Neue Gratiszeitung «.ch» erscheint am 19. September
Sacha Wigdorovits lanciert am 19. September mit «.ch»eine neue Gratis-Tageszeitung für die Deutschschweiz. Das Blatt wird nach Hause geliefert und von Kolporteuren verteilt. «.ch» soll deutlich höher positioniert sein als die Konkurrenzzeitung 20 Minuten. Das Inseratehandling wird in Eigenregie vorgenommen. Hinter dem Projekt stehen private Investoren aus der Schweiz und dem Ausland.
Sacha Wigdorovits lanciert am 19. September mit «.ch»eine neue Gratis-Tageszeitung für die Deutschschweiz. Das Blatt wird wie die Pendlerzeitung 20 Minuten am Morgen erscheinen, aber nicht nur verteilt werden, sondern auch in die Haushalte geliefert. Es wird in den Städten und Agglomerationen Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen lanciert, wobei auch Winterthur und beide Zürichseeufer beliefert werden. Für die einzelnen Ballungsräume werden regionale Splitausgaben herausgegeben. 70 Prozent der Startauflage von 425’000 Exemplaren werden vor 7 Uhr morgens nach Hause geliefert und im Eingangsbereich von Liegenschaften in 35’000 Zeitungsständern deponiert. Mit dieser Massnahme wolle er auch jene Leute erreichen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, sagte Wigdorovits gegenüber der Werbewoche. Verantwortlich für den Vertrieb ist die Basler Firma Direct Mail Company DMC, eine assoziierte Gesellschaft der Post. Die anderen Exemplare werden in Boxen auf dem Netz des öffentlichen Verkehrs aufgelegt und von Kolporteuren abgegeben.
Das Inseratehandling wird in Eigenregie vorgenommen, wie Wigdorovits gegenüber der Werbewoche sagte. «Eine Zusammenarbeit mit der Publicitas ist im Moment nicht vorgesehen.»
«.ch» wird im Tabloidformat publiziert und fokussiert auf die drei Themenbereiche Nachrichten, Sport und Service/Lifestyle. Die Zeitung richtet sich laut Communiqué in erster Linie an 19- bis 59-Jährige, am Zeitgeschehen interessierten urbane Männer und Frauen. Das Zeitungsdesign stammt von den Grafikern Ralph Schraivogel und Jürg Candrian. Das Logo «.ch» wurde von Markus Gut und seinem Kreativteam der Agentur Publicis entwickelt. Zur Positionierung des Blattes erklärte Wigdorovits: «Wir wollen uns ganz klar höher positionieren als 20 Minuten und Blick.» Die neue Gratiszeitung soll kein Boulevardblatt sein, sondern eine Schnelllesezeitung mit Qualität.
Beim Start von «.ch» werden laut Communiqué eine 38-köpfige Redaktion und 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verlag beschäftigt sein. Geschäftsführerin wird Caroline Thoma, die bisherige Verlagsleiterin der Sonntagszeitung. Chefredaktor ist der 44-jährige frühere Wirtschafts- und Sportjournalist Rolf Leeb, der davor für LNN, Blick, Schweizer Illustrierte und Neue Luzerner Zeitung schrieb. Leeb ist ausserdem Verwaltungsrat von Wigdorovits Beratungsfirma Contract Media. Stellvertretender Chefredaktor wird Marcel Siegenthaler. Der 39-Jährige war davor unter anderem als Nachrichtenchef, Blattmacher und Sportchef für den Blick tätig. Die übrigen Stellen in Redaktion und Verlag seien zu einem guten Teil besetzt, man rekrutiere aber auch noch, sagte Wigdorovits der Werbewoche. «Wir wollen kompetente Leute, die bereit sind zu kämpfen».
Laut Mitteilung soll «.ch» politisch neutral sein und auf redaktionelle Kommentare verzichten. Zum Konzept gehören jedoch regelmässige Kolumnen von externen Fachleuten. Dazu zählen Thomas Held, Direktor von Avenir Suisse, Fussball-Experte Alain Sutter, der Schauspieler Stefan Gubser und Oliver Stock, der Schweizer Korrespondent der deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt. «Mit den Kolumnisten wollen wir uns ein eigenes Gesicht geben», betonte Wigdorovits. Man werde weitere Kolumnisten verpflichten, « Leute, die unserem Anspruch gerecht werden, eine Qualitätszeitung zu machen». Noch offen ist, ob der Publizist Kurt W. Zimmermann fest als Kolumnist dabei sein wird. Er verfasste einen Beitrag für die Nullnummer.
Hinter dem Projekt stehen gemäss Communiqué «private Investoren aus der Schweiz und dem Ausland». Die NZZ am Sonntag geht davon aus, dass der investierte Betrag zwischen 50 und 60 Millionen Franken liegt. Fünf der Investoren sitzen auch im Verwaltungsrat der Verlagsgesellschaft, die .ch herausgibt. Den VR-Vorsitz hat Hans Ziegler inner, Präsident von Swisslog und Erb-Sanierer. Weitere Mitglieder sind Phonak-Präsident Andy Rihs, der Wiener Verlagsmanager Michael Grabner, der Vorarlberger Verleger Eugen Russ sowie der ehemalige UBS-Manager Werner Bonadurer. Sacha Wigdorovits, der selber in «.ch» investiert, ist Delegierter des Verwaltungsrats.
Ob der Medienunternehmer Jürg Marquard beteiligt ist, steht noch nicht fest. «Im Moment sage ich dazu nichts», erklärte Marquard gegenüber der NZZ am Sonntag. Laut Wigdorovits gibt es neben den Personen im Verwaltungsrat eine Gruppe von weiteren Investoren, die nicht genannt werden wollen. Reine Finanzinvestoren seien nicht dabei; es handle sich um Unternehmer. Die Investoren haben einerseits Aktien gekauft, anderseits gewähren sie der neuen Gesellschaft, deren Name noch nicht bekannt ist, ein Darlehen. Wigdorovits sagte der NZZ am Sonntag, er wolle mit «.ch» die Gewinnschwelle in drei bis sechs Jahren erreichen.
Das Inseratehandling wird in Eigenregie vorgenommen, wie Wigdorovits gegenüber der Werbewoche sagte. «Eine Zusammenarbeit mit der Publicitas ist im Moment nicht vorgesehen.»
«.ch» wird im Tabloidformat publiziert und fokussiert auf die drei Themenbereiche Nachrichten, Sport und Service/Lifestyle. Die Zeitung richtet sich laut Communiqué in erster Linie an 19- bis 59-Jährige, am Zeitgeschehen interessierten urbane Männer und Frauen. Das Zeitungsdesign stammt von den Grafikern Ralph Schraivogel und Jürg Candrian. Das Logo «.ch» wurde von Markus Gut und seinem Kreativteam der Agentur Publicis entwickelt. Zur Positionierung des Blattes erklärte Wigdorovits: «Wir wollen uns ganz klar höher positionieren als 20 Minuten und Blick.» Die neue Gratiszeitung soll kein Boulevardblatt sein, sondern eine Schnelllesezeitung mit Qualität.
Beim Start von «.ch» werden laut Communiqué eine 38-köpfige Redaktion und 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verlag beschäftigt sein. Geschäftsführerin wird Caroline Thoma, die bisherige Verlagsleiterin der Sonntagszeitung. Chefredaktor ist der 44-jährige frühere Wirtschafts- und Sportjournalist Rolf Leeb, der davor für LNN, Blick, Schweizer Illustrierte und Neue Luzerner Zeitung schrieb. Leeb ist ausserdem Verwaltungsrat von Wigdorovits Beratungsfirma Contract Media. Stellvertretender Chefredaktor wird Marcel Siegenthaler. Der 39-Jährige war davor unter anderem als Nachrichtenchef, Blattmacher und Sportchef für den Blick tätig. Die übrigen Stellen in Redaktion und Verlag seien zu einem guten Teil besetzt, man rekrutiere aber auch noch, sagte Wigdorovits der Werbewoche. «Wir wollen kompetente Leute, die bereit sind zu kämpfen».
Laut Mitteilung soll «.ch» politisch neutral sein und auf redaktionelle Kommentare verzichten. Zum Konzept gehören jedoch regelmässige Kolumnen von externen Fachleuten. Dazu zählen Thomas Held, Direktor von Avenir Suisse, Fussball-Experte Alain Sutter, der Schauspieler Stefan Gubser und Oliver Stock, der Schweizer Korrespondent der deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt. «Mit den Kolumnisten wollen wir uns ein eigenes Gesicht geben», betonte Wigdorovits. Man werde weitere Kolumnisten verpflichten, « Leute, die unserem Anspruch gerecht werden, eine Qualitätszeitung zu machen». Noch offen ist, ob der Publizist Kurt W. Zimmermann fest als Kolumnist dabei sein wird. Er verfasste einen Beitrag für die Nullnummer.
Hinter dem Projekt stehen gemäss Communiqué «private Investoren aus der Schweiz und dem Ausland». Die NZZ am Sonntag geht davon aus, dass der investierte Betrag zwischen 50 und 60 Millionen Franken liegt. Fünf der Investoren sitzen auch im Verwaltungsrat der Verlagsgesellschaft, die .ch herausgibt. Den VR-Vorsitz hat Hans Ziegler inner, Präsident von Swisslog und Erb-Sanierer. Weitere Mitglieder sind Phonak-Präsident Andy Rihs, der Wiener Verlagsmanager Michael Grabner, der Vorarlberger Verleger Eugen Russ sowie der ehemalige UBS-Manager Werner Bonadurer. Sacha Wigdorovits, der selber in «.ch» investiert, ist Delegierter des Verwaltungsrats.
Ob der Medienunternehmer Jürg Marquard beteiligt ist, steht noch nicht fest. «Im Moment sage ich dazu nichts», erklärte Marquard gegenüber der NZZ am Sonntag. Laut Wigdorovits gibt es neben den Personen im Verwaltungsrat eine Gruppe von weiteren Investoren, die nicht genannt werden wollen. Reine Finanzinvestoren seien nicht dabei; es handle sich um Unternehmer. Die Investoren haben einerseits Aktien gekauft, anderseits gewähren sie der neuen Gesellschaft, deren Name noch nicht bekannt ist, ein Darlehen. Wigdorovits sagte der NZZ am Sonntag, er wolle mit «.ch» die Gewinnschwelle in drei bis sechs Jahren erreichen.
