SPR+ untersucht Kontaktleistung und Reichweitenbeitrag von Plakaten

Swiss Poster Research Plus (SPR+) begann am 7. August eine neue Studie, welche genauere Erkenntnisse über die Kontaktleistung und den Reichweitenbeitrag von Plakatflächen innerhalb von Gebäuden (Objekten) liefern soll.

 
Swiss Poster Research Plus (SPR+) begann am 7. August eine neue Studie, welche genauere Erkenntnisse über die Kontaktleistung und den Reichweitenbeitrag von Plakatflächen innerhalb von Gebäuden (Objekten) liefern soll. Mit dem Planungstool SPR+ Expert sind bereits sämtliche Schweizer F12/F200 Strassenflächen anbieterübergreifend bewertbar. Mit den Resultaten der neuen Objektstudie soll in Zukunft die Dienstleistung mit bewertbaren Objektflächen ergänzt werden. Im Rahmen dieser Pilotstudie werden Bahnhöfe, Shopping-Center, Parking, Autobahnraststätten und Tankstellen mittels GPS Mobilitymeter und empirischen Erhebungen untersucht, wie die SPR+ in einer Medienmitteilung schreibt. Die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme durchgeführte Pilotstudie soll noch im Jahr 2007 abgeschlossen werden.

«Walder wird über den jeweiligen Tellerrand hinausschauen»

Ringier hat am Donnerstag eine Reorganisation im Bereich Zeitungen bekannt gegeben. Ringier Konzernsprecher Marco Castellaneta sprach mit der Werbewoche über den Sinn der neuen Position eines Redaktionsdirektors, die weiteren Pläne für die Blick-Gruppe und die Zusammenarbeit des designierten Blick-Chefs Bernhard Weissberg und des Redaktionsdirektors Marc Walder.

 Ringier hat am Donnerstag eine Reorganisation im Bereich Zeitungen bekannt gegeben. Ringier Konzernsprecher Marco Castellaneta sprach mit der Werbewoche über den Sinn der neuen Position eines Redaktionsdirektors, die weiteren Pläne für die Blick-Gruppe und die Zusammenarbeit des designierten Blick-Chefs Bernhard Weissberg und des Redaktionsdirektors Marc Walder. WW: Welches Ziel verfolgt Ringier mit der neuen Position des Redaktionsdirektors? Castellaneta: Ganz klar die Stärkung des Verlags. Man kann die publizistische Entwicklung in der heutigen Zeit nicht nur isoliert auf einen Titel beschränkt betrachten. Marc Walder wird nun über den jeweiligen Tellerrand hinausschauen und in seiner neuen Funktion als Redaktionsdirektor die publizistisch-strategische Weiterentwicklung von Blick, Sonntagsblick, Blick Online, Heute und Sport Magazin verantworten. Wird damit die Autonomie der Chefredaktoren beschnitten? Nein, überhaupt nicht. Die Chefredaktoren werden das operative Tagesgeschäft leiten, während der Redaktionsdirektor für die übergeordnete Strategie zuständig ist. Walders Position soll bildhaft gesprochen verhindern, dass nur einzelne Gärtchen gepflegt werden und darüber die ganze restliche Allmend vergessen geht.
Gleichzeitig kümmert sich aber auch Bernhard Weissberg, der designierte Chefredaktor, um die Blick-Weiterentwicklung. Wer macht denn nun was? Bernhard Weissberg ist seit einem halben Jahr mit dem Blick-Erneuerungsprojekt 2010 beauftragt. Bis zum 1. November soll das Projektteam entscheidungsreife Vorschläge vorlegen. Danach wird Weissberg als Chefredaktor starten und sich um das Tagesgeschäft kümmern. Marc Walder wird im Gegensatz dazu für die ständige publizistische Weiterentwicklung und für die strategischen Fragen des gesamten Zeitungsbereichs verantwortlich sein.
Und wer entscheidet dann, welche Blick-Variante tatsächlich umgesetzt wird? Der publizistische Ausschuss unter der Leitung des Verlegers Michael Ringier wird über die geplanten Veränderungen beim Blick entscheiden.
In welche Richtung geht das Projekt Blick 2010 inhaltlich? Dazu kann ich noch nicht viel sagen. Es wird sehr viel geschriebene über den Blick: Manche finden ihn zu links, andere zu rechts, einige zu seriös, andere zu boulevard-mässig. Es geht im Blick-Erneuerungsprojekt auch darum, sämtliche Positionen die mit dem Brand Blick besetzt werden zu überprüfen; und zwar nach ethischen, moralischen und gesellschaftlichen Kriterien. Oberstes Ziel bleibt es, dass der Blick die Nummer 1, also die meistverkaufte Tageszeitung der Schweiz bleibt.
Dann geht es bei Blick 2010 doch schwergewichtig um die Tageszeitung und nicht um die anderen Produkte? Nein, auch die Ausrichtung von Blick Online wird überprüft.
Denkt man auch über eine weitere Vergrösserung der Blick-Produktegruppe nach oder über einen massiven Ausbau im Bereich Online? Auch mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt Blick 2010. Heute spielen im Mediengeschäft so viele Faktoren eine Rolle. Man kann die Leser über mobile Geräte erreichen, im Internet oder mit einer Gratiszeitung, die bald bereits in den Briefkasten flattert. Im Online-Bereich sind einige Fragen offen, und kaum einer weiss wirklich, wohin die Entwicklung geht. Wir geben das immerhin zu, während andere immer ganz genau wissen, wohin es gehen wird…
Wann soll Blick 2010 umgesetzt werden? Der Relaunch des Blick soll in den ersten Monaten des nächsten Jahres stattfinden.
Die Blick-Auflage ist in den letzten Jahren ständig gesunken. Wie sieht es dieses Jahr aus? Die Zahlen werden bald veröffentlich, vorher darf man bekanntlich noch nichts sagen oder deuten.
In der letzten Zeit ist bei Ringier ständig reorganisiert worden. Ist das ein Zeichen einer Krise? Ringier hat sich in seiner bald 175-jährigen Geschichte immer wieder erfolgreich neu positioniert. Die jetzigen Veränderungen sind Nachschritte des Internationalisierungsprozess und der Organisationsanpassung in diesem Jahr. CEO Martin Werfeli hat ja Anfang Jahr die Organisationseinheit Ringier Verlag Schweiz quasi aus dem Nichts geschaffen. Danach haben sich Anpassungen als nötig erwiesen, das bestreitet niemand. Gleichzeitig gab es einige Wechsel im Schweizer Zeitungsbereich. Die offenen Stellen wurden nun neu besetzt. Man darf die Bewegungen ruhig auch positiv werten. Es zeigt auch, dass dieser Verlag mit seinen über 6’000 Mitarbeitenden in Bewegung ist und lebt.
Wird nun Ruhe einkehren? Ja, davon ist auszugehen.
 
 
Interview: Carole Scheidegger 

Die Regierung schreibt mit bei Wikipedia

Das kollaborative Online-Lexikon Wikipedia muss hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit einen herben Rückschlag verkraften. Eine von einem Informatik-Student entwickelte Software zeigt auf, dass Firmen wie Mircrosoft oder Organisationen wie die CIA zu den eifrigsten Autoren gehören.

 Das kollaborative Online-Lexikon Wikipedia muss hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit einen herben Rückschlag verkraften. Eine von einem Informatik-Student entwickelte Software zeigt auf, dass Firmen wie Mircrosoft oder Organisationen wie die CIA zu den eifrigsten Autoren gehören. Die Erkenntnisse des amerikanischen Informatikstudenten Virgil Griffith wurden im Branchenmagazin Wired veröffentlicht und enthalten Denkwürdiges. In einem entsprechenden Bericht in der Online-Ausgabe des 20 Minuten wird das Beispiel des umstrittenen US-Wahlmaschinenherstellers Diebold genannt, dem mit Griffiths Tool nachgewiesen werden konnte, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens die ganze Sektion über Kritik an den Maschinen des Konzerns entfernt hatte. Ein Einzelfall ist es nicht, wie eine Liste der Firmen und Zweigen der Regierung, die mitschreiben zeigt: Insgesamt 5,3 Millionen Editierungen, durchgeführt von 2,6 Millionen Individuen liessen sich unter anderem zur CIA, Microsoft oder zu Kongressbüros zurückverfolgen. Branchenexperten sind sich einig: Wenn Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nicht sofort handelt, ist die goldene Wiki-Ära schon bald vorbei.  

Ikea-Katalog im Plakatformat

Möbel Unikat lanciert für Ikea die stärkste News-Kampagne in der über 30-jährigen Geschichte des Möbelhauses in der Schweiz.

Möbel Unikat lanciert für Ikea die stärkste News-Kampagne in der über 30-jährigen Geschichte des Möbelhauses in der Schweiz.
Ikea liebt es mit der grossen Kelle. Bereits die Kampagne für neue Dekorationsstoffe hat für viel Gesprächsstoff in der Werbewelt geführt. Die Stoffkampagne wurde in diesem Frühling von der seit zwei Jahren für Ikea tätigen Agentur Vizner Borel realisiert. Jetzt lanciert Ikea mit einem ihrer weiteren Partner «die stärkste News-Kampagne in der über 30-jährigen Geschichte von Ikea in der Schweiz», wie die beauftragten Werber von Unikat stolz melden. Die Agentur um CD Daniel Meier arbeitet bereits im vierten Jahr für Ikea.In ihrer aktuellen Kampagne werden seit dem 6. August während 14 Tagen schweizweit die neusten Produkte des hier zu Lande «beliebtesten Möbelhauses» vorgestellt. Unikat hat dazu 26 verschiedene Plakatmotive entworfen. «Ein in dieser Form wohl noch nie genutzter Einsatz des Mediums Plakat», meint Daniel Meier. Die Kampagne wirkt mit den auffallend vielen Bildern fast wie ein aufgehängter Katalog, denn sämtliche Sujets sind vom Requisit bis zum Hintergrundstoff ausschliesslich mit Ikea-Produkten realisiert worden. Im Katalog finden sich allerdings noch viel mehr, nämlich insgesamt über 1000 Neuheiten. Die Sujets sind auch auf Megapostern an Hot Spots in Zürich, Bern, Luzern, Lausanne und Genf zu sehen. Dazu gibt es E-Boards in Bahnhöfen sowie Plakate in allen Poststellen der Schweiz. Hier wird darauf hingewiesen, wo der neue Katalog erhältlich ist. Auf der eigenen Website sorgt Ikea mit einem interaktiven Banner für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Neue Produkte, neuer KatalogErgänzt wird die vielschichtige Kampagne neben den klassischen Massnahmen mit zahlreichen attraktiven Events. Ikea präsentiert ihre Produkteneuheiten der Öffentlichkeit kurz vor Erscheinen des neuen Jahreskatalogs. Dieser bildet das am weitesten verbreitete Kommunikationsmittel des schwedischen Möbelherstellers. Mehrere Tausend F12-, F200- und GF-Plakate sollen nun die neusten Produkte aus diesem Katalog dem Publikum schmackhaft machen. Dass die Neuheiten auch bei den Einrichtungshäusern auf riesigen Fassadenplakaten und Parkplatzplakaten präsentiert werden, versteht sich von selbst.
In den Hauptbahnhöfen von Zürich, Luzern und Lausanne laden Sofas von Ikea zum gemütlichen Verweilen in einer Loungeatmosphäre ein. Allein in Zürich wurden zu diesem Zweck über 50 Sofas mit Beistelltischen und Lampen platziert. Dazu mussten über 200 Quadratmeter Parket verlegt werden. Riesige hinterleuchtete Kuben mit Motiven aus der neuen Stoffkollektion kennzeichnen den Event schon von weitem. Zusätzlich werden spezielle 24-seitige Flyer verteilt. Darauf finden sich neue Produkte und Vorabinfos zum Erscheinen des Jahreskatalogs.
Andreas Panzeri

Mit Swisscom Mobile auf der Suche nach Gold

Sporttalente Orange8 realisiert für eine Kampagne von Swisscom Mobile die Website.

Sporttalente Orange8 realisiert für eine Kampagne von Swisscom Mobile die Website. Auf dem Weg zur Goldmedaille braucht es Talent, Ehrgeiz, bedingungsloses Engagement und nicht zu- letzt auch finanzielle Unterstützung. Das kommuniziert Swisscom Mobile in einer Printkampagne. Mit der Aktion «Golden Talents» sollen Kunden und Swisscom-Fachhändler junge Sporttalente aus der Region unterstützen. Die Idee ist einfach. Wenn ein Kunde bei einem Fachhändler einen Artikel mit einem Golden-Talents-Kleber kauft, so bezahlt der Fachhändler für jeden verkauften Artikel drei Franken für die Förderung der Athleten.Unterstützt wird die Aktion mit einem Internetauftritt. Die Website www.goldentalents.ch begleitet die Kampagne und bietet neben Fotos und Lebensläufen der Nachwuchssportler auch die Adressen der Fachhändler oder einen Wettbewerb an. Derzeit sind die Sportler und Fachhändler aus drei Regionen online. Laut Swisscom Mobile werden weitere folgen. Die Seite wird auf Deutsch und auf Französisch angeboten. Die italienische Version ist in Arbeit. Für die Konzeption, das Design und die Online-Kampagne ist die Agentur Orange8 interactive zuständig, die sich auf komplexe Webauftritte spezialisiert hat.
Christian Lüscher

Marco Valà wechselt von Ringier zu Gourmedia

Marco Valà, der bisherige Anzeigenleiter des Magazins Gesundheit Sprechstunde, ist neu selbständig tätig und bei der Gourmedia zuständig für den Anzeigenverkauf der Gastroführer «Geht aus!».

Marco Valà, der bisherige Anzeigenleiter des Magazins Gesundheit Sprechstunde, ist neu selbständig tätig und wechselt in den Genuss- und Lifestylebereich. Er ist ab sofort bei der Gourmedia zuständig für den Anzeigenverkauf der Gastroführer Zürich geht aus, Basel geht aus und Tessin geht aus. Valà war davor sieben Jahre bei Ringier im Anzeigenverkauf tätig, davon die letzten zwei Jahre als Anzeigenleiter bei der Gesundheit Sprechstunde.

Kredit à discrétion

Lifestyle Sulzer Sutter weiss den Code zum Safe mit Centurion, der exklusivsten Kreditkarte von American Express.

Lifestyle Sulzer Sutter weiss den Code zum Safe mit Centurion, der exklusivsten Kreditkarte von American Express.Die Centurion-Karte ist wohl die begehrteste American-Express-Karte. Sie wird nur «on invitation» vergeben. American Express Schweiz hat jetzt das Private Banking der Credit Suisse bevollmächtigt, ausgewählten Kunden aus dem Segment der «Service Seeking Super Affluents» diese Einladung auszusprechen.Sulzer Sutter hat dafür das Kommunikationsmaterial entwickelt. Es umfasst Schulungspräsentation für CS-Kundenberater, diverse Verkaufsunterlagen sowie Sales-Broschüren und Kartenanträge mit entsprechenden Verpackungen.
Um die Karte mit ihrem umfangreichen Lifestyle-Service ranken sich Mythen und Legenden. 1982 in den Vereinigten Staaten unter dem Namen «The Black Card» eingeführt, wurde das begehrte Stück Plastik im Oktober 1999 in Centurion-Karte umbenannt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Vorher gab es die Karte nur in den USA, wo sie exklusiv an handverlesene Kunden abgegeben wurde.
Inzwischen hat Centurion die bis anhin prestigeträchtigste Platinum Card vom Amex-Thron gestossen. Die Jahresgebühr für eine Centurion beträgt stattliche 1000 Euro. Die Bank muss einem Kunden mindestens eine Bonität von 100’000 Euro garantieren können. Die Karte ist in der Hochglanzpresse auch schon als der «Geldbeutel-Orden für Dollar- millionäre» bezeichnet worden.
Zu den wichtigsten Leistungen der Karte gehört ein 24-Stunden-Concierge-Service. Über diese Telefonnummer können Centurion-Kunden im exklusiven Restaurant ebenso noch einen der heiss begehrten Plätze bekommen wie einen Privatjet chartern oder bereits ausverkaufte Opernkarten suchen lassen. In Luxushotels wird ein verfügbares Zimmer bis 72 Stunden vor Anreise garantiert. Auch ist man bei Hilton HHonors Gold VIP-Mitglied oder Sixt bietet 20 Prozent Ermässigung auf die jeweils aktuellen Chauffeurtarife. Selbstverständlich ist, dass man auf den Flughäfen dieser Welt Zugang zu über 450 Lounges hat.   
Andreas Panzeri

Young Creatives in neuer Form

Wettbewerb Urs Schrepfer, Executive CD bei Advico Young & Rubicam, leitet für den ADC den neu geschaffenen Preis für junge Werbeschöpfer.

Wettbewerb Urs Schrepfer, Executive CD bei Advico Young & Rubicam, leitet für den ADC den neu geschaffenen Preis für junge Werbeschöpfer. WW: Der Wettbewerb U28 wird neu vom «Young Creatives Award» abgelöst. Was heisst das?Urs Schrepfer: Der ADC kann sich mit diesem neuen Wettbewerb besser an den internationalen Wettbewerb für Young Creatives in Cannes anpassen. Dort ist die Schweiz in drei Kategorien zugelassen: Print, Film und Cyber. Wir können also drei Teams nach Cannes schicken. Das bringt mit sich, dass wir für den Schweizer Wettbewerb nicht mehr nur Arbeiten für Plakate, sondern neu in den drei Kategorien Print Outdoor, Film sowie Web and New Media jurieren.
WW: Wie lautet das Briefing?Urs Schrepfer:
Das Briefing wird an einem Warm-up-Event am 22. August ab 16 Uhr im Studio Bellerive in Zürich vorgestellt. Anmelden kann man sich auf www.adc.ch/nachwuchs. Mitmachen darf, wer nach dem 25. Juni 1979 geboren ist. Bei der Aufgabe wird es um eine Kampagne für Amnesty International gehen. Dieser Kunde hat uns garantiert, dass die beste Arbeit tatsächlich publiziert wird. WW: Wer sitzt in der Jury?Urs Schrepfer:
Die Jury setzt sich aus höchstens 15 ADC-Mitgliedern und internationalen Juroren zusammen. Internationale Stimmen sind mir wichtig. So hat zum Beispiel Glenn Gibbins von BBH London bereits zugesagt. Preisverleihung ist am 26. Oktober. Damit wird der Nachwuchswettbewerb bewusst eigenständig von der üblichen ADC-Jurierung positioniert.WW: Und die Finanzen?Urs Schrepfer:
Der neue Wettbewerb ist teurer. Das ist nur dank Sponsoren möglich wie Cinecom, Getty Images, Web2Com, APG, Condor Films, SwissFilm Association, 20 Minuten, Campari, BSW.Interview: Andreas Panzeri

Schweizer Fernsehen nimmt neuen Anlauf für Kinderkanal

Das Schweizer Fernsehen (SF) hegt wieder Pläne für einen Kinderkanal. Das Projekt muss aber noch der Generaldirektion der SRG vorgelegt und von dieser genehmigt werden.

 Das Schweizer Fernsehen (SF) hegt wieder Pläne für einen Kinderkanal. Das Projekt muss aber noch der Generaldirektion der SRG vorgelegt und von dieser genehmigt werden. Der Kanal soll Anfang 2009 auf Sendung gehen, wie SF-Sprecher Urs Durrer gegenüber der SDA einen Bericht der Basler Zeitung bestätigte. Möglich ist neben einer Zusammenarbeit mit dem Kinderkanal KiKa von ARD und ZDF auch ein Alleingang. Einen Teil der Kosten soll der Sender durch Werbung wieder einspielen. Über den Startzeitpunkt und die Ausgestaltung des Senders entscheidet laut Durrer aber die SRG. Deren Sprecher Daniel Steiner erklärte, dass die SRG prüfen werde, ob das Vorhaben «strategie- und finanzkonform» sei, wenn ein Antrag eingehe. Sollte sie dem Antrag zustimmen, muss beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eine Konzession beantragt werden.
Die SRG hatte bereits im vergangenen Jahr einen Kinderkanal geplant. Sie legte das Projekt aber auf Eis, nachdem der Bundesrat statt der geforderten
Gebührenerhöhung von 6,5 Prozent nur 2,5 Prozent bewilligt hatte. Auf dem projektierten Kanal hätte am Abend die Televisiun Rumantscha senden können. Ob das beim neuen Projekt wieder der Fall sein soll, ist nicht klar: Der Entscheid darüber liege bei der SRG, sagte SF-Sprecher Durrer.

Überstunden für die Beastie Boys

Popmusik Rapper, die auch mal die Schnauze halten können, haben eine spezielle Release-Kampagne verdient. Mit viel Aufwand stemmten EMI Music Switzerland und Fast Track einen schweizweiten Plakataushang.

Popmusik Seit den 90er-Jahren sind die Beastie Boys eine feste Grösse im Musikbusiness. Über 25 Alben stellten sie in die Plattenläden, von Rap und Funk über Rock bis Punk. Diesen Sommer starteten die drei Old School Rapper aus New York nochmals richtig durch, auch in der Schweiz. Mit einem denkwürdigen Auftritt am Jazzfestival Montreux und dem neuen Album «The Mix-Up». Das Besondere an dieser CD ist die komplette Absenz von Gesang. Rapper, die auch mal die Schnauze halten können? Die haben eine spezielle Release-Kampagne verdient. Mit viel Aufwand stemmten EMI Music Switzerland und Fast Track um CD Philipp Skrabal einen schweizweiten Plakataushang. Im witzigen «Instrumental only»-Sujet wird vom Klebeband nicht nur für das Aufhängen des Plakates regen Gebrauch gemacht.

Ans Ende der Welt – und zurück

Ferien Noise ging für Kuoni mit dem neuen Discovery-Katalog auf Entdeckungsreise.

Ferien Noise ging für Kuoni mit dem neuen Discovery-Katalog auf Entdeckungsreise.
Der Weg ist das Ziel. Diese Weisheit gilt insbesondere für Entdeckungsreisen. Die Befriedigung der Sehnsucht nach dem Reiseerlebnis jenseits der ausgetrampelten Touristenpfade, das bietet Kuoni mit seinen Discovery-Programmen. Kuoni auf den Spuren von Indiana Jones? «Nicht ganz, aber fast», meinen die Designer von Noise. Auch bei der Umsetzung des neuen Katalogs für Discovery-Reisen haben Projektleiter Patrick Leuenberger und Art Director Gregor Fitz zum Ausdruck bringen wollen, dass «Discovery-Reisen mehr sind als nur Ferien». Solche Abenteuer bringen Reisenden, die sich auf Entdeckungen einlassen wollen, an das Ziel Ihrer Träume. Was man dafür mitbringen sollte: eine gute körperliche Verfassung und die Bereitschaft, sich auf dieses Abenteuer vorzubereiten.Nach dieser Vorgabe wurde die gesamte Anmutung des neuen Discovery-Kataloges in die mystisch-romantische Zeit gelegt, in der die Welt noch nicht via Fernsehen in die gute Stube kam und jeder die entlegensten Winkel dieser Erde schon «gesehen» hatte.
In der Umsetzung von Noise erregt bereits auf dem Cover eine orientalische Schönheit «mit viel sagenden und doch alles verschweigenden Katzenaugen» die Aufmerksamkeit des Betrachters. Im Inhalt wird man durch die aufwändige Gestaltung der Karten und des Umfeldes in das frühe neunzehnte Jahrhundert versetzt. In eine Zeit, als Reisen noch ein Abenteuer war.
Der neue Discovery-Katalog von Kuoni hebt sich damit visuell auffallend von der Masse der Reiseprospekte ab und spricht sowohl Abenteurer der heutigen Zeit als auch Menschen an, die sich an stimmiger Grafik erfreuen können.
Die Sparte Discovery bei Kuoni bietet Reisen in drei verschiedenen Kategorien an. Discovery Challenge führt an der Welt Interessierte in abgelegene und selten besuchte Regionen von der Wüste bis ins Hochland von Lateinamerika. Für diese Reiseerlebnisse muss auf jeden Komfort verzichtet werden, man verbringt mehrere Nächte im Schlafsack oder im Igluzelt. Discovery Medium bietet nach dem Abenteuer im Iglu wieder ein bisschen Zeit zum Erholen im Luxushotel. Discovery Soft lädt zum Erlebnis zum Beispiel in fest installierten Zeltcamps.
 
Andreas Panzeri 

Vogt-Schild legt Waffen ab

Zeitschriften Die Vogt-Schild Medien AG hat sich aufgrund der politischen Diskussion von allen drei hauseigenen Waffenmagazinen getrennt. Damit sinkt der Zeitschriftenumsatz bei Vogt-Schild um rund ein Drittel.

Zeitschriften Noch bevor auf politischer Ebene die Waffeninitiative zustande gekommen ist, stösst die Vogt-Schild Medien AG alle ihre Waffenmagazine ab. So trennte sie sich im Juli von ihrer Tochter Vogt-Schild Deutschland GmbH, welche die deutschen Titel Visier und Caliber sowie das Schweizer Waffen-Magazin herausgibt. Neue Besitzer sind Peter und Hanne Grieder in Rapperswil SG. «In der politischen Diskussion in der Schweiz haben die drei Special-Interest-Titel einen schwierigen Stand und waren deshalb keine Goldgrube», erklärt Christian Müller, CEO der Vogt-Schild-Gruppe.  
Ohne Waffenmagazine reduziert sich der Zeitschriftenumsatz von Vogt-Schild um rund ein Drittel. Vogt-Schild besitzt noch weitere Magazine: Den Familientitel Wir Eltern sowie die Fachzeitschriften Chemische Rundschau, Chemie Plus und SwissPlastics. Ein Verkauf dieser Titel stehe aber nicht zur Diskussion, sagt Müller.
Als Privatperson bleibt Müller übrigens den Waffenmagazinen treu: Auf Grieders Wunsch und mit Erlaubnis von Vogt-Schild wird er die neuen Eigentümer in verlagsspezifischer Hinsicht beraten. (mk)

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