Bewegung an der Spitze der Mediensites

Seit Monaten tobt zwischen Blick Online und 20minuten.ch der Kampf darum, wer mehr Surfer für sein Portal begeistern kann. Nun kann 20minuten.ch laut den aktuellen Zahlen von Net-Metrix-Audit erstmals die grössere Zahl beim Wert Unique Clients vorweisen, zieht aber bei den Page Impressions den Kürzeren. An der Spitze steht nach wie vor Bluewin.

 Seit Monaten tobt zwischen Blick Online und 20minuten.ch der Kampf darum, wer mehr Surfer für sein Portal begeistern kann. Nun kann 20minuten.ch laut den aktuellen Zahlen von Net-Metrix-Audit erstmals die grössere Zahl beim Wert Unique Clients vorweisen, also der Anzahl verschiedener Computer, von denen aus eine bestimmte Website aufgerufen wird: Das Portal der Gratiszeitung kommt im November auf 1’281’000 Unique Clients, Blick Online auf 1’229’000. Dafür zieht 20minuten.ch bei den Page Impressions (PI) genannten Seitenaufrufen diesmal den Kürzeren: Die Site verbucht hier einen Wert von 83’033’658 PI, Blick.ch weist 83’583’963 PI vor. Diese beiden Portale haben die führenden Plätze unter den Mediensites inne. Die höchsten Werte unter den Webseiten mit Werbung weisen bei den Unique Clients aber nach wie vor Bluewin und Search.ch auf – also zwei Internetportale, die nicht an einen Medientitel gebunden sind. Die Studie Net-Metrix-Audit weist im November die Nutzungsdaten von 164 Websites aus. Neu dazugekommen sind sechs Seiten.
Die Top Ten der Net-Metrix-Audit-Zahlen im November nach Unique Clients:
Bluewin: 3’939’000
Search.ch: 2’442’000
20minuten.ch: 1’281’000
Blick Online: 1’229’000
NZZ Online: 1’198’000
Moneyhouse: 927’000
Tagesanzeiger.ch: 827’000
PCtipp Online: 754’000
MySwitzerland.com: 685’000
Homegate.ch : 655’000
Die Top Ten der Net-Metrix-Audit-Zahlen im November nach Visits (Anzahl Besuche auf einer Website):
Bluewin: 45’571’877
Blick Online: 9’874’705
Search.ch: 9’397’901
Netlog: 7’816’780
20minuten.ch: 7’401’760
NZZ Online: 6’488’186
Tagesanzeiger.ch: 4’919’274
PartyGuide.ch: 3’556’193
Romandie.com: 2’507’498
Teletext.ch: 2’343’738

Der Cineman spricht neu auch Englisch

Die Website Cineman gibt es ab sofort auch in englischer Sprache. Neu können sich nach den deutsch- und französischsprachigen nun also auch die englischsprachigen Bewohner der Schweiz über alles was mit Kino zu tun hat informieren.

 Die Website Cineman gibt es ab sofort auch in englischer Sprache. Neu können sich nach den deutsch- und französischsprachigen nun also auch die englischsprachigen Bewohner der Schweiz über alles was mit Kino zu tun hat informieren. Die englische Ausgabe von Cineman.ch bietet zu allen Filmen englische Kritiken, tägliche News, Trailer in Originalsprache und auch ein auf Filmvorführungen in englischer Sprache ausgerichtetes Kinoprogramm. Neben den inländischen Nischenmärkten wollen die Cineman-Macher auch im Ausland wachsen. Im Juni wurde Cineman.de lanciert. Derzeit versorgt die Website die siebzig grössten deutschen Städte mit Kino-Informationen. Bereits verzeichnet die Seite mit Redaktion in Berlin 10’000 Besucher pro Tag.

Verkaufsleiter des Jahrgangs 2007 diplomiert

In Interlaken konnten Ende November 178 eidgenössisch diplomierte Verkaufsleiterinnen und Verkaufsleiter des Prüfungsjahrganges 2007 ihr Diplom entgegennehmen.

 In Interlaken konnten Ende November 178 eidgenössisch diplomierte Verkaufsleiterinnen und Verkaufsleiter des Prüfungsjahrganges 2007 ihr Diplom entgegennehmen. Die Fachprüfung zum Verkaufsleiter wird seit über 20 Jahren von den Trägerverbänden Swiss Marketing (SMC), KV Schweiz und Verkauf Schweiz durchgeführt. Dieses Jahr legten 248 Kandidaten die Prüfung ab. Davon waren 72 Prozent erfolgreich, 28 Prozent haben nicht bestanden. Rund 25 Prozent der Diplomierten waren Frauen. 173 der neuen Verkaufsleiter stammen aus der Deutschschweiz, während die Westschweiz mit fünf Diplomierten vertreten war. Die Gesamtdurchschnittnote lag mit 4,2. im vergleichbaren Durchschnitt der letzten Jahre, wie Swiss Marketing mitteilte. Durch die Diplomfeier führte Jean-Paul Zürcher, der Präsident der Prüfungskommission. Humorvolle Einlagen lieferte eine gewisse Frau Elvira Iseli alias Birgit Steinegger.

Neue Werbeformen am Flughafen Zürich

Ein ganz neues Werbeerlebnis und ungeahnte Sinneseindrücke, verspricht die Firma Clear Channel Outdoor mit ihrem neuen Projekt am Unique Airport in Zürich-Kloten. Durch die dynamische Verbindung von sieben seriell angeordneten Displays sollen die Reisenden dort ab diesem Monat mit sich stetig ändernden Werbefilm-Sequenzen bei ihrem Weg durch den Flughafen begleitet werden.

 Ein ganz neues Werbeerlebnis und ungeahnte Sinneseindrücke verspricht die Firma Clear Channel Outdoor mit ihrem neuen Projekt am Unique Airport in Zürich-Kloten. Durch die dynamische Verbindung von sieben hintereinander folgenden Displays sollen die Reisenden dort ab diesem Monat mit sich stetig ändernden Werbefilm-Sequenzen auf ihrem Weg durch den Flughafen begleitet werden. Auf den 56 Zoll grossen Bildschirmen kann folgendes gezeigt werden: Einzelne Standbilder, Bilder, welche über die sieben Bildschirme bewegt werden, animierte Spots und auch Videos in serieller oder dynamischer Progression. Mit der Platzierung des neuen Angebots namens WalkSeven entlang der Laufbänder im Ankunfts- und Abflugskorridor des Terminals sollen jährlich über sieben Millionen Passagier-Kontakte entstehen.

Internet ist Surfern wichtiger als Fernsehen

Das Web ist den Internetusern wichtiger als der Flimmerkasten. Inzwischen entscheiden sich 61 Prozent der deutschen Onlinenutzer für das Internet, wenn sie sich zwischen Internet und Fernsehen entscheiden müssten.

 Das Web ist den Internetusern wichtiger als der Flimmerkasten. Inzwischen entscheiden sich 61 Prozent der deutschen Onlinenutzer für das Internet, wenn sie sich zwischen Internet und Fernsehen entscheiden müssten. Noch vor einem halben Jahr hatten sich nur 56 Prozent für das Web und gegen das Fernsehen entschieden. Mittlerweile können sich laut der von der deutschen Consulting-Firma Fittkau & Maass durchgeführten Befragung nur noch 15 Prozent der Internetuser überhaupt vorstellen, in Zukunft ohne das Netz auszukommen. «In jedem Fall ist davon auszugehen, dass sich kurz- und mittelfristig das Medienbudget bestimmter Zielgruppen weiter vom TV auf das Internet verlagern wird», prognostiziert Susanne Fittkau, Geschäftsführerin von Fittkau & Maass, auf Nachfrage des Nachrichtendienstes Pressetext. Besonders für Männer und junge Nutzer spielt das Internet eine grosse Rolle. Laut der Untersuchung können 64 Prozent der Männer, aber nur 56 Prozent der Frauen auf Fernsehen verzichten. Bei den unter 30-Jährigen geben gar rund 70 Prozent an, sich im Zweifelsfall für das Internet zu entscheiden.
Die Bereitschaft auf Fernsehen zu verzichten, ist stark abhängig vom jeweiligen Online-Nutzungsverhalten. Je mehr Video- und Fernseh-Inhalte von einem User konsumiert werden, desto grösser ist die Bereitschaft, auf klassisches Fernsehen zu verzichten. Den Fernsehstationen wird von der Consulting-Firma ein proaktives Vorgehen, und damit eine weitere Verbesserung ihres Online-Angebots empfohlen. Denn aufhalten kann man diese Entwicklung nicht.

Martin Denecke wird Kreativchef von Publicis

Der neue Kreativchef bei Publicis ist bestimmt: Martin Denecke übernimmt die Leitung der Kreation. Er zügelt die Kunden seiner Agentur Denecke AG, zu denen auch Pfister zählt, an die Stadelhoferstrasse. Denecke wird Nachfolger von Markus Gut, der Ende Jahr von Publicis zur Y&R-Gruppe wechselt.

Der neue Kreativchef bei Publicis ist bestimmt: Martin Denecke übernimmt die Leitung der Kreation. Er zügelt die Kunden seiner Agentur Denecke AG, zu denen auch Pfister zählt, an die Stadelhoferstrasse. Denecke wird Nachfolger von Markus Gut, der Ende Jahr zur Y&R-Gruppe wechselt.
Der ehemalige GGK-Basel-Chef und Werber des Jahres Martin Denecke und Publicis-CEO Fredy Collioud kennen und respektieren sich gemäss Communiqué seit Jahrzehnten als Freunde und Konkurrenten. Neben Denecke stehen bei Publicis nun die neuen Managing Partnern Curdin Janett und Christian Siegrist sowie Marion Marxer (Publicis Modem) an der Spitze.
Die Neubesetzung der Kreativleitung mag überraschen, da Denecke nicht unter den Namen war, die in der letzten Zeit für den Posten diskutiert wurden. «Mir war sehr wichtig, dass unser neuer Kreativchef eine gestandene Persönlichkeit ist und Erfahrung mit grossen Kunden mitbringt», erklärte Collioud auf Anfrage der Werbewoche. «Ich wollte nicht jemanden, der nur eine kreative Spielwiese sucht und Preise für sich einheimsen will. Bei der Grösse unserer Agentur ist Management-Erfahrung äusserst wichtig.»
Eine interne Lösung habe sich laut Collioud nicht aufgedrängt. Eine Umfrage unter den Publicis-Kreativen habe zudem gezeigt, dass auch diese eine externe Lösung bevorzugten. Denecke wechselt nun von seiner Einmann-Agentur zur grössten Kreativwerkstatt im Lande. «Das ist für ihn nichts neues, hat er doch bereits bewiesen, dass er in der Lage ist, die kreative wie unternehmerische Verantwortung einer grossen Agentur zu tragen. Er hat sich nun gewünscht, wieder einen breiteren Wirkungskreis zu haben», so Collioud.

Zu Martin Deneckes Stationen gehören McCann Erickson in Zürich wie auch Aebi und Partner. Er wechselte dann zur GGK Basel, wo er erst als CD und dann als Geschäftsführer wirkte, als Aloys Hirzel die GGK 1991 aufkaufte. Schliesslich übernahm Denecke 1994 mit einem Management Buyout selber die Mehrheit, schaffte mit der Agentur den Turn-Around und konnte sich über grosse Erfolge freuen. Kunden wie Cash, A. Lange & Söhne, Sunrise oder auch Credit Suisse standen während dieser Jahre auf der Kundenliste. Martin Denecke wurde 1995 zum Werber des Jahres gekürt. Im Jahr 1998 verkaufte er seine Anteile an Lowe und schied 2002 aus der Agentur aus. Er hat sich dann als freier Creative Consultant selbstständig gemacht und die Denecke AG gegründet, wo er 2005 den Etat des Möbelhauses Pfister gewann.

Lürzer’s Archive findet Gefallen an Kampagne von AY&R

Das Lürzer’s Archive vergibt in seiner Online-Ausgabe wöchentlich den Titel «Ad of the Week». Er geht diese Woche an die Leica-Kampagne «Zoom» von AY&R.

 Der Fachverlag Lürzer’s Archive publiziert alle zwei Monate ein Magazin mit guten Anzeigen und Plakaten aus aller Welt. Er zeigt die Werbung aber auch online auf Luerzersarchive.net. Gekürt wird dort wöchentlich eine Siegerarbeit in der Kategorie Film und Print. Der Titel «Ad of the Week» geht diese Woche an die Leica-Kampagne «Zoom» von AY&R, die bereits bei Epica und Eurobest erfolgreich war. Online zu bestaunen ist die Anzeige ab Dienstag.

Wetterfrösche von SF Meteo auf Radio Zürisee

Ab dem neuen Jahr präsentiert das Team von SF Meteo auf Radio Zürisee die Wetternachrichten. Thomas Bucheli und Co. versorgen die Zuhörer am Morgen, über Mittag und am frühen Abend mit einem auf die Region zugeschnittenen Wetterdienst.

 Ab dem neuen Jahr präsentiert das Team von SF Meteo auf Radio Zürisee die Wetternachrichten. Damit baut der Sender seine Wetterberichterstattung aus. Thomas Bucheli und Co. versorgen die Zuhörer am Morgen, über Mittag und am frühen Abend mit einem auf die Region zugeschnittenen Wetterdienst. Den neuen Wetterservice gibt es an sieben Tagen in der Woche, wie Radio Zürisee mitteilte. Gemäss SF Meteo-Redaktionsleiter Thomas Bucheli läuft ein solcher Dienst bereits seit mehreren Jahren auf Radio Basilisk. Auch das Schweizer Radio DRS sei Kunde.
Die Zusammenarbeit mit SF Meteo soll laut Geschäftsleiter Tony Immer dazu beitragen, dass Radio Zürisee seine Position im hart umkämpften Konzessionsgebiet Zürich-Glarus ausbauen kann. Für das Gebiet bewerben sich fünf Sender, es werden aber nur drei Konzessionen vergeben.

Media-Abkommen mit der EU zurückgewiesen

Nach dem Ständerat weist nun auch der Nationalrat das Media-Abkommen mit der EU zurück. Damit wird der Bundesrat zu neuen Verhandlungen in Brüssel gezwungen. Das Abkommen ist eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits würden die Schweizer Filmschaffenden damit gleichberechtigt vom EU-Förderprogramm profitieren, andererseits beisst sich das Abkommen mit den hierzulande herrschenden Werbeverboten des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG).

 Nach dem Ständerat weist nun auch der Nationalrat das Media-Abkommen mit der EU zurück. Damit wird der Bundesrat zu neuen Verhandlungen in Brüssel gezwungen. Das Abkommen ist eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits würden die Schweizer Filmschaffenden damit gleichberechtigt vom EU-Förderprogramm profitieren, andererseits beisst sich das Abkommen mit den hierzulande herrschenden Werbeverboten des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG). In der EU gelten ab 2009 bei der Werbung nämlich die Vorschriften des Herkunftslandes und nicht mehr jene des Empfängerlandes. Für die Schweiz würde dies bedeuten, dass sie ihr Werbeverbot für Alkohol, Politik und Religion nicht aufrechterhalten könnte. Für die Mehrheit des Parlaments war dies Grund genug das Abkommen abzulehnen. Für Kulturminister Pascal Couchepin geht es ums Überleben der schweizerischen Filmwirtschaft in Europa. In Europa sollten die gleichen Werberechte gelten, das sei eine Sache des gesunden Menschenverstandes, sagte er im Rahmen der Debatte. Er werde nun aber in Brüssel nach einem Ausweg suchen und diesen auch finden.
Die EU liess ihrerseits verlauten, sie sei bereit der Schweiz die «Bedingungen für die Teilnahme von Drittstaaten erneut zu erklären». Die Übereinstimmung mit dem EU-Gesetzesrahmen im audiovisuellen Bereich gehöre da dazu. Ob die EU überhaupt zu Neuverhandlungen mit der kleinen Schweiz bereit ist, liess der zuständige Kommissionssprecher offen.

Nik Niethammer neu im VR von Sat.1 Schweiz

Die Generalversammlung von Sat.1 Schweiz hat Nik Niethammer neu in den Verwaltungsrat gewählt. Der Schweizer TV-Mann verantwortet seit vergangenem Oktober als Chefredaktor den gesamten News- und Magazin-Bereich bei Sat.1 in Berlin.

Die Generalversammlung von Sat.1 Schweiz hat Nik Niethammer neu in den Verwaltungsrat gewählt. Der Schweizer TV-Mann verantwortet seit vergangenem Oktober als Chefredaktor den gesamten News- und Magazin-Bereich bei Sat.1 in Berlin. Vor seiner Beförderung zum Chefredaktor war er ab 2004 als Bereichsleiter Magazine bei Sat.1 tätig. Davor war Niethammer während fünf Jahren Mitglied der Chefredaktion beim Blick. Vor dem Wechsel zur Boulevardzeitung hatte er die Programmleitung von Tele24 inne und gehörte zum Gründungsteam von TeleZüri. Zu seinen beruflichen Stationen zählen auch das Schweizer Fernsehen, der Tages-Anzeiger und die Schweizer Illustrierte.

Europäischer Gerichtshof gibt Schweiz im Fall Jagmetti Recht

Die Schweiz hat mit der Verurteilung eines Journalisten das Recht auf freie Meinungsäusserung nicht verletzt. Zu diesem Schluss kam am Montag die Grosse Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

 Die Schweiz hat mit der Verurteilung eines Journalisten das Recht auf freie Meinungsäusserung nicht verletzt. Zu diesem Schluss kam am Montag die Grosse Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Der Fall dreht sich um den Journalisten Martin Stoll, der 1997 aus einem vertraulichen Papier des damaligen Schweizer Botschafters Carlo Jagmetti in den USA zitierte. Die beiden Artikel in der Sonntagszeitung sorgten im Zuge der Debatte um nachrichtenlose Vermögen für Gesprächsstoff. Jagmetti war wegen des aggressiven Vokabulars in seinem Bericht unter Druck geraten und zurückgetreten.
Stoll wurde von der Zürcher Justiz wegen Veröffentlichung amtlicher geheimer Verhandlungen zu 800 Franken Busse verurteilt, das Bundesgericht bestätigte dieses Verdikt ein Jahr später. Stoll legte gegen das Urteil beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Beschwerde ein. Dessen vierte Abteilung kam 2006 zum Schluss, dass die Schweiz mit der Busse die Meinungsäusserungsfreiheit verletzt habe (siehe
). Die Schweiz zog den Fall wiederum vor die Grosse Kammer des EGMR weiter. Diese ist am Montag nun mit zwölf zu fünf Stimmen zum Schluss gekommen, dass die Meinungsäusserungsfreiheit doch nicht verletzt wurde.
Die Strassburger Richter waren zwar der Meinung, dass die Öffentlichkeit grundsätzlich ein Interesse an den Informationen aus Stolls Artikel hatte. Die Veröffentlichungen der fraglichen Passagen aus dem Jagmetti-Bericht hätte aber negative Auswirkungen auf den Verlauf der Schweizer Verhandlungen haben können. Die Artikel seien daher geeignet gewesen, die Schweizer Interessen zu schädigen.
Insgesamt bewertete der Gerichtshof Stolls Beitrag an die öffentliche Debatte als gering. Seine Texte seien stark vereinfachend und verkürzt gewesen. Die Texte und die sensationsheischenden Titel seien dem Thema der nachrichtenlosen Vermögen nicht angemessen gewesen.
Das Gericht teile damit die Meinung der Schweizer Regierung und des Presserats, dass Stoll nicht primär die Öffentlichkeit informieren, sondern den Bericht Jagmetti habe skandalisieren wollen. Die verhängte Busse sei damit nicht unverhältnismässig zum verfolgten Ziel gewesen.

AXA Winterthur ergänzt Geschäftsleitung um Marketingchef

Die Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur stockt ihre Geschäftsleitung auf. Als neues Mitglied wird Marketingchef Markus Keller in dem Gremium Einsitz nehmen.

 Die Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur stockt ihre Geschäftsleitung auf. Als neues Mitglied wird Marketingchef Markus Keller in dem Gremium Einsitz nehmen.Keller ist seit dem 1. Juli Leiter der Marketingabteilung bei der zum französischen AXA-Konzern gehörenden AXA Winterthur. Mit der Ernennung von Keller als zusätzliches Geschäftsleitungsmitglied trage das Unternehmen der Wachstumsstrategie Rechnung und stärke seine Positionierung, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

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