«Am Anzeigenmarkt keine Chancen»
Erneut Unruhe im Zürcher Blätterwald: Ringiers Cash-Gruppe sieht die Zukunft in den digitalen Kanälen und stellt die wöchentlich erscheinende Printausgabe des Cash voraussichtlich per Ende Juni ein.
Erneut Unruhe im Zürcher Blätterwald: Ringiers Cash-Gruppe sieht die Zukunft in den digitalen Kanälen und stellt die wöchentlich erscheinende Printausgabe des Cash voraussichtlich per Ende Juni ein.
Noch im März 2006 beteuerte Thomas Trüb, Leiter Konzernbereich Wirtschaftsmedien von Ringier, gegenüber der Werbewoche: «Die Wirtschaftszeitung Cash bleibt als Wochentitel bestehen». Von der im September 2006 lancierten Gratiszeitung Cash Daily erhoffte man sich gar neuen Schub für das Mutterschiff. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Wie Ringier am Mittwoche mitteilt, wird der 1989 lancierte Cash Wochentitel am 28. Juni zum letzten Mal erscheinen. Trüb dazu im Telefon-Interview: «Auf dem Lesermarkt waren wir an sich gut positioniert, aber auf dem Anzeigenmarkt gegenüber Titeln wie der NZZ am Sonntag oder der SonntagsZeitung chancenlos». Statt mit zwei gedruckten Ausgaben weiter zu kämpfen, wolle man nun bei der Cash Gruppe «die Kräfte Bündeln», so Trüb.
Während der Print-Wochentitel noch 279’000 Leser und eine beglaubigte Auflage von 61’500 Exemplaren aufweist, wachsen die anderen Angebote. Deshalb will die Cash Gruppe gemäss Medienmitteilung vorab die digitalen Medien wie etwa Cash.ch, Cash Mobile und Cash Daily ausbauen, und die Position der Gruppe als multimediale Medienanbieterin mit Cash-TV und Cash-Talk auf SF2 stärken. So weist Cash Daily nach Angaben des Verlags rund 26’000 registrierte Livepaper-Nutzer auf und über 100’000 Exemplare werden täglich verteilt. Cash.ch ist mit 220’000 Besuchern pro Tag die grösste von Banken unabhängige Wirtschafts- und Finanzplattform der Schweiz .
Formaljuristisch ist laut Trüb die Einstellung der Cash Wochenausgabe noch nicht entschieden. Doch wenn sich bis zum 12. Juni keine neuen Ideen oder Investoren finden, wird das Aus des Wirtschaftsblattes Tatsache. Für die die betroffenen 46 Mitarbeiter ist vorgesehen, dass sie innerhalb der Cash Gruppe oder bei anderen Ringier-Titeln weiterbeschäftigt werden. Für Abonnenten des Wochentitels Cash wurde eine Vereinbarung mit den Verlagsgruppen Handelszeitung und Jean Frey getroffen: Sie erhalten für die verbleibende Abodauer entweder die Handelszeitung, die Bilanz, das Stocks oder aber «ihr Geld zurück», wie Trüb verspricht.
Noch im März 2006 beteuerte Thomas Trüb, Leiter Konzernbereich Wirtschaftsmedien von Ringier, gegenüber der Werbewoche: «Die Wirtschaftszeitung Cash bleibt als Wochentitel bestehen». Von der im September 2006 lancierten Gratiszeitung Cash Daily erhoffte man sich gar neuen Schub für das Mutterschiff. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Wie Ringier am Mittwoche mitteilt, wird der 1989 lancierte Cash Wochentitel am 28. Juni zum letzten Mal erscheinen. Trüb dazu im Telefon-Interview: «Auf dem Lesermarkt waren wir an sich gut positioniert, aber auf dem Anzeigenmarkt gegenüber Titeln wie der NZZ am Sonntag oder der SonntagsZeitung chancenlos». Statt mit zwei gedruckten Ausgaben weiter zu kämpfen, wolle man nun bei der Cash Gruppe «die Kräfte Bündeln», so Trüb.
Während der Print-Wochentitel noch 279’000 Leser und eine beglaubigte Auflage von 61’500 Exemplaren aufweist, wachsen die anderen Angebote. Deshalb will die Cash Gruppe gemäss Medienmitteilung vorab die digitalen Medien wie etwa Cash.ch, Cash Mobile und Cash Daily ausbauen, und die Position der Gruppe als multimediale Medienanbieterin mit Cash-TV und Cash-Talk auf SF2 stärken. So weist Cash Daily nach Angaben des Verlags rund 26’000 registrierte Livepaper-Nutzer auf und über 100’000 Exemplare werden täglich verteilt. Cash.ch ist mit 220’000 Besuchern pro Tag die grösste von Banken unabhängige Wirtschafts- und Finanzplattform der Schweiz .
Formaljuristisch ist laut Trüb die Einstellung der Cash Wochenausgabe noch nicht entschieden. Doch wenn sich bis zum 12. Juni keine neuen Ideen oder Investoren finden, wird das Aus des Wirtschaftsblattes Tatsache. Für die die betroffenen 46 Mitarbeiter ist vorgesehen, dass sie innerhalb der Cash Gruppe oder bei anderen Ringier-Titeln weiterbeschäftigt werden. Für Abonnenten des Wochentitels Cash wurde eine Vereinbarung mit den Verlagsgruppen Handelszeitung und Jean Frey getroffen: Sie erhalten für die verbleibende Abodauer entweder die Handelszeitung, die Bilanz, das Stocks oder aber «ihr Geld zurück», wie Trüb verspricht.
