Unsichtbarer Begleiter

Versicherungen Contexta hat in Uruguay einen neuen TV-Spot für die Basler Versicherungen realisiert.

Versicherungen Contexta hat in Uruguay einen neuen TV-Spot für die Basler Versicherungen realisiert. Seit 2001 wirkt der «unsichtbare Begleiter» als kreatives Element in den Filmen für die Basler Versicherungen und die Baloise Bank SoBa. Die Werbeagentur Contexta geht jetzt mit dem von ihr entwickelten Konzept einen Schritt weiter. «Was immer Sie vorhaben: Wir tragen mit», lautet die unmissverständliche Botschaft. Diese wird seit letztem Jahr erfolgreich in der Printkampagne vermittelt. Auch wenn er nie zu sehen ist, verkörpert der Kundenberater die Partnerschaftlichkeit sowie die unaufdringliche Hilfsbereitschaft der Basler auf sehr auffällige Weise. Dieser simplen Idee folgend, ergänzt nun ein emotionaler TV-Spot die Printsujets und komplettiert damit die umfassende Imagekampagne. Im neuen 30-Sekünder übernimmt der Basler Berater nach der begleitenden jetzt wortwörtlich die tragende Rolle: Der Film folgt einer jungen Vespafahrerin auf ihrem Weg durch die Stadt. Auf ihrer unbekümmerten Fahrt beobachtet sie, wie der unsichtbare Begleiter in zahlreichen, genauso überraschenden wie sympathischen Szenen die Kunden der Basler im täglichen Leben unterstützt.
Die Herausforderung, das breite Angebotsspektrum der Basler Versicherungen und der Baloise Bank SoBa ohne erklärenden Text in nur 30 Sekunden aufzuzeigen, konnte durch eine schnelle Abfolge mehrerer Szenen gemeistert werden. Versicherung, Vorsorge und Vermögen – alles zusammen wird im übertragenen Sinn und nur andeutungsweise dargestellt.
Auf zu neuen DestinationenWeil für den Spot warme Temperaturen und eine sommerliche Szenerie notwendig waren, verlegte die Agentur den Dreh ins Ausland. Für einmal wurde aber nicht auf eine der bereits bekannten und geschätzten Destinationen Kapstadt oder Miami gesetzt, sondern auf Montevideo, Uruguay. «Wir sind schon auf der ganzen Welt herumgereist und haben an vielen Orten gedreht. Montevideo ist neu und eine super Entdeckung», schwärmt Bene Abegglen, CD der Contexta. Ihm und dem Kunden gefiel vor allem die Ähnlichkeit mit der Schweiz: «Die Stadt Montevideo wirkt sehr europäisch, hat viele moderne, aber auch alte Bauten, und die Menschen sind von mediterranem Typ. Auf den ersten Blick könnte der Film in Lausanne oder Basel spielen.»
Der Tipp für Montevideo kam von Christian Aeby, dem Regisseur des Spots. Er schätzt nebst der Architektur und dem Klima die Qualität der ansässigen Produktionsfirmen. Die Leute sind sehr motiviert. «In der Tat ging der ganze Dreh rundum gut über die Bühne», zeigt sich auch Marc Hallauer, der mitgereiste Leiter Marketing-Kommunikation der Basler, sehr zufrieden.
Um im Film die gewünschte lockere Atmosphäre nicht nur visuell zu kommunizieren, musste auch der Soundtrack mindestens so problemlos wirken. Den Kreativen schien die Musik von «The Willowz» ideal: Ein lockerer Singsang und eine ungewohnt zurückhaltende Stimme verstärken die realistischen, ungekünstelten und bewusst nicht immer lupenreinen Kameraeinstellungen durch ihre schlichte Unbekümmertheit.
Der Spot als Ganzes schafft es so, mit einfachen Bildern den unsichtbaren Begleiter ins Zentrum des Geschehens zu rücken und damit die Nähe der Basler Versicherungen zum Kunden zu demonstrieren, getreu dem Claim: «In good company».
Andreas Panzeri

Der Verbandler

Christian Wick ist mit Feuereifer neuer Präsident der Zürcher Public Relations Gesellschaft.

Christian Wick ist mit Feuereifer neuer Präsident der Zürcher Public Relations Gesellschaft. «C’est le choc!» – So reagierte Christian Wick beim letzten Weihnachtsessen der Zürcher Public Relations Gesellschaft. Da hatte er nun das Geschenk. Erst im Herbst 2006 hat man den Gründer von Wickpr angefragt, ob er Interesse hätte, beim Verein der Zürcher PR-Spezialisten «ein bisschen mitzumachen». Wieso eigentlich nicht? Der Verband ist eine gute Plattform. Gerade für eine Kleinagentur macht es Sinn, mit anderen Fachleuten in Kontakt zu kommen. «Meine Sparring-Partner sind sonst vielfach nur Kunden oder Zulieferanten», überlegte sich Wick in dieser Situation. Der Zufall wollte es, dass gleich bei seinem ersten «Gastbesuch» an einem Verbandstreffen der bisherige Präsident seinen Rücktritt ankündigte. Wick spürte, dass auch andere Vorstandsmitglieder «Lust auf neue Leute mit neuen Impulsen zeigten». Er anerbot sich, vorerst einmal das Weihnachtsessen zu organisieren … Jetzt ist er an der GV vom 2. April Präsident geworden. Der 44-Jährige zeigte sich nicht nur geschockt, sondern auch geschmeichelt. «Präsident wird man doch normalerweise erst im Pensionsalter.»
Zu den Aufgaben des jungen Präsidenten gehört es unter anderem, zehnmal pro Jahr einen möglichst spannenden Event für die Branche zu organisieren. Die Latte ist dabei hoch gesetzt. Wie zum Beispiel beim Communication Summit im vergangenen Februar, den die PR-Gesellschaft gemeinsam mit dem Zürcher Presseverein lancierte. Rund um das Thema «Alles Image oder was?» referierte Alexander Niemetz, der frühere Chef des «heute Journals», wie er Angela Merkel für die letzte Redeschlacht am TV gegen Gerhard Schröder coachte. 150 PR-Fachleute und Journalisten liessen sich vom Thema anlocken.
Um auch in Zukunft solche Höhepunkte für die Branche organisieren zu können, will Wick das Büro der Zürcher Public Relations Gesellschaft demnächst in seine Agentur Wickpr an der Zürcher Weinbergstrasse integrieren, «im Sinne eines Ausbaus».
Der Kommunikationswissenschafter Peter Watzlawick sagte: «Man kann nicht nicht kommunizieren.» Wick sagt: «Man muss kommunizieren.» In diesem Sinn ist der neue Präsident überzeugt, dass es «für seinen Verband wichtig ist, auch PR in eigener Sache zu machen». Die Branche habe vielerorts immer noch «ein schlechtes Image».
Wenn eine etwas schräge Meldung in die Medien kommt, spricht der Volksmund von einem «PR-Gag». Dabei müsste es nach Wick korrekter «Medien-Gag» heissen. Umgekehrt wüssten viele Leute nicht, dass solche Medienarbeit «nur ein kleiner Aspekt von PR» sei. Besonders amüsiert zeigt sich der Berater, wenn ihn neue Kunden fragen: «Haben Sie Medienkontakte?» – Da frage er jeweils zurück: «Haben Sie eine Story?» Denn für heisse Geschichten war es noch nie ein Problem, eine Sonntagspresse oder sogar die Tagesschau für einen Kunden mobilisieren zu können. Die Arbeit der Public Relations ist also komplexer geworden. Das kann der Verband mit seiner Arbeit aufzeigen.
Gleichzeitig schätzt Wick an seiner Arbeit in diesem Gremium, dass er hier «wacher gegenüber neuen Trends bleibt». Der Vorstand muss sich überlegen, welche Referenten beim nächsten Fachtreff angesagt sind und welche Themen auf die Agenda kommen. Nicht geeignet sei der Verband für Leute, die schnell über neue Beziehungen zu einem Auftrag kommen wollen.
Christian Wick hat sein Handwerk fünf Jahre lang bei Karl F. Schneider gelernt. Vorher studierte er Phil I an der Universität Zürich. Zuerst noch ohne Ziel, «weil ihn Sprache einfach faszinierte». Das war schon im Gymnasium in Schwyz so, wo Wick zum Entsetzen seiner Kollegen mit viel Spass Latein als Freifach büffelte.
Als der Maturand von Goldau in eine Loge im Zürcher Kreis 4 umsiedelte und sich auch an der Uni plötzlich mit viel freieren Strukturen konfrontiert sah, war es nicht immer einfach, einen klaren beruflichen Weg zu erkennen. Wick jobbte als Werkstudent in der Sihlpost und wurde später «Redaktor» für ein Ragionenbuch von Orell Füssli. Kein Interesse weckte aber die Möglichkeit, nach dem Abschluss an der Uni weiter als Assistent der Wissenschaft zu frönen. Nach drei Monaten Abenteuerreise in Argentinien ging Wick deshalb zu einer Lebenslauf-beraterin. «Und das war eine richtige Erleuchtung.» Die Frau schickte ihn zur Public Relations.
Wick kaufte sich Sachbücher, meldete sich beim Sawi an und machte gleich sein «erstes Mailing in eigener Sache». Er schrieb an sämtliche PR-Agenturen in Zürich, dass er einen Einstieg als Assistent suche. Die damalige Farnerei und Karl F. Schneider haben auf die Bewerbung reagiert. Bei Schneider hat es schliesslich geklappt.
Bereits nach seiner ersten Stelle hat er sich selbstständig gemacht. Vorher holte er sich mit 29 Jahren als jüngster Absolvent der Schweiz ein Diplom als PR-Berater. Im Kurs lernte er Marco Lehner kennen und stieg dann 1994 bei Metzger, Lehner, Briccola als «Leiter der PR-Unit» ein. Er setzt den Titel in Anführungszeichen, weil er damals einfach gratis ein Büro benutzen durfte. Die Agentur konnte im Gegenzug auch PR anbieten. Wick arbeitete selbstständig, ohne Lohn, aber auch ohne Fixkosten.
Nach einem Jahr fanden sich bereits acht Kunden in seinem Portfolio. Diese wollte Wick in der Folge selbstständig mit einer Einzelfirma unter dem Namen Inhalt & Form betreuen. Daraus wurde später eine grössere Agentur, bevor Mitinhaber Wick 2001 zu Weber, Hodel, Schmid wechselte. Bis zum Ende von WHS war er hier Leiter der PR-Unit. Dann hat er sich 2004 «endgültig selbstständig gemacht und wollte nicht länger unter andern Labels arbeiten».
Gewitzt durch die letzte Erfahrung soll Wickpr nur sorgfältig wachsen. Je nach Aufgabe und Kunde stellt der Alleininhaber die richtige Crew zusammen. Installiert ist die Agentur im gleichen Gebäude wie Lesch + Frei. Das ist sehr praktisch für Printarbeiten wie Jahresberichte oder Mitarbeitermagazine, weil Wick hier auch den direkten Zugang zur grafischen Infrastruktur nutzen kann. Weniger wichtig ist eine solche Nähe bei Arbeiten für das Internet. Da kann Wick auch mal seine Spezialisten in Deutschland finden.
Für Christian Wick gehört es zum Konzept, dass er neben kommerziellen Kunden aus den verschiedensten Branchen auch regelmässig Mandate im Bereich Nonprofit betreuen kann. Eine wichtige Arbeit leistet der PR-Berater hier für Professor Ruedi Lüthy und seine Swiss Aids Care International. Der Gründer des Zürcher Lighthouses ist heuer auch «Europäer des Jahres» geworden. Da war es für Wickpr natürlich ein stolzer Event, dass die neue Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nur zwei Wochen nach ihrem Amtsantritt für die Laudatio in die ETH Zürich gekommen ist. Mit dem Werd-Verlag zusammen hat Wickpr jetzt auch ein Buch «Geschenktes Leben» über Lüthys Arbeit in Simbabwe «angeschoben».
Einen zweiten NPO-Kunden betreut Wickpr mit der Krebsstiftung Swissbridge. «Solche Mandate machen Sinn, weil sie eine öffentliche Relevanz haben», ist der neue Präsident der Zürcher PR Gesellschaft überzeugt.

Andreas Panzeri

Portfolio Day für Fotoprofis

Fotografie Die Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter präsentiert den 1. Swiss Portfolio Day. Dieser will der Fotoszene Schweiz am 5. Mai eine neue Plattform fürs Netzwerken bieten.

Fotografie Die Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter präsentiert den 1. Swiss Portfolio Day. Dieser will der Fotoszene Schweiz am 5. Mai eine neue Plattform fürs Netzwerken bieten. Swiss Portfolio Day, bestehend aus Winner Portfolio, MyPortfolio und Open Space, ist ein neues Instrument für die fotografischen Berufsschaffenden. MyPortfolio bietet führenden Profis der Fotografie persönliche Gespräche mit rund zwanzig Experten aus der Werbeszene, Art Buyern, Bildredaktorinnen und Kulturmanagern wie Frank Bodin, Koni Nordmann, Martin Jäggi, Axel Martels. Die Gespräche dauern 20 Minuten. Buchen kann man über das Internet auf www.the-selection.ch.  
Der Swiss Portfolio Day findet in der Ausstellungshalle von The Selection vfg im Unterwerk Selnau in Zürich statt.
Andreas Panzeri

«Wir ergänzen uns»

Radio II Klaus Kappeler, CEO der Goldbach Media, nimmt Stellung zum Energy-Verkauf und zu weiteren möglichen Kooperationen mit Ringier.

Radio II Klaus Kappeler, CEO der Goldbach Media, nimmt Stellung zum Energy-Verkauf und zu weiteren möglichen Kooperationen mit Ringier.WW: Herr Kappeler, plagt Sie kein schlechtes Gewissen, dass Sie eines der letzten Nicht-Verlegerradios ausgerechnet an einen Verleger verkauften?Klaus Kappeler: Nein, der Verkauf fiel mir nach 21 Jahren aber sehr schwer. Doch gerade wegen der regionalen Verlagsmonopole fragten wir uns, in welchem Umfeld das Radio Anschluss zu anderen Redaktionen erhalten und von Medieninfrastrukturen profitieren könnte. Bei Ringier haben wir das nun gefunden, was auch für die Energy-Mitarbeiter eine grosse Chance sein wird. Aber wir koppeln uns ja nicht ganz ab, wir bleiben Exklusivvermarkter.WW: PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner lobte Goldbach kürzlich als Crossmedia-Pionier, allerdings  bemängelte er, Crossmedia ohne Print sei wie ein gastronomisches Menu ohne Hauptgang. Nahmen Sie sich das zu Herzen?Klaus Kappeler: Ich bin natürlich stolz, wenn Goliath den David schon vor der Schlacht lobt. Herrn Rohner ist aber entgangen, dass sich Goldbach zwar für die elektronischen Medien im eigenen Portfolio engagiert, dass wir aber bei fast jeder Crossmedia-Kampagne mit Partnern zusammen auch Print, Plakat und Direct Mail realisieren.WW: Ringier ist der grösste Schweizer Verlag, Sie sind stark bei den elektronischen Medien. Das ergänzt sich und sieht nach einer Partnerschaft aus.Klaus Kappeler: Dass wir uns ergänzen, ist absolut richtig. Und dass es nach einer Partnerschaft aussieht, verstehe ich. Es liegt auf der Hand, dass Goldbach sich mit Ringier über Crossmedia-Strategien unterhalten wird, ebenso über die Frage, ob der Verlag Ringier integriert werden kann. Aber jetzt wurde nur gerade das Radiogeschäft abgewickelt.WW: Eine weitere Parallele: Ringier ist schon in Osteuropa präsent, Goldbach hat dies ebenfalls vor. Klaus Kappeler: Sie bringen mich auf eine gute Idee: Wir werden mit Ringier auch über die Ostmärkte diskutieren.WW: Werden Sie sich mit Ringier auch finanziell verflechten – zum Beispiel, indem der Ex-Verleger Beat Curti oder die Beteiligungsfirma 3i dem Verlagshaus ihre Goldbach-Anteile verkaufen?Klaus Kappeler: Wir widmeten diesen Dingen bisher keinen Gedanken. Wir wollten primär den Energy-Verkauf sauber regeln. Und wie ich Ringier spürte, lag dies auch Martin Werfeli und Thomas Trüb am Herzen. Im Moment ist nichts anderes in der Pipeline.WW: Dennoch scheint das Ganze – zumindest in der Schweiz – auf eine Konkurrenz zur PubliGroupe hinauszulaufen.Klaus Kappeler: Ich denke nicht so, sondern halte mich an die Goldbach-Strategie: Wir positionieren uns als Kompetenzzentrum der elektronischen Medien und sind kein Bauchladen, der alles anbietet. Genau das wird auch von den Kunden und Agenturen geschätzt.WW: Das Medienhaus Tamedia und Publisuisse, Vermarkter von TV, Radio und AdScreen, verbandelten sich kürzlich ebenfalls. Spielte das für Sie eine Rolle?Klaus Kappeler: Auch hier denke ich anders. Ich nehme zwar die andern Wettbewerber ernst, sie alle haben ihre Strategien. Aber Goldbachs Antwort auf das Zusammenspannen von Tamedia und Publisuisse war typisch: Wir steigerten die Radio-Umsätze im ersten Quartal 2007 um einen hohen zweistelligen Prozentsatz. Denn wir nehmen gerne jeden Challenge an und fürchten keinen Wettbewerb, sondern bewahren einen kühlen Kopf. Interview: Markus Knöpfli
 
 
 
 
Das Aktionariat von Goldbach MediaNach dem Aktientausch mit Adlink sind die Anteile bei Goldbach Media neu wie folgt verteilt: Adlink hält 19,4 Prozent, der Verwaltungsrat 29,7 Prozent, Mitarbeiter und Management kommen auf 12,4 Prozent, diverse Aktionäre halten 21,1 Prozent und die beteiligten Investoren (3i und Beisheim Holding) 13,9 Prozent. Der Eigenbestand beläuft sich auf 3,5 Prozent. 

Scharfe Bilder von der SRG

HDTV Hochauflösendes Fernsehen kommt jetzt auch in die Schweiz: Am 1. Dezember lanciert die SRG SSR einen HD-Kanal.

HDTV Hochauflösendes Fernsehen kommt jetzt auch in die Schweiz: Am 1. Dezember lanciert die SRG SSR einen HD-Kanal.
«HD ready» haben viele auf dem Etikett ihres neuen Flachbildschirmes zwar schon einmal gelesen. Doch bislang war hochauflösendes Fernsehen (HDTV) für die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer in der Schweiz eine technische Spielerei. Denn der Empfang von solchen Sendungen blieb jenen Spezialisten vorbehalten, die sich die notwendige Satellitenempfangsanlage leisteten. Das wird sich nun ändern. Am 1. Dezember 2007 beginnt die SRG SSR mit HD-Sendungen. Sie lanciert einen neuen nationalen Kanal, auf dem Sendungen aus allen drei Sprachregionen zu sehen sind. Noch schweigt sich die SRG-Zentrale in Bern über den Namen des Senders sowie über Programmdetails aus. Sie will im Mai informieren.Der neue SRG-HD-Kanal wird via Satellit Hotbird 8 mit der bestehenden Entschlüsselungskarte der SRG SSR frei empfangbar sein. Dass dann auch die Kabelnetze nicht umhin kommen, diesen Kanal in ihren digitalen Angeboten weiterzuverbreiten, liegt auf der Hand. Die Cablecom hat ein HDTV-Angebot für Herbst angekündigt und wird den SRG-HD-Kanal sicher aufschalten, wie Mediensprecher Hugo Wyler bestätigt.
Schrittmacher Euro 08Spätestens mit der Fussball-Europameisterschaft im Juni 2008 dürfte HDTV einen Entwicklungsschub erleben. Denn Sport war schon immer der Schrittmacher für technische Neuerungen: Das war schon bei der Einführung des Farbfernsehens im Olympia-Jahr 1968 der Fall. Mitte März hat die SRG SSR den Vertrag mit der UEFA unterzeichnet, der dem Schweizer Fernsehen die Übertragung aller Euro-08-Spiele erlaubt. Laut Sportchef Urs Leutert werden die Spiele – wie schon bei der Fussball-WM 2006 – alle im HD-Format produziert. Nur werden sie im Gegensatz zur Fussball-WM auf dem neuen SRG-HD-Kanal auch hochaufgelöst ausgestrahlt.
Technisch wird der neue HD-Kanal in der Übertragungsnorm «720p» senden. Das bedeutet ein Bild aus 1280 mal 720 Bildpunkten, während es das herkömmliche TV-Bild nur auf 768 mal 576 Pixel bringt. Den grossen Unterschied macht aber der Buchstabe «p». Er steht für volle 50 Bilder pro Sekunde. Im herkömmlichen Fernsehen werden 50 halbe Bilder ausgestrahlt, die sich pro Sekunde zu 25 ganzen Bildern zusammensetzen – Flimmern inbegriffen. Die Bildqualität der 720p-Norm ist dagegen rund vier Mal besser. Selbst eine noch höhere Bildauflösung – die 1080i-Norm – hat sie in Publikumsversuchen ausgestochen, weil die Übertragung von ganzen statt halben Bildern vor allem auf grossen Bildschirmen subjektiv als schärfer wahrgenommen wird. Entsprechend hat die European Broadcasting Union (EBU) allen öffentlichen Sendern empfohlen, HDTV im Format 720p zu lancieren.
Aha-Erlebnis für die ZuschauerDer SRG-Kanal wird ausschliesslich echte HD-Produktionen zeigen. Auf die Weiterverbreitung von elektronisch hochgerechneten Standard-Sendungen wird verzichtet. «Man soll den Qualitätsunterschied sehen. Die Zuschauer müssen ein Aha-Erlebnis haben», sagt Beny Kiser, Manager des neuen SRG-HD-Kanals. Zu sehen sein werden neben Live-Sportübertragungen vor allem jene Produktionen von SF, TSR und TSI, die auf Grund internationaler Verträge oder im Hinblick auf die vorgesehene Migration aller SRG-Programme ins HDTV jetzt schon in HD produziert werden, aber auf den angestammten Kanälen noch nicht in dieser Qualität ausgestrahlt werden können.
Gesetzt im Programmkonzept sind bis jetzt die Live-Übertragungen von der Euro 08 und voraussichtlich auch von den Olympischen Spielen in Peking. Dazu kommen eingekaufte HD-Produktionen in der jeweiligen Originalsprache, darunter vor allem Dokumentarsendungen, Musiksendungen und Spielfilme. Auf Top-Serien aus den USA und Free-TV-Premieren von Spielfilmen wird der dreisprachige Gemeinschaftskanal der SRG dagegen weitgehend verzichten müssen, weil deren Rechte pro Sprachraum und nicht pro Land verkauft werden.
HDTV mit Werbung Bezüglich Werbung und Sponsoring gelten für den SRG-HD-Kanal die gleichen Vorschriften wie für alle andern SRG-Sender. Gemäss Aussage des Channelmanagers bietet der Kanal mit seinen Premium-Produkten ein ideales Umfeld für gezielte Werbung bei kaufkräftigen Publikumssegmenten. Die Erträge aus Werbung und Sponsoring sollen wiederum der attraktiveren Gestaltung des Programmangebots auf dem HD-Kanal dienen.
Bis SF 1 und SF 2 auch auf ihren angestammten Kanälen in HD-Qualität senden, wird es noch dauern: Die Umstellung ist momentan für 2012 geplant. Trotzdem hat die SRG SSR mit ihrem neuen HD-Kanal im internationalen Vergleich die Nase vorn. Im deutschen Sprachraum gehört sie zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk in Köln, der ebenfalls gegen Ende des Jahres Versuche starten will, zu den ersten öffentlichen Anbietern. Alle anderen haben ihre Starttermine ins nächste Jahrzehnt verschoben. Private HDTV-Versuche senden indes schon seit 2005 über den Satelliten Astra: Sat 1, Pro 7 und ein kaum bekannter Sender namens Anixe unterhalten entsprechende Kanäle auf Sparflamme. Nur im Pay-TV sind bislang umfangreichere HDTV-Sendungen zu sehen.
Adrian Scherrer

Hänschen, lass das Rasen sein

Prävention Der Verein Netzwerk Schulische Bubenarbeit ist ein Zusammenschluss von Fachpersonen, welche die geschlechtsspezifische Arbeit mit Knaben und männlichen Jugendlichen in der Schule verstärken wollen.

Prävention Der Verein Netzwerk Schulische Bubenarbeit ist ein Zusammenschluss von Fachpersonen, welche die geschlechtsspezifische Arbeit mit Knaben und männlichen Jugendlichen in der Schule verstärken wollen. Aktuell hat die Organisation sich dem Rasen angenommen. «Ist Rasen männlich?», will das Projekt Speed untersuchen. Die Kampagne dazu ist bei Spillmann Felser Leo Burnett gestaltet worden.

Die Klappe verlängert Anmeldefrist

Awards Nach einem Jahr Pause gibt es 2007 eine Neuauflage der Klappe: Unter dem Patronat des Kommunikationsverbandes werden die besten Werbespots, Messe-, PR-, Musik-, Internet- und Unternehmensfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

Awards Nach einem Jahr Pause gibt es 2007 eine Neuauflage der Klappe: Unter dem Patronat des Kommunikationsverbandes werden die besten Werbespots, Messe-, PR-, Musik-, Internet- und Unternehmensfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Jetzt ist die Einreichungsfrist bis zum 14. Mai 2007 verlängert worden. Mehr Infos auf www.dieklappe.de.

Züri West bittet zum Kreislaufen

Design Über 50 Läden und Ateliers aus den Zürcher Kreisen 4 und 5 laden zum Mode- und Design-Weekend ein.

Design Über 50 Läden und Ateliers aus den Zürcher Kreisen 4 und 5 laden zum Mode- und Design-Weekend ein.Mode und Design rund um die Zürcher Langstrasse zeigt am 12. und 13. Mai die Aktion «Kreislauf 4 + 5». Ein halbes Hundert Läden und Ateliers organisieren einen gemeinsamen «Tag der offenen Tür». Kleider, Schuhe, Accessoires, Schmuck und Möbel sollen die Vielfalt dieser bunten Zürcher Designszene präsentieren und beweisen: «Züri West» hat den Image-Wechsel zur Trend- und Boomstadt definitiv geschafft. Im «Kreislauf 4 + 5 Guide» ist die ganze schillernde Palette der beteiligten Läden und Ateliers auf 170 Seiten portraitiert. Neben einer Vielzahl von Illustrationen enthält der Guide auch Informationen zu Design und Designern. Das Booklet liegt in vielen Geschäften und Lokalen der ganzen Stadt auf. Design-Fachleute, die das Viertel kennen, wie zum Beispiel Christa de Carouge und Andi Stutz, sowie die TV-Kulturredaktoren Monika Schärer und Hannes Hug, führen am Aktionsweekend durch das Langstrassenquartier zu ihren Lieblingsplätzen. Im alten Eisenbahnviadukt im Kreis 5 zeigen neun Designer, die über kein öffentliches Atelier verfügen, gemeinsam ihre Produkte. Dort befindet sich auch das ganze Wochenende über die Kreislauf-Bar.
Andreas Panzeri

Berner Kulturagenda prüft Partnerschaft mit dem Bund

Die Anfang 2005 gestartete Berner Kulturagenda hat bisher 60 Nummern publiziert. Im Herbst 2006 hat sie sich mit der Espace Media Groupe für die Weiterentwicklung der Veranstaltungsdatenbank zusammengeschlossen.

 Die Anfang 2005 gestartete Berner Kulturagenda hat bisher 60 Nummern publiziert. Im Herbst 2006 hat sie sich mit der Espace Media Groupe für die Weiterentwicklung der Veranstaltungsdatenbank zusammengeschlossen. Wie es in einer Mitteilung heisst, wird die gemeinsame neue Datenbank mit Internetportal ab Herbst 2007 den Programmen von Kulturveranstaltern zu grösserer Beachtung verhelfen und bessere Leistungen zu günstigen Bedingungen bieten.  
Im Hinblick auf das kommende, gemeinsame Internetportal prüfe die Berner Kulturagenda eine neue Lösung für die gedruckte Ausgabe, heisst es weiter. Der Trägerverein habe dafür Gespräche mit Dem Bund aufgenommen. Angestrebt werde ein gemeinsames Produkt, das wöchentlich erscheinen soll. Eine gemeinsame Lösung soll in den kommenden zwei Monaten ausgearbeitet werden.

Die SRG lanciert Video on demand

Die Partnerverbände des Pacte de l’audiovisuel und die SRG lancieren einen Versuch, um Koproduktionen, die in den letzten zehn Jahren im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel realisiert wurden, der Öffentlichkeit vermehrt zugänglich zu machen.

 Die Partnerverbände des Pacte de l’audiovisuel und die SRG lancieren einen Versuch, um Koproduktionen, die in den letzten zehn Jahren im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel realisiert wurden, der Öffentlichkeit vermehrt zugänglich zu machen. Wie die SRG mitteilt werden diese Filme ab August 2007 auf den Websites von SF, TSR und TSI «on demand» zur Verfügung stehen. Die Eigenproduktionen der SRG-Sender sind schon heute auf den entsprechenden Websites online abrufbar.  
Die Vereinbarung erlaubt einen Download gegen Entgelt für die Dauer von 48 Stunden. Mit dem Erlös soll das kreative Schweizer Filmschaffen in den Kategorien Spiel-, Dokumentar- und Trickfilm, die beim Publikum in den letzten Jahren grossen Anklang fanden, unterstützt werden.

Marc von Ah wird neuer Info Week-Chefredaktor

Die IT-Fachzeitschrift Info Week, eine Publikation des zur Vogel Business Medien gehörenden Fachverlages Compress Media, bekommt einen neuen Chefredaktor.

Die IT-Fachzeitschrift Info Week, eine Publikation des zur Vogel Business Medien gehörenden Fachverlages Compress Media, bekommt einen neuen Chefredaktor: Laut Pressemitteilung von Compress Media übergibt Urs Bertschy per 1. Mai die Chefredaktion an Marc von Ah, der seit April 2002 als stellvertretender Chefredaktor tätig war. Bertschy wird neu als Berater im Bereich Media Development für die konzeptionelle Entwicklung von Print- und Online Produkten und für die Begleitung von Veränderungsprozessen im Verlag tätig sein.

GEMI-Index zeigt markantes Wachstum im 1. Quartal

Der Goldbach Electronic Media Index zeigt ein starkes Wachstum bei den Werbeinvestitionen in elektronische Medien. Im Monat März können die elektronischen Medien die Wachstumsdynamik mit einem Plus von 4 Indexpunkten fortsetzen.

 Der Goldbach Electronic Media Index (GEMI) zeigt ein starkes Wachstum bei den Werbeinvestitionen in elektronische Medien. Im Monat März können die elektronischen Medien die Wachstumsdynamik mit einem Plus von 4 Indexpunkten (von 361 auf 365) fortsetzen. Damit wächst der Werbedruck im ersten Quartal dieses Jahres um 10 Indexpunkte. Im dritten Monat des Jahres kann der Gesamtmarkt ebenfalls mit 2 Indexpunkten (von 183 auf 185) zulegen.  
Im März kann für einmal Radio rekordmässig mit 7 Indexpunkten von 255 auf 262 wachsen. TV zeichnet sich ebenfalls durch eine markante Steigerung um 5 Indexpunkte (von 364 auf 369) aus, während Teletext das Niveau auf 144 Indexpunkten hält. Internet kann mangels Datenlieferung nicht ausgewiesen werden.
 
Der GEMI basiert auf den publizierten Daten von Media Focus für erschienene Werbung und Werbedruck. Weil die Werbeaufwandstatistik AIS nicht weitergeführt wird, können keine aktuellen adscreen-Daten integriert werden.
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