Startschuss für Award Corporate Communications 2007

Die Ausschreibung des diesjährigen «Award Corporate Communications - Best Practice» ist angelaufen. Kommunikationsfachleute sind eingeladen, sich bis 31. Juli mit realisierten Kommunikationskonzepten um die «Communicators 2007» zu bewerben.

 Die Ausschreibung des diesjährigen «Award Corporate Communications – Best Practice» ist angelaufen. Kommunikationsfachleute sind eingeladen, sich bis 31. Juli mit realisierten Kommunikationskonzepten um die «Communicators 2007» zu bewerben. Der Swiss Award Corporate Communications steht für kreativ integrierte Kommunikationsleistungen und wird jährlich von einer neutralen Jury vergeben. Mit diesem in der Schweiz einzigartigen Preis soll die professionelle interne und externe Kommunikation in der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung gefördert werden. Auch bei der dritten Auflage des Preises können sich die Konzepter darauf verlassen, dass ihre Kommunikationskonzepte von einer kompetenten Fachjury sorgfältig geprüft wird. Die diesjährige Preisverleihung wird am 13. September stattfinden, wie es in der entsprechenden Medienmitteilung heisst. Detaillierte Informationen und Anmeldeunterlagen gibt es über den untenstehenden Link.

Marc Jäggi verlässt Radio 24

Der 31-jährige Radiomoderator und Moderationschef von Radio 24 verlässt den Sender voraussichtlich auf Anfang Juli. Marc Jäggi wird dann eine neue Herausforderung als Produzent bei DRS 1 annehmen.

 Der 31-jährige Radiomoderator und Moderationschef von Radio 24 verlässt den Sender voraussichtlich auf Anfang Juli. Marc Jäggi wird dann eine neue Herausforderung als Produzent bei DRS 1 annehmen.  
Der Exmann von Fernsehlady Anna Maier wird weiterhin in Zürich tätig sein, wie einer Meldung von Radioplay zu entnehmen ist. Seine Radiokariere startete er bei Radio Förderband (BE1) in Bern. Ebenfalls machte er sich als Autor der Bundesrats-WG mit Patrick Schäfler einen Namen.

Maskiert für den Bläsihof

Gastronomie Seit vierzig Jahren ist die Landbeiz Bläsihof in und um Winterthur berühmt für ihr unvergleichliches Chnobli-brot. Oder auch berüchtigt.

Gastronomie Seit vierzig Jahren ist die Landbeiz Bläsihof in und um Winterthur berühmt für ihr unvergleichliches Chnobli-brot. Oder auch berüchtigt. Denn so gut es auch schmeckt, so unabwendbar ist die darauf folgende Knoblauchfahne. Dennoch ist es schwer, der Versuchung zu widerstehen. Um zumindest die Folgen für die Umwelt zu reduzieren, bietet sich die Massnahme an, die Demeulemeester Publicité im neuen Key Visual für den Bläsihof vorschlägt: ein handelsüblicher Chirurgen-Mundschutz. Der ist zwar nicht besonders kleidsam, aber effektiv.

Osterüberraschung des UVEK

Fernsehen Eine zweite Vernehmlassung des UVEK sieht für die Region Zürich neu ein Lokal-TV ohne Leistungsauftrag und Gebühren-Splitting vor.

Fernsehen Eine zweite Vernehmlassung des UVEK sieht für die Region Zürich neu ein Lokal-TV ohne Leistungsauftrag und Gebühren-Splitting vor.Zum grossen Erstaunen der Privat-TV-Szene gab das Departement am 10. April für die Nordostschweiz drei neue TV-Versorgungsgebiete in eine zusätzliche Vernehmlassung. Vorgeschlagen wird zum einen ein Gebiet «Zürich», das mit dem heutigen Rayon von Tele Züri identisch ist, künftig aber keinen Leistungsauftrag und damit auch keinen Gebührenanteil beinhaltet. Das zweite Gebiet «Ostschweiz» (mit Leistungsauftrag) ist fast mit dem aktuellen Sendegebiet von Tele Ostschweiz identisch. Das dritte Gebiet «Nordostschweiz» ähnelt dem Verbreitungsgebiet von Tele Top, aber ohne die Stadt St. Gallen, dafür mit den Zürcher Bezirken Uster und Bülach. Der Leistungsauftrag für dieses Gebiet schreibt Programmfenster für die Kantone Schaffhausen und Thurgau vor.Der ursprüngliche Vorschlag des UVEK sah bloss zwei Sendegebiete mit Leistungsauftrag vor. Das vormalige Gebiet «Ostschweiz» umfasste auch den ganzen Thurgau sowie Winterthur. Das Gebiet «Zürich» band die Kantone Schaffhausen und Glarus ein, für die je ein Programmfenster vorgeschrieben war.
 
Da das UVEK auf Grund der eingegangenen Reaktionen das Gebiet «Zürich» nun doch in der heutigen Grösse belässt, «ist eine Gebührenunterstützung für die Versorgung des Kantons nicht mehr nötig», schreibt Bundesrat Moritz Leuenberger.
Bleibt es beim neuen UVEK-Vorschlag, dann hat der Tamedia-Sender Tele Züri jetzt seine Sendegenehmigung auf sicher. Genauer: Er kann künftig ohne Konzession im bisherigen Gebiet weiter senden – ohne gebührenunterstützte Konkurrenz mit identischem Versorgungsgebiet. Das grösste Schweizer Privat-TV erhält gar eine Carte Blanche, denn ohne Leistungsauftrag kann es sein Sendegebiet beliebig vergrössern, sofern die Kabelnetzbetreiber mitmachen.
Andreas Meili, Leiter Elektronische Medien bei Tamedia, ist über die «180-Grad-Kehrtwende» des UVEK erstaunt. «Dieses Vorgehen zeugt von einer gewissen Konzeptlosigkeit», kritisiert er. TV ohne Gebietsbeschränkung und Leistungsauftrag könne durchaus interessant sein, meint er, zumal Tamedia nicht primär an Gebührenanteilen interessiert sei. Meili sieht aber auch eine «Wettbewerbsverzerrung», wenn ein grosser Teil des Tele-Züri-Sendegebietes auch vom gebührenfinanzierten Veranstalter «Nordostschweiz» abgedeckt werden könne.
Vom UVEK «völlig überrascht» wurde Günter Heuberger, Chef von Tele Top. Doch er freut sich, denn im neuen Vorschlag komme der Einfluss des Kantons Schaffhausen sowie der Städte Uster, Kloten, Frauenfeld, Winterthur und Wil zum Ausdruck. Diese hätten in ihren Stellungnahmen sein Konzept weitgehend unterstützt.
Zufrieden zeigt sich auch Hanspeter Klauser, CEO der St. Galler Tagblatt AG. Das neue Gebiet «Ostschweiz» sei «höchst vernünftig», sagt er, denn es sei praktisch deckungsgleich mit dem Verbreitungsgebiet des heutigen Tele Ostschweiz. Dies entspreche seinen Wünschen eher – auch ohne den Kanton Thurgau.
Anders äussert sich Norbert Neininger, Chef des Schaffhauser Fernsehens (SHTV): «Unsere Position ist unverändert: Schaffhausen will eine eigene TV-Konzession», sagt er. Dass nun seine Region von Zürich weg zum Gebiet «Nordostschweiz» geschlagen wurde, zeige aber immerhin, «dass sich das UVEK bewegt». Neininger hält weiter fest, dass trotz des neuen Vorschlags die Idee eines Senders für die Kantone Schaffhausen, Zürich und Glarus nicht vom Tisch sei. Das Projekt mit Programmfenstern war im Januar von ZüriPlus, SHTV, RingierTV und Goldbach Media skizziert worden – analog zum ursprünglichen UVEK-Gebiet «Zürich» und in Konkurrenz zu Tele Züri.
Markus Knöpfli

Goldgruben im Visier

Vermarkter PubliGroupe richtet sich neu aus. Die neue Strategie, die am 28. März präsentiert wurde, baut auf Crossmedia-Vermarktung und Allmedia-Beratung. Letzteres dürfte die MediaAgenturen hellhörig machen.

Vermarkter PubliGroupe richtet sich neu aus. Die neue Strategie, die am 28. März präsentiert wurde, baut auf Crossmedia-Vermarktung und Allmedia-Beratung. Letzteres dürfte die MediaAgenturen hellhörig machen.Die bisherige PubliGroupe-Struktur mit den fünf Divisionen Publipresse (Print- und Online-Vermarktung in der Schweiz), PubliDirect (Gelbe und Weisse Seiten) und Publicitas Promotion Network (PPN, Aktivitäten im Ausland), Corporate und «Geschäfte im Aufbau» (Radiotele, Web2com, Cinecom, Namics) gehört bald schon der Vergangenheit an. Künftig grenzt die PubliGroupe ihre Geschäftsbereiche nicht mehr nach In- und Ausland ab, sondern nach Tätigkeiten, egal, wo sie ausgeführt werden. In Zukunft werden deshalb in einem Bereich sowohl schweizerische als auch ausländische Aktivitäten zusammengefasst – sofern sie artverwandt sind.So wird neu die Print- und Online-Vermarktung innerhalb der Divisionen Publipresse und PPN im neuen Bereich «Media Sales» zusammengefasst und dort mit der Vermarktung von Kino, Radio, Websites, TV, AdScreen und Mobile gebündelt. Ziel ist es, die einzelnen Medien aus einer Hand und bei Bedarf auch crossmedial und länderübergreifend anbieten zu können. «Wir werden Media Sales so ausrichten, dass wir für Agenturen und Werbeauftraggeber als kompetenter Vermarktungs- und Servicepartner für alle Medien wahrgenommen werden», sagte Hanspeter Rohner, CEO der PubliGroupe, an der Bilanzkonferenz vom 28. März. Der Hauptumsatz des Bereichs Media Sales wird mindestens am Anfang zu rund 80 Prozent aus der Schweiz kommen. Doch dies dürfte sich bald ändern. «Der Geschäftsausbau erfolgt hauptsächlich im Ausland», sagte Rohner.
Nischentätigkeiten, etwa das Vermarkten von Inflight-Medien in Asien (heute Teil von PPN), wird PubliGroupe künftig im Bereich «Custom Publishing» unterbringen. Im Bereich Search & Find subsummiert PubliGroupe die Vermarktung der Weissen und Gelben Seiten, das Portal local.ch und weitere ähnlich gelagerte Aktivitäten vorab in der Schweiz, teilweise auch im Ausland.
Beratungsbedarf wächstBleibt noch der neue Bereich «Marketing & Digital Services»: Fest steht, dass etwa die auf E-Consulting ausgerichtete Firma Namics hier untergebracht wird. Doch die konkrete Ausrichtung dieses Bereichs ist noch am wenigsten klar umrissen (siehe Interview auf Seite 17). Rohner wies darauf hin, dass die Verflechtungen zwischen interaktiven, mobilebasierten, elektronischen und klassischen Medien zunähmen und sich die Anzahl der kommerziell nutzbaren Möglichkeiten vervielfachen würden. «Deshalb wird auch die Beratung von werbetreibenden Kunden zu einer noch wichtigeren Disziplin.» Umso mehr, als Werbeausgaben heute immer häufiger als Media-Investment angesehen würden. Rohner: «Viele Unternehmen wollen heute wissen, wo sie ihre Werbegelder investieren und wann sie dafür einen Return on Investment erzielen können. Mediaforschung, Mediaeffizienzmessung und Media-Analysen sind deshalb Disziplinen, die in den nächsten Jahren markant wichtiger werden. Und da wollen wir mit eine Rolle spielen.»
PubliGroupe scheint in diesem Bereich eine Goldgrube zu wittern. Das Vermarktungsgeschäft im Medienbereich bleibe zwar das Fundament der PubliGroupe, sagte der CEO, doch es werde «sukzessive durch ein ertragsstarkes Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft ergänzt». Anzunehmen ist, dass der Bereich «Marketing & Digital Services» vermehrt bei den Media-Agenturen über den Zaun frisst oder versuchen wird, mit Aktivitäten und Tools in direkte Konkurrenz zu ihnen zu treten.
Interessant ist, dass nun auch PubliGroupe das Modewort Crossmedia benutzt und es sogar zu einem wesentlichen Bestandteil der neuen Strategie macht. Doch Rohner ist sich bewusst, dass der Begriff vielfältig interpretierbar und deshalb missverständlich ist. Er definiert Crossmedia deshalb als «effektive, strategische Bündelung verschiedener Medien für ein klar abgestimmtes Marketingziel». Gleichzeitig grenzte er sich von dem ab, was heute viele Multimediahäuser unter dem Stichwort Crossmedia anbieten, nämlich «Rabattkombinationen, bei denen man gut gehende Produkte mit schlecht gehenden bündelt und hofft, damit den schlecht gehenden etwas Aufwind zu verschaffen. Das ist für mich nicht Crossmedia», hält Rohner fest. Und weist darauf hin, dass Vermarktungskompetenzen allein nicht mehr genügten, denn mit den digitalen Medien werde der Medienmarkt immer komplexer – auch in technischer Hinsicht. Das Know-how im Umgang mit diesen Medien werde deshalb zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. «Wir haben heute eine Grundkompetenz im Haus – und zwar in verschiedenen Sprachen. Das alles zu verknüpfen im Hinblick auf die Crossmedia-Welt, wird eine unserer Herausforderungen, die wir im Rahmen der neuen Strategie angehen wollen», so Rohner.
Pascal Böni soll in den VR einziehen Fritz Schuhmacher,
Ex-Mitinhaber der Internationalen Treuhand AG (Itag) in Basel, trat Ende 2005 aus dem PubliGroupe-Verwaltungsrat aus. Er hatte sein Mandat zur Verfügung gestellt, weil gegen die Itag wegen Vermögensdelikten ermittelt worden war. Der grösste Einzelaktionär der PubliGroupe, die Stiftung Jean-Robert Gerstenhauer mit einem Aktienanteil von 11 Prozent, ist seither nicht mehr im PubliGroupe-VR vertreten. Am 30. April soll sich das nun ändern. Der GV wird die Wahl des neuen Itag-Inhabers Pascal Böni vorgeschlagen.
Markus Knöpfli

Da habt ihr das Geschenk

Neuromarketing Die Rolling Stones rocken zur Feier von 10 Jahren Migros-Cumulus. Im Kopf vieler Migros-Konsumenten wird sich aber eher ein Cumulus-Gewitter zusammenbrauen.

Neuromarketing Die Rolling Stones rocken zur Feier von 10 Jahren Migros-Cumulus. Im Kopf vieler Migros-Konsumenten wird sich aber eher ein Cumulus-Gewitter zusammenbrauen.
«M-Cumulus feiert den 10. Geburtstag. Und als Geschenk gibts ein Konzert der Rolling Stones – exklusiv für Migros-Kunden!» Dieser Head auf der Titelseite des Migros-Magazins drang allerdings nicht als Erstes in mein Gehirn. Denn zuerst nimmt mein neuronales Datenverarbeitungssystem, sprich Gehirn, ja die Bilder auf. In diesem Fall rote Lippen, weisse Zähne und eine herausgestreckte Zunge. Ein starkes Logo einer starken Marke. Zu einer menschlichen Geste wurde das Bild erst, als ich die Glückwünsche zu meinem Geschenk genauer las. Von den über 2 Millionen Geburtstagskindern würden nur 15’000 mit je zwei Tickets beschenkt, hiess es da. Also schauen mehr als 99 Prozent von vornherein in die Cumulus-Wolken. Alles nicht so schlimm, denkt der Empfänger und zählt sich zu den Auserwählten. Schliesslich arbeitet unser Gehirn nach dem «Prinzip Hoffnung». Das hat die Abteilung Forschung und Entwicklung der Evolution in ein paar Millionen Jahre super hingekriegt. Meldeläufer dieses Prinzips ist das Unterbewusste. Also der Teil, auf den unsere vernünftigen Gedanken keinen direkten Zugriff haben. Steht unserem Gehirn bei  Entscheidungen jedoch genügend Zeit zur Verfügung, darf auch die Vernunft in der Jury Platz nehmen, die unser Verhalten steuert. Allerdings nur mit maximal zehn von hundert Vertretern. «Freuen oder nicht freuen» steht nach Eingang der Migros-Mitteilung auf der Traktandenliste. Ausser bei jenen Cumulus-Kunden, die den orangen Riesen zu ihrem Helden auserkoren haben. Denn bei ihnen wirkt die neuronale Heldenverschaltung. Und die ist gegen Einmischungen der Vernunft so gut abgeschirmt, dass Taten des Helden a priori gutgeheissen werden.
6000 Punkte für zwei EintritteAber was passiert in den Köpfen der anderen? Schauen wir doch hinein. Wir sehen, wie ein Delegierter des Bewusstseins die Glückwünsche der Migros rekapituliert: «Der potenziell Beschenkte muss vom 10. bis 23. April in die Migros, muss für mindestens 100 Franken einkaufen, muss eine Wettbewerbskarte nehmen, muss sie mit 10 Klebern versehen und muss sich zu guter Letzt etwa ein Jahr lang verschulden, weil kaum einer die zusätzlich erforderlichen 6000 Eintrittspunkte auf seinem Cumulus-Konto hat.» Kein schlechter Einstieg der Bewusstseinsfraktion. Denn nun erinnern sich die Vertreter des Unbewussten an die Geschichten ihrer Kindheit. Das ist ihre Bestimmung, das hat sich bewährt, das ist das Vorlagenarchiv für Verhaltensmuster. In der Jury werden daher Geburtstagserlebnisse erzählt. Wie man sich fühlte, wenn Geschenke mit unangenehmen Bedingungen verknüpft waren und man dem geizigen Onkel, der listigen Tante oder dem heuchlerischen Bruder noch Dankeschön sagen musste.
Dann wird die Sitzung kurz vertagt, weil neue Informationen überbracht werden. Die Lotterie- und Wettbewerbskommission habe dem Geschenk seinen Geschenkcharakter abgesprochen. Und die Stadt Lausanne habe die 6000 Cumulus-Punkte als Eintrittsticket eingestuft und die Bezahlung der Billettsteuer durchgesetzt. Daraufhin habe der grosszügige Beschenker gemeint, es handle sich um einen reinen Kommunikationsfehler, die Geburtstagskinder dürften Karte und Kleber gegen Rückantwortcouvert auch bestellen.
Die Verlierer bezahlen mitKaum wieder am runden Tisch, stellt sich schnell heraus, dass die Beteuerungen des Beschenkers weder gut ankommen noch sehr glaubwürdig wirken. Nachträgliche Richtigstellungen bei einem Geburtstagsgruss? Doch ob man sich schliesslich freuen und den Geschenkgeber lieben soll, wird auch von der Bewertung anderer Informationspakete abhängen. Passen die Geschichten der Stones zu denen der Migros? Oder wäre ein schweizweites Karaoke-Festival nicht geeigneter? Mag ich es meinem blöden Ländlernachbarn wirklich gönnen, wenn er gewinnt – und ich nicht? Oder will ich gar nicht mit 40’000 Migros-Kunden vor der Stones-Bühne stehen? Sollen Bilder einer Werbeveranstaltung mein lieb gewonnenes Bild von den Stones überlagern dürfen – und sei mein Bild dieser Gruppe noch so falsch? Entspricht es Duttis Gedanke vom sozialen Kapital, wenn über 99 Prozent der Geburtstagskinder nichts vom 4 bis 5 Millionen teuren Geschenk haben?
Solche und andere Fragen sorgen in meinem Cumulus-Oberstübchen noch immer für Aufregung. Und die Wahrscheinlichkeit ist wohl gering, dass der Schlussentscheid lautet: «Wir freuen uns von ganzem Herzen über das tolle Geschenk und danken der Migros für ihre Idee und Grosszügigkeit.» Wahrscheinlicher wird sein, dass sich meine Enttäuschung halten wird. Selbst wenn ich alle Bedingungen erfüllen würde und mit anderen Cumulus-Benutzern am 11. August 2007 dabei wäre, könnte ich mich kaum von den Bildern der echten Stones-Konzerte lösen. Und gehörte ich zu den 99 Prozent Pechvögeln, würde ich es dem Geschenkgeber übel nehmen, mir den Eintritt verwehrt und dem blöden Nachbarn erlaubt zu haben. Zumal mein Unbewusstes sehr wohl weiss, dass das vermeintliche Geschenk eine Werbeaktion ist, das alle Ausgeschlossenen mitbezahlen müssen. Schönes Geschenk.
Dr. Werner T. Fuchs, Autor von «1001 Macht» und Inhaber von Propeller Marketingdesign.
40’000 Tickets zu gewinnenZur Feier von 10 Jahren Cumulus-Karte
hat die Migros bei den Rolling Stones, die diesen Sommer mit «A Bigger Bang» durch Europa touren, das einzige Schweizer Konzert in Lausanne vollständig aufgekauft. 30’000 Tickets kommen in eine Verlosung, an der nur Cumulus-Kunden teilnehmen können. Gültige Teilnahmekarten kommen durch Einkäufe über mindestens 100 Franken vom 10. bis 23. April zustande. Alternativ können die Karten bei der Migros direkt bestellt werden. Ausgelost werden 15’000 Gewinnende, die je zwei Tickets inklusive Bahnbillett nach Lausanne erhalten. Jedem Gewinner werden auf seinem Cumulus-Konto 6000 Punkte belastet (100 Punkte = 1 Franken).10’000 Tickets sind für verschiedene Promotionen in Migros-Filialen, übers Radio und auf der Website reserviert. Ein freier Ticketvorverkauf findet nicht statt.

Die Animatoren der Debatte

Kolumne Das Schreckgespenst von den Medien ohne Journalisten geht um, auch in Frankreich. Nie war ihre Rolle im Wahlkampf so unbedeutend wie diesmal.

Kolumne Das Schreckgespenst von den Medien ohne Journalisten geht um, auch in Frankreich. Nie war ihre Rolle im Wahlkampf so unbedeutend wie diesmal.Die französischen Journalisten sind niedergeschlagen. Die wirtschaftliche Katastrophe der Zeitungen mündete in die Identitätskrise eines ganzen Berufsstandes. Im Fernsehen erleben die totgesagten politischen Sendungen ihre Auferstehung und feiern Rekord-Einschaltquoten – mit Politikern, die direkt von den Wählern befragt werden. Auch im Internet geht die Kampagne an den Journalisten vorbei. Dabei ist das Interesse an der Wahl gewaltig. Wenn die Nachrichtenmagazine Kandidaten aufs Cover bringen, steigen die Auflagen um ein Viertel. Le Figaro verkauft an manchen Tagen ein paar zehntausend Exemplare mehr als sonst. Dutzende von politischen Büchern sind erschienen und finden reissenden Absatz. Ihren Autoren wird jene Unabhängigkeit zugebilligt, welche die Journalisten wegen ihrer Nähe zur Macht und der Machtkonzentration im Medienbereich verspielt haben. Nie war ihre Bedeutung in einem Wahlkampf so gering wie jetzt.«Taisez-vous, Elkabach», hatte vor dreissig Jahren der Kommunistenführer Georges Marchais zum TV-Starmoderator gesagt: «Halten Sie den Mund.» Ganz so schlimm ist es heutzutage nicht, aber die selbstherrliche Arroganz der Kandidaten im Wahlkampf lässt für ihre Machtausübung nichts Gutes ahnen. Wenn ihm ein Einspieler nicht passt, sagt Nicolas Sarkozy, was er von der Reportage denkt. Die Präsentatorin fühlt sich wie eine gemassregelte Schülerin. Im Studio von France 3 bekam er einen Wutanfall, weil man ihn beim Schminken etwas warten liess und der TV-Direktor nicht persönlich gekommen war. Die Filmaufnahmen von seinen öffentlichen Auftritten lässt er in Eigenregie produzieren – und sie werden sogar vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen übernommen, dessen Kameraleute mit schlechteren Plätzen Vorlieb nehmen müssen. Auf seiner Webseite sind täglich neue Reportagen zu sehen, die aus nächster Nähe von seinen Taten berichten: Propaganda im Web-Zeitalter, aber gleichzeitig aufschlussreicher als viele TV-Sendungen der Abteilung Information.
Veranstaltungen mit Politikern waren in den vergangenen Jahren der Alptraum der Senderchefs – jetzt erreichen sie Spitzenquoten. Ein «Panel» von hundert Franzosen, welche einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen sollen, wird ins Studio geladen – für die Auswahl sind die Meinungsforscher zuständig. Titel der Sendung: «Ich habe eine Frage an Sie.» Patrick Poivre d’Arvor, der Starmoderator von TF1, hat noch nie so belämmert in die Kameras geschaut. Der Mann, der am 14. Juli auf Augenhöhe den Staatspräsidenten interviewt, spielt eine Statistenrolle – und kommt auch selten genug ins Bild. Der Puck geht hin und zurück, aber stets am Moderator vorbei. Nur mühsam kommt er jeweils ins Spiel: «Ich glaube, Ginette hat dazu eine Frage.» Ginette fragt den Kandidaten, ob unter seiner Herrschaft ihre Brille von der Krankenkasse bezahlt werde. Für Ségolène Royal hielten die Demoskopen sogar einen Invaliden bereit. Sie ging zu ihm hin, streichelte ihn – und punktete. Dank dieser Sendung kam die Frau, die man bereits für besiegt hielt, wieder ins Rennen zurück.
Das anfangs Jahr erstmals erprobte neue Format ist so erfolgreich, dass sich Deutschland und Italien dafür interessieren. Die Spanier haben es gekauft – und bereits ihren Premierminister in Verlegenheit gebracht. Er nannte auf die Frage, was eine Tasse Kaffee koste, einen viel zu tiefen Preis. In Frankreich haben sich – in gemässigter Form – auch andere Wahlsendungen diesem Schema angepasst. «Die TV-Sender versöhnen das Publikum mit der Politik», konstatierte verblüfft der Figaro.
Im März hat sich die Vereinigung der frankophonen Journalisten an einer Tagung in Lille bitterlich über den Bedeutungsverlust ihrer Mitglieder beklagt. Den Internet-Portalen wurde ein «demagogischer Umgang mit der Information» unterstellt. Und der Sendung «Ich habe eine Frage an Sie» wurde vorgeworfen, die Journalisten um ihre Aufgabe zu bringen, sie zu «Animatoren der öffentlichen Debatte» zu degradieren.
Es wird auf diese Veränderungen und Herausforderungen ganz gewiss Antworten geben. Le Monde hat – nicht die besten – vorgegeben. Die Zeitung listete auf, welchen Quatsch die Kandidaten in der Sendung ohne Journalisten widerspruchslos verzapfen durften. Doch dafür hat sich am Tag danach kein Mensch mehr interessiert.
Jürg Altwegg ist Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen in Genf.

Gute Reise, Luigi!

Nachruf Thomas Hermann verabschiedet sich in einem Nachruf von Luigi Grendene.

Nachruf Thomas Hermann verabschiedet sich in einem Nachruf von Luigi Grendene. Ich mache es kurz, ich gehe.» Mit diesen Worten informierte Luigi Grendene als Chairman und Creative Head der Grendene, Ogilvy & Mather Ende 2006 seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über sein auf Ende April 2007 geplantes Ausscheiden aus dem Agenturleben. Von Pensionierung wollte er nichts wissen. Der umtriebige Werber hatte noch viele Pläne, nicht zuletzt einen Segeltörn rund um die Welt mit seiner liebenswürdigen Alma. Das Hochseepatent in der Tasche, meisterte er mit seiner Segeljacht schon manchen Sturm auf dem tückischen Vierwaldstättersee.    Luigi besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich (heute HGKZ) und machte als bester Absolvent seines Jahrgangs schon früh auf sich aufmerksam. Alma, die Frau seines Lebens, hatte er in der «Kunsti» kennen gelernt. Beide feiern am gleichen Tag Geburtstag. Alma blieb zeitlebens seine grosse Stütze, gab ihm Zuneigung und Geborgenheit und schenkte ihm zwei Söhne.
Schon 1969 spannte er mit Martin Lanz, seinem späteren Compagnon, zusammen. Die beiden gewannen als Freelancer für René Hürlimann (damas HMK) manchen Pitch. Der frühe Erfolg führte 1972 zur Gründung von Grendene & Lanz. Für Martin Lanz ist mit dem plötzlichen Tod von Luigi Grendene «ein Vulkan erloschen».
 
Legendär waren die Kampagnen für Rank Xerox, Ikea und Lancia. Letzteres Mandat gewann er 1984 für Fiat Auto (Suisse), deren Auftraggeber ich damals war. Autos waren seine grosse Leidenschaft. Auch seine Kampagnen für Ford und Jaguar waren wegweisend für die Autowerbung.
Von 1996 bis heute war er Patron von Grendene, Ogilvy & Mather. Er war der kreative Übervater, streng, konsequent, aber voller Anerkennung für Glanzleistungen. Viele ADC-dekorierte Werber durchliefen seine Schule des Lebens. Er vermittelte ihnen nicht nur das Handwerk, sondern menschliche Werte wie Zurückhaltung, Grosszügigkeit und Bescheidenheit. Ihm selbst waren die Würfel eher ein Stein des Anstosses.
Luigi war ein lebensfroher Geniesser. 23 Jahre durfte ich ihn begleiten und sehen, wie er die italienische Grandezza in Turin genoss, aber auch mit totaler Hingabe Einzelprojekte verfolgte, wie das Buch über die Fan Tree Company (DKSH), für das er posthum wohl doch einen Preis gewinnt. Ein atypischer Werber verlässt die Bühne der Verführung und der Sehnsüchte. Er warb nicht für sich, sondern für seine Kunden. Kein Grabstein, sondern sein Wirken soll an ihn erinnern, und seine Asche reist um die Weltmeere. Gute Reise, Luigi!
Thomas Hermann, Managing Director, Ogilvy Public Relations Worldwide.

Inobat: «Viens, chien!»

Recycling Bella, Fifi, Rex, Astor, Balou, Sheila, Aibo und Blacky werben mit Wirz für Inobat.

Recycling Bella, Fifi, Rex, Astor, Balou, Sheila, Aibo und  Blacky werben mit Wirz für Inobat.Gut sind wir Schweizerinnen und Schweizer im Batteriensammeln schon lange. Aber wir könnten noch besser werden! Darum startet in diesen Tagen eine von Wirz gestaltete Plakatkampagne, welche die Sammelquote weiter erhöhen soll. Mehrere putzige batteriebetriebene Hündchen präsentieren stolz ihre Häufchen und erinnern daran, dass es auch für Batterien einen speziellen Sack gibt: den Battery Bag. Die Plakate mit jeweils vier Hunden werden an geeigneten Stellen im Doppel aufgehängt. Über den «Jöh»-Effekt der netten Hunde sollen einerseits Kids angesprochen werden, die in antiken Gameboys und anderen elektronischen Spielsachen noch alte Batterien lagern. Mit dem Witz im frechen Sujet sollen andererseits auch Erwachsene «nicht gemahnt, sondern mit Humor daran erinnert werden», dass es einen solchen Battery Bag gibt. Und sind erst mal ein halbes Dutzend Batterien in diesem «zwischengelagert», wird man den Bag wohl kaum mehr achtlos in den Kübel werfen, sondern «fachgerecht entsorgen», ist CD Matthias Freuler überzeugt.   
Andreas Panzeri

Internationale Ehren für Burson-Marsteller

Die PR- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller erhält von der führenden PR-Fachpublikation The Holmes Report die Auszeichnung als «internationale Agentur des Jahres 2007».

 Die PR- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller erhält von der führenden PR-Fachpublikation The Holmes Report die Auszeichnung als «internationale Agentur des Jahres 2007».  
Der Holmes Report wählt jährlich die besten PR-Agenturen und bewertet diese anhand ausgewählter Kriterien wie Geschäftsdynamik, internationales Netzwerk, Kundenarbeit, Fachkompetenz und Qualität der Mitarbeiter. In diesem Jahr ging die Auszeichnung für die «Internationale Agentur des Jahres 2007» an Burson-Marsteller. Freude herrscht darüber auch in der Schweizer Vertretung: «Die Auszeichnung ist eine grossartige Anerkennung für unsere tägliche Arbeit und das Engagement der Mitarbeiter von Burson-Marsteller», so der hiesige CEO, Roman Geiser in einem Communiqué vom Donnerstag. Ausschlaggebend für die Wahl war unter anderem das ausserordentliche Wachstum von Burson-Marsteller in Europa. Wie der Holmes Report festhält, konnte die Agentur ihr europäisches Geschäft über die letzten zwölf Monate derart ausweiten, dass das beste Neugeschäft seit den Boom-Jahren der späten Neunziger erreicht wurde.

Zu guter Letzt: Uri, Schwyz und Guantanamo

Die CIA-Fax-Affäre deckt einige überwunden geglaubte durch und durch negativen Aspekte des Schweizerischen Nationalcharakters gnadenlos auf: Grenzenlose Kleinkariertheit und sträfliche Humorarmut sowie militärische Minderwertigkeitskomplexe (weil wir im Zweiten Weltkrieg nicht richtig dabei waren?). Kein Wunder schreitet die Internationale ein.

 Die CIA-Fax-Affäre deckt einige überwunden geglaubte durch und durch negativen Aspekte des Schweizerischen Nationalcharakters gnadenlos auf: Grenzenlose Kleinkariertheit und sträfliche Humorarmut sowie militärische Minderwertigkeitskomplexe (wohl weil wir im Zweiten Weltkrieg nicht richtig dabei waren?). Kein Wunder schreitet die Internationale ein. Für jene dies noch nicht mitgekriegt haben: Drei Journalisten des SonntagsBlick werden am 17. April vor ein Militärgericht in St. Gallen gestellt, weil sie im Zusammenhang mit den vermuteten CIA-Geheimgefängnissen einen Fax abgefangen und publiziert hatten. Ihnen wird vorgeworfen, den Schweizerischen Nachrichtendienst erheblich geschwächt zu haben. Seither sehen sie sich absurden Druckversuchen des Schweizer Militärs ausgesetzt, die nun solch kafkaeske Aussmasse angenommen haben, dass sich die regionale Gruppe der Eropäischen Föderation der Journalistinnen und Journalisten gezwungen sah, in der Sache aktiv zu werden. In einer Stellungnahme am Donnerstag verurteilte sie die Vorgänge im Schweizerland scharf und hielt fest, dass der Fall nicht Sache der Militärjustiz sei, sondern zivilgerichtlich beurteilt werden müsse. Zudem sei es nicht das erste Mal, dass die Schweiz investigative Journalisten einzuschüchtern und sie von der Publikation von Dokumenten abzuhalten versuche, die die Regierung lieber geheim halten möchte. Das passt besser in eine Diktatur und nicht ins Land der Superstreber der Demokratie.

Per Schmetterling rund um die Welt

Zeitungen Spillmann Felser Leo Burnett geht mit der Tagi-Kampagne in eine neue Runde.

Zeitungen Spillmann Felser Leo Burnett geht mit der Tagi-Kampagne in eine neue Runde.Welche Folgen könnte das grosse Bienensterben in den USA für den FCZ haben? Und hätte eine Wahl von Hillary Clinton Auswirkungen auf die Steuern in Wetzikon? Und könnte umgekehrt ein lokales Zürcher Ereignis Folgen haben für den Rest der Welt? Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben…Wie es zu seinem Claim gehört, bleibt der Tages-Anzeiger in der neuen Werbekampagne explizit an Ereignissen dran und zeigt erstmals auf, welche Auswirkungen sie haben könnten. Resultat: Eine lustvolle, intelligente und witzige Textkampagne, die anhand von aktuellen Themen das breite Spektrum des Tages-Anzeigers aufzeigt und darauf aufmerksam macht, dass in der heutigen Welt vieles voneinander abhängt.
Dranbleiben – auch an den FolgenAbgestützt hat sich Spillmann Felser Leo Burnett bei dieser Idee auf den so genannten Schmetterlingseffekt – «Der Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonas-Urwald kann einen Orkan in Europa auslösen.» Ähnlich hat es auch schon Mani Matter in seinem «Zündhölzli-Lied» dramatisiert.
Dranbleiben – das langjährige Motto des Tages-Anzeigers bedeutet somit nicht nur, an Themen dranzubleiben, sondern auch an den Folgen von Ereignissen. Denn jedes Ereignis zieht automatisch weitere Ereignisse nach sich. «Wir wissen nicht genau, welche. Aber wir können spekulieren», erklärt CD Peter Brönnimann. Seine Texter durften deshalb voller Fantasie vermuten, in welche Richtung gewisse Ereignisse laufen, welche Bereiche sie streifen, wie sie unseren Alltag ganz individuell beeinflussen könnten. So sind Sportereignisse gemäss Anzeige nicht nur für Sportinteressierte relevant, sondern können auch Auswirkungen auf die Wirtschaft haben oder die Politik. Und politische Entscheide in Washington wiederum könnten Folgen haben für den Steuerzahler in Wetzikon. Kurz: «Weil heute vieles voneinander abhängt, ist eine Komplettzeitung wie der Tages-Anzeiger für die Menschen relevanter denn je», meint die Werbung. Eine Zeitung, die regionale Themen genauso ernst nimmt wie internationale. Eine Zeitung, die über Neues aus der Wissenschaft genauso berichtet wie aus der Wirtschaft. Für jene die Missstände im Zürcher Borrweg-Schulhaus genauso ein Thema sind wie die Missstände im amerikanischen Walter-Reed-Armeespital. Und eine Zeitung schliesslich, die daneben viel Hintergrundwissen vermittelt und Zusammenhänge aufzeigt.
Die Tagi-Agentur Spillmann Felser Leo Burnett hat für eine erste Phase rund ein Dutzend Anzeigensujets kreiert. Von «Was, wenn keine neuen AKWs gebaut werden?» über «Was, wenn Hillary Clinton 2008 US-Präsidentin wird?» bis zu «Was, wenn Ailton ganz viele Tore schiesst?» Später sollen diese Anzeigen im gleichen Stil zusätzlich Radio- und Fernsehspots auslösen.
Andreas Panzeri
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