Keine Schönfärbung

Wahlwerbung Die SVP-Schafe geben so viel zu reden, dass man langsam genug davon hat. Aber trotzdem darf man dazu nicht schweigen. Das sagte sich auch René Egger in Winterthur und verdrehte die Botschaft nach eigenem Gusto.

 
Wahlwerbung Sie geben so viel zu reden, dass man langsam genug davon hat. Aber trotzdem darf man dazu nicht schweigen. Das sagte sich auch René Egger in Winterthur. Der Werber hat deshalb das berüchtigte SVP-Plakat als Anlass für einen «zugegebenermassen bescheidenen, aber immerhin persönlichen Wahlkampfbeitrag gegen Blochers vertierte SVP-Propaganda» genommen. as Plakat kommt in Winterthur im Rahmen eines Projektes zum Einsatz, das in der Galerie «Kunsttreppe» eine grösstmögliche Menge schwarzer Schafe versammeln will. Ob der künstlerisch-solidarische Massenaufmarsch noch etwas bewirkt, bleibt offen. Wie hörte man auch schon Feldherren angesichts ausbleibendem Sukkurs sagen: zu wenig und zu spät… (pan)

Radio DRS verschiebt Verbannung der Volksmusik

Die Kritik an den Plänen von Radio DRS, die Volksmusik aus dem normal empfangbaren Programm zu verbannen, scheint zu fruchten: Mindestens bis Ende 2008 werden die Volksmusiksendungen sowohl auf der Musikwelle als auch auf DRS 1 ausgestrahlt.

Die Kritik an den Plänen von Radio DRS, die Volksmusik aus dem normal empfangbaren Programm zu verbannen, scheint zu fruchten: Mindestens bis Ende 2008 werden die Volksmusiksendungen sowohl auf der Musikwelle als auch auf DRS 1 ausgestrahlt. Programmleiter Christoph Gebel habe dies am Dienstag den Vertretern der Volksmusikvereinigungen mitgeteilt, bestätigte DRS-Sprecherin Ursula Kottmann gegenüber der SDA einen Bericht der Berner Zeitung. Über das weitere Vorgehen werde Ende 2008 entschieden.Der Verband Schweizer Volksmusik begrüsst die verlängerte Frist, bleibt aber bei seiner grundsätzlichen Kritik. Die Unterschriftensammlung für die Petition «Volksmusik für alle», die eine UKW-Frequenz für volkstümliche Musik verlangt, laufe weiter, wie Verbandspräsident Jakob Freud auf Anfrage der SDA sagte.

«Der Anspruch ist hoch»

Sonntagspresse Im Interview äussert sich Chefredaktor Marc Walder zu den wichtigsten Neuerungen des SonntagsBlick-Relaunchs. Die Zeitung wartet ab diesem Sonntag mit neuen Schriften, neuem Seitenaufbau und einer neuen Farbpalette auf.

Sonntagspresse Im Interview äussert sich Chefredaktor Marc Walder zu den wichtigsten Neuerungen des SonntagsBlick-Relaunchs.  
WW: Welches sind die wichtigsten Neuerungen beim SonntagsBlick in Bezug auf Layout und Blattarchitektur?Marc Walder: Das Layout ist vollständig neu: Neue Schriften, neuer Seitenaufbau, neue Farbpalette. Was die Blattarchitektur anbelangt, so haben wir im ersten Bund die Struktur noch etwas stärker betont: Aktuell, Politik, Wirtschaft, Stars.
Hat der Relaunch Auswirkungen auf die Zusammensetzung Ihrer Redaktion?Jeder Chefredaktor stellt sich gerne sein eigenes Team zusammen, ich auch. Ich umgebe mich gerne mit Menschen, die einerseits fachlich top sind und andererseits durch hohe Teamfähigkeit überzeugen. Darum haben sich die verschiedenen Ressorts in den vergangenen fünf Monaten massgeblich verändert. Wir haben in jedem Ressort mehrere Neubesetzungen, allein im ersten Bund sind es rund zwölf neue Mitarbeiter. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen. Dazu kommen die Veränderungen auf der Sportredaktion. Auch dort habe ich mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt: Sportchef, Blattmacher, Fussballchef, Eishockeychef, um nur einige zu nennen.
Ringier-Schweiz-Chef Daniel Pillard fordert für den Blick, er müsse «magaziniger» werden. Gilt das auch für den neu gestalteten SonntagsBlick?Ja. Insgesamt folgt der SonntagsBlick dem internationalen Trend der Magazinisierung. In einer Zeit, in der Tageszeitungen magaziniger werden, muss eine Zeitung am Sonntag dies erst recht tun. Der SonntagsBlick ist vorangegangen. Zuerst habe ich das ehemalige Sie+Er neu konzipiert, nun passen wir den ersten Bund und den Sportbund meinen Vorstellungen an. Der Blick folgt innerhalb des Projektes Blick 2010 unter Leitung von Bernhard Weissberg der Gesamtstrategie der Blick-Gruppe. Deren Kernpunkte sind, kurz und darum unvollständig zusammengefasst: Magazinisierung, Urbanisierung, Feminisierung.
Der SoBli hat laut Wemf beinahe 7000 Exemplare Auflage verloren und minimal an Reichweite eingebüsst. Woran liegt das beziehungsweise wie kann das Blatt wieder zulegen?Der SonntagsBlick befindet sich in einer wirklich hervorragenden Ausgangssituation. Die Reichweite darf mit einer Million als seit Jahren konstant bezeichnet werden. Die Verkaufszahlen der vergangenen Monate sind sehr positiv. Dass wir zum aktuellen Bund und dem Sport-Bund eine eigene Zeitschrift am Sonntag als Zusatz anbieten, kommt gut an, auf dem Leser- und dem kommerziellen Markt. Das neue Magazin hat eingeschlagen!
Laut eines Berichts in der aktuellen Bilanz hat die Marke Blick wegen Kampagnen gegen UBS-Chef Marcel Ospel sowie Jürg Maurer, Anlagechef der Rieter-Pensionskasse, Grossunternehmen vergrault und Inserate verloren. Wie gross ist der Schaden?Der besagte Artikel in der Bilanz entbehrt jeglicher Grundlage. Ich darf Ihnen sagen: Da ist schlichtweg nichts dran. Oder sehen Sie einen Kunden, der nicht bei Blick und SonntagsBlick inseriert?
Bleibt die inhaltliche Positionierung des SonntagsBlick wie sie ist, beziehungsweise wie definieren Sie diese?Als grösste Zeitung des Landes lautet unser Anspruch: Themenführerschaft in allen Bereichen. Also in Politik, Wirtschaft, Nachrichten, Unterhaltung und selbstverständlich Sport. Dazu bieten wir eine spannende Zeitschrift an, die viel Platz für Lebenslust und grosse Interviews, Portfolios, Reportagen, Dossiers und Porträts einräumt. Das tönt ehrgeizig, ich weiss, der Anspruch ist hoch und es gelingt uns logischerweise nicht immer. Aber wir sind auf ganz gutem Weg.
Sind neue Player im Sonntagsmarkt für Sie ein Grund zur Besorgnis?Konkurrenz ist immer ernst zu nehmen. Als ehemaliger Sportler tu ich dies erst recht.
Braucht es von den etablierten Sonntagstiteln Gegenmassnahmen, zum Beispiel eine Regionalisierung, wie das der NZZ am Sonntag vorschwebt?Ich denke, dass eine Sonntagszeitung sprachregionalen Charakter haben muss, also die ganze Deutschschweiz abdecken sollte, wenn sie Erfolg haben will.
Warum muss man den SoBli lesen?Grosse Frage. Kurze Antwort: Weil der SonntagsBlick auf eine intelligente, gute und ehrliche Art informiert über das, was in diesem Land warum wie läuft. Und weil er erst noch Spass macht.
Gibt es Überschneidungen auf redaktioneller Ebene zwischen Blick und SonntagsBlick?Die Sportredaktion ist Dienstleister für beide Trägertitel. Sonst gibt es keine Überschneidungen. Ausser, dass Bernhard Weissberg und ich vorhaben, sehr eng miteinander zu kommunizieren.
Was machen Sie besser als Ihr Vorgänger Christoph Grenacher?Diese Frage kann ich nicht beantworten.
Interview per E-Mail: René Worni
 
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Von Handfesten und Entschleunigern

Studie I Die aktuelle Studie Markenprofile von Gruner + Jahr unterteilt die Bevölkerung Deutschlands in sechs Typen.

 
Studie I Die aktuelle Studie Markenprofile von Gruner + Jahr unterteilt die Bevölkerung Deutschlands in sechs Typen. 
Die digitale Revolution hat unsere Medienlandschaft in kürzester Zeit verändert. Die Feststellung, das Internet markiere die grösste Medienrevolution seit Gutenberg, ist richtig. Wer annimmt, die Bevölkerung liesse sich in Onliner und Offliner in ihrer reinsten Form unterteilen, liegt falsch. Die Bevölkerung der 14- bis 64-Jährigen lässt sich in sechs Mediennutzungstypen sortieren, von denen sich keiner komplett dem Internet verweigert. Hinzu kommt, dass neuen Medien keine neuen Mentalitäten hervorgebracht haben, jedenfalls nicht bei Erwachsenen.Das geht alles aus einer Analyse von Gruner + Jahr und dem Heidelberger Institut Sinus Sociovision hervor. Die Forscher haben den Umgang mit Medien in Verbindung mit Anschauungen und Denkweisen analysiert, sortiert und interpretiert.
Alle Medien werden tendenziell von allen genutztAls Grundlage der Beobachtungen dienen die Daten der aktuellen «Stern Markenprofile 12». Alle zwei Jahre erheben die Hamburger von 10’000 Personen deren Einstellungen zu Konsum und Mediennutzung.
Wie aus der Studie weiter hervorgeht, werden tendenziell alle Medien von allen genutzt. Je nach Zielgruppe aber mehr oder weniger ausgeprägt. Wichtig dabei ist, dass die unterschiedlichen Ansprüche und Interessen der Menschen das Medienverhalten steuern und nicht umgekehrt.
So sind die Verfasser der Meinung, dass die Diskussion um nutzergenerierte Inhalte überschätzt wird. Trotz Digitalisierung und Breitband werden in Zukunft 90 Prozent der Leute eher Medieninhalte konsumieren als produzieren.
Unterschiedlich ausgeprägt ist neben der Mediennutzung auch die Akzeptanz von Werbung. Auffallend: Die Plakat- und Printwerbung geniesst in allen sechs Gruppen eine hohe Akzeptanz. Fernsehwerbung findet bei «Digital Natives» die höchste Zustimmung, ebenso die Werbung im Internet. Auch bei den «Machern» kommen diese beiden Werbekanäle gut an, während die «Anspruchsvollen» beiden skeptisch gegenüber stehen.
Christian Lüscher
Stern Markenprofile 12
. Neue Medienmentalitäten. Wohin geht Ihre Zielgruppe?Der 740 Seiten starke Bericht
kann unter www.sternbibliothek.de bestellt werden.Die sechs MedienmentalitätenAnspruchsvolle lassen sich als vielseitig interessierte Bildungsbürger mit höchsten Qualitätsansprüchen charakterisieren. Sie sind gut situiert, sozial und ökologisch interessiert. Sie sind kritisch gegenüber neuen Medien und nutzen primär anspruchsvolle Print-Angebote. Sie nutzen kompetent und selektiv das Internet. Sie schauen wenig TV.Digital Natives sind junge, meist männliche Early Adopters, am Bildschirm sozialisiert und in der digitalen Welt aufgewachsen. Sie sind experimentierfreudig, neugierig und auf der Suche nach Selbstverwirklichung. Ihr Verhältnis zu Medien ist oft distanzlos und von Reizhunger geprägt. Alle Medienkanäle werden intensiv genutzt. Unterhaltungsorientierte lassen sich als jüngere Menschen aus dem unteren Segment der Gesellschaft charakterisieren. Sie sind immer auf der Suche nach Unterhaltung, Ablenkung und Bestätigung. Sie sind lebenshungrig, undiszipliniert und zu Extremen neigend. (…) Exzessiver Reizkonsum durch Parallelnutzung mehrerer Kanäle (z.B. Musik, TV, Internet) ist verbreitet. Die Distanz zu Print beruht auf fehlenden analytischen Fähigkeiten. Das Internet wird intensiv und zunehmend genutzt. Handfeste bilden den nach Sicherheit, Harmonie und Komfort strebenden Mainstream der Gesellschaft und rekrutieren sich aus mittleren Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen. Sie sind konventionell, pragmatisch und Convenience- orientiert. Komplexität bewältigen sie durch Fokussierung und Ausblendung. Profilierte Ansprüche an das Medienangebot sind selten. Sie sind Print-verwurzelt, neigen zu leicht überdurchschnittlichem Fernsehkonsum und nutzen das Internet für alltagstaugliche Anwendungen. Entschleuniger sind ältere Modernisierungsverlierer aus dem traditionellen Segment der Gesellschaft, die mit dem rasanten soziokulturellen und technologischen Wandel schwer zu recht kommen. Dieser Mentalitätstyp strebt nach Sicherheit und Ordnung, ist sparsam und bescheiden. Das moderne Technik- und Medienangebot überfordert diesen Mentalitätstyp. Die Printnutzung ist gering, die TV-Nutzung weit überdurchschnittlich. Multimedia und Internet werden zwar distanziert betrachtet, 42 Prozent der Entschleuniger haben aber Zugriff auf das Web.Macher sind aktive, beruflich und privat stark engagierte Menschen. Sie nutzen intensiv modernste Informations- und Kommunikationsmittel. Das Interessenspektrum ist breit, Print und Internet werden intensiv genutzt, die TV-Affinität ist gering.Quelle: Stern Markenprofile 12

Hier dreht sich was

Druck Bei Schweizer Zeitungsdruckereien läuft der Laden rund. Viele stossen bereits an Kapazitätsgrenzen.

 
Druck Bei Schweizer Zeitungsdruckereien läuft der Laden rund. Viele stossen bereits an Kapazitätsgrenzen. 
Besonders fruchtbar scheint derzeit das Klima für Pendler- und Gratiszeitungen zu sein. Sie schiessen wie Pilze aus den Medienhäusern und tragen wesentlich zum Wachstum im Zeitungsmarkt bei. Klagen über mangelnde Auslastung im Zeitungsdruck sind derzeit nicht zu hören. Im Gegenteil, es ist bereits von Kapazitätsengpässen die Rede. Auch kleinere Druckereien nehmen mittlerweile Geld in die Hand, um ihre Drucktechnologie auf Vordermann zu bringen. Eher vorsichtig sind die Prognosen für die Zukunft. Der Preiskampf ist nach wie vor ein Dauerthema. Und auch im benachbarten Ausland könnte der Schweizer Zeitungsmarkt Begehrlichkeiten wecken.
Kaum Auswirkungen auf AbosMit einem Investitionsvolumen von 65 Millionen Franken baut Ringier Print Adligenswil AG seine Marktposition massiv aus. Erneuert wird die Zeitungsproduktion mit Druck und Weiterverarbeitung. So werden vier bestehende Druckmaschinen und Versandanlagen von Ringier durch jeweils drei neue Anlagen sowie zwei Versandanlagen der NLZ ersetzt. Ein Wehrmutstropfen ist der damit verbundene Abbau von 40 Vollzeitstellen. «Die neuen Zeitungsdruckmaschinen haben einen höheren Automatisierungsgrad und der so genannte Postbruch (Kleinfalz) in der Nacht fällt weg», begründet Dominik Hug, Marketing und Verkaufsleiter, Ringier Print Adligenswil AG, den Stellenabbau. Dieser werde zudem nicht von einem Tag auf den anderen vollzogen, sondern gestaffelt bis 2009 umgesetzt. So sind die davon betroffenen Mitarbeitenden bereits Ende Juni informiert worden, dass sie Ende September die Kündigung erhalten, die dann frühestens auf Ende März 2008 wirksam werde. Dass sich der Zeitungsmarkt derzeit im Umbruch befindet, bestätigt auch Hug. In der letzten Zeit wurden eine Reihe neuer Titel lanciert wie .ch oder Cash daily.
Die Zunahme an Gratiszeitungen habe jedoch kaum Auswirkungen auf den Abobereich, sondern vor allem auf den Einzelverkauf, weiss Hug. Viele Leute kaufen ihre Tageszeitung heute nicht mehr am Kiosk, sondern greifen zur Pendlerzeitung, die ihnen auf Bahnhöfen und Bahnsteigen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Generell stellt Hug fest, dass der Schweizer Zeitungsmarkt durch neue Gratistitel, aber auch durch Auflagensteigerung wie bei 20 Minuten, in der letzten Zeit gewachsen ist. Das zeige sich auch beim Verbrauch von Zeitungsdruckpapier.
Engpässe bei NachtkapazitätenTrotz der massiven Investitionen der grossen Medienunternehmen glaubt Hug nicht, dass es zu einer weiteren Bereinigung im Bereich der Zeitungsdruckereien kommen werde. In der Schweiz gibt es noch immer viele Regionalausgaben, die auch in der Region gedruckt werden müssen. Zudem ist der Zeitungsbereich sehr zeitkritisch, das heisst, es braucht Nachtkapazitäten, die nicht unbegrenzt erweiterbar sind. In der letzten Zeit sind immer wieder Engpässe aufgetreten, so dass Medienhäuser ein Outsourcing beim Druck einzelner Titel betreiben mussten. So haben z.B. .ch, das in einer Teilauflage in Vorarlberg gedruckt wird, sowie die Tamedia Nachtkapazitäten gesucht. Eine Konkurrenz im Zeitungsdruck sieht Hug auch in den unmittelbaren Nachbarländern nicht. Dem stehen vor allem zwei Gründe entgegen. So müssen die Nachttitel bereits in den frühen Morgenstunden ausgeliefert werden; die Logistikist deshalb ein wichtiger Faktor. Weite Wege stehen dem entgegen. In Deutschland werden die meisten Zeitungen zudem im so genannten Rheinischen Format gedruckt, auf das auch die Druckmaschinen ausgerichtet sind. «In der Schweiz sind jedoch das Broadsheet-Format sowie das halbe Broadsheet (Tabloid-Format) im Zeitungsbereich üblich», erklärt Hug.
Fremdaufträge für Zeitfenster«Unsere Druckauslastung ist nach wie vor recht hoch», sagt Daniel Ehrat, Leiter Verlag und Marketing, St. Galler Tagblatt AG. 150 Millionen Zeitungen werden im Jahr gedruckt. Das Druckzentrum in St. Gallen mit seinen modernen Produktionsanlagen wurde vor viereinhalb Jahren neu eröffnet, so dass sich gegenwärtig auch kein Investitionsbedarf ergibt. «Die in den letzten Monaten neu lancierten Gratiszeitungen haben keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere eigenen Druckobjekte, weil deren Auflagen dadurch kaum zurückgegangen sind.» In St. Gallen wird an sechs Tagen in der Woche das St. Galler Tagblatt mit einer Auflage von ca. 107’000 Exemplaren gedruckt sowie immer dienstags der Anzeiger in einer Auflage von 200’000. Diese beiden Objekte sorgen bereits für eine regelmässige Maschinenauslastung während der Nacht. «Restkapazitäten versuchen wir mit Fremdaufträgen in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster zu füllen, sofern Volumen und Preis stimmen», erklärt Ehrat. «So drucken wir z.B. die Teilauflagen der Coopzeitung, des Tourings usw. für die Ostschweiz.» Ehrat ist überzeugt, dass es in naher Zukunft noch mehr Kooperationen und auch Marktbereinigungen im Zeitungsdruck geben wird.
Einen Grund dafür sieht er im zunehmenden Kostendruck. Die Auslastung ist dabei ein wichtiger Faktor. Eine Verlagerung von Druckkapazitäten ins benachbarte Ausland ist für ihn weniger ein Thema. Der Zeitfaktor und die hohen Logistikkosten stehen dieser Entwicklung eher entgegen.
Am Markt partizipierenDie bestehenden Gratiszeitungen werden auf Ende Jahr weitere Konkurrenz erhalten. Die drei Tageszeitungen Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger wollen noch in diesem Jahr gemeinsam die neue Pendler-Zeitung News in einer Gesamtauflage von rund 330’000 Exemplaren lancieren. Damit gibts auch wieder mehr Stoff für die Druckmaschinen. Für Christopher Wehrli, Mediensprecher, Espace Media Group, spielt dieser Aspekt keine Rolle. Die Realisation von News ist ein rein verlegerischer Entscheid, bei dem die Auslastung der Druckkapazität nicht ausschlaggebend war. «Pendlerzeitungen entsprechen einem Marktbedürfnis, an dem wir partizipieren möchten, zumal wir mit News einen derzeit noch bestehenden offenen Raum besetzen können. Eine Teilauflage von News wird mit Sicherheit auch in unserem Druckzentrum gedruckt werden», sagt Wehrli. «Investitionen in neue Drucktechnik planen wir derzeit nicht. Mit dem Bau des neuen Druckzentrums hat Espace Media den Sprung in ein neues Druckzeitalter bereits vollzogen und damit auch den notwendigen Technikschub und Kapazitätsausbau realisiert. Derzeit sind es vor allem verschiedene kleinere Medienhäuser, die ihre Druckkapazitäten ausbauen.»
Möglichkeiten für Ausbau«Unsere Druckmaschinen sind sehr gut ausgelastet, Kapazitätserweiterungen aber grundsätzlich möglich», sagt Wehrli. So wurde das Druckzentrum bereits räumlich so konzipiert, dass bei Bedarf ein weiterer Ausbau erfolgen kann. «Bei uns werden eine Vielzahl verschiedener Titel wie Berner Zeitung, inkl. Thuner Tagblatt, Berner Oberländer, Solothurner Tagblatt, Der Bund, Berner Bär, Automobilrevue, Schweizer Bauer, diverse Anzeiger, Kundenpublikationen und regionale Zeitungen sowie Teilauflagen des Migros-Magazins und der Abendzeitung heute gedruckt», beschreibt er das Spektrum. Eine Bereinigung im Zeitungsdruckbereich sieht man bei Espace Media weniger. Ein Thema wird eher der Preiskampf sein, der sich weiter verstärken wird. Damit verbunden könnte auch eine Auslagerung in die Nachbarländer erfolgen. Der Druck der Gratiszeitung .ch in Vorarlberg sei ein Beispiel für eine solche Option.
 
Sabine Flachsmann
Ringier Print
Adligenswil AG,http://adligenswil.ringierprint.ch
St. Galler Tagblatt AG,
Druckzentrum, Espace Media Druckzentrum,

Maxomedia für Swiss mit Geoquest-Game

Reisen Mit Swiss Geoquest hat Maxomedia für die Swiss ein spannendes Geografie-Online-Game geschaffen. Als Spielplattform dienen Google-Maps.

 
Reisen Mit Swiss Geoquest hat Maxomedia ein spannendes Geografie-Online-Game konzeptioniert und umgesetzt. Ziel des Online-Games ist es, unter Zeitdruck weltweit Sehenswürdigkeiten und Orte zu finden. Auf einer Google-Map macht sich der Spielende auf die Suche: Ein Kartenausschnitt, Tipps und Fotos von der Destination helfen ihm beim Finden. Jeder Spielende kann ausserdem eigene Geoquest-Games «erfinden», die anschliessend von allen gespielt werden können. Das Swiss Geoquest ist Teil der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Airline Swiss und Maxomedia. Swiss macht über Newsletters und Banner auf ihrer Website – ebenfalls kreiert und umgesetzt von Maxomedia – auf das Spiel aufmerksam.

Swiss Music Radio hält nach Käufer oder Partner Ausschau

Der Radiosender Swiss Music Radio sucht in einer Medienmitteilung nach einem Käufer oder Partner. Hintergrund ist, dass das Radioprogramm die beantragte Digitalradiokonzession (DAB+) nicht erhalten hatte.

 Der Radiosender Swiss Music Radio sucht in einer Medienmitteilung nach einem Käufer oder Partner. Hintergrund ist, dass das Radioprogramm die beantragte Digitalradiokonzession (DAB+) nicht erhalten hatte. Swiss Music Radio hatte die Konzession zusammen mit Radio Sunshine beantragt und plante, auf DAB+ das Programm mit Hilfe dieses Partners auszubauen.
Das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) begründete die ablehnende Entscheidung nach Angaben von Swiss Music Radio mit dem fehlenden Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der DAB-Technologie. Innovation, Originalität und Marktbelebung haben gemäss dem Departement eine entscheidende Rolle bei der Erteilung gespielt.
Den Entscheid des Uvek will Swiss Music Radio nicht anfechten. Da die geplante Kooperation mit Radio Sunshine nicht zustande kommt, sucht Swiss Music Radio nun einen neuen Partner oder Käufer. Der Weiterbetrieb des Senders in der aktuellen Form ist gemäss Communiqué bis mindestens Ende 2008 garantiert.

Etats verschieben sich

Studie II Schweizer Marketingmanager wurden von der Univesität Basel und von der Agentur Uniplan über die Trends und Strategien der Kommunikation befragt.

 
Studie II Schweizer Marketingmanager wurden von der Univesität Basel und von der Agentur Uniplan über die Trends und Strategien der Kommunikation befragt. Für Werbeagenturen gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: In Schweizer Unternehmen wird für klassische Werbung immer noch am meisten Geld ausgegeben. Im Durchschnitt entfällt fast ein Drittel des Marketingbudgets einer Firma auf klassische Kanäle. Die schlechte Nachricht: Wie eine Studie von Uniplan und der Universität Basel zum Schluss kommt, gewichten Schweizer Marketingverantwortliche ihre Massnahmen neu. Der Trend: Direkte und effiziente Kommunikation wird wichtiger. Konkret heisst das, dass Unternehmen künftig mehr für Internet- und für Eventaktivitäten ausgeben wollen. Es kommt zu Etatverschiebungen zugunsten dieser Massnahmen.
Gründe für die Verlagerung gibt es viele. Wie in der Studie zu lesen ist, würden Marketingverantwortliche den klassischen Kanal als tendenziell rückläufig bezeichnen. Er bleibe zwar auch in Zukunft Leitmedium, büsse aber die dominante Stellung zugunsten direkter und persönlicher Aktivitäten ein. Was heisst, dass vor allem Instrumente der «Live Communication» wie zum Beispiel Events, Roadshows und Promotions an Bedeutung gewinnen. Marken, die «Live Communication» nutzen, erhalten nach Ansicht der Manager ein unverwechselbares Markenprofil und differenzieren sich im Wettbewerb. Neben der direkten Kundenansprache verzeichnet auch das Medium Internet einen Bedeutungsschub. 2006 hatten Webaktivitäten einen Anteil von durchschnittlich 14 Prozent im Kommunikationsbudget Schweizer Unternehmen. Laut Studie gewinnen in Zukunft jene Instrumente an Bedeutung, die entweder kostengünstig Reichweite versprechen oder die Unternehmen bei den Aufgaben Vertrauensaufbau und Kundenbindung voranbringen.
Ungenutzte Möglichkeiten Messen bleiben angesichts der hohen Besucherzahlen für Unternehmen eines der wichtigsten Instrumente im Marketingmix. Vor allem beim Mittelstand und bei B2B-Unternehmen seien Messen oft strategisches Leitmedium, so die Studie. Obwohl die meisten Marketingverantwortlichen Messen als «Allround Instrument» schätzen, bleiben deren Möglichkeiten allzu oft ungenutzt. Laut Studie sehen Schweizer Manager vor allem Verbesserungspotenziale in der Vor- und Nachbearbeitung der Messebeteiligung. So mangelt es an einer zielgerichteten Einladung der Besucher im Vorfeld, Dialogmöglichkeiten während sowie der Dokumentation von Messegesprächen für die Nachbearbeitung nach der Messe.
Notwendigkeit der integrierten KommunikationWie die Autoren der Studie schreiben, werden die Marketing- und Kommunikationsmassnahmen zu wenig aufeinander abgestimmt. Vor allem fehlendes Know-how, historisch gewachsene Strukturen und Abteilungsegoismen würden in vielen Unternehmen eine Vernetzung der Instrumente verhindern. Dabei ist die Notwendigkeit der Integration unbestritten. Knapp die Hälfte der Schweizer Marketingentscheider gab an, bereits seit zwei bis fünf Jahren eine Abstimmung der Instrumente vorzunehmen. Ein gutes Drittel der Unternehmen verfolgt das Ziel der integrierten Kommunikation bereits seit mehr als fünf Jahren. Wie ein Grossteil der befragten Verantwortlichen zu Protokoll gab, nehme die Wirkung der klassischen Kommunikation mit steigender Werbeflut weiter ab. Für Marketingmanager stellt sich zunehmend die Frage, welches Instrument sich als Leitmedium im Integrationsprozess der Zukunft durchsetzen wird.
Zu wenig ErfolgskontrolleUnternehmen investieren riesige Summen in Marketingaktivitäten. Wenn es jedoch darum geht, den Erfolg des ausgegebenen Geldes zu kontrollieren, üben sich die Manager eher in Zurückhaltung. Etwa ein Drittel der befragten Schweizer Unternehmen würden ein festes Budget für die Erfolgskontrolle bereits in der Planungsphase einräumen, wie die Forscher schreiben. Zu wenig für die Autoren der Studie. Für sie friste die Erfolgskontrolle immer noch das Image eines überflüssigen Kostenfaktors.
Christian Lüscher
 
 
Zur Studie295 Unternehmen und ihre verantwortlichen Manager
haben die Forscher der Universität Basel und Uniplan nach ihren Strategien befragt. Im Herbst 2006 führte das Marktforschungsinstitut Konso für die Studie 30-minütige Interviews durch. Grossunternehmen sind überdurchschnittlich in der Untersuchung vertreten. Ein Drittel aller befragten Unternehmen hat mehr als 1000 Mitarbeitende. Rund die Hälfte aller Unternehmen erzielt einen Umsatz von bis zu 50 Millionen Franken. Die Ergebnisse der Studie
können unter [email protected] angefordert werden. (cl)

Trio eröffnet Filiale in Zürich

Die 1931 in Lausanne gegründete Kommunikationsagentur Trio eröffnet diesen Herbst eine Filiale in Zürich.

Die 1931 in Lausanne gegründete Kommunikationsagentur Trio eröffnet diesen Herbst eine Filiale in Zürich. Durch die Präsenz in der West- und der Deutschschweiz werde einerseits das operative Management der nationalen Mandate verbessert, andererseits werde das kreative Potential durch neue Einflüsse bereichert, heisst es in einer Mitteilung. Die Eröffnung im Zürcher Kreis 3 erfolge in der Logik eines gemeisterten Wachstums. Seit der strategischen Neuausrichtung im Jahr 2002 verzeichne die Agentur laufend neue Mandate und einem wachsenden Umsatz, heisst es weiter in der Mitteilung.
Derzeit beschäftigt Trio 22 Mitarbeitende. CEO Michael Kamm wird künftig seine Arbeitszeit zwischen Zürich und Lausanne aufteilen.

Der Organisator stellt sich neu auf

KMU-Presse Am 23. Oktober erscheint die KMU-Zeitschrift Organisator mit neuem Layout und konzeptionellen Änderungen. Es soll zeitgemässer und knackiger werden.

 
KMU-Presse Am 23. Oktober erscheint die KMU-Zeitschrift Organisator mit neuem Layout und konzeptionellen Änderungen unter dem neuen Chefredaktor Philippe Coradi. 
Glaubt man der VSW-Inseratestatistik, dann gehören die dort ausgewiesenen KMU-Titel nicht zu den Profiteuren der derzeitigen Inseratehausse. Einer der Hauptverlierer ist aber der Organisator, ein Magazin rund um die verschiedenen Aspekte von KMUs: Von Januar bis August 2007 weist er einen Volumenverlust gegenüber derselben Vorjahresperiode von 33,6 Prozent aus. Das allein wäre wohl schon Grund genug, etwas am Blatt zu ändern und es auf Vordermann zu bringen. Doch Verlagsleiter Patric Preite widerspricht der Statistik. «Meine Zahlen zeigen ein anderes Bild», sagt er. «Auch beim Organisator ging es 2007 aufwärts: Mit der nun vorliegenden Oktober-Ausgabe haben wir bereits den Umsatz 2006 übertroffen.» Aber die Kunden würden anspruchsvoller. «Um sie als Inserenten zu gewinnen, müssen wir immer mehr leisten», sagt Preite.Diese Zusatzanstrengung widerspiegelt sich auch im Relaunch des KMU-Magazins: Das jährlich zehnmal erscheinende Heft macht gleich zwei Schritte hin zum Leser. Zum einen will man den Nutzwert erhöhen, zum andern soll eine vermehrt journalistische Ausrichtung mehr Überblick schaffen. «Der Organisator bleibt zwar ein Magazin mit Fachartikeln diverser Experten. Dieses Know-how wollen wir aber mit Zusatzinformationen, Grafiken, Infoboxen und Checklisten für KMUs noch griffiger aufbereiten», sagt Preite. Dem «zeitgemässeren und knackigeren Layout» und dem leicht vergrösserten Heftformat komme dabei eine wichtige Rolle zu.
Zuständig für die Umsetzung des veränderten Konzeptes ist der neue Chefredaktor Philippe Coradi (30), der nach abgeschlossener Buchhändlerlehre Journalismus und Organisationskommunikation studierte und parallel dazu im Wirtschaftsressort des Landboten tätig war. Sein Auftrag sei es, «das nicht immer objektive Expertenwissen wieder vermehrt mit der Sicht von aussen zu ergänzen», sagt er. Generell gilt: Mehr People, Meinungen, Statements, auch mit neuen Gefässen. So erfolgt der Hefteinstieg neu mit einem Personenporträt, dem dann ein Schwerpunkt folgt. Zu Letzterem werden neu vier verschiedene KMUs befragt. In der aktuellen Ausgabe geht es etwa um den neuen Lohnausweis und um die Frage, wie dieser in den einzelnen Firmen konkret umgesetzt wurde.
Neben den bisherigen Ressorts Leadership, ICT, Marketing oder Security weitet der Organisator mit der neuen Rubrik «International» den Blick über die Landesgrenze – mit Interviews und Erfahrungsberichten aus Osteuropa, Russland oder den USA. Neu sind auch «Szene» mit Fotos von Branchenevents und Messen sowie «Kompakt» mit Kurznews aus Wirtschaft und Politik – stets fokussiert auf KMUs.
Der Organisator ist wohl die älteste KMU-Zeitschrift der Schweiz. Er wurde 1919 gegründet und legte in den letzten Jahren trotz wachsender Konkurrenz auflagenmässig stetig zu. Seine derzeitige Druckauflage beträgt 13’200 Exemplare, wovon knapp 5’500 Exemplare jeweils über Messen, Werbeversand und Weiterbildungsinstitutionen gratis vertrieben werden. Die Wemf-beglaubigte verkaufte Auflage liegt bei 7’179 Exemplaren, davon sind 2’844 Exemplare Pflichtabos dank Kooperation mit Messen und neun Branchenverbänden. Der Organisator gehört zu den wenigen KMU-Titeln mit dem Gütesiegel Q-Publikation des Verbandes Schweizer Presse.   
Markus Knöpfli
Der Organisator ist nicht alleinZeitschriften für KMUs
gibt es beinahe wie Sand am Meer, doch nur wenige weisen beglaubigte Zahlen aus. Neben dem Organisator lassen folgende Titel ihre Auflagen von der Wemf überprüfen: Das KMU-Magazin verkauft 7’569 Exemplare und verteilt 5’701 Hefte gratis. Der KMU-Manager dagegen vertreibt seine gesamte Auflage (101’921 Exemplare) gratis. Und der SKO Leader erreicht primär dank Pflichtabos eine verkaufte Auflage von 12’285 Exemplaren. Weitere KMU-Titel: io new management mit 4’796 und das Westschweizer PME Magazine mit 12’053 verkauften Exemplaren.io new management, PME Magazine und KMU-Magazin
lassen sich zudem in der MA Leader erheben. 2007 kam io new management bei den Deutschschweizer Top Leadern  auf eine Reichweite von 6,5 Prozent, das KMU-Magazin erreichte 16,4 Prozent und das PME Magazine deckt in der Romandie mit 9’000 Top-Leadern gut ein Drittel (36 Prozent) der dortigen Entscheider ab.Gemäss VSW-Inseratestatistik
mussten folgende KMU-Titel in den ersten acht Monaten 2007 Anzeigenrückgänge hinnehmen: Der KMU Manager (–23,4 %), das PME Magazine (–16,5%), MQ Management und Qualität (–9%) und io new management (–2,7%). Das KMU-Magazin wird nicht mehr ausgewiesen – obwohl es als Q-Publikation eigentlich dazu verpflichtet wäre. (mk)

Dietschi baut aus

Zeitungsdruck Die Dietschi AG Druck & Medien in Olten baut ihre Zeitungsdruckanlage auf durchgehende Vierfarbigkeit aus. Der Verwaltungsrat hat grünes Licht zur Erweiterung der bisherigen Zeitungsrotation Uniman um zwei weitere 8er-Geoman-Druckeinheiten gegeben.

 
Zeitungsdruck Die Dietschi AG Druck & Medien in Olten baut ihre Zeitungsdruckanlage auf durchgehende Vierfarbigkeit aus. Der Verwaltungsrat hat grünes Licht zur Erweiterung der bisherigen Zeitungsrotation Uniman um zwei weitere 8er-Geoman-Druckeinheiten gegeben. Nebst dem Kundenbedürfnis nach durchgehender Vierfarbigkeit ist die Lancierung der Sonntagsausgabe des Oltner Tagblatts, die bei Dietschi produziert wird, einer der Gründe für den Ausbau. Damit will das Oltner Unternehmen – innerhalb des Mittelland-Zeitungsverbundes – unabhängig bleiben und den Druck der eigenen Zeitungen weiterhin selbst ausführen. Die neuen Drucktürme werden gemäss Planung am 1. Mai 2008 betriebsbereit sein.

Welcher darfs denn sein?

Kaffee JWT+H+F klont für Mastro Lorenzo und die Kaffeetrinkerinnen Italiener. Der Clou: hinter allen Italienern steckt der gleiche.

 
Kaffee JWT+H+F klont für Mastro Lorenzo und die Kaffeetrinkerinnen Italiener. 
Die Schweizer Italo-Kaffee-Konsumenten trinken ihren Kaffee gern «the Italian way». Das weiss Kraft Foods und bringt die Kaffeemarke Mastro Lorenzo neu in drei Stärken: Crema, Classico und Intenso. Um die Entscheidung bei den Schweizer Kaffetrinkerinnen zu erleichtern, klont die Zürcher Werbeagentur JWT+H+F den Italiener. In der aktuellen Kampagne sucht die Agentur für die weibliche Zielgruppe den passenden Italian Lover: Softie, Klassiker oder Macho – je nach Lust und Laune.
Der Clou der Kampagne: Alle drei Typen werden von ein und demselben Italiener verkörpert. Trotz unterschiedlicher Stärken bleibt ein Mastro Lorenzo eben ein Mastro Lorenzo. Die Kampagne wird die Idee im Print, Internet, am POS und auf der Verpackung aufnehmen. Zum Kaffeemarkt: Dieser unterliegt einer allgemeinen Konsumschwäche. Darüber hinaus ist der Markt in den letzten Jahrzehnten immer mehr den Preiskämpfen der grossen Marken ausgesetzt.
Christian Lüscher
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