Neues RTVG bringt Inspill zum Versiegen

Aufgrund des neuen RTVGs werden im TV anstelle der bisherigen Scharnierinseln fast nur noch Unterbrecherinseln direkt im Programm angeboten. Während der Schweizer Werbefenster werden alle deutschen oder französischen Werbeinseln eins zu eins mit einer Schweizer Insel überblendet.

 Das neue RTVG hat, gerade was die Zulassung von Unterbrecherwerbung betrifft, für den Schweizer TV-Markt entscheidende Änderungen gebracht. Anstelle der bisherigen Scharnierinseln werden jetzt fast nur noch Unterbrecherinseln direkt im Programm angeboten, heisst es in einer Quartalspublikation von Goldbach Media. Für die Werbekunden stünden deutlich mehr Werbeinseln zur Auswahl, die direkt in den Sendungen ausgestrahlt werden. Seit dem Inkrafttreten des revidierten Gesetzes werden während der Schweizer Werbefenster alle deutschen oder französischen Werbeinseln eins zu eins mit einer Schweizer Insel überblendet. Der so genannte Inspill, der Werbedruck aus dem Ausland, entfällt. Das Fernsehen habe deshalb mit dem neuen Werbegesetz deutlich an Wirkungskraft gewonnen, heisst es weiter.
Die neuen Unterbrecherinseln verfügen laut Goldbach Media über eine homogenere Zuschauerstruktur und bieten eine stärkere Bindung vom Programm zur Werbung. Sie stärken den «Audience Flow», werden mit höherer Aufmerksamkeit verfolgt und bilden somit eine bessere Basis für alle Werbewirkungsparameter wie Awareness, Recall und Impact.

Zu guter Letzt: Fussballkampf abseits des Rasens

Der deutsche Bezahlfernsehsender Premiere will, dass die «Sportschau» der ARD auf den späteren Abend verschoben wird. Zwar ist jedem das televisionäre Kicken im Free-TV zu gönnen – in einem weiteren Zusammenhang sollten aber die befreienden Konsequenzen für Paare nicht vergessen werden.

 In Deutschland geht das Gerangel um die Bundesligarechte wieder los. Wie bereits in der letzten Rechte-Runde steht auch dieses Mal von Seiten des Bezahlfernsehsenders Premiere die Forderung im Raum, dass die «Sportschau» auf ARD erst am späteren Abend gesendet werde. Damit will Premiere-Vorstandsvorsitzender Georg Kofler die Bundesliga-Spiele auf seinem Sender exklusiver machen. Die ARD hingegen will darum kämpfen, dass die «Sportschau», welche eine Zusammenfassung der Bundesliga-Spiele bietet, auch weiterhin samstags um 18.30 Uhr über den Bildschirm flimmert. «Sportschau»-Chef Steffen Simon sagte gegenüber der Zeitung Westfälische Rundschau, dass das Format möglicherweise gekippt würde, müsste man den Termin verschieben: «Wenn der frei empfangbare Fussball erst um 22 Uhr gesendet wird, wird er irgendwo stattfinden, aber nicht in der ARD».
Natürlich ist jedem das televisionäre Kicken im Free-TV zu gönnen. Für eine ganze Reihe von krisengebeutelten Paaren würde aber immerhin ein möglicher Konfliktherd wegfallen, gäbe es die Sendung nicht mehr. Schliesslich müsste sich dann niemand mehr aufregen über den sattsam bekannten Satz: «Jetzt nicht, Schatz; ich kuck gerade ‚Sportschau’».

Saatchi & Saatchi Simko rückt Orange-Kunden ins Zentrum

Saatchi & Saatchi Simko hat für Orange die Testimonial-Kampagne neu erfunden. Im Zentrum der Kampagne stehen die Geschäftskunden des Telekommunikationskonzerns.

Saatchi & Saatchi Simko hat für Orange die Testimonial-Kampagne neu erfunden. Im Zentrum der Kampagne stehen die Geschäftskunden des Telekommunikationskonzerns. Denn Orange sehe die Kunden zwar in erster Linie als Partner, aber auch als dynamische Unternehmen, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Jedes Sujet widerspiegle die Beziehung zwischen Orange und jedem einzelnen seiner Partner. Während das Visual jeweils ein Schlüsselprodukt des Kunden zeigt, eröffnet die Headline den Blickwinkel für die Eigenarten des jeweiligen Geschäftsfeldes. Dass dabei die Marke des Partners im Vordergrund stehe und das eigene Logo nur mehr als Absender diene, charakterisiere die partnerschaftliche Haltung von Orange, heisst es weiter. Das Telekommunikationsunternehmen will damit beweisen, dass Erfolgsfaktoren wie «shared entrepreneurship» oder «business creativity» weder in seinen Geschäftsbeziehungen noch in der Werbung leere Worte seien.

Adlink Schweiz erweitert Namen und frischt CD auf

Die Online-Vermarkterin Adlink Schweiz verpasst sich einen neuen Namen und einen neuen Look: Das Unternehmen heisst nun Adlink Media Schweiz. Das neue Corporate Design lehnt sich an das Design der europaweiten Adlink-Gruppe an.

 Die Online-Vermarkterin Adlink Schweiz verpasst sich einen neuen Namen und einen neuen Look: Das in der Schweiz zu 100 Prozent der Goldbach Media Gruppe gehörende Unternehmen fasst die bestehenden Bereiche Display-, Search- und Permission-Marketing unter dem Brand Adlink Internet Media zusammen. Das neue Corporate Design lehnt sich an das Design der Adlink Media und Adlink Group an. Zu der Gruppe gehören Adlink Media, Affilinet, Net:Dialogs, Composite und Sedo. Für die europaweite CD-Umsetzung zeichnet die Hamburger Kreativagentur Smz verantwortlich. Nebst neuem Unternehmens-Logo wurde vor allem die Swiss Media Tool, eine von Adlink angebotene Datenbank der Online-Werbeträger, visuell aufgefrischt. Wie es in einer Mitteilung heisst, möchte sich Adlink Media mit dem neuen Auftritt noch deutlicher als Vermarkter von Online-Medien und Online-Kampagnen positionieren.
Das neue Logo:
 
 

Publisuisse vermarktet Screen-Werbung in UBS Arena

Die Vermarkterin Publisuisse und das Bieler Event-Unternehmen Perron8 haben eine Zusammenarbeit für die Vermarktung der Screen-Werbung der UBS Arena während der Fussball-Europameisterschaft 2008 beschlossen.

 Die Vermarkterin Publisuisse und das Bieler Event-Unternehmen Perron8 haben eine Zusammenarbeit für die Vermarktung der Screen-Werbung der UBS Arena während der Fussball-Europameisterschaft 2008 beschlossen. In 17 Schweizer Städten werden anlässlich der EURO 08 kleine Stadien aufgebaut und damit den Fussballfans die Möglichkeit geboten, die Spiele auf Grossleinwänden zu verfolgen. Daneben sind Hintergrundberichte, Zusammenfassungen, Analysen und Interviews zu sehen. Die Publisuisse wird die Screen-Werbung vermarkten. Buchungen sind auf nationaler, sprachregionaler oder lokaler Ebene möglich, wie einem Communiqué zu entnehmen ist. Detaillierte Angebote und Tarife sollen Ende August auf den Markt gelangen.

Zwei Werber holen Drehbuchförderpreis in Locarno

Die beiden Werbeschaffenden Ivan Madeo und Urs Frey haben in Locarno ein mit 25'000 Franken dotiertes Stipendium für die Entwicklung von Drehbüchern von der Schweizerischen Autorengesellschaft (SSA) erhalten. Das Geld wird jedes Jahr an die drei erfolgversprechendsten Spielfilmprojekte vergeben.

 Das von den beiden Werbeschaffenden Ivan Madeo und Urs Frey initiierte Spielfilmprojekt «Der Kreis» ist am Dienstag im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Locarno ausgezeichnet worden: Die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der gleichnamigen, international tätigen Zürcher Schwulenorganisation in den 60er-Jahren wurde von der Schweizerischen Autorengesellschaft (SSA) als eines der Erfolg versprechendsten Spielfilmprojekte gewertet und im Rahmen einer Drehbuchförderung mit 25’000 Franken ausgezeichnet.
Ivan Madeo ist Texter und Konzepter bei den Young&Rubicam-Agenturen Wunderman und Futurecom und hat zusammen mit Urs Frey, Inhaber der Bieler Werbefilmproduktion Twin Productions, vor zwei Jahren die in Zürich und Bern domizilierte Contrast Film gegründet, welche Spielfilmprojekte entwickelt und produziert. Der Kulturfonds der Schweizerischen Autorengesellschaft (SSA) zeichnet jedes Jahr drei besonders erfolgversprechende Spielfilmprojekte mit einem Beitrag von je 25’000 Franken aus.

Breitband-Internet ist in der Schweiz schneller und günstiger geworden

Laut einer Bakom-Studie ist das Breitband-Internet in den letzten fünf Jahren im Schnitt rund 40 Prozent billiger und sechsmal schneller geworden. Im Grossen und Ganzen lösten Kabelnetzbetreiberinnen den Trend aus, insbesondere die Cablecom.

 Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) ist in den letzten fünf Jahren der Preis für Breitband-Internetverbindungen in der Schweiz um 39 Prozent zurückgegangen, während sich die Übertragungsraten versechsfacht haben. Dies geht aus der Studie «Kosten der Fernmeldedienste (Festnetz und Mobilfunk): Vergleich und Entwicklung» hervor, welche verschiedene Anbieter zwischen 2001 und 2006 verglichen hat. Das Bakom erwartet künftig weitere Bewegungen im Breitbandmarkt, insbesondere durch die Liberalisierung der letzten Meile.Während der Wettbewerb in den Jahren 2001 und 2002 vor allem auf die Preise drückte, wirkte er sich in den folgenden zwei Jahren sowohl auf die Preise als auch auf die Übertragungsraten aus. Seit 2005 konkurrenzieren sich die Anbieterinnen hauptsächlich über die Übertragungsraten. Grundsätzlich  lösten fast immer die Kabelnetzbetreiberinnen, vor allem die Cablecom, den Preisrückgang und die Geschwindigkeitssteigerung aus. Den Grund dafür sieht die Studie darin, dass Kabelnetzbetreiberinnen theoretisch über eine grössere Bandbreite verfügen und dadurch die Geschwindigkeit leichter erhöhen können.
In der Studie wurden für den Zeitraum 2001 bis 2005 die Dienstleistungen von Swisscom und Cablecom verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass die Preise der beiden Konkurrentinnen nicht stark voneinander abweichen: Die Produkte der Cablecom sind höchstens um 8 Prozent günstiger als diejenigen der Swisscom. Für den Zeitraum 2006 wurde der Vergleich auf vier weitere Anbieterinnen ausgedehnt: Sunrise, Tele2, Improware und Quickline. Das günstigste Angebot von Tele2 ist dabei um 20 Prozent billiger als das teuerste von Improware, wobei letzteres eine dreimal höhere Übertragungsgeschwindigkeit aufweist.

CR Kommunikation und CR Basel gewinnen BBT

CR Kommunikation, Agentur für Kommunikationsberatung und Marketing, und CR Basel, eine Rundum-Werbeagentur, haben zusammen den Zuschlag für eine mehrjährige Kampagne des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) erhalten. Die Kampagne soll das Schweizerische Berufsbildungssystem stärker positionieren.

 Die beiden Werbe- und Beratungsagenturen CR Kommunikation und CR Basel haben zusammen den Zuschlag für die Kampagne des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) zur Förderung der Berufsbildung in der Schweiz erhalten. Sie konnten sich in einem Pitch gegen namhafte Agenturen durchsetzen, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit dem BBT werde zudem ein bedeutender neuer Kunde im Bereich der  öffentlichen Dienstleistungen gewonnen.Das BBT beauftragt die Agenturen nun mit einer mehrjährigen nationalen Kampagne zum Thema «Berufsbildung in der Schweiz». Von 2007 bis 2009 soll die Kampagne auf verschiedenen Ebenen zur Förderung der Schweizer Berufsbildung beitragen. Dabei werde der Schwerpunkt jedes Jahr auf einem bestimmten Bereich der Berufsbildung liegen, im Jahr 2007 auf der beruflichen Grundausbildung, so die Mitteilung weiter. Die Kampagne ist als Nachfolgerin von «Chance06» konzipiert, die eine einjährige Laufzeit hatte.
Von der mehrjährigen Kampagne wird eine verstärkte Positionierung und Profilierung des Schweizerischen Berufsbildungssystems angestrebt; das im internationalen Vergleich einmalige System der Verschränkung von Schule und Praxis ist insbesondere durch die Bologna-Reform in den letzten Jahren unter Druck geraten.

Werbeausgaben stiegen im ersten Halbjahr

Die Ausgaben für Werbung stiegen in der Schweiz im ersten Halbjahr 2007 um 147,9 Millionen Franken gegenüber der Vorjahresperiode. Stärkstes Medium innerhalb der elektronischen Medien ist das Fernsehen, klare Verliererin die Kinowerbung.

 Der Schweizer Werbemarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2007 positiv: Die Ausgaben für Werbung stiegen um 147,9 Millionen Franken gegenüber der Vorjahresperiode, was einer Steigerung um 8,2 Prozent entspricht. Stärkstes Medium innerhalb der elektronischen Medien ist das Fernsehen, das auf sechs durchwegs positive Monate zurückblicken kann, wie es in einer Quartalsinformation von Goldbach Media heisst. Insgesamt steigerte TV den Werbedruck im Semester laut Media Focus um 67,4 Millionen Franken oder 16,3 Prozent. Die beiden Vermarkter IP Multimedia (+33 Prozent) wie auch die Cinecom (+44,7 Prozent) konnten vom Wachstum profitieren. Die SRG-Sender legten mit 5,7 Prozent weniger stark zu. Der Grund dafür liegt laut Goldbach Media an der Entwicklung der zweiten Programmketten in der jeweiligen Sprachregion: In der deutschen Schweiz verliert SF2 13,3 Prozent, TSI2 in der italienischen Schweiz 28,4 Prozent und TSR2 in der Romandie sogar 32,9 Prozent.
Klare Verliererin im ersten Semester ist hingegen die Kinowerbung: Ihr Werbedruck sank um 15,3 Prozent bzw. 3,5 Millionen Franken. Leicht hinter dem Vorjahresvolumen liegt auch die Onlinewerbung, der knapp 0,5 Prozent auf den Wert im Juni 2006 fehlen, wie es in dem Quartalsbericht weiter heisst. Der Werbedruck in der Teletextwerbung nimmt gemäss Media Focus gegenüber 2006 weiter massiv ab und erreicht in der Periode Januar bis Juni ein Volumen von 5,5 Millionen Franken. Dies bedeutet eine Abnahme von 6,0 Prozent bzw. 0,4 Millionen Franken. Das Radio hingegen verzeichnete eine deutliche Steigerung um 7,3 Prozent oder 4,6 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr.

Sulzer, Sutter bringt Parisienne aufs Rütli

Die Zürcher Werbeagentur Sulzer, Sutter hat für die Zigarettenmarke Parisienne ein einzig Volk von Rauchern ausgerufen. Sie bewirbt damit ein limitiertes Sonderpäckli mit Preisnachlass.

Die Zürcher Werbeagentur Sulzer, Sutter hat für die Zigarettenmarke Parisienne ein einzig Volk von Rauchern ausgerufen. Zum Schweizer Nationalfeiertag am 1. August vergünstigte Parisienne die Sorte «Jaune Soft» um einen Franken und verkauft sie, solange der Vorrat reicht, für 5 Franken in einem eigens produzierten Limited-Edition-Päckli. Sulzer, Sutter bewirbt den Preisnachlass in Inseraten und am Kiosk. Die aus der aktuellen Parisienne-Kampagne bekannten Jasskarten-Figuren heben ganz eidgenössisch ihre Hand zum Schwur – allerdings nicht auf die drei Stände, sondern auf die günstigen Zigaretten.

Das Emmental erhält eine neue Gratis-Wochenzeitung

Ab dem 21. August erscheint im Emmental eine neue Gratis-Wochenzeitung namens D'Region. Das Blatt geht jeweils am Dienstag per Post an alle Haushalte im Gebiet zwischen Lützelflüh, Burgdorf und Fraubrunnen. Hinter dem Projekt steht die Haller und Jenzer Holding.

 Ab dem 21. August erscheint im Emmental eine neue Gratis-Wochenzeitung namens D’Region. Das Blatt geht jeweils am Dienstag per Post an alle Haushalte im Gebiet zwischen Lützelflüh, Burgdorf und Fraubrunnen. Die Wochenzeitung will über das sportliche, kulturelle, politische, kirchliche und wirtschaftliche Leben in der Region berichten. Gleichzeitig mit der gedruckten Zeitung wird jeweils auch die Online-Ausgabe aufgeschaltet. Redaktionsleiter ist Martin Rüfenacht. Hinter dem Projekt steht gemäss SDA die Haller und Jenzer Holding. Sie hat für die neue Wochenzeitung eine eigene Firma namens Medienzentrum gegründet, die rechtlich und personell von der Haller und Jenzer Holding unabhängig ist. Letztere übernimmt aber den Vorstufen- und Druckauftrag.
Die Haller und Jenzer Holding hatte jahrelang das Burgdorfer Tagblatt produziert, zuletzt in einer gemeinsamen Betriebsgemeinschaft mit der damaligen Berner Tagblatt Medien, der heutigen Espace Media Groupe. Ende 2004 wurde die Betriebsgesellschaft aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst.

CEO Kaspar Loeb verlässt Publicis

Der CEO von Publicis, Kaspar Loeb, verlässt auf Mitte September 2007 nach knapp vier Jahren Tätigkeit das Unternehmen. Der Abgang erfolgt wegen inhaltlicher Differenzen über die künftige strategische Ausrichtung der Agentur, wie VR-Präsident Fredy Collioud sagte. Collioud wird nun längerfristig die Verantwortung als CEO und Delegierter des Verwaltungsrates übernehmen.

 Der CEO von Publicis, Kaspar Loeb, verlässt auf Mitte September 2007 nach knapp vier Jahren Tätigkeit das Unternehmen. Der Abgang erfolge wegen unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Agentur, heisst es in einem Communiqué. Die Verantwortung als CEO und Delegierter des Verwaltungsrates übernimmt ab sofort erneut VR-Präsident Fredy Collioud, der von der Position des CEO Ende 2003 zurückgetreten war. Er wird bis auf weiteres die Gesamtverantwortung in der Kundenberatung tragen. «Wir suchen keinen neuen CEO, ich werde diese Verantwortung längerfristig wahrnehmen», sagte Collioud auf Anfrage der Werbewoche. Mit Loeb habe es inhaltliche Differenzen gegeben. «Wenn sich der Verwaltungsrat und der CEO nicht einig sind, kann man auf Dauer nicht erfolgreich sein», so der VR-Präsident der grössten Schweizer Agentur. «Wir sind eine grosse Agenturgruppe mit über 200 Arbeitsplätzen. Da können wir uns nicht einfach zurücklehnen und auf unserem Erfolg ausruhen. Wir stehen immer unter Druck.» Der Abgang von Loeb gehe geplant und geordnet über die Bühne. Er werde bis Mitte nächsten Monat seine Aufgaben übergeben.
Kaspar Loeb habe entscheidenden Anteil an der Integration der einzelnen Kommunikationsdisziplinen unter einem Dach gehabt, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Integration hatte Collioud der Publicis-Gruppe vor fünf Jahren verschrieben. «Die Strategie hat sich bewährt», sagte Collioud. Über die weiteren Pläne für die Agentur werde man informieren, wenn die Geschäftsleitung neu aufgestellt sei.
Unter der Führung von Loeb konnten neue Kunden wie Zurich Financial Services, Axpo, PostMail, Cash Gruppe, Jet Aviation, Endress & Hauser gewonnen werden. Die Kompetenz von Publicis bei der globalen Betreuung von weltweit tätigen Schweizer Unternehmen sei weiter ausgebaut worden, ist dem Communiqué zu entnehmen.
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