Clio Awards: Lowe/Draftfcb sichert sich Shortlistplatz

Die Agentur Lowe/Draftfcb sicherte sich mit einer Kampagne für mehr Sicherheit im Strassenverkehr einen Platz auf der Shortlist der Clio Awards. Die Preisverleihung findet am 11. und 12. Mai in Miami statt.

Die Agentur Lowe/Draftfcb sicherte sich mit einer Kampagne für mehr Sicherheit im Strassenverkehr einen Platz auf der Shortlist der Clio Awards. Die Arbeit mit dem Titel «No Boundaries», die im Rahmen des BSW/Keystone U28-Wettbewerbs entstand, ist in der Kategorie «Innovative Media» nominiert. Die Clio Awards werden am 11. und 12. Mai in Miami vergeben. Aus der Schweiz stehen neben Lowe/Draftfcb auch Publicis und Walker auf der Shortlist.

Zwei Nominationen für Publicis bei Clio Awards

Die Zürcher Agentur Publicis ist mit Arbeiten für Pastorini in zwei Kategorien im Rennen bei den Clio Awards. Aus der Schweiz sind neben Publicis auch Lowe/Draftfcb und Walker für Preise nominiert.

Die Zürcher Agentur Publicis ist mit Arbeiten für Pastorini in zwei Kategorien im Rennen bei den Clio Awards. Die Kampagnen für den Schweizer Anbieter von Holzspielsachen stehen in den Kategorien «Billboard» und «Print» auf der Shortlist. Die Clio Awards werden am 11. und 12. Mai in Miami vergeben. Aus der Schweiz sind neben Publicis auch Lowe/Draftfcb und Walker für Preise nominiert.

Mehr Information bei Radio Basilisk

Radio Basilisk baut sein Informations-Angebot aus. Anstatt wie bisher im Stundentakt werden die Nachrichten-Sendungen nun jede halbe Stunde gesendet.

Radio Basilisk baut sein Informations-Angebot aus. Anstatt wie bisher im Stundentakt werden die Nachrichten-Sendungen nun jede halbe Stunde gesendet.Ab 2. Mai bringt das «Radio für Basel» zu jeder halben Stunde aktuelle Schlagzeilen, heisst es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Dies von Montag bis Sonntag zwischen 6 und 18 Uhr. Zur vollen Stunde informiert Radio Basilisk weiterhin mit ausführlichen Nachrichtenblöcken über das Geschehen in der Region, der Schweiz und dem Ausland.
Bereits im vergangenen Jahr hat Radio Basilisk seine Informationssendungen am Mittag und am Abend ausgebaut. Jetzt kommt der Sender dem Informationsbedürfnis der Hörerschaft noch stärker nach. Das «Radio für Basel» kann damit noch schneller über aktuelle Ereignisse berichten.

Heiss begehrte Affichage

Aussenwerbung Franzosen und Belgier besitzen nun 55 Prozent der Affichage- Aktien.

Aussenwerbung Franzosen und Belgier besitzen nun 55 Prozent der Affichage-Aktien.Der Schweizer Aussenwerber Affichage ist nun mehrheitlich in ausländischen Händen, zumindest was die Aktien angeht. Schon seit 1999 ist die französische Plakatwerbefirma JCDecaux mit einem 30-Prozent-Anteil als grösster Einzelaktionär eingetragen, seit dem 23. April gesellt sich nun mit 25,3 Prozent auch noch die belgische Beteiligungsgesellschaft Compagnie Nationale à Portefeuille hinzu. Das Unternehmen hatte in der letzten Woche diverse kleinere Affichage-Aktienpakete zusammengekauft, unter anderem auch eines von der US-Firma Arnold and S. Bleichroeder Advisers. Diese war bisher mit einem Anteil von gut 5 Prozent der drittgrösste Affichage-Einzelaktionär.Da Affichage in ihren Statuten eine Vinkulierungsklausel kennt, die das Stimmrecht unabhängig vom Aktienbesitzanteil auf 5 Prozent beschränkt, kommt es vorerst zu keinen Veränderungen im Verwaltungsrat. «Wir haben keine Vakanzen», sagt Affichage-CEO Christian Kauter. Zudem habe der neue belgische Aktionär bisher noch kein Stimmrecht beantragt. Falls er dies tut, könnte er der Generalversammlung mittelfristig die Wahl von ein bis zwei Vertretern beantragen, meinte Kauter.
Doch selbst dann bliebe der neunköpfige VR mehrheitlich schweizerisch zusammengesetzt. Heute stellt einzig JCDecaux mit CEO Jean-François Decaux und CFO Gérard Dégonse zwei französische Vertreter. «Die Affichage Holding AG ist und bleibt ein unabhängiges schweizerisches Unter- nehmen», hiess es deshalb in einem Affichage-Pressetext. Auch werde man die Strategie im Ausland, insbesondere in Südosteuropa, weiterverfolgen – «in Zusammenarbeit mit JCDecaux». JCDecaux ihrerseits bekräftigte in einem Communiqué das Engagement «als strategische Branchenpartnerin» von Affichage.   
 
Markus Knöpfli

Walker-Poster bei Clio Awards vertreten

Die Zürcher Kreativen von Walker sind auf der Shortlist der Clio Awards 2007 vertreten. Bewertet werden Poster, welche die Werbeagentur im Auftrag von Amnesty International kreierte.

Die Zürcher Kreativen von Walker sind auf der Shortlist der Clio Awards 2007 vertreten. Bewertet werden Poster, welche die Werbeagentur im Auftrag von Amnesty International kreierte.Mit drei Postern, welche im Rahmen der Amnesty International Kampagne «not here, but now» entstanden, nimmt die Werbeagentur Walker an den Clio Awards teil. Die Motive China-Zurich, Kongo-Lugano und Iraq-Zurich sind im Rennen. Bei den Plakaten handelt es sich um Kindersoldaten oder unter Folter leidende Menschen, welche in Schweizer Städte versetzt werden.
Die Clio Awards küren am 11. und 12. Mai in Miami die besten internationalen Arbeiten aus Werbung und Design.

Zurich beliebt zu scherzen

Versicherungen Zurich Financial Services setzt seine internationale Kampagne fort. Publicis zeigt darin, dass auch Versicherer Humor haben.

Versicherungen Zurich Financial Services setzt seine internationale Kampagne fort. Publicis zeigt darin, dass auch Versicherer Humor haben. Anfang letzen Jahres lancierte Zurich Financial Services eine internationale Imagekampagne. Ausser in der Schweiz war Zurich für die Konsumenten bis dato ein unbeschriebenes Blatt. Um den Konzern als Top-of-Mind-Versicherer zu etablieren, gaben die Markenstrategen des Schweizer Finanzdienstleisters eine globale Werbekampagne in Auftrag. Die Zürcher Agentur Publicis angelte sich 2004 den Werbeetat und spannte für das internationale Projekt gleich zwei CDs ein, die im Umgang mit Projekten dieser Grösse als erfahren gelten. Der Schweizer Sacha Moser und der Amerikaner Tim Hoppin ebnen seither kommunikativ den Weg zur Spitze.
Die erste Kampagne ist vielen noch präsent. Ein paar hundert Mal wurde der Spot in den Kinos und im Fernsehen ausgestrahlt. Ein junger Mann joggt locker auf so genannten «Jump Boots» durch einen Vorort. Ein paar Szenen weiter verschwindet er in der City im Getümmel von Fussgängern, die alle auch auf solchen hydraulischen Metallstelzen unterwegs sind. Begleitet wird der Spot von einer atmosphärisch klingenden Musik von Spacetrain, die sich wohl in den Köpfen der meisten Zuschauer wie auf einer CD eingebrannt haben dürfte. «Das Echo auf die Kampagne war sehr positiv. Tausende E-Mails erreichten uns», resümiert Sacha Moser.
Am Erfolg der ersten Kampagne will das Publicis-Team nun anknüpfen. Die Kreativen wollen diesmal ins Detail gehen. Der Amerikaner Tim Hoppin beschreibt das Projekt als «Familiarity Campaign». Was heissen soll, dass man, nachdem die Marke in den Köpfen der Konsumenten aktiviert wurde, den Finanzdienstleister auf dem globalen Versicherungsmarkt mit seinen Dienstleitungen konkret positionieren wolle. Sacha Moser: «Jetzt wo man den Namen kennt, wollen wir in einem nächsten Schritt kommunizieren, was Zurich anzubieten hat.»
Ziel sei es, die breite Palette an Versicherungsprodukten bekannter zu machen. Und das wollen die Kreativen mit Witz tun, der in dieser Branche eher selten zum Zug kommt. Verschiedene Fernsehspots thematisieren versicherungsrelevante Fälle in surreal überdrehten Situationen. Zum Beispiel ist da der offensichtlich fehlgeleitete Satellit, der auf dem Auto landet. Die ironischen Worte dazu: «Was wäre, wenn es immer genau Sie trifft?» Dann gibt es den Geländewagenfahrer, der die Autowerbung wohl zu wörtlich genommen hat und mit seinem Offroader etwas gar hoch hinaus wollte. Szenen dieser Art zeigen, dass der Versicherer die Kunden mit augenzwinkerndem Humor risikobewusst und zugleich Zurich-bewusst machen möchte. Die aktuellen Mediapläne umfassen drei Spots und zehn Anzeigensujets.
Auch das Motto «Because change happenz» mit dem neckischen Z am Schluss wird in den TV-Spots und in den Anzeigen konsequent weiter geführt. Textchef Tim Hoppin: «Der Slogan funktioniert. Das Z symbolisiert die Präsenz des Versicherers, auch wenn die Welt dauernd im Wandel ist.»
Dass der Start der zweiten Kampagne ein weiterer Schritt zur «führenden Versicherung» auch in wichtigen Märkten wie Grossbritannien ist, zeigt ein Golfspot, der extra für den angelsächsischen Kulturraum gedreht wurde. Publicis setzte darin alltägliche Unfallsituationen in Szene, die nicht tragisch enden, sondern mit dem Warnruf «Fore» (Flying Object Returning to Earth) verhindert werden. Im Golfsport ruft man «Fore», wenn der Ball verschlagen wurde und die Gefahr besteht, andere Spieler zu treffen.
Für die Dreharbeiten der Spots konnte das Kreativduo Moser und Hoppin renommierte Filmemacher wie Laurence Dunmore (The Libertine) verpflichten. Und für die Print Shootings stellte sich Starfotograf Uwe Düttmann aus Hamburg in den kreativen Dienst von Publicis.
Christian Lüscher
 
 
 
 
Werbehelfer IFO (Identified Flying Object)Was kommt da auf uns zu? Werber setzen Satelliten immer mehr als Hingucker in Szene. Ist der Schrott aus dem All eine Bedrohung? Aktuell zeigt Publicis in der laufenden Zurich Kampagne einer dieser wuchtigen am Boden zerschellten Himmelskörper. Der eigens für die Dreharbeiten konstruierte Satellit wog übrigens mehr als zwei Tonnen. Wirz Werbung hatte es da leichter.
Für den Stellenanbieter Jobwinner inszenierte Wirz Werbung einen russischen Satelliten. Auf die gleiche makabre Art wie Publicis. Konstruiert war das Ding aber nur aus zwei Bügelbrettern. Angst müssen wir vor Weltraumschrott nicht haben, wie die Werbung gerne suggeriert. Zum Glück sind bis heute keine solchen Unfälle dokumentiert.

Bei Rotor ist weder Hopfen noch Malz verloren

Für die Mikrobrauerei Degenbier aus Trimbach entwickeln die kreativen Zürcher von Rotor den Gesamtauftritt. «Das Bier für die Helden des Alltags» ist das Leitmotiv der Neugestaltung.

Für die Mikrobrauerei Degenbier aus Trimbach entwickeln die kreativen Zürcher von Rotor den Gesamtauftritt. «Das Bier für die Helden des Alltags» ist das Leitmotiv der Neugestaltung.Die Werbeagentur Rotor gestaltet den Auftritt der kleinen Brauerei vollständig neu. Laut Pressemitteilung vom Donnerstag braucht ein unverwechselbares Bier einen unverkennbaren Auftritt. Darum übernimmt Rotor vom Naming, Produktdesign und Packaging über die Markteinführung bis hin zur langfristigen Markenführung alle Kommunikationsaufgaben. Die archaische Logo-Bildmarke, die im Siebdruckverfahren produzierten Flaschen sowie das kommunikative Weiterführen des Leitmotivs sollen in Zukunft mit einigen überraschenden Aktionen von sich reden machen.

IPTV – Fernsehen der Zukunft

Fernsehen Internetbasiertes Fernsehen hat Zukunft und das Potential, zum Massenphänomen zu werden.

Fernsehen Internetbasiertes Fernsehen hat Zukunft und das Potential, zum Massenphänomen zu werden. Denis Gaumondie hat es gut. Der 26-jährige Franzose ist Kunde beim Französischen Telekommunikationsanbieter Free und hat den Service Freebox TV abonniert. Damit verfügt er nicht nur über einen schnellen ADSL2+-Internet- Flatrate mit 28 MBit pro Sekunde, sondern kann zusätzlich noch kostenfrei ins französische Festnetz und in zahlreiche Auslandsnetze telefonieren. Doch damit nicht genug. Die kostenlos mitgelieferte Set-Top-Box schliesst er einfach an seinen Fernseher an und empfängt damit mehr als 100 TV-Programme. Will er mehr TV-Sender sehen, könnte er für zusätzliche Gebühren Pay-TV oder einen Video-on-Demand-Dienst nutzen, mit dem die neusten Hollywood-Filme abrufbar sind. Das Interessante an Free ist der Preis: Für das komplette Paket zahlt Denis Gaumondie 29,99 Euro im Monat. – Ein vergleichbares Angebot kostet in vielen europäischen Ländern meistens das Doppelte.Triple Play, das Kombi-Angebot von Telefon, Internet und TV-Anschluss aus einer Hand und über eine einzige Leitung ist für viele Telekommunikationsunternehmen heute das wichtigste Zugpferd für die Vermarktung ihrer multimedialen Dienste. Die mittlerweile verfügbaren Bandbreiten (über ADSL2+/VDSL) und effiziente Kompressionsstandards erlauben es, neben Sprach- und Datendiensten auch TV-Signale in hoher Qualität zu übertragen. Solche Dreifach-Angebote sollen helfen, die zum Teil herben Verluste der grossen Telcos im Bereich der klassischen Telefonie aufzufangen.
Doch sind es vor allem die Endkunden, die davon profitieren können: Sie erhalten eine riesige Auswahl an TV-Programmen, darunter auch kleine und kleinste Spartenkanäle. Sogar Real Madrid, der Lieblingsverein von Denis Gaumondie, bietet auf Free einen eigenen TV-Sender. Zudem werden auch interaktive TV-Dienste wie Video on Demand, Shopping, nutzergenerierte Inhalte oder Multiplayer-Spiele Realität. Zum Teil sind sie in einigen Angeboten heute schon enthalten.
IPTV – die Übertragung von Fernsehen über das Internet-Protokoll# – hat also das Potenzial, eine ernst zu nehmende Alternative für die bestehenden TV-Infrastrukturkanäle zu werden. IPTV ist keinesfalls nur ein neuer Verbreitungsweg für bestehende TV-Programme, sondern erweitert das klassische Fernsehen im grossen Stil. Zudem ist IPTV unabhängig vom Distributionskanal: Ob DSL, Kabel, Satellit, Terrestrik oder mobil: IPTV kann über alle Kanäle verbreitet werden.
IPTV startet 2007 in Europa richtig durch Wurden bereits 2006 für die Entwicklung von IPTV wichtige Impulse gesetzt, wird es in diesem Jahr europaweit so richtig durchstarten. Die Prognosen sind viel versprechend: Ende 2007 wird es in Europa mit 5,6 Millionen Abonnenten schon doppelt so viele IPTV-Kunden geben wie 2006. Auch die Umsatzzahlen aus IPTV-Abonnements steigen von 470 Millionen Euro in 2006 bis Ende 2007 auf über eine Milliarde Euro.
Mehr als 50 IPTV-Angebote sind in Europa heute schon auf dem Markt. Allein 19 existieren in den fünf grössten europäischen IPTV-Märkten Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und Grossbritannien. In Europas führendem IPTV-Markt Frankreich bieten die Telekommunikationsunternehmen mittlerweile 8 IPTV-Services an und versorgen damit bereits jetzt mehr als 1,3 Millionen Kunden.
Die Geschäftsmodelle der einzelnen IPTV-Anbieter sind verschieden. Ähnlich kostengünstig wie das Angebot von Free aus Frankreich ist etwa der Service der niederländischen KPN. Die Kunden können für einen Monatsbeitrag von 19,95 Euro zusätzlich zum Telefon- und DSL-Anschluss ein IPTV-Paket mit immerhin 70 Programmen empfangen. Ein Hybrid-Modell verfolgt dagegen die British Telecom, bei dem Free-TV-Programme via DVB-T übertragen werden und per IPTV zusätzliche Programme und interaktive Services abgerufen werden können. Für 29 Franken gibt es bei der Swisscom zur bestehenden Breitbandverbindung ein TV-Angebot mit 120 Programmen. Deren IPTV-Paket Bluewin TV bietet darüber hinaus nationale Eishockey- und Fussballspiele zum Kampfpreis von nur einem Franken pro Partie im Einzelabruf. Vergleichbare Angebote liegen bei anderen Pay-TV-Anbietern deutlich höher zwischen fünf und zehn Euro.
Zu den diesjährigen Entwicklungstrends auf dem europäischen IPTV-Markt gehört auch die Tendenz zur Globalisierung. Viele Anbieter sind mit IPTV-Diensten heute schon über ihre Landesgrenzen hinaus präsent. So ist die Telecom Italia zusätzlich in Deutschland (HanseNet/Alice und AOL) sowie in Frankreich (Alice) vertreten und die Swisscom AG gerade dabei, die Übernahme des italienischen Anbieters Fastweb zu vollziehen.
Entwickelt sich IPTV künftig zum Massenmarkt?Von einem echten Massenmarkt ist IPTV in den meisten europäischen Ländern derzeit noch weit entfernt. Dennoch: hier wächst eine Plattform, die mit den bestehenden TV-Distributionswegen Kabel, Satellit und Terrestrik ernsthaft konkurrieren wird. Attraktiv ist IPTV auch für alle Programmanbieter, entstehen doch für sie plötzlich alternative Verbreitungswege für ihre Inhalte.
In welchem Masse IPTV künftig zum Medienalltag gehören wird, hängt von diversen Faktoren ab. Dazu gehören nicht nur die Attraktivität des Contents und wettbewerbsfähige Preise. Auf dem Weg zum Kunden bestehen noch andere Hürden. Zum einen sind dies technische Fragen, etwa eine stabile Übertragungsqualität oder standardisierte Set-Top-Boxen. Zum anderen sind es komfortable Bedienfunktionen. Auch wenn eine vergleichbar simple Handhabung wie in der analogen Fernsehwelt schon allein durch die diversen interaktiven Dienste kaum umsetzbar sein wird, ist eine intuitive Benutzerführung – neben dem Preis – sicher für den Erfolg entscheidend. Noch wichtiger aber wird die Kommunikation mit den Endnutzern sein: Welchen Mehrwert und welche Vorteile bietet IPTV gegenüber dem klassischen Fernsehen? Gelingt all dies, wird IPTV die zukünftige Entwicklung des Fernsehens und vor allem die der Telekommunikationsbranche nachhaltig beeinflussen.
Bis vor kurzem waren die Infrastrukturen für Fernsehen und Internet klar aufgeteilt. Während TV über Antenne, Satellit oder das Kabelnetz übertragen wurde, kommunizierte per ISDN oder DSL der heimische Computer breitbandig mit dem Internet. Diese Situation hat sich mit IPTV grundlegend verändert. Für den zufriedenen Free-Kunden Denis Gaumondie eine Selbstverständlichkeit.
 

Klaus Goldhammer (1967) ist seit 2004 Gastprofessor an der freien Universität Berlin für Ökonomie und Massenkommunikation. 1998 hat er die Goldmedia GmbH in Berlin gegründet, deren Schwerpunkt die Unternehmensberatung im TIME-Markt ist, welcher Anwendungen der Telekommunikation, IT, Medien und Unterhaltung umfasst. Goldhammer wird am 10. Mai am Branchenanlass Mediarena mit acht weiteren Referenten die Trends für die Werbebranche skizzieren.

Zu guter Letzt: Wir leben Zürich? Ach was!

Langsam geht die Fürsorglichkeit der Stadt einem deftig auf die Nerven aber erkennen tun’s die Medien nicht immer.

Langsam geht die Fürsorglichkeit der Stadt einem deftig auf die Nerven aber erkennen tun’s die Medien nicht immer.  
Marvin ist mehr als die ehemalige Zürcher Helvti-Bar, es ist auch der Mini-Radiosender Marvin.fm, die 500-tägige Marvin-Countdown-Zeitrechnung und vieles mehr. Kurz: Ein lockeres, urbanes Feeling, Liebe zum Detail, ästhetische Motive und Gedanken-Freiräume. Wie kann es denn sein, dass philanthropische (und zugegebenermassen auch durchaus eigennützige und Nabelschau-artige) Projekte von Land und Medien hochgelobt werden und die Stadt Zürich gleichzeitig Beizern ihre Lounges verbietet und sowohl Zürchern als auch Touristen den Sommer gründlich vermiest?
Wollt ihr mehr? Die Werd-Bar, die von der Stadt betrieben wird und wo die Mitarbeiter vom Steueramt nebenan sich tagsüber verpflegen und sich Abends vergnügen, schenkt am 8. Mai Drinks gratis aus und serviert Tapas umsonst. Schon mal was davon gehört? Natürlich nicht, es sagt uns ja auch niemand, dass unsere Steuergelder dazu verwendet werden.
Währenddessen stirbt das Labyrinth und die Medien berichten über die durchzechten Nächte im Drogenrausch und lasterhafte Begegnungen in hygienisch unhaltbaren Verhältnissen. Was ist mit dem innovativen und unbeschwerten Geist, der Zürich noch vor wenigen Jahren animierte? Vorschriften ersetzen langsam Genussquellen und die Verwaltung lädt zu Tapas ein, um uns die Verödung schmackhaft zu machen…
Zürich, quo vadis? Medien, ubi estis?

Darf man das?

Kolumne Kommt es beim Süddeutschen Verlag zu einer Auktion, droht das grösste Trauerspiel der Tagespresse in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Kolumne Kommt es beim Süddeutschen Verlag zu einer Auktion, droht das grösste Trauerspiel der Tagespresse in der deutschen Nachkriegsgeschichte.Bei den Besitzern der Süddeutschen Zeitung, dem  Flaggschiff der deutschen Tagespresse schlechthin, geht derzeit mal alles wieder drunter und drüber. Was in früheren Zeiten schon einmal den Süddeutschen Verlag mitsamt seinem  Renommiertitel in ernste Not gebracht hat, setzt sich, einer inneren Logik folgend, fort: Zuviele Köche verderben den Brei. Im Fall der Süddeutschen sind es die fünf Eignerfamilien, die sich bis auf den heutigen Tag über die strategische Ausrichtung ihres Unternehmens nicht grün sind. Seit längerem schon wurde deshalb die Dauerfrage eines Verkaufs bebrütet. Jetzt scheint immerhin klar: Vier von fünf Familien wollen den Verkauf.In der Vergangenheit hatten Renditedenken und das Unterlassen notwendiger Finanzspritzen während der Krisenjahre der deutschsprachigen Presse den Verlag schon mal über Monate hinweg haarscharf an der Nachlassstundung vorbei schlittern lassen. Die Frage drängt sich geradezu auf, ob man derart mit bewährten Kommunikationsinstrumenten der Demokratie verfahren darf, selbst wenn diese, oder gerade weil sie privatwirtschaftlich aufgebaut sind.
Vor fünf Jahren wurden die Weichen gestellt für den heute tobenden Zank um den Verkauf des Verlages, und die Frage «Darf man das?» stellt sich erneut. Denn noch lange ist nicht klar, ob die Süddeutsche in publizistisch und verlegerisch verantwortungsvolle Hände übergehen wird. Dem Flaggschiff täte es bestimmt gut, würde etwas Ruhe einkehren. Denn seit im Jahre 2002 die Südwestdeutsche Medienholding (u.a. Stuttgarter Nachrichten) von den Familien für 150 Millionen Euro mit 18,75 Prozent als sechste Partnerin mit ins Boot geholt worden war und so dem SZ-Verlag in letzter Sekunde die Pleite erspart blieb, ist in München immer mal wieder der Teufel los. Denn die Hardliner der SWMH drängen gnadenlos auf Gewinnoptimierung. So geriet etwa die Schliessung der SZ-Ausgabe Nordrhein-Westfahlen, einer anerkannt erfolgreichen Speerspitze gegen die Regionaltitel von Neven DuMont und der WaZ-Gruppe, für die dort Beschäftigten zur menschlichen Tragödie. Auch das Jugendmagazin Jetzt verschwand. Ihren Aufschrei bekräftigten irritierte Jugendliche gar mit öffentlichen Protesten. Auf Drängen der SWMH wurden praktisch sämtliche Regionalredaktionen der SZ geschlossen. Zeitweise ging das Gerücht, die SWMH habe die SZ zu einer reinen Regionalzeitung zurücksparen wollen. Doch das Gewicht der Marke Süddeutsche Zeitung war stärker, und man entschied sich für Überregionales und erweiterte die Auslandberichterstattung, wo man kostengünstig mit anderen Medienhäusern (zum Beispiel Tages-Anzeiger) zusammenarbeiten konnte.
Mit dem forschen Kurs kam auch dessen operativer Held, CEO Klaus Lutz, ins Spiel, der mit geschickten Nebengeschäfts-Modellen, vorab mit der weitherum beachteten (und kopierten) Buchedition SZ-Bibliothek, für Furore und Neid in der Branche sorgte. Als Lutz im vergangenen Herbst begann, auch eine SZ-Weinedition (mit aus der Schweiz importierten Tropfen) zu verkaufen, rümpfte die Redaktion schon mal die Nase darüber, wieviel Markendehnung dem Titel wohl noch zuträglich sei. Nichts desto trotz sind dem umtriebigen Lutz die Hände gebunden, solange die Eigentumsfrage nicht geklärt ist. Der auf dieses Frühjahr angedachte Launch einer SZ am Sonntag bleibt damit auf ungewiss verschoben. So kann die SZ  publizistisch nicht den nötigen Schub geben. Zudem soll die SWMH vom SZ-Verlag allein für das vergangene Geschäftsjahr ein Gewinnziel von 72 Millionen Euro gefordert haben. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum.
Es ist längstens klar, dass die SWMH die Mehrheit am SZ Verlag anstrebt und auf ihre Vorkaufsrechte pocht. Hinter ihr steht die Medien-Union, die in Süddeutschland zwar nicht viel von sich reden macht, doch für ihr auf lange Sicht angelegtes Kalkül bekannt und nicht immer geheuer ist. So führte denn bis vor kurzem kein Geringerer als der eigene Geschäftsführer Oliver C. Dubber in Eignerangelegenheiten im Lenkungsauschuss und später im Aufsichtsrat eine führende Rolle.
Unterdessen sind aber weitere Stricke gerissen. Die Preisvorstellungen der Eignerfamilien (über 1 Milliarde Euro) übersteigen jene der SWMH (750 Millionen Euro). Die SWMH hat ihre Vertreter zurückgezogen. Die Hamburger Zeit vermutet, dass eine Auktion wahrscheinlich werde. Damit wären nebst interessierten Verlagen (WaZ, Holzbrinck beziehungsweise Schweizer Verlage) auch den Heuschrecken Tür und Tor geöffnet. Würden diese zuschlagen, könnte der Fall als grösstes Trauerspiel der deutschen Tagespresse in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingehen.
René Worni ist Medienredaktor der Werbewoche.

Michael Fueter präsentiert sich Online

Der Schweizer Regisseur Michael Fueter hat ab jetzt eine eigene Website. Dort sind vor allem viele seiner Werbefilme und eine lange Liste von seinen Kunden zu finden.

Der Schweizer Regisseur Michael Fueter hat ab jetzt eine eigene Website. Dort sind vor allem viele seiner Werbefilme und eine lange Liste von seinen Kunden zu finden.Der neue Internet-Auftritt vom Werbefilmer ist schlicht, übersichtlich und ganz dezent in schwarz gehalten. Von einer Biographie keine Spur; Fueter präsentiert sich lieber über seine Arbeit. Dementsprechend vielfältig ist die Palette der Werbefilme, die man auf seiner Website anschauen kann. Der Regisseur darf sich rühmen, für renommierte Unternehmen wie BMW, Credit Suisse, Audi oder Ringier gearbeitet zu haben.

Mediapulse wird wahr

RTVG Nach langer Diskussion steht die Forschungsstiftung Mediapulse endlich.

RTVG Nach langer Diskussion steht die Forschungsstiftung Mediapulse endlich. Offiziell heisst die Stiftung für die Radio- und TV-Forschung «Mediapulse Stiftung für die Mediennutzung» und wurde am 24. April sinnigerweise im Berner Museum für Kommunikation gegründet. Präsidiert wird sie von Marco De Stoppani, dem früheren Verlagsdirektor der Neuen Zürcher Zeitung. De Stoppani war vom Bundesrat gewählt worden. Er leitet einen 18-köpfigen Stiftungsrat, in dem die SRG, die privaten Radio- und TV-Veranstalter sowie die Werbewirtschaft je sechs Vertreter stellen.Die neue Stiftung entspricht der im neuen RTVG vorgeschriebenen Forschungsstiftung und soll künftig die Unabhängigkeit der Radio- und TV-Forschung garantieren. Bisher war es die SRG, die mit ihrer Abteilung SRG-Forschungsdienst nicht nur die Forschung betrieb, sondern auch die Methodik (etwa Radiocontrol und Telecontrol) bestimmte – was in der Branche immer wieder zu Misstrauen führte.
Schon im letzten Sommer hatte die SRG deshalb den Forschungsdienst ausgegliedert und dazu die Mediapulse AG gegründet. Die SRG wird nun die Mediapulse AG zu 100 Prozent in die Stiftung einbringen und sich somit von der Radio- und TV-Forschung trennen. Der bisherige Mediapulse-Verwaltungsrat unter Präsident Walter Rüegg, Direktor von Radio DRS, ist zurückgetreten, so dass der Stiftungsrat an seiner ersten konstituierenden Sitzung das Wahlprozedere für den neuen VR festsetzen konnte. Dieser muss aus sechs Stiftungsratsmitgliedern bestehen und ebenfalls von De Stoppani präsidiert werden.

Markus Knöpfli

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