Bundesratswahlen bescherten SF traumhaften Marktanteil

Vier von fünf Fernsehzuschauern haben am Mittwochmorgen die Bundesratswahlen auf dem Schweizer Fernsehen verfolgt: Der Personenmarktanteil betrug am Mittwochmorgen 79,2 Prozent.

 Die Bundesratswahlen stiessen am Mittwochmorgen auf ein grosses Interesse beim TV-Publikum. An einem Fernsehgerät schauten sich durchschnittlich 501’600 Zuschauer die Sendungen aus dem Bundeshaus an. Der Personenmarktanteil betrug 79,2 Prozent. Vier von fünf Fernsehzuschauer haben also die Wahlen auf SF gesehen. Die Homepage von SF, wo die Sendungen live gezeigt wurden, verzeichnete einen Besucherrekord: Die Website verbuchte 418’289 Visits. Wieviele Personen am Donnerstagmorgen vor dem Bildschirm auf die Entscheidung der gewählten Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf warteten, ist noch unklar. Die Zahlen werden wie üblich bis am Vormittag des Folgetags erhoben.
Auf den Donnerstagabend hat SF eine Sondersendung von «Classe Politique» mit Widmer-Schlumpf angesetzt. Sie wird befragt von Urs Leuthard.

Berner Werber am Töggelikasten

Die Post-Tochter Publiposte lud vergangene Woche Berner Agenturen zu einem Töggeliturnier ein. Bald sollen sich auch die Zürcher und Westschweizer Kreativen im Töggelen messen können.

 Die Post-Tochter Publiposte lud vergangene Woche Berner Agenturen zu einem Töggeliturnier ein. Angetreten sind 26 Teams aus 15 Agenturen und Kommunikationsunternehmen, darunter Freiburghaus & Partner, Neue LGK, Republica, Agentur 01 und Polyconsult. Den Sieg nach Hause getragen hat die Druckerei Ritz, die sich am Ende gegen ein Team von Republica durchsetzte. Im kommenden Jahr werden sich voraussichtlich auch die Zürcher und Westschweizer Kreativen im Töggelen messen können.

Spiegel-Chefposten: Claus Kleber winkt ab

Der zuletzt am heissesten gehandelte Kandidat für den Posten des Spiegel-Chefredaktors, Claus Kleber, hat dem Magazin eine Absage erteilt. Er bleibt Leiter und Chefmoderator der ZDF-Sendung «Heute-Journal».

Der zuletzt am heissesten gehandelte Kandidat für den Posten des Spiegel-Chefredaktors, Claus Kleber, hat dem Magazin eine Absage erteilt. Er bleibt Leiter und Chefmoderator der ZDF-Sendung «Heute-Journal». Kleber bezeichnete das Angebot des Spiegels als grosse Ehre. Jedoch habe er nach gründlichem Abwägen festgestellt, dass sein Medium das Fernsehen sei: «Es ist also keine Entscheidung gegen das wichtigste Print-Magazin, sondern für das beste TV-Magazin», erklärte Kleber auf der Website seiner Sendung.
Der ZDF-Intendant Markus Schächter freut sich über diese Entscheidung: «Claus Kleber ist der Spitzenmann des deutschen TV-Journalismus. Ich freue mich sehr, dass er bei uns bleibt.»
Kleber hatte Ende letzter Woche ein Angebot des Spiegels für die Nachfolge von Stefan Aust erhalten. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung folgten darauf Gespräche des ZDF mit Kleber, in denen es auch um sein Gehalt ging. Es darf deshalb spekuliert werden, ob sich Kleber den Entschluss, beim «Heute-Journal» zu bleiben, ordentlich vergolden liess.

SPRI und HFT: Kommunikations-Zertifikat für Touristiker

Das Schweizerische Public Relations Institut und die höhere Fachschule für Tourismus Graubünden bauen ihre bestehende Kooperation weiter aus. Neu besteht die Möglichkeit, nach der Fachausbildung mit einem Certificate of Advanced Studies Corporate Communications abzuschliessen.

 Das Schweizerische Public Relations Institut (SPRI) und die höhere Fachschule für Tourismus Graubünden (HFT) bauen ihre bestehende Kooperation weiter aus. Bis anhin konnten sich angehende Tourismus-Fachleute an der HFT im Bereich Kommunikation spezialisieren. Neu besteht laut Mitteilung vom Donnerstag die Möglichkeit, nach der Fachausbildung weiterzulernen und mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) Corporate Communications mit Schwerpunkt Tourismus abzuschliessen.Das SPRI bietet bereits heute zusammen mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) das CAS  Corporate Communications an. Mit der HFT Graubünden wird nun das bestehende Angebot für Touristiker angepasst. Das vermittelte Basiswissen bleibt dabei gleich, doch die Fallbeispiele werden auf den Tourismus bezogen, und auch die Dozenten stammen aus diesem Bereich.

Abgang von Nik Niethammer bei Sat.1

Der Schweizer TV-Mann Nik Niethammer verlässt den deutschen Sender Sat.1 per Ende Jahr. Sein Abgang erfolge im Zuge der Neustrukturierung der Geschäftsführung, teilte Sat.1 mit.

Der Schweizer TV-Mann Nik Niethammer verlässt den deutschen Sender Sat.1 per Ende Jahr. Sein Abgang erfolge im Zuge der Neustrukturierung der Geschäftsführung, teilte Sat.1 mit (siehe ). Niethammer war seit 2004 beim deutschen Sender tätig. Erst im vergangenen Oktober, war er zum Chefredaktor ernannt worden (siehe ). Er verantwortete die Magazine und die Nachrichten. Künftig wird es bei Sat.1 mit Torsten Rossmann einen eigenen Geschäftführer für den Informationsbereich geben.

Nicht alle Geräte mögen HD Suisse

Der hochauflösende neue SRG-Sender HD Suisse kämpft mit Kinderkrankheiten. Auf dem Kanal treten bei bestimmten Geräten anscheinend regelmässig Bildstörungen auf.

 Der hochauflösende neue SRG-Sender HD Suisse kämpft mit Kinderkrankheiten. Auf dem Kanal treten bei bestimmten Geräten anscheinend regelmässig Bildstörungen auf, wie 20 Minuten berichtet. Laut einem Helpdesk-Mitarbeiter der SRG haben einige gängige Marken und Hersteller von HDTV-Empfängern Probleme mit der Verarbeitung des HD-Suisse-Signals. SRG-Sprecher Daniel Steiner erklärte gegenüber dem Pendlerblatt, dass bei einzelnen Kunden Schwierigkeiten auftreten. Man gehe diese zusammen mit den Geräteherstellern an. Der Kanal HD Suisse soll den Zuschauern per Satellitenempfänger oder TV-Kabelnetz eine fünfmal höhere Bildschirmauflösung bringen (siehe ).

Online-Nachrichten nehmen Zeitungen Leser weg

Nachrichten im Internet machen den gedruckten Tageszeitungen zunehmend Leser abspenstig. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die am Freitag im Journal Medien- und Kommunikationswissenschaft veröffentlicht wird.

 Nachrichten im Internet machen den gedruckten Tageszeitungen zunehmend Leser abspenstig. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die am Freitag im Journal Medien- und Kommunikationswissenschaft veröffentlicht wird. Es sei erstmals gelungen, eine Nutzungsverschiebung zwischen Print und Online nachzuweisen, teilen die Autoren Castulus Kolo und Robin Meyer-Lucht mit.  
Die Beiden nahmen die Nutzung von Nachrichtensites und gedruckten Zeitungen im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 unter die Lupe. Dabei zeigte sich laut Netzwoche.de, dass Tageszeitungen genau dort viele treue Leser verlieren, wo eine starke Hinwendung zum Internet als Nachrichtenmedium zu beobachten ist. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei den 25- bis 34-Jährigen und die 35- bis 44-Jährigen. Bei ihnen ist der Anteil der regelmässigen Leser von Abo-Tageszeitungen zwischen 2001 und 2006 von 50,5 auf 37,4 beziehungsweise von 64,8 auf 54,2 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Intensivnutzer von Nachrichtensites von 7,9 auf 14,2 beziehungsweise von 7,0 auf 12,3 Prozent.
 
Diese Entwicklung unterstreicht laut Studie die Notwendigkeit für die Verlage, die Digitalisierung ihrer Marken rasch und umfassend voranzutreiben. Nur so könnten sie die Online-Nachrichtenkonsumenten an sich binden, die sie als Zeitungsleser verlieren.

Star TV goes mobile – mit Sunrise

Ab dem 13. Dezember 2007 können die Nutzer von Sunrise Mobile TV kostenlos Star TV auf dem Handy schauen. Das Angebot kann zeitlich unbegrenzt und überall in der Schweiz genutzt werden.

 Ab dem 13. Dezember 2007 können die Nutzer von Sunrise Mobile TV kostenlos Star TV auf dem Handy schauen. Das Angebot kann zeitlich unbegrenzt und überall in der Schweiz genutzt werden. Dies sei mit dem Relaunch des mobilen TV-Portals von Sunrise möglich geworden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Es sei für Star TV ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft, so Paul Grau, CEO und Hauptaktionär des Senders. Nach der IPTV-Expansion könne Star TV ein weiteres Netz abdecken und so auch mobile Unterhaltung anbieten.

Ringier: Eigener Store auf iTunes

Ringier TV ist ab sofort auf der Appple-Multimediaplattform iTunes mit einem eigenen Store vertreten. Dort können alle Ringier-Sendungen als Podcast kostenlos heruntergeladen werden.

 Ringier TV ist ab sofort auf der Appple-Multimediaplattform iTunes mit einem eigenen Store vertreten. Dort können alle Ringier-Sendungen als Podcast kostenlos heruntergeladen werden. Insgesamt stehen über 20 Sendegefässe mit 400 Episoden zur Verfügung, wie Ringier am Donnerstag mitteilte. Dazu gehören sowohl die für SF2/PresseTV und Sat.1 Schweiz/Pro7 Schweiz produzierten Sendungen wie auch Cashdaily und das SI-Web TV.Der nächste Schritt in die Podcast-Zukunft sei schon eingeleitet, heisst es weiter. Für Cash TV produziere Ringier TV erstmals eine Spezialsendung im hochauflösenden Format HDTV. Diese Sendung werde im Januar 2008 als HD Postcast in einer höheren Bildqualität erhältlich sein. Die anfänglich für den iPod gedachten Podcasts würden dann Fullscreen-tauglich.
 

Planetactive: Martin Sinning wird Managing Director

Planetactive startet mit einer neuen Führungsstruktur ins neue Jahr. Andreas Jorgella, bisher Managing Director bei Planetactive Zürich, wird seinen Posten nach sieben Jahren auf eigenen Wunsch auf Anfang 2008 an Martin Sinning übergeben.

 Die Digital-Marketing-Agentur Planetactive startet mit einer neuen Führungsstruktur ins neue Jahr. Andreas Jorgella, bisher Managing Director bei Planetactive Zürich, wird seinen Posten nach sieben Jahren auf eigenen Wunsch auf Anfang 2008 an Martin Sinning übergeben. Er wolle sich eine Auszeit nehmen und sich neu orientieren, heisst in einer Mitteilung vom Donnerstag. Jorgella hatte im Jahr 2000 das Planetactive Office Zürich, das heute Kunden wie Migros, Swisscom oder Travelhouse betreut, aufgebaut. Martin Sinning wird als Managing Director Schweiz und Österreich die Verantwortung für die beiden Büros in Zürich und Wien übernehmen. Bisher hatte er gemeinsam mit Stefan Längin die Aktivitäten der Agentur in Deutschland verantwortet.
Daneben meldet die im ganzen deutschsprachigen Raum tätige Planetactive-Gruppe einen weiteren personellen Wechsel: Der Gründer und CEO Matthias Kurwig wird auf den 1. Januar 2008 als Chief Operating Officer (Worldwide) zu Neo@Ogilvy nach New York wechseln. Von dort aus soll er den weiteren Ausbau des Netzwerkes vorantreiben. Planetactive ist seit der Übernahme durch Ogilvy Teil von Neo@Ogilvy, dem Digital-Marketing-Netzwerk von Ogilvy. Kurwig war bisher für die Aktivitäten des Networks im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Diese Position wird ab Anfang des Jahres Stefan Längin übernehmen.

Waschen führt zu Problemen mit Bluewin TV

Swisscom-Chef Carsten Schloter anerkennt in einem Interview die zahlreichen Probleme mit Bluewin TV, dem Digitalfernseh-Angebot seines Unternehmens. Bei einem Viertel der Kunden tauchen nach wie vor technische Probleme auf.

 Swisscom-Chef Carsten Schloter anerkennt in einem Interview die zahlreichen Probleme mit Bluewin TV, dem Digitalfernseh-Angebot seines Unternehmens. Bei einem Viertel der Kunden tauchten nach wie vor technische Probleme auf, sagte er der Westschweizer Zeitung Le Temps. Es kommt sogar vor, dass das Fernsehbild beeinträchtig wird, wenn gleichzeitig die Waschmaschine in Gebrauch ist. Das Problem liegt gemäss Schloter an der ungenügenden Qualität des Internetkabels. Swisscom nehme von nun an nur noch Kunden an, bei denen das Angebot einwandfrei funktioniere.
Der Telekomkonzern will das Netz mit jenem seiner italienischen Tochter Fastweb verbinden, welche auf Digitalfernsehen spezialisiert ist. Wie Schloter sagte, ermöglicht dies Kosteneinsparungen in der Höhe von 300 Millionen Franken.

Winterthurer Stadtblatt bald sonntags und gratis

In Winterthur schwappt die Gratiszeitungs-Euphorie aufs Wochenende über: Das Stadtblatt erscheint bald sonntags, gratis und mit elfmal höherer Auflage. Es ist dafür nicht mehr amtliches Publikationsorgan der Stadt Winterthur.

In Winterthur schwappt die Gratiszeitungs-Euphorie aufs Wochenende über: Das Stadtblatt erscheint bald sonntags, gratis und mit elfmal höherer Auflage. Es ist dafür nicht mehr amtliches Publikationsorgan der Stadt Winterthur.Ab 6. Januar erscheint das Stadtblatt Winterthur nicht mehr donnerstags, sondern sonntags. Der bisherige Abopreis von 150 Franken entfällt, die Zeitung wird neu gratis in jeden Haushalt verteilt. Entsprechend steigt die Auflage von bisher 4’377 auf 460’00 Exemplare. Das Winterthurer Stadtblatt wird somit die erste Gratis-Sonntagszeitung der Deutschschweiz – noch dazu mit Hauszustellung. Ob damit im Sonntagsmarkt ein neues Zeitalter eingeläutet wird, muss sich erst weisen. Es war nicht finanzielle Not, die den Stadtblatt-Mehrheitsaktionär Guido Blumer zu diesem Wechsel veranlasste. «Der Auslöser war mein Alter», sagt er. Mit 55 habe er eine Standortbestimmung vorgenommen. Und weil es ihn schon immer gereizt habe, ein Sonntagsblatt zu machen, entwickelte er ein Konzept und setzt es nun um.
Dabei hat er zwei Ziele im Auge: Seine Zeitung soll dereinst auch ohne ihn weiter bestehen können. Zudem sollte sie anders als bis anhin für den nationalen Werbemarkt wenn nicht unentbehrlich, so doch interessant sein. Blumer rechnet neu mit rund 70’000 Lesern. Den Anzeigenpreis erhöht er von derzeit 2328 auf 3136 Franken pro 1/1-Seite vierfarbig. Einen Tribut muss Blumer allerdings zahlen: Sein Stadtblatt ist künftig nicht mehr Publikationsorgan der Stadt Winterthur und der Gemeinde Seuzach. Das neue Konzept mit einer Gratis-Sonntagszeitung entspreche den stadträtlichen Kriterien nicht, heisst es in einer Mitteilung der Winterthurer Regierung vom Mittwoch. In ihren Augen soll ein amtliches Publikationsorgan eine abonnierte Zeitung sein.
Ganz auf Abo-Einnahmen verzichten will Blumer allerdings nicht. Darum richtet er freiwillige Partnerschaftsabos zu 100 Franken ein, die wiederum zu vergünstigten Einkäufen in 28 Winterthurer Geschäften berechtigen.
Mehr Umfang angestrebtSonst aber ändert sich wenig am Sonntags-Stadtblatt. Das Tabloid-Format wird beibehalten, auch kommt der redaktionelle Teil weiterhin ohne Farben aus. Einzig das Logo wandelt sich leicht: Statt von unten nach oben ist es nun von oben nach unten zu lesen. Und es ist nur noch halb sichtbar. Inhaltlich bleibt Blumers Blatt «eine reflektierende Wochenzeitung», die an Umfang etwas zulegen dürfte (auf 48 Seiten), sich und ihrem linksliberalen Kurs aber treu bleibt. Den Auftakt auf der Front machen weiterhin Kommentar und Karrikatur, es gibt einen Wochenschwerpunkt, Argumente, Meinungen und eine Agenda. Neu ist eine besinnliche Kolumne, die abwechselnd von einem Pfarrer, einem Rabbiner oder einer muslimischen Frau verfasst wird. Getreu der Absicht des Verlegers und des fünfköpfigen Redaktionsteams, primär zu Diskussionen anzuregen und Brücken zu bauen – auch über Parteigrenzen hinweg.
Dass das Stadtblatt existiert, ist ein kleines Wunder, muss es doch mit der Tageszeitung Landbote und den Wochengratistiteln Stadtanzeiger Winterthur (mehrheitlich Ziegler Druck) und Winterthurer Zeitung (Zehnder) zusammenleben. Doch Blumer betrachtet diese nicht als Konkurrenten. «Denn wir sind weder auf Aktualitäten und News noch auf People und Lifestyle aus», sagt er. Das Stadtblatt entstand seinerzeit aus der Winterthurer AZ, die dreimal wöchentlich erschien. 1997 vollzog Blumer die Ablösung von der SP und machte den Titel zum Wochenblatt. Blumer ist zu 60 Prozent beteiligt, zwei weitere Personen zu je 20 Prozent.
Markus Knöpfli

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