«Arena»: BDP will Beschwerde einreichen

Die BDP fühlt sich von SRF ungerecht behandelt und will bei der UBI Beschwerde gegen die «Arena» einreichen. Auch die GLP tut sich schwer mit der Sendung.

Grund für die Beschwerde, die BDP-Präsident Martin Landolt am Dienstag seiner Fraktion vorschlagen will, ist eine von der Partei empfundene Unter- und Nichtvertretung in der Sendung, wie die Schweiz am Sonntag in der aktuellen Ausgabe schreibt. Seit die «Arena» neu lanciert wurde, sei die BDP noch nie berücksichtigt worden, beklagt sich Nationalrat Hans Grunder – dies obwohl allen Parteien eine Beteiligung nach Proporz in der normalen Sendung versprochen worden sei. Die BDP hat sich deswegen bereits mehrfach an SRG und SRF gewandt und unter anderem im Sommer das Gespräch mit Roger de Weck und Rudolf Matter gesucht. Diese hätten ihnen in vielen Punkten zugestimmt, sagt Grunder – dennoch habe sich seither die Situation gar noch verschlimmert.

SRF-Chefredaktor Tristan Brenn kann die Vorwürfe «nicht nachvollziehen». Das Schweizer Fernsehen tue sein Bestes, um die Parteienlandschaft der Schweiz so ausgewogen wie möglich zu gestalten. «Arena»-Moderator Jonas Projer weist den Vorwurf mit aller Deutlichkeit zurück. Es treffe nicht zu, dass die BDP nicht adäquat vertreten sei. Übers Jahr gerechnet werde die Partei angemessen vertreten sein – ausserdem unterschlage die BDP einen Auftritt in der Hauptrunde zur GfS-Wahlumfrage.

Da die SRF-Stellungnahme aus Sicht der BDP unbefriedigend ist, soll das Anliegen nun an die unabhängige Beschwerdeinstanz UBI gelangen. Zwar sei man, so Landolt, mit dem Moderationsstil von Projer zufrieden, aber nicht damit, wen dieser wann für welche Themen auswähle. Denn die Sendung sei vor den Wahlen eine «existenzielle Plattform».

«Arrogantes Vorgehen»

Wenig glücklich mit der «Arena» sind übrigens auch die Grünliberalen. GLP-Präsident Martin Bäumle, der Bedenken hat, öffentlich Kritik zu üben, «weil man sonst befürchten muss, geschnitten zu werden». Bäumle stört vor allem, dass wenig Rücksicht auf das Milizsystem genommen werde. Man werde ohne Voranfrage aufgeboten – beispielweise just am einzigen Freitag im Wahlherbst, an dem er fix unabkömmlich gewesen sei. Auch Hans Grunder tut sich diesbezüglich schwer: Er habe nach einem Aufgebot einmal seine Ferien vorzeitig abgebrochen, um auf dem Rückweg zu erfahren, dass man ihn jetzt doch nicht brauche. Grunder bezeichnet das Vorgehen als «arrogant».

Dass Parteien versuchen, «mit Druck und Drohungen» die Gästeauswahl zu beeinflussen, komme gelegentlich vor, so Moderator Projer. Man begegne dem «höflich, aber bestimmt». Auf Recherchen der Schweiz am Sonntag basierende Vorwürfe, viele Mitarbeitende hätten die «Arena» wegen Problemen mit der Arbeitsatmosphäre verlassen, weist Projer ebenfalls zurück. Die Stimmung auf der Redaktion sei «hervorragend». (hae/SaS)
 

SNK entwickelt Markenpositionierung und Erscheinungsbild für PHZH

In enger Zusammenarbeit mit dem Kommunikations-Team der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) erarbeitet SNK die Markenpositionierung und -struktur und entwickelt das neue Design.

Dazu gehört alles vom Logo über sämtliche Templates bis hin zum Quick-Fix der digitalen Medien wie Website, Intranet und Studiweb.

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Die Pädagogische Hochschule Zürich verbindet die Bereiche Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung unter einem Dach und spricht verschiedenste Zielgruppen von angehenden Lehrpersonen bis hin zu Schulbehörden und Hochschuldozierenden an. Mit ihrem neuen Auftritt schafft die PHZH Orientierung und verbindet gleichzeitig den Anspruch an eine führende Hochschule mit der Vielfalt und Lebendigkeit des Studienalltags. Während das siegelartige Logo die Position der Hochschule unterstreicht, vermittelt das flexible, farbenfrohe Layoutverhalten die Angebotsbreite und das Leben an der PHZH.

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Grundlage für die Erarbeitung der Markenstrategie, -positionierung und -struktur bildeten unter anderem die Ansprüche und Erwartungen aus zahlreichen Interviews, die SNK mit internen und externen Stakeholdern führte. Zentrale Anforderung war für Reto Klink, Leiter Kommunikation bei der PHZH, ein pragmatisches Vorgehen: «Wir haben mit SNK einen professionellen Teamplayer gefunden, der es versteht, effizient und kostenbewusst eine überzeugende Lösung zu erarbeiten – von der Strategie bis zum digitalen Quick-Fix.» Die meisten An- passungen konnte das PHZH-Team um Reto Klink auf Basis der von SNK definierten Templates selbst imple- mentieren. Ab Mitte September 2015 wird das neue Design schrittweise über sämtliche Bereiche der PHZH eingeführt.

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Rod ruft für Tamedia zum Wählen auf

Mit fiktiven Schlagzeilen auf den Titelseiten und ganzseitigen Inseraten in allen Sprachregionen ruft Tamedia zur Teilnahme an den eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober auf. Kreiert hat die Kampagne Rod Kommunikation.

Die in einem Monat neu gewählten Mitglieder des National- und Ständerates werden in den nächsten vier Jahren politische Weichenstellungen vornehmen und damit entscheiden, welche Themen die Schweizer Öffentlichkeit beschäftigen. «Welche Schlagzeilen wünschen Sie sich für die Zukunft?» und «Wählen heisst mitentscheiden» steht deshalb heute in allen zwölf Tageszeitungen sowie als fiktive Titelseite in allen Ausgaben der Pendlerzeitung 20 Minuten.

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Die Schlagzeilen für den 18. September 2018, drei Jahre nach den eidgenössischen Wahlen, legten die Redaktionen fest. Sie stellten politische Geschäfte, die die neu gewählten Mitglieder des National- und Ständerates in den nächsten Jahren beschäftigen könnten, in den Mittelpunkt. Die Redaktionen der grössten Schweizer Mediengruppe entschieden sich sowohl für nationale als auch für regionale Themen, beispielsweise die Beschaffung von Kampfflugzeugen, eine achtspurige Autobahn zwischen Lausanne und Genf, einen gesetzlich verordneten Tessiner Bundesrat oder eine umfunktionierte Kaserne Bern.

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«Unsere Medien ermöglichen es ihren Leserinnen und Leser, sich eine eigene Meinung zu bilden, gerade auch vor Wahlen und Abstimmungen. Persönlich finde ich es wichtig, dass wir Schweizerinnen und Schweizer unsere Rechte nutzen und wählen.» sagt Pietro Supino, Verleger von Tamedia. Die Kampagne wurde konzipiert und realisiert von der Zürcher Agentur Rod Kommunikation.

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Jungfrau Zeitung baut Publizistik aus

Die Jungfrau Zeitung schafft drei neue Bereiche. Yves Brechbühler übernimmt die Leitung der Redaktion, Leiter Agenda/Markt wird Patrick Schmed und die Ernennung der Leitung Newsdesk erfolgt per Anfang Jahr.

Die multimediale Plattform mit Sitz in Interlaken baut die Publizistik aus. Zum einen führt die Zeitung aus dem Hause Gossweiler ein neues Ressort Klima ein, dies weil das Berner Oberland vom Klimawandel besonders betroffen ist. Stichworte dazu sind Permafrost, Gletscherrückgang, Kunstschnee, Murgänge oder Hochwasser. Zum andern werden die klassischen Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport ausgedehnt, der Newsdesk wird zeitlich und personell verdoppelt und die serviceorientierten Ressorts Agenda und Marktplatz erhalten eine eigenständige Führung und ab nächstem Jahr eigene Apps und eine separate Form im Print als wöchentliches Magazin der Jungfrau Zeitung.

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Patrick Schmed und Yves Brechbühler (v.l.)

Neuer Leiter der Redaktion wird ab 1. Oktober der 28-jährige Yves Brechbühler. Der aus Zofingen stammende Journalist studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Bern. Brechbühler führte als Redaktor der Jungfrau Zeitung eine neuartige Live-Berichterstattung von Grossanlässen ein. Sein Lieblingsressort ist die Politik, wo er jüngst mit einer Interviewserie der vier Ständeratskandidaten aus dem Berner Oberland für Aufsehen sorgte. Er beherrscht den multimedialen Ansatz der Jungfrau Zeitung, die über eine der integriertesten Redaktionen der Schweiz verfügt. Brechbühler ist passionierter Berggänger, schreibt als solcher Gastbeiträge im SAC-Magazin Die Alpen oder im Zürcher Tages-Anzeiger und kletterte mehrere Nordwände im Berner Oberland so auch diejenige des Eigers. Der neue Redaktionsleiter ist auch bekannt für seine einfühlsamen Reportagen. Im Hochwinter begleitete er den Hasliberger Bergbauern Fritz Kehrli auf dessen beschwerlicher Reise mit den Kühen via Gental nach Nessental am Sustenpass.

Neuer Leiter Agenda und Marktplatz wird ab 1. Oktober der 44-jährige Patrick Schmed. Der gebürtige Bündner aus Disentis ist gelernter Touristiker und Werbeleiter. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Marketing in verschiedenen Branchen. Zuletzt war er fünf Jahre Marketingleiter des Naturparks Gantrisch. Davor hatte er acht Jahre unter anderem die Redaktionsleitung des Kundenmagazins von Bernmobil inne, das über eine Auflage von über 100’000 Exemplaren verfügt. Er war schon einmal im Berner Oberland tätig. Seine Karriere startete Schmed im Marketing bei PostAuto Tourismus in Interlaken, wo er Postcar aufbaute, das Ausflugsangebot von Postauto Schweiz. Zudem war er Marketing-Leiter bei Radio Grischa in Chur. In Zusammenarbeit mit Kunden baut Schmed bei Gossweiler Media den medienübergreifenden Bereich Native-Advertising aus. So publizierte er bereits eine vielbeachtete kultur-historische Serie über die bedeutenden Schlösser rund um den Thunersee oder ein Porträt über das schweizweit bekannte Gourmetrestaurant Alpenblick in Wilderswil.
 

Branding neu gedacht

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Moderatorin der Medienethik

Im September 2013 hat der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat Ursina Wey als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Martin Künzi gewählt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wey gerade fünf Jahre in Togo verbracht.

Seit dem 1. Januar 2014 ist Ursina Wey die neue Geschäftsführerin des Presserats. Nach dem Rechtsstudium an den Universitäten Freiburg und Bern sowie dem Erwerb des Bernischen Anwaltspatents arbeitete Wey unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Bakom und als stellvertretende Leiterin des Rechtsdienstes der SRG. Danach war Ursina Wey für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zuerst als Beraterin für Demokratieförderung, danach für Good Governance und Dezentralisierung in Togo tätig. Nach fünf Jahren in Togo bekam sie eine Zusage für ihre Bewerbung als Geschäftsführerin des Schweizer Presserats.

Sein eigenes System infrage stellen

«Mich einsetzen zu können, ist für mich bereits ein altes Thema», kommentiert Ursina Wey ihren Einsatz in Togo eher pragmatisch. Zu diesem ihrem langjährigen Wunsch und Antrieb, sich einzusetzen, gehören für sie generelle Fragen der Gerechtigkeit, der Fairness und der Menschenrechte. «Deshalb habe ich an der Universität Genf ein Diplom für Menschenrechte mit einer Abschlussarbeit über die Mohammed-Karikaturen erworben», bemerkt sie nebenbei. Dieses helfe ihr nun auch bei ihrer Arbeit im Presserat, was etwa das Thema Medienfreiheit anbelange. Nur wollte Ursina Wey die Relevanz dieser Theorien gerne auch vor Ort erfahren – die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gab ihr diese Möglichkeit; als Beraterin für Demokratieförderung in Togo. «Das war eine extrem wertvolle Erfahrung», so Wey rückblickend. Zum einen waren diese fünf Jahre in Togo für sie eine ganz neue Form des Auslandsaufenthalts, nicht zu vergleichen mit einer mehrwöchigen Reise, bei der das Eintauchen in eine neue Kultur viel oberflächlicher bleibe. Fünf Jahre in einem komplett anderen Kulturkreis zu leben, habe ihr eigenes Koordinatensystem neu justiert, erzählt Wey. «Man muss sein persönliches System permanent infrage stellen. Je nach Kontext verändert sich die Selbstwahrnehmung, die eigene Reaktion und das Verständnis vom Gegenüber. Klar vorgefertigte Ideen, wie etwas sein sollte, werden immer wieder auf den Prüfstand gestellt», führt sie aus. Ein solches Erlebnis bedeute aber auch, sich selber infrage stellen zu müssen, sich selber zu hinterfragen. «Eine permanente Erweiterung des eigenen Horizonts tut gut», fasst Wey schmunzelnd zusammen. Das Eintauchen in einen anderen Kulturkreis bedeute ausserdem auch, immer tiefer und detaillierter zu suchen. Doch letztendlich bleibe eine andere Kultur immer eine fremde Kultur. Und doch könne man in fünf Jahren natürlich ein Verständnis entwickeln, das sehr bereichernd sei. Diese Chance zu haben, in eine fremde Kultur einzutauchen und eine andere Kultur so gut wie möglich kennenzulernen, sieht sie als Privileg. «Das verändert einen Menschen. Diese Erfahrung erforderte von mir grosse Beweglichkeit », erzählt Wey. Dies sei ein weiterer Grundzug ihres Lebens, Bewegung sei ihr sehr wichtig, in jeder Hinsicht. «Ich brauche neue Herausforderungen, vermeide Routine. Das heisst auch, sich immer wieder auf neue Situationen einstellen zu können», sagt sie. So ist für Ursina Wey kein Tag wie der andere, stets sucht sie neue Lösungen und andere Wege – stets pflichtbewusst und genau, aber auch mit einer natürlich ansteckenden Fröhlichkeit. Bei ihr läuft kein Tag so ab, wie sie sich das am Morgen vorgestellt hat. «Das erhält mich aber auch lebendig und gibt mir eine gewisse Gelassenheit», fügt sie an. So sucht sie die Herausforderung auch bewusst in jedem Tag – sie ist ein Teil ihres Lebenselixiers. Ihre Erfahrung in Afrika war gleichzeitig geprägt vom «Ausbrechen aus dem Schweizer Karriereschema », sagt sie. Viele ihrer Freunde hätten Mühe bekundet, diesen Entscheid zu verstehen. Sie befürchteten, dass sie nur schwer wieder einen Einstieg in die Schweizer Berufswelt finden könnte. «Ich hingegen erfüllte mir damit einen Herzenswunsch und erachtete es als Privileg, etwas bewirken zu können », erklärt sie. Fünf Jahre hat sie in Togo gelebt und mit der Dorfbevölkerung zusammengearbeitet. Die Medien waren auch in Afrika im Fokus von Ursina Wey. Sie habe in jedem ihrer Projekte versucht, Lokalradios mit einzubeziehen, erzählt sie. So habe man etwa Frauen direkt gelehrt, mit dem Medium Radio umzugehen und Sendungen zu gestalten – natürlich vor dem Hintergrund, diese Fähigkeiten dann auch für die eigenen Aufklärungsprojekte fruchtbar machen zu können. «Auf diese Weise konnten wir beispielsweise breit darüber informieren, dass man einem Kind einen Geburtsschein ausstellen lassen muss, damit es später einen Pass beantragen oder eine Universität besuchen kann», erzählt Wey. Übers Radio habe man also primär wichtige Informationen und Hinweise verbreiten können. «Das Radio ist in Togo das wichtigste Medium, das auch in den abgelegenen Dörfern gehört wird und damit auch die grösste Aufmerksamkeit erzielt », so Wey. Daher sei der Einbezug des Lokalradios ein wichtiger Aspekt in ihrer Arbeit gewesen. Der Level sei natürlich nicht vergleichbar mit einem Radiostudio in der Schweiz. So können Journalisten in Togo nicht von ihrem Job leben, sind meistens nicht einmal bezahlt. Aber es funktioniere auch so, führt sie aus. Das habe sie immer wieder von Neuem fasziniert. «Grundsätzlich denke ich, darf man sich aber nicht überschätzen, wenn es darum geht, etwas bewirken zu können», fügt sie pragmatisch an. Gleichzeitig habe ihr diese Erfahrung aber auch gezeigt, dass ein funktionierendes Medienwesen auf hohem Niveau, welches auch Diskussionen mit einer grossen Meinungsvielfalt zulasse, eine unabdingbare Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft sei.

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Gerechtigkeit im Blut

Ein Highlight ihrer aktuellen Tätigkeit als Geschäftsführerin des Presserats sind für Ursina Wey die Kammersitzungen. Denn hier findet der Diskurs am Tisch statt. Dabei vertiefe man sich in einen Fall, so Wey. «Es werden Argumente entwickelt und gleichzeitig hinterfragt. Hier erlebt man intensiv die zentrale Aufgabe des Presserats, den Diskurs über medienethische Fragen zu führen», erzählt sie. Dabei sei es immer wieder interessant, das Echo der Besucher zu hören. Meist seien Besucher erstaunt, wie offen diskutiert werde und wie exakt jedes Argument abgewogen werde. «Am Schluss muss die Kammer einen Entscheid fällen – Konsens wird angestrebt. In Ausnahmefällen kommt es zu einem Mehrheitsentscheid», führt Wey aus. Eher selten komme es zu Abstimmungen, bei denen ein Mitglied des Presserats überhaupt nicht einverstanden sei mit den Entscheidungen. «Der Presserat lebt die Vielfalt von unterschiedlichen Persönlichkeiten mit verschiedenen Hintergründen», erklärt Wey das Zustandekommen divergenter Ansichten. Unterschiedliche Lebenswege und Berufshintergründe führten dazu, dass die einzelnen Meinungen sich teilweise erst in langen Diskussionen annähern würden. «Doch gerade das ist extrem spannend», führt sie begeistert aus. «Teilweise tauchen ganz unkonventionelle und unerwartete Gedanken auf, die man aus der eigenen Warte übersehen hätte.» Diese Feinanalyse medienethischer Fragestellungen fasziniere sie immer wieder von Neuem. «Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich in das Thema, die Personen und die Intentionen hineinversetzen zu können», betont Wey. Denn schliesslich müsse auch die Begründung eines Presserat-Entscheids überzeugend sein. «Das setzt voraus, dass in einer Stellungnahme das Vorgehen nachvollziehbar dargestellt wird, Argumentationen fundiert entwickelt und mit einer genauen Sprache verständlich vermittelt werden». Dahinter verbirgt sich aber nicht nur die Faszination für intellektuelle Diskussionen und die Liebe fürs Detail, sondern auch grosse Empathie und generell die Freude an der Arbeit. «Das Streben nach Gerechtigkeit und Transparenz, Menschenrechte, Offenheit und Entwicklung sind die Leitmotive meines persönlichen und beruflichen Lebensweges. Dazu gehört ein ausgeprägter Sinn für Fairness.» So zeigen sich bei Ursina Wey diese Präferenzen bereits in ihren Kindheitsberufswünschen. Sie stellte sich vor, Ärztin in Afrika zu werden oder Dirigentin – weil es keine weiblichen Dirigenten gab. Gleichzeitig hat Ursina Wey jedoch viele verschieden gelagerte Interessen und bezeichnet sich deswegen als Generalistin. «Das Jus-Studium hat meinen Erwartungen schlussendlich am besten entsprochen», ist Wey überzeugt. Dieser Entscheid habe ihr ein erfüllendes Berufsleben ermöglicht.

Ein Schwarm mit vielen Perspektiven

Bei den Kammersitzungen des Presserats ist Ursina Wey als Geschäfts- und Protokollführerin anwesend mit beratender Stimme – auch wenn sie ihre Meinung klar vertritt. Gleichzeitig bringt sie offen ihre eigenen Überlegungen oder Ambivalenzen mit einem komplizierten Fall ein. Denn die Diskussionen des Presserats sind teilweise sehr komplex. Meist werden sie dafür umso mehr mit Engagement betrieben. Jedes Argument wird angehört, jede Meinung kommt zum Tragen – das juristische Verständnis genauso wie die persönliche Einschätzung, das Leseverständnis genauso wie der redaktionelle Auftrag, semantische Details genauso wie journalistisches Handwerk, die Meinung der Beschwerdeführenden genauso wie die Richtlinien des Schweizer Presserats. In dieser Meinungs- und Interessenvielfalt behält Wey den Überblick. Ihre Zusammenfassungen der Presserat-Entscheidungen bestechen durch sachliche und leicht verständliche Prägnanz. Ähnlich wie ihre Tätigkeit sieht es auch in ihrem Büro aus – der Raum scheint Weys Persönlichkeit zu widerspiegeln. Akten, wohin man sieht. Auf dem Schreibtisch liegen aufgeschlagene Bücher und Kopien der aktuellen Fälle, weitere findet man auf dem Klavier hinter ihrem Schreibtisch – ein Hinweis auf ihre Leidenschaft für Musik. Auf einem zweiten Schreibtisch sind ebenfalls Kopien ausgelegt. Andere wiederum breitet Wey gerne auf ihrem Sofa aus. Dieses hat sie geerbt und neu beziehen lassen – es gibt dem Raum seinen Charme. Darüber hängt ein Bild aus der Serie «Transparenz» einer befreundeten Malerin. «Die Thematik passt zu mir, speziell auch zu der Tätigkeit des Presserats», kommentiert Wey. Transparenz sei ihr wichtig, schliesslich bestehe die Arbeit der Medien aus Öffentlichkeitsarbeit; diese sollte also auch transparent und gut öffentlich zugänglich sein. Die Ernsthaftigkeit der Thematik spiegelt sich in ihrem Blick, den sie aber sogleichmit einem ehrlichen Lächeln durchbricht. Trotz der Papierberge weiss Wey genau, wo sie welche Unterlagen abgelegt hat. Sie springt auf, sammelt einige Unterlagen zusammen, geht dabei mehrmals durch den Raum. Ursina Wey ist immer in Bewegung, sie sitzt nicht gerne still. So sehe ihr Leben tatsächlich aus, bestätigt sie: «Ich möchte lernen, mich fasziniert das Neue, ich brauche Herausforderung. » In Routine zu versinken, wäre nichts für sie. Und tatsächlich: Alltag gibt es für Ursina Wey nicht, immer kommt etwas dazwischen, gibt es Unvorhergesehenes. Den Tag zu meistern, mit all seiner Unvorhersehbarkeit, braucht Mut, Spontaneität und Gelassenheit – in Togo waren Wey diese Eigenschaften eine grosse Hilfe. Auch wenn ihr Wunsch «etwas zu bewirken» bei der Entscheidung im Vordergrund stand, für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Beraterin für Demokratieförderung nach Togo zu gehen.
Ursina Maurer

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Nach dem Rechtsstudium an den Universitäten Bern und Freiburg und dem Erwerb des Bernischen Anwaltspatents war Ursina Wey unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Bakom und als stellvertretende Leiterin des Rechtsdienstes der SRG tätig. Nach fünf Jahren in Togo, erst als Beraterin für Demokratieförderung, danach für Good Governance und Dezentralisierung, kehrte sie nach Bern zurück, als Geschäftsführerin des Schweizer Presserats.
 

Streuplan: «Enough with boring cats»

News, Entertainment und Fun. Die BTL-Agentur Streuplan hat Ende 2014 mit ihrem Content- und Social Media-Konzept den Pitch um MTV mobile von Sunrise gewonnen. Im Rahmen der Campus-Aktivitäten wurde nun am vergangenen Montag der erste Youtube-Kanal gelauncht.

Der Kanal decke alles ab, was Studierende bewegt, so die Agentur. Warum man sich da so sicher ist? Weil der Youniverse Channel von Studierenden gemacht wird.

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Sechs Video-Journalisten und zwei Producer bilden das Youniverse Channel-Team, welches den ersten Video-Kanal von Studierenden für Studierende betreut. Im Frühjahr wurden sie über eine breite Rekrutierungskampagne an Universitäten und Fachhochschulen im ganzen Land gesucht und gefunden.

https://www.youtube.com/watch?v=LD8muhTnBmM

Und ganz gemäss der MTV-Philosophie übernehmen nun die jungen Wilden das Ruder und produzieren laufend Videos für ihre Generation. Das Youniverse Channel-Team wird dabei vom Social Publishing-Portal Storyfilter.com, den Filmprofis von Futurelite sowie von Streuplan in allen Bereichen der Content-Konzeption, -Produktion und -Kommunikation unterstützt.

https://www.youtube.com/watch?v=2vuRauI_IRE

Diese Kombination aus Content Marketing und Social Media trifft den digitalen Zeitgeist. MTV mobile setzt damit auf gezieltes Inbound Marketing im Video-Format. Die Kampagne zum Start des Youniverse Channel läuft seit Montag in zielgruppenrelevanten Medien.

https://www.youtube.com/watch?v=_9F2SLZtwrw

https://www.youtube.com/watch?v=8pUnDcj_ZWE

Verantwortlich bei Sunrise: Christoph Timm (Director), Anja Betzler (Segment Marketing Manager). Verantwortlich bei Viacom / MTV mobile: Sanja Ruggiero (Project Coordinator). Verantwortlich bei Streuplan: Thomas Back (Gesamtverantwortung), Eva Brun (Beratung), Basil Renz (Beratung), Ennio Cadau (Text / Konzept), Philip Ziegler (Text / Redaktion), Marco Braun (AD), Eva Gächter, Dalibor Tihi (Online). Produktion / Coaching: Futurelite (Claudio Catrambone, Pascal Wasinger). Publishing / Coaching: Storyfilter.com (Bernhard Brechbühl). Media: Mediatonic.
 

HWZ und GFM: Zum zweiten Mal Experten in Brand Leadership diplomiert

Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und die GFM Gesellschaft für Marketing haben im September 2015 14 Absolventinnen und Absolventen des Zertifikatslehrgangs CAS Brand Leadership diplomiert.

Die Diplomfeier für Absolventinnen und Absolventen der zweiten Durchführung des Zertifikatslehrgangs fand im Restaurant «Mucho Gusto» in Zürich statt. Den besten Abschluss erzielten ex aequo die Gruppen mit Adi Barmettler, Beatrix Imhof, Hugo Wyler sowie Barbara Bumbacher, Micaëla Raschle Grand und Thomas Zimmermann mit einer Note von 5,3. «Ein inspirierender Lehrgang mit hervorragenden Dozenten, die es verstehen, «Leadership-Brandmanagement» in allen Facetten zu beleuchten, und dabei die theoretischen Grundlagen stets mit der Praxis verknüpfen», sagt Thomas Zimmermann, Leiter Marke und Sponsoring von Postfinance.

Renommierte Dozierende

Der Studiengang CAS (Certificate of Advanced Studies) Brand Leadership widmet sich den facettenreichen Disziplinen einer ganzheitlichen und strategischen Markenführung. Als Dozierende amten profilierte Chefs von bedeutenden Markenartikeln wie zum Beispiel Thomas Amstutz (CEO Feldschlösschen-Gruppe) oder Urs Riedener (CEO Emmi-Gruppe), Top-Werber wie Dominique von Matt und Martin Spillmann sowie führende Wissenschaftler wie der Neuromarketingexperte Hans-Georg Häusel und die Professoren Torsten Tomczak und Sven Reinecke von der Universität St.Gallen. «Wir nehmen Brand Leadership ernst und sind stolz, dass wir echte Brand Leader als Referenten für diesen speziellen Lehrgang motivieren können», erklärt Peter Felser, welcher zusammen mit Max Meister den Studiengang verantwortet.
Der nächste Lehrgang startet im März 2016 und richtet sich an markenaffine Führungskräfte, die ihr strategisches Markenverständnis stärken wollen. Im Rahmen von Gastreferaten, Fallstudien und Exkursionen verknüpft der Studiengang neuste wissenschaftliche Erkenntnisse mit bewährten Erfolgsregeln aus der Praxis. Weitere Infos zum Studiengang CAS Brand Leadership: www.fh-hwz.ch/brand

Die Absolventinnen und Absolventen 2015

Adi Barmettler, Marco Bieri, Barbara Bumbacher, Olivier Egli, Heidi Herzog, Beatrix Imhof, Muriel Mangold, Micaëla Raschle Grand, Thomas Schüpfer, Philipp Tinguely, Hugo Wyler, Daniel Zangger, Thomas Zimmermann, Nino Zuberbühler

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Peter Felser (Co-Studiengangsleiter), Barbara Bumbacher, Thomas Zimmermann, Micaëla Raschle Grand, Max Meister (Co-Studiengangsleiter) (v.l.)

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Die Co-Studiengangsleiter mit den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen

Anthrax-Alarm bei Ringier

Auf der Redaktion der Blick-Gruppe ist am Donnerstag ein Drohbrief mit weissem Pulver eingegangen. Das erste Stockwerk des Pressehauses wurde daraufhin evakuiert.

Wie die NZZ berichtet, habe laut Stadtpolizei Zürich ein Schnelltest ergeben, dass es sich beim Pulver nicht um Anthrax, sondern um eine harmlose Substanz handelte. So habe die Blick-Belegschaft nach eineinhalb Stunden die Arbeit wieder aufnehmen können. Damit musste die Stadtpolizei dieses Jahr bereits zum zweiten Mal Drohungen gegen Ringier nachgehen. Bereits im Januar nahm die Polizei einen 43-Jährigen fest, der anonyme Drohanrufe gegen das Pressehaus getätigt hatte (Werbewoche.ch berichtete). Im Juni wurde der Mann zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt (Werbewoche.ch berichtete). (hae)

Bild: Ringier

Serranetga: Nationale Jugendkampagne für die UBS

Die aktuelle UBS Jugendkampagne trifft mit dem Thema Reisen voll den Nerv der Zielgruppe. Tausende Jugendliche haben bereits am Wettbewerb teilgenommen. Für Konzeption und Umsetzung der Kampagne zeichnet Serranetga verantwortlich.

Reisen steht bei Studierenden hoch im Kurs. Nur leider scheitern die Urlaubsträume oft am fehlenden Kleingeld. Kein Wunder, avanciert der «UBS Campus Break» gerade zum Hit an den Schweizer Unis. Die Kampagne ist auf hohe Shareability ausgelegt: Mit einem wöchentlichen Quiz können Studierende herausfinden, welches Highlight für den jeweiligen Trip am besten zu einem passt und den persönlichen Reise-Typ sogleich über Social Media mit Freunden teilen.

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Beim «UBS Campus Break» gibt es bis Ende Oktober jede Woche einen Trip in eine andere Traumstadt zu gewinnen.

Beworben wird die Kampagne zielgruppengerecht auf Mobile und Social Media. Ergänzend dazu erfolgt die Bekanntmachung über Anzeigen in ausgewählten Uni-Magazinen sowie an sämtlichen UBS-Geschäftsstellen. Das zielgruppenaffine Thema und die hohe virale Verbreitung haben dazu geführt, dass der «UBS CampusBreak» bereits in der ersten Woche tausende Teilnahmen generierte. Nach dem «Style Battle» im Frühling ist der «UBS CampusBreak» bereits die zweite Jugendkampagne, die Serranetga für die UBS umsetzt.

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Dank zielgruppenaffinem Thema und hoher viraler Verbreitung wurden bereits in der ersten Woche tausende Teilnahmen generiert.

Landingpage: Ubs.com/campusbreak

Verantwortlich bei UBS: Daniel Fischer (Leiter Marketing, UBS Schweiz), Martha Braide (Marketing Key Account Management Privatkunden), Mirela Jusic (Online-Marketing). Verantwortlich bei Serranetga: Maurizio Rugghia (Gesamtverantwortung), Florian Beck (ECD), Daniel Zuberbühler (Client Service Director), Barbara Flury (Beratung), Florian Bosshard (Art Direction), Tobias Brunner (Screendesign), Thomas Blumer, Antonia Meyer, Leoni Klump (Text/Konzept), Diego Dirren (Technische Projektleitung), Futuretek (Programming), Oliver Nanzig (Photography), Reddepartment (Production).

 

Annabelle baut digital aus und streicht Ausgaben

Die Zeitschrift Annabelle passt sich den veränderten Nutzungsgewohnheiten ihrer Leserinnen an und setzt noch stärker auf digitale Inhalte. Ab 2016 erscheint die Annabelle neu alle drei Wochen mit jährlich 18 statt wie bisher 22 gedruckten Ausgaben.

Gleichzeitig wird das digitale Angebot für die 222‘000 Leserinnen weiterentwickelt. Auf Annabelle.ch stehen mehr Inhalte und zusätzliche Service-Angebote zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten alle Abonnentinnen einen kostenlosen Zugriff auf ein neues E-Paper und können damit in Zukunft entscheiden, ob sie die Annabelle lieber auf Papier oder digital lesen möchten.

Serge Reymond, Leiter Medien Deutschschweiz von Tamedia: «Unsere Leserschafts-forschung zeigt, dass sich das Leseverhalten in den letzten Jahren verändert hat. Die Leserinnen schätzen unser Angebot, finden aber weniger Zeit zum Lesen. Mit dem neuen Rhythmus und den neuen digitalen Angeboten reagieren wir auf die Entwicklung der Lesegewohnheiten und den strukturellen Wandel im Anzeigenmarkt.» Das neue Konzept führt voraussichtlich zu einer Kündigung und zwei Frühpensionierungen.

Silvia Binggeli, Chefredaktorin: «Das Konzept der Annabelle, eine Mischung aus Reportage und Lifestyle, ist im deutschsprachigen Raum mittlerweile einzigartig. Darauf sind wir stolz und diese Qualität von Annabelle werden wir auch in Zukunft stark pflegen.»

Die Annabelle wurde 1938 als erste Frauenzeitschrift der Schweiz gegründet und wird von der Mediengruppe Tamedia verlegt. Mit einer verbreiteten Auflage von 70’258 Exemplaren erreicht die Annabelle im Durchschnitt 222‘000 Leserinnen und Lesern (Mach Basic 2015-1). Silvia Binggeli ist seit 2013 Chefredaktorin der Annabelle, die Leitung des Verlags liegt seit 2014 bei Walter Vontobel.

Smartphones sind Schweizern wichtiger als Autos

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