Unternehmen planen mehr Kommunikationsausgaben

Im laufenden Jahr wollen 30 Prozent der Schweizer Unternehmen ihre Kommunikationsausgaben erhöhen. Weitere 56 Prozent rechnen mit dem gleichen Aufwand für PR, Werbung und Events wie im Vorjahr, wie eine Umfrage von Farner Consulting ergibt.

 Im laufenden Jahr wollen 30 Prozent der Schweizer Unternehmen ihre Kommunikationsausgaben erhöhen. Weitere 56 Prozent rechnen mit dem gleichen Aufwand für PR, Werbung und Events wie im Vorjahr. Das geht aus einer Umfrage hervor, welche die PR-Agentur Farner Consulting bei den 500 grössten Schweizer Unternehmen durchführen liess. Aufgrund der gedämpften Konjunkturaussichten sei eigentlich ein Rückgang der Kommunikationsausgaben zu befürchten gewesen, heisst es in einem Communiqué von Farner. Die Abnahme ist aber nur marginal eingetreten: Während letztes Jahr 90 Prozent der Unternehmen die Beibehaltung oder Erhöhung ihrer Budgets planten, sind es heuer 86 Prozent. Von jenen Unternehmen, die ihren Kommunikationsaufwand erhöhen wollen, geben 83 Prozent die Anpassung an den kommenden Bedarf als Grund an. Die 8 Prozent der Unternehmen, die ihre Kommunikationsbudgets senken, verweisen auf eine Reduktion der verfügbaren Mittel.
Die PR-Agentur Farner macht aufgrund der Umfragenergebnisse eine Verschiebung von klassischer Werbung in Richtung PR aus: 15 Prozent der befragten Unternehmen investieren demgemäss über einen Drittel ihres Kommunikationsbudgets in Public Relations. Innerhalb der PR sehen Schweizer Unternehmen den grössten Handlungsbedarf in den Bereichen Beratung und Coaching, Krisen- und Change Kommunikation sowie Unternehmenspublizität und Online Kommunikation.

Demeulemeester ist neuer CD bei GGK Zürich

Seit Anfang Jahr ist Jean-Marc Demeulemeester Creative Director bei GGK Zürich. Der 38-Jährige betrieb zuvor seine eigene Agentur, Demeulemeester Publicité. Seine Kunden nimmt er mit, darunter ein Teilbudget für Postshop.

Seit Anfang Jahr ist Jean-Marc Demeulemeester Creative Director bei GGK Zürich. Der 38-Jährige betrieb zuvor seine eigene Agentur, Demeulemeester Publicité. Seine Kunden nimmt er mit, darunter ein Teilbudget für Postshop. Demeulemeester wird bei GGK Zürich neben seiner Tätigkeit als CD auch Einsitz in die Geschäftsleitung nehmen. Für die bestehenden Budgets bleibt Bruno Züttel nach wie vor CD. Zur Geschäftsleitung gehört neben Inhaber Hermann Strittmatter auch Partner Fredy Weisser.
Die ersten Gespräche zwischen GGK und Demeulemeester Publicité fanden laut Mitteilung schon im vergangen Spätsommer statt. «Wir haben schnell gemerkt, dass wir eine gemeinsame Sprache sprechen», erklärt Strittmatter. Demeulemeester hatte sich nach Stationen bei Advico Young & Rubicam, Publicis, JWT+H+F und zuletzt bei LangGysiKnoll (jetzt neue LGK) selbständig gemacht hatte und Demeulemeester Publicité mit Sitz in Winterthur gegründet (siehe
Zwei Kleine ganz gross
). Die Möglichkeit, bei GGK einzusteigen, bezeichnet er als erfreuliche Weiterentwicklung seiner Karriere.

Neues Finanzportal der NZZ löst heftige Reaktionen aus

Mit ihrem neuen Finanzportal hat sich die NZZ nicht nur Freunde gemacht. Verschiedene User reagieren in Leser-Kommentaren auf NZZ-Finance mit «massloser Enttäuschung» auf die am Angebot vorgenommenen Änderungen und werfen der NZZ «Arroganz» und Missachtung der Kundenbedürfnisse vor.

 Mit ihrem neuen Finanzportal hat sich die NZZ nicht nur Freunde gemacht. Verschiedene User reagieren in Leser-Kommentaren auf NZZ-Finance mit «massloser Enttäuschung» auf die am Angebot vorgenommenen Änderungen und werfen der NZZ «Arroganz» und Missachtung der Kundenbedürfnisse vor. Fredy Greuter, Redaktionsleiter von NZZ-Online, lässt sich von den fast sechzig negativen Kommentaren seiner User nicht aus der Ruhe bringen: «Es gibt verschiedenste Reaktionen auf unser neues Finanzportal, positive wie negative. Die Negativen beziehen sich praktisch alle auf das Wegfallen der Portfolio-Funktion. Und in dem Zusammenhang kann ich den Ärger durchaus verstehen.» Bislang konnten registrierte User mit dieser Portfolio-Funktion frei nach ihrem Gusto Wertpapiere aktuell bewerten und tagesaktuell Depotauszüge erstellen, wie man das von der Bank her kennt. Angeboten wurde der Service in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Ecofin. Nach dem Auslaufen des Vertrages Ende 2007, konnte die NZZ mit Ecofin keine Einigung über eine Verlängerung des gemeinsam geführten Finfox-Portals erzielen. Unter anderem deshalb entschloss man sich bei der NZZ schliesslich zu einer Neuausrichtung des Portals. «Das Betreiben einer Portfolio-Funktion gehört nicht zu unserem Kerngeschäft. Wir haben uns dazu entschieden, uns wieder vermehrt auf die Vermittlung und Analyse von Informationen zu konzentrieren», sagte Greuter. Für angestammte Finfox-User ist diese Veränderung ärgerlich, da Ecofin zwar im Besitz aller Portfolio-Daten ist, das jetzige Angebot aber eingestellt hat. Wollen sie weiterhin Wertpapiere vergleichen und bewerten, müssen sie nun auf andere Portale wie jenes von Cash oder der UBS umsteigen. «Es war uns bewusst, dass es Reaktionen geben wird. Auch über die Menge bin ich nicht erstaunt. Was mich allerdings ein wenig erstaunt hat, war der Tonfall. Online reagieren die Leute viel unmittelbarer, emotionaler und damit heftiger», hielt Greuter gegenüber der Werbewoche fest. Vom eingeschlagenen Kurs will man aber nicht abrücken. Das Portfolio sei ein Gratisangebot gewesen und wir mussten damit rechnen, dass die Nutzer zu einem anderen Anbieter wechseln, erklärte Greuter weiter. Die anfänglichen technischen Probleme habe man jetzt in den Griff gekriegt und erste Nutzungszahlen würden belegen, dass sie mit ihrer auf redaktionelle Inhalte fokussierten Neuausrichtung auf dem richtigen Weg seien. Was dies in absoluten Zahlen bedeutet, wollte die NZZ allerdings nicht bekanntgeben.

Matter & Gretener tritt für Action TV in Aktion

Die Agentur Matter & Gretener darf sich über einen neuen Kunden freuen: Sie arbeitet am kompletten Redesign des Web-TV-Kanals Action TV.

 Die Agentur Matter & Gretener darf sich über einen neuen Kunden freuen: Sie arbeitet am kompletten Redesign von Action TV. Dieser Web-TV-Kanal dokumentiert Veranstaltungen, Events und Partys und war beispielsweise auch am Edi.07 oder dem Jubiläumsfest von Tele vor Ort. Laut Mitteilung der Agentur ist der Neuauftritt von Action TV demnächst online zu sehen.

ADC und Publisuisse laden zur ADC Prediction

Noch vor der Jury können sich Interessierte die zur diesjährigen ADC-Jurierung eingereichten TV-Spots ansehen und sich so ein Bild über die aktuelle Schweizer Spot-Szene machen: Die rund 120 Spots sind am Dienstag, 15. Januar 2008, im Zürcher Kaufleuten zu sehen.

 Noch vor der Jury können sich Interessierte die zur diesjährigen ADC-Jurierung eingereichten TV-Spots ansehen und sich so ein Bild über die aktuelle Schweizer Spot-Szene machen. Im Rahmen der ADC Predicition sind die rund 120 Spots am Dienstag, 15. Januar 2008, von 12 bis 14 Uhr im Festsaal des Zürcher Kaufleutens zu sehen. Wer mag, kann auf die Gewinner tippen und so mit Glück einen eigenen Preis gewinnen. Sämtliche zur ADC-Jurierung eingereichten Arbeiten können am 21. Januar 2008 von 18 bis 21 Uhr im WTC Zürich-Oerlikon besichtigt werden. Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am Samstag, 26. Januar 2008 von 18 bis ca. 19.30 Uhr in der Abfüllhalle der Toni Molkerei in Zürich-West statt.

Peter Schibli ist neuer Chefredaktor von Swissinfo.ch

Seit Anfang Jahr ist Peter Schibli Chefredaktor von Swissinfo.ch, der Swissinfo-Internetplattform für das Ausland. Der langjährige Baz-Journalist tritt die Nachfolge von Christoph Heri an, der per 31. März 2008 in den Ruhestand tritt.

Seit Anfang Jahr ist Peter Schibli Chefredaktor von Swissinfo.ch, der Swissinfo-Internetplattform für das Ausland. Der promovierte Jurist tritt die Nachfolge von Christoph Heri an, der per 31. März 2008 in den Ruhestand tritt. Schibli war seit 1986 als Journalist und Multimedia-Spezialist für die Basler Zeitung (Baz) tätig, unter anderem als Deutschland- und als USA-Korrespondent. Ab 2000 baute Schibli Baz Online auf, leitete die Online-Redaktion und fungierte seit 2004 auch als Mitglied der Chefredaktion bei der Basler Zeitung. Seit März 2007 ist Schibli bei Swissinfo.ch als Projektleiter und Mitglied der Chefredaktion tätig.
Als neuer Chefredaktor wird er den vom Bundesrat verabschiedeten Leistungsauftrag für das SRG-Tochterunternehmen publizistisch umzusetzen. Schibli wolle Swissinfo.ch als führende neunsprachige News- und Informationsplattform für die Auslandschweizer wie auch für ein an der Schweiz interessiertes internationales Publikum positionieren, heisst es in einer Mitteilung. Dabei werde sein Fokus darauf liegen, die multimedialen Möglichkeiten der Internetplattform zur Vermittlung von Inhalten und für die Kundenbindung konsequent zu nutzen.

Regionaldirektor Bruno Hegglin verlässt Publicitas

Die laufende Neuausrichtung der neuen Publigroupe-Organisation Media Sales hat eine weitere personelle Konsequenz: Bruno Hegglin, Regionaldirektor und Mitglied der Geschäftsleitung der Publicitas, hat sich entschlossen, per Ende Mai 2008 aus dem Unternehmen auszutreten. Seine Filialen Luzern, St. Gallen, Zürich und NZZ Media werden nun direkt von Thomas Bargetzi geleitet.

 Die laufende Neuausrichtung der neuen Publigroupe-Organisation Media Sales hat eine weitere personelle Konsequenz: Bruno Hegglin, Regionaldirektor und Mitglied der Geschäftsleitung der Publicitas, habe sich entschlossen, per Ende Mai 2008 aus dem Unternehmen auszutreten, teilte Publigroupe-Chef Hans-Peter Rohner mit. Hegglin wolle sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Die von ihm geleiteten Filialen Luzern, St. Gallen, Zürich und
NZZ Media werden seit 1. Januar direkt durch Thomas Bargetzi, den CEO Sales Schweiz, geführt. Hegglin hat also seine Führungsverantwortung bereits an Bargetzi übergeben. Hegglin ist seit 1991 für die Publicitas tätig. Er übernahm 1994 als Direktor die Leitung der Filiale Luzern. Im Jahr 1998 wurde er zum Regionaldirektor befördert für die Region Ost. Rohner betont in seiner Mitteilung das grosse Engagement Hegglins und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die Publicitas und der scheidende Regionaldirektor «in guter und partnerschaftlicher Verbindung» bleiben werden.

U1 TV schickte Mitarbeitenden die provisorische Kündigung

Der Privatsender U1 TV ist vorläufig weiterhin im analogen Netz der Cablecom zu sehen, hat aber vorsorglich einigen Mitarbeitenden die Kündigung ausgesprochen. Sollte das Bundesverwaltungsgericht der Cablecom grünes Licht zur Verlagerung von U1 TV ins digitale Angebot geben, könnte wohl nur noch ein Drittel der bisher 30 Mitarbeitenden beschäftigt werden.

 Der Privatsender U1 TV ist vorläufig weiterhin im analogen Netz der Cablecom zu sehen, hat aber vorsorglich einigen Mitarbeitenden die Kündigung ausgesprochen. Eine superprovisorische Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts hatte dem Sender garantiert, dass er nicht vor dem 7. Januar aus dem analogen Netz der Cablecom fliegen wird. Die Gnadenfrist geht nun weiter: Wie Sprecher Hanspeter Nehmer der Werbewoche sagte, wird die Netzbetreiberin den Kanal nicht aus dem analogen Netz nehmen, bevor ein entsprechender Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes vorliegt. U1 TV hat beim Bundesverwaltungsgericht Rekurs eingelegt gegen den Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation, der besagte, dass der Sender von der Cablecom abgeschalten werden dürfe (siehe
). Obwohl die Fernsehmacher noch immer hoffen, dass das Gericht zu ihren Gunsten entscheiden wird, wurden vorsorglich Kündigungen ausgesprochen. Sprecher Peter Heeb bestätigte auf Anfrage der Werbewoche eine entsprechende Meldung der NZZ am Sonntag: «Sollte das Bundesverwaltungsgericht den Entscheid des Bakoms stützen, können wir nicht mehr alle Mitarbeiten beschäftigen». In diesem Falle würde U1 TV im digitalen Netz der Cablecom verbreitet. Heeb geht davon aus, dass dann noch ein Drittel der gegenwärtig 30 Mitarbeitenden für den Sender tätig bleiben kann. Weiterhin dabei ist in jedem Fall das hellsehende Aushängeschild Mike Shiva. U1 TV hatte zwar dem Bakom angeboten, Shivas Sendung auf zwei Stunden zu reduzieren – doch auch dieses Angebot hatte das Bundesamt nicht milde gestimmt. Mit der Verlagerung ins digitale Angebot würde U1 TV nur noch in etwa halb so viele Haushalte gesendet wie bisher. Laut Heeb prüft der Sender derzeit verschiedene Optionen, wie er sich nach einem entsprechenden Entscheid der Richter aufstellen könnte: Obwohl das Schweizer Sportfernsehen zu Star TV gewechselt hat, ist Sport für U1 TV weiterhin ein Thema. Möglich wäre auch eine stärkere Fokussierung auf Politik. Sicher ist auf alle Fälle schon, dass Heebs eigene Firma Heeb & Partner die Übertragung der SVP-Albisgüetlitagung produzieren wird, welche auf U1 TV über die Mattscheibe flimmern wird.

Sonntagsblick gründet Leserrat

Was die deutsche Bildzeitung hat, erhält nun auch der Sonntagsblick: einen Leserrat. Dieser soll mitbestimmen können, wie die Zeitung in Zukunft aussehen wird.

 Was die deutsche Bildzeitung hat, erhält nun auch der Sonntagsblick: einen Leserrat. Dieser soll mitbestimmen können, wie die Zeitung in Zukunft aussehen wird. Er besteht aus 25 Lesern, die die Gesellschaft repräsentativ abbilden sollen: «Lesern aus allen Landesteilen, aus vielen Berufen, Jung und Alt» sind gemäss der neuesten Sobli-Ausgabe gefragt. Sie treffen sich zweimal im Jahr und vermitteln der Redaktion, was bei ihnen ankommt und was nicht. Versprochen wird ein «direkter Einfluss» auf die Zeitungsmacher unter Chef Marc Walder. Laut Sobli ist die Arbeit im Leserrat unentgeltlich – für «Speis und Trank» will Ringier bei den Treffen aber jeweils sorgen. Interessierte können sich ab sofort bewerben, die Auserwählten werden von der Chefredaktion bestimmt.

Brüngger Bachmann Dialog holt Gesamt-Etat von Saab Schweiz

Der Gesamt-Etat für Dialogmarketing und Werbung der GM-Tochter Saab Schweiz geht an die Dialogmarketing-Agentur Brüngger Bachmann Dialog in Zürich. GM Switzerland hat den Etat nach einem mehrstufigen Pitch vergeben.

 Der Gesamt-Etat für Dialogmarketing und Werbung der GM-Tochter Saab Schweiz geht an die Dialogmarketing-Agentur Brüngger Bachmann Dialog in Zürich. GM Switzerland hat den Etat nach einem mehrstufigen Pitch vergeben. Ausschlaggebend für den Entscheid sei sowohl eine klare Strategie für die Positionierung der Marke in der Schweiz, eine überraschende und frische Kreation sowie das Know-how im Bereich von CRM und Dialog gewesen. Dass der Gesamt-Etat an eine auf Dialog spezialisierte Agentur ging, liege an der Tatsache, dass der Grossteil kommunikativer Massnahmen für Saab im Bereich Below-the-Line angesiedelt ist, begründet Arno Gunsch, Markendirektor Saab Schweiz, den Entscheid in einer Mitteilung der Agentur.
Mit einer breit angelegten Print-Kampagne werden die Arbeiten von Brüngger Bachmann Dialog ab Februar sichtbar. Auf den Automobilsalon Genf hin werden zudem zahlreiche Dialog-Instrumente zum Einsatz kommen.
Verantwortlich bei Saab Schweiz:
Arno Gunsch (Gesamtverantwortung), Nathalie Busslinger und Mario Klaus. Verantwortlich bei Brüngger Bachmann Dialog: Daniel Brüngger (Gesamtverantwortung), Martin Steiner (Strategie), Remo Bachmann (Kreation), Liv Bianchet und Noëmi Fretz (Beratung), Manuela Eigenmann (Art), Matthias Zimmermann (Text), Martin Stauch (Webdesign).

Zu guter Letzt: Meine Freunde im Bundesrat

Sympathisch kam sie rüber, die neue Bundesrätin Widmer-Schlumpf, die trotz erheblichem Schlafmangel in den turbulenten Tagen der Wahl in unzähligen Fernseh- und Radiosendungen zu erleben war. Und auch Micheline Calmy-Rey wirkt stets engagiert und äusserst gewinnend.

Sympathisch kam sie rüber, die neue Bundesrätin Widmer-Schlumpf, die trotz erheblichem Schlafmangel in den turbulenten Tagen nach ihrer Wahl in unzähligen Fernseh- und Radiosendungen zu erleben war. Und auch Micheline Calmy-Rey wirkt stets engagiert und äusserst gewinnend. Schade, dass man sich mit den vielbeschäftigten Bundesrätinnen nicht mal zu einem Gedankenaustausch treffen und gemütlich eine heisse Schokolade schlürfen kann. Vielleicht würde daraus ja sogar eine Freundschaft entstehen, wer weiss. Der junge Neuenburger Student Bertil Suter hat uns dem Traum von einer Freundschaft mit den höchsten Politikern dieses Landes ein ganzes Stück näher gebracht. Dreist schaltete er für jedes Mitglied der Landesregierung ein eigenes Profil innerhalb des Community-Netzwerks Facebook auf (die Werbewoche berichtete, siehe ). Sein erklärtes Ziel ist es eine Diskussionsplattform für Schweizer Politik ins Leben zu rufen und den direkten Kontakt zu den Ministern herzustellen. In einem ersten Schritt versucht er nun den «falschen» Bundesrätinnen und Bundesräten möglichst viele Freunde zu verschaffen. Momentan führt Micheline Calmy-Rey mit 679 Kontakten. In einem zweiten Schritt will Suter dann die Landesregierung direkt angehen und sie dazu bewegen die Profile selbst zu verwalten. Dafür reiche ein Zeitaufwand von einer halben Stunde pro Woche. Eigentlich steht also der neuartigen Form der Kontaktpflege mit dem Volk – ausländische Politiker wie die französische Ministerin für Bildung und Forschung, Valérie Pécresse nutzen diese bereits – nichts mehr im Wege. Zumal auch der einzige Bundesrat, der in seinem Leben noch nie eine E-Mail geschrieben hat, nicht mehr in der Regierung sitzt. Aber der braucht ja auch kein Facebook. Schliesslich hat er in Roger Köppel längst einen Freund fürs Leben gefunden.

Publicis lässt für Axe die Hosen runter

Die Zürcher Werbeagentur Publicis liefert einen Beweis dafür, dass es Düfte geben soll, die die Frauen dermassen betören, dass sie kein Halten mehr kennen und dem parfümierten Herrn an die Wäsche wollen.

Die Zürcher Werbeagentur Publicis liefert einen Beweis dafür, dass es Düfte geben soll, die die Frauen dermassen betören, dass sie kein Halten mehr kennen und dem parfümierten Herrn an die Wäsche wollen: Auf drei Plakaten für den Herrenduft Axe ist jeweils ein anderes Paar heruntergelassener Männerhosen zu sehen. Die Düfte wirken offenbar so durchschlagend, dass mit den Beinkleidern auch gleich die Plakate heruntergezogen wurden: Gefaltet befinden sie sich nur noch in der unteren Hälfte der Plakatstellen. Verantwortlich bei Unilever:
Lukas Waller (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Publicis: Florian Beck (Creative und Art Direction), Thomas Berger (Grafik), Marcel Maegerle (Beratung), Andreas Caruso (Produktion), Giuliano di Marco (Fotografie), Frontwork (Plakatproduktion).
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