«Es gab keine Verhandlungen mit der Freie Presse Holding»
Espace-Media-Sprecher Christopher Wehrli äussert sich gegenüber der Werbewoche zum Ausstieg der Freie Presse Holding beim Bund Verlag. Es habe keine Verhandlungen mit der NZZ-Tochter gegeben. Am Berner Modell hält man fest, sofern die Tageszeitung Bund die wirtschaftlichen und publizistischen Ziele erreicht.
Espace-Media-Sprecher Christopher Wehrli äussert sich gegenüber der Werbewoche zum Ausstieg der Freie Presse Holding beim Bund Verlag. Es habe keine Verhandlungen mit der NZZ-Tochter gegeben. Am Berner Modell hält man fest, sofern der Bund die wirtschaftlichen und publizistischen Ziele erreicht. Werbewoche: Wann haben Sie den Entscheid der Freie Presse Holding (FPH) vernommen, ihre Beteiligung am Bund Verlag abzustossen? Wehrli: Der Entscheid wurde uns frisch zugetragen. Es gab vorgängig keine Gespräche oder Verhandlungen von der FPH mit der Tamedia oder mit Espace. Werbewoche: Die Espace Media Groupe schreibt in der Medienmitteilung, dass sie den Ausstieg der FPH bedauert. Wieso hätten Sie die NZZ-Tochter gerne dabeibehalten? Wehrli: Wir bedauern, dass der Geist der NZZ wegfällt – sowohl auf unternehmerischer wie auf inhaltlicher Ebene. Es bestand ein sehr gutes Verhältnis zwischen Espace und der FPH. Ausserdem führt ein solcher Wechsel immer zu Verunsicherungen bei den Lesern und am Markt. Auch aus diesem Grund bedauern wir den Ausstieg. Werbewoche: Aber da Sie nun alleinige Inhaberin sind, können Sie doch viel freier schalten und walten? Wehrli: Es wird keine wesentlichen Veränderungen geben. Das Verlagsmanagement lag bereits bisher bei uns. Wir konnten unsere Vorstellungen schon bis anhin verwirklichen. Personelle Wechsel gibt es bis auf den Wechsel im Verwaltungsrat keine.
Werbewoche: Werden Sie in jedem Fall am «Berner Modell» mit den beiden Titeln Berner Zeitung und Bund festhalten? Wehrli: Ja, wir wollen an der gehabten Situation festhalten. Solange die bereits gesetzten wirtschaftlichen und publizistischen Ziele erfüllt werden, ändert sich nichts. Werbewoche: Und wenn diese Ziele nicht erreicht werden? Wehrli: Dafür haben wir kein Szenario in der Schublade. Wir setzen alles dran, den Bund wirtschaftlich und publizistisch weiterzubringen.
Werbewoche: Werden Sie in jedem Fall am «Berner Modell» mit den beiden Titeln Berner Zeitung und Bund festhalten? Wehrli: Ja, wir wollen an der gehabten Situation festhalten. Solange die bereits gesetzten wirtschaftlichen und publizistischen Ziele erfüllt werden, ändert sich nichts. Werbewoche: Und wenn diese Ziele nicht erreicht werden? Wehrli: Dafür haben wir kein Szenario in der Schublade. Wir setzen alles dran, den Bund wirtschaftlich und publizistisch weiterzubringen.
