I love Steueramt

Geld Die Trevin AG hat 42 Jahre Erfahrung als Treuhänder, Buchführer und Revisor.

Geld Die Trevin AG hat 42 Jahre Erfahrung als Treuhänder, Buchführer und Revisor. Diese Erfahrung kommt bereits zahlreichen KMU-Unternehmen zugute, beispielsweise bei der Steueroptimierung. Um weitere KMU auf die Vorzüge der Trevin AG aufmerksam zu machen, hat die Kreativagentur Ruf Lanz ein überraschendes Direct-Mailing entworfen. Der Hingucker ist ein ansteckbarer Button mit dem ungewöhnlichen Aufdruck «I love Steueramt». Denn wenn die Steuerbelastung sinkt, so die Auflösung, wird auch das Verhältnis zum Fiskus wieder herzlicher.

Publigroupe verkauft Beteiligung an 24/7 Real Media

Die Publigroupe trennt sich von ihrer Beteiligung an der amerikanischen 24/7 Real Media. Käufer der US-Beteiligung ist die britische WPP Group. Den Erlös von 36,3 Millionen Frank verwendet die Publigroupe zur Finanzierung der Akquisition von Zanox.

 Die Publigroupe trennt sich von ihrer Beteiligung an der amerikanischen 24/7 Real Media. Käufer der US-Beteiligung ist die britische WPP Group. Der Verkauf führt bei Publigroupe zu einem Erlös von 36,3 Millionen Franken. Diese werden laut Medienmitteilung zur Finanzierung der im Mai angekündigten Akquisition des Online-Vermarkters Zanox verwendet. Das Marketing-Portal Zanox ist bisher der teuerste Kauf in der Geschichte der Publigroupe (siehe «P will im Web aufsteigen»
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JWT+H+F mit Krüll verzeichnen ersten Pitch-Gewinn

Die neue Dreierkonstellation der Agentur JWT+H+F mit Mike Krüll hat ein wichtiges Teilbudget der ClearChannel gewonnen.

 Die neue Dreierkonstellation der Agentur JWT+H+F mit Mike Krüll trägt erste Früchte (siehe ). Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation hat ClearChannel, die Nummer 2 unter den Schweizer Plakatanbietern, der Zürcher Agentur im Maag Areal ein bedeutendes Teilbudget – das für den Bereich «Shopping Center Plakatierung» – übertragen. Erste Arbeiten sollen laut Angaben der Agentur nach den Sommerferien zu sehen sein.

Die revidierte Welt der TV-Werbung

Fernsehen Seit dem 1. April ist das neue RTVG «auf Sendung». Was hat sich für die privaten TV-Sender verändert. José Fernandes, der neue Leiter Marketing bei Star TV, analysiert die Möglichkeiten.

Fernsehen Seit dem 1. April ist das neue RTVG «auf Sendung». Was hat sich für die privaten TV-Sender verändert. José Fernandes, der neue Leiter Marketing bei Star TV, analysiert die Möglichkeiten. WW: Die privaten Sender hofften gespannt auf das revidierte RTVG. Ist das Leben für Star TV zum Beispiel leichter geworden?  
José Fernandes: Es hat eine gewisse Liberalisierung stattgefunden, jedoch geringfügiger, als sich die Privaten erhofft haben. Im Zug der Diskussion sind die Kunden aber neugieriger geworden. Sie zeigen vermehrt Mut für neue Umsetzungen im Medium TV. Man will die Möglichkeiten konsequenter ausloten. Der klassische Werbespot wird weiterhin seine Berechtigung haben. Aber die Kunden planen ihre Kommunikation immer mehr in vernetzten Disziplinen. Da steckt für die Privaten grosses Potenzial drin.  
WW: Was können die Privaten mehr bieten?  
JF: Abgesehen vom Rechtlichen sind wir flexibler und schneller als ein grosser Dampfer. Ansonsten bringt das revidierte RTVG den Privaten die bekannten Möglichkeiten wie Split-Screen, virtuelle Werbung, Unterbrecherwerbung. Wir werden sicher bei Star TV solche Formate anbieten und sind jetzt schon mit verschiedenen Werbeagenturen im Gespräch, um passende Konzepte anzubieten. Werbung mit Split-Screen zum Beispiel kennt man in der Schweiz noch nicht und deshalb sind wir alle gefordert, hier neue Ideen zu entwickeln.  
WW: Machen die Kreativen bereits mit?  
JF: Im April wurde das RTVG in Kraft gesetzt, aber die Kunden haben bis heute noch keinen Druck gemacht, weil alle Kampagnen natürlich längerfristig laufen. Sobald die entsprechende Nachfrage von den Kunden gross genug ist, werden die Agenturen reagieren müssen und bestimmt kreative Ansätze anbieten. Denn es ist ja klar: Kunden wollen Werbung dann positioniert haben, wenn der Zuschauer vor dem Bildschirm sitzt und nicht in der Bierpause.  
WW: Wie steht es da um Alkoholwerbung?  
JF: Das ist nach wie vor nicht erlaubt bei einem nationalen Sender wie Star TV. Nur lokale Sender dürfen Werbung für Bier und Wein machen. Bei uns wird auch Werbung für alkoholfreies Bier streng kontrolliert. Ein 30-Sekunden Bierspot, wo es zum Schluss noch schnell «alkoholfrei» heisst, wird nach wie vor nicht toleriert.  
WW: Ein boomendes Element ist Sponsoring. Wird das einfacher?  
JF: Ich bin für Star TV an Land gezogen worden, um den ganzen Sponsoring-Bereich zu fördern. Bei Kunden herrscht eine grosse Akzeptanz für diese Art von Kommunikation am Fernsehen. Star TV war hier schon immer innovativ, ganz einfach aus dem wirtschaftlichen Zwang heraus. Das Funsportmagazin «freestyle» gibt es bereits mehrere Jahre. Wir können die Kunden sehr ideenreich in unsere Sendungen einbinden. Natürlich immer unter Berücksichtigung der Richtlinien des Bakom. 
WW: Beispiele?  
JF: Ein Schlüsselbeispiel ist die Zusammenarbeit mit Nokia und Sunrise. Mit diesen Kunden zusammen haben wir vor zwei Jahren die Musiksendung «lautstark» kreiert. Beide Sponsoren sind zufrieden und haben sich noch einmal für eine Jahresstaffel von 44 Sendungen kommittet.  
WW: Was gibt es Neues?  
JF: Wir haben für diesen Sommer Abschlüsse machen können mit den Festivalveranstaltern vom Openair St. Gallen und vom Gurten-Festival. Das sind die zwei grössten Openairs in der Schweiz. Star TV strahlt die Live-Konzerte unter dem Namen «Star Festival Sommer 2007» aus und ersetzt damit das Schweizer Fernsehen als Host Broadcaster. Die dadurch kreierte Plattforn liefert Künstlern, Sponsoren und Veranstaltern einen wesentlich breiteren Kommunikationsteppich.  
Wir haben jeweils eine Stunde Previews über St. Gallen und Gurten produziert. Mit Clips wurde den Leuten Lust gemacht zum Besuch der Festivals. Mit Trailern wurde täglich auf die Veranstaltungen und Sendungen hingewiesen. Am kommenden Weekend sind die Übertragungen von St. Gallen zu sehen. An Weihnachten noch einmal ein Revival. Das sind sehr schöne Plattformen für die Sponsoren.
 
WW: Welche Sponsoren zeigten Interesse?  
JF: Für St. Gallen und Gurten haben wir mit Migros, Swisscom mobile, MyCoke Music und Star Ticket vier sehr grosse Sponsoren an Land gezogen. Sie zeigten sich interessiert, weil sie bei diesem Format viel näher an der Sendung dran sind als in einer Scharnierwerbung im klassischen Bereich. Das können wir auch mit Zahlen belegen.  
WW: Was wird folgen? Wir werden weiter an bestehenden Formaten feilen und mit neuen Sendekonzepten aufwarten. Ebenfalls neu ist «swiss made», wo wir übrigens wöchentlich neben neuen Entwicklungen im Schweizer Film auch über die Schweizer Werbefilmer berichten.  
Interview: Andreas Panzeri

Jobportal gut gestartet

Internet Job-Source.ch vermittelt Positionen in Medien und Marketing.

Internet Job-Source.ch vermittelt Positionen in Medien und Marketing.Seit Montag ist Job-Source.ch, ein neues Schweizer Job-Portal für die Medien-, Kommunikations- und Marketing-Branche, online. Ziel der Stellenplattform ist es, möglichst aktuell und umfassend die interessantesten Positionen aus Medien und Marketing zu präsentieren. Die Website entstammt der Ideenküche der Personalberatung Hans Hofmann und Partner und arbeitet von dieser losgelöst als eigenständige AG. Job-Source.ch bietet den Suchenden neben Stelleninseraten Tipps, wie man sich erfolgreich um eine Stelle bewirbt oder Selbsttests, um Bewerbungschancen besser einschätzen zu können. Barbara Wieser ist Geschäftsführerin, als Account- Managerin amtet Nadya Roth.  
Braucht denn die Branche ein neues Jobportal? «Auf uns hat niemand gewartet», erklärt Nadya Roth. Der aufstrebende Rubrikenmarkt hat die Realisierung der Idee jedoch beflügelt. Und Roth ist überzeugt, dass man noch näher an die Leute der Branche herankommen könne. So besuchen Wieser und Roth regelmässig Branchenanlässe, lichten Besucherinnen und Besucher ab und zeigen die Bilder auf ihrer Website. Und das will man etwas besser machen als die bekannten Portale mit ihren People-Bildern. «Wir stellen den Leuten auch Fragen aus dem Berufsleben und schreiben Texte zu den Bildern.»
 
Im Juli und im August sind die Inserate auf der Site noch kostenlos. Die endgültigen Tarife werden im kommenden August bekannt gegeben. Lehrstellen sollen aber immer kostenlos bleiben. Gegenwärtig sind rund 140 Stellen online und die Sache scheint sich gut anzulassen. Am zweiten Tag bereits figurieren auf Job-Source acht Medienstellen, auf Medienjobs.ch dagegen bloss drei und auf Persönlich.com nur gerade zwei. (rw)

Weniger ist beim Radio mehr

Radiotools Media-Agenturen loben zwar Buchungstools für das Medium Radio, primär erwarten sie von der Radioszene aber eine einfache, durchlässige Branchenlösung. Eine genügt.

Radiotools Media-Agenturen loben zwar Buchungstools für das Medium Radio, primär erwarten sie von der Radioszene aber eine einfache, durchlässige Branchenlösung. Eine genügt.Am 1. Juli erfolgte der Eintritt der Publisuisse-Tochter MediaSense in den Radiomarkt. Seither bietet sie auch Vermarktern, Media-Agenturen und Radios ihr Buchungstool Publiplan als Branchenlösung an. Damit ist sie ihren Konkurrenten IP Multimedia und PubliGroupe um eine Nasenlänge voraus, denn auch diese wollen je ein Tool für die Radiobranche lancieren (siehe WW 25/07).  
Die Agenturen begrüssen diese Tool-Anstrengungen grundsätzlich. «Ein elektronisches Buchungstool fürs Radio bringt echte Vorteile. Bisher musste man bei diesem Medium ja auf fast steinzeitliche Art zuerst Offerten einholen und dann per Fax oder per Mail buchen», sagt Urs Schneider von der Agentur MediaSchneider. «Ein Buchungstool fürs Radio ist absolut positiv und durchaus zeitgemäss», findet auch Peter Hofstetter, Inhaber von Mediaxis-MPG. Doch seine Freude kennt auch Grenzen: «Drei Tools sind zu viel», hält er fest. Ähnlich sieht es Monica Jäggi, Mitinhaberin der Agentur Konnex: «Drei verschiedene Tools? Da sehe ich keinen Vorteil», sagt sie. Schneider spricht gar von einem «Dschungel verschiedener Buchungssysteme» und verweist darauf, dass es andernorts auch anders geht: So komme etwa die Reisebranche für das Buchen von Flugtickets mit nur zwei Systemen aus – weltweit!
 
Wenn es auch keiner so deutlich sagt: Die Kritik richtet sich in erster Linie gegen die wahrscheinliche Absicht der Vermarkter, mit Pools und Einzelradios Exklusivabwicklungsverträge abzuschliessen: Der Swiss Radio Pool (SRP) zum Beispiel muss zwar nicht über MediaSense, aber ab sofort über den Publiplan gebucht werden. So sieht es die Vereinbarung zwischen MediaSense und SRP vor. Konkret heisst das: Wer den SRP buchen will und den Umgang mit dem Publiplan beherrscht, kann selbstständig online buchen. Im andern Fall muss alles über MediaSense laufen – eine klassische Vollpachtsituation also. Ähnlich wird es wohl bei Radio Energy Zürich gehandhabt, nur dass man diesen Sender dann über das Tool MediaPro von IP Multimedia wird belegen müssen. Offen ist, wie sich andere Einzelradios und die wenigen kleinen Pools entscheiden werden. «Wenn wir im Laufe des Radioplanungsprozesses aber für jeden Sender einen Buchungstoolwechsel vornehmen müssen, wirds aufwändig», sagt Andy Lehmann, Geschäftsführer von Aegis Media Group Schweiz. Und Monica Jäggi ergänzt: «Warum soll ich den SRP nun über Publiplan buchen? Das erschwert mir nur die Arbeit. Da buche ich doch lieber alles zusammen weiter per Mail über einen Vermarkter oder Vermittler.»
 
Nicht dass die Agenturen den Umgang mit der Technik scheuen – im TV-Bereich nehmen sie schliesslich auch verschiedene Systeme in Kauf. Nur habe man dort viel grössere Budgets zu platzieren, weshalb sich der Schulungsaufwand und die regelmässigen Systemwechsel eher lohnen, heisst es unisono. Beim Medium Radio hingegen, das letztes Jahr mit brutto 96,5 Millionen Franken nur gerade 2,5 Prozent des gesamten Werbekuchens erwirtschaftete, seien drei Tools unverhältnismässig – auch dann, wenn sie die Vermittler den Agenturen lizenzfrei zur Verfügung stellen und ihnen obendrein eine Onlinebuchungsentschädigung bezahlen sollten.
 
Andy Lehmann führt noch einen anderen Aspekt ins Feld: «Es sieht sehr danach aus, als ob die Radiovermarkter uns Agenturen jene Arbeit zuschieben wollen, die eigentlich sie erledigen müssen», sagt er. «Das könnte dazu führen, dass die Position von Vermittlern wie IP oder Radiotele wieder gestärkt wird, weil die Agenturen den Aufwand nicht selbst betreiben wollen oder können.»
 
Peter Hofstetter empfiehlt denn auch den Radios, keine Exklusivabwicklungsverträge einzugehen, sondern sich bei allen Tools aufschalten zu lassen. Zudem fordert er Schnittstellen von einem Tool zum andern. «Nur so kommt die Branche vorwärts», meint er. «Monopole machen keinen Sinn.» Und weiter: «Wir werden sicher nicht drei Tools installieren, sondern uns für eines entscheiden.» Dieses müsse primär benutzerfreundlich sein. Urs Schneider sieht es ähnlich: Er hält bei einem Tool die Kriterien «Einfachheit, Sicherheit und Geschwindigkeit» für ausschlaggebend. Zudem erwartet auch er, «dass sich die Radiobranche endlich zusammenrauft». Ins selbe Horn stösst Monica Jäggi. Sie wünscht sich kurz und bündig, dass «alle Radios und Pools über alle Tools buchbar werden».
 
Markus Knöpfli

Ein sündhaft guter Apfel

Obst Knackig, saftig, süss und auffällig pink. So kam die Pink Lady vor gut 10 Jahren als Kreuzung aus Lady Williams und Golden Delicious auf den Markt.

Obst Knackig, saftig, süss und auffällig pink. So kam die Pink Lady vor gut 10 Jahren als Kreuzung aus Lady Williams und Golden Delicious auf den Markt. Die neue Apfelsorte war von Anfang an ein Erfolg. Eine nationale Kampagne soll deshalb die Pink Lady den Schweizern nun noch näher bringen. Unterstützt durch eine Plakatkampagne, sorgen die Werber von Unikat für eine gesunde Präsenz auf dem Markt. Ein Novum, denn bis anhin wurde noch nie eine spezifische Apfelsorte mittels klassischer Werbung beworben. Die Motive dramatisieren die Süssigkeit des rosafarbenen Apfels und vergleichen diesen mit weniger knackigen und auch weniger gesunden Leckereien. Die Kampagne kommt im Sommer und im Winter zum Einsatz.

Das bewegte Bild setzt den Trend

Medienbudget Die Schweizerinnen und Schweizer gaben letztes Jahr 3137 Franken für Medien aus – zwei Prozent mehr als 2006.

Medienbudget Die Schweizerinnen und Schweizer gaben letztes Jahr 3137 Franken für Medien aus – zwei Prozent mehr als 2006. Auch die dritte Ausgabe der Studie über die Medienbudgets der Schweizer Privathaushalte, die der Verband Schweizer Presse durchführen liess, zeigt, dass sich Herr und Frau Schweizer ihren Medienkonsum jedes Jahr etwas mehr kosten lassen. Die Ausgaben sind im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf durchschnittlich 3137 Franken pro Haushalt angestiegen. Die Sparten Kino und Fernsehen haben von dieser Aufwärtsentwicklung am meisten profitiert, wobei die Printmedien mit einem Gesamtumsatz von 1,8 Milliarden Franken stabil bleiben.  
Der gesamte Medienkonsum im Land mit einer der höchsten Mediendichten weltweit ist entsprechend gross und belief sich im letzten Jahr auf stolze 10,4 Milliarden Franken. Davon entfallen auf Inhalt 5,8 Milliarden, Geräte 3,1 Milliarden und den Zugang 1,5 Milliarden Franken. Während der Markt für Inhalte wie auch für den Zugang weiterhin wächst, war er bei der Hardware leicht rückläufig.
 
Die Presse ist mit einem Anteil von 30,6 Prozent am gesamten Content-Budget von 5,8 Milliarden Franken nach wie vor die grösste Produzentin von Inhalten und damit auch die grösste Meinungsmacherin. Die drei meistverkauften Zeitungen sind Blick, SonntagsBlick und Tages-Anzeiger. Bei der Publikums-, Finanz- und Wirtschatspresse sind es Beobachter, Schweizer Illustrierte und Das Beste/Sélection, bei der Spezialpresse K-Tipp, Saisonküche und Saldo.
 
IT und Telecom liegen mit 19,3 Prozent an zweiter Stelle noch vor dem Fernsehen mit 13,6 Prozent. Dies dokumentiert laut der Studie die gesellschaftspolitische Aufgabe der Presse, die mit News und Informationen weitgehend die öffentlich diskutierten Themen setzt. Weiter lässt sich daraus schliessen, dass trotz der vielen neuen Gratisangebote Schweizerinnen und Schweizer weiterhin bereit sind, sich attraktive Inhalte auch etwas kosten zu lassen.
 
Fernsehen legt weiter zu Radio und TV sind mit zusammen fast drei Milliarden Franken der zweitgrösste Ausgabeposten mit steigender Tendenz. Bei gleich bleibenden Empfangsgebühren für TV betrug der Umsatz mit Fernsehgeräten erstmals mehr als eine Milliarde Franken. Flachbildschirme waren wie im Vorjahr der Verkaufsrenner. Das digitale Kabelfernsehen konnte zwar um rund zwölf Prozent zulegen, was allerdings unter den Erwartungen liegt. Per Ende Jahr verzeichnete Bluewin-TV rund 20000 neue Anschlüsse. 55000 Parabolspiegel wurden 2006 verkauft, 10000 mehr als im Vorjahr. Während die Gebühreneinnahmen für des Medium Radio praktisch stabil bleiben, sank der Absatz von Radioempfängern dagegen um ein Drittel.
 
Der Umsatz für Internet-Downloads wuchs um 24 Prozent, derjenige für mobilen Download 2006 um 38 Prozent. Insgesamt wurde im letzten Jahr über eine Milliarde Franken für bezahlte Inhalte über das Internet, das Mobil- oder das Festnetztelefon ausgegeben. Um rund 16 Prozent sind die Ausgaben der Privathaushalte für Breitbandverbindungen gestiegen. Rückläufig sind hingegen die Ausgaben für Computer. Bei Desktop-Geräten ist sogar ein Einbruch von fast 30 Prozent zu verzeichnen.
 
Die Schweizerinnen und Schweizer gingen 2006 wieder öfter ins Kino. Die Einnahmen stiegen auf 245 Millionen Franken an. Weiter sind DVDs immer beliebter. Rund 360 Millionen Franken gaben die Schweizerinnen und Schweizer 2006 für Filme auf den glitzernden Scheiben aus. Um 14,4 Prozent gewachsen ist auch der Markt der Computer- und Videospiele. Mit rund 689 Millionen machen die Bücher immer noch einen wichtigen Budgetposten aus, auch wenn ihr Absatz tendenziell leicht rückläufig ist.
 
Unter www.medienbudget.ch lässt sich das detaillierte Medienbudget downloaden.
 
Verband Schweizer Presse/(rw)

«Wir bezweifeln das Defizit der Post»

Distribution Mit der neuen Presseförderung ist niemand ganz glücklich – weder die Post noch die Verlage. Das neue Modell schafft offene Fragen. Diese erläutert Hanspeter Kellermüller, Geschäftsführer beim Verband Schweizer Presse.

Distribution Mit der neuen Presseförderung ist niemand ganz glücklich – weder die Post noch die Verlage. Das neue Modell schafft offene Fragen. Diese erläutert Hanspeter Kellermüller, Geschäftsführer beim Verband Schweizer Presse. WW: Bei der Presseförderung kam das Ständeratsmodell durch – aus Sicht des Verlegerverbandes die zweitbeste Lösung. Welches sind die Folgen?  
Hanspeter Kellermüller: Gute Frage. Das Modell bringt uns und die Post in eine Situation, in der wir noch nicht alles abschätzen können. So ist etwa unklar, wie die Profit- von der Nonprofit-Mitgliedschaftspresse abgegrenzt werden soll. Auch die Ausgestaltung des Gesamttarifs ist offen. Das Hauptproblem aber sind die Titel, die nicht unter die Sonderförderung fallen, bei der Post aber zu wenig Volumen erreichen, um mit ihr Grosskundenrabatte aushandeln zu können. Wir befürchten, dass dieses Mittelfeld am Ende die Zeche bezahlt und dass es an den Grenzen zu Marktverzerrungen kommt. Letzteres passiert zwar bei jedem Förderungsmodell, aber unseres Erachtens wäre das nationalrätliche Modell ausgewogener gewesen. Schliesslich stehen auch 50 Millionen Franken weniger zur Verfügung, so dass wir Tariferhöhungen befürchten.  
WW: Das hat die Post auch mehrfach angedroht. Welchen Spielraum hat sie tatsächlich?  
HK: Auf Grund des neuen Entscheids besteht diese Möglichkeit. Dies wäre angesichts der bisherigen Preisentwicklung für die Branche untragbar und wir erwarten deshalb von der Post keine volle Überwälzung. Im Tarifbereich, den die Post nicht mehr vom UVEK genehmigen lassen muss, wird für uns aber rein rechtlich die Handhabe kleiner. Immerhin gibt es noch den Preisüberwacher, der bei marktmächtigen Unternehmen mitredet.  
WW: Was wissen Sie schon über die Zeitungstransporttarife ab 2008? 
HK: Nichts Konkretes. Die Post muss erst alles durchrechnen und entscheiden, wie viel von den fehlenden 50 Millionen Franken sie auf die Verlage abwälzen will. Konkrete Zahlen sollen in der zweiten Hälfte August vorliegen. Das ist knapp, denn das fällt genau in die Budgetphase der Verlage. Kommt dazu, dass auch das UVEK und der Preisüberwacher noch Zeit benötigen.  
WW: Ihr Verband und die Post haben das Pressetarifsystem überarbeitet. Ist das nun Makulatur?  
HK: Hoffentlich nicht. Wir erwarten, dass die Post das vorgeschlagene Tarifsystem nun in dem Bereich anwendet, der nicht mehr vom UVEK genehmigt werden muss. 
WW: Worin unterscheidet es sich denn vom geltenden Tarifsystem?  
HK: Das bisherige System enthielt Aspekte, die nicht betriebswirtschaftlich, sondern pressepolitisch motiviert waren: Grob gesagt kamen die leichten Titel relativ gut davon, die schweren Zeitungen bezahlten eine Art Solidaritätsbeitrag. Wir einigten uns dann mit der Post auf ein transparenteres, kostenbasiertes Tarifsystem, bei dem die pressepolitischen Aspekte in Form von Förderungsrabatten abgezogen werden. Das war übrigens auch die Basis für das nationalrätliche Presseförderungsmodell.  
WW: Die Verlage scheinen sich damit abzufinden, dass ihnen ein Teil der wegfallenden Millionen überwälzt wird. Das Verbandscommuniqué vor 14 Tagen klang da noch kämpferischer: Sie forderten von der Post Kostensenkungsmassnahmen, die die Kürzungen auffangen.  
HK: Diese Forderung ist in einem speziellen Kontext zu sehen: In den letzten zehn Jahren überwälzte die Post den Verlagen insgesamt 120 Millionen Franken an Mehrkosten. Diese ständigen Preisanstiege wollten wir als wichtige Kundengruppe nicht mehr akzeptieren und verlangten von der Post Einsparungen. Diesbezüglich haben wir gemeinsam mit der Post auch einiges erreicht, etwa bei der Zeitungslogistik. Aber wir sehen weiteres Potenzial. Der nun wegfallende Betrag verändert zwar die Ausgangslage. Aber unsere Grundforderung nach Kosten- und Tarifsenkungen bleibt aktuell.  
WW: Dies, obwohl die Post derzeit bei der Zeitungsdistribution ein Millionendefizit geltend macht?  
HK: Das Defizit der Post bezweifeln wir zwar in dieser Form. Allerdings ist es sehr schwierig, von aussen ein klares Bild über ihr Kostensystem zu erhalten.  
WW: Im Communiqué gingen Sie noch weiter und verlangten von der Post gar Tarifsenkungen. Ist das realistisch?  
HK: Wir sind nicht so naiv, nun eine globale Tarifsenkung zu erwarten. Aber wir verlangen Reduktionen vor allem für die mittelgrossen und schweren Zeitungen, weil sie vom geltenden Tarifsystem überdurchschnittlich zur Kasse gebeten werden. Es darf nun nicht sein, dass die Post den Solidaritätsbeitrag einfach beibehält und noch x Millionen an Kosten obendrauf setzt.  WW: Die Post-Tochter Direct Mail Company (DMC) bietet der neuen Gratiszeitung .ch die Distribution wesentlich günstiger an, als es die Post je tat. Verlangen Sie die Tarifsenkungen auch deshalb?  
HK: Das hängt für viele Verleger sicher eng damit zusammen. Die rund 30 Rappen pro Exemplar, die sie heute der Post bezahlen, sind ja bereits ein staatlich geförderter Vorzugspreis – und nun soll dies plötzlich ohne Presseförderung für gut 7 Rappen möglich sein? Zwar bietet DMC keine adressierte Zustellung, sie geht aber in die Häuser, und das erst noch frühmorgens. Logisch, dass nun mancher Verleger auch von der Post einen deutlich besseren Tarif will.  
WW: Wegen des DMC-Angebots warf Ihr Verband der Post vor, es mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen. Im Juni fand dann eine Aussprache mit Post-Chef Ulrich Gygi statt. Hat er den DMC-Preis von 7,2 Rappen bestätigt? Und vertrauen Sie ihm nun wieder?  
HK: Ein solches Gespräch fand statt. Zum Inhalt kann ich sagen, dass wir verschiedene Aspekte des Projektes .ch diskutierten und auch Bezüge zur laufenden Tarifdebatte und zur Presseförderung herstellten. Wir haben seitens des Verlegerverbands signalisiert, dass wir unsere Partnerschaft nicht als beendet ansehen, dass sie aber wesentlich vom Tarifangebot der Post abhänge. Wir sagten auch, dass die Verleger Hand bieten für weitere logistische Verbesserungen.  
WW: Die Verleger haben ja über ein offizielles Post-Papier von den 7,2 Rappen erfahren. Hat sich Postchef Gygi davon distanziert?  
HK: Ich persönlich weiss nicht, woher dieser Preis kommt. Meines Wissens wurde dieses Preisniveau aber auch nie dementiert. Offenbar liegt dem Preis jedoch ein anderes Berechnungsmodell zugrunde als bei der Post. Seitens der Post wurde uns aber versichert, dass DMC von der Post nicht quersubventioniert werde.  WW: Zurück zu den Folgen der neuen Presseförderung: Treibt die Politik mit ihrem Entscheid die Mittelfeldzeitungen den Grossverlagen in die Hände?  HK: Im volumenmässigen Mittelfeld finden sich auch grosse Titel, die ihre Auflage grösstenteils über private Frühzustellfirmen und nur zu einem kleinen Teil über die Post vertreiben lassen. Sie werden nun vermutlich nach Post-Alternativen Ausschau halten und vielleicht auch eigene aufbauen. Ihr Problem dabei: Der Postmarkt ist noch nicht voll liberalisiert. Wäre dies der Fall, hätte dies einen disziplinierenden Einfluss auf die Post. So aber hat sie bei der Briefpost weiterhin ein relativ hohes Monopol, was Konkurrenten davon abhalten kann, in die Distribution einzusteigen.  
WW: Dennoch entwickelten einige Verlage bereits ein Modell für eine alternative Tageszustellorganisation (AZO), die vom Verband auch begleitet wird. Nehmen Sie diese AZO nun wieder aus der Schublade?  HK: AZO ist nicht in der Verbandsschublade, sondern bei den Verlagen, die das Modell ausgearbeitet haben. Was diese nun konkret vorhaben, weiss ich nicht. Aber sobald man mehr über die Preisentwicklung bei der Post weiss, wird sich die Suche nach Zustellalternativen sicherlich intensivieren. 
Interview: Markus Knöpfli
 
 
 
Eine Idee – zwei Modelle Bei der indirekten Presseförderung
kamen bisher Bund, Post und Verleger gemeinsam für die Verbilligung der Transporttarife für abonnierte Zeitungen und Zeitschriften auf. 2003 wurde der Bundesbeitrag von 100 auf 80 Millionen Franken gesenkt und auf Ende 2007 befristet. Der Nationalrat verlangte aber eine Fortführung, wobei er vom Bund neu 60 Millionen Franken pro Jahr für die allgemeine Verbilligung der Pressetarife verlangte, dazu weitere 20 Millionen, um die Beförderung kleinauflagiger Titel zusätzlich zu vergünstigen.  
Der Ständerat sprach dagegen
nur 30 Millionen Franken – 20 Millionen für die Regional- und Lokalzeitungen (Auflage bis 40000 Exemplare) sowie 10 Millionen für Mitgliederzeitungen nicht gewinnorientierter Organisationen (Auflage bis 300000). Die Organe von Coop, Migros und TCS fallen damit raus. In der Differenzbereinigung kam schliesslich das Ständeratsmodell durch. (mk)  
 
 
Die Post schweigt Ob Gratiszeitung .ch oder Presseförderung
– die Post schweigt seit Wochen. Ulrich Hurni, neuer VR-Präsident von Direkct Mail Company (DMC) und auch Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Post International, wäre zwar für ein Interview bereit, er wurde aber von Post-Sprecher Richard Pfister zurückgepfiffen. «Es ist aus unserer Sicht der falsche Zeitpunkt», sagt Pfister, Auskünfte zu den erwähnten Themen gebe es im September. Zudem sei der Presseförderungsentscheid ja erst gefallen. «Da macht es keinen Sinn mehr, über die Vergangenheit zu reden. Wir müssen jetzt den Entscheid umsetzen und mit den Verlegern reden. Das braucht Zeit», sagt er. (mk)

Scaglione startet TV-Sender

Giuseppe Scaglione, der Gründer von Radio 105, betätigt sich nun auch im Fernsehgeschäft und lanciert im Herbst den Sender 105TV. Das Programm wird ausschliesslich über Internet verbreitet. Es soll das erste komplett interaktive Fernsehprogramm der Schweiz werden.

 Giuseppe Scaglione, der Gründer von Radio 105, betätigt sich nun auch im Fernsehgeschäft und lanciert im Herbst den Sender 105TV. Das Programm wird ausschliesslich über Internet verbreitet. Es handle sich dabei um das erste komplett interaktive Fernsehprogramm der Schweiz, heisst es in der Medienmitteilung. 105TV wolle die Inhalte herkömmlicher Fernsehsender mit User-generated-Content à la Youtube oder My Space verbinden. Angesprochen wird ein junges, urbanes Publikum. Musikliebhaber, Clubs, Veranstalter, Labels und Bands werden laut Mitteilung den Inhalt des Senders bestimmen. Der Fokus liegt auf der Musik, zum Thema werden aber auch Filme, Lifestyle und Nachtleben.
Hauptsponsor des Programms ist die Automarke Seat. 105TV wird im September, begleitet von einer grossen Lancierungsparty, aufgeschaltet. Interessierte User können sich bereits unter www.105tv.ch registrieren.

Dreister Griff nach der Deutungsmacht

Kolumne Müssen wir uns langsam von der Vorstellung verabschieden, die Medien würden ihre Inhalte selbst bestimmen?

Kolumne Müssen wir uns langsam von der Vorstellung verabschieden, die Medien würden ihre Inhalte selbst bestimmen?Das unwürdige Theater, das ausgerechnet die angeblich liberale Freisinnige Partei um die Fernsehsendung «Classe Politique» aufgeführt hat, deutet darauf hin. Parteipräsident Fulvio Pelli fand, die Erörterung der Wiederwahlchancen von Christoph Blocher sei derzeit unwichtig – und verweigerte die Teilnahme an der Sendung. Und die SVP soll unmittelbar vor der Übertragung versucht haben, die Inhalte zu diktieren, zu denen sie Stellung zu nehmen geruhen würde.  
Chefredaktor Ueli Haldimann bestreitet auf Anfrage in wesentlichen Punkten die Darstellung in der SonntagsZeitung. Er hat sich längst auf einen heissen Herbst eingerichtet. Tatsache ist, dass die Parteien – genau wie manche Konzerne, Verbände und Institutionen – die mediale Vermittlung ihrer Tätigkeit zunehmend zu kontrollieren versuchen. Gefordert ist die Courage, den Kulissenschiebern von den Parteien (oder auch einem Bundesrat auf dem Schminkstuhl) glasklar zu erklären: entweder nach unseren Regeln oder gar nicht. Und wenn der Bundesrat aus dem Studio davonliefe – so what!
 
Wo, bitte, leben wir eigentlich? Nach eigenen Angaben liberale Spitzenpolitiker wollen einem Leitmedium wie dem Fernsehen vorschreiben, was es als aktuelles Thema zu behandeln habe und was nicht. Dahinter verbirgt sich der ziemlich unverschämte Anspruch, die Themen dann zu setzen, wenn sie einem in den Kram passen und den «richtigen», das heisst den politisch nützlichen Zeitpunkt selbst zu bestimmen. Hier erkennen wir die ständig wachsende Arroganz der Deutungsindustrie. Während die Redaktionen der gedruckten Medien ihre Budgets und damit ihre inhaltliche Kompetenz abbauen bis zu dem Punkt, da sie nur noch knapp das Tagesgeschäft bewältigen können, rüsten die Manipulationsapparate der Firmen, Parteien, Institutionen und Behörden auf. Das ist die zweite wirklich betrübliche Nachricht aus dem Medientheater in der Woche, die den Abschied von Facts gebracht hat.
 
So einsehbar die Gründe für die Einstellung des Nachrichtenmagazins sind: Es verstummt wieder eine Stimme der unabhängigen Publizistik, dieweil sich das von Interessengruppen inszenierte und kontrollierte Medientheater aufplustert. Längst sind es nicht mehr die unabhängigen Journalisten, die Regie führen. Die Beschriebenen wollen die Regeln der Beschreibung selbst festlegen. Sie bestehen darauf, gleich auch noch die Hauptrolle zu spielen, und den passenden Text soufflieren wollen sie auch noch. Damit die bedrängte Presse möglichst handzahm wird, entzieht man ihr gleichzeitig die Postförderung. Damit schwächt man nicht die Grossverlage, die man treffen wollte, sondern die kleinen.
 
Wie erwartet hat das Bundesamt für Kommunikation, kaum ist das Gebührensplitting beschlossen, dubiose «Leistungsaufträge» und «Qualitätsansprüche» in die Welt gesetzt. Mit welchen Rechtsgrundlagen eigentlich? Niemand fragt, niemand spricht davon. Es war ausgerechnet das todgeweihte Facts», das diesen veritabeln Skandal enthüllt hat. Im Klartext ist es doch so: Über den langen Arm des Bakom macht sich der leicht zu beleidigende Bundesrat Leuenberger anheischig, zu bestimmen, wie Fernsehnachrichten dargeboten werden und welche Inhalte in Zukunft verboten bzw. verpönt sein sollen. Von einer «Musterkonzession» ist die Rede, in der Ungeheuerlichkeiten stehen wie diese: «Das Departement kann in der Konzession die Ausstrahlung bestimmter Sendungen untersagen, welche der Erfüllung des Leistungsauftrages zuwiderlaufen.» Gemeint seien damit Warnungen vor Radarfallen oder gewisse Gewinnspiele, wiegelt die Bakom-Sprecherin ab. Dass dies aber nur der Anfang ist, bestätigt sie ein paar Zeilen weiter. Originalton Facts: «Die Musterkonzession fordert von den privaten Radio- und TV-Stationen zudem Mindestlöhne sowie Aus- und Weiterbildungskurse für Mitarbeiter. Ihren Betrieb sollen sie jährlich von einer externen Organisation (von welcher wohl?) evaluieren lassen.» Natürlich ist Weiterbildung sinnvoll; bei Mindestlöhnen bin ich schon nicht mehr so sicher. Tatsache ist doch, dass die Politik den Medienunternehmern bisher erfolglose gewerkschaftliche Forderungen via Gebührensplitting aufs Auge drückt. Das haben die politischen Amöben in den Medienhäusern jetzt davon: Bereitwillig die Hand nach Konzessionsgeld ausstrecken und die Augen davor verschliessen, dass der Staat, der Geld gibt oder umverteilt, immer auch Ansprüche stellt. Die Leuenbergers und Dumermuths mögen es «Leistungsauftrag» nennen oder «Evaluation». Ich nenne es einen dreisten Versuch zur inhaltlichen Kontrolle und zur unternehmerischen Gängelung. Dass die Grosszahl der gedruckten Medien nicht einmal mehr merkt, was da gespielt wird, macht die Sache nur tragischer. Es wird noch so weit kommen, dass die letzten Hoffnungen auf eine reflektierte und journalistisch integre Hintergrundberichterstattung auf den staatlich gehätschelten SRG-Medien ruhen!
 
Karl Lüönd ist freier Publizist und Buchautor.

Ruf ASW erhält Verstärkung durch Daniel Vollenweider

Daniel Vollenweider ist Leiter Beratung und Mitglied der Geschäftsleitung zum Team der Full-Service-Agentur Ruf ASW in Bülach gestossen.

 Daniel Vollenweider ist zum Team der Full-Service-Agentur Ruf ASW in Bülach gestossen. Vollenweider war davor unter anderem 9 Jahre bei Advico Young & Rubicam, 7 Jahre bei McCann-Erickson und 5 Jahren bei Blue Spirit als Berater, Beratungsgruppen- und Unitleiter. Der eidgenössisch diplomierte Werbeleiter verstärkt Ruf ASW ab sofort als Leiter Beratung und Mitglied der Geschäftsleitung.
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