Serranetga erweckt Familien-Maskottchen zum Leben

Serranetga wurde von der Mobiliar beauftragt, das Image der Versicherung bei Familien zu verankern. Statt auf eine klassische Werbekampagne setzt das Konzept mit «Mimos Gutenachtgeschichten» auf eine Mobile App, die Eltern spannenden Geschichten zum Vorlesen bietet.

Serranetga zeichnet neben dem Kommunikationskonzept auch für die Entwicklung der App verantwortlich. Diese bietet neben den Gutenachtgeschichten nützliche Informationen zu den Versicherungsprodukten der Mobiliar und deren Vorteile für Familien. Aktuell sind 10 Geschichten verfügbar, die bis Ende Jahr durch 10 weitere ergänzt werden – von «Mimo im Kindergarten» bis «Mimo trifft den Samichlaus». Als besonderes Highlight sind die Geschichten mit Geräuschen untermalt, die mit einem Fingertipp auf den entsprechenden Button abgespielt werden können. So bellt ein Hund oder muht eine Kuh, wenn Mimo auf dem Bauernhof ein Abenteuer erlebt.

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Zur Mediastrategie, für die ebenfalls Serranetga verantwortlich zeichnet, gehören App-Store-Optimierung, App-Install-Anzeigen, generische Bild-Text-Anzeigen, eine Landingpage inklusive Wettbewerb, Kooperationen mit diversen Familienmagazinen, Social Media Aktivitäten, Suchmaschinenwerbung sowie eine Display-Kampagne. Alle Massnahmen haben dazu beigetragen, dass die App im iTunes Store nach nur wenigen Tagen Platz 1 in der Kategorie Bücher belegte.

Sarah Pittet, Projektleiterin Werbung bei der Mobiliar, zeigt sich darüber erfreut: «Dank dem Konzept von Serranetga wird die Emotionalisierung der Marke bei Familien weiter vorangetrieben und das Involvement durch einen sympathischen Auftritt gestärkt. Gleichzeitig wird das bestehende Familien-Maskottchen Mimo breiter bekannt gemacht.»

Verantwortlich bei der Mobiliar: Sarah Pittet (Projektleiterin Werbung), Ronald Halter (Online Marketing Specialist), Michael Engel (Fachspezialist Internet). Verantwortlich bei Serranetga: Maurizio Rugghia 
(Gesamtverantwortung), Barbara Flury, Tino Elsener (Beratung), Philippe Lehmann (AD), Pascal Baumann (Screendesign), Thomas Blumer (Text), Vanessa Habisreutinger, Till Graf, Natalie Rabus (Media), Diego Dirren, Thomas Spreng (Technische Begleitung), Lovey Wymann (Mimo Geschichten), Corina Vögele (Mimo Illustrationen).
 

Schweizer Illustrierte neu am Freitag

Am 21. August ist es soweit: Die Schweizer Illustrierte erscheint jetzt immer am Freitag. Sie wird zur Zeitschrift fürs Wochenende. Das redaktionelle Angebot wird ausgebaut.

Neuer Erscheinungstag, noch mehr Inhalt: Die Schweizer Illustrierte bleibt das grösste Magazin der Schweiz. Aber dabei soll’s nicht bleiben: «Wir sind die führende Familienzeitschrift im Land. Deshalb wollen wir den Familien und den Kids noch mehr bieten, auch sorgfältig getestete Ausflugsempfehlungen fürs Wochenende», sagt Urs Heller, der Leiter der Ringier Zeitschriften. Und: Die SI sucht ihre VIP’s nicht mehr nur auf der Bühne, vor der Kamera und in den Stadien: Menschen mit aussergewöhnlichen Talenten und Leidenschaften, Helden des Alltags sind die neuen VIP’s, heisst es in einer Ringier-Mitteilung vom Donnerstag. Bereichert wird das redaktionelle Angebot durch Fotoreportagen, die die Schweiz von ihrer schönsten Seite zeigen.

Geleitet wird die Redaktion von den beiden Co-Chefredaktoren Stefan Regez und Werner De Schepper. Zum «Neustart» nach 104 Jahren gibt’s ein sanftes Redesign; Nina Thoenen und Ulrike Beling haben das graphische Konzept zusammen mit einem SI-Team erarbeitet.

Am nächsten Wochenende wird auf Pilatus Kulm gefeiert. Viele SI-Freunde und Stars rocken den Gipfel und natürlich auch Leserinnen und Leser: 200 «Party-Plätze» wurden ausgeschrieben, 4‘615 Familien haben sich beworben.
 

Keine Rückzahlung der Mehrwertsteuer auf Radio- und TV-Gebühren

Die Mehrwertsteuer auf die Radio- und TV-Empfangsgebühren wird nicht rückwirkend zurückbezahlt. Eine Rückzahlungspflicht ist erst seit einem Bundesgerichtsurteil vom April gegeben. Die Gebühren werden aber seither ohne Mehrwertsteuer erhoben.

Damit reagiert das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) auf das Bundesgerichtsurteil, wonach auf die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen keine Mehrwertsteuer zu entrichten ist. Das BAKOM und die Eidgenössische Steuerverwaltung hätten das Urteil analysiert, teilte das BAKOM am Donnerstag mit. Sie seien zum Schluss gekommen, dass die Mehrwertsteuer nicht rückwirkend zurückbezahlt wird. Das Bundesgericht habe diese Frage offengelassen.

Zur Begründung führt das BAKOM an, ein Urteil sei zum einen grundsätzlich nur auf die am Verfahren beteiligten Personen anwendbar. Aus Gründen der Rechtssicherheit wirke sich zum anderen eine Praxisänderung nur auf die Zukunft und nicht rückwirkend aus. Darum wird die Mehrwertsteuer auf den Gebühren vor April 2015 nicht zurückerstattet. So wird nur jenen Bezahlern, die ihre Gebühren für die Zeit nach April bereits mit Mehrwertsteuer entrichtet haben, die Steuer zurückerstattet. (SDA)
 

Zu guter Letzt: langweilig geht auch

Das beste Viral-Video, das lustigste, das erfolgreichste Viral – wir zeigen das Langweiligste. Und für einmal zählen dafür noch nicht einmal die Clicks, auch wenn diese bereits bei über 700‘000 liegen.

Das Viral-Video wird als «das langweiligste der Welt» bezeichnet, und es ist tatsächlich nicht besonders spannend. Ein Obdachloser berichtet, wie das mit den Klicks auf Youtube funktioniert. Doch er hat eine wichtige Botschaft; Es geht dabei um eine gute Sache – das ist doch allemal berichtenswert, und muss geteilt werden. Oder nicht?

Das Youtube-Viral stammt von der Arrels Stiftung, wie Storyfilter.com weiss. Und es funktioniert. Das Video-Viral wurde bereits über 720‘000 mal angeklickt – das Youtube-Geld geht an die Stiftung. (uma)

 

https://www.youtube.com/watch?v=AuX-KorBIZg

Netflix wird für Schweizer Kunden teurer

Schweizer Kunden des Video-Streamingdienstes Netflix müssen ab sofort 2 Franken mehr bezahlen für ihr Monatsabo. Betroffen von der Preiserhöhung ist das Standard-Abo, bei dem Kunden den Service in HD-Qualität auf zwei verschiedenen Geräten nutzen können.

Das Abo kostet neu 14,90 statt 12,90 Franken. Netflix-Sprecher Joris Evers bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine entsprechende Meldung der Zeitung Blick am Abend. Am Dienstag hatte Netflix die Preiserhöhung, die auch für die übrigen europäischen Ländern gilt, in einem E-Mail an seine bestehenden Kunden kommuniziert. Diese sind von der Anpassung jedoch nicht betroffen. Nur Neukunden müssen tiefer in die Tasche greifen. Mit der Anpassung solle das Angebot an guten Filmen und Serien gesichert werden, begründete die US-Firma den Schritt. Netflix gibt allein in diesem Jahr rund drei Milliarden Dollar für Videoinhalte aus, darunter auch mehrere hundert Millionen Dollar für Eigenproduktionen. Pikantes Detail: In der Schweiz fällt die Preiserhöhung mit knapp 16 Prozent ungleich höher aus als in den Euroländern. Dort bezahlen Kunden neu 9,99 statt 7,99 Euro, was einem Anstieg von lediglich knapp 9 Prozent entspricht. Bereits bisher mussten Schweizer Kunden überproportional viel berappen für den Dienst. Nun geht die Preisschere also weiter auf. Netflix wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern. Es gebe eine Reihe von Aspekten, die die Preise in den einzelnen Ländern beeinflussten, wie zum Beispiel unterschiedliche Marketingkosten oder Mehrwertsteuern, hiess es lediglich. (SDA)

Ruf Lanz: Hiltl zieht’s nach oben

Ab September kann man die vegetarischen und veganen Spezialitäten von Hiltl auch in luftiger Höhe geniessen. Ruf Lanz kündigt die neue Dachterrasse mit einer Lancierungskampagne an.

Rund 150 Sitzplätze gibt es auf der Dachterrasse des PKZ Women an der Bahnhofstrasse 88 im Innen- und Aussenbereich im dritten Stock, Café, Lounge und Bar inklusive. Dass es Hiltl nach oben zieht, veranschaulicht die Lancierungskampagne von Ruf Lanz mit einer plakativen Analogie. Die Kreativagentur sorgt seit 2007 mit vielfach ausgezeichneten Kampagnen dafür, dass Hiltl in Zürich in aller Munde ist. Die neuen Sujets für die Dachterrasse kommen auf Plakaten, Inseraten, Postkarten sowie in diversen Online-Anwendungen zum Einsatz.

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Verantwortlich bei Hiltl: Rolf Hiltl (Gesamtverantwortung), Marsha Lehmann, Amber Turgeman (Marketing + Kommunikation). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser, Grit Wolany (Art Director), Florian Birkner (Text), Laura Hofer( Grafik), Pascal Trütsch (Beratung). Fotografie und Bildbearbeitung: Tobias Stierli, Simone Vogel (Flaeck.ch).

Goldbach macht Bernina.com fit für den internationalen Markt

Goldbach Interactive wurde erneut für das weltweit führende Nähmaschinenunternehmen Bernina aktiv und setzt die Website im Responsive Design sowie mit einer individualisierbaren Startseite für alle Länder-Repräsentanzen um.

Bernina ist Kunde der Full-Service-Agentur Goldbach Interactive, die für das Schweizer Nähmaschinenunternehmen bereits vor fünf Jahren über einen neuen Webauftritt eine virtuelle Kreativwelt konzipierte. Die Markteinführung der neuen Website erfolgte in 40 Ländern und 29 Sprachen. Besonders wichtig war und ist, die Erreichbarkeit von Bernina in allen Ländern unter derselben URL Bernina.com.

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Neu wurde nun ein Responsive Webdesign umgesetzt, welches die User-Experience von Bernina.com auf allen mobilen Endgeräten international unterstützt. Im Zuge dessen lag der Schwerpunkt auf einem zeitgemässen und damit flexiblen Design. Auf der neuen Gestaltungsgrundlage ist es allen Länderrepräsentanzen von Bernina möglich, eine individuelle Startseite einzurichten. Alle Bilder, wie auch die verschiedenen Showrooms können individuell und landestypisch ausgewählt werden. Eine sanfte Paralax-Animation, haptische Elemente sowie die Reduktion auf das Wesentliche unterstreichen das flexible Webdesign.

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Bernina zählt zu den weltgrössten Herstellern von Näh- und Stickmaschinen sowie Nähaccessoires. Alle Produkte sowie Inspirationen sind an die Kundenbedürfnisse angepasst und ab sofort auf allen Endgeräten verfügbar.

Verantwortlich bei Bernina: Philipp Köstner (Leiter Online Marketing). Verantwortlich bei Goldbach Interactive: Alain Ryser (Gesamtverantwortung), Florian Fischer (Projektleitung), Jonas Moser (AD), Sandro Morghen (Konzeption), Florian Mäder, Susanne Fankhauser und Sergio Abad (Frontend), Marc Birkner, Thomas Wüthrich und Patrick Wiemann (Programmierung).
 

Bund stellt Schweizerisches Handelsamtsblatt als Druckausgabe ein

Über 130 Jahre nach der Erstpublikation will der Bund die Printausgabe des Schweizerischen Handelsamtsblattes aufgeben, wie die Handelszeitung in ihrer Ausgabe vom Donnerstag schreibt.

Vor wenigen Tagen hat das Staatsekretariat für Wirtschaft auf der Beschaffungsplattform Simap.ch demnach einen entsprechenden Bundesauftrag publiziert. Das Projekt sieht die Einstellung des Printprodukts bis spätestens Mitte 2017 vor. Zugleich soll ein neues Internetportal entstehen, das sämtliche amtlichen Wirtschaftsinformationen von Bund und Kantonen bündelt. Die Leserschaft der Printausgabe des SHAB ist in den letzten Jahren kontinuierlich geschrumpft. Noch 1998 erreichte die Druckausgabe eine Auflage von 22’000 Exemplaren. Mittlerweile ist diese auf unter 4000 Exemplare gefallen. Im Gegenzug erfreut sich das SHAB im Internet wachsender Beliebtheit: Pro Tag gehen über 60’000 Anfragen ein.

KSP lanciert erste Filiale von Coop to go

Zur Lancierung der ersten Filiale von Coop to go im Bahnhof Stadelhofen Zürich hat KSP das Eröffnungskonzept erarbeitet.

Am 19. August hat Coop im Bahnhof Stadelhofen in Zürich mit «Coop to go» ein komplett neues Ladenkonzept eröffnet. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Format von Coop, das sich vollständig auf den Verkauf von warmen und kalten Mahlzeiten und Snacks für unterwegs spezialisiert hat. Die Nachfrage nach schnellem, frischem und gesunden Essen wächst. Angeboten werden frische, exklusive Produkte, die sich sofort konsumieren lassen und die zum Teil in konventionellen Coop Läden in dieser Form nicht erhältlich sind.

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Im Mittelpunkt des Eröffnungskonzepts stehen Headlines im Handschriften-Look und appetitlich arrangierte Food-Bilder von Müesli, Paninis, Salaten, Smoothies und Brot auf einem Packpapierhintergrund. Sie transportieren die beiden Hauptbotschaften Frische und Individualität und sollen Lust auf mehr machen.

Die Kommunikationsmassnahmen bestehen aus Plakaten im und um den Bahnhof Stadelhofen, E-Boards, E-Panels, POS sowie Laden- und Schaufensterbeschriftung.

Verantwortlich bei Coop: Roger Vogt, Leiter NWZZ, Petra Thomann (Leiterin Werbung), Sandro Motterle (Dekoration). Verantwortlich bei KSP: Flo Wacker, Benny Goldstein (Creative Direction); Lea Baldinger, Virginia Waldburger (Grafik); Daniel Zehnder, Fabrizio Bonifazi (Text); Flavia Meyer (Beratungsleitung); Marc Gooch (Beratung); Manuela Pasanen (DTP); Giacomo Wyss (Bildbearbeitung); Martin Graf (Foto). Animation: Simon Nagel (Onfilm).
 

Contexta: Mit dem Goldesel auf Tour

Um auch Gelegenheitsspieler vermehrt für das Schweizer Zahlenlotto zu begeistern, schickt Contexta für Swiss Lotto einen Goldesel in zehn Schweizer Städte.

Die Aufmerksamkeit des Schweizer Zahlenlottos hängt stark von der aktuellen Höhe des Jackpots ab. Um der Schweiz zu zeigen, dass einen das Lottofieber auch packen kann, wenn kein grosser Geldsegen bereit steht, schickt Swisslos den Goldesel auf Tour.

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In zehn Schweizer Städten haben Passantinnen und Passanten die Möglichkeit, ihr Glück buchstäblich am Schwanz zu packen: jeder, der den 2,5 Meter hohen Esel am Schwanz zieht, kann etwas gewinnen. Sei dies ein Sofortpreis oder mit etwas mehr Glück einen der 25 Hauptpreise: 100 Gramm pures Gold. Beim Auftakt in Bern Anfang August haben während drei Tagen mehr als 4'500 Personen ihr Glück versucht. 

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Die Promotion wird begleitet von Inseraten, POS-Plakaten und einer Microsite, welche über den aktuellen Standort des Goldesels informiert. Der Goldesel tourt noch bis zum 1. September durch die Schweiz.

Verantwortlich bei Swisslos: Rolf Kunz (Leiter Marketing & Distribution), Markus Fischer (Leiter Produktmanagement Lottos & Entertainment), Christian Frei (Produktmanagement Lottos & Entertainment). Verantwortliche Agentur: Contexta Werbeagentur BSW, Bern.
 

Zwischen Fantasie und Realität

In den 90er-Jahren hat sich Jürg Steudler vom Strudel der turbulenten deutschen Fernsehbranche mitreissen lassen. Als der grosse TV-Boom vorbei war, hat er sich in der Kommunikationsbranche eine Nische als selbstständiger Filmproduzent geschaffen. Diesen Sommer feiert der Filmemacher gleich eine ganze Handvoll Jubiläen. Das nehmen wir zum Anlass, mit ihm einen Blick zurück auf seine bewegte Medien-Odyssee zu werfen.

Zwischen einer geschäftigen Kebab-Filiale und einem beschaulichen Blumenladen im Herzen von Zürichs Kreis 3, da, wo sich viele Kreative beruflich verwirklichen, befindet sich das Büro von Encore Pictures. Jürg Steudler logiert hier Tür an Tür mit Le Mob, dem Motion Design Studio seines Freundes Bart Wasem, der bei den meisten seiner beruflichen Stationen – den glanzvollen und den harzigeren – mit von der Partie war. Rund 80 Prozent ihrer Filme produzieren die beiden gemeinsam. Steudler geht im während der Sommerferien verlassenen Nachbarbüro ein und aus, rümpft die Nase über die abgestandene Luft und reisst die Fenster auf. «Wir funktionieren wie ein altes Ehepaar», beschreibt er die Arbeitsbeziehung. «Wir reden uns dauernd drein, aber wir wissen auch, wann wir die Klappe halten müssen und was die Qualitäten des anderen sind.»

Steudler wurde Produzent beim Fernsehen, als dieses seine Boom-Zeit erlebte, als es (zumindest in Deutschland) nicht laut und bunt genug sein konnte und zu diesem Zweck riesige Budgets aufgefahren wurden. Nach Festanstellungen im In- und Ausland machten er und Wasem sich Anfang 2000 selbstständig mit der Broadcast-Design-Firma Regardez! und entwarfen aufwendige Programm- und Sendungs-Trailer.

Dann fielen die attraktiven Grossaufträge der deutschen Sender weg. Eine Phase der Umorientierung folgte. «Rückblickend war das eigentlich gar nicht so schlecht», findet Steudler, denn irgendwann hatte man genug von der inhaltslosen Effekthascherei und wünschte sich, auch Geschichten zu erzählen. Heute führen beide je ihre eigene Firma und produzieren neben Broadcast Design auch Werbe- und Unternehmensfilme, was mehr ausgefeiltes Storytelling erfordert.

Dank starker Nachfrage nach Bewegtbild-Content fürs Web hat Steudler mit Animated Explainer Videos ein zusätzliches Geschäftsfeld gefunden. Allerdings in einem schwierigen Marktumfeld in Zeiten, in denen jeder technisch einigermassen Geschickte mit iPhone und Laptop selbst einen Film drehen kann. Erklärfilme gibt es für (fast) jedes Budget. Steudler setzt die Qualitätslatte bewusst hoch an und will keinen Durchschnitt liefern: «Ein Erklärfilm von uns muss sich von der Masse abheben. Durch eine stärkere Story, mehr Spannung, hohe Informationsdichte und eine überzeugende Argumentation. Die Leute sollen unseren Film noch ein zweites Mal ansehen wollen.» 

Vom Text zum Bewegt-Bild

Produzent war in seiner Jugend für viele Kollegen ein Traumberuf. Steudler zog es aber noch nicht zum Film. «Ich war als Kind sehr introvertiert und habe viel gelesen. Die Fantasiewelt meiner Jugend war die Literatur. Sie war mir näher als das Medium Film.» Nach einer Ausbildung am Sawi in Biel arbeitete er zunächst in der Beratung bei Wirz Werbung (was dem gelernten Kaufmann aber «zu kaufmännisch» war), dann bei Fruitcake als Texter und Konzepter.

Wie landet ein introvertierter Schweizer Texter beim deutschen Fernsehen der 90er-Jahre?

Er rutschte einfach ins Filmgeschäft rein und merkte dann, dass es eigentlich noch viel besser zu ihm passte als das Schreiben. In einer Phase des Umbruchs bewarb sich Steudler aufs Geratewohl beim frisch gegründeten Tele Bärn. Der Sender rekrutierte in den Anfängen fast ausschliesslich Print-Leute, erinnert sich Steudler. Für einen Werbefilmer oder gar jemanden vom Schweizer Fernsehen war die Stelle in der «Provinz» schlicht nicht interessant genug. Für einen Autodidakten wie Steudler, der «Selbstgemachtes super» findet, kam das Jobangebot gerade recht: «Plötzlich war ich Werbefilmproduzent und Creative Director – mit null Erfahrung im Filmbereich. Wie das ganze Team musste auch ich erst lernen, mit Kamera, Mikrophon und Schnittplatz umzugehen.» Er brachte sich selber bei, wie man den Trailer für eine Sendung schneidet oder Spots für Werbekunden produziert, denen eine Werbeagentur dafür zu teuer ist.

«Anfangs habe ich schreckliches Zeug gemacht, aber ich hatte eine steile Lernkurve», so Steudler. Nach zwei Jahren bei Tele Bärn wurden er und Wasem von Sat.1 abgeworben. Auf die schweizerische Bescheidenheit folgte die deutsche Grossspurigkeit. «Die deutschen Sender rüsteten damals auf wie verrückt – für uns war es das reinste Schlaraffenland», schwärmt der Produzent. «Wenn man den Bruce-Willis-Synchronsprecher brauchte, wurde er rasch geholt. Wenn man eine individuelle Vertonung wünschte, wurden zwei Komponisten ins Haus beordert. Die Grafikabteilung schob Nachtschichten, um unsere Ideen bis zum nächsten Morgen umzusetzen.»

Wenn die meisten deutschen Kollegen ihre 35-Stunden-Woche beendet hatten, arbeiteten Steudler und Wasem einfach weiter. «So wird man extrem schnell besser. Wir wurden in Deutschland zu Top-TV-Kreativen ausgebildet», meint Steudler rückblickend. «Es brauchte nur viel Energie. Und ein wenig Talent.»

Er tauge letztlich besser zum Produzenten als zum Texter, resümiert Steudler. Schreiben habe viel mit Disziplin zu tun. Er sei eher lustorientiert, Disziplin sei nie seine Stärke gewesen. «Einen ganzen Prospekt durchzutexten war mir als Werbetexter ein Gräuel.» Wiederentdeckt hat er in den vergangenen Jahren die «eher journalistische Arbeitsweise», die Lust am Argumentieren, etwas von A bis Z zu erklären. Stilistisch setzt er auf eigenständige Umsetzungen aus einem bunten Mix von Darstellungsformen und Techniken: Fantastische Markenwelten mit virtuosen Animationen und viel Emotion kreiert er für seine Kunden. «Die Welt, die in der Werbung als echt verkauft wird, ist weit weg von der Realität. Das iPhone schärft heute den Blick fürs Reale», sagt Steudler und setzt mit Encore Pictures dann lieber gleich aufs offensichtlich Fantastische.

In der alternativen Szene um die Berner Reithalle gross geworden, liegt es für Steudler auf der Hand, sein Büro im Kreis 3 zu haben, wo «die Grafiker- und Journalistenszene zu Hause» ist. Ende August feiern Steudler und Wasem hier an der Schmiede Wiedikon gleich mehrfaches Jubiläum: 20 Jahre Zusammenarbeit, 15 Jahre Selbstständigkeit, 10 Jahre Le Mob und Encore Pictures. Und sie hoffen, sie können noch eine Weile hier bleiben. Der Coiffeur-Shop nebenan wurde unlängst vertrieben, weil er mit den steigenden Mieten im Quartier nicht mithalten konnte. «Bei diesen Fixkosten hätten sie viel zu viele Haare schneiden müssen.»

Encore Pictures setzt stattdessen einfach weiterhin auf Qualität. Um zwischen der geschäftigen Kebab-Filiale und dem beschaulichen Blumenladen mit einem Höchstmass an Fantasie der Realität zu trotzen.

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Mit «Mixed Media» haben Jürg Steudler und Bart Wasem ihre eigene Bildsprache entwickelt. Sie kombinieren Film mit Fotografie, Grafik und Animation und kreieren so «digitale Bilder mit analogem Charme» (hier für Ragusa Blond).

Ein Corporate Film, an den man sich erinnert. «Müller-Steinag baut die Welt» zeigt eindrücklich, wie Beton unser Leben formt und wurde am Edi 14 mit Silber gewürdigt.

Text: Simone Isliker

Gestalten lässt für Ikea nichts anbrennen

Die Agentur Gestalten hat für die Jahresmedienkonferenz von Ikea verschiedene Kommunikationsmittel kreiert – darunter eine bestickte Kochschürze.

Gestalten durfte die Jahresmedienkonferenz von Ikea in ganz besonderer Art und Weise würzen: Von der Save the Date-Karte, über Gestaltung und Produktion von liebevoll mit Namen bestickten Kochschürzen in Zusammenarbeit mit Eleven Creative Solutions, Entwicklung des Karton-Designs, bis zur Gestaltung und Fertigstellung der Präsentation konnten die Kreativen aus der Grubenstrasse ihren Senf dazugeben.

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Herausgekommen sind Kommunikationsmittel, mit denen das Kult-Möbelhaus Medienschaffende unter dem Motto «Celebrate Everyday Cooking» in das Zürcher Studio 468 einlud. Denn das Leben rund um die Küche liegt dem Unternehmen ganz besonders am Herzen.

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Neben der neuen Studie zum Schweizer Kochalltag wurde alles zum Thema «Democratic Design» und selbstverständlich Neuheiten von Ikea präsentiert. Der Höhepunkt des Anlasses war das gemeinsame Kochen mit der Starköchin Enrica Rocca aus Venedig.

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