Schweizer Cannes Day präsentiert alle Originalarbeiten

Am 28. August findet der diesjährige Cannes Day statt. Ab 14 Uhr sind in Präsentationen, Ausstellungen und mit Führungen alle Gewinnerarbeiten des diesjährigen Festivals zu sehen.

 Eine Chance für Daheimbleibende, die Arbeiten des Werbefestivals Cannes zu sehen – und für Cannes-Reisende, ihre Erinnerungen aufzufrischen: Am 28. August findet der diesjährige Cannes Day statt. Ab 14 Uhr werden in Präsentationen, Ausstellungen und mit Führungen alle Originalarbeiten gezeigt, die nächste Woche an der Côte d’Azur Bronze, Silber oder Gold gewinnen. «Damit können wir eine richtiggehende Ideendatenbank präsentieren», sagt Jean-Claude Bruhin, Chief Operating Officer bei der Organisatorin Cinecom. Abends geht die Ehrung der Schweizer Sieger und die Premiere der Cannes Rolle mit den Gold Lions über die Bühne. Anschliessend steigt eine Party. Ermöglicht wird der Cannes Day von der Cinecom und ihren Partnern Publimedia, Clear Channel, Alex Schmid Direct, Web2com, Swissfilm Association und der Werbewoche.

Sascha Wigdorovits zurück am Start  

Voraussichtlich wird Sascha Wigdorovits nächste Woche die Lancierung einer neuen Gratiszeitung offiziell ankündigen. Klar, er hat mit den Verlegern Eugen Russ und Jürg Marquard, Phonak-Mann Andy Rhys und der Post potente Partner. Dennoch stellt sich die Frage: Warum tut er sich das an?

Voraussichtlich wird Sascha Wigdorovits nächste Woche die Lancierung einer neuen Gratiszeitung offiziell ankündigen. Klar, er hat mit den Verlegern Eugen Russ und Jürg Marquard, Phonak-Mann Andy Rhys und der Post potente Partner. Dennoch stellt sich die Frage: Warum tut er sich das an?Es sei einfach ein gutes Projekt, sagte Wigdorovits im Gespräch mit dem Tages-Anzeiger. Doch treibe ihn nicht einzig die reine Begeisterung zur Lancierung des neuen Gratisblatts. Laut Tagesanzeiger habe der Lebenspartner von Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre vielmehr das Gefühl «es allen zeigen zu wollen». Eine Rückblende: Wigdorovits hatte schon das 20 Minuten initiiert und Investoren aus dem Hut gezaubert, als es eng wurde. Dass der Verwaltungsrat die Gratiszeitung dennoch an seine ehemalige Arbeitgeberin Tamedia verscherbelte, konnte er nie ganz verwinden. Seine schlimmsten Jahre, so Wigdorovits, habe er als Redaktor beim Tages-Anzeiger verlebt. Doch nicht nur dort hatte er sich in die Nesseln gesetzt: Auch beim Blick, wo er es bis in den Chefsessel schaffte, flog er hochkant raus. Mit seinem neuen Projekt tritt er nun in die direkte Konkurrenz zu Blick, Heute, Cash-Daily sowie Tages-Anzeiger und 20 Minuten. Dazu hat er einen Verlag gegründet und werde, wie er gegenüber dem Tages-Anzeiger ausführte, die Geschäftsführung seiner PR-Beratungsfirma Contract-Media abgeben. Eben wurde bekannt, wer wohl sein designierter Nachfolger sein wird: Der ehemalige NZZ-Redaktor Balts Livio ist vor kurzem als Partner zur Contract Media gestossen.

Radiowerbung wirkt besser als Onlinewerbung

Radiowerbung wirkt deutlich besser als die Werbung im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von ARD Werbung Sales und Services (AS&S).

 Radiowerbung wirkt deutlich besser als die Werbung im Internet. So ist die Chance einer Marke, im Gedächtnis des Konsumenten zu bleiben, im Radio viel grösser als etwa bei Online-Kampagnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von ARD Werbung Sales und Services (AS&S).  
Im Zuge der Untersuchung «Radio/On» wurden 500 Internetnutzer im Alter von 14 bis 49 Jahren in Teststudios geladen und in zwei Gruppen geteilt. Der einen Gruppe wurde Radioprogramm mit Werbespots vorgespielt, der anderen Internetseiten mit Online-Werbung gezeigt. Die Radiohörer erinnerten sich nach 30 Minuten an mehr Marken als die Internetuser nach der gleichen Mediennutzungsdauer. Während sich die Online-Probanden nur 4,9 Prozent der beworbenen Marken gemerkt hatten, erinnerten sich die Radiohörer durchschnittlich an 14,7 Prozent der Werbebotschaften, wie Pressetext.ch berichtet.
 
Radio und Internet lassen sich jedoch sehr gut parallel nutzen, wobei die Aufmerksamkeit der User auf das jeweils andere Medium nicht beeinflusst wird. Gemäss der Studie nutzen 27 Prozent aller Internetuser häufig Radio und Online gleichzeitig. Radio erzielt eine breite Aufmerksamkeit, wohingegen das Web vor allem in produkt- und markenaffinen Zielgruppen eine starke Bindung erzeugt. Das klassische Medium Radio hat also keineswegs an Bedeutung eingebüsst.

Gut gehirnt

Ausstellung JWT+H+F setzt auch dieses Jahr zusammen mit Impuls Mittelschule die 50 besten Maturarbeiten 2007 des Kantons Zürich in Szene. Die Zürcher Agentur wurde mit der Kreation von Plakaten, Einladungen und Flyern beauftragt, um die Aussellung im Stadthaus anzukündigen.

Ausstellung JWT+H+F setzt auch dieses Jahr zusammen mit Impuls Mittelschule die 50 besten Maturarbeiten 2007 des Kantons Zürich in Szene. Die Zürcher Agentur wurde mit der Kreation von Plakaten, Einladungen und Flyern beauftragt, um die Ausstellung im Stadthaus anzukündigen. Das Motiv zeigt, dass in jeder Abschlussarbeit sehr viel Herzblut jedes einzelnen Maturanden steckt. Die gedankliche Leistung wird durch das aus Schulheften geformte Hirn kommuniziert. Die Impuls Mittelschule hat sich als Institution für die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit aller Zürcher Mittelschulen etabliert. Die Ausstellung der 50 besten Arbeiten zeigt das Leistungsspektrum der Zürcher Kantonsschulen. Sie findet zum sechsten Mal statt und kann noch bis Freitag, 15. Juni, im Stadthaus Zürich besichtigt werden.

Der Berg ruft

Electronic Publishing/Crossmedia Wie sich die Wirkungen von Web und Print gegenseitig verstärken können, veranschaulicht die Schweizer Berghilfe mit einem cleveren Crossmedia-Konzept.

Electronic Publishing/Crossmedia Wie sich die Wirkungen von Web und Print gegenseitig verstärken können, veranschaulicht die Schweizer Berghilfe mit einem cleveren Crossmedia-Konzept. «Was wäre die Schweiz ohne Berge?» Mit dieser Frage wird auf www.berghilfe.ch die 60 Sekunden dauernde Bilddokumentation über die Schweizer Berghilfe eröffnet. Bildsequenzen und kurze Texte entführen die Betrachterin und den Betrachter in die Bergwelt und bringen exemplarisch eine Bergbauernfamilie näher, deren Lebensgrundlage durch Spenden an die Schweizerische Berghilfe verbessert werden konnte. Auf der Homepage der Schweizer Berghilfe entdeckt man verschiedene weitere Informationsangebote, die die unterschiedlichen Unterstützungsbereiche für die Schweizer Bergbevölkerung medienadäquat, aktuell und übersichtlich wiedergeben. Das Web im Tal und auf dem BergAuf Rundgängen mit verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten werden Spender, Antragsteller und andere Interessierte schnell und direkt zum Ziel geführt. «Eine Familie aus dem Berggebiet, die Unterstützung benötigt, soll ebenso schnell zu den entsprechenden Angaben oder Kontaktpersonen gelangen wie ein Spender zur geeigneten Information oder Spendenform», resümiert die Kommunikationsverantwortliche der Schweizer Berghilfe, Barbara Rutschi. Effektiv gilt es, die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen zu erfüllen.
Angesprochen werden einerseits Spenderinnen und Spender, die mehr wissen möchten über die unterstützten Menschen und die Wirkung der Unterstützung oder sich über Spendenmöglichkeiten informieren wollen. Anderseits kann sich die Bergbevölkerung direkt und unbürokratisch über Unterstützungsmöglichkeiten erkundigen und online entsprechende Antragsformulare beziehen. Den Betreibern der Berghilfe-Website kommt entgegen, dass Online-Medien zusehends auch in entlegenen Bergregionen genutzt werden können und so einen direkteren Informationsaustausch ermöglichen.
Konzeptionell durchdachtDie neue Website der Schweizer Berghilfe beruht auf einem Konzept, das gemeinsam mit der CP-Agentur Denon Publizistik erarbeitet und in Zusammenarbeit mit Denon Interactive umgesetzt wurde. Dieses Konzept setzt die Projekte der Schweizer Berghilfe als Schnittstelle zwischen Mittelbeschaffung und Mitteleinsatz ins Zentrum. Potenzielle Spender sollen zu den gewünschten Informationen schnell und unkompliziert Zugang haben und direkt und einfach spenden können. Potenziellen Antragstellern soll anhand von Projekt-Beispielen aufgezeigt werden, welche Projekte unterstützt werden können und wie ein Antrag abläuft.
Einbezug des Magazins Berghilf-ZiitigBei der konzeptionellen Definition des Webauftritts spielte auch die Quartals-Publikation eine wichtige Rolle. Die Berghilf-Ziitig hat in erster Linie die Aufgabe, Spenderinnen und Spendern anhand von konkreten Beispielen ein Bild über das breite Engagement der Organisation zu vermitteln. Das Magazin verdeutlicht, dass die Bergbevölkerung auf ein funktionierendes Umfeld angewiesen ist. Dies bezieht sich nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern beispielsweise auch auf den Bildungs- und Gesundheitsbereich oder den Energie- und Tourismussektor. «Die Berghilf-Ziitig ist ausgesprochen beliebt und ein wichtiges Fundraising-Instrument. Die Spenderinnen und Spender wollen und sollen von uns auch erfahren, wo ihr Geld eingesetzt wird,», stellt Barbara Rutschi fest. Die journalistische Aufbereitung der Themen schafft zusätzliches Vertrauen in die Hilfsorganisation.
Regelmässig wird im Magazin mit Teaserboxen auf weitergehende Informationen im Web verwiesen. Hinzu kommen auch Tipps für Wandermöglichkeiten, Anlässe und Besichtigungen rund um die beschriebenen Projekte, zu denen ebenfalls mediengerecht Detailinformationen im Web abrufbar sind. Umgekehrt wird auf der Webseite der Schweizer Berghilfe regelmässig auf die Bestellmöglichkeiten der Berghilf-Ziitig und von weiteren Informationsprospekten verwiesen. Thematisch sind Web und Magazin eng miteinander verbunden – der Content hingegen wird medienspezifisch aufbereitet. Dadurch konnte die Schweizer Berghilfe ihre Kommunikationsdienstleistungen im Interesse der Bergbevölkerung, Spender, Partnerorganisationen und der breiten Öffentlichkeit in den letzten Monaten weiter ausbauen und dabei auch vermehrt neue Zielgruppen ansprechen, die sich für das Thema Schweizer Bergbevölkerung und Berggebiete interessieren.  
Facts & Figures Schweizer BerghilfeKonzept und Redaktion des Cross-media-Konzepts: Denon Publizistik AG und Schweizer Berghilfe
Web-Publishing:
Denon Interactive AG 
Das Magazin Berghilf-Ziitig erscheint viermal jährlich in Deutsch und Französisch.
Auflage: 185 000
Konzeption, Redaktion und Design: Denon Publizistik AG und Schweizer Berghilfe
www.denon.ch, www.berghilfe.ch
Daniel Steim, Denon Publizistik

Keine Befehle aus Zürich

Sonntagsausgabe Die Neue Luzerner Zeitung prüft alle Optionen.

Sonntagsausgabe Die Neue Luzerner Zeitung prüft alle Optionen. «Unsinn!» So kommentiert Erwin Bachmann, VR-Delegierter der LZ Medien Holding, einen Artikel von Cash daily vor einer Woche. Darin hiess es, die Neue Luzerner Zeitung (NLZ) sei von ihrer Mehrheitsaktionärin, der NZZ, zurückgepfiffen worden, weil die NLZ sich an der Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung habe beteiligen wollen. Bachmann stellt klar: «Nichts daran ist wahr.» Schon gar nicht, dass die NZZ Befehle erteilt habe. «Wie sollte sie auch – mit bloss zwei Vertretern im zehnköpfigen Verwaltungsrat», sagt er. Richtig sei hingegen, dass die Neue LZ prüfe, wie sie sich im interessan-ten Sonntagsmarkt positionieren könne. Nach wie vor würden mehrere Varianten durchgerechnet –eine Kooperation mit der Mittelland Zeitung gehöre ebenfalls dazu. Noch seien aber keine Entscheide getroffen worden. Bachmann betonte, dass kein Zeitdruck bestehe, dennoch schloss er einen Entscheid vor den Sommerferien ausdrücklich nicht aus.

Für jede Brille das passende Gesicht 

Optik Bei den neuen Sujets der Imagekampagne von Engel Optik, Appenzell, steht die Beratung im Zentrum. Die ist so gut, dass die ausgesuchten Modelle immer perfekt zur Persönlichkeit der Kunden passen.

Optik Bei den neuen Sujets der Imagekampagne von Engel Optik, Appenzell, steht die Beratung im Zentrum. Die ist so gut, dass die ausgesuchten Modelle immer perfekt zur Persönlichkeit der Kunden passen. Zudem wurde auch das Kontaktlinsengeschäft mit in die Kampagne integriert. Die verblüffende Umsetzung sorgt für ein Schmunzeln. Die Kampagne hat die Werbeagentur Inhalt&Form kreiert.

Päckli-Offensive 

Versand Boxx Werbeagentur stellt das neue Angebot von DHL Schweiz vor.

Versand Boxx Werbeagentur stellt das neue Angebot von DHL Schweiz vor.DHL Schweiz baut in Zusammenarbeit mit den SBB das Angebot aus. Neben dem internationalen Versand in über 220 Länder können Kundinnen und Kunden neu an 71 SBB-Bahnhöfen täglich Inland-Pakete aufgeben; während der Einführungszeit zum Aktionspreis von fünf Franken pro Paket. Dazu hat DHL eigens für den Inlandversand die Marke «A-PAC» entwickelt. Über eine Identifikationsnummer lässt sich der aktuelle Standort des Paketes jederzeit online überprüfen. Als Partner für die Kommunikation der Produktneuheiten entschied sich DHL Schweiz für die Boxx Werbeagentur. Die Zürcher Agentur setzt in der aktuellen Kampagne die ganze Bandbreite an Werbemitteln ein. Neben der Website für die Servicepoint-Paketabgabestellen (www.dhl-servicepoints.ch) kreierte das Boxx-Team auch Inserate, Plakate, Flyer und zudem rund 20 Below-the-line-Massnahmen. Die Kampagne läuft seit dem 1. Juni.
Christian Lüscher

Schlag auf Schlag am Goldbach

Vermarkter Die Braut macht sich schön: Kurz vor dem Gang an die Börse zeigt sich Goldbach Media innovativ und mitteilungsfreudig.

Vermarkter Die Braut macht sich schön: Kurz vor dem Gang an die Börse zeigt sich Goldbach Media innovativ und mitteilungsfreudig.Am 15. Juni steht die Kotierung  der Goldbach-Media-Aktien an. Nun will sich das Unternehmen natürlich als möglichst attraktive Börsenbraut präsentieren. Nicht zuletzt deshalb hat es in der letzten Zeit die Redaktionen mit zahlreichen News und Medienmitteilungen eingedeckt – durchschnittlich zweimal wöchentlich.In den letzten sieben Tagen vor dem IPO waren es aber mindestens drei solche Mitteilungen. Die neueste: Weil das Kabelnetz der Stadt Lausanne seit dem 4. Juni neu das Schweizer Signal des französischen TV-Senders M6 aufgeschaltet hat, deckt das Schweizer Werbefenster auf M6 nun 70000 zusätzliche Haushalte ab (siehe Seite 1).
Damit können nun via M6 insgesamt eine Million Westschweizer mit Schweizer Spots erreicht werden, sagt Michi Frank, CEO der Goldbach-Tochter IP Multimedia. IP vermarktet M6 in der Schweiz und wird deshalb auf den 1. Juli die Werbepreise an die höhere Reichweite anpassen.
Neu: das Coop Instore RadioDie zweite Neuigkeit: IP und Coop lancieren gemeinsam das Coop Instore Radio, einen Mix aus Musik und Werbespots für Markenartikel im Coop-Sortiment. Es ist ab sofort in allen Coop-Verkaufsstellen zu hören und soll 3,7 Millionen Brutto-Werbekontakte pro Woche generieren. Coop hat IP mit der Exklusivvermarktung dieses ersten kommerziellen Instore-Radios der Schweiz beauftragt. Das Projekt, welches mit Radio Energy konzipiert wurde, sei in einem fünfmonatigen Pilotbetrieb erfolgreich getestet worden, sagte Frank. Und weiter: «Mit dem neuen Werbemedium können Werbeauftraggeber ihre Kundinnen und Kunden direkt am POS ansprechen und den letzten Werbeimpuls direkt beim Kaufentscheid absetzen.»
Das Projekt ist auch insofern interessant, als Radio Energy neuerdings mehrheitlich Ringier gehört. Das Band zwischen Ringier und dem zweitgrössten Schweizer Grossverteiler wird dadurch noch enger geknüpft. Zwischen den beiden Giganten bestehen bereits mehrere Kooperationen. So wird etwa die TV-Sendung «Al dente» auf SF1 von RingierTV und Coops Betty Bossi realisiert. Und bei Ringiers KonsumTV auf SF2 ist Coop Hauptsponsor und stellt seine Labors für Tests zur Verfügung. Nun bietet Coop also dem Ringier-Sender auch noch eine Plattform, zwar nicht um sein Programm, immerhin aber seinen Sound schweizweit zu verbreiten. Denn Coop Instore Radio wird vom Zürcher Sender in drei sprachregionalen Versionen produziert. Es sollte deshalb nicht verwundern, wenn Radio Energy auf Coop Instore Radio hin und wieder auch Werbung für sich selbst wird platzieren dürfen – zum Beispiel, sobald via Internet ein (lokal angepasstes?) Webradio Energy zu hören sein wird.
Neu: Vermarkter von Zattoo.chDie dritte Goldbach-News betrifft die Zusammenarbeit mit Zattoo.ch, einem Portal fürs TV via Internet. Dieses hat über 50 nationale und ausländische TV-Sender im Angebot und bringt diese in relativ guter Qualität auf den PC. Der schweizerisch-amerikanische Anbieter von Zattoo hat nun Goldbach Media mit der Online-Vermarktung in der Schweiz betraut. Goldbach hat bereits damit begonnen, fünf bis sieben Sekunden lange Werbespots einzuspeisen, die jeweils beim Umschalten vom einen zum andern Sender eingespielt werden – um die so genannte Buffering-Zeit zu überbrücken. Das Internet-Targeting, das auf die Profilangaben der Zattoo-Nutzer zurückgreifen kann, erlaubt überdies die zielgruppengenaue Ansprache.
Vorgesehen sei, Zattoo.com so bald als möglich bei der neuen Net-Metrix-Profile-Studie anzumelden (siehe Seite 18), sagt Michi Frank. Fest steht immerhin, dass derzeit 350000 Schweizer Internetnutzer bei Zattoo registriert sind.
Markus Knöpfli   

Für Transparenz mit System

Produktion Dezentrale Organisation, komplexe Informationswege und hohe Periodizität sprechen für den Einsatz eines Redaktionssystems.

Produktion Dezentrale Organisation, komplexe Informationswege und hohe Periodizität sprechen für den Einsatz eines Redaktionssystems.Die Argumente liegen auf der Hand. In den seltensten Fällen arbeiten in einem Unternehmen Redaktion, Fotografen, Übersetzer, Korrektorat und Layouter unter einem Dach. Oder die Verantwortlichen in Konzernen sind auf verschiedene Standorte oder Länder verteilt. Mit dem Einsatz eines Web-basierten Produktionssystems ist die Koordination der diversen Schnittstellen unabhängig von Zeit und Ort. Alle Stellen arbeiten übers Internet innerhalb des definierten Prozesses auf der gleichen Plattform. Dadurch werden komplexe Informationswege kürzer und Missverständnisse und Rückfragen minimiert. Die Verantwortlichen kontrollieren mit deutlich geringerem Aufwand. Denn dank eines so genannten «Cockpit» hat der Herausgeber einer Publikation jederzeit die volle Transparenz und Kontrolle über Inhalt und Termine bei der Herstellung seiner Corporate- Publishing-Produkte. Je nach Wunsch kann er sogar Einfluss auf den Herstellungsprozess nehmen.
Die Texte können in der Originalansicht auf den bereits gelayouteten Seiten angesehen und bearbeitet werden, und die verfügbare Version ist für alle Beteiligten immer die aktuellste. Abweichungen von der vorgegebenen Textlänge werden angezeigt und können sofort angepasst werden. Dabei bleiben dank klar definierter Zugriffsrechte die Verantwortung und die zugewiesenen Aufgaben jederzeit klar. Und um beispielsweise das Okay bei einem Interviewpartner einzuholen, kann der Redaktor die fertigen Seiten per Knopfdruck als PDF an externe Personen mailen.
Der Einsatz eines Redaktionssystems lohnt sichGrundsätzlich gilt, je mehr Stellen involviert und je dezentraler die Organisation, desto mehr lohnt sich der Einsatz eines Online-Redaktionssystems. In den meisten Fällen ist zu empfehlen, sich bei einem erfahrenen Dienstleister einzumieten. Dies aus verschiedenen Gründen. Der Profi verfügt bereits über ein erprobtes Redaktionstool mit entsprechender Infrastruktur. Seine Erfahrungen aus diversen Projekten und sein Know-how im Umgang mit dem System ermöglichen eine problemlose  und schnelle Umstellung sowie einen reibungslosen Workflow. Zudem muss sich in diesem Fall der Kommunikationsverantwortliche nicht selber um Fragen wie Sicherheit, Verfügbarkeit, IT-Workflow, Infrastruktur und deren stetige Weiterentwicklung kümmern. Er kann sich ausschliesslich auf seine eigenen Kernkompetenzen konzentrieren.
Zu guter Letzt bedeutet die Einmietung in ein Online-Redaktionssystem für den Kunden tiefe Initialkosten und dank eines effizienten, individualisierten Arbeitsablaufs auch längerfristig ein grosses Sparpotenzial an Zeit und Geld.
Cosette Schwarz, Tamedia Production Services

Edle Tropfen

Wein II Studerpartner stärkt den Marktauftritt des Produzenten Provins mit der Präsentation von Walliser Spezialitäten.

Wein II Studerpartner stärkt den Marktauftritt des Produzenten Provins mit der Präsentation von Walliser Spezialitäten.Nachdem Studerpartner den Bekanntheitsgrad der Premium-Weinlinie «Maître de Chaîs» in den letzten Jahren nachhaltig ausbauen konnte, wurde die Agentur beauftragt, den Marktauftritt des grössten Schweizer Weinproduzenten Provins Valais um eine weitere Facette zu bereichern. Unter der Marke «Grand Métral» soll ein breites Sortiment von Walliser Spezialitätenweinen national lanciert werden. So steht heuer der Markenclaim «Choyez votre plaisir» ganz im Zeichen der in der deutschen Schweiz eher unbekannten Walliser Spezialitäten Petite Arvine, Heida (Weisswein) oder Cornalin und Humagne Rouge (Rotweine).
Im Sinn der Kontinuität werden die Spezialitätenweine der Linie «Grand Métral» innerhalb der Dachkampagne in einem kulinarischen Kontext präsentiert – in Anspielung an die Besonderheiten des Walliser Terroirs manchmal auch mit einer Prise Humor. Zielgruppen sind private Weinliebhaber sowie Gastronomen, Weinhändler, Einkäufer Retail und das Fachpersonal im mittleren bis gehobenen Bereich der Hotellerie und Gastronomie.
Den Auftakt der Kampagne bilden in einer ersten Welle im Frühling drei der Saison entsprechende Sujets mit diversen Weissweinen. In einer zweiten Welle im Herbst folgen dann die saisonal passenden Rotweine. Die Motive werden im Sinn einer medialen Fokusstrategie in relevanten Imagetiteln und spezifischen Fach- und Special-Interest-Titeln in der Schweiz sowie punktuell im Export eingesetzt. Abgerundet wird das Kommunikationspaket durch ein Webspecial, einen Informations-Flyer, POS-Material und einen Event im Herbst.
Andreas Panzeri

Immer auf dem Laufenden

Mobile Radio Mobile Radio steigert die Aufmerksamkeit und fördert den Dialog mit Kunden und Mitarbeitern.

Mobile Radio Mobile Radio steigert die Aufmerksamkeit und fördert den Dialog mit Kunden und Mitarbeitern. Mit dem neuen 2007 Office-System hat Microsoft den grössten Launch in der Firmengeschichte vollzogen. Für den Software-Riesen war dies Anlass genug, mit einem neuen Dialogkanal für seinen Vertrieb zu starten. Im Zwei-Wochen-Rhythmus erhalten seit Anfang Mai rund 250 Aussendienst-mitarbeiter und -partner eine Radiosendung auf ihr Mobiltelefon. Die marketingstrategischen Ziele sind klar umrissen: Umsatzsteigerung, Partnerbindung, Vertriebsmotivation und Wissensmanagement. Persönlicher kann ein Informationsmedium kaum sein: Per SMS erhalten die Hörer einen Link zur Sendung. Durch Abrufen der SMS und per Tastendruck lässt sich die Sendung vom Handy aus abhören. Die Inhalte zielen darauf ab, den Verkauf beim täglichen Geschäft zu unterstützen. In Interviews erläutern Experten die neuen Produkte-Features, geben Hintergrundinformationen zu Umsatzentwicklungen, Anwendungsszenarien und Wettbewerbsprodukten. Zusätzlich erhalten die Hörer Neuigkeiten über aktuelle Kundenprojekte, Praxisbeispiele sowie nützliche Verkaufsargumente. Einzelne Bausteine der Sendung variieren je nach Empfänger. Mit Hilfe einer vorher festgelegten Whitelist kann das System beim Abrufen der SMS prüfen, wer anruft. «Betriebsinterne Informationen, etwa Details über Absatzzahlen, wollen wir nur intern kommunizieren», erklärt Katherine Heumos, bei Microsoft für Corporate-Publishing-Projekte zuständig. «Wir können so gezielt Interviewpartner auswählen, die entweder intern oder extern stärker bekannt sind», so Heumos weiter. Entscheidend ist, dass jeder die Nachrichten bekommt, die für sein tägliches Geschäft am interessantesten sind. Der Praxisnutzen der Sendung steht nämlich im Vordergrund.
Das Handyradio eröffnet neue Wege in der KommunikationEin besonderes Augenmerk liegt auf dem Dialog. Um die Mitarbeiter- und Kundenbindung zu fördern, wird der Hörer aktiv ins Sendekonzept eingebunden: Per Tastatur kann er über einzelne Beiträge abstimmen, mittels Aufsprache hat er die Möglichkeit, Verbesserungs- und Themenvorschläge an die Redaktion zu senden. «Diese Möglichkeit wird rege genutzt und stellt für uns ein wichtiges Feedback-Instrument dar», berichtet Heumos. Umfangreiche Analysen sorgen zusätzlich für Transparenz: Statistiken erfassen, wie viele Hörer angerufen haben und wie lange einzelne Beiträge durchschnittlich gehört wurden. Bei konkreten Fragen kann sich der Anrufer auch direkt mit dem entsprechenden Experten verbinden lassen.
Die Vorteile des Handyradios gegenüber klassischen Kommunikationsmedien liegen auf der Hand: Es ist lebendig und daher authentisch, interaktiv, überall verfügbar, messbar und exklusiv. Die Whitelist stellt sicher, dass die Informationen nicht in falsche Hände gelangen. Vorab werden die Telefonnummern der gewünschten Adressaten auf dem Server gespeichert. In dem Moment, in dem jemand die Nachricht abruft, wird die Nummer des Anrufertelefons mit der auf dem Server hinterlegten abgeglichen. Herrscht keine Übereinstimmung, lässt sich die Sendung nicht abhören.
Technisch sind solche Lösungen schon seit Jahren möglich, doch erst jetzt schaffen mobile Medienformen wie Handyradio, Podcasts und Vodcasts den Durchbruch. Der Corporate-Publishing-Dienstleister BurdaYukom Publishing GmbH ist hier Vorreiter. Bereits 2004 sendete der Münchner Dienstleister im Auftrag von Roland Berger die erste Radiosendung, die Berater per Mobiltelefon abhören konnten. Weitere Handyradio-Projekte realisierte BurdaYukom Publishing für Siemens Networks, heute Nokia Siemens Networks, und Fujitsu Siemens Computers.
Die Chancen solcher mobiler Dienste liegen vor allem in der Verknüpfung mit bestehenden Medien, mit dem Ziel, den Leser über den momentan für ihn am geeignetsten Kanal zu erreichen. Kunden von Fujitsu Siemens Computers beispielsweise erhalten vor Erscheinen des Magazins Impact0 ein E-Journal, das mit einem Mix aus Print-, Audio- und Videoelementen Lust auf die neue Printausgabe machen soll. Crossmediale Vernetzung wird von Verlagen und Marketern schon lange gepriesen. Doch mittlerweile ist es keine Utopie mehr, dass sich der morgendliche Handy-Nachrichtenhörer wenige Stunden später Online-Meldungen, Podcasts oder Print-Artikel zur Vertiefung zu Gemüte führen kann – sei es im Business-to-Consumer- oder im Business-to-Business-Bereich.
Das Beispiel zeigt, dass sich Corporate Publishing längst nicht mehr nur auf Printmedien beschränkt. In Kombination mit mobilen Geräten können Informationen nun jederzeit und ortsunabhängig verfügbar gemacht werden.    
Handyradio – so funktioniertsPer SMS – der Inhalt entspricht der Überschrift der wichtigsten Meldung – bekommt der Empfänger den Hinweis, dass eine neue Sendung für ihn bereit steht. In der Nachricht ist eine Service-Rufnummer hinterlegt, die durch Drücken der Anruftaste automatisch angewählt wird. Nur diejenigen, deren Handynummern im Vorfeld registriert wurden, können die Nachricht auch abhören. Damit ist das Medium vor Zugriffen Unbefugter geschützt.
Sabine Pracht ist Objektleiterin und Redakteurin Audio-Formate bei BurdaYukom Publishing.
get_footer();