
Heidi, Geissenpeter und Alpöhi sind ab dem 4. April im Fernsehen zu sehen. Und die kulinarischen Kreationen der «Heidi-Wochen» gibt es bis zum 15. Mai bei McDonald’s zu mampfen.
Andreas Panzeri

Vom Winde verweht

Katrin Seegers will die neue Scholz & Friends Zürich zu einer Topadresse im internationalen Netzwerk machen.

Katrin Seegers will die neue Scholz & Friends Zürich zu einer Topadresse im internationalen Netzwerk machen. 
«Da draussen ist ein Horizont, der entdeckt werden möchte.» Mit dieser verführerischen Vorstellung ist Katrin Seegers in die Branche der Medien eingestiegen. Die frisch gekürte Geschäftsführerin von Scholz & Friends Zürich arbeitet seit 17 Jahren in der Werbung. Angefangen hat sie mit einer Ausbildung zur Werbekauffrau. Das war in einer mittelgrossen Agentur in ihrer Heimatstadt Hannover. Dass es einmal diese Branche sein musste, wusste sie schon mit 16 nach einem Praktikum in einer Agentur. Später kam zu dieser Begeisterung die Erkenntnis dazu: Es braucht mehr Wissen. So hat Katrin Seegers auch noch die nötige Theorie mit Sprachen und Kultur studiert, zuerst im italienischen Siena. «Weggehen und Fremdsein» ist ein durchgängiges Thema in ihrer Biografie. Schon als Kind hat Katrin einen Teil ihrer Schule in den USA absolviert, weil ihr Vater dort als deutscher Spezialist in der Automobilbranche tätig war. Nach Siena zog sie noch einmal zurück in die USA. In New York durfte die Studentin ein halbes Jahr lang bei der deutsch-amerikanischen Handelskammer an einem Projekt über das Image deutscher Unternehmen in den USA arbeiten. «Mit der Frage des deutschen Images habe ich mich also sehr früh schon auseinander gesetzt. Als Kind unbewusst reflektiert und später professionell untersucht», verweist Seegers mit einem Lächeln auf ihren Schweizer Neukunden Blick. Doch der Reihe nach.
Zurück aus den Staaten hat Seegers in Hannover Medienwissenschaften und Kommunikationsforschung studiert. Parallel dazu hat sie eine kleine Agentur aufgebaut. «Drei Freunde machten sich selbstständig und brauchten noch eine Frau», witzelt sie über die Zeit. Um Kunden die nötige Agenturgrösse zu vermitteln, wurden schon mal für einen Nachmittag Freunde und Kommilitonen als Statisten auf die leeren Plätze gesetzt. Bereits nach drei Jahren beschäftigte das Jungunternehmen 25 echte Mitarbeiter.
Trotz ihrem Status als «Frau der ersten Stunde» wollte Seegers weiter die Welt entdecken. Sie hatte sich «in den Kopf gesetzt», in Berlin für Scholz & Friends arbeiten zu können. Und zwar explizit für das Budget der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Schon während ihres Studiums der Medienwissenschaften hat sie über Tageszeitungen geforscht und eine Diplomarbeit über «Korrespondenten internationaler Tageszeitungen in Brüssel» verfasst. Dieses Hintergrundwissen, gepaart mit einem starken Willen, überzeugte: Seit sieben Jahren ist sie bei Scholz & Friends Berlin und verantwortet nicht nur die FAZ.
Seit vier Jahren «Family Leiterin», hat sie «zusammen mit zwei wunderbaren Kreativen» auch die Uhrenmarke A. Lange und Söhne mit einer geschickten Strategie «und einem spielerischen Umgang mit Ideen» bis zur Nummer 1 im deutschen Luxus-Ranking führen können.
Eine weiterführende Ausbildung in Strategie hat die heutige Topwerberin dazu nicht mehr gemacht. «Man braucht ein sehr gutes Analysevermögen», glaubt Seegers. Gelernt hat sie das in der Kommunikationswissenschaft. Diese fordert einen auf, zu hinterfragen und Kausalitäten aufzudecken. «Aber dazu kann man auch Biologie studieren, denn die Mechanismen des Denkens sind die gleichen.» Hinzu kommen für Seegers «ein hohes Empathie-Vermögen, Zuneigung zu den Menschen und Lust am Erfinden».
Der neuen Geschäftsführerin von Scholz & Friends Zürich bringt es berufliche Befriedigung, wenn man sich gegenseitig herausfordert und beim Wachstum fördert. Einige in ihrem Team sind schon seit sechs Jahren dabei und mit Seegers nach Zürich gekommen. «Es macht Spass zu sehen, wie jemand mit dem Job wächst – und auch über sich selbst hinaus wachsen kann, wenn man die richtigen Eigenschaften zu verstärken weiss.» In ihrer täglichen Arbeit versucht sie ein gutes Sprungbrett für das Abheben von Ideen zu bieten. «Wir sind nicht nur Werbeagentur, sondern verstehen uns auch als strategische Berater.»
Was das bedeuten kann, zeigte die erste Blick-Kampagne. Die Werber aus Deutschland haben der Redaktion an der Zürcher Dufourstrasse vorgeschlagen, eine journalistische Kampagne zum Thema «Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?» zu lancieren. «Die Reaktionen zeigen, dass es ein starkes Bedürfnis gab, das Thema an die Oberfläche zu bringen. Man hat das Gefühl, dass hier ein Ventil geöffnet wurde», analysiert Seegers. Jetzt sollen weitere solche Themen vorgeschlagen werden. «Um den Blick als tonangebendes Medium der Schweiz zu stärken, muss die Zeitung Themen besetzen. Dazu tauschen wir uns eng mit der Redaktion aus. Werbung allein reicht da nicht.»
Mit dem Budgetgewinn des Blick hat Scholz & Friends Zürich einen starken Einstieg geschafft. Ansonsten habe man der neu gegründeten Agentur aber keinen roten Teppich ausgerollt. Zwar ist die Adresse bereits etabliert – nur ein Stockwerk unter dem Verbandsbüro des BSW an der Zürcher Konradstrasse. Trotzdem sieht Seegers noch viel Arbeit. Aber: «Etwas von Null an aufbauen zu können, ist eine tolle Chance.»
Bereits beschäftigt Scholz & Friends Zürich 15 Leute. Neben Schweizern, die hier «eine Plattform für ihre Ideen finden», sind im Team auch Deutsche, Österreicher und Italiener. «Wir wollen eines der interessantesten Büros im weltweiten Netzwerk von Scholz & Friends werden», formuliert Seegers das Ziel. In Deutschland ist das Netzwerk eben zur Nummer 1 geworden.
Auch in der Schweiz will man nicht bescheiden auftreten. «Wir sind nicht hergekommen, um ein Mauerblümchendasein zu fristen.» Aktuell arbeiten die neuen Zürcher neben Blick auch für Honda, Siemens Hausgeräte oder Masterfoods. Hier hat Zürich für Ebly eine Kampagne gestaltet, die auch in Deutschland adaptiert wurde.
Seegers erhofft sich viel von einem Austausch. «Berliner kommen nach Zürich, und unsere Leute gehen nach Deutschland. Wir sind nicht der ferngesteuerte Arm aus Berlin, sondern mit sehr hohem Vertrauen auf Konzernebene ausgestattet und haben hier absolut freie Hand, wie wir das Ganze gestalten.»
Auch persönlich hat Seegers für sich eine richtige Mischung zwischen Berliner Luft und Zürcher Seebrise gefunden. Da sie in Berlin noch einen Koffer bei einem Lebenspartner hat, pendelt sie fast jedes Wochenende.  Viele fragen sie, ob das nicht zu anstrengend sei. Mehr als Stress sieht die international aufgewachsene Werberin in dieser Lebensform aber die Chance, gleichzeitig in zwei Städten leben zu können.
   
Andreas Panzeri

Schweizer im Spotlight

Awards 2 Beim Spotlight, dem bisher grössten Werbefilmfestival im deutschsprachigen Raum, haben Contexta und ein Zürcher Student die Ehre der Schweiz gerettet.

Awards 2 Beim Spotlight, dem bisher grössten Werbefilmfestival im deutschsprachigen Raum, haben Contexta und ein Zürcher Student die Ehre der Schweiz gerettet.Das Werbefilmfestival Spotlight in Friedrichshafen ist Ende März zum zehntenmal über die Leinwand geflimmert. Bei 20 Prozent mehr Einreichungen war die Konkurrenz sehr gross. Die Schweizer hat es nicht eingeschüchtert. Die Berner Agentur Contexta hat am Bodensee für ihre Swisscom-Kampagne Beck & Bondi den Sonderpreis der Fachjury erhalten. Im Laufe der Jahre hätten sich die beiden Familien Beck und Bondi schon mehrmals in die Herzen der Jury gespielt und seien zu alten Freunden geworden, begründete die Jury diesen Sonderpreis.Gleich zweimal Edelmetall im Nachwuchswettbewerb holte sich Rolf Lang, Student des SAE Institute, Zürich. Für seine Kampagne «Roter Rauch» gewann er in der neuen Kategorie «web & mobile» Silber von der Fachjury und Gold vom Publikum. Der Film will auf das Passiv-Rauchen aufmerksam machen und illustriert das mit einem Weintrinker, der den roten Edelsaft statt zu schlucken mit heftigem Pusten in seine Umgebung versprüht. Das SAE Institute in Zürich (www.sae.edu) gehört zu einer international tätigen Kette und bietet berufsbegleitende Kurse in Multimedia an.
Bereits ein Fünftel aller Einreichungen beim Spotlight waren «virals».   
 
Andreas Panzeri

Zu guter Letzt: Ich möchte kein Eisbär sein

Knut hier, Knut dort, Knut überall, für Kuoni auch am Sandstrand. Das Reiseunternehmen nutzt ihn als Werbesujet für Flugreisen und einige, darunter die linke WochenZeitung WoZ, erklärten ihn kurzerhand zum Symbol des Klimawandels.

 Knut hier, Knut dort, Knut überall, für Kuoni auch am Sandstrand. Das Reiseunternehmen nutzt ihn als Werbesujet für Flugreisen und einige, darunter die linke WochenZeitung WoZ, erklärten ihn kurzerhand zum Symbol des Klimawandels.  
Ein Eisbär macht Karriere, aber nicht mehr im Zirkus Knie. Dem putzigen weissen Kerlchen kann man medial derzeit nicht entrinnen. Er ist das Tier der Stunde, und die Gunst der Stunde wollen alle nutzen. Die Schweizer Illustrierte geht mit ihm auf Leserfang, auf der Letzten des TagesAnzeigers hatte er ebenfalls seinen Auftritt und für Kuoni liegt er unter den Palmen. Wem der Gegensatz nicht auffällt, empfiehlt der Reisveranstalter dringend Ferien. Die Zürcher Wochenzeitung WoZ entdeckte nicht nur den einen Widerspruch, sondern witterte in der Anzeige auch ein subversives Statement zum Klimawandel. So gesehen ortete die stets spitzfindige WoZ-Redaktion gleich zwei Gegensätze, denn Flugreisen haben ja eine denkbar üble Ökobilanz. Grund genug, den Kuoni-Chef zum Gespräch zu zitieren, der dann aber beteuerte, dass zwischen der Klimadebatte und dem Bären keinerlei Zusammenhang bestehe, dass er einfach nur ein sehr herziger Werbeträger sei. Das könnte sich doch auch der WWF mal überlegen und sein Logo überarbeiten.

Goldbach Media mit mehr Umsatz und weniger Reingewinn

Gemischte Gefühle bei der Medienvermarkterin Goldbach Media: Die Umsatzsteigerung von 9,8 Prozent zeugt von einem Wachstumsschub, dennoch schrumpfte der Gewinn der Gruppe von 6 auf 5,1 Mio. Franken. Grund für den Dämpfer sind verschiedene Massnahmen zur Vorbereitung weiterer Wachstumsschritte.

 Gemischte Gefühle bei der Medienvermarkterin Goldbach Media: Die Umsatzsteigerung von 9,8 Prozent zeugt von einem Wachstumsschub, dennoch schrumpfte der Gewinn der Gruppe von 6 auf 5,1 Mio. Franken. Grund für den Dämpfer sind verschiedene Massnahmen zur Vorbereitung weiterer Wachstumsschritte.  
Teuer waren etwa eine Umstellung auf ein international taugliches Rechnungslegungssystem und eine neue Betriebssoftware. Ohne diese zusätzlichen Kosten hätte die Goldbachgruppe ihren Gewinn um 15 Prozent steigern können, wie Verwaltungsratspräsident Peter Blum am Mittwoch erläuterte.
 
Online-Boom Dass die Gruppe trotzdem ein gutes Resultat präsentieren konnte, ist den neueren Werbeformen zuzuschreiben. Markant gewachsen ist das Adscreen-Geschäft: Plus 18,7 Prozent. Am stärksten zugelegt hat aber die Online-Werbung, die im Vorjahresvergleich um 63 Prozent im Plus liegt. Der Bereich profitierte von steigenden Werbeausgaben der Finanz- und Dienstleistungsbranche. Mit 34,3 Mio. Franken Umsatz erreichte das Onlinegeschäft mittlerweile beinahe den zweitgrössten Umsatzbringer Radio. Der Radiobereich litt unter der Fussball-Weltmeisterschaft und musste als einziger einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf 37,4 Mio. Franken hinnehmen. Nummer eins ist noch immer die Fernsehwerbung, die sich mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 122,7 Mio. Franken weiterhin konstant entwickelt.
 
Durchbruch in Österreich Das Geschäft in Österreich stieg um 49 Prozent auf 9,5 Mio. Franken zu und steuerte 2006 4,8 Prozent zum Gesamtumsatz der Goldbach Media Gruppe bei. Mit der Einführung einer Holdingstruktur und der Gliederung in zwei Gesellschaften für das Online- und das Offline-Geschäft (TV, Radio, Ambient) unterstreicht die Goldbach Media ihren Anspruch als Crossmedia-Anbieterin und damit als Spezialistin für medienübergreifende Vermarktungskonzepte in Österreich, wie es in einem Mediencommuniqué heisst. Derzeit prüft die Goldbach Media die Expansion nach Rumänien, Bulgarien, Polen und Ungarn.

105 und RMC jetzt auch bei Usgang.ch

Radio und Portal in einem: Bestückt mit den Programmen von 105 und Monte Carlo Swiss ist Usgang.fm ab sofort die erste Community-Plattform der Schweiz mit eigenen Webradios.

 Radio und Portal in einem: Bestückt mit den Programmen von 105 und Monte Carlo Swiss ist Usgang.fm ab sofort die erste Community-Plattform der Schweiz mit eigenen Webradios.  
Bisher kannte man Usgang.ch als Anbieter qualitativ hochwertiger Eventfotos aus den Deutschweizer Städten und dem Tessin. Ab sofort bekommen die Usgang-Besucher nicht mehr nur Leckeres zu sehen, sondern auch etwas auf die Ohren: Am Mittwoch gehen auf der Site mehrere Web-Spartenradios online. Zur Auswahl stehen die 105-Sender Original, Dope, Classics, Hitradio und Rock sowie das äusserst beliebte Programm von Radio Monte Carlo Swiss. Die Zielgruppe soll während dem Surfen qualitativ guten Sound aus den verschiedenen Sparten hören können. Die Partner werden bei der Programmausgestaltung eng zusammenarbeiten und gemeinsame, neue Ideen entwickeln, wie es in einer Pressemitteilung von 105 heisst.

Auf der Suche nach dem E-Publikum

Printmedienforschung Derzeit kann die Forschung die Reichweiten der E-Paper noch nicht erheben. Für die meisten Zeitungen ist das kein Problem, für das neue Cash daily aber schon.

Printmedienforschung Derzeit kann die Forschung die Reichweiten der E-Paper noch nicht erheben. Für die meisten Zeitungen ist das kein Problem, für das neue Cash daily aber schon. Das Gratiswirtschaftsblatt Cash daily von Ringier ist noch zu jung, um in der aktuellen Mach Basic ausgewiesen zu werden. Doch wenn es einmal so weit ist, wird das Blatt ein Problem haben: Die Mach Basic weist nur die Reichweite des Printproduktes aus. Das online zu lesende E-Paper, in Ringiers Verlagsjargon «Livepaper» genannt, wird hingegen nicht erfasst. «Die Mach Basic erhebt derzeit ausdrücklich nur gedruckte Medien und Kino und hat damit bei den Interviews die Kapazitätsgrenze erreicht. Eine zusätzliche Abfrage nach E-Paper würde den Rahmen sprengen», sagt Wemf-Forschungsleiter Harald Amschler. 
Somit ist klar: Es werden alle Zeitungen gleich behandelt. Dennoch ist Cash daily besonders stark benachteiligt: Denn nach Verlagsangaben hat das E-Paper von Cash daily derzeit rund 22 000 registrierte Nutzer, die das E-Paper gratis per Mail auf den Bildschirm geschickt bekommen und es dort lesen können. Kein anderes Printmedium weist derzeit so viele E-Paper-Abonnenten aus.
Bisheriger Rekordhalter gemäss letztjähriger Wemf-Auflagenstatistik waren die Südostschweiz mit 1325 und das Liechtensteiner Volksblatt mit 863 (bezahlten) E-Paper-Abos. NZZ und NZZ am Sonntag folgen mit 449 und 338 Abos.
Das zeigt: Bei den meisten Titeln fällt die derzeit nicht erhobene Zusatzreichweite ihrer E-Paper kaum ins Gewicht. Anders bei Cash daily: Dort macht die elektronische Auflage ein Drittel der effektiv verteilten Printauflage (68 000 Exemplare) aus. Somit könnte das Livepaper auch ein Drittel der gesamten Cash-daily-Reichweite generieren. Gegebenenfalls auch mehr. Derzeit ist natürlich niemand in der Lage, etwas über die Anzahl Doppelabonnenten und Doppelleser zu sagen, beziehungsweise darüber, ob ein E-Paper mehr, weniger oder gleich viele Leser hat wie die Printausgabe. André Michel, Leiter Business Development bei der Cash-Gruppe, schätzt jedoch die Nutzung eher tiefer ein. «Nicht jeder registrierte User liest täglich das Livepaper.»
Verschiedene ForschungstempiWie dem auch sei – auch andere Verlage sind an entsprechenden Informationen interessiert. Denn Crossmedia ist überall das grosse Thema, immer mehr Medienunternehmen bereiten ihre Inhalte und Werbeangebote medienübergreifend auf. Welche Medien sie auch einbeziehen, sie stehen vor mindestens zwei Problemen: Entweder es existiert dafür keine Reichweitenforschung (etwa für Mobile, AdScreen), oder aber die Währungen sind nur schwer miteinander vergleichbar. Kurz: Ob Mobile-Angebote, E-Paper-Abos, Web-TV, Radio-Streaming, Downloads auf MP3-Player – niemand kann heute zuverlässige Angaben zur Nutzung und noch weniger zu möglichen Überschneidungen machen. Intermediaforschung steckt noch in den Kinderschuhen. Zwar verfügt die Wemf mit der MA Strategy ansatzweise über einen Intermediavergleich, aber dort sind nicht einmal alle klassischen Medien mit einbezogen, geschweige denn die neuen Möglichkeiten. Angesichts dieser Lücken konstatiert der Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) in seinen Jahresberichten regelmässig: «Die verfügbaren Intermediastudien sind für Mediastrategie und Planung ungeeignet.»
«Wir sind uns dieses Problems bewusst», sagt dazu Harald Amschler. «Doch wegen der komplexen Aufgabenstellung wird es einige Zeit dauern, bis wir eine adäquate Lösung anbieten können.» Einen Lichtblick stelle die neue Internetforschung Net Metrix dar, da die Zugriffe auf gemessene Websites (Net Audit) erstmals mit soziodemografischen Daten kombiniert werden können (Net Profile). Zudem hat sich innerhalb der Wemf-Forschungskommission eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die sich speziell des Themas «Nutzung crossmedialer Angebote» annimmt.
Stichwort Mach 3Wenn es um Medien- und speziell um Printforschung geht, taucht dabei immer häufiger das Stichwort Mach 3 auf. Worum geht es? Klar ist: Die derzeitige, im Jahr 2000 eingeführte Mach Basic mit dem Lpa-Wert ist die Mach 2, ihre Vorgängerin mit dem so genannten K1-Wert war die Mach 1. Die Mach 3 ist also ein Nachfolgeprojekt, wohl verbunden mit einer neuen (Print-)Währung.
Noch weiss aber niemand, wie Methodik und Währung aussehen werden. Nicht zuletzt deshalb lanciert die Wemf das Thema schon jetzt als Diskussionsthema.
Otto Meier, Vizepräsident des Wemf-Verwaltungsrates, weist beispielsweise im aktuellen SWA-Jahresbericht auf die Notwendigkeit neuer (und für Crossmedia besser geeigneter) Ansätze bei der Forschung hin und fügt hinzu: «Der Diskussionsstoff betreffend die Anforderungen an eine zukünftige Medienforschung wird der Branche so rasch nicht ausgehen. Die von der Wemf für die Jahre 2010/2011 angekündigte Mach 3 ist die geeignete Plattform zur Erörterung dieser wichtigen Fragen.» Der Zeitpunkt für die Einführung ist dabei nicht in Stein gemeisselt.
Markus Knöpfli

Thailand: Wegen Video über König YouTube blockiert

Am Mittwoch verfügte die thailändische Regierung die sofortige Blockade des populären Internet-Portals YouTube. Der Grund: Ein Video, in dem König Bhumibol veräppelt wurde.

 Am Mittwoch verfügte die thailändische Regierung die sofortige Blockade des populären Internet-Portals YouTube. Der Grund: Ein Video, in dem König Bhumibol veräppelt wurde.  
Wie die SDA am Mittwoch meldete, wurden alle, die in Thailand die Webadresse von YouTube anklickte automatisch auf die Seite des Informationsministeriums umgeleitet. Das asiatische Land hat eine äusserst strenge Gesetzgebung hinsichtlich Majestätsbeleidigung. Das erfuhr auch ein Schweizer Ende März, der zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, nachdem er betrunken öffentliche Portraits des Königs mit Farbe verunstaltet hatte.
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