JvM/Limmat in London zweimal für Gold nominiert

Jung von Matt/Limmat ist bei den London International Advertising mit Arbeiten für Gesundheitsförderung Schweiz und Mini im Final vertreten.

Jung von Matt/Limmat ist bei den London International Advertising Awards 2007 zweimal im Final vertreten. Im Rennen für Gold sind die Plakatserie «XXL campaign» für Gesundheitsförderung Schweiz in der Kategorie «Outdoor» sowie die Anzeige «Love curves?» für Mini in der Kategorie «Print». Die Gewinner werden am 12. November bekannt gegeben.

Zu guter Letzt: Katrin Wilde betätigt den Alarmknopf

Nur knapp drei Monate nachdem die junge deutsche Radiomoderatorin Katrin Wilde begleitet von viel Medienrummel ihre Stelle beim Sender Energy Zürich angetreten hat, flüchtet sie wieder in ihre Heimat. Die 22-jährige Saarbrückerin hatte bei der Hörerschaft des Senders starke Reaktionen hervorgerufen.

Nur knapp drei Monate nachdem die junge deutsche Radiomoderatorin Katrin Wilde begleitet von viel Medienrummel ihre Stelle beim Sender Energy Zürich angetreten hat, flüchtet sie wieder in ihre Heimat. Die 22-jährige Saarbrückerin hatte bei der Hörerschaft des Senders starke Reaktionen hervorgerufen. Während die einen die junge, hochdeutsche Stimme, die gemeinsam mit Reto Peritz und Roman Kilchsperger die Sendung «Energy Mein Morgen» moderierte, mit Freuden vernahmen und Wilde mit Lob und Heiratsanträgen überhäuften, reagierten andere äusserst aggressiv. So schlugen Unbekannte die Scheibe ihres Autos ein und liessen ihr Drohbriefe zukommen. Schliesslich ging die Radiomacherin nur noch mit einem Alarmknopf, mit dem sie im Notfall eine Sicherheitsfirma zur Hilfe rufen konnte, aus dem Haus. «Die Kollegen beim Sender hatten mich gewarnt. Trotzdem wurde ich von dem Wirbel überrollt», sagte Wilde gegenüber dem deutschen Magazin «Focus». Nun tritt sie, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde, den Rücktritt an. Bei ihrem Entscheid unser Land zu verlassen, beruft sie sich auf persönliche Gründe. Sie äusserte den Wunsch bald wieder für einen Sender in Deutschland arbeiten zu können. Unsere Mutmassung: Wildes Abgang hat nichts mit zertrümmerten Heckscheiben und Drohschreiben zu tun. Entweder machte ihr das frühe Aufstehen zu schaffen, oder sie konnte sich nicht mit den aalglatten Herren Peritz und Kilchsperger arrangieren. No more energy.

Ringier übernimmt Tageszeitung Aha!

Ringier übernimmt vom tschechischen Verlagshaus Ebika per sofort die zweitgrösste tschechische Zeitung Aha!. Die Mitarbeiter werden von Ringier übernommen.

Ringier übernimmt vom tschechischen Verlagshaus Ebika per sofort die zweitgrösste tschechische Zeitung Aha!. Die im Oktober 2004 lancierte und täglich erscheinende Boulevardzeitung hat derzeit eine Auflage von rund 194’000 Exemplaren. Die Mitarbeiter werden von Ringier übernommen. Ringier verstärke mit dem Kauf seine Führungsposition auf dem tschechischen Zeitungsmarkt, heisst es in einer Mitteilung. Ringier gibt in Tschechien bereits die Zeitung Blesk heraus, die meist verkaufte Zeitung des Landes.

König der Gratiszeitungen

Verlage Andreas Zehnder ist mit Elan dabei, die bereits hohe Auslastung seiner Zehnder Print AG weiter auszubauen. Momentan werden in seinem Unternehmen 22 Gratiszeitungen gedruckt.

 
Verlage Andreas Zehnder ist mit Elan dabei, die bereits hohe Auslastung seiner Zehnder Print AG weiter auszubauen. 
 Andreas Zehnder und Vater Peter Zehnder.
Die Unternehmensgruppe Zehnder mit Sitz in Wil kann mit Fug und Recht als aussergewöhnlich bezeichnet werden. 1856 gegründet, gliedert sie sich in drei Geschäftsfelder: den Bereich Verlag mit 22 Wochenzeitungen und vier Illustrierten, den Bereich grafische Produktionsunternehmen und den Bereich Dienstleistungsunternehmen mit Kinos, Fitnesscentern und Restaurationsbetrieben. Zu den Produktionsunternehmen gehören ein Copy-Center, die Zehnder Print AG mit Standort Rickenbach und die Rolf Peter Zehnder AG mit Standort Wil. Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die insgesamt 22 Gratiszeitungen stellt die Zehnder Print AG in Rickenbach bei Wil her, was Andreas Zehnder zum unbestrittenen «König der Gratiszeitungen» macht. «Trotz wirtschaftlich nicht sehr günstigem Umfeld für die grafische Industrie ist es uns in den letzten Jahren gelungen, uns auf dem Markt zu behaupten. Nicht zuletzt auch dank dem Zeitungs-Kundendruck. Seit 2000 durften wir gute Jahre verzeichnen und die Zeichen stehen gut, dass es auch die nächsten sieben Jahre so weitergehen wird.» Die Zeiten waren jedoch nicht immer so rosig wie heute. Der Zeitungsdruck der Druckerei Zehnder war bis Ende 1999 an der Hubstrasse in Wil domiziliert. Unter demselben Dach wie der Bogendruck.
Mit der Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag mit der schwedischen Metropol blieb für den Zeitungsdruck kein Stein mehr auf dem anderen. Um die erste Gratiszeitung in der Schweiz produzieren zu können, musste ein Neubau her. Land dafür fand man im benachbarten Rickenbach, wo in Rekordzeit ein moderner Bau hochgezogen wurde. Die Zeit war knapp, am 8. April 2000 musste die erste Ausgabe produziert werden. Zu jenem Zeitpunkt war auch noch keine Druckmaschine gekauft. Zur bestehenden Solna Distributor musste eine neue einfachbreite Maschine angeschafft werden. Andreas Zehnder entschied sich für eine hybride Goss Universal mit einem Trocknerofen.
Ausbau mit VolldampfKnappe sechs Monate später wurde auf der Goss die erste Metropol-Ausgabe gedruckt, wenn auch unter misslichen Umständen, weil der Neubau noch nicht fertig war. Dass nach gerade mal zwei Jahren das Aus für Metropol kam, war ein herber Schlag für Andreas Zehnder. Doch mit dem Druck der beiden englischsprachigen Tageszeitungen International Herald Tribune und Wall Street Journal konnte das entstandene Loch wieder gestopft werden. Seit 2002 wird die International Herald Tribune sechsmal wöchentlich für die Schweiz und das Wall Street Journal seit 2000 für die Schweiz und Norditalien in Rickenbach gedruckt. Und nachdem die Huber & Co. von der Tamedia aufgekauft worden war, übernahm Zehnder Print den Druck der Regional Zeitung Hinterthurgau. Seit dem 19. September hat die Zeitungsdruckerei mit .ch einen weiteren «grossen Fisch» in ihrem Portfolio. Sie druckt eine Teilauflage des neuen Gratisblattes.
In den letzten Jahren wurden immer mehr Wochentitel hinzugekauft. Sie machen heute mit 22 Titeln den Löwenanteil der Auslastung aus. Heute gehören noch die Zuger Woche, Züri Nachrichte, Züri Rundschau und die neu gegründete Uster Rundschau Peter Zehnder, 15 weitere Titel hat er vor eineinhalb Jahren an seinen Sohn verkauft. Von Erbvorbezug, wie oft gemunkelt wurde, könne also nicht die Rede sein, betont Andreas Zehnder. 12 der 15 Titel hatte Zehnder unlängst der St.-Galler-Nachrichten-Gruppe abgekauft. Nicht in Familienbesitz sind die Appenzeller Rundschau, die Herisauer Zeitung und die Bündner Nachrichten.
Bei der Toggenburger Zeitung/See&Gaster Zeitung hat Andreas Zehnder eine Minderheitsbeteiligung. Er ist ein umtriebiger Geschäftsmann, Inhaber der Zehnder Print AG, seit 2000 Inhaber des Bogenoffsets der Peter Zehnder AG und seit kurzem auch Verlagsleiter der Zehnder Verlagshaus in Personalunion: «Das geht nur dank kompetenter Mitarbeiter in den Schlüsselfunktionen.» Andreas Zehnder war nach absolvierter Matur und esig+-Studium sieben Jahre an der Seite seines Vaters in der Geschäftsleitung des Familienbetriebs tätig, bevor er die Geschäftsleitung der Imsag übernahm und diese während fünf Jahren innehatte.
Massgeschneiderte DrucktechnologieIn Rickenbach stehen heute – nach mehreren Zügelaktionen – zwei zusammengeschaltete Solna Distributor und die bereits erwähnte Goss Universal mit Trockenofen. Durch den Zukauf einer zweiten Solna verfügt die Zehnder Print AG heute über eine wohl einzigartige Konfiguration: Gedruckt wird auf 16 Y-Druckwerken (2+1). Die Maschine ist mit zwei Falzapparaten ausgestattet, einer davon ist ein Ballonfalzapparat, der auch Spezialeffekte erlaubt. Zehnder Print kann bis zu 128 Seiten im Tabloidformat im Bund leimen. Auf der Goss Universal können Druckprodukte inline mit einem Drei-Seiten-Beschnitt versehen werden, in der Weiterverarbeitung können die Zeitungen auf dem Kreuzleger inline umreift werden und für das schonende Verarbeiten von Bogensignaturen wird mit Stangen gearbeitet.
Als einzige Zeitungsdruckerei in der Schweiz kann Zehnder stufenlos jedes Seitenformat von 140×200 mm bis 500×630 mm produzieren. Dank der frei wählbaren Papierbahnbreite entsteht auch bei werbewirksamen Spezialformaten keine zusätzliche, teure Makulatur. Dank dem dreiseitigen Rotationsschnitt kann auf der Goss zudem randabfallend gedruckt werden. Als eine von zwei Zeitungsdruckereien in der Schweiz kann Zehnder überdies Produkte im Tabloidformat-Bereich (160×240 mm bis 250×315 mm) im Bund leimen. Der Akzidenzrollen-Druck auf der Goss Universal ermöglicht dank dem sieben Meter langen Trocknungsofen auch das Drucken auf gestrichene Papiere verschiedenster Sorten mit Grammaturen zwischen 40 und 120 g/m2 Papier glänzend. Im gleichzeitigen Druck und Zusammenführen mit dem Zeitungsdruck kann eine Zeitung wirtschaftlich und in Topqualität mit einem werbewirksamen, auf Glanzpapier gedruckten Umschlag veredelt werden. Alle Dienstleistungen rund um das Druckprodukt wie Prepress-, Postpress- oder verlegerische Leistungen, z.B. Abonnentenverwaltung, Postroutensortierung, Fein-Distribution usw., werden in Rickenbach aus einer Hand angeboten. Ein Service, den die Druckkunden der wohl einzigen Lohndruckerei in der Schweiz zu schätzen wissen.
Damit das Datenhandling auf den Redaktionen reibungslos klappt, setzt die Zehnder Print AG seit knapp vier Jahren auf das K4-Publishing-System, an das alle Aussenredaktionen direkt angebunden sind. Derzeit erstellen 26 Mitarbeiter die verschiedenen Zeitungen mit Adobe InDesign und K4. Dabei wird auch in der Redaktion mit InDesign gearbeitet. «Die Produktion unserer Zeitungen unterliegt deshalb speziellen Rahmenbedingungen, weil die Inserateakquisition erst eine Stunde vor dem Anlaufen der Druckmaschinen enden soll. Dadurch sind wir gefordert, den Inserateabteilungen und den Redaktionen in den jeweiligen Aussenstellen Funktionalitäten in die Hand zu geben, die über normale Standardarbeitsplätze hinausgehen. Flexibilität ist bei uns in jeder Hinsicht das A und O und sichert uns den entscheidenden Wettbewerbsvorteil», erklärt Roger Staub, Leiter Verlagskoordination.
Starker Partner PostVor vierzig Jahren lancierte Peter Zehnder die erste Gratiszeitung der Schweiz. Heute erscheinen im Verlagshaus Zehnder in Wil 22 Wochenzeitungen. Den Grossteil der wöchentlich über 790’000 Zeitungen verteilt die Post. Auf die Frage, weshalb er für die Distribution auf die Post setzt, meint Andreas Zehnder: «Entscheidend ist die taggenaue Zustellung, weil wir viele Termininserate haben. Die meisten unserer Titel müssen spätestens am Donnerstagmittag bei den Leserinnen und Lesern sein. Weshalb die Zustellung durch die Post? Die Post arbeitet flexibler und zuverlässiger als die privaten Verteiler. Die Privaten bieten eine bestimmte Tour nur ein oder zwei Mal pro Woche an. Die kleinste Verzögerung kann deshalb die taggenaue Zustellung gefährden. Bei der Post ist das kein Problem, weil sie täglich alle Briefkästen bedient.» Zehnder lässt auch die Auflagen von der Post beglaubigen.
Die Zahlen seien dadurch immer aktuell und nicht wie die Wemf-Zahlen vergangenheitsorientiert, erklärt Andreas Zehnder: «Wieso soll ich eine Wemf-Beglaubigung vornehmen lassen, wenn jene von der Post meiner Ansicht nach viel besser ist. Die Post macht eigentlich nichts anderes, als mir zu bescheinigen, wie viele Exemplare ich bei ihr aufgegeben habe. Unter dem Strich also schneller, besser und erst noch günstiger.» Ein Motto, das auch zur Zehnder Print AG gut passen würde, ein vitales, junges Unternehmen mit jungen, motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, deren Hunger nach weiteren Zeitungstiteln noch lange nicht gestillt sein dürfte. «Freie Kapazitäten für zusätzliche Aufträge haben wir jedenfalls noch. Und wenn wir uns die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt der Gratiszeitungen anschauen, stimmt uns das zusätzlich optimistisch für die nahe Zukunft.»
 
Daniel Bischof

Immer aktuell

Zeitungsdruck Schon lange werden die Adressen von Zeitungsabonnenten per Inkjet-Verfahren auf die Titelseite von Zeitungen eingedruckt. Im Rahmen der diesjährigen ifraExpo in Wien präsentierte MAN Roland eine Neuentwicklung, die digitalen Inkjet-Druck bei Maschinenvolllast im Zeitungsdruck möglich macht.

 
Zeitungsdruck Schon lange werden die Adressen von Zeitungsabonnenten per Inkjet-Verfahren auf die Titelseite von Zeitungen eingedruckt. Im Rahmen der diesjährigen ifraExpo in Wien präsentierte MAN Roland eine Neuentwicklung, die digitalen Inkjet-Druck bei Maschinenvolllast im Zeitungsdruck möglich macht. Die Systemlösung Integrated Inkjet, die MAN Roland in Zusammenarbeit mit der Kodak Graphic Communications Group entwickelt hat, nutzt die bewährte Technologie des Kodak Versamark DH6240 Inkjet-Druckkopfes, der sowohl in neue Maschinen von MAN Roland integriert als auch in bereits bestehenden Drucksystemen nachgerüstet werden kann.  Integrated Inkjet eignet sich für Personalisierungen, Grafiken, Adressen und Barcodeeindrucke sowie für Nummerierungen. Druckaufträge können damit bei einer Druckgeschwindigkeit von bis 90’000 Exemplaren pro Stunde bewältigt werden.

Verpackungsindustrie wehrt sich

Wirtschaft Das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) wehrt sich gemeinsam mit der Farb- und Lackindustrie, der Druckindustrie und der Nahrungsmittelindustrie gegen die geplante Änderung im Lebensmittelrecht bei der Zulassung von Druckfarben für Lebensmittelverpackungen.

 
Wirtschaft Das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) wehrt sich gemeinsam mit der Farb- und Lackindustrie, der Druckindustrie und der Nahrungsmittelindustrie gegen die geplante Änderung im Lebensmittelrecht bei der Zulassung von Druckfarben für Lebensmittelverpackungen. Grund sind die technischen und wirtschaftlichen Einschränkungen, die eine Änderung der zulässigen Druckfarben für den Verpackungsdruck für die Schweizer Industrie nach sich ziehen würde. Die neue, vom BAG vorgeschlagene Liste enthält nur einen Bruchteil der heute gängigen Druckfarbstoffe und würde die Schweizer Firmen gegenüber ausländischen Mitbewerbern benachteiligen.

Der Parademann der Blogger-Szene

Internet Roman Hanhart ist Blogger aus Leidenschaft. Mit Blogparaden will er die Subkultur für die Masse attraktiver machen.

 
Internet Roman Hanhart ist Blogger aus Leidenschaft. Mit Blogparaden will er die Subkultur für die Masse attraktiver machen. 
Roman Hanhart quält der Wertewandel der Gesellschaft. Er fragt sich, was Heimat für ihn bedeutet. Geht es nur ihm so? Um den Begriff Heimat und seine Bedeutung zu ergründen, schreibt er auf seinem Blog einen Artikel und ruft die Webgemeinde auf, sich auf die Suche nach Heimat zu begeben. Der Aufruf erzeugt Echo. Innert vier Wochen schreiben andere Blogger aus dem In- und Ausland Artikel zum Thema. Hanhart begleitet den Prozess, verlinkt die Texte und fasst sie auf seinem Weblog zusammen. Am Ende kommen mehr als 30 umfassende Beiträge und inhaltlich authentische Texte zusammen. Hanhart ist zufrieden. Die Blogosphäre auch.
Dieses «Brainstorming» hat einen Namen: Blogparade. Der Begriff ist im deutschsprachigen Raum relativ neu. Ursprünglich sind solche Aktionen als «Blog-Karnevals» bekannt geworden. Das Konzept stammt aus dem englischen Sprachraum und trägt den Namen «Blog Carnival». Die wortgenaue Übersetzung hielt sich nicht lange. In einer Abstimmung im Frühjahr 2007 einigte sich die Blog-Gemeinschaft auf die Bezeichnung Blogparade.
Die Idee findet regen Anklang. Waren solche Paraden lange ausschliesslich in den USA verbreitet, so lancieren heute auch deutschsprachige Blogger praktisch im Wochenrhythmus Blogparaden. In der Schweiz sind sie jedoch noch sehr selten. Neben Roman Hanhart ruft auch Reto Stauss von Nachhaltigbeobachtet.ch regelmässig Blogparaden ins Leben.
Die Motive, solche Gemeinschaftsaktionen zu organisieren oder sich daran zu beteiligen, sind völlig unterschiedlich. Während es Roman Hanhart um die Vielfalt der Beiträge zum Thema Heimat geht, wollen sich andere Blogger mit guten Texten beweisen. Der Vorteil der Paraden liegt auf der Hand: Innerhalb eines bestimmten Zeitraums werden ganze Themendossiers generiert, Gedanken gebündelt und Kontakte geknüpft. «Als Initiator kann man den Prozess steuern und den Teilnehmern genau vorgeben, was man erwartet», sagt Roman Hanhart.
Die Mobilisierung von Paradeteilnehmern ist nicht kompliziert. Im Gegenteil. Wie aus den entsprechenden Parade-Verzeichnissen zu erfahren ist, können innert kürzester Zeit 30 Hobbytexter für ein Projekt gewonnen werden. Je nach Thema – beliebt ist der IT-Bereich – schreiben Hunderte von Bloggern mit. «Viele der Texte sind Extrakte zum Teil langer Überlegungen und Diskussionen», sagt Hanhart. Dass die Beiträge mitunter bizarre Formen annehmen, ist für Hanhart kein Problem. Das widerspiegle letztlich die Blogkultur, die sich bewusst vielfältig und nicht immer fassbar gebe.
Obwohl viele Blogparaden inhaltlich glänzen und ihren Initianten Mehrwert bieten, geraten sie immer häufiger in Kritik. Es sind überwiegend Top-Blogger der Szene, die solche Aktionen boykottieren, weil sie dahinter einen Missbrauch sehen. Der Vorwurf: Blogparaden würden gestartet, um durch Verlinkung anderer Blogger bessere Treffer bei Suchmaschinen, höheren Traffic und damit höhere Werbeeinnahmen zu generieren. Roman Hanhart findet solche Vorwürfe in einzelnen Fällen zwar berechtigt, in der Regel allerdings nicht. «Der Grossteil der Blogparaden ist am Wissen interessiert und nicht an guten Platzierungen auf Suchmaschinenseiten.»
Neues Image angestrebtHanharts Parade verfolgt noch einen anderen Zweck als nur für Heimatgefühle zu sorgen. Der Informatiker aus St. Gallen will mit Blogparaden die Szene organisieren und ihr so zu einem neuen Image in der Öffentlichkeit verhelfen. Seit längerem beobachtet er die Entwicklung der Blogosphäre genau. Sein Fazit: Inhaltlich biete sie kaum Relevantes. Viele Einträge seien für die breite Masse bedeutungslos. «Mit der Blogparade will ich die Blogger dazu aufrufen, eigene interessante Inhalte zu produzieren», sagt Hanhart.
Er beschreibt sich selbst als Gemeinschaftsmensch, der im Kollektiv vorwärts kommen will. Zur Schweizer Bloggerszene hat er ein gespaltenes Verhältnis. «Es gibt viel zu viele Individualisten, die nicht Neues schaffen, sondern immer nur auf Bestehendem herumhacken.» Die Blogosphäre brauche eine neue Identität, wolle sie ernst genommen werden. Dass Blogger sich thematisch nur an der Oberfläche bewegten, will er nicht gelten lassen. «Unser Umfeld gibt sich nicht nur bissig, sondern ist auch kreativ.»
Hanhart gilt mit seinen Aussagen bei vielen Bloggern als Provokateur und Querdenker. Das stört ihn aber nicht, weil ihm die Entwicklung am Herzen liegt. So will Hanhart im aktuellen Blogcamp die Szene wachrütteln und auf die Missstände hinweisen. Das tat er schon im März, als sich die Gemeinschaft in den Räumlichkeiten der ETH traf. Mit einem Vortrag mit dem Titel «Gemeinschaft in der Blogosphäre – Chance oder Hype?» rief er die Blogger auf, sich zu organisieren. Seine Vision: 100 bis 300 Blogs miteinander in einem Verein zu organisieren und die Qualität zu sichern. Geschlossen will Hanhart gegen aussen auftreten und den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen. So organisiert könne man leichter Rechtsschutz- und Urheberrechtsfragen klären, sich für die Verbesserung der Sprache einsetzen, und die Szene könne sich besser vermarkten. «Nichts spricht dagegen, wenn Blogger mit ihren Inhalten nebenbei Geld verdienen», sagt er. Vor allem die Vermarktung will Hanhart vorantreiben, denn sie garantiere langfristig qualitativ gute Texte.
Wie seine Ideen von den hiesigen Bloggern aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. «Von den Dinos der Szene erwarte ich heftigen Widerstand. Aber wir wissen ja alle, was mit den Dinosauriern passiert ist.»
Christian Lüscher
BlogparadenBlogparaden
werden weltweit durchgeführt. In Deutschland gibt die Seite blog-parade.de dazu umfassend Auskunft. In den USA informiert blogcarnivals.com. In der Schweiz gilt die Seite blogclub.ch, deren Gründer und Betreiber Roman Hanhart ist, als zentrale Anlaufstelle. In der Schweiz
wird am 26. Oktober eine Blogparade zum Thema Blogging gestartet. Die Aktion dauert bis zum 3. Dezember. Informationen dazu finden sich im Web auf blogpraxis.ch. (cl)Roman Hanhart zu StichwortenSchweizer Blogger:
«Wir lernen und finden unsere Position in den Medien und in der Wirtschaft. Dazu braucht es eine starke Gemeinschaft, vielleicht einen Verband oder Verein.»Schweizer Medien:
«Leider sind viele kleine Angebote aus dem Printbereich verschwunden.» Internet:
«Eine Chance, endlich verantwortungsvoll miteinander umzugehen. Wir haben diese Gelegenheit aber schon fast vergeben.» (cl)

Lügende Bilder im Museum zu bewundern

Das Museum für Kommunikation in Bern zeigt die Ausstellung «Bilder, die lügen». Getürkte Titelbilder von Prinzessin Stephanie mit Baby und die Blick-Fotos des ehemaligen Botschafters Thomas Borer sind nur zwei von mehr als 300 Fallbeispielen der letzten 100 Jahre.

 Das Museum für Kommunikation in Bern zeigt die Ausstellung «Bilder, die lügen». Getürkte Titelbilder von Prinzessin Stephanie mit Baby und die Blick-Fotos des ehemaligen Botschafters Thomas Borer sind nur zwei von mehr als 300 Fallbeispielen der letzten 100 Jahre. Die Ausstellung, die das Museum vom 19. Oktober 2007 bis 6. Juli 2008 zeigt, fragt nach der Objektivität von Bildern und zeigt die Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Besucher tauchen in ein «Lügen-ABC» ein und erfahren beispielsweise, warum Ex-Botschafter Thomas Borer Beweisfotos skeptisch gegenüber steht, weshalb ein Eishockeypuck nicht immer da ist, wo er zu sein scheint, und wieso eine Operationsnarbe manchmal schlimmer aussieht, als sie in Wirklichkeit ist. Es wird auch aufgedeckt, dass ein volksnaher General Guisan in der Presse nicht erwünscht war und gezeigt, wie die Trikotwerbung des BSC Young Boys Bildredaktoren zum Tipp-Ex greifen liess.
Die Wanderausstellung «Bilder, die lügen» wurde von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland entwickelt und mit finanzieller Unterstützung der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung realisiert. Für die Präsentation im Museum für Kommunikation wurde die Ausstellung mit Schweizer Beispielen erweitert.

Bilderflut

User generated content Die zweite Ausgabe von Stylebook, einem ausschliesslich von Benutzern gemachten Magazin, kommt kombiniert und gross.

 
Benutzergenerierter Inhalt Die zweite Ausgabe von Stylebook, einem ausschliesslich von Nutzern gemachten Magazin, kommt kombiniert und gross. 
Das Heft ist gänzlich von den Leserinnen und Lesern gemacht und erscheint diesmal als Styles & Notes. Es ist die Kombination der Titel Stylebook und Notebook, zwei so genannt interaktive Printmagazine, die für einmal auch die beiden Communities von Stylebook.ch und Notebookmagazine.ch in einer Sonderausgabe vereint – im spektakulären, weil aussterbenden Grossformat (A3). «Das wirkt richtig gut in Zeiten, wo alle nur noch Tabloids produzieren wollen», sagt Initiator Rainer Kuhn und erinnert an die Schweizer Ausgabe des französischen Jardin des Modes, ein grossformatiges Modemagazin, das 1991 nach sechs Jahren wieder verschwand. Die Kombiausgabe soll ausserdem für einen guten Mix aus Text und Bild sorgen. Style and Notes präsentiert sich als wahrhaft bunte Versammlung von Fotografien und Bildreportagen aus der glamourösen Welt des äusseren Scheins – meist auf hohem Niveau. Die Bilderflut lädt zum Verweilen, ebenso die Texte, eine beliebige Mischung aus Alltagsnotizen, Gebrauchspoesie und politischen Kurzmanifesten.
Direttissimo ins InternetDas Genre, das bisher seinesgleichen sucht, hat der Ex-Werber und Herausgeber der ehemaligen Zeitschrift Kult begründet, die sich in den neun Jahren ihres Bestehens durch verschiedene Phasen zum Hochglanzmagazin mit literarischem Anspruch und prominenter Chefredaktorin (Sibylle Berg) wandelte. Stylebook und Notebook sind direkt mit dem Internet verknüpft, wobei die Leserinnen und Leser ihre Ideen und Ansichten als Texte und Bilder aufs Netz laden, die Inhalte der Printausgabe selber generieren und so zu einer stetig wachsenden Community werden.
Notebook erscheint bereits seit über zwei Jahren in jährlich acht Ausgaben, die in einer Auflage von 30’000 Exemplaren kostenlos und hauptsächlich im Dreieck Zürich, Bern, Basel «an ausgewählten Orten urbanen Vergnügens und Einkaufens» erhältlich sind. Im Unterschied dazu ist Stylebook von und für die fashion- und styleinteressierte und notabene zeitgeistbewusste Szene gemacht, für Fotografen, Modelagenturen, Stylisten und so fort und hat eine Auflage von 50’000 Exemplaren. Diese werden an «Orten des konsumorientierten Lebens in der deutschen und der französischen Schweiz, schwergewichtig in Boutiquen und styleaffinen Locations» verteilt, heisst es in der Mediadokumentation.
René Worni

Die Post bringts – teurer

Distribution Die neuen Posttarife 2008 sind den Verlegern zu hoch, weshalb sie in Zukunft noch stärker auf eine Postliberalisierung drängen werden. Vorerst soll es der Preisüberwacher richten.

 
Distribution Die neuen Posttarife 2008 sind den Verlegern zu hoch. Nun soll es der Preisüberwacher richten. 
In Sachen Zeitungstransporttarife 2008 ist der Verband Schweizer Presse kürzlich zum zweiten Mal an den Preisüberwacher gelangt. Der aktuelle Grund: Geht es nach der Vorstellung der Post, dann stehen den Verlagen, die ab 2008 nicht mehr von der Presseförderung profitieren, saftige Tariferhöhungen ins Haus – teils bis zu 40 Prozent. «Insbesondere Presseerzeugnisse mit geringer Auflage, tiefem Gewicht und unzureichendem Sortierungsgrad müssen mit einem höheren Preisanstieg rechnen», weiss Catherine Müller, Rechtskonsulentin beim Verband. Sie hat deshalb dem Preisüberwacher ein paar Berechnungsbeispiele vorgelegt. Die Antwort steht noch aus. Schon im August war der Verband beim UVEK und beim Preisüberwacher vorstellig geworden: Für Titel, die weiterhin in den Genuss der Presseförderung kommen, beantragte die Post eine Tariferhöhung um 4,4 Prozent ab 2008. Sie begründete dies mit der seit 2004 aufgelaufenen Teuerung. Die Verleger erinnerten jedoch daran, dass sie und die Post 2004 die Zeitungslogistik neu und günstiger aufgegleist hätten, erklärtermassen, um weitere Tariferhöhungen zu verhindern. Eine rückwirkende Teuerungsanpassung sei deshalb nicht gerechtfertigt. Doch die Verleger stiessen beim UVEK auf taube Ohren. Dieses stimmte dem Postantrag zu. Offen ist noch, was der Preisüberwacher dazu meint.
Bei den Verlagen wächst der Unmut, erst recht, weil die Post von «Marktpreisen» spricht. «Faktisch verfügt sie weiterhin über eine Monopolstellung», sagt Müller. Und sie fügt an, dass der Verband nun noch stärker auf eine Postmarktliberalisierung dränge. Das UVEK hat auf Anfang 2008 einen ersten Entwurf in Aussicht gestellt.
Markus Knöpfli

Antennen-Monopoly

Mobilfernsehen Nach dem positiven Konzessions-Entscheid für Swisscom Broadcast bangen Mitbewerber um ihr Geschäftsmodell. Mobile TV Schweiz versucht nun Zugang zu den Antennenanlagen zu erhalten - mit Unterstützung der SRG.

 
Mobilfernsehen Nach dem positiven Entscheid für Swisscom bangen Mitbewerber um ihr Geschäftsmodell. 
Jüngst hat Swisscom Broadcast den Zuschlag für den Aufbau eines Netzes für Fernsehen auf dem Mobiltelefon erhalten. Mitbewerber Mobile TV Schweiz (mit dem deutschen Partner T-Systems Media & Broadcast) ging dabei leer aus, obwohl das Unternehmen des Bieler Gründers Bruno Bucher – ganz im Gegensatz zu Swisscom Broadcast – spezielle Applikationen für die mobilegerechte Aufbereitung von TV-Inhalten für den Handy-Kleinstbildschirm entwickelt hat. Swisscom Broadcast wird sich vorerst damit begnügen, TV-Sendungen eins zu eins auf die Mäusekinos zu übertragen.Laut Aussagen von Giovanni Conti, Chef von Swisscom Broadcast, jüngst in der Berner Zeitung,  sei das Unternehmen mit Swisscom, Sunrise und Orange in Kontakt. Ein Geschäftsmodell im Hinblick auf die Euro 08 bestehe bereits.
Um sein Geschäftsmodell doch noch umsetzen zu können, versucht Buchers Mobile TV Schweiz den freien Zugang zu den Antennenanlagen von Swisscom Broadcast zu erhalten, notabene mit Zustimmung der grössten Benützerin, der SRG. Sollte hingegen keine Einigung zustande kommen, erwägt Bucher den Gang zur Wettbewerbskommission, weil Swisscom Broadcast damit eine Monopolstellung ausnütze. Noch sei nicht klar, ob sein Geschäftsmodell gesichert sei, sagte Bucher auf Anfrage. Er will aber erst anlässlich der Bieler Kommunikationstage bekannt geben, ob er den juristischen Weg beschreiten will beziehungsweise muss.
René Worni

Braver Boulevard

Sonntagspresse Der SonntagsBlick erscheint am 21. Oktober erstmals in neuer Aufmachung. Erster Eindruck der Werbewoche-Redaktion: Brav.

 
Sonntagspresse Der SonntagsBlick erscheint am 21. Oktober erstmals in neuer Aufmachung. Erster Eindruck der Werbewoche-Redaktion: Brav. 
Die ersten Abzüge vom neuen Layout des redesignten SonntagsBlick inspirierte die Redaktion der Werbewoche spontan zu einem Kurztest. Motto: «Sag mir, aus welcher Zeitung diese Seite stammt?» Das Ergebnis überrascht: Das erste Beispiel, es ist der Auftakt zum Ressort Politik aus dem ersten Bund des neuen SoBli, würden Redaktorinnen und Redaktoren eindeutig zwar einem Sonntagstitel zuweisen, doch niemals mit dem SonntagsBlick assoziieren. Die Anmutung sei verhalten, seriös, brav und passe schon eher zum neuen Sonntagsblatt aus dem Hause Wanner, so der einhellige Tenor. Schon eher SoBli-kompatibel fällt die Beurteilung einer Doppelseite im ersten Bund aus. Es ist jene mit «Tagesschau» und «Telex», die man auch vom bisherigen Blatt kennt. Hier bekommt man auch eine Vorstellung davon, was es heisst, der SonntagsBlick müsse «magaziniger» werden. Bereits im alten SoBli gab es kontinuierlich Versuche, die strikte Zweiteilung einer Doppelseite freier zu interpretieren und vor allem Bilder und Titel in die gegenüberliegende Seite hinüberwachsen zu lassen. Beim neuen Layout scheint diese Maxime Programm, und das Beispiel zeigt, dass das nicht bloss bei monothematischen Seiten möglich ist. Eine ganze Anzahl von verschiedenen Formen koexistieren nebeneinander: Das Bild mit integrierter erweiterter Legende, das sich fünfspaltig von der Mitte auf beide Seiten ausdehnt. Illustrierte Kurztexte in variabler Spaltigkeit sowie Kurznews, die zum Teil mit Farbe hinterlegt sind.
Deutlicher (und im Urteil der Wewo-Redaktion näher beim Boulevard) fällt der Magazinaspekt im Sportteil auf, wo das grosse Bild die Doppelseite dominiert und wo mit Personen bebilderte und fett angeführte Zitate sowie kleine Bildstrecken beispielsweise zum Verlauf eines Fussballspiels dominieren. Am bewährten Zweibundkonzept des SonntagsBlick wurde nicht gerüttelt, die Welt teilt sich für einen Teil der Leserschaft nach wie vor in Sportinteressierte und solche, die den zweiten Bund unbesehen beiseite legen (beziehungsweise umgekehrt).
Die neue SoBli-Titelseite ist prägnanter geworden und frei von domestizierenden Linien und Rahmen. Es dominiert die Horizontale, die am besten einer Schlagzeile gerecht wird. Das gilt auch für den Titel des Sportteils. Auf der Front entspricht der SonntagsBlick jetzt mehr einem Nachrichtenmagazin und erinnert stark an die Titelseiten des beerdigten Facts aus dem Hause Tamedia.
Am Schluss der improvisierten Blattschau verdichten sich bei der Wewo-Redaktion die Eindrücke zum Bild eines SonntagsBlick, der alles in allem beruhigt und ausgewogen wirkt. Die ausgewählten Layoutbeispiele sind jedoch noch zu ausgewogen und zuwenig gewagt konzipiert. Im jetzigen Stadium rückt das Blatt optisch zum Teil gar in die Nähe von Gratistiteln wie .ch oder dem geplanten News beziehungsweise zum jüngst redesignten 20 Minuten. Da bleibt abzuwarten, wie sich das Konzept in der redaktionellen Anwendung weiter entwickeln und reifen wird. Das Layout immerhin erlaubt Spielarten zwischen beruhigtem Allerlei bis zur üppigen Explosion von Text und Bild.
Verantwortlich für den neuen SonntagsBlick ist Zeitungsdesigner Stéphane Carpentier, der bereits aus Sie+Er das neue SoBli-Magazin gestaltet hat. Carpentier ist auch verantwortlich für den neuen Blick. Damit wird mehr und mehr absehbar, wie die neue Boulevardzeitung aussehen wird und ob sie diesen Namen auch verdient.
René Worni
 
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