Publikumsforschung: Radio und Fernsehen verloren an Publikum
Wie die am Dienstag präsentierten Erhebungen der Mediapulse zeigen, sanken in allen drei Landesteilen die TV- und Radionutzung. Das Radio bleibt aber weiterhin das am meiste genutzte Medium. Weiterhin auf dem Vormarsch ist das Internet.
Wie die am Dienstag präsentierten Erhebungen der Mediapulse zeigen, sanken in allen drei Landesteilen die TV- und Radionutzung. Das Radio bleibt aber weiterhin das am meiste genutzte Medium. Weiterhin auf dem Vormarsch ist das Internet. Das Tessin schaut mit 180 Minuten pro Kopf und Tag am eifrigsten Fern. In der Westschweiz betrug sie 170 Minuten und in der Deutschschweiz benutzte der Durchschnitt 146 Minuten im Tag das Fernsehen. In der Deutsch- und Westschweiz nahm der Fernsehkonsum erneut leicht ab, hingegen im Tessin stieg er um fünf Minuten pro Tag, schreibt die Nachrichtenagentur SDA in einer Meldung. Die ersten Programme von SRG SSR bleiben in ihren Regionen deutliche Marktführer, insgesamt aber verzeichnen die ausländischen Sender mit 60,3 Prozent den grössten Marktanteil. Leader waren mit 7,3 Prozent RTL gefolgt von Sat1 mit 6,4 Prozent. Der Marktanteil des Schweizer Fernsehens betrug insgesamt 34,5 Prozent. In der Westschweiz kam TSR auf einen Anteil von 32,3 Prozent. Der Anteil der ausländischen Sender in der Romandie war mit 65,3 Prozent höher als in der Deutschschweiz. Im Tessin erzielte TSI 31,3 Prozent, während ausländische Stationen 62,9 Prozent Marktanteil verbuchen konnten. Beim Radio nahm der Konsum um 0,7 Prozent ab, womit im letzten Jahr 90,3 Prozent der Bevölkerung täglich Radio hörten. Der durchschnittliche tägliche Konsum nahm um 4 Minuten auf 100 Minuten pro Person ab. Weiterhin Ausbaupotential hat das Internet. 72 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren surften einmal pro Quartal im Internet. Um 21 Prozent hat damit die Internetnutzung seit 2001 zugenommen. 68 Prozent der Frauen und 78 Prozent der Männer nutzen somit das Internet. In der Schweiz besassen 77 Prozent der Bevölkerung einen oder mehrere Computer. 67 Prozent der Schweizer hatten einen privaten Internetanschluss. Nur noch 18 Prozent surft über einen analogen Anschluss. Demgegenüber stieg die Zahl derjenigen, die via ADSL ins Netz einstiegen, um 21 auf 50 Prozent. 8 Prozent gelangten via ISDN und 19 Prozent über Kabel ins Internet.
