Goldbach vermarktet weiterhin 3 Plus Gruppe

Die Werbeplätze der Fernsehsender der 3 Plus Gruppe werden weiterhin von Goldbach Media vermarktet. Beide Parteien hätten sich zu einer vorzeitigen Verlängerung der erfolgreichen Zusammenarbeit bekannt, hiess es am Donnerstag in einem Communiqué von Goldbach.

Die bestehenden Verträge seien deshalb um mehrere Jahre verlängert worden. Goldbach vermarktet die Werbeplätze des Privatsenders 3+ bereits seit 2011. Ebenfalls unter der Ägide von Goldbach läuft die Vermarktung der 2012 respektive 2014 gegründeten Sender 4+ und 5+.

Für Alexander Duphorn, CEO Goldbach Media, bieten die Schweizer TV-Sender 3+, 4+ und 5+ für Werbeauftraggeber einen wichtigen Mehrwert: «Wir spüren im täglichen Geschäft, dass Werbetreibende die Möglichkeiten schätzen, welche ihnen die Schaltung von Spots in einem von Schweizer Inhalten geprägten Programm bietet. Bei den Sendern der 3 Plus Group steht alles auf dem Programm, was das Schweizer Publikum interessiert: spannende Filme und Serien, faszinierende Dokumentationen und innovative Eigenproduktionen mit grossem Unterhaltungswert.»

Auch Dominik Kaiser, CEO der 3 Plus Group, schaut der Vertragsverlängerung vertrauensvoll entgegen: «Wir freuen uns sehr, die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Goldbach Media zu verlängern. Wir sind uns sicher, dass diese langjährige Partnerschaft auch weiterhin zu steigenden Umsätzen bei den drei grössten Schweizer Privatsendern führen wird.» (pd/SDA)

Gestalten: Komplexität plakativ umgesetzt

Menschliche Begegnungen, viel Emotionalität und kein einziges Gesicht? Dies ermöglicht die neue Imagekampagne, die Gestalten im Auftrag des IAP Institut für Angewandte Psychologie der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften entwickelt hat.

Von Weiterbildungen, Diagnostik bis zu persönlicher Beratung bietet das IAP Institut für Angewandte Psychologie ein umfassendes Angebot rund um die Psychologie. Das vielfälltige Kompetenzfeld reicht von professioneller Berufs-, Studien-, Laufbahnberatung, Paarberatung und Krisenberatung über Führungsausbildungen oder die Begleitung von Change-Management-Prozessen in Unternehmen bis zu berufsbegleitenden Zertifikats-, Diplom- und Masterstudiengängen. Dieses Angebot des führenden Kompetenzzentrums für Angewandte Psychologie in den verschiedenen Zielgruppensegmenten bekannt zu machen und Psychologie als integralen Bestandteil des modernen Lebens darzustellen, war eine der primären Aufgaben, die sich den Kreativen von Gestalten stellte.

Erarbeitet wurde eine ausserordentlich plakative Umsetzung, die mit prägnanter Symbolik überzeugt. Obwohl die verschiedenen Plakatsujets kein einziges Gesicht zeigen, kann mit jedem Plakat eine zutiefst menschliche und emotionale Begegnung erzeugt werden. Jedem Sujet gelingt es, eine passende Geschichte zum jeweiligen Thema zu erzählen und diese sympathisch und lebensbejahend darzustellen. Begleitet werden die Plakate von Video-Clips, die das jeweilige Thema aufgreifen.

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Interessant ist die Media-Strategie, die als gemeinsamen Nenner für die zahlreichen und sehr unterschiedlichen Zielgruppen die Pendler im Grossraum Zürich ins Visier genommen hat. Werden doch mit Plakaten an hochfrequentierten Pendlerstellen, E-Boards in Bahnhöfen und Hängeplakaten in der VBZ Kadermitarbeitende aus der Wirtschaft genauso erreicht wie Weiterbildungswillige, Jugendliche und Studenten.

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Fotografiert wurde die umfangreiche Kampagne von Katharine Lütscher. Zu sehen sind die Sujets ab Mitte September im Grossraum Zürich.

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Best of Swiss Apps: Eingabefrist verlängert

Aufgrund des unerwartet grossen Interesses bei der Registrierung und auf Wunsch vieler Einreicher verlängert der «Best of Swiss Apps»-Award die Einreichefrist um eine Woche bis zum 28. September 2015.

Damit erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, zusätzliche Projekte anzumelden oder noch offene Projekterfassungen in Ruhe abzuschliessen, wie es in einer Mitteilung heisst. Noch eine Woche mehr haben nun die besten App-Entwickler und Auftraggeber der Schweiz Zeit, ihre Apps einzureichen. Gesucht ist der Nachfolger der UBS App «SumUp» und «Liquidsketch» des jungen Programmiers Tobias Neukom, welche in den beiden Vorjahren den Master of Swiss Apps holten.

Bei «Best of Swiss Apps» dreht sich alles um die Schweizer App-Economy. Eine Jury aus anerkannten Experten begutachtet die eingereichten Projekte. Ziel der Veranstalter Simsa und Netzmedien ist es, analog zu «Best of Swiss Web» mit einer jährlichen Werkschau die besten Schweizer Projekte auszuzeichnen. Die Award-Night findet am 12. November 2015 im Aura, am Paradeplatz Zürich statt. Die Werbewoche ist Medienpartner.
 

Wunderman: Wenn die Nachbarin dreimal klingelt

Inspiriert durch die Kräuter der Provence, bietet Cantadou allen Frischkäseliebhabern ein echtes provenzalisches Geschmackserlebnis. Egal, wo auf der Welt. So wird im neusten Spot von Wunderman das provenzalische Lebensgefühl auch in der Schweiz zelebriert.

Heldin ist eine ältere Dame, die wunderfitzig das Treiben ihrer Nachbarn im Garten beäugt. Diese sind deswegen leicht irritiert, erst recht als es dann auch noch barsch an der Haustüre klingelt. Die Dame kommt jedoch nicht, um sich wie befürchtet zu beschweren. Im Gegenteil, sie bringt ein Plättchen mit Cantadou Häppchen, was das Beisammensein im Garten perfekt macht. Auf ganz provenzalische Art.

https://www.youtube.com/watch?v=93f0__EO_Wc

Verantwortlich bei Cantadou, Bel Suisse: Barbara Frei (Marketing Director), Laetitia Chouraqui (Brand Group Manager). Verantwortlich bei Wunderman (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Swen Morath (Creative Director), Sarah Paul (Art Director), Raphael Grob (Grafik), Natasa Maricic (Text), Stéphanie Bertschi (Account Director), Mint Productions (Filmproduktion), Jingle Jungle (Ton).

Vom Apfelbaum zum Facebook-Traum

Zur Sache: Der richtige Weg zeigt sich beim Gehen

Das Editorial der vergangenen Ausgabe endete mit einer Bitte an Sie: an unserer Leserbefragung teilzunehmen. Dieses Mal starte ich mit einem Dankeschön: 346 Leserinnen und Leser haben bei unserer Umfrage mitgemacht.

Und viele von Ihnen haben nicht nur die Antworten durchgeklickt, was uns bereits sehr wichtige Erkenntnisse geliefert hat – Sie haben zusätzlich noch kommentiert, erklärt und Vorschlage unterbreitet. Medienverdrossenheit? Nicht bei uns! So wissen wir nun, dass die Werbewoche für Sie nach wie vor zur Pflichtlektüre gehört, sowohl die gedruckte Ausgabe als auch unser Newsletter. Das finden 67% der Antwortenden.

Doch die Werbewoche soll nicht nur Pflichtstoff sein, sondern Spass machen und Ihnen Impulse und Hilfestellungen für den Arbeitsalltag geben. Gut, dass wir nun genau wissen, was Sie gern lesen – und was Sie ausserdem noch gerne lesen würden.

Zudem haben Sie uns in unserer Meinung bestätigt: Wer lesenswerte Inhalte bietet, muss sich nicht um die Lebenserwartung seines Publikationskanals sorgen. Print stirbt? Online ist nicht rentabel? Gute Texte und kluge Köpfe finden immer zusammen. In diesem Sinne: Herzlichen Dank. Wir verstehen auch Ihr Lob als klaren Auftrag.

Relevanz und Mehrwert in den Medien waren auch die Schlagworte beim Schweizer Medienkongress, der in diesem Jahr zum letzten Mal in Interlaken stattfand. Während Jeff Jarvis dazu riet, Usern und Lesern als Mittel gegen die Reizüberflutung exakt auf sie zugeschnittene Informationen zu liefern, empfahl Dominique Eigenmann, weniger Negatives und mehr Aufbauendes zu schreiben. Denn das sei es, was Menschen lesen wollen.

Während Hanspeter Lebrument die Werbeallianz von Ringier, SRG und Swisscom verteufelte, weil sie faktisch ein Datenmonopol errichtet, hielt Doris Leuthard sie für eine gute Idee. Unternehmerisch mache der Schritt Sinn, betonte die Medienministerin. Und aus dem Elfenbeinturm kam der Vorschlag, erst einmal ein gemeinsames «Swiss Media Technology Institute» zu gründen, um für den rasanten Wandel in der Medienbranche gewappnet zu sein – forschen hat schliesslich noch nie geschadet.

Ideen, wie Medien und Verlage, Werber und Marketer im schwierigen Markt reüssieren können, gibt es viele. Allein, es gibt keine Garantie auf Erfolg. Wenn zehn «hü» sagen, sagen mindestens so viele «hott». Das Gebot der Stunde ist also: Kopf hoch, tanzen!

Augen auf, ausprobieren! Die Lust nicht verlieren und machen! Der richtige Weg zeigt sich beim Gehen.

Doch das ist manchmal gar nicht so einfach: Da tritt eine Kamerafrau Flüchtlingskinder und ruiniert in wenigen Sekunden «ihr ganzes bisheriges Leben». Auf dem Münchner Oktoberfest muss mit Lebkuchenherzen für Toleranz geworben werden: «Wir haben um die 1000 Herzerl hergestellt», zitierte SDA den Wiesn-Händler Andreas Greipl. Er verkauft die Sonderedition an seinen Ständen im Hofbräuzelt und in der Ochsenbraterei. Wird Ihnen da nicht auch irgendwie übel? Hofbräuzelt, Ochsenbraterei und Toleranz – irgendwas geht da nicht zusammen. Ursprünglich sollte das Zuckergusswort auf den bunten Lebkuchenherzen übrigens «Solidarität» lauten. Aber der Begriff passte nicht aufs Herz. Guten Appetit.

Gemischte Gefühle hege ich auch für die Freundlichkeitsoffensive der Stadt Zürich. Freundlichkeit ist generell so wenig verkehrt wie Forschung. Aber können Plakate bewirken, dass Menschen wieder netter miteinander umgehen, einander mal den Vortritt lassen, sich mit Sack und Pack ins Tram helfen? Ja.

Die aktuellen Plakatsujets haben allerdings nicht das Zeug dazu. Auf meinem «Lieblingssujet» sehe ich einen älteren Herrn mit einer Art Rettungsreifen im Arm, der grinst, als habe er sich gerade beim «Zahnarzt in Deutschland» das Gebiss sanieren lassen. Der Slogan behauptet zweideutig: «Freundlich kommt man in Zürich besser an» (– auch wenn jeder Zürcher weiss, dass man höchstens länger ansteht, wenn man freundlich ist; aber das wird sich ja nun ändern).

Die Kampagne, die von der
 Agentur Dynamite umgesetzt 
wurde, soll die Verkehrssicherheit unterstützen. Dabei schaut der Herr mit dem Rettungsreifen im Arm aus dem Seitenfenster seines Autos. Ich habe gelernt: Beim Fahren Hände ans Steuer und immer nach vorne schauen, ausserdem in den Rück- oder Seitenspiegel. Wer freundlich ringsherum strahlt, provoziert im Stossverkehr höchstens einen Auffahrunfall. Oder wütendes Gehupe.

Wie es zu diesem werblichen GAU kommen konnte, erklärt das Zürcher Polizeidepartement auf seiner Website: «Die Stadt Zürich und zwölf Verkehrs- und Interessenverbände ziehen an einem Strick …» Wohl eher: «… zerfledderten eine Idee.» Die Kampagne wird uns übrigens nun drei Jahre lang belästigen.

Wir bleiben noch kurz auf dem Revier: «Die Welt ist aus den Fugen!», würde ein wohlbekannter Ordnungshüter, der vor allem im Sonntagsprogramm von Radio SRF ermittelt, nach einem Blick in die Tageszeitung ausrufen. Hören wir einfach nicht auf zu denken und zu fühlen. Und kitten sie wieder zusammen.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]

 

AZ Medien: Peter Hartmeier wird Vorsitzender des publizistischen Ausschusses

AZ Medien ernennen Peter Hartmeier zum Vorsitzenden des publizistischen Ausschusses. In dieser Funktion übernimmt er ab 01.10.2015 die Nachfolge von Hans Fahrländer.

Der Publizist und Kommunikationsberater Peter Hartmeier (63) wurde 2013 als Mitglied in den Publizistischen Ausschuss (PA) der AZ Medien gewählt. Am 1. Oktober 2015 wird Peter Hartmeier den Vorsitz des PA übernehmen. In seiner neuen Funktion löst er Hans Fahrländer ab, der weiterhin Mitglied des PA bleiben wird. Hans Fahrländer wird Ende September als Autor der «az Nordwestschweiz» pensioniert, jedoch als Kommentator und Kolumnist weiterhin regelmässig schreiben.

Als Miteigentümer und Partner von Lemongrass Communications AG in Zürich berät Peter Hartmeier Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten, hält Vorträge zu politischen und wirtschaftlichen Themen und moderiert Symposien. Von 2010 – 2013 war er für UBS Schweiz als Kommunikationschef tätig. Vorher arbeitete er sieben Jahre als Chefredaktor des Tages-Anzeigers; für Tamedia war er auch als Kommunikationschef und als Verleger der Thurgauer Zeitung tätig. Seine Karriere begann er als Journalist beim Badener Tagblatt, wechselte dann zur Weltwoche und wurde Co-Chefredaktor der Bilanz. Zudem prägte er als Geschäftsführer während fünf Jahren den Verleger-Verband Schweizer Medien.

«Ich bedanke mich bei Hans Fahrländer für seine umsichtige und kluge Leitung des Publizistischen Ausschusses. Peter Hartmeier wünsche ich einen guten Wiedereinstieg bei AZ Medien.» Peter Wanner, Verleger AZ Medien

Der PA formiert sich ab 01.10.2015 wie folgt: Peter Hartmeier Publizist und Kommunikationsberater (Vorsitz); Hans Fahrländer, Kolumnist AZ Nordwestschweiz und Schweiz am Sonntag; Esther Girsberger, Journalistin, Autorin und Juristin; Dr. Ludwig Hasler, Autor, Dozent und Publizist; Christian Wanner, ehemaliger Solothurner Finanzdirektor; Peter Wanner, Verleger und VR-Präsident AZ Medien, Axel Wüstmann, CEO AZ Medien.

Dynamite: Viral-Hit «Schäri, Schtei, Papier»

An der Medienkonferenz zur Kampagne «generell freundlich» zeigten die beiden Schauspieler Dominik Gysin (Ex Rätpäck) und Jonathan Loosli mit versteckter Kamera am Limmatquai wie sie Konflikte im Verkehr auf ihre Art lösen.

Die Szene wurde mit versteckter Kamera gefilmt und auf der Facebook-Seite der Stadtpolizei Zürich gepostet. Innerhalb weniger Stunden sorgte der Clip weit über die Stadtgrenzen hinaus für Furore und heisse Diskussionen. In Zahlen: Über 1,4 Millionen erreichte Personen, 680'000 Views, fast 5500 Beitrags-Likes und über 5800 Shares sowie 800 Kommentare. Produziert wurde die versteckte Kamera-Aktion vom Filmdienst der Stadtpolizei. Das Konzept stammt von Dynamite. Die Idee wurde in enger Zusammenarbeit mit Domink Gysin entwickelt. Die Aktion ist Teil der «generell freundlich»-Kampagne (Werbewoche.ch berichtete).

Verantwortliche bei der Stadtpolizei Zürich: Rolf Nägeli (Chef Kommissariat Prävention und Kommunikation), Micheal Wirz (Chef FG Kommunikation) Gabriela Affeltranger (Chefin Kriminal- und Verkehrsunfallprävention), Reto Bohrer und Markus Eigenmann (Fachberater Prävention). Verantwortlich bei der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich: Esther Arnet (Direktorin), Wernher Brucks (Leiter Verkehrssicherheit) Heiko Ciceri (Kommunikationsverantwortlicher); verantwortliche bei Dynamite: Siegfried Simader (Art Direction), Massimiliano Madonna, Roger Bosshart (Strategie/Beratung), Urs Zwyssig (Text/Konzept), Filmdienst Stadtpolizei (Film).

Zu guter Letzt: André Schürle, der Profi-Zocker

In einer Gaming-Sendung wurde Fussball-Weltmeister André Schürle versehentlich für einen Game-Profi gehalten – und spielte mit!

Da ist André Schürle an die richtige Gesprächspartnerin geraten: Sofia Kats von Rocket Beans TV ist zwar eine charmante – und in ihren Themenfeldern sicherlich kompetente – Moderatorin. Aber von Fussball hat sie null Ahnung. So wirklich null. Nachdem sie von Schürle endlich aufgeklärt wurde, dass ihr kein Call-of-Duty-Profi gegenübersitzt, lässt Kats ihr Fachwissen aufblitzen: «Und du hast «Nationalmannschaft» gesagt… was habt Ihr da zuletzt so geholt?» Aus diesem Gespräch gehen beide als Gewinner hervor. Und Rocket Beans TV, der Web-Sender für Gaming und Internetkultur, der bisher ausserhalb der 250'000 Abonnenten auf Youtube den meisten kein Begriff gewesen sein dürfte und jetzt plötztlich einen waschechten Viral-Hit hat. (hae)

Ringier und Axel Springer: Vertragsunterzeichnung für neues Joint Venture erfolgt

Ringier und Axel Springer gründen ein weiteres Joint Venture, an dem beide Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligt sein werden. Eine Absichtserklärung war bereits im Dezember 2014 erfolgt. Ringier Axel Springer Medien Schweiz soll per 1. Januar 2016 operativ sein.

In das neue Unternehmen eingebracht werden einerseits sämtliche Deutschschweizer und Westschweizer Zeitschriftentitel von Ringier inklusive deren zugehörige Online-Angebote, sowie auch die Westschweizer Qualitätszeitung Le Temps, anderseits das Unternehmen Axel Springer Schweiz, in dem das gesamte Schweizer Geschäft der Axel Springer SE gebündelt ist. Die Gesellschaft wird unter dem Namen Ringier Axel Springer Medien Schweiz AG firmieren und ihren Sitz in Zürich haben.

Mit dem neuen Unternehmen wollen die Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Leser- und Werbemarkt deutlich verbessern und insbesondere die Digitalisierung ihrer bekannten Marken forcieren. Durch diese Bündelung der Kräfte erweitern Ringier und Axel Springer ihre bereits bestehende, erfolgreiche Partnerschaft in Osteuropa auch auf das Schweizer Geschäft. Seit der Gründung der Ringier Axel Springer Media AG im Juli 2010, welche die Geschäfte in Osteuropa umfasst, konnte der Anteil des digitalen Geschäfts, der zum Start des Joint Ventures noch lediglich 7 Prozent betrug, mehr als verfünffacht werden. Aktuell liegt der digitale Umsatzanteil des Osteuropa-Joint Ventures bei 36 Prozent. Ringier wird das geplante neue Unternehmen vollkonsolidieren. Axel Springer konsolidiert das anteilige Beteiligungsergebnis.

Marc Walder (CEO Ringier) wird Verwaltungsratspräsident. Ralph Büchi (President International der Axel Springer SE) wird Delegierter des Verwaltungsrats – die Geschäftsleitung des neuen Joint Ventures wird direkt an ihn berichten. Claudio Cisullo (Mitglied des Verwaltungsrates der Ringier) sowie Alexander Theobald (Head Operations & Business Development Ringier) sind weitere Vertreter Ringiers im Verwaltungsrat. Für Axel Springer werden zudem Dr. Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE) und Julian Deutz (Vorstand Finanzen und Personal Axel Springer SE) Mitglieder des Verwaltungsrats.

Mitglieder der Geschäftsleitung sind: Urs Heller (Leiter Publikumszeitschriften Deutschschweiz), Marcel Hürlimann (CFO/COO), Daniel Pillard (Leiter Romandie), Jörg Tobuschat (Leiter Nutzermarkt und Stv. Leiter Publikumszeitschriften Deutschschweiz) und Roland Wahrenberger (Leiter Beobachter und Amiado Group). Die Wirtschaftsmedien werden kommissarisch direkt von Ralph Büchi geleitet.

Ringier Axel Springer Medien Schweiz soll bereits per 1. Januar 2016 operativ sein, vorerst weiterhin an den bisherigen Standorten in Zürich. Bis spätestens 2017 soll das neue Unternehmen über einen gemeinsamen Standort verfügen.

Die Vermarktung der Produkte von Ringier Axel Springer Medien Schweiz soll durch die geplante, gemeinsame neue Vermarktungsorganisation von Ringier, SRG und Swisscom erfolgen.

Marc Walder, CEO Ringier: «Wir freuen uns auf den geplanten Schulterschluss mit Axel Springer in der Schweiz. Die Bündelung der komplementären Portfolios macht sowohl journalistisch wie auch betriebswirtschaftlich Sinn. Unser bereits bestehendes Joint Venture mit Axel Springer in Osteuropa zeigt, wie stark beide Partner voneinander profitieren können.»

Ralph Büchi, President International Axel Springer SE: «Zusammen mit Ringier werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Leser-und Werbemarkt deutlich verbessern und insbesondere die Digitalisierung der starken Marken beschleunigen können.»

Das Portfolio des geplanten Joint Ventures umfasst unter anderem die folgenden Titel:

Ringier: Schweizer Illustrierte, SI Style, Gault&Millau, GlücksPost, Schweizer LandLiebe, Bolero, BoleroMen, TVtäglich (Anteil Ringier), L'illustré, L'Hebdo, TV8, Le Temps.

Axel Springer: Beobachter, Tele, TVStar, TV vier, TV2, Handelszeitung, Bilanz, PME Magazine, Fachzeitschriften (Schweizer Bank, Schweizer Versicherung), Wirtschaftsnetz Online, Amiado Group (Students.ch, Usgang.ch, Partyguide.ch).

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch verschiedene ausländische Kartellbehörden. Die Freigaben durch die zuständigen Kartellbehörden in der Schweiz (Weko) und Deutschland (Bundeskartellamt) sind bereits erfolgt.

Scholz & Friends: Die Zukunft des Radios – im TV

Scholz & Friends empfiehlt im Namen von MCDT: Jetzt auf DAB+ umstellen, sonst verpasst man den Anschluss.

Die Verbreitung von Digitalradios in der Schweiz ist nicht aufzuhalten. Schon jetzt werden 45 von 100 Radiominuten digital gehört; gut die Hälfte davon entfallen auf den neuen Standard DAB+. Gute Gründe, das eigene Radio um- und den veralteten Standard UKW in naher Zukunft abzustellen. Diese nahe Zukunft ist Thema der neuen TV-Kampagne der MCDT (Marketing and Consulting for Digital Broadcasting Technologies). Sie empfiehlt, rechtzeitig auf DAB+ umzustellen – denn ansonsten muss man seine Hörgewohnheiten umstellen. Genau das zeigen die beiden von Scholz & Friends konzipierten und von Regisseur Rolf Hellat humorvoll umgesetzten Spots in typischen Radio-Situationen zu Hause und im Auto. Und im Tag-On erfährt man auch gleich, wo man sein neues DAB+-Radio bekommt:

Die Kampagne ist seit dem 14. September schweizweit on air.

Verantworltich bei MCDT: Béatrice Merlach (CEO), Ernst Werder (Managing Partner), Thomas Schnorf (Key Account Manager). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Martina Miani, Christian Vosshagen, Thomas Müller, Lukas Frei (Kreation) Tobias Baumann, Mathias Rösch, Martin Samsel (Strategie und Beratung). Verantworltich bei Stories: Rolf Hellat (Regie), Yves Bollag, Nicole Spring (Produktion).
 

Media Focus: Leichte Aufwärtsbrise im August

Der Werbemarkt spürt eine leichte Aufwärtsbrise: Mit einem Werbedruck von 314,1 Millionen Bruttofranken verzeichnet der Werbemonat August im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,8 Prozent.

Damit legt der Werbemarkt das erste Mal seit vier Monaten wieder leicht zu. Die ersten acht Monate des Jahres weisen jedoch kumuliert einen Werbedruck von 2‘987,6 Millionen Bruttofranken aus, was einem Minus von 0,4 im Vorjahresvergleich entspricht. Dies geht aus der Statistik des Marktforschungsunternehmens Media Focus vom Mittwoch hervor.

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Erfrischender Werbedruck bei hohen Temperaturen

Langanhaltend heisses Sommerwetter veranlasst die Getränkebranche dazu, werblich Druck zu machen. Mit 16 Millionen Bruttofranken wurde 30,1 Prozent mehr in Werbung investiert als im Vorjahresmonat. Zu den Top 5 Werbetreibenden der Branche zählen im August Coca-Cola Schweiz, die Coop-Gruppe Genossenschaft, Feldschlösschen Getränke, der Migros Genossenschaftsbund sowie Rivella. Am höchsten fällt der Werbedruck mit rund 8,5 Millionen Franken für alkoholfreie Getränke aus. An der Spitze der meistbeworbenen Produkte steht Nestea Ice Tea, für das ein Wer-bedruck von über einer Million Bruttofranken erzeugt wurde. Unter den Top 10 Produkten über alle Branchen hinweg befindet sich Nestea Ice Tea auf Platz acht. Coca-Cola Schweiz investiert zudem mit knapp einer Million Schweizer Franken fleissig in die Imagewerbung ihrer alkoholfreien Getränke. Insgesamt gehört das Unternehmen zu den Top 10 Werbetreibenden über alle Branchen hinweg und rangiert auf Platz sieben.

Energiemarkt gibt Power

Um satte 80,5 Prozent steigert die Branche Energie den Werbedruck im Vergleich zum Vorjahr und investiert 2,4 Millionen Bruttofranken. Die Sonne steht auch im Energiemarkt hoch im Kurs: So hat der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie für das Produkt Swissolar einen Werbedruck von 662‘000 Bruttofranken erzeugt und ist für knapp 30 Prozent des gesamten Werbedrucks der Branche verantwortlich. Damit steht der Fachverband an der Spitze der Werbetreibenden. Zu den Top 3 Werbetreibenden gehören darüber hinaus das Unternehmen Energie 360 Grad und der Verband der Schweizerischen Gasindustrie VSG. Insgesamt verzeichnet die Energiebranche allerdings in den ersten acht Monaten dieses Jahres 16.5 Prozent weniger Werbedruck als im Vorjahr.

Saubere Steigerung des Werbedrucks

Die Branche Reinigen erhöht den Werbedruck im August auf 8,1 Millionen Bruttofranken (+16.7% VJ). Die Werbetrommel wurde insbesondere von Reckitt Benckiser (Schweiz), Procter & Gamble Switzerland Sarl sowie Henkel & CI gerührt. Die Werbetreibenden investierten jeweils mehr als eine Million Bruttofranken in verschiedene Produkte, Reckitt Benckiser sogar einen zweistelligen Millionenbetrag. Mit einer Steigerung des Werbedrucks um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zählt Reckitt Benckiser zudem zu den Top 10 Werbetreibenden über alle Branchen hinweg und belegt Platz sechs im Ranking. Das meistbeworbene Produkt ist im August Vanish Oxi Action Gold, für das ausschliesslich im TV geworben wurde.

Den ganzen Media Focus Werbemarkt Tren Report Juli 2015 finden Sie hier (PDF).

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