Mämä Sykora: «Wir sind eher Aarau als Xamax unter Tschagajew»

Das Schweizer Fussballmagazin Zwölf erscheint am Donnerstag zum 50. Mal. Seit dem Launch 2007 ist die Anzahl der Abonnenten jedes Jahr gestiegen. Die Werbewoche hat sich mit Chefredaktor und Fussball-Experte Mämä Sykora zum Gespräch getroffen.

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WW: Am 26. August erscheint die 50. Ausgabe – wird das Jubiläum gefeiert?

Mämä Sykora: Klar. Am 4. September machen wir ein Fest für alle. Ausserdem steht ein – allerdings eher kleiner – Teil des Heftes im Zeichen des Jubiläums.

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Wie hat das Ganze eigentlich angefangen?

Ich war noch nicht ganz seit Anfang dabei. Ich bin früh eingestiegen, gehöre aber nicht zu den Initianten. Das war lustigerweise eine Gruppe von Leuten, die alle aus dem grössten Fussballödland der Schweiz kommen …

Aargauer?

(lacht) Nein … Bündner, die es irgendwann aus dem Bündnerland herausgespült hat und die dann in Bern oder Zürich gelandet sind. Den grössten Anteil an der Lancierung von Zwölf hat sicherlich Gian-Andri Casutt. Er verknüpfte Interessierte und hat das nötige Startkapital aufgetrieben. Man startete 2007 und alle dachten, zur EM 2008 breche die ­grosse Euphorie aus, darum war das ein günstiger Zeitpunkt

Die Euphorie blieb ja dann weitgehend aus …

Genau. Zwölf hat erfreulicherweise trotzdem eingeschlagen.

Du stiesst bei der siebten Ausgabe zur Redaktion und hast dich bald einmal «hinaufgearbeitet»?

Genau, ich habe mich ziemlich schnell hochgeschlafen (lacht). Die Redaktion war damals im zweiten Stock meiner Bombay Bar im Zürcher Kreis 4 beheimatet – ein reger Austausch fand immer schon statt. Ich war deshalb schon früh involviert in das Heft.

Entstand Zwölf nach dem Vorbild des deutschen Magazins 11 Freunde oder ist das ein Klischee?

Der Vergleich drängt sich auf. Es gibt in ganz Europa ähnliche Magazine, aber 11 Freunde ist mit Abstand das grösste. Die haben auch angefangen wie wir, als unabhängiges Magazin, kein Fanzine im herkömmlichen Sinn. 11 Freunde gilt als alternativ, darum ist der Vergleich logisch – und in Sachen Verbreitung und Bekanntheit ist es auch ein Vorbild. Auch wenn es mittlerweile einem grossen Verlag gehört, was die Unabhängigkeit sicherlich etwas einschränkt.

Inwiefern?

Die Themen müssen unterhaltsam sein, gehen seltener in die Tiefe. Das sieht man besonders bei den Ausgaben, die zu den grossen Turnieren kommen: 180 Seiten, davon 100 Seiten Werbung und der Rest gebrandete Artikel – übertrieben gesagt. Kurz: Sie haben es schon auch etwas zu Geld gemacht.

Zurück zu Zwölf: Nach 50 Ausgaben – gehen da nicht irgendwann die Themen aus?

Tatsächlich ist der Schweizer Fussball-Markt sehr klein. Und unser Nachteil ist – im Vergleich zu z.B. 11 Freunde – nur schon der historische Aspekt. In Deutschland ist alles akribisch genau aufgeschrieben. Bei jedem Verein fände man in den Vereinschroniken Stoff für unzählige Geschichten. In der Schweiz hingegen ist nur wenig dokumentiert; man findet Sachen nicht mehr, die eigentlich noch vorhanden wären – darum entdecken wir oft Geschichten bei der Recherche für andere Geschichten. Solange uns das passiert, mache ich mir keine Sorgen, dass uns die Themen ausgehen. Aber natürlich ist es so, dass wir etwas schauen müssen, denn: Die Super League allein hat nur zehn Mannschaften. Die Anzahl derjenigen, die Aufmerksamkeit erregen und eine ­grosse Masse interessieren, ist relativ überschaubar. Deshalb sind wir darum bemüht, dass wir uns nicht immer auf dieselben Vereine konzentrieren. Aber das ist das Gute an unserer Leserschaft: Sie interessiert sich ebenso für eine Geschichte über den FC Brüttisellen wie über den FC Basel. Manchmal sogar noch mehr (lacht).

Eine eurer Kernkompetenzen scheint die Daten­erfassung- und -auswertung zu sein?

Hauptsächlich wollen wir gute Geschichten erzählen. Aber dass alle Eckdaten genau stimmen, ist uns wichtig. Wir arbeiten aktuell mit der Swiss Football League an einer allumfassenden, öffentlichen Datenbank zum Schweizer Fussball bis zurück ins Jahr 1930. Unsere Arbeit beschränkt sich nicht auf das Magazin, wir machen auch sonst viel im Fussball-Bereich und arbeiten an Projekten mit.

Es fällt aber auf, dass ihr immer wieder Statistiken und Daten präsentiert, die sonst niemand zu haben scheint …

Das liegt weniger an einer geheimen Datenbank, sondern am enormen Aufwand, den sonst niemand auf sich nehmen will. Für uns jedoch gehört das zu einer umfassenden Recherche dazu – alle, die für uns arbeiten, sind Perfektionisten.

Kürzlich habt ihr ausgerechnet, wie die letzte Saison verlaufen wäre, wenn es keine Fehlentscheide gegeben hätte – die Geschichte schaffte es auf die breite mediale Bühne, also lohnt sich der Aufwand doch?

Diese Frage stellt sich immer. Wenn zum Beispiel Blick online ein Thema einfach 1:1 übernimmt und irgendwo noch «wie Zwölf berichtete» schreibt, merken die wenigsten, dass es nicht vom Blick ist, sondern von uns. Das sieht man dann unten in den Kommentaren, wenn steht «wieder mal typisch Blick». Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Content hergeben und sich einen Werbeeffekt er­hoffen.

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Ist Zwölf immer noch nur möglich, weil ein paar Leute «en Egge ab» haben, oder würde das Produkt auch unter «normalen Umständen» funktionieren?

Es würde nicht funktionieren. Über die Zeit sind unsere Ansprüche an einen Text gestiegen. Wenn jemand einen Artikel abliefert und wir denken, da fehlt noch die und die Information, erwarten wir von ihm, dass er es noch zusammensucht – obwohl dieser Aufwand nicht bezahlt werden kann. Auch wenn es manchmal ein völlig übertriebener Aufwand ist, herauszufinden, ob XY jetzt zwei oder drei Spiele gemacht hat in den 70er Jahren für den FC Brüttisellen. Wir erwarten das und unsere Autoren haben diesen Anspruch auch an sich selbst. Nicht jeder Aufwand, den die Leute für unser Magazin haben, ist vollumfänglich bezahlt – anders geht’s nicht. Das Herzblut muss den Rest abdecken. Auch wenn uns extrem wichtig ist, dass alle, die für uns arbeiten, bezahlt werden, sowohl Autoren wie auch Fotografen oder Illustratoren – allerdings sind es nicht immer marktübliche Preise.

Zwölf geht’s gut. Nebst Ausnahmen wie Landliebe gelingt es sonst keinem anderen Printtitel, die Abo-Zahlen ständig zu steigern …

Das ist in der Tat speziell. Das merken wir zum Beispiel an unseren Kioskplatznachbarn: Sie haben in diesen acht Jahren oft gewechselt. Viele Magazine gingen ein, es kamen neue dazu, diese gingen wieder ein – uns gibt’s immer noch. Es muss also etwas dran sein. Aber wie gesagt, das ist auch nur möglich, weil viele Arbeit, die geleistet wird, Fronarbeit ist.

Habt ihr das Potenzial an Abonnenten schon ausgeschöpft?

Nein, da besteht noch viel Luft nach oben. Man merkt es immer bei speziellen Aktionen. Entdecken wir zum Beispiel etwas, was eher die Bundesliga betrifft, geben wir es manchmal an 11 Freunde weiter. Die posten es irgendwo und verlinken uns. Am nächsten Tag haben wir x neue Abos. Alles Menschen, die zwar 11 Freunde kannten, aber uns nicht. Da merkt man: Es liegt noch viel drin.

Habt ihr auch Abonnenten aus dem Ausland – ­keine Auslandschweizer, sondern «richtige» Ausländer?

Ja, aber nur aus Deutschland und aus Österreich. Scheinbar interessiert die das (lacht). Aber es sind natürlich wenige, die meisten stammen aus der Schweiz. Allgemein liegt aber noch viel Potenzial brach. Dieses zu erreichen ist aber schwierig.

Wieso?

Weil wir alles, was wir einnehmen, ins Heft stecken. Es bleibt nichts übrig für Marketingmassnahmen. Da ist aber auch der Streuverlust unfassbar gross. Wir machten schon Aktionen, die sehr aufwendig waren, aber die null Erfolg brachten.

Zum Beispiel?

Einmal, als Marc Zellweger bei Brühl spielte, spielte der Verein in der Challenge League gegen St. Gallen. Wir hatten im Heft ein Interview mit Zellweger und er war sogar auf dem Cover. Wir dachten, es lohne sich an dieses Stadtderby zu gehen und einen Stand aufzubauen. Die vom SC Brühl mögen uns, haben mehrmals über die Lautsprecher unseren Stand angekündigt. Die Menschen haben uns die Gratis-Hefte wahrlich aus den Händen gerissen. Wir gingen mit vielen Heften und kamen mit keinem einzigen nach Hause. Resultat: ein Abo. Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Und die aktuelle Aktion, bei der ihr jedem Abonnenten ein zusätzliches Heft zum Verschenken geschickt habt?

Das hat funktioniert! Wir haben’s durchgerechnet und sahen, wenn wir nur schon 50 neue Abonnenten damit kriegen, hat sich die Mehrauflage bereits gelohnt. Und sie hat sich gelohnt (lacht). Auch wenn es so war, dass einige die Aktion gar nicht verstanden haben. Einige haben den Begleitbrief gar nicht gelesen und meldeten sich bei uns, sie hätten ver­sehent­lich zwei Hefte bekommen.

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Thema Kioskverkauf: Wisst ihr, wovon die verkaufte Auflage abhängt?

Das wüssten wir sehr gerne, aber wir haben keine Ahnung. Wir überlegen uns beim Cover auch: Funktioniert es am Kiosk? Aber: Es hat scheinbar null mit dem Cover zu tun. Wir machten mal eine Auswertung, welche die bestverkauften Nummern am Kiosk waren. Es gab keine Rückschlüsse auf die Art des Covers. Symptomatisch dafür: Die im Verhältnis zur Kioskauflage bestverkaufte Nummer hatte auf dem Cover einen Kollegen von mir, der von hinten fotografiert wurde, wie er aus dem Letzigrund läuft. Das verkaufte sich besser als berühmte Fussballer auf der Front. Wir kamen nicht drauf, woran es lag. Aber: Wir sind ohnehin kein extremes Kiosk-Magazin. Die Abonnenten sind uns wichtiger, der Kiosk ist eher ein Abo-Werbe-Instrument. Das ist zum Beispiel in Deutschland anders, das ist eher eine Kiosk-Nation. Darum ist es zum Beispiel 11 Freunde extrem wichtig, was sie auf dem Cover haben und an welchen Kiosken sie aufliegen. Darum sind da fast nur noch Stars auf dem Cover, oft die grossen Namen. Bei uns käme nie ein Shaqiri aufs Cover, das würde nicht zu uns passen. Als wir ein Streller-­Interview hatten, war trotzdem nicht Streller auf dem Cover.

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Was sind die Gründe?

Unter anderem wollen wir uns damit von der Konkurrenz abheben. In der Schweiz ist das eigentlich nur das Magazin Eurosoccer. Aber auch das ist kein Konkurrent im herkömmlichen Sinne, weil die eine völlig andere Zielgruppe ansprechen. Dort gibt’s nur Stars, null Recherche, in der Mitte ein Barnetta-Poster. Wir wollen anders daherkommen als ein Magazin, welches diese Zielgruppe anspricht.

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Habt ihr noch andere Standbeine, wie es der Trend ist in der Medienbranche?

Unser Fernziel war immer, ein Kompetenzzentrum für Schweizer Fussball zu werden. Das ist naheliegend. Denn es gibt so viele Leute, die irgendwas mit Fussball machen, aber – ohne ihnen zu nahe zu treten – keine Ahnung davon haben. Die werfen ihr Geld zum Fenster raus und machen irgendwas, was überhaupt nicht funktioniert. Da wäre es nicht schlecht, würde man sich im Voraus mit jemandem austauschen, der eine kleine Ahnung hat. Wir bieten uns nicht an wie eine Agentur, aber wir beraten viele Unternehmen und Personen oder erledigen Recherchearbeit etc. Will beispielsweise ein Medium wissen, was aus allen U‑17-­Weltmeistern aller Nationen geworden ist, ist es für sie einfacher, wenn sie uns anfragen, als wenn sie zuerst rausfinden müssen, wie man es überhaupt rausfindet.

Ihr geniesst vermutlich ein gewisses Ansehen in der Sportjournalisten-Szene?

Das kann ich schwer beurteilen. Aber wir sind sicher gern gesehen und respektiert. Auch bei den Fussballern selbst. Das hat man in der Vergangenheit auch daran gemerkt, dass sie uns in den Interviews Sachen erzählt haben, die sie sonst keinem anderem Medium erzählt hätten. Einfach, weil wir anders an sie herangetreten sind, weil wir sie in Gespräche verwickelten, weil sie merkten, dass wir sie nicht in die Pfanne hauen wollten. Das hat sich leider in letzter Zeit etwas geändert.

Inwiefern?

Es wurde viel schwieriger. Das ist eines unserer Hauptprobleme. Erstens sind die Fussballer heute nicht wie früher, nicht mehr so auskunftsfreudig, leben in einer Art Blase, die sie für einen Interviewtermin kurz verlassen und in die sie möglichst schnell wieder zurückwollen. Sie haben eigentlich überhaupt kein Interesse daran, mit irgendjemandem zu sprechen. Sie sind übervorsichtig und erzählen von sich aus viel weniger. Vielleicht haben sie auch nicht mehr so viel zu erzählen, weil sie nicht mehr so wild und lustig sind wie die früheren Fussballer-Generationen. Sie erleben auch weniger, sind gleichströmiger. Zweitens: Die Fussballer dürfen nichts mehr sagen. Auch wenn sie uns etwas Spektakuläres erzählen, müssen wir es einem Mediensprecher vorlegen zum Gegenlesen und der wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder streichen. Wir müssen das respektieren, wenn wir ein gutes Verhältnis mit den Klubs pflegen wollen. Der Trend geht zur Übervorsicht.

In Zeiten von Social Media, Shitstorms etc. ein Stück weit auch verständlich …

Trotzdem: Wenn ich nur schon lese, was Huggel oder Smiljanić bei uns in den Interviews sagten – das wäre heute nicht mehr erlaubt. Und das ist noch nicht ewig lange her. Da ist es umso erfreulicher, wenn man Ausnahmen findet, wie zum Beispiel kürzlich Markus Neumayr vom FC Vaduz. Oft sind es diejenigen Spieler, die sonst nicht so befragt ­werden.

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Ihr habt euch konsequent gegen Online entschieden – war es ein Grundsatzentscheid, auf alle ­digitalen Kanäle zu verzichten und z.B. auch kein ­E‑Paper oder eine PDF-Ausgabe anzubieten?

Ja. Unsere Kernkompetenz ist ein Printmagazin, das wollen wir so beibehalten. Würden wir online zusätzliche Dinge anbieten – wie z.B. 11 Freunde, die eine Onlineredaktion haben –, würde das dieselben Leute betreffen, die eigentlich gute Artikel fürs Magazin schreiben müssten. Darum ist online ein Wunschdenken bei uns. Eine dauernde Diskussion, aber wir wollen es nicht auf Kosten der Magazin­qualität.

Also fehlen die Ressourcen für die Bereitstellung?

Es fehlen erstens die Ressourcen und zweitens ist es, sobald es etwas kostet, bei uns ausgeschlossen.

Ist nicht auch die Angst vor einer digitalen, un­bezahlten Verbreitung der Grund, wieso keine Inhalte digital bereitgestellt werden?

Sicher. Wir wollen unser Produkt nicht schwächen; wollen, dass die Leute das Heft kaufen und dieses eine gewisse Exklusivität geniesst. Ein Heft in der Hand ist immer noch etwas anderes als auf dem Tablet. Ich persönlich finde, ein Print­produkt verliert an Wertigkeit, wenn es nur digital dargestellt wird.

Ich auch. Aber ob das die Generation nach uns auch so sieht, ist eine andere Frage …

Stimmt. Ein weiteres Problem für uns in der Zukunft. Schon früher hatten viele Junge kaum Zeitschriften abonniert, aber ich glaube, heute sind es noch viel, viel weniger. Die Erwartungshaltung, dass Informationen gratis seien, setzt sich durch. Zusätzlich haben wir bei dieser Generation das Problem, dass sie irgendwann nicht mehr weiss, wovon wir sprechen. Irgendwann gibt es keine Leute mehr, die wissen, wer Heinz Hermann ist.

Euer Fachwissen wird je länger, je unbrauchbarer?

In einem gewissen Sinne (lacht). Immerhin haben wir jetzt einen jungen Redaktor, der uns «80er-­Säcke» nennt.

Okay, ihr bekommt ja die Tagesaktualitäten auch mit und könnt diese in 20 Jahren zum Besten geben – falls ihr sie euch noch merken könnt …

(lacht) Das ist so! Aber ich vermute eben auch, dass der aktuelle Fussball nicht mehr so viele Geschichten hergibt wie in der Vergangenheit. Die wilden Sachen der 60er-, 70er-, 80er-Jahre werden nie wieder passieren. Wenn du in 20 Jahren die Karriere von Michi Lang beschreibst, wird niemand sagen «Was? Krass, das konnte man damals machen?». Aber wir haben uns auch ein Stück weit den kommenden Generationen angepasst. Das mussten wir, die seit den ersten Ausgaben dabei sind und alle ungefähr dasselbe Alter haben, erst lernen. Weil für uns ist sonnenklar, dass man Heinz Hermann kennt. Wir brachten früher die Namen im Heft einfach so, ohne Erklärung. In der Diskussion mit Jüngeren wurde uns klar, dass diese oft keine Ahnung hatten, wer das ist. Heinz Hermann zum Beispiel hat sein letztes Länderspiel 1991 gemacht – die Jungen von heute waren damals noch gar nicht auf der Welt. Diesem Umstand müssen wir Rechnung tragen. Wir können nicht einfach endlos die Retro-Schiene fahren und die Jungen von Beginn weg ausschliessen. Was freilich nicht heisst, dass wir nicht auch in Zukunft schöne Geschichten von früher ausgraben.

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Was sind die konkreten Pläne für die Zukunft? Nächstes Ziel Heft 100?

Der Printmarkt ist bekanntlich nicht einfach. Als wir begannen, war die Stimmung unter den Inserenten ganz anders. Vergleichsweise viele wollten «dabei sein», aber wir hatten vergleichsweise wenig Leute, die sich darum kümmerten, dass die Inserate auch wirklich reinkommen (lacht). Jetzt haben wir jemanden, aber es wird mit der ganzen Konkurrenz nicht einfacher. Print ist schon fast selbst ein Nischenprodukt, Fussball sowieso und ein alternatives Fussballmagazin ist sozusagen ein Nischenprodukt im Nischenprodukt. Da sind wir aber sehr stark und haben eine sehr genau definierte, attraktive Zielgruppe. Aber die Anzahl unserer potenziellen Inserenten ist natürlich überschaubar. Viele Unternehmen brauchen wir gar nicht erst anzufragen, weil sie im Bereich Fussball nichts machen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Image des Fussballs in den letzten Jahren gelitten hat und manche Unternehmen damit nichts mehr zu tun haben wollen. Darum können wir schon Zukunftspläne schmieden, darüber diskutieren, ob wir monatlich rauskommen oder ob wir mit einer Klebebindung mehr Wertigkeit erreichen wollen – aber das sind alles Sachen, die mit einem grossen finanziellen Risiko verbunden sind. Auch wenn wir etabliert und angesehen sind, braucht’s nicht viel, damit es uns «verbesen» würde, wenn wir uns übernehmen würden. Also sind wir eher Aarau als Xamax unter Tschagajew …

Ein Absteiger mit seriös geführter Buchhaltung?

(lacht) Okay, sagen wir besser Thun. Mit anderen Worten: Wir können Zukunftspläne schmieden, aber wir könnten die Umsetzung momentan gar nicht stemmen.

Also soll es einfach weiterlaufen wie bisher?

Sobald wir die Sicherheit hätten, dass wir den nächsten Schritt wagen können, sind wir sicher nicht abgeneigt gegen Veränderungen. Aber die nächsten, wichtigsten Ziele sind, die brachliegenden Abonnenten zu erreichen, das ist für uns viel wichtiger als monatlich zu erscheinen, auch wenn sich das viele Leser wünschen würden. Momentan können wir in diesem Umfang die Qualität nicht garantieren.

Interview: Thomas Häusermann

Das 2007 lancierte Fussballmagazin Zwölf hat aktuell eine Auflage von 10’900 Heften und über 4800 Abonnenten. Der typische Zwölf-Leser ist männlich, wohnt in der Stadt oder in der Agglomeration, besucht(e) eine Universität oder Fachhochschule und liest sämtliche Artikel. Herausgeber des eigenständigen, sechsmal jährlich erscheinenden Magazins ist der Verein «Zwölf – Verein für Fussballkultur». Seit Anfang 2013 gibts Zwölf auch im Fernsehen: In der «Zwölf Fussballbar» empfängt Chefredaktor Mämä Sykora jede Woche Haupt- und Nebendarsteller aus der Schweizer Fussballwelt. Die Sendung wird auf SSF ausgestrahlt und kann im Archiv von Internettv.ch nachgeschaut werden.

Zwoelf.ch

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Online-Werbemarkt weiter im Aufwind – Marktanteil von elf Prozent

Die Schweizer Wirtschaft hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 472,8 Millionen Franken in Online-Werbung gesteckt. Damit erreicht der Marktanteil dieser Werbeform 11 Prozent nach 10 Prozent im Gesamtjahr 2014.

Bis auf das Segment der klassischen Online-Werbung übertrafen alle der sieben erfassten Sparten das Volumen der Vorjahresperiode, teilte Media Focus am Montag aufgrund von Expertenschätzungen mit. Die Werbestatistik der Firma beinhaltet nur das Segment Display, also Werbeflächen wie Banner oder die Integration von Werbeinhalten in den redaktionellen Bereich von Online-Werbeträgern. Besonders stark zeigte sich die Werbung auf Suchmaschinen mit 178,3 Millionen Franken Umsatz. Im Gesamtjahr 2014 waren auf Suchmaschinen 292 Millionen Franken mit Werbung umgesetzt worden. Im Online-Jobmarkt flossen 51 Millionen Werbefranken, bei den Immobilieninseraten 35,8 Millionen und bei den Autoanzeigen 22,7 Millionen Franken.

Die klassische Onlinewerbung büsste 4 Prozentpunkte ein, während die Suchmaschinen-Werbung um gleich viele Punkte zulegte. Im Rubrikenmarkt schrumpften die Immobilien um einen Prozentpunkt, die Online-Verzeichnisse legten gleich viel zu.

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Online-Trend nach Werbesegment: Der Onlinewerbemarkt entwickelt sich weiter positiv. Das Expertengremium schätzte das Gesamtvolumen des Schweizer Onlinewerbemarkts im ersten Halbjahr 2015 auf 472,8 Millionen Schweizer Franken. Bis auf das Segment Klassische Onlinewerbung haben alle ihr Halbjahresvolumen aus dem vergangenen Jahr übertroffen. Besonders stark zeigt sich mit 178,3 Millionen Schweizer Franken das Segment Suchmaschinenwerbung, eher zögerlich der Bereich Online Display mit einem Werbevolumen von 65,5 Millionen Franken.

Elf Prozent Marktanteil

Beim Anteil der Online-Werbung am ganzen Werbekuchen berücksichtigte Media Focus den Rubrikenmarkt und die Online-Verzeichnisse nicht, da diese für die anderen Medien auch nicht erfasst werden. Dabei ergab sich ein Marktanteil der Online-Werbung von 11 Prozent. Wieder führte die Finanzbranche mit 15,5 Millionen Franken und einem Online- Anteil von 10,6 Prozent beim Medienmix die Rangliste an. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 entspricht das einem Plus von 5 Millionen Franken. Die Autobranche verbesserte sich von Platz 3 auf Rang 2 und steckte 14,5 Millionen Franken in die Online-Werbung, was einem Anteil von 6,2 Prozent an ihrem Werbedruck entspricht. Mit Rang 3 fielen die Dienstleister einen Platz zurück. Sie steckten im ersten Halbjahr 10,3 Millionen Franken oder 9,1 Prozent ihrer Werbedruckausgaben ins Internet. (SDA/pd/hae)

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Online-Trend nach Werbesegment, 1. Halbjahr 2015: Im Vergleich zum Vorjahr weist der Segmentmix leichte Anteilsverschiebungen auf: Die Klassische Onlinewerbung hat 4 Prozentpunkte eingebüsst, die Suchmaschinenwerbung 4 Prozentpunkte zugelegt. Der Rubrikenmarkt für Immobilien nahm einen Prozentpunkt ab, die Online-Verzeichnisse hingegen gewannen einen dazu.

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Wachstum 2006 – 2014: Insgesamt wurden die Wachstumsprognosen für 2014 leicht übertroffen: Der Online-Werbemarkt verzeichnet ein Wachstum von 14.1 Prozent und hat
damit die Prognose von 10,3 Prozent überholt.

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Wachstumsprognose 2014 – 2017: Der Online-Werbemarkt wird gemäss dem Expertengremium weiter wachsen. Verglichen mit dem Werbevolumen 2014 sagen die Experten dem Online-Werbemarkt bis Ende 2017 ein durchschnittlich jährliches Wachstum von 10,2 Prozent voraus.

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Anteil der Onlinewerbung im Werbemarkt Schweiz; 1. Halbjahr 2015: Der Anteil von Online beinhaltet die Werbeformen Display, Suchmaschinen-Werbung und Affiliate-Marketing. Zur Aufrechterhaltung der Vergleichbarkeit wurden für diese Betrachtung die Online-Rubriken und -Verzeichnisse nicht berücksichtigt, da auch in anderen Mediengruppen keine Rubriken oder Verzeichnisse erfasst werden. In der Mediamix-Perspektive liegt der Anteil der Onlinewerbung im ersten Halbjahr 2015 bei 11 Prozent. Dies entspricht einer Zunahme von einem Prozentpunkt gegen- über dem Vorjahr (2014, 10%).

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Onlinewerbung (Display) nach Branchen; 1. Halbjahr 2015: Der Finanzbranche führt mit 15,5 Millionen Werbefranken die Spitze des Onlinewerbemarktes an und hat im Vergleich zum 1. Halbjahr 2014 um 5 Millionen zugelegt. Deutlich aufgeholt hat die Branche Bauen, Industrie, Einrichtung: Sie verzeichnet im 1. Halbjahr einen Werbedruck von 2.4 Millionen Bruttofranken und schafft es damit auf Platz 8 (2014 mit 3,3 Millionen Bruttofranken auf Platz 16). Die Branchen Finanzen und Dienstleistung weisen mit 10,6 und 9,1 Prozent den höchsten Anteil der Onlinewerbung am Mediamix aus. Der durchschnittliche Anteil der klassischen Onlinewerbung liegt bei 3,5 Prozent.

 

Umfrage: Grosse Mehrheit für strengeren Swissness-Markenschutz

Die Swissness-Vorlage hat beim Volk grossen Rückhalt. In einer Umfrage im Auftrag des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) sind 78 Prozent einverstanden damit, dass die Auflagen für die Werbung mit der Marke «Schweiz» verschärft werden.

Das Parlament verabschiedete die so genannte Swissness-Vorlage im Juni 2013. Sie gibt vor, dass bei industriellen Gütern der Schweiz-Anteil der Herstellungskosten künftig bei 60 Prozent sein muss, damit das Produkt unter der Marke Schweiz verkauft werden kann. Bei «Swiss made»-Lebensmitteln müssen die Rohstoffe nach Gewicht zu mindestens 80 Prozent aus der Schweiz stammen.

Unternehmen entscheiden

Die Unternehmen entscheiden selbst, ob sie sich an die Vorgaben halten und mit der Marke Schweiz werben oder ob sie auf «Swiss Made» verzichten wollen. 90 Prozent der Befragten in der Schweiz würden dem besseren Schutz für die Marke Schweiz eine ausserordentlich hohe Bedeutung zumessen, schrieb FH am Montag. Keine Gruppe und keine Parteianhängerschaft stimme der Umsetzung der Swissness- Vorlage nicht mehrheitlich zu. Und mehr als zwei Drittel (70 Prozent) möchten, dass die Vorlage wie geplant auf Anfang 2017 in Kraft gesetzt wird. Der starke Franken ist in den Augen der Mehrheit der Befragten kein Grund, mit der Umsetzung der Vorlage zuzuwarten. Aus ihrer Sicht stelle der strengere Schutz der Marke Schweiz für Schweizer Unternehmen eher eine Chance dar, hiess es in der Mitteilung. Die Umsetzung der Vorlage ist umstritten: Im Juni kritisierten im Ständerat einige Votanten die zu komplizierten Verordnungen. Hannes Germann (SVP/SH) hatte sich beim Bundesrat erkundigen wollen, was Swissness die Unternehmen koste und wie viele Betriebe deshalb auf Swissness verzichteten. Sein Postulat wurde aber abgelehnt. Zuvor hatte Ende Mai die Rechtskommission des Nationalrates beschlossen, eine Motion für die Verschiebung der Inkraftsetzung der Vorlage einzureichen und einfachere Ausführungsbestimmungen zu verlangen. Hintergrund der Forderung war die Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015.

Mehraufwand und zusätzliche Kosten

Eine Umfrage des Schweizer Markenartikelverbandes Promarca bei 89 Geschäftsführern von Schweizer Firmen ergab, dass «ein Drittel der betroffenen Mitglieder des Verbandes auf die Auslobung der Schweizer Herkunft verzichten will, sollte die Vorlage in der heutigen Form in Kraft treten». Die Ablehnung liege weniger daran, dass die Unternehmen die Kriterien nicht erfüllten als am administrativen Mehraufwand und den zusätzlichen Kosten, schrieb Promarca Anfang August. Der Verband gehören Unternehmen wie Nestlé, Rivella, Victorinox und Ricola an. Im Auftrag von FH befragte das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 20. und dem 24. Juli 1003 stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer. (SDA)

Start zur ersten Lohnumfrage der Schweizer PR- und Kommunikationsbranche

Die erste Umfrage zu Löhnen und Gehältern in der Schweizer Kommunikations- und PR-Branche entspringt einer breit abgestützten Initiative der nationalen Branchenorganisationen PR Suisse, BPRA, Harbour Club und SPRI.

Die Università della Svizzera italiana USI zeichnet zudem für die Programmierung und Auswertung verantwortlich. Ziel der Umfrage ist es laut Mitteilung, ein möglichst klares Bild über die Lohnniveaus in der Schweizer PR- und Kommunikationsbrache zu gewinnen und wie diese durch berufliche und persönliche Attribute beeinflusst sind. Die Umfrage läuft ab sofort und wird am 19. September geschlossen. Die Resultate werden der Öffentlichkeit Ende Oktober präsentiert.

Die Beantwortung nimmt nicht länger als fünf Minuten in Anspruch und ist über jedes Gerät möglich (PC, Laptop, Tablet, Mobile). Um volle Anonymität zu gewährleisten, werden keinerlei Informationen identifiziert, die irgendwelche Rückschlüsse auf die Absender erlauben wie zum Beispiel Name, Mailadresse oder IP-Adresse. Zu den Daten hat aus- schliesslich die USI Zugang.

Getragen wird das Projekt von den gleichen Organisationen, die im Rahmen des «Swiss Corporate Communication and Public Relations Observatory» regelmässig den «Practice Monitor» publizieren, die einzige umfassende Umfrage zu Entwicklung und aktuellen Trends der Schweizer PR- und Kommunikationsbranche. Im Interesse der Qualität und Relevanz der Ergebnisse hofft die Trägerschaft auf eine möglichst hohe Rücklaufquote.

Über diesen Link gelangen Sie zur Umfrage.
 

«Der Fridolin» wird 50

Die Glarner Lokalzeitung Fridolin wird am 31. Oktober 2015 50 Jahre alt. Das ist – angesichts des in den letzten Jahrzehnten deutlich geschrumpften Lokalzeitungsmarktes und der grossen Konkurrenz im Glarnerland – keine Selbstverständlichkeit.

Begonnen hat 1965 alles relativ unspektakulär. Walter Feldmann Junior (2. Generation) leitete zu diesem Zeitpunkt die Buchdruckerei Schwanden. Er hatte diese 1959 von seinem Vater übernommen. Den Schwerpunkt des Unternehmens bildete zu diesem Zeitpunkt die Druckerei. Da viele Papierabfälle anfielen, entschied Feldmann, diese sinnvoll zu verwerten. So entstand der Fridolin – zuerst ein Anzeigenblatt – der im Laufe der Jahre immer mehr zur beliebten Wochenzeitung der Glarner wurde. Mit einer eigenen Redaktion, verschiedenen freischaffenden Journalisten, sowie dank der vielen Beiträge aus der Leserschaft bietet Fridolin Woche für Woche eine Fülle von Informationen aus und über das Leben im Glarnerland und das in all seinen Facetten. Der Fridolin kann mit Fug und Recht als das Sprachrohr und Spiegelbild der Glarner bezeichnet werden. Nicht zuletzt haben die Glarner Stimmbürger dies untermauert mit dem Zuschlag des Amtsblattes an den Fridolin.

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Heute erscheint der Titel in einer Auflage von über 31‘000 Exemplaren. Fridolin weist laut Mitteilung seit Jahren eine äusserst stabile Wemf-Leserschaft zwischen 80–90 Prozent in der Region Glarnerland aus.

Die Zeitung ist in den letzten Jahren zum tragenden Standbein des Unternehmens Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG geworden. Mit Maya Ziegler haben die heutigen Inhaber Walter Feldmann Junior (3. Generation) und Philipp Theiler eine kompetente, vielseitige und engagierte Verlagsleiterin an Land geholt. Ihr obliegt seit 2011 die gesamte Verantwortung für das Unternehmen. Diese nimmt sie – zusammen mit einem rund 30-köpfigen Team von Ganz- und Teilzeitangestellten – erfolgreich wahr. So konnten Fridolin und die Druckerei in Schwanden über die letzten Jahre, trotz Wirtschaftsturbulenzen, stabil aufgestellt bleiben. Das Unternehmen blickt wirtschaftlich unabhängig und finanziell gesund in die Zukunft.
 

Aufatmen bei der Schweizer Werbewirtschaft

Die zu Beginn des Jahres ins Stocken geratene Werbewirtschaft löst sich laut Media Research Group langsam vom Bremspedal – allerdings noch nicht ganz.

Prognostizierten wird am Jahresanfang noch einen Rückgang des Kommunikationsvolumen der Schweizer Wirtschaft um 7,3 Prozent, so rechnen die Auftraggeber jetzt nur noch mit einem kleinen weiteren Rückgang von 0,9 Prozent.

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Das der Schweizer Werbewirtschaft für die nächsten 12 Monate zur Verfügung stehende Kommunikationsvolumen beträgt 5,41 Milliarden Franken. Dies kommt im Vergleich zu 2014 einer Volumenreduktion von fast einer halben Milliarde gleich. Selbst im Vergleich zur ersten Erhebung in diesem Jahr resultiert nochmals eine Volumeneinbusse von 40 Mio Franken (-0,9 Prozent).

Die Media Research Group befragt zweimal pro Jahr die Top 750 Werbeauftraggeber über ihr Kommunikationsverhalten in den kommenden 12 Monaten. Die anfangs Jahr erhobenen Daten haben Gültigkeit für das aktuelle Jahr, die Mitte Jahr erhobenen für das zweite Semester des aktuellen und die erste Hälfte des nächsten Jahres. In der ersten Befragung haben 366, in der soeben abgeschlossenen zweiten Befragung 375 Auftraggeber ihre Kommunikation offen gelegt.

Neben der Höhe des verfügbaren Kommunikationsbudgets wird auch dessen Aufteilung auf die einzelnen Media- und Kommunikationsgattungen erfragt. Dabei wird ersichtlich, dass die zu Beginn des Jahres für 2015 gemachten Prognosen leicht korrigiert werden müssen. Dies betrifft insbesondere die Aussagen über die Entwicklung der Online Medien und der Direktwerbung. Zwar stimmt die Entwicklungsrichtung, der Verlauf dieser Entwicklung ist aber weniger ausgeprägt als ursprünglich angezeigt. Für die Werbung in Online Medien bedeutet dies, dass sie zwar aus dem zu Beginn des Jahres prognostizierten Loch emporsteigt. Aber drin ist sie noch immer. Dies reicht aber schon, um einen Anteilsgewinn im Mediamix von 0,7 Prozentpunkten zu erzielen. Etwas anders sieht es für die Direktwerbung aus. Schien es zunächst, als ob sie sich als einzige Gattung schadlos halten könnte, so muss sie nun doch ebenfalls Einbussen hinnehmen (-60 Millionen Franken).

Obwohl die klassische Kommunikation insgesamt um 50 Millionen Franken zurück geht, vermag sie ihren Anteil an der gesamten Kommunikation um 0,4 auf 51,9 Prozentpunkte zu erhöhen. Stark dazu trägt die TV-Werbung bei, die ihren Anteil im Mediamix 0,4 Prozente erhöhen kann. Grösster Leidtragender sind die Zeitschriften, deren Anteil um 0,9 Prozente sinkt. Praktisch ungeschoren kommen diesmal die Zeitungen davon. Dies ist doch schon mal ein Lichtblick. Weder Schatten, noch Sonne, einfach schön in der Mitte, steht die Aussenwerbung, deren Marktanteil im Mediamix bei 11 Prozent verbleibt.

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Studie zeigt: Radiowerbung wirkt

Im Auftrag von Swiss Radioworld und der Schweizer Privatradios ermittelt Omnicom Media im Verlauf von 2015, ob und wie Radiowerbung wirkt. In vier Wellen wird die Werbewirkung der Gattung Radio beobachtet und analysiert. Die bisherigen Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache.

In den ersten zwei Befragungswellen ging die beauftragte Omnicom Media Group mittels Online-Interviews zwei Kernfragen nach. Erstens wer, womit und wann heutzutage Radio gehört wird und zweitens wie die Gattungswerbung in Bezug auf Kaufimpuls sowie Markenwahrnehmung wirkt. Hierfür wurden in Deutsch- und Westschweiz jeweils rund 1000 Teilnehmer befragt, wobei die Stichprobe die Bevölkerungsgruppe zwischen 15 und 64 Jahre abdeckte. Untersucht wurden bisher insgesamt zwölf Kampagnen, davon sieben nur Radio und fünf Radio/TV kombiniert.
Die Studie bestätigte den Trend, dass Radio längst kein singuläres Empfangsgerät mehr ist, sondern vielmehr als Begleiter durch den Tag auf den unterschiedlichsten Plattformen stattfindet. So machen die IP-basierten Kanäle im Auto bereits 35 Prozent, bei Hörern, die ohne Auto unterwegs sind, bereits 65 Prozent aus. Ein Drittel der Befragten bleibt dennoch weiterhin nur über UKW erreichbar.

Aus der Befragung ging ausserdem hervor, dass Radio etwa gleichermassen sowohl zuhause (55 Prozent) als unterwegs, beispielsweise im Auto (52 Prozent), gehört wird. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass das Medium rund einen Drittel (35 Prozent) seiner Hörer am Arbeitsplatz erreicht. Nicht zuletzt gibt die Studie erste Hinweise über die zusätzliche Reichweite durch IP- basierte Kanäle. So kann die Reichweite einer klassischen Radiokampagne während der Drivetime durch Webradio-Pre-rolls während der Bürozeit im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden.

Radio beeinflusst Markenbekanntheit und Kaufimpulse

Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass Radio in Bezug auf die ungestützte Markenbekanntheit eine mindestens so starke Wirkung wie TV hat. In der Medienkombination Radio/TV und mit Singlespots lassen sich diese Werte noch deutlich steigern. In diesem Zusammenhang fiel ausserdem auf, dass bei den Befragten die Erinnerung an das Medium bei Singlespots viel stärker war als bei Werbeblock-Kontakten. Zudem zeigt sich, dass Radiowerbung die Kaufbereitschaft beeinflusst und sich positiv auf die Entscheidungsfindung auswirkt. So liegt die Kaufbereitschaft von Radio-Hörern um bis zu 22 Prozent höher als bei Kunden, die keinen Radio-Kontakt erlebten. Und das, obwohl die Spots durchs Band als eher durchschnittlich bewertet wurden.

Radio erfreut sich einer treuen Hörerschaft

Die Studie brachte eindeutige Resultate hervor, welche die Wirkung von Radiowerbung hervorheben. Das Medium kann auf eine treue, ritualisierte und rezeptive Hörerschaft zählen. Mit den zwei noch bevorstehenden Studienwellen in diesem Jahr wird die wachsende Datenbasis eine noch genauere Analyse ermöglichen. So können Verknüpfungen und Abhängigkeiten von Ort, Device und Zeitpunkt des Werbeempfangs mit Branche, Budget oder Dauer einer Kampagne präzise aufgezeigt werden.
 

Publicis: Salt macht’s wieder kurz

Salt hat neue Abos: Eins für Senioren. Eins für junge Leute unter 30. Eins für die Schweiz. Eins für Europa. Und alle sind sehr günstig. Publicis hat die neue Kampagne dazu gemacht. That’s it.

https://www.youtube.com/watch?v=kJXvMyqv900

https://www.youtube.com/watch?v=jo-9AcJ-Ap0

https://www.youtube.com/watch?v=-i09Xsv5GTc

https://www.youtube.com/watch?v=VCcPGyMYNHI

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Verantwortlich bei Salt: Antoine Caffin (CMO), Sabine Kuszli (Director Brand & Marketing Communications), Nora Urscheler (Advertising Manager), Yann Gurtner (Sponsoring & Events Manager). Verantwortlich bei Publicis: Thomas Wildberger (CCO), Daniel Ahrens, Thomas Schöb (CD), Jan Kempter, Christian Stüdi (Text), Regine Cavicchioli, Sandy Pfuhl (Art Direction), Anatole Comte (Grafik), Candido Righetto, Manuela Schikor, Christine Rainford, Alain Götschi (Beratung), Cem van der Schaar, Benjamin Kägi (TV/Art Buying); Produktion: Chocolate Films (Filmproduktion), Marcel Langenegger (Regie); Judith Affolter, Melanie Hofmann (Fotografie), Luxwerk (Bildbearbeitung).

Personelle Verstärkung für B-Public

Die Zürcher Agentur B-Public verstärkt ihre personellen Ressourcen. In der Person von Katharina Burckhardt engagiert die Agentur für Corporate & Financial Communications, Marketing Services und IT-Solutions eine erfahrene Projektmanagerin.

Mit Katharina Burckhardt gewinnt die Agentur laut Mitteilung eine erfahrene Projektleiterin mit einer langjährigen Berufstätigkeit in der Kommunikationsbranche. Die Allrounderin bringt Erfahrung im Planen, Organisieren und Projekte leiten mit. Sie war mehrere Jahre als Assistentin in einer Werbeagentur tätig, wirkte als rechte Hand des Chefredaktors von Cash, war in der Funktion als Management Support beim Aufbau des Internetfinanzportals Moneycab.com beteiligt und hat bei einer Zürcher Finanz-PR-Agentur eigene Projekte betreut. Seit 2012 war sie selbständig im Bereich Administration und Organisation. Katharina Burckhardt hat sich in Betriebsführung weitergebildet. Per 1. September 2015 stösst sie nun zu b-public.

Der personelle Ausbau und die Stärkung des Backoffice ist laut Mitteilung Teil einer Wachstumsstrategie. Die 2012 gegründete Agentur hat bereits nach drei Jahren die Partnerschaften erweitert und die Vernetzung im Ausland in den Finanzmetropolen von Deutschland und Österreich ausgebaut. B-Public bietet ein lückenloses Dienstleistungspaket für in- und ausländische Banken, Fondsgesellschaften und Vermögensgesellschaften, welches den gesamten deutschsprachigen Raum abdeckt. «Unser Team nimmt weiter zu und wird noch dieses Jahr auf insgesamt zehn Personen wachsen. Wir verstärken uns gezielt in der Breite, damit Qualität, Kompetenzen und Erreichbarkeit für die wachsenden Kundenansprüche gewährleistet bleiben», erklärt Agentur-Gründer Markus Baumgartner. Neben ihm wirken der Marketingspezialist Thomas Egger und IT-Spezialist Daniel Jazbec als gleichberechtigte Partner mit.

Erstmals Bundesrat zu Gast beim Animationsfilm-Festival Fantoche

Erstmals ist ein Bundesrat zu Gast beim Internationalen Animationsfilm-Festival Fantoche: Alain Berset wird am 1. September zur Eröffnung der Jubiläumsausgabe nach Baden reisen. Das Festival feiert den 20. Geburtstag, Gastland ist dieses Jahr Polen.

Es habe sich vom avantgardistischen Festival für Kenner und Liebhaber zu einem über die Landesgrenzen hinaus angesehenen Branchentreffpunkt und Publikumsmagneten entwickelt, hiess es bei der Programmpräsentation am Montag in Zürich. Das Festival findet zum 13. Mal statt – in den ersten Jahren hatte es einen Zwei-Jahres-Rhythmus. In fünf Kinos in Baden und Wettingen werden vom 1. bis 6. September 260 Filme aus 34 Ländern präsentiert, 84 sind im Rennen in den drei Wettbewerbssparten. Noch nie zeigte Fantoche so viele Langfilme wie in diesem Jahr, nämlich aus Anlass des Jubiläums 20. 17 davon sind aktuelle internationale Produktionen. Das Themenspektrum sei so breit wie kaum je zuvor, sagte Festivalleiterin Annette Schindler. Zu sehen seien kühne und witzige Autorenwerke wie auch grosse Studioproduktionen, verspielte und fantastische Filme für die ganze Familie ebenso wie anspruchsvolle und tiefschürfende Werke für Erwachsene. Einige der Filme von Top-Regisseuren hätten schon erste Festivalpreise gewonnen.

Inhaltlich die ganze Bandbreite des Animationsfilmschaffens abgedeckt wird laut Schindler auch in den Wettbewerben. 35 Werke mit einer Länge von zwischen 2 bis 18 Minuten sind für den Internationalen Wettbewerb ausgewählt worden, vier davon sind Schweizer Produktionen oder Co-Produktionen. Die Wettbewerbsfilme wurden ausgewählt aus 1377 Einsendungen, so vielen wie nie zuvor. Zur Wahl für den besten Schweizer Film stehen 21 Filme. Für den Kinderwettbewerb wurden 28 animierte Kurzfilme nominiert. Für den Internationalen und den Schweizer Wettbewerb vergeben je eine international zusammengesetzte Jury die Preise. Eine Kinderjury wählt den Film aus, der den «Best-Kids-Award» erhält. In allen drei Wettbewerbskategorien gibt es auch einen Publikums-Siegerfilm.

Polnisches Filmschaffen im Fokus

Nachdem Polen in den vergangenen Jahren in den Fantoche-Wettbewerben immer wieder mit hervorragenden Filmen vertreten gewesen sei, habe sich ein vertiefter Blick auf die polnische Animationsfilmszene geradezu aufgedrängt, hiess es. Das Programm „Fokus Polen“ umfasst historische wie auch zeitgenössische Produktionen. Einem zweiten Schwerpunktprogramm gaben die Festivalorganisatoren den Titel «Family Sweet & Sour». In den Familiengeschichten würden «die süssen und sauren Seiten des Familienlebens» beleuchtet. Neben ganz neuen Filmen umfasst das Programm auch Animationsfilm-Klassiker.

Strom für Filmprojektor selbst generieren

Als Jubiläumsüberraschung präsentiert das Festival auf dem Bahnhofplatz ein Velokino unter freiem Himmel. Anstelle des Kinoeintritts bezahlen die Besucherinnen und Besucher mit sportlicher Leistung: Sie generieren den Strom für den Betrieb des Filmprojektors gleich selber. Mit ihrem Angebot fürs Fachpublikum öffne sich Fantoche erstmals für den kommerziellen Animationsfilm, sagte Schindler. Zusammengestellt wurde ein Programm mit Auftragsproduktionen, gefördert werde aber auch die Vernetzung der Werbefilm-Exponenten aus diesem Bereich. Die Eintrittszahlen haben sich in den letzten Jahren bei 20'900 bis 22'600 eingependelt, das Budget bei etwa 1,6 Millionen Franken. Finanziert wird das Trickfilmfestival zur Hälfte von der öffentlichen Hand, zu 30 Prozent mit Geldern von Sponsoren und Stiftungen sowie zu 20 Prozent mit den Festivalerträgen. (SDA)

Ringier tritt auch in der Romandie aus dem Verlegerverband aus

Nach dem Austritt des Medienhauses Ringier aus dem Verband Schweizer Medien zieht das Westschweizer Pendant Ringier Romandie nach und verlässt den Verlegerverband Médias Suisses. Auslöser ist die Werbeallianz mit der SRG und Swisscom.

«Der Rückzug auf Deutschschweizer Niveau hat zur Folge, dass Ringier Romandie Médias Suisses verlässt», hiess es am Montag in einer Medienmitteilung des Westschweizer Verlegerverbandes. Der Verband bedauere den Schritt, auch weil Ringier Romandie sich immer stark engagiert habe. Gemäss den Statuten des Westschweizer Verlegerverbands gilt der Austritt ab dem 31. Dezember 2016. Hintergrund ist ein Streit unter den Verlegern, der durch ein Joint Venture zwischen Ringier, der SRG und Swisscom ausgelöst wurde. Die drei Unternehmen wollen in einer neuen Firma die Vermarktung ihrer Medienangebote und Werbeplattformen bündeln (Werbewoche.ch berichtete). Diese neue  Vermarktungsorganisation führte vergangenen Donnerstag zum Eklat im Verband Schweizer Medien (VSM). Weil der VSM nach Angaben von Ringier praktisch ein Werbeverbot für die SRG  forderte, trat das Medienhaus mit sofortiger Wirkung aus dem Verband aus (Werbewoche.ch berichtete).

Werbeallianz stösst bei Verlegern auf Kritik

Der VSM bedauerte den Austrittentscheid von Ringier zwar, hielt ihn jedoch für folgerichtig. Das Joint Venture verzerre den Wettbewerb in der Medienbranche zusätzlich, argumentierte der Verlegerverband. In die gleiche Kerbe hieb am Montag Médias Suisses. Der Verband halte es für inakzeptabel, dass die von öffentlichen Geldern finanzierte SRG und die mehrheitlich im Besitz des Staates gehaltene Swisscom sich in einen extrem angespannten Markt einmischten. Dies schädige nicht nur die Verleger, sondern bedrohe auch die Vielfalt der Medien in der Schweiz. Diese Episode zeige, dass es notwendiger denn je sei, der SRG klare Schranken zu setzen. In der Westschweiz sind damit die Zeitung Le Temps sowie die Wochenzeitschriften L'Hebdo und L'Illustré nicht mehr im Verlegerverband vertreten. Der Direktor von Ringier Romandie, Daniel Pillard, bedauerte den Austritt ebenfalls. Es gehe um andere Probleme in der Romandie als in der Deutschschweiz, besonders bei der Ausbildung und dem Gesamtarbeitsvertrag, sagte Pillard auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Sorgen um Gesamtarbeitsvertrag

Anders als in der Deutschschweiz gilt in der Romandie nach wie vor ein Gesamtarbeitsvertrag in der Presse. Sozialpartner des Berufsverbands Impressum und Mitunterzeichner war der Verlegerverband Médias Suisses. Der Berufsverband zeigte sich am Montag erschüttert über den Austritt von Ringier Romandie. Impressum werde seine Strategie gegenüber Ringier Romandie sorgfältig prüfen und die Verantwortlichen in diesem Sinne kontaktieren. Noch bis Ende 2017 sei Ringier Romandie jedoch an die Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrags gebunden, hielt der Berufsverband am Montag fest. Die Gewerkschaft Syndicom bezeichnete es als alarmierendes Signal, wenn sich Ringier nun auch in der Westschweiz aus der Sozialpartnerschaft verabschieden  würde. Beim Streit um die geplante Werbeallianz handle es sich um einen  medienpolitischen Auseinandersetzung zwischen den Verlegern, so Syndicom. Diese  dürfe weder auf dem Rücken der Medienschaffenden ausgetragen werden, noch zu einer Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen führen.

Austritt auch aus Journalistenschule

Mit dem Austritt aus dem Verband muss Pillard zudem als Präsident des Ausbildungszentrums für Journalisten und Medien (CFJM) zurücktreten, sowie als Präsident der Paritätischen Kommission des Gesamtarbeitsvertrags. Bis Ende 2016 habe er nicht allzu viel Befürchtungen, sagte Pillard dazu. Er hoffe, dass für die Zeit danach sowohl Lösungen für den Gesamtarbeitsvertrag wie auch das Ausbildungszentrum gefunden würden. Dann werde man sehen, ob der Rückzug von Ringier und Ringier Romandie nur ein Kapitel oder ein historischer Wendepunkt sei. (SDA)

KSP für VW: Zeit, sich neu zu verlieben

KSP bewirbt mit einer taktischen Kampagne für Amag Schweiz die Eintauschprämien von Volkswagen.

Die meisten Trennungen gibt es jedes Jahr nach den Sommerferien. Diesen August und September auch einige mit Freudentränen. Denn mit der Eintauschprämie von Volkswagen hat man einen guten Grund, sich von seinem alten Auto zu trennen. Und sich neu zu verlieben.

In einer schweizweiten taktischen Kampagne werden die Kundenvorteile für einmal anders kommuniziert. Anstatt Fahrzeuge und Prämien abzubilden, werden für die Kategorie Autowerbung überraschende Sujets gezeigt. Die Flirtoffensive mit Plakataushang und Printsujets wird von Radiospots und Online-Massnahmen begleitet.

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Verantwortlich bei Amag Schweiz: Oliver Stegmann (Markenchef VW PW, Direktor); Sandra Grau (Marketingleiterin VW PW, Prokuristin); Nathalie Mösch (Leiterin Marketing Kommunikation VW PW, Handlungsbevollmächtigte); Jannine Müller (Werbefachfrau VW PW). Verantwortlich bei KSP: Sascha Borsai (Creative Direction); Kevin Zysset (Art Direction); Lea Baldinger (Grafik); Bianca Jäger (Polygrafin); Dominic Wirz, Fabrizio Bonifazi (Text); Franziska Saxer (Beratungsleitung); Nina Stebler, Marc Gooch (Beratung); Ansichtsache (Bildbearbeitung); Craft367 (Druckvorstufe).
 

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