Link und Adwebster binden Echtzeit-Martkforschungsdaten in Buchungssystem ein

Das Link Institut und Adwebster lancieren die erste programmatische Anbindung von Marktforschungsdaten in der Schweiz. Erstmals werden wissenschaftlich gestützte, repräsentative Paneldaten in Echtzeit dem Werbetreibenden zur Verfügung gestellt.

Die Innovation für die digitale Kampagnensteuerung, wie Adwebster in einer Mitteilung schreibt. Nun können aus Werbekampagnen soziodemographische Profildaten in Echtzeit erhoben und grafisch dargestellt werden. Nebst herkömmlichen Reports, welche Ad Impressions und Klicks ausweisen, beschreiben die neuen Metriken die soziodemographischen Merkmale der Zielgruppe sowie deren Interessen. Dank den umfassenden, verifizierten Profildaten des Link Internet Panels, können wahrheitsgetreue Aussagen zu Geschlecht, Alter, Wohnort, Bildung und Einkommen gemacht werden. Die Zielgruppenerreichbarkeit bei Werbekampagnen wird dadurch transparent und Targetingprodukte erhalten einen «Proof of Concept», wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Programmatisch und in Echtzeit

Die Basis der Messung bildet das Link Internet Panel, bestehend aus über 130’000 aktiven Panelisten. Durch die Auslieferung eines Pixels zusammen mit der Werbekampagne können einzelne Werbeeinblendungen und Klicks den Link Panelisten automatisiert zugeordnet werden. Möglich macht dies die Integration in das Online Buchungssystem PMS (Programmatic Media System) von Adwebster. Dabei werden die gesammelten Daten laufend und in Echtzeit via Schnittstelle abgeglichen und in einem übersichtlichen Realtime-Report dargestellt. Der Mehrwert für Werbetreibende besteht darin, die Werbekampagne zu jedem Zeitpunkt, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse optimieren zu können.

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Empirisch erhoben und zielführend

Das Link Institut und Adwebster sind der Überzeugung, dass durch die Kombination der repräsentativen Paneldaten und der grösstmöglichen Netzwerkreichweite erstmalig eine wissenschaftlich gestützte Echtzeit-Evaluation der anvisierten Zielgruppe erreicht wird. Die Link Internet Panel Anbindung ist ab sofort live geschaltet und kann exklusiv über das PMS bei Werbekampagnen integriert werden. Stefan Oglesby, CEO Link Institut: «Die Zukunft der Marktforschung liegt in der intelligenten Verknüpfung von Befragungsdaten mit Verhaltensdaten. Wir freuen uns, dass wir mit adwebster einen äusserst kompetenten Partner gefunden haben, mit dem wir unsere Vision auf innovative und einzigartige Weise für den Medienmarkt umsetzen können.»
 

Werbeweischer übernimmt Cinecom

Konsolidierung im Schweizer Kinomarkt: Werbeweischer übernimmt per sofort den Kinovermarkter Cinecom von Publicitas. Mit der Trennung vom Kinogeschäft fokussiert sich Publicitas auf das Kerngeschäft Print und Online.

Damit wird Werbeweischer unter Führung von Nils Schilling, Managing Director, klarer Marktführer im hiesigen Kinowerbemarkt. Über den Kaufpreis wurde laut Mitteilung Stillschweigen vereinbart. Florian Weischer, Chairman Werbeweischer, freut sich auf die gemeinsame Zukunft der beiden starken Schweizer Kinovermarkter: «Dank der innovativen Impulse, die wir mit Werbeweischer seit unserem Markteintritt vor knapp drei Jahren im Schweizer Kinomarkt gesetzt haben, hat das Medium Kino im Bewegtbildmix der Werbeauftraggeber kontinuierlich an Relevanz gewonnen – eine höchst positive Entwicklung, die Werbeweischer nun gemeinsam mit den Kinoexperten von Cinecom weiter vorantreiben wird.»

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Florian Weischer und Nils Schilling (v.l.)

«Die Komplexität, die durch die laufende Digitalisierung auch des Kinogeschäftes entsteht und der zunehmende Margendruck führten zum Entscheid, sich vom Kinogeschäft zu trennen» schreibt Publicitas in einer Mitteilung. Neben Print und Online, den beiden wichtigsten Ertragssäulen von Publicitas, habe die Kinovermarktung zu wenig Synergien und damit auch keine skalierbaren Effekte im Unternehmen geboten.

Christoph Marty, CEO Publicitas: «Der Verkauf unseres Kinogeschäftes erlaubt es uns, gezielter in unser Kerngeschäft Print und Online zu investieren. Erste Schritte haben wir mit der Übernahme von Xentive, der Entwicklung der neuen Buchungsplattform und dem Ausbau des Digitalteams bereits getan und setzen diesen Weg mit der Neuentwicklung unserer Tools für den Werbemarkt fort. Werbeweischer bietet für unsere Mitarbeiter und den Kinomarkt eine sehr gute Perspektive und wird in die Weiterentwicklung der Angebote investieren.» Die Weischer Beteiligungs GmbH übernimmt per 21.09.2015 Publicitas Cinecom zu 100 Prozent mit allen Verpflichtungen gegenüber Kunden und den Mitarbeitenden.

Heineken enthüllt Spectre-TV-Spot mit Daniel Craig

Der neue Fernsehspot mit Daniel Craig als James Bond ist Teil der weltweiten Spectre-Kampagne und zeigt Schnellboote, die sich ein Rennen liefern. Heineken kündigt zudem eine digitale Kampagne mit dem weltweit ersten Selfie aus dem All an: dem Spyfie.

Heinekens Spectre-Kampagne ist 2015 die grösste weltweite Marketingplattform der Marke. Das von Albert R. Broccolis EON Productions, den Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment produzierte 24. James-Bond-Abenteuer heisst Spectre und feiert in Grossbritannien am 26. Oktober und in der Schweiz am 27. Oktober Premiere. Für den TV-Spot arbeitete Heineken mit den Kameraleuten und Stuntmen von Spectre zusammen, um sicherzustellen, dass die Actionszenen authentisch sind. Die eingefügte Wendung der Geschichte involviert Zara, eine junge Frau, die versehentlich in das Schnellbootrennen verwickelt wird und dem weltweit beliebtesten Agenten hilft, die Lage zu retten.

https://www.youtube.com/watch?v=vuMvhJaWIUg

Für die digitale Spectre-Kampagne wird Heineken einmal mehr die Grenzen der modernen Technologien überschreiten und das weltweit erste Selfie aus dem All aufnehmen. Heineken arbeitet mit Urthecast zusammen, um mit dessen Kameras auf dem Satelliten Deimos, der gegenwärtig 600 km über der Erdoberfläche seine Kreise zieht, Ultra-HD-Bilder aufzunehmen.

Durch ein Relais von Technologien wird Heineken ein Selfie für die weltweit angeworbenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der exklusiven Spectre-Vorführung aufnehmen. Dieser Event findet Anfang November an einem geheimen Ort statt und alle Teilnehmenden erhalten ein massgeschneidertes Spyfie auf ihr Mobilgerät geschickt. Schweizer Fans haben die Möglichkeit, über die Facebook-Seite von Heineken Tickets für diese Spectre-Vorführung zu gewinnen.

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Urs Frei, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Heineken Switzerland, erklärt: «Zur Feier unserer 18-jährigen Partnerschaft ist unsere Spectre-Kampagne die innovativste. Durch den eigenen Charakter der Bond-Filmfranchise haben wir die Gelegenheit, hochmoderne und bahnbrechende Mittel zu verwenden, die das Erlebnis der Filmfans nicht nur stimulieren, sondern auch echten Mehrwert bieten. Dadurch, dass Daniel Craig in unserem TV-Spot mitspielt und durch die Spyfie-Aktivierung ermöglichen wir den Fans einen Zugang zur Welt von James Bond.»

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Um die Erwartungen vor dem Start des Films diesen Herbst weiter zu steigern erhalten die Bond-Fans weltweit mit schätzungsweise über einer halben Milliarde Spectre-Flaschen Zugriff auf exklusive Spectre-Inhalte. Die Fans scannen einfach das Heineken-Logo auf den Flaschen, Dosen und Packungen der Spectre-Sonderausgabe, um exklusive Inhalte mit Daniel Craig und Hintergrundmaterial über die fünf dramatischsten Drehorte des Films (Mexiko-Stadt, Rom, London, Österreich und Marokko) freizuschalten. Heineken ist seit «Der Morgen stirbt nie» aus dem Jahr 1997 Partner der James-Bond-Filme. Spectre ist der siebte aufeinanderfolgende gemeinsame Film.

Globus: Marc Engelhard neuer Leiter Marketing

Nebst Umstrukturierungen und einem Abbau von 60 Stellen wird per 1. Januar 2016 mit Marc Engelhard die bisher vakante Stelle des Marketingleiters von Globus neu besetzt.

Der Leiter Marketing-Kommunikation im Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) wechselt in die Geschäftsleitung der Magazine zum Globus und wird gleichzeitig Stellvertreter des neuen CEO Thomas Herbert, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Die Geschäftsleitung der Magazine zum Globus hat entschieden, die Konzernzentrale in Spreitenbach zu restrukturieren und etwa 60 der insgesamt 400 Vollzeitstellen abzubauen. Die Massnahme steht im Zusammenhang mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im Non-Food-Detailhandel. Es soll ein «grosszügig ausgestalteter Sozialplan» angewendet werden. Der Stellenabbau geschieht wenn immer möglich über natürliche Fluktuation und vorzeitige Pensionierungen. Dennoch wird es laut Mitteilung voraussichtlich zu etwa 40 Entlassungen kommen. Den Betroffenen wird nach Möglichkeit eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Migros-Gruppe angeboten.

Zusätzlich wird im Rahmen der geplanten Restrukturierung ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm umgesetzt, mit dem Ziel, die Erträge zu steigern und die Kosten zu reduzieren. Im Rahmen dieses Programmes wird unter anderem die Digitalisierung konsequent vorangetrieben, das Sortiment optimiert sowie der Kundenservice durch gezielte Investitionen in die Ausbildung des Verkaufspersonals weiter gestärkt.

Zu guter Letzt: Honda aufs Papier gebracht

Der amerikanische Animations- und Kurzfilmregisseur PES hat für Honda die Firmengeschichte zusammengefasst – in zwei Minuten. Nötig waren dafür tausende von Zeichnungen und mehrere Monate Arbeit.

Entstanden ist in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur RPA und der Produktionsfirma Reset der Stop-Motion-Film «Paper». Weil jede der unzähligen Erfolgsgeschichten von Honda einst auf einem Blatt Papier begann. Verschiedene Illustratoren zeichneten, ein ganzes Team animierte – über Monate hinweg. Das Resultat ist faszinierend anders und wurde am vergangenen Sonntag in Amerika zur besten Football-Zeit ausgestrahlt. PES, der auf Youtube 700'000 Abonnenten hat, immer wieder Werbefilme dreht und bereits einmal für einen Oscar nominiert war, hat hier ein eigenwilliges Meisterwerk erschaffen. Wie es entstanden ist, erfahren Sie im Making of. (hae)

 

Frontwork: Goldrausch auf höchstem Level

Leo Burnett: Neuer TV-Spot für Bio Suisse

Mensch, Tier und Natur im Gleichgewicht: Leo Burnett Schweiz hat für Bio Suisse einen neuen TV-Spot kreiert.

Eine Welt, in der nicht nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen umgegangen wird, gerät früher oder später aus den Fugen. Gut, gibt es Bio Suisse: Die Knospe-Bäuerinnen und –Bauern arbeiten tagtäglich dafür, die Interessen von Mensch, Tier und Natur ins Gleichgewicht zu bringen. Diesen Gedanken hat Leo Burnett Schweiz im aktuellen TV-Spot umgesetzt, welcher im Zentrum des neuen Kommunikationsauftritts von Bio Suisse steht.

Verantwortlich bei Bio Suisse: Jürg Schenkel (Marketingleiter), Sylvia Gysin (Projektleiterin Kommunikation Werbung). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: David Fischer, Pablo Schencke, Grit Wolany, David Hugentobler (Kreation), Martin Stulz, Johannes Raggio (ECD), Michael Gassler, Ingrid Zumkehr (Beratung), Erasmo Palomba, Suzana Kovacevic (FFF), Rosas & Co (Filmproduktion), Nicolas Caicoya (Regie) Jingle Jungle (Ton).
 

Namics wächst in St. Gallen

Am Montag hat der Webdienstleister Namics den Spatenstich für ein neues Bürogebäude in St. Gallen gesetzt. Die Werbewoche war vor Ort und hat mit Isabel Schorer über die ICT-Standortförderung St. Gallen gesprochen.

Die Arbeitsfläche des neuen Bürogebäudes wird 3’300 Quadratmeter umfassen und 250 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten. Finanziert und umgesetzt wird das Bauprojekt von der Gemeinschafts-Vorsorgeeinrichtung ASGA Pensionskasse Genossenschaft. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der ASGA verpflichtet sich Namics, das gesamte Gebäude für mindestens 15 Jahre zu mieten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Anfang 2017 geplant.

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Langfristig plant Namics, zu wachsen, wie der Verwaltungsratspräsident und Partner bei Namics, Roland Schönholzer, bestätigt: «Namics wächst weiter – und das auch in der Schweiz. Daher schaffen wir zusammen mit der ASGA ein Bürogebäude, das unseren Mitarbeitern viele Vorteile bietet: Zum einen müssen sie nicht mehr über die in der Stadt verteilten Büroräume kommunizieren. Zum anderen profitieren die Kollegen von der Nähe zum Hauptbahnhof und von modernen Arbeitsplätzen. Mit dem Spatenstich gehen wir im Jahr unseres 20. Jubiläums einen grossen Schritt Richtung Zukunft.»

Förderung ICT-Standort St. Gallen

Mit dieser strategischen Entscheidung will der E-Business-Spezialist nicht nur seine Positionierung als langfristiger Arbeitgeber der Region stärken. Mit dem Spatenstich zum 20. Jubiläum stärkt der Webdienstleister auch den Gründungsstandort St. Gallen. «Namics ist ein sehr zukunftsorientiertes Unternehmen, das Dienstleistungsarbeitsplätze schafft», bestätigt Isabel Schorer, Leiterin Standortförderung St. Gallen. Sie ist überzeugt, mit Namics den idealen Partner an Bord zu haben: «St. Gallen ist einer der grössten ICT-Standorte in der Schweiz. Daher ist es uns wichtig, diesen Standort besser zu positionieren. Hier trägt Namics als Unternehmen, aber auch als Arbeitgeber viel bei, da das Unternehmen ein sehr moderner und attraktiver Arbeitgeber im ICT-Umfeld ist.»

Das Unternehmen unterstützt zu diesem Zweck schon seit Längerem das Projekt «IT St. Gallen rockt». 26 IT-Unternehmen haben sich vor einem Jahr gemeinsam mit der Standortförderung der St. Gallen zusammengesetzt und beschlossen, sich für die Attraktivität des Arbeits- und Lebensraums St. Gallen stark zu machen. Unter dem Claim «IT St. Gallen rockt» hat Namics Ende 2013 ein umfassendes Konzept für eine Image-Kampagne entwickelt, welches im Verlaufe des letzten Jahres mit einem eigenen Webauftritt und mehreren Wellen von Plakataktionen umgesetzt wurde. Startschuss dieser Initiative war bereits am 27. November 2013 mit einem Konzert der Industrial-Legenden «The Young Gods» in der Lokremise St. Gallen vor über 750 Besucher mehrheitlich aus der IT-Branche.

Der Webdienstleister engagiert sich aber auch im Bildungsbereich, aus gutem Grund, so Schorer: «Das Aus- und Weiterbildungsangebot muss genau auf das abgestimmt werden, was die Unternehmen tatsächlich brauchen». Um den zunehmenden Bedarf an Arbeitskräften langfristig abdecken zu können, entwickelte Namics zusammen mit der St. Galler Hochschule den Lehrgang Kommunikationsdesigner HF mit der Vertiefungsrichtung Interactive Media Design. Das Konzept des neuen Studiengangs entwickelte Jana Nobel, Creative Director bei Namics. Dieser Lehrgang hat gerade erst im August mit den ersten Lehrlingen gestartet. (Mehr dazu: Interview mit Jana Nobel in der nächsten Printausgabe vom Freitag, 2. Oktober 2015)

Neuer Standort als Spiegel der Kultur

Für den Neubau an der Unterstrasse 12 initiierte Namics 2013 einen Architekturwettbewerb. Von insgesamt sechs teilnehmenden Büros konnte sich die ARGE Menn Amann durchsetzen. Der Entwurf repräsentiert die Kultur des seit 1995 bestehenden Full-Service-Webdienstleisters und überzeugte durch die offene und flexible Raumstruktur. Die Namics «Denkfabrik» ermöglicht und fördert durch grosszügig bemessene Meeting- und Austauschbereiche die interaktive Zusammenarbeit. (uma)

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Fotos: Ofelia Kaminski, bitte-laecheln.ch

 

Unikat stellt für Lidl Schweiz Fragen

Unikat hat für Lidl eine 360-Grad-Imagekampagne umgesetzt. Eine Informationsplattform, TV- und Radiospots, Printsujets und andere Massnahmen sollen helfen, Vorurteile abzubauen.

Seit gut sechs Jahren ist Lidl in der Schweiz aktiv. Der Discounter konnte rasch Fuss fassen und ist mittlerweile in den Top five der hiesigen Detailhändler angelangt. Der Erfolg von Lidl Schweiz basiert unter anderem auch auf der konsequenten Schweiz-Ausrichtung im Sortiment und in der Kommunikation. Die Wachstumszahlen gehören zu den besten in Europa. Der Zeitpunkt ist also gekommen, um sich an jene zu richten, die dem smarten Discounter immer noch mit Skepsis begegnen. «Wer uns kennt, der schätzt uns oder hat zumindest eine klare Meinung zu uns» lautet der Tenor aus dem Hause Lidl Schweiz. Wer jedoch noch nie in einem Lidl war, dessen Meinung ist oft durch Vorurteile geprägt, die in vielen Fällen nicht der Wahrheit entsprechen oder überzogen sind.

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Hinweis: Einen ausführlicheren Hintergrundartikel zum neuen Lidl-Auftritt finden Sie in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche (17/2015)

Aus diesem Grund will das Unternehmen offen kommunizieren und auf Fragen und Vorurteile mit Antworten eingehen. Die «Darum-Kampagne», welche die Küsnachter Agentur Unikat entwickelt hat, ist der Auftakt zu einer grossen Informationskampagne. Basis bildet die in Zusammenarbeit mit Mindbox eigens dazu konzipierte Website Lidl.ch/darum. Sie enthält Videobeiträge, die über die fünf wichtigsten und kontroversesten Themen orientieren. Als souveräne Moderatorin steht dabei die Thurgauer Miss Schweiz von 1999, Anita Buri im Einsatz. Es besteht zudem die Möglichkeit, dem Unternehmen Fragen zu stellen, welche ausführlich beantwortet werden. Lidl Schweiz möchte sich den möglichen Vorurteilen stellen und den Dialog mit den Konsumenten offen führen.

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Die Website wird crossmedial über Plakate, Print und Online-Massnahmen beworben. Das eigentliche Herzstück bildet aber die mehrteilige Familien-Soap der «Hunzikers». Eine fast ganz normale Familie, wäre da nicht Kurt Hunziker, das Oberhaupt der Familie: Ein notorischer Fettnäpfchentreter, Skeptiker und irgendwie doch liebenswürdiger Kerl. In einer mehrere Spots umfassenden Serie entwickelt sich der kauzige Familienvater vom mit Vorurteilen behafteten Zweifler zum veritablen Lidl-Fan. Begleitet wird er von seiner aufgeschlossen Frau Tanja, seiner nicht immer einfachen Teenager-Tochter Priska und dem vorwitzigen Frechdachs Moritz. Diese mit witzigen Dialogen angereicherten Spots wurden in Zusammenarbeit mit Manifesto Films realisiert. Dabei kam auch die Erfahrung von Reto Salimbeni als Spielfilm-Regieseur zum Tragen. Die Kampagne wurde mit einem Trailer lanciert, der den Hintergrund der Family-Soap noch nicht offen legte und für die nötige Neugierde sorgte.

Auch im Radio meldet sich Hunziker zu Wort: Er kommentiert die eben gehörte reguläre Lidl-Produktewerbung mit ungläubigen Worten. Dabei entsteht der Eindruck, als ob dieser Kommentar gar nicht mehr der Radiowerbung zugeordnet ist. Auch hier wird zu den kontroversen Kommunikationsthemen jeweils eine Frage gestellt und auf die Website verwiesen, auf der die entsprechenden Facts zu finden sind.

Ladensituationen

Zur Positionierung in dieser Phase der Unternehmensentwicklung gehört auch der Neuauftritt der Filialen. Die neugestalteten Verkaufsräume sind dabei übersichtlicher geworden und erfahren eine optische Aufwertung, die Lidl Schweiz noch konsequenter vom hin zum Smart-Discounter positionieren. Auch hier konnte Unikat das Unternehmen mit seinem Designteam wesentlich unterstützen, was die enge Zusammenarbeit unterstreicht und den Vorteil hat, dass der Auftritt konsistent durch alle Kommunikationskanäle, wie auch z.B. beim wöchentlichen Werbeprospekt ist. Die Umstellung des Laden-Designs erfolgt schweizweit und man rechnet damit, dass in rund einem Jahr alle Filialen die Konsumenten im gleichen Look empfangen werden. (pd)

Verantwortlich bei Lidl Schweiz:
 Reto Ruch (Geschäftsleitung Einkauf & Marketing), Raphael Werner (Leiter Marketing & Werbung), Robert Uwira (Projectmanager). Verantwortlich bei Unikat: 
Daniel Meier, Patrick Lienert, Samo Stahler, Manuel Schnoz (Kreation), Olivier Pasche, Sylvia Goetschel (Beratung). Filmproduktion: Manifesto Films, Zürich, Shannon Mildon (Producer); Charlotte Hottinger (Client-Services); Reto Salimbeni (Regie); Andy Weimer Post-Produktion Supervisor); Tabea Bühlmann (Motion Graphics). Musik: Fred Herman, Hitmill.

Resign: Neuer Auftritt für Linda Fäh

Pünktlich zum Release der neuen Platte erstrahlt die Website der Schlagersängerin und Ex-Miss-Schweiz Linda Fäh in neuem Glanz. Verantwortlich dafür ist die Design Agentur Resign.

Die neue Website von Linda Fäh ist seit dem 18. September online. Der Unterschied ist deutlich sichtbar: Während die alte Website eher statisch und altmodisch wirkte, überrascht die neue mit einem integrierten Musikvideo von Linda Fäh, das als Seitenhintergrund dient. Zudem wurde das bestehende Design modernisiert und auf die aktuellen Bedürfnisse der Fans angepasst. Neu sind auf der Website sämtliche Presseartikel ersichtlich, und die Agenda informiert über Lindas Auftritte als Moderatorin oder Sängerin. Linda Fäh zeigt sich sehr glücklich mit der neuen Seite: «Eine neue Website war schon lange mein Traum. Dank Resign konnte diese nun schnell und unkompliziert umgesetzt werden. Ich finde das Design einfach genial und wurde von den Ideen von Resign immer wieder aufs Neue überrascht.»

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Neben den visuellen Veränderungen wurde die Seite technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Website kommt im responsive Design daher. Dieses passt sich dem Endgerät an, sodass die User die Schlagersängerin auch via Mobilephone oder Tablet verfolgen können. Linda Fäh ist nicht die erste prominente Persönlichkeit, für die Resign eine Website gestaltet hat. Auch Sylvie Meis zählt zu den Kunden des Grafikstudios. Das Unternehmen hat 2015 für die Moderatorin und Markenbotschafterin die erste offizielle Website konzipiert und programmiert.

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SVP-Wahlkampfsong erobert die Charts

«Welcome to SVP» steigt auf Platz sechs der Hitparade ein. Gespielt wird das Lied in der SRF-Hitparadensendung aber trotzdem nicht. Zumindest nicht in voller Länge.

Nach der breiten Medienberichterstattung und den prominent platzierten Download-Aufforderungen (z.B. in 20 Minuten) ist es wenig überraschend, dass der von Nationalrat Thomas Matter («DJ Thommy») produzierte DJ-Antoine-Abklatsch «Welcome to SVP» in der offiziellen Schweizer Hitparade erscheint. Platz sechs ist es geworden, wie die NZZ am Sonntag weiss. Die direkten Verkäufe der SVP werden übrigens nicht mitgerechnet, sonst hätte vermutlich eine wesentlich höhere Platzierung resultiert. Das Lied hat vor allem durch das selbstironische, provokative Musikvideo für Gesprächsstoff gesorgt. Rund 370'000 mal wurde der Clip bisher auf Youtube angeschaut.

Der Charts-Eintritt der SVP hat rege Diskussionen bei SRF ausgelöst. Im normalen Programm gespielt werden darf der Song nicht, da es sich dabei um verbotene politische Werbung handelt. Etwas anders sieht es in der offiziellen Hitparaden-Sendung am Sonntagnachmittag aus. Dort soll eigentlich gespielt werden, was verkauft wurde – unabhängig davon, um welchen Song es sich handelt. Die Frage löste offenbar bei SRF längere Abklärungen aus, die bis hinauf zur Chefredaktion gelangten. Resultat: Man wird den Wahlwerbesong auch nicht in der Hitparadensendung in voller Länge und «nicht ohne redaktionelle Einbettung» spielen, wie eine Sprecherin am Samstag mitteilte. Das Lied werde nur angespielt, um «einen Höreindruck zu vermitteln».

«Skandalös» findet Thomas Matter dieses Vorgehen. Schliesslich habe sich vor einigen Jahren auch niemand ab dem Lied «Fuck Blocher» von Stress gestört. Den inhaltlich neutrale SVP-Song hingegen strafe man nun ab. (hae)

 

Zu guter Letzt: Kratzspass

Das wurde aber auch Zeit: Mit der «Scratchbottle» erschliessen BBDO Berlin und Beck’s eine Marktlücke und kommen einem seltsamen Kundenbedürfnis nach.

Man kennt es, kann es aber nur schwer erklären: Das unbändige Bedürfnis, an Bierflaschen herumzukratzen. Besonders betroffen sind Flaschenhälse mit Aluminium-Etikett. Viele Bierflaschenhalter sind – meist unbewusst und mitten im Gespräch – wahre Künstler, wenn es darum geht, mit dem Fingernagel die Fläche zu bearbeiten. Man kann einfach nicht anders. Vielen von uns geht’s übrigens auch bei den Papier-Etiketten nicht anders, auch wenn in Alu präzisere und schönere Kunstwerke möglich sind.

Es war eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kommt, ein Bierflaschen-Design komplett auf dieses sonderbare, aber verbreitete Bedürfnis auszurichten. Beck’s und BBDO Berlin haben nun die limitierte «Scratchbottle»-Edition lanciert. Die Flasche ist eine einzige Spielwiese für den Fingernagel. Man kriegt schon beim Betrachten der Bilder Lust, sich an den Flaschen auszutoben. Selbst wenn Beck’s nicht zu den persönlichen Bierfavoriten zählen sollte. Verkaufsargument ist Verkaufsargument. Zur Abwechslung macht sinnlose Aluverschwendung zumindest mal Spass. (hae)

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