Milchproduzenten mit Online-Werbung

Websites Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) betrieben ihre Websites swissmilk.ch, lemenu.ch und butter.ch bis anhin komplett werbefrei. Ab sofort sind neu alle gängigen Display-Werbeformen auf den SMP-Websites buchbar.

Websites Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) betrieben ihre Websites swissmilk.ch, lemenu.ch und butter.ch bis anhin komplett werbefrei. Ab sofort sind neu alle gängigen Display-Werbeformen auf den SMP-Websites buchbar. Dank der Vermarktung der SMP-Websites durch das Goldbach-Mediaunternehmen AdLink Media und der Teilnahme an der offiziellen Internetforschungsstudie NET-Metrix-Profile 2008-1 positioniert sich SMP mit der Lieblingskuh der Nation Lovely als neuer attraktiver Werbeträger im Online-Werbemarkt.

«Nicht wachsen um des Wachstums Willen»

Verpackungen I Mitte September übernahm die K+D AG einen Teilbereich der Huber PrintPack. CEO Stefan W. Kuhn über die strategischen Gründe.

Verpackungen I
Mitte September übernahm die K+D AG einen Teilbereich der Huber PrintPack. CEO Stefan W. Kuhn über die strategischen Gründe. WW: K+D ist im Verpackungsdruck tätig, das war auch Huber PrintPack. Welchen Sinn – ausser der Übernahme des Kundenstamms – macht eine solche Übernahme?Stefan W. Kuhn: Bei der Übernahme des Verpackungsdruckbereichs der Huber PrintPack AG handelt es sich um eine rein strategische Akquisition in unserem angestammten Marktbereich, einem so genannten Aktivakauf. Wir erweitern damit weder unsere bestehende Produktpalette durch neue Produkte noch durch neue Technologien. Die Kunden von Huber PrintPack kommen hauptsächlich aus dem Non-Food- und dem Pharmabereich. Die Produkte passen zu uns. Auf den 1. November 2007 haben wir den gesamten operativen Bereich übernommen. Das heisst, Maschinen, Materialien, Fertigwaren, Arbeitsvolumen, Kundenstamm sowie das Personal. Bis Ende November wurden alle Mitarbeiter, die sich entschieden haben, bei K+D in St. Gallen zu arbeiten, in den Betrieb integriert.
Was passiert mit dem Maschinenpark in Frauenfeld, und was ist für K+D mit der Übernahme produktionstechnisch verbunden?Es ist richtig, dass wir mit dem Bereich Verpackungsdruck auch die Maschinen von Huber PrintPack übernommen haben, die wir jedoch nicht nach St. Gallen zügeln werden. K+D ist im Vergleich zu Huber PrintPack sehr viel moderner ausgerüstet und hat in den letzten Jahren den Maschinenpark laufend erneuert. Die veralteten Maschinen in St. Gallen zu installieren, macht deshalb keinen Sinn. Auch jetzt haben wir, parallel zur Übernahme, am Standort St. Gallen sieben Millionen Franken in neue Maschinen investiert. Dabei handelt es sich zum einen um Ersatzinvestitionen, zum anderen um Erweiterungsinvestitionen, die auf Grund der Akquisition erfolgen. Zu den Anschaffungen gehören eine neue 4-Farben-Offsetdruckmaschine plus Lackwerk, zwei Stanzmaschinen und eine Klebemaschine.
Die Produktion in Frauenfeld ist komplett eingestellt worden. Wie reagieren die Kunden, die ja bei einer Übernahme nicht gefragt werden, auf eine solche Situation?Weil wir fast alle Mitarbeiter übernommen haben, ändert sich für die Kunden wenig. Sie haben nach wie vor die gleichen Ansprechpartner, und sie profitieren von unserer besseren, moderneren Infrastruktur. Das betrifft etwa die Druckvorstufe, aber auch die Weiterverarbeitung. In der gegenwärtigen Übergangsphase ist der Kundenkontakt sehr intensiv. K+D präsentiert sich bei den Neukunden und appelliert natürlich auch an deren Solidarität. Die Resonanz war bis jetzt positiv, die Gespräche ausnahmslos gut.
Gemäss Medienmitteilung hat K+D 22 Mitarbeiter und 2 Lehrlinge übernommen. Wie bringt ein bestehendes Unternehmen so viel Personal in so kurzer Zeit unter?Die personelle Situation wurde bei der Übernahme eingeplant. Zudem sind es nicht alle 22 Mitarbeitenden, die in St. Gallen weiterarbeiten. Einige wenige haben sich andersweitig orientiert. Die anderen sind jedoch hoch motiviert. Von Huber PrintPack haben wir ein Arbeitsvolumen übernommen, das wir mit dem bestehenden K+D-Team nicht allein bewältigen könnten. Zum Glück wurde unser Neubau, den wir vor einigen Jahren bezogen haben, so konzipiert, dass wir produktionstechnisch wachsen können. Die Auftragslage ist derzeit so gut, dass die Maschinen sogar an den Wochenenden laufen müssen.
Welches Fazit ziehen Sie heute, und wo lagen die Problemfelder?Die Übernahme ist aus unserer Sicht reibungslos erfolgt. Dies nicht zuletzt deshalb, weil K+D durch die vor drei Jahren erfolgte Integration der Firma E. Suter in Liebefeld bereits über das entsprechende Know-how verfügt hat. Davon konnten wir jetzt profitieren. Das gesamte Projekt wird bei K+D auf Geschäftsleitungsebene geführt und ist somit kein Alleingang der Familie Kuhn. Auch bei den ehemaligen Mitarbeitenden der Huber PrintPack ist die Stimmung gut. Sie wissen, dass man bei K+D Leistung erbringen muss, und stehen hinter uns. Überzeugt haben zudem die moderne Infrastruktur, die flache Hierarchie und das gute Betriebsklima. Das bisherige Feedback ist sehr positiv. Alles weitere muss die Praxis zeigen.
K+D hat in relativ kurzer Zeit zwei Firmen übernommen. Ist damit die Grenze erreicht, oder gehen Sie demnächst auf Einkaufstour ins benachbarte Ausland?Wachstum um des Wachstums Willen ist nicht unser Ziel. Wir wollen uns auf eine ausgewogene Kombination von organischem Wachstum und Unternehmenszukauf konzentrieren. Unsere Strategie ist auf ein stärkeres qualitatives Wachstum ausgerichtet, das wir über ein vertretbares Preisniveau und nicht über ruinöse Preiskämpfe erzielen wollen. Auch der Export spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir haben heute schon Kunden in Deutschland, mit denen wir längerfristig zusammenarbeiten. Eine Akquisition im Ausland schliessen wir langfristig nicht aus. Sie macht jedoch nur dann Sinn, wenn sie in die Strategie passt. Grundsätzlich schreitet die Konzentration im Verpackungsdruck weiter voran. Das heisst, dass uns auch immer wieder Unternehmen zum Kauf angeboten werden. Diesen Markt schauen wir uns regelmässig an.
Interview: Sabine Flachsmann
K+D AGDie K+D AG mit Hauptsitz in St. Gallen und Filiale in Liebefeld BE wurde 1883 gegründet und befindet sich seit 1934 im Besitz und unter Führung der Familien Kuhn. K+D ist auf die Herstellung von mehrfarbig bedruckten, veredelten und fälschungssicheren Verkaufsverpackungen aus Karton (Faltschachteln) für die Pharma- und Kosmetikindustrie sowie für ausgewählte Non-Food-Märkte spezialisiert. Das Unternehmen ist gesamtschweizerisch und im benachbarten Ausland tätig sowie ISO 9001, ISO 14001 und nach ISO/DIS 15378 (GMP Good Manufacturing Practice) zertifiziert. Mit 90 Angestellten erzielt die K+D AG einen Umsatz von rund 24 Millionen Franken. Stefan W. Kuhn, lic. oec. HSG, studierte an der Universität St. Gallen Betriebswirtschaft und leitet das Unternehmen seit 1996. Er ist ausserdem Präsident von Swisscarton. Er ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. www.kud.ch

Satz, Kaffeepause – Spiel

Kaffeemaschinen Jung von Matt/Limmat hat mit Roger Federer einen TV-Spot für Jura realisiert.

Kaffeemaschinen
Jung von Matt/Limmat hat mit Roger Federer einen TV-Spot für Jura realisiert.
Seit Jahren dominiert das Schweizer Sportgenie Roger Federer die Tenniswelt. Er gewinnt ein Turnier nach dem anderen und verteidigt bereits seit dem 2. Februar 2004 unangefochten seine Führung als Nummer 1 der Welt. Was gibt ihm da bloss den entscheidenden Kick? Das Erfolgsgeheimnis verrät Jung von Matt/Limmat jetzt mit einem witzigen Film. Dieser zeigt authentische TV-Aufnahmen aus einem Match. Federer sollte aufschlagen, doch er verschwindet plötzlich vom Platz. Der Schiedsrichter staunt. Das Publikum wartet ratlos. Der Gegner wird noch unsicherer.
Dann hören wir im Off das typische Geräusch einer Kaffeemaschine. Man sieht aber nichts. Als Federer schliesslich zurückkommt und das Match mit einem einzigen Aufschlag für sich entscheidet, wird allen klar: Unser Tennis-Champ hat sich mitten im Spiel einen frisch gemahlenen Kaffee gegönnt. Die Botschaft: Dank seines Jura-Vollautomaten ist das problemlos auch in einer noch so kurzen Pause möglich.
«Es war nicht leicht, einen Termin mit Roger Federer zu finden. Wir mussten dafür zu einem Training nach Dubai reisen. Die Dreharbeiten mit ihm waren aber sehr angenehm. Ein Star völlig ohne Allüren», erzählt Alexander Jaggy, CD bei Jung von Matt/Limmat.
Das Traditionsunternehmen Jura im solothurnischen Niederbuchsiten ist im Jahr 2006 eine Kooperation mit Roger Federer als Markenbotschafter eingegangen. Dieser Vertrag läuft über Jahre. In diesem Zusammenhang ist Jura bei Jung von Matt zuerst nur als Kunde in der PR-Abteilung eingestiegen. Die Zürcher betreuen die Pressestelle für Roger Federer als Jura-Botschafter und haben in diesem Bereich allein im letzten Jahr über 400 verschiedene Medien-Clippings generiert. Jung von Matt organisiert jährlich auch ein Fotoshooting mit Federer zu Werbezwecken. Sonst ist die klassische Werbung bis jetzt im Hintergrund geblieben.
Der erste Film, der eben seine Premiere vor begeisterten Zuschauern am Shanghai Open feierte, funktioniert aber keineswegs nur in klassischen Kommunikationskanälen, sondern findet seither als Viralfilm weit über die Federer-Fangemeinde hinaus Beachtung. Der «coffee break» entwickelte sich auf verschiedenen Videoplattformen in kurzer Zeit zum Publikumsliebling.
Das Unternehmen Jura wurde im Jahre 1931 gegründet. Schon damals lautete sein Leitsatz: «Was braucht der Mensch, um sich die Arbeit zu erleichtern?» Bereits 1937 produzierte Jura die erste Kaffeemaschine. Seither gab es die verschiedensten Entwicklungen, auch im Bereich Bügeleisen. Seit 1994 liegt aber der Schwerpunkt bei den vollautomatischen Kaffeemaschinen. 2003 wurde die einmillionste Maschine aus der Impressa-Linie produziert. Beim ökologisch sinnvollen System werden oben die Bohnen eingefüllt, diese auf Knopfdruck automatisch und just-in-time frisch gemahlen, dann kommt unten der individuell gewünschte Kaffee herraus.
Die 2007 mit dem Solothurner Unternehmerpreis ausgezeichnete Jura ist mit ihren Kaffeeautomaten inzwischen weltweit erfolgreich. Es gibt Niederlassungen im weiteren Europa sowie in den USA und in Shanghai. Der wichtigste Markt ist bis jetzt Deutschland. Aber auch in Hollywood gehört Jura bei den Stars zum guten Ton, wenn sie nicht gerade mit George Clooney bei einem Nespresso sitzen. In Russland ist Jura stark am Wachsen. Ein riesiges Potenzial wird im asiatischen Markt erwartet. Jura bewegt sich dabei mit seinen Maschinen im Premiumsegment.
Jura setzt international auf Schweizer Qualität und hat von Interbrand Zintzmeyer & Lux ein CI entwickeln lassen, bei dem auch das Schweizer Kreuz neu in das Design der Maschinen integriert worden ist. Da passt natürlich der Schweizer Federer noch einmal bestens dazu. Im Oktober wurde Jura zudem mit dem GfM-Marketingpreis 2007 ausgezeichnet.
Andreas Panzeri

Zeitlos erfolgreich

Verpackungen III Elopak feiert sein Fünfzig-Jahr-Jubiläum. Von der kleinen Getränkekartonfabrik im norwegischen Spikkestadt hat sich Elopak zu einem Weltunternehmen entwickelt.

Verpackungen III
Elopak feiert sein Fünfzig-Jahr-Jubiläum. Von der kleinen Getränkekartonfabrik im norwegischen Spikkestadt hat sich Elopak zu einem Weltunternehmen entwickelt. Die hundertjährige Geschichte des Getränkekartons gibt Aufschluss darüber, wie kompliziert dieses einfach erscheinende Produkt ist. Am Erfolg des Getränkekartons ist Elopak massgeblich beteiligt. Es begann, als der norwegische Papieringenieur Christian August Johansen von einer Reise aus den USA zurückkam und eine Vision mitbrachte: einen europäischen Lizenzvertrag für den amerikanischen Getränkekarton Pure-Pak und die Vertretung für Pure-Pak-Abfüllmaschinen. In den USA waren zu Beginn der 30er-Jahre erstmals «Papierflaschen» für Milch flächendeckend kommerziell eingesetzt worden. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich der Karton mit dem giebelförmigem Abschluss schnell Marktanteile sichern. Dominiert wurde der Markt vom Pure-Pak-Karton der in Detroit ansässigen Ex-Cell-O Corporation. Die norwegischen Molkereien hatten in den Fünfzigerjahren ebenfalls versucht, Einwegverpackungen einzuführen. Diese Neuerung wurde jedoch sehr skeptisch aufgenommen. Der Fabrikbesitzer J. H. Andresen liess sich jedoch nicht abschrecken. Am 11. Februar 1957 wurde das Unternehmen A/S Elopak Ltd. formell gegründet. Bei dem Namen handelt es sich um eine Abkürzung für European Licensee of Pure-Pak.
Giebelkarton erobert die WeltDie Umstellung von der Glasflasche zum Karton gestaltete sich jedoch äusserst schwierig. Retter des Unternehmens waren schliesslich die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationierten amerikanischen Truppen. Die Soldaten bekamen ihre tägliche Milchration in praktischen Kartons, wie sie das bereits von zu Hause gewohnt waren. Die Versorgung übernahm die holländische Molkerei Sterovita. Elopak ging ein hohes Risiko ein, um den amerikanischen Lieferanten der Milchkartons aus dem Rennen zu werfen, und hatte Erfolg. Heute nehmen die Kartons mit dem charakteristischen Giebeldach in Norwegen eine Spitzenposition unter den Verpackungen für frische Milch, Molkereiprodukte und Säfte ein.
Der norwegische Markt repräsentiert jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Geschäftstätigkeit von Elopak. 94 Prozent der Geschäfte werden ausserhalb von Norwegen in rund hundert verschiedenen Ländern abgewickelt. Besonders in der zweiten Hälfte der Sechziger-Jahre kam es zu einer Expansion auf dem europäischen Kontinent. Elopak konnte sich mit der Zeit eine starke Position auf den wichtigsten Märkten für Frischmilch und Säfte sichern. 1987 wurde Elopak Eigentümer sämtlicher Rechte am Pure-Pak-System weltweit. Diese Rechte bezogen sich auch auf Produktionsanlagen für Abfüllmaschinen in Detroit, USA.
Seit damals fanden viele der Expansionsbewegungen von Elopak ausserhalb Europas statt. Heute befinden sich die wichtigsten Wachstumsmärkte in Ost- und Südosteuropa, Russland und dem amerikanischen Kontinent. Das Unternehmen konnte darüber hinaus eine starke Position sowohl im Mittleren Osten als auch in verschiedenen afrikanischen Ländern sichern.
Premiumprodukte angepeiltElopak beginnt die nächsten fünfzig Jahre mit einer klaren Strategie, deren Schwerpunkt die Verpackung von Premiumprodukten sein wird. Das sind frische und aseptisch verpackte Produkte, die extrem hohe Qualitätsanforderungen stellen und ein klares Profil aufweisen. Es sind Spezialprodukte, bei denen der Verpackung hinsichtlich der allgemeinen Wahrnehmung des Produktes und der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich zu lenken, eine Schlüsselrolle zukommt. Entsprechend dieser Strategie hat Elopak im Laufe der letzten Jahre eine ganze Reihe von Kartons auf den Markt gebracht, deren Design geschützt ist.
Sabine Flachsmann
 
 
 
ElopakElopak
ist einer der weltweit führenden Anbieter von Verpackungssystemen für flüssige Nahrungsmittel und durch sein Pure-Pak-System bekannt als Lieferant von Giebelkartonverpackungen. 2006 erzielte das Unternehmen mit 2500 Mitarbeitern einen Umsatz von 626 Millionen Euro. Elopak ist Teil der FERD-Gruppe. Diese ist im Privatbesitz von Johan A. Andresen jun. und einer der grössten, norwegischen Industrie- und Finanzkonzerne. www.elopak.comDrei grosse PlayerGlobal
betrachtet wird der Markt für Getränkekartons von drei grossen Anbietern beherrscht:Tetra Pak:
Ursprünglich aus Schweden, heute mit Sitz in der Schweiz, ist Tetra Pak der grösste Anbieter mit einem Marktanteil von 70 Prozent. Die Rank-Gruppe:
Neuseeland. Besitzt SIG in Europa, Blue Ridge und International Papers in den USA.Elopak:
Norwegen. Vermarktet das Pure-Pak-System weltweit und ist hierfür Lizenzgeber. Drittgrösster Anbieter.

Andreas Widmer

Nominiert für den Werber des Jahres 2008.


Andreas Widmer von Wunderman und Futurecom ist ab 2008 CEO der Y&R-Gruppe. Mit der Übernahme dieser Funktion vereint er die ehemaligen Schwesteragenturen unter einem Dach zur ersten Agenturgruppe der Schweiz, die alle Disziplinen voll integriert anbieten kann. Kurze Zeit nach seinem Einstieg bei Wunderman 1993 begann Widmer mit dem Aufbau der ersten interaktiven Unit des Unternehmens. Das führte 1996 zur Gründung von Futurecom interactive, die sich unter seiner Leitung rasch zum führenden Schweizer Anbieter von Online-Marketing-Lösungen entwickelte. Heute gehört  Futurecom als Spezialagentur zu den Top Ten im BSW und kann auf langjährige Kundenbeziehungen und eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen verweisen. Parallel dazu wurde Andreas Widmer 2003 die operative Leitung von Wunderman Zürich übertragen. In dieser Konstellation wurde es schon sehr früh möglich, auf das Bedürfnis nach integrierten Kommunikationslösungen mit einem realen Angebot zu antworten. Dank dem erfolgreichen Schulterschluss werden heute aus Zürich substanzielle BTL-Accounts des Wunderman-Netzwerks für die Region EMEA ganzheitlich betreut und das erfolgreiche Modell einer Crossmedia-Agentur täglich gelebt. Andreas Widmer ist auch Vorstandsmitglied des BSW sowie der Simsa.

Peter Brönnimann

Nominiert für den Werber des Jahres 2008.


Peter Brönnimann ist Partner und Creative Director bei Spillmann Felser Leo Burnett. Während zehn Jahren war er bei Advico Young & Rubicam tätig, zuerst als Texter, später als CD. In Gockhausen prägte er vielfach prämierte Kampagnen für Helvetic Tours, Milch, Pneu Egger und Flims Laax Falera und half mit, die Agentur zur damaligen Nummer 1 zu machen. 2002 gründete er zusammen mit Martin Spillmann, Peter Felser, Rolf Zimmermann und Michael Weber die Agentur SFLB. Diese betreut heute Kunden wie Feldschlösschen, Swiss Life, Kantonalbanken, Lindt oder Migros. Letztes Jahr sorgte Brönnimanns Mammut-Kampagne mit Mary Woodbridge weltweit für Aufsehen. Die Kampagne gewann unter anderem den Crossmedia Award, Gold beim ADC und wurde auch international x-fach ausgezeichnet. Dieses Jahr war Brönnimann als Texter und CD unter anderem verantwortlich für die neue Tages-Anzeiger-Kampagne «Was, wenn», die Kampagnen für Migros-Mode mit den Singles und Nationalratskandidaten in Unterwäsche. Für die Sympany-Filme konnte er den Spielfilmregisseur Dani Levy gewinnen. Brönnis Spot für Schweiz Tourismus mit den Skilehrern sorgte wie im letzten Jahr die «WM-Alternative» auch in internationalen Medien für Furore. Brönnimann hat unzählige Auszeichnungen gewonnen. Dieses Jahr auch einen Bronze-Löwen in Cannes für Schweiz Tourismus sowie Epica-Bronze für den Tages-Anzeiger.?

Wenn das Auge mitisst

Verpackungen II Premiumprodukte liegen in der Nahrungswirtschaft im Trend – und damit auch hochwertige Verpackungen. Die Anuga, weltweit die Trendveranstaltung der Branche, präsentierte im Oktober, wohin die kulinarische Reise geht.

Verpackungen II
Premiumprodukte liegen in der Nahrungswirtschaft im Trend – und damit auch hochwertige Verpackungen. Die Anuga, weltweit die Trendveranstaltung der Branche, präsentierte im Oktober, wohin die kulinarische Reise geht.
Die Anuga ist für die Nahrungswirtschaft das weltweit wichtigste Messeereignis. Alle zwei Jahre versammeln sich in Köln grosse und kleine Lebensmittelspezialisten mit ihrem innovativen Angebot. Die diesjährige Veranstaltung fand vom 13. bis 17. Oktober 2007 in Köln unter hervorragenden Rahmenbedingungen statt. So stand für die 6607 Aussteller aus 95 Nationen mit dem Umzug in das neue Messegelände nicht nur eine bessere Infrastruktur zur Verfügung, auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die internationalen Anbieter konnten kaum besser sein. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung steigen die verfügbaren Einkommen und damit auch die Ausgaben für besseres Essen. Zudem findet derzeit bei vielen Verbrauchern ein Umdenken statt. Die Bereitschaft, für Qualitätsprodukte tiefer in die Tasche zu greifen, wächst. Das ist selbst bei den tiefpreisverwöhnten Deutschen der Fall. Mann und Frau isst bewusster, nimmt seine Lebensmittel gezielt unter die Lupe und gönnt sich auch hier öfter etwas Besonderes. Das spiegeln auch die Verpackungen wider.Geschmack, Gesundheit und KomfortInnovationen und neue Marketingkonzepte waren ein zentrales Thema auf der wichtigsten Food-Messe der Welt. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie verbuchte von Mitte 2005 bis Mitte 2006 weltweit ein Wachstum von vier Prozent. Je nach Region und Warengruppe differiert diese Wachstumsrate zwar erheblich, dennoch konnte das internationale Marktforschungsinstitut AC Nielsen in seiner Studie «What’s hot around the globe» auch global gültige Konsumtrends identifizieren, die das Wachstum in einzelnen Kategorien angetrieben haben. «Verbraucher konzentrieren sich weltweit bei der Ernährung tendenziell auf zwei Schwerpunkte: Zum einen geht es um Geschmack, Gesundheit und Nährwert, zum anderen um Komfort und praktischen Nutzen», so Walter Berthold, Leiter von AC Nielsen Global Services, Deutschland.
Insgesamt neun Produktkategorien, die mit den Argumenten Frische, «gesunder» Mehrwert und Convenience vermarktet werden, erreichen weltweit zweistellige Zuwachsraten. Sechs dieser Kategorien verzeichneten ein Umsatzvolumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Internationaler Spitzenreiter bleibt dabei der Trinkjoghurt mit einem Plus von 18 Prozent, so die Nielsen-Studie. Die Milchverarbeiter kurbeln das Geschäft mit gesunden Produkten der neuen Generation weiter an. So wurde in Frankreich vor kurzem ein so genannter Kosmetik-Joghurt eingeführt. Mit Zutaten wie Borretschöl, Grüntee-Extrakt und Vitamin E angereichert, soll er die Hautgesundheit verbessern. Das Fraunhofer-Institut schätzt den weltweiten Umsatz mit Functional Food derzeit auf rund 20 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2010 rechnen die Fachleute mit einem Wachstum auf jährlich bis zu 100 Milliarden Euro.
Mit Verpackung überzeugenDie Top-Innovationen der Anuga 2007 wurden an der Sonderschau Taste_07 präsentiert. Insgesamt bewarben sich über 500 Unternehmen mit fast 1100 Produkten um die Aufnahme in diese viel beachtete Sonderschau. Am Ende überzeugten die Jury 61 Produkte, sei es durch Originalität, Qualität, Verpackung, Rezeptur, Verbraucherfreundlichkeit oder Optik. Dabei handelt es sich um solche Produkte, die das Leben erleichtern, dem Wunsch nach einem Mehr an Gesundheit entsprechen oder zum Genuss verführen.
Gemäss der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) brachten Genussprodukte 2005 im Vergleich zu 2002 rund 13 Prozent mehr Geld in die Kasse. Wellness-Artikel steigerten ihren Umsatz um 18 Prozent, und das Convenience-Segment konnte sogar um über 30 Prozent zulegen. Ob die Taste_07-Sieger alle den Weg in die Regale des Handels und damit zum Verbraucher finden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Einige der ausgewählten Neuheiten kommen aus kleineren Familienbetrieben und beweisen, dass innovativ sein keine Frage der Unternehmensgrösse ist.
Kaffee in der KartondoseZu diesen Familienbetrieben gehört etwa die in Düsseldorf ansässige Mariasole GmbH, die sich auf hochwertigen Espressokaffee spezialisiert hat. Maria Krebs, Inhaberin und Geschäftsführerin, und ihr Ehemann Benedikt Krebs haben sich dem Kaffee verschrieben und wollen mit ihren Produkten echten Kaffeegenuss bieten. Mariasole Espressokaffee wird in besonderer Weise kombiniert und in Handarbeit in Italien in der familieneigenen Rösterei mit Olivenbaumholz geröstet. Ein Verfahren, das über 100 Jahre alt ist.
Die damit erzeugte, niedrige Rösttemperatur ermöglicht eine besonders lange Röstzeit von rund 30 Minuten, was Mariasole mild, schonend und sehr bekömmlich macht. Dazu kommt der Einsatz von Spitzenbohnen aus den besten Anbaugebieten der Welt. «Bei uns hat die Kaffeequalität oberste Priorität», sagt Maria Krebs. «Unsere Zielgruppe sind anspruchsvolle Kaffeetrinker, die Wert auf einen guten Espresso legen, der auch seinen Preis haben darf.» Hochwertigkeit hört dabei nicht beim Inhalt auf. Anders als in der Branche üblich, ist es hier eine runde Kartondose, in der Kaffee luftdicht verschlossen verpackt wird.
Ein Hingucker sind auch die Gewürze und Kräuter der italienischen Firma Il Boschetto srl. Innovativ und elegant die Verpackung: runde Metalldosen, eingebettet in einer Kartonbox, die den Blick auf das Produkt ermöglichen und auch auf dem Tisch als Display gut präsentieren. Jedes der Gewürze kann einem speziellen Gericht zugeordnet werden, von herzhaft bis süss, von Fisch oder Krustentiere bis Fleisch, Antipasti, Nachtisch oder sogar Kaffee.
Innovative GetränkebrancheFür die Getränkeindustrie sind Innovationen ein wichtiger Teil ihrer erfolgreichen Markenführung. Gemäss Angaben der britischen Mintels Global New Products Database wurden allein 2005 im Bereich Nahrungsmittel und Getränke weltweit knapp 88 000 Innovationen eingeführt. Die Getränkebranche brachte 18 Prozent der Neueinführungen auf den Markt und hält damit die Spitzenposition. Durstlöscher Nummer 1 ist in Europa nach wie vor Mineralwasser.
Allerdings sind die Zeiten vorbei, wo man sich mit wenigen Sorten begnügte. Heute ist Vielfalt Trumpf, und es vollzieht sich allmählich ein Imagewechsel hin zum Lifestyle- und Wellness-Getränk. Die Hersteller forcieren diese Entwicklung nicht nur durch eine Vielzahl neuer Produktideen, sondern vor allem durch neue Verpackungskonzepte. Als Beispiel dafür steht Ogo, das mit Sauerstoff angereicherte Trendwasser der niederländischen The O-Company. Die kugelrunden, displaystarken 0,33- und 1-Liter-Glasflaschen fallen aus dem üblichen Angebotsrahmen und damit unweigerlich auf. Besonders im Getränkebereich zeigt sich der starke Wellness- und Gesundheitstrend. Das Gebinde muss hier auch zur werblichen Aussage passen. «Natürlich mehr Ausdauer» verspricht etwa der Hersteller von Caps, einem natürlichen Sportgetränk, das die Ausdauerleistung von Sportlern verbessern soll. Der isotonische Drink in den Geschmacksrichtungen Orange-Lemon und Grapefruit mit Weizendextrin und Fruchtsüsse ist in einem praktischen wiederverschliessbaren Beutel mit Schraubverschluss abgefüllt, damit ideal für unterwegs, und er kann vor allem platzsparend entsorgt werden.
Verpackter KomfortNeben neuen Geschmackserlebnissen steht auch der Wunsch nach mehr Convenience im Mittelpunkt neuer Produktentwicklungen. Hier leistet die Verpackung einen entscheidenden Beitrag. Immer öfter holen sich die Anbieter neuer Produkte Ideen aus anderen Kategorien. Das wurde auch an der Anuga deutlich. Die Firma Spreewaldkonserven bietet zum Beispiel Apfelmus sowie weitere Fruchtmuskombinationen im trendigen, dosierbaren Pouch an, der wiederverschliessbar ist und besonders Kinder auf den Fruchtgeschmack bringen soll. Die Käsehof Käseglocke Bergkäse Premium punktet mit höchster Produktqualität und einer raffinierten Verpackung, die zusätzlichen Mehrwert bietet. Sie dient als Schneidebrett, ist wieder verschliessbar und liefert besten Aromaschutz. www.anuga.de
Sabine Flachsmann
 

 
 
ISMDas Highlight
der Süsswarenbranche, die ISM Internationale Süsswarenmesse, findet vom 27. bis 30. Januar 2008 in Köln statt. Im kommenden Jahr wegen der Interpack ohne ProSweets Cologne, die ab 2009 jedoch parallel zur ISM durchgeführt wird. www.ism-cologne.de

Valentina Herrmann

Nominiert als Werberin des Jahres 2008.


Valentina Herrmann ist selbstständig als Art & Creative Director. Sie ist ADC-Mitglied, Schulrat der ADC/BSW-Kreativschule und arbeitet im Komitee des ADC Young Creatives Awards mit. Neben über 70 nationalen Auszeichnungen hat Herrmann auch international schon mehrere Prämierungen erreicht, in diesem Jahr für das Greenpeace-Plakat «Ocean Defenders» einen Cannes-Löwen, zwei Finalplätze bei den London International Awards sowie Finalist bei den New York Festivals. Eingestiegen in die Werbung ist sie nach der Kunstgewerbeschule Basel mit einer Grafikerlehre bei Cash RSCG, dann arbeitete sie bei Sottsass Associati in Mailand. Nach der Rückkehr in die Schweiz startete sie als Freelancer beim Zürcher Ableger von Weber, Hodel, Schmid. Nach vier Jahren WHS und einer Weiterbildung in New York wechselte sie zu Wirz, Advico Young & Rubicam sowie zu Lowe. Dort war sie Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung. Seit 2007 ist Valentina Herrmann freischaffend. Zu ihren liebsten Arbeiten zählen die vielfach prämierte internationale Greenpeace-Kampagne sowie die VW-Kampagne «Flache Schweiz» bei Lowe, die Lancierungskampagne Graubünden bei AY&R, die Macho-Serie «Solange es noch Männer gibt» für IWC bei Wirz sowie die erste Tagi-Kampagne «Wir bleiben dran» bei WHS. 

SRG gibt der Formel 1 grünes Licht

SRG-Generaldirektor Armin Walpen sorgte mit seinem Beschluss, die Übertragung von Formel-1-Rennen aus Spargründen zu streichen, für einige Kritik. Nun hat die SRG ihre Meinung geändert: Dank zusätzlicher Einnahmen aus Sponsoring und Werbung überträgt sie die Rennen doch weiterhin.

 SRG-Generaldirektor Armin Walpen sorgte mit seinem Beschluss, die Übertragung von Formel-1-Rennen aus Spargründen zu streichen, für einige Kritik. Nun hat die SRG ihre Meinung geändert: Dank zusätzlicher Einnahmen aus Sponsoring und Werbung komme sie auf den Entscheid zurück und übertrage die Rennen doch weiterhin, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Den entsprechenden Vertrag mit der Formula One Management Ltd. (FOM) verlängert die SRG bis Ende 2010. Die Vereinbarung beinhaltet alle Live- und Nachverwertungsrechte sowie die Drehbewilligung für Produktionen von zusätzlichem Sendematerial mit eigenen Kameras. Der Vertrag gilt für alle Fernseh- und Radiosender der SRG.
Möglich werde dies, weil die SRG dank eines Entgegenkommens der FOM die kommerziellen Möglichkeiten ausbauen könne und weil die Zusammenarbeit mit den langjährigen Sponsoren BMW und Credit Suisse fortgesetzt werde, gab Walpen bekannt. Damit werde die Refinanzierung der Rechte- und Produktionskosten «signifikant erhöht».
Die SRG hatte Anfang Jahr bekannt gegeben, dass sie die Formel 1 aus Spargründen aus dem Programm kippen will (siehe
). Im September deutete Walpen an, dass der Entscheid dank Sponsoren vielleicht revidiert werde.

Deutschland: Bildblogger ist Journalist des Jahres

In Deutschland ereilt einen Blogger und freien Journalisten die Ehre, als «Journalist des Jahres» ausgezeichnet zu werden: Die Jury der Zeitschrift Medium Magazin hat diesen Titel an Bildblog-Mitbegründer Stefan Niggemeier vergeben.

In Deutschland ereilt einen Blogger und freien Journalisten die Ehre, als «Journalist des Jahres» ausgezeichnet zu werden: Die Jury der Zeitschrift Medium Magazin hat diesen Titel an Bildblog-Mitbegründer Stefan Niggemeier vergeben. In der Begründung heisst es, dass es Niggemeier mit seinem persönlichen Blog Stefan-niggemeier.de gelungen sei, ein Zeichen für Qualitätsjournalismus im Internet zu setzen. Mit seriöser Hintergrundrecherche, Courage und einem exzellenten Stil finde er eine wachsende Leserschaft. Die Jury würdigte dabei besonders, dass er sich als freier und unabhängiger Journalist ohne finanzielle Rückendeckung nicht scheue, heisse Eisen anzufassen.
Niggemeier arbeitete früher als Medienredaktor bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, für die er noch immer schreibt. Davor schrieb er unter anderem für das Branchenmagazin Werben & Verlaufen und die Süddeutsche Zeitung. Er war Mitbegründer des Weblogs «Bildblog», der die Arbeit der Bildzeitung unter die Lupe nimmt.

«Hauptsache, .ch kommt zu den Leuten»

Print Allen Anfangsproblemen zum Trotz klappt die Distribution der Gratiszeitung .ch nun weitgehend. Dies sagt .ch-Verleger Sacha Wigdorovits.

Print
Allen Anfangsproblemen zum Trotz klappt die Distribution der Gratiszeitung .ch nun weitgehend. Dies sagt .ch-Verleger Sacha Wigdorovits. WW: Weil die Werbewoche in der Ausgabe 44/07 von einer «missratenen .ch-Distribution» schrieb,  drohten Sie mit einer Klage. Was ist falsch an der Aussage?Sacha Wigdorovits: Sie ist eine Verletzung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb UWG, weil sie in dieser Absolutheit völlig falsch und kreditschädigend ist.
Sie versprachen, dass .ch ab Mitte September mit 430 000 Exemplaren in den Agglomerationen Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen und Winterthur verteilt und spätestens um 7 Uhr in Gebäuden mit mindestens fünf Wohnparteien aufliegen würde.Das ist auch der Fall. Wir sagten, dass wir etwa 70 Prozent der Auflage per Hauszustellung und etwa 30 Prozent über Boxen an Tram-, Bus- und S-Bahn-Haltestellen verteilen würden. Heute ist das Verhältnis etwas 60 Prozent Hauszustellung und 40 Boxen im öffentlichen Verkehr, inklusive der Kolporteure auf grossen öffentlichen Plätzen sowie der Lieferung in Grossbetriebe und Restaurants.
Was klappt denn heute?Bei den Boxen im öffentlichen Verkehr und bei den Kolporteuren eigentlich alles. Bei der Hauszustellung haben wir teilweise noch Probleme, vor allem in Bern und Basel. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass bei einem Teil der Liegenschaften, wo diese platziert worden waren, unsere Displays entfernt wurden. Ausserdem fehlt uns immer noch Verteilpersonal, um alle geplanten Routen zu bedienen.
Und was machen Sie jetzt, um diese Schwachstellen zu beheben?Weil die ÖV-Boxen in der Regel sehr gut laufen, haben wir diesen Verteilkanal schneller als geplant ausgebaut. Wir verteilen heute rund 150 000 Exemplare auf diesem Kanal, hinzu kommen noch rund 30 000 Exemplare über Kolporteure, Boxen auf privatem Grund, in grossen Betrieben und Restaurants. Zudem investieren wir massiv in die Hausfrühverteilung. Wir machen vorübergehend zum Teil sogar eine Briefkastenzustellung, wo es anders nicht geht, und stellen laufend zusätzliches Verteilpersonal ein. Wir verteilen bereits heute rund 250 000 Exemplare nach Hause und sind damit die grösste hausverteilte Zeitung der Schweiz. Unser Ziel sind 300 000 hauszugestellte Exemplare bis im Sommer 2008 bei einer Totalauflage von dannzumal insgesamt 500 0000 Exemplaren fest.
Bei der Distribution vergrösserten Sie kurzerhand den ÖV-Anteil. Eigentlich bedenklich, wenn man das Konzept so rasch umstellt.Was ist denn relevanter: die Art, wie man verteilt, oder dass die Zeitung zu den Leuten kommt?
Mediaplaner kritisieren, .ch halte das Versprechen, frühmorgens als erste Gratiszeitung bei den Lesern zu sein, nicht ein.Das ist falsch. Natürlich mag es vereinzelt Verspätungen bei der Auslieferung geben. Aber in aller Regel sind wir spätestens um 7 Uhr bei den Leuten.
Bei einer nicht repräsentativen Strassenumfrage der Werbewoche in Zürich, Basel und Bern (WW 43/07) gaben 10 von 171 befragten Personen an, .ch an zwei bestimmten Tagen gelesen zu haben, 33 weitere taten dies nur an einem der beiden Tage. Ein mageres Resultat für eine Tageszeitung mit Hauszustellung.Ganz im Gegenteil: Dies entspricht einer Reichweite von 15,5 Prozent, und das weniger als drei Monate nach dem Start. Damit bin ich hoch zufrieden. Ich hoffe bloss, das Resultat Ihrer Strassenumfrage stimmt.   
Interview: WW

Marketing-Magazin für Geschäftsreisen lanciert

Der neu gegründete Verlag für Branchen- und Unternehmenspublikationen Publicontext hat mit First Class ein Magazin für Geschäftsreisemanagement lanciert.

 
Der neu gegründete Verlag für Branchen- und Unternehmenspublikationen Publicontext hat mit First Class ein Magazin für Geschäftsreisemanagement lanciert. Ziel der Publikation sei, das Leistungssteigerungs- und Sparpotential eines professionellen Travel-Managements darzulegen und zu fördern, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.  
First Class erschien erstmals am 7. Dezember 2007 in einer Auflage von 57’000 Exemplaren. Das Magazin wird der Bilanz beigelegt und liegt an den Flughäfen Zürich und Basel-Mulhouse auf. Im Jahr 2008 sind Ausgaben im Mai und Oktober geplant.
Für Konzept, Redaktion und Realisation zeichnet die Kommunikationsagentur Vipr verantwortlich, die ab 2008 unter der Dachmarke Communicators auftritt.

get_footer();